Sonntag, März 15, 2026
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Online-Modehändler About You enttäuscht mit Prognose- Rekord-Kurssturz

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Berlin, 24. Mai (Reuters) – Der Online-Modehändler About You rechnet mit einer schwächeren Wachstumsdynamik und schickt seine Aktien damit auf Talfahrt. Die Erlöse würdenim Geschäftsjahr 2022/23 um 25 bis 35 Prozent auf maximal knapp 2,34 Milliarden Euro zulegen, kündigte das Hamburger Unternehmen am Dienstag an. Im Vorjahreszeitraum kam About You noch auf einen Zuwachs von 48,5 Prozent auf 1,73 Milliarden Euro. „Wir sind in der Lage, in einem schwierigen Marktumfeld schneller zu wachsen als unsere Wettbewerber“, sagte Firmenchef Tarek Müller der Nachrichtenagentur Reuters. 

Allerdings hatte man sich am Aktienmarkt trotz der höheren Inflation und des Ukraine-Kriegs, die Verbrauchern die Einkaufslaune verderben, mehr erhofft. Die Aktie brach zwischenzeitlich um fast 14 Prozent ein – so stark wie noch nie seit dem Börsengang vor knapp einem Jahr. Gegen Mittag lag das Minus bei acht Prozent auf 8,24 Euro und damit rund einem Drittel des Ausgabepreises von 23 Euro. „Mode ist am Kapitalmarkt extrem abgestraft“, sagte Müller. Im Sog fiel das ZalandoZALG.DE-Papier mehr als vier Prozent. Und der größere Berliner Konkurrent steht ebenfalls seit Monaten unter Druck und musste im ersten Quartal seinen ersten Umsatzrückgang in der Firmengeschichte hinnehmen. Für 2022 peilt Zalando ein Erlösplus von maximal 19 Prozent an.

„In den letzten sechs Monaten sind so viele Dinge passiert, dass es schwer ist, die einzelnen Effekte voneinander zu isolieren“, sagte der About-You-Chef. „Aber wir sind sehr zuversichtlich, was unsere Prognose angeht. Die Frage ist, wie wir ohne Ukraine-Krieg und Inflation gewachsen wäre. Das wäre wohl stärker gewesen“, sagte Müller. Zuletzt half der in 26 europäischen Ländern aktiven OttoOTTOG.UL-Tochter laut Müller, dass nach der Corona-Krise wieder mehr Parties und Hochzeiten stattfinden, für die neue Kleidung gekauft wird.

Bisher schreibt About You Verluste, will aber im Geschäftsjahr 2023/24 in die schwarzen Zahlen finden. In den zwölf Monaten zu Ende Februar lag der bereinigte Betriebsverlust bei knapp 67 Millionen Euro und soll im laufenden Geschäftsjahr 2022/23 zwischen 70 und 50 Millionen Euro landen. „Drei bis fünf Jahre nach Markteintritt ist bei uns ein Land in der Regel profitabel“, sagte Müller. Ob About You dieses Jahr in weitere Länder expandiert, ließ er offen. 

Online-Modehändler About You enttäuscht mit Prognose- Rekord-Kurssturz

Copyright: (c) Copyright Thomson Reuters 2022

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Asiatische Halbleiterhersteller sitzen beim Preis am längeren Hebel

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Anleihen China Halbleiter Brasilien Value Brasilien Südkorea

Ein Marktkommentar von Marcus Weyerer, Senior ETF Strategist EMEA bei Franklin Templeton Investments:

Während ein Großteil der Welt mit einer steigenden Inflation zu kämpfen hat und Unternehmen versuchen, Mittel und Wege zu finden, um ihre Gewinnspannen zu schützen, hat eine Branche offenbar eine effektive, wenn auch nicht sehr ausgeklügelte Lösung gefunden: Sie geben die Preiserhöhungen einfach an die Verbraucher weiter. Diese Strategie mag kaum geeignet sein, wenn ein Unternehmen nahezu identische Produkte auf einem Massenmarkt verkauft.

Für einige Firmen jedoch, insbesondere für Technologievorreiter, ist die Preissetzungsmacht mehr als ein theoretisches wirtschaftliches Konzept. Ein ausgezeichnetes Beispiel in diesem Zusammenhang ist die Halbleiterindustrie. Drei der Top Player in diesem Segment, die Taiwan Semiconductor Manufacturing Company (TSMC), Samsung und UMC, planen ab dem kommenden Jahr Preiserhöhungen von bis zu 20 %. Diese Erhöhungen kommen zu den bereits hohen Preissteigerungen in 2021 dazu. Wie können diese Unternehmen es sich leisten, ihren Kunden einen solch hohen Aufschlag zu berechnen?

Erstens gehören Halbleiter heute zu den Produkten, die für die Weltwirtschaft fast so wichtig sind wie Öl oder Kupfer. Ohne Halbleiter bewegt sich heutzutage so gut wie nichts mehr. Von A wie Autos bis Z wie Zappen auf dem Fernseher, ohne Halbleiter ist Schicht im Schacht. Der langfristige Trend zur Digitalisierung, der durch die Covid-19-Pandemie noch verstärkt wurde, hat die Chiphersteller zum Dreh- und Angelpunkt der modernen Lieferkette gemacht. Automobilhersteller, die keinen Zugang zu einer ausreichenden Versorgung mit Chips haben können keine Autos mehr herstellen, Punkt.

Zweitens ist die Branche hoch spezialisiert, kapitalintensiv und zyklisch. Es dauert in der Regel vier Monate oder länger vom Entwurf des Wafers bis zur eigentlichen Produktion. Der Aufbau einer neuen Produktionsstätte kann leicht zwei Jahre in Anspruch nehmen. Die Fabriken müssen über eine erstklassige Logistik verfügen, benötigen zudem viel Platz und müssen nahezu steril sein.

Dass dies folglich sehr teuer ist, ist nachvollziehbar. TSMC kündigte beispielsweise 2021 an, für seinen Kapazitätsausbau 100 Mrd. USD über einen Zeitraum von drei Jahren auszugeben. Mit solchen Ausgaben können kleinere Unternehmen nicht mithalten. Und weil die Produkte auf die spezifischen Bedürfnisse der Kunden zugeschnitten sind, ist ein Wechsel des Anbieters in der Regel auch keine Option.

Kurzum: Eine strukturell hohe und wachsende Nachfrage trifft auf eine Angebotskurve, die nicht zuletzt dank nahezu unüberwindlicher Marktzutrittsschranken eher träge ist. Die Produktion lässt sich nicht beliebig steigern und schon gar nicht schnell. Die einzige Variable, die bleibt, ist der Preis.

Halbleiterunternehmen nach Umsatz 

In Milliarden USD

Stand: 31. Dezember 2021

Die Gewinner dieser Dynamik sind also die Hersteller. Ende 2021 kontrollierten fünf Unternehmen, darunter Samsung und TSMC, fast 60 % der Silizium-Wafer-Kapazität. Für einige der fortschrittlichsten und effizientesten Chips hält TSMC Berichten zufolge satte 84 % des Marktanteils. Solche Unternehmen können folglich eine echte Preismacht ausüben. Auch wenn diese Eigenschaft nicht in der Bilanz auftaucht, ist sie dennoch werthaltig.

Asiatische Halbleiterhersteller sitzen beim Preis am längeren Hebel

Foto von Marcus Weyerer (Quelle: Franklin Templeton)

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Europas Börsen brechen Erholungsversuch erneut ab

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Frankfurt, 24. Mai (Reuters) – „Wie gewonnen, so zerronnen“ lautet wieder einmal das Motto an den europäischen Aktienmärkten. Nach ihren jüngsten Kursgewinnen verloren Dax und EuroStoxx50 am Dienstag jeweils mehr als ein Prozent auf 14.024 Zähler beziehungsweise 3660 Punkte. „Aufgrund zahlreicher Krisen verlangsamt sich das Wachstum, während die Inflation steigt und die Notenbanken zu einer restriktiven Politik zwingt, was wiederum die Finanzierungsbedingungen und damit auch die Risikoeinstellung der Investoren insgesamt verschlechtert“, fasste Anlagestratege Jürgen Molnar vom Brokerhaus RoboMarkets die Gemengelage zusammen. „Kein Wunder also, dass die Stimmung an der Börse aktuell so negativ ist wie schon lange nicht mehr.“ 

EURO IM AUFWIND – ÖL UND KUPFER IM MINUS

In diesem Zusammenhang bekräftigte EZB-Chefin Christine Lagarde ihren Willen, demnächst die Zinswende einzuleiten. „Sicherlich werden viele Beobachter die Europäische Zentralbank (EZB) weiterhin als zu zögerlich erachten“, sagte Commerzbank-Analystin You-Na Park-Heger. „Dennoch, die Tatsache, dass ein Lift-off im Juli mittlerweile ziemlich sicher erfolgen wird und dass die EZB Bereitschaft zeigt, die Zinsen auch danach noch weiter anzuheben, ist positiv für den EuroEUR=.“ Der Kurs der Gemeinschaftswährung stieg um bis zu 0,4 Prozent auf ein Vier-Wochen-Hoch von 1,0735 Dollar. 

Abwärts ging es dagegen für die Rohöl-Sorte BrentLCOc1 aus der Nordsee, die sich um bis zu 1,5 Prozent auf 111,70 Dollar je Barrel (159 Liter) verbilligte. „Die Lockdowns in China spielen eine gewichtige Rolle bei den Aussichten für den Treibstoff-Bedarf“, sagt Analystin Tina Teng vom Brokerhaus CMC Markets. Die wieder steigenden Fallzahlen in der Volksrepublik machten Investoren nervös. Vor diesem Hintergrund fiel der Preis für das Industriemetall KupferCMCU3 um 0,7 Prozent auf 9483 Dollar je Tonne. 

ABOUT YOU UND SNAP ENTTÄUSCHEN MIT AUSBLICKEN

Am deutschen Aktienmarkt stachen die Titel von About You mit einem Minus von zeitweise fast 14 Prozent heraus. Das war der größte Kurssturz seit dem Börsengang vor rund einem Jahr. Das angepeilte Umsatzwachstum im Geschäftsjahr 2022/2023 bleibe mit 25 bis 35 Prozent hinter den Markterwartungen zurück, moniert Analyst Volker Bosse von der Baader Helvea Bank. Daraufhin geriet auch Rivale Zalando unter Druck, dessen Papiere knapp fünf Prozent einbüßten. 

Ein weiterer Stimmungsdämpfer war die Gewinnwarnung von Snap. Der Betreiber der Messenger-Dienstes stellte für das laufende Quartal einen operativen Gewinn unter Markterwartungen in Aussicht. Die Prognosesenkung sei ein Indiz für die sich verschlechternde Konjunktur und das Werbegeschäft, schrieb Analyst Brent Thill von der Investmentbank Jefferies. Er senke daher seine Prognosen für Snap und andere, von Werbeeinnahmen abhängige Technologiewerte wie Twitter, die Google-Mutter Alphabet oder die Facebook-Mutter Meta. 

Deren Aktien verloren im vorbörslichen US-Geschäft bis zu sechs Prozent, während Snap-Titel mit einem Minus von fast 32 Prozent so stark einbrachen wie noch nie. Vor diesem Hintergrund gerieten auch die Papiere der Werbeagenturen WPP und Publicis unter Druck, die bis zu drei Prozent nachgaben. Aktien von TV-Sendern wie ProSiebenSat.1, RTLR oder ITVI büßten bis zu vier Prozent ein.

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Stiko empfiehlt gesunden Kindern nur einmalige Covid-Impfung

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Frankfurt, 24. Mai (Reuters) – In Deutschland dürfte nach Einschätzung der Ständigen Impfkommission inzwischen der überwiegende Teil der Kinder eine Corona-Infektion durchgemacht haben. Die Stiko empfiehlt deshalb nun allen Kindern im Alter von fünf bis elf Jahren zunächst nur eine Covid-19-Impfstoffdosis, wie das beim Robert-Koch-Institut ansässige Gremium am Dienstag mitteilte.

Bisher gab es keine generelle Impfempfehlung für diese Altersgruppe, sondern nur für Kinder mit Vorerkrankungen oder Kontakt zu Risikopersonen. Eltern steht aber frei, ihre Kinder trotzdem impfen zu lassen. Nach Angaben der Stiko soll die Impfung vorzugsweise mit dem Vakzin von BioNTech und Pfizer für diese Altersgruppe erfolgen, alternativ ist auch eine Kinderdosis von Moderna ab sechs Jahren möglich. 

Die Impfung soll frühestens drei Monate nach einer Infektion verabreicht werden. Die Stiko schätzt, dass der Anteil der Fünf- bis Elfjährigen, die bereits mindestens einen Kontakt mit dem SARS-CoV-2-Antigen hatten, Ende März 77,5 Prozent betrug. Auch Kinder, bei denen noch keine Infektion nachgewiesen wurde, sollen zunächst nur eine Dosis erhalten.

In Deutschland sind knapp 20 Prozent der Fünf- bis Elfjährigen vollständig geimpft. Gesunde Kinder, die schon die zweimalige Impfung erhielten, sollen laut Stiko vorerst nicht erneut geimpft werden. Für Kinder mit Vorerkrankungen oder Kontakt zu Personen mit einem hohen Risiko für einen schweren Verlauf bekräftigte die Stiko die Empfehlung einer Grundimmunisierung mit zwei Dosen sowie für eine dritte Auffrischimpfung.

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Österreich startet Verkauf von erster grüner Anleihe

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Wien, 24. Mai (Reuters) – Österreich hat den Verkauf seiner ersten grünen Staatsanleihe gestartet. Die Preisprognose für die Anleihe, die am 23. Mai 2049 fällig wird, sei ein Risikoaufschlag (Spread) von etwa 25 Basispunkten über dem Mid-Swap-Level, geht aus Unterlagen des Leadmanagers hervor, die von der Nachrichtenagentur Reuters eingesehen werden konnten. Die Bewertung werde später am Dienstag erfolgen. 

Österreich hat die Kreditinstitute Barclays, Bank of America (BofA), Deutsche Bank, Goldman Sachs, JP Morgan und UniCredit mit der Abwicklung des Verkaufs beauftragt. Das Land schließt sich einer Reihe von europäischen Staaten an, die in den vergangenen zwei Jahren ihre ersten grünen Anleihen begeben haben. Dazu zählen Deutschland, Italien, Großbritannien, Spanien und Dänemark. Die Erlöse aus der Anleihe sollen in umweltfreundliche Projekte fließen. 

Österreich startet Verkauf von erster grüner Anleihe

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 Industrie 4.0 entscheidend für Wettbewerbsfähigkeit und Klimaschutz

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Berlin, 24. Mai (Reuters) – Die Digitalisierung von Fabriken ist einer Umfrage zufolge für deutsche Industriebetriebe mittlerweile unverzichtbar, um im internationalen Wettbewerb bestehen zu können. 91 Prozent seien dieser Auffassung, teilte der Digitalverband Bitkom am Dienstag in Berlin mit. 81 Prozent der Firmen gaben an, die Digitalisierung trage zu mehr Nachhaltigkeit bei, 61 Prozent zufolge wird die Qualität der Produkte über eine geringere Fehleranfälligkeit erhöht. 

Der Verband hat 553 Industriebetriebe mit mindestens 100 Beschäftigten befragt. Es wird geschätzt, dass eine digitalisierte Industrie im Jahr 2030 eine Einsparung von 64 Millionen Tonnen CO2 erreichen könne. Das seien 17 Prozent der insgesamt geplanten CO2-Einsparungen im Rahmen der Klimaziele für 2030. 

65 Prozent der befragten Unternehmen gaben an, Anwendungen zur Digitalisierung schon zu nutzen, 25 Prozent planen dies. Dafür würden rund sechs Prozent des Jahresumsatzes investiert, sagte Bitkom-Expertin Christina Raab. „Die Corona-Pandemie hat der deutschen Industrie einen dauerhaften Digitalisierungsschub gegeben.“ Sogenannte digitale Zwillinge werden in 33 Prozent der Unternehmen bereits eingesetzt, 19 Prozent planen dies, 16 Prozent diskutieren es. „Digitale Zwillinge sind digitale Kopien von Objekten der realen Welt – von Produkten und Maschinen bis zu ganzen Fabriken.“ Ihre Bedeutung werde mittelfristig weiter zunehmen. Keines der befragten Unternehmen gehe davon aus, dass digitale Zwillinge zukünftig keine große Rolle spielten.

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Affenpocken sind eindämmbar – 131 bestätigte Fälle

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London, 24. Mai (Reuters) – Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) betrachtet eine Eindämmung der Affenpocken weiterhin als möglich, auch wenn sie den jüngsten Ausbruch außerhalb Afrikas als außergewöhnlich einstuft. Es würden weitere Treffen anberaumt, um die zuständigen Behörden in verschiedenen Ländern bei der Bekämpfung der Krankheit zu unterstützen und zu beraten, teilte die UN-Gesundheitsorganisation am Dienstag mit. Seitdem am 7. Mai erstmals ein Fall außerhalb Afrikas und damit des üblichen Verbreitungsgebiets gemeldet wurde, seien 131 Erkrankungen bestätigt und weitere 106 Verdachtsfälle registriert worden. Die Krankheit verläuft in der Regel mild. 

Am Montag hatte die WHO erklärt, sie sehe derzeit keine Notwendigkeit von Massenimpfungen gegen Affenpocken. Maßnahmen wie Hygiene und präventives Sexualverhalten würden helfen, die Ausbreitung des Virus einzudämmen. Die Impfstoffbestände seien relativ begrenzt, so die WHO. Am selben Tag teilte die US-Seuchenbehörde CDC mit, dass die USA mit der gezielten Ausgabe von Impfstoffen starteten.

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach forderte ebenfalls am Montag ein entschlossenes Vorgehen. Der Minister kündigte für Dienstag konkrete Empfehlungen etwa zu Quarantäne-Maßnahmen an. Darüber hinaus würden Vorbereitungen für die mögliche Beschaffung von Impfstoffen getroffen. Eine Impfung der allgemeinen Bevölkerung sei aber nicht im Gespräch, vielmehr werde über Impfempfehlungen für besonders gefährdete Personen nachgedacht.

Zum jetzigen Zeitpunkt wisse man, dass sich in erster Linie Männer infizieren, die Sex mit anderen Männern gehabt haben. Zu den Symptomen gehören Fieber, Kopfschmerzen und Hautausschläge, die meist im Gesicht beginnen und sich auf den Rest des Körpers ausbreiten.

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Preiserhöhungen geben Chemiebranche Schub – Aussichten düster

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Frankfurt, 24. Mai (Reuters) – Kräftige Preiserhöhungen haben der Chemiebranche in Deutschland im ersten Quartal Rückenwind gegeben. Engpässe in den Lieferketten und die explodierenden Energie- und Rohstoffkosten machen ihr aber zu schaffen. Die Unternehmen fürchten vor allem Engpässe bei Gas und Öl infolge des Krieges in der Ukraine.

„Vom erhofften Aufschwung nach dem Coronawinter ist nichts mehr übrig geblieben. Die Perspektiven unserer Branche sind wegen steigender Energie- und Rohstoffkosten zunehmend düster“, urteilte der Präsident des Verbands der Chemischen Industrie (VCI), Evonik-Chef Christian Kullmann, am Dienstag. „Ein Gasembargo oder ein Stopp der Gaslieferungen aus Russland hätte zusätzliche verheerende Auswirkungen.“

Im ersten Quartal legte der Umsatz der deutschen Chemie- und Pharmaindustrie nach Angaben des VCI noch um mehr als 28 Prozent im Vergleich zum coronabedingt schwachen Vorjahresquartal zu. Das war vor allem Preiserhöhungen von fast 22 Prozent zu verdanken.

Die Produktion stieg alleine dank des Pharmabereichs um 2,8 Prozent – ohne Pharma wäre sie um 1,6 Prozent gesunken. Eine Prognose für das Gesamtjahr gibt der VCI angesichts der unabsehbaren Folgen des Kriegs in der Ukraine und der Null-Covid-Strategie Chinas weiter nicht ab. Die ursprünglichen Ziele hatte der Verband im März zurückgezogen.

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Bitcoin & Co. in rund jedem zehnten Haushalt zu finden

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Frankfurt/Berlin, 24. Mai (Reuters) – In rund jedem zehnten Haushalt in der Euro-Zone werden Krypto-Assets wie Bitcoins gehalten. Dies geht aus einer am Dienstag veröffentlichten Pilot-Studie der Europäischen Zentralbank (EZB) hervor. Dabei ist der Besitz von Bitcoin & Co. in den Niederlanden mit 14 Prozent der Haushalte populärer als in Deutschland mit rund neun Prozent und Frankreich, wo es nur sechs Prozent sind. 

Laut der Studie, die auch auf Daten aus Belgien, Italien und Spanien fußt, verfügen rund 37 Prozent der Befragten über Krypto-Assets im Wert von schätzungsweise bis zu 999 Euro. Bei 29 Prozent sind es zwischen 1000 und 4999 Euro und bei 13 Prozent 5000 bis 9999 Euro. Nur bei sechs Prozent waren es mehr als 30.000 Euro. In allen Ländern war es in den obersten 20 Prozent der Einkommenspyramide am wahrscheinlichsten, dass dort Krypto-Werte gekauft wurden. Doch ein höherer Anteil von Haushalten in der Niedrigverdiener-Schicht als in der Mittelschicht gab an, darüber zu verfügen.

Im Durchschnitt seien eher jüngere Männer und besser ausgebildete Bürger Käufer von Krypto-Assets, heißt es in der Studie weiter. Die EZB hält solche Assets für eher ungeeignet für Kleinanleger. Sie hat die Europäische Union aufgefordert, dringend neue Regeln für diese Finanzanlagen zu erlassen, die berüchtigt für ihre Kurskapriolen sind. Denn bei den meisten bestimmen allein Angebot und Nachfrage den Preis. Stablecoins sind Kryptowährungen, die auf Kursstabilität ausgerichtet sind. Damit soll ihre Nutzung als Zahlungsmittel oder Wertanlage vereinfacht werden. Börsenregulierer, die seit längerem weltweit um Regeln für den Kryptowährungsmarkt ringen, haben wiederholt auf die Risiken für die Finanzstabilität hingewiesen.

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Schnelllieferdienst Gorillas entlässt Mitarbeiter und verkleinert Geschäft

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Berlin, 24. Mai (Reuters) – Der Lebensmittel-Schnelllieferdienst Gorillas zieht wegen explodierender Kosten die Reißleine und entlässt 300 Beschäftigte in der Verwaltung und damit die Hälfte der dort tätigen Mitarbeiter. Zudem würden alle strategischen Optionen für das Geschäft in Italien, Spanien, Dänemark und Belgien geprüft, gab das erst vor zwei Jahren gegründete Berliner Startup am Dienstag bekannt. Was genau das heißt, ließ Firmenchef Kagan Sümer im Gespräch mit Reuters offen.

„Seit Oktober haben wir unser Geschäft verdreifacht und die Effizienz verneunfacht. Aber mit Blick auf die Kapitalmärkte im Moment müssen wir weitere Schritte unternehmen, um den Weg zur Profitabilität zu beschreiten“, sagte Sümer. Inzwischen steht für Sümer nicht mehr rasantes Wachstum an erster Stelle, sondern die Vorgabe, in die schwarzen Zahlen zu kommen: „Das ist der nächste Meilenstein. Wenn wir an die Börse gehen, wollen wir das als profitables Unternehmen tun.“

Im Oktober hatte Gorillas bei einer Finanzierungsrunde rund 860 Millionen Euro bei Investoren eingesammelt und war dabei mit 2,5 Milliarden Euro bewertet worden – ähnlich hoch wie der ebenfalls aus Berlin stammende Konkurrent Flink, aber deutlich weniger als Getir aus der Türkei. Damals kam auch der weltweit tätige Essenslieferdienst Delivery Hero als Investor mit einer Kapitalspritze von 200 Millionen Euro an Bord. Unklar ist, wie lange das Geld angesichts der hohen Ausgaben reicht, um den Betrieb zu sichern.

Sümer sagte: „Wir sind hier, um zu bleiben. Wir haben genug Puffer.“ Aber er ist sich auch sicher: „Risiko ist inzwischen irritierend für Investoren und niemand will im Moment Unsicherheit. Das macht es aktuell ziemlich schwer, Geld einzusammeln.“ Deswegen müssen die Fixkosten sinken und die Berliner Zentrale soll zum Dreh- und Angelpunkt werden. Die 300 Mitarbeiter, die nun entlassen werden, arbeiten ausschließlich in der Verwaltung. Die rund 14.000 Fahrer sind nicht betroffen.

Lange Zeit ging es darum, in mehr Länder zu expandieren und möglichst viele Kunden zu gewinnen, die möglichst viele Supermarkt-Artikel über die App ordern und sich innerhalb kürzester Zeit aus den Mini-Lagern von Gorillas nach Hause liefern lassen. Allerdings ist die Konkurrenz groß und in Städten wie Berlin bieten auch Flink, die DoordashDASH.N-Tochter Wolt und Getir ähnliche Dienste an. Nun will sich Gorillas auf Deutschland, Frankreich, Großbritannien, die Niederlande und die USA konzentrieren, um Kosten zu sparen. Laut Sümer machen diese Länder aktuell rund 90 Prozent des Geschäfts aus.

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