Berlin, 27. Jan (Reuters) – Die Grünen-Politikerin Anna Christmann wird neue Beauftragte der Bundesregierung für die Digitalbranche und Startups. Wirtschaftsminister Robert Habeck sagte am Donnerstag, neu gegründete Unternehmen hätten damit eine Digitalexpertin als direkte Ansprechpartnerin. Sie wolle die Bedingungen für Startups in Deutschland weiter verbessern, so Christmann.
Seit 2017 ist Christmann Bundestagsabgeordnete. Sie war in den vergangenen vier Jahren Sprecherin der Grünen-Fraktion für die Themen Innovations- und Technologiepolitik. In der neuen Ampel-Koalition aus SPD, Grünen und FDP wurde sie bereits zur Koordinatorin für Luft- und Raumfahrt ernannt – ein Posten, der wie die Startup-Beauftragte beim Wirtschaftsministerium aufgehängt ist.
Grünen-Politikerin Christmann neue Startup-Beauftragte der Regierung
Berlin, 27. Jan (Reuters) – Bundesumweltministerin Steffi Lemke (Grüne) fordert ein komplett neues Verfahren für eine „grüne“ Kennzeichnung von Energie durch die EU. „Angesichts der großen Bedeutung der hier behandelten Fragen muss es jetzt eine öffentliche Konsultation geben und schließlich ein ordentliches Gesetzgebungsverfahren“, sagte sie am Donnerstag der Nachrichtenagentur Reuters.
„Nur so lässt sich die Beteiligung der Öffentlichkeit, der Mitgliedstaaten und des Europäischen Parlaments ausreichend gewährleisten.“ Auch inhaltlich sei der Entwurf der Kommission zur sogenannten Taxonomie nicht akzeptabel: „Die Aufnahme von Atomkraft und Erdgas in die Taxonomie wäre ein klarer Fehler.“ Diese als nachhaltig für die Finanzmärkte einzustufen, wäre Greenwashing. Es würde der Taxonomie als vertrauenswürdigen, belastbaren Bewertungsmaßstab für nachhaltige Wirtschaftsaktivitäten irreparablen Schaden zufügen.
Lemke reagierte damit auch auf Äußerungen von EU-Finanzmarktkommissarin Mairead McGuinness. Sie hatte gesagt, dass trotz der Kritik Deutschlands und anderer Staaten es keine grundlegenden Änderungen an der Taxonomie geben werde. Man habe nur begrenzten Spielraum, machte sie in der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ deutlich. Klimaminister Robert Habeck (Grüne) hatte bei einem Besuch in Brüssel die Hoffnung geäußert, die Kommission würde noch Änderungen vornehmen.
Die Kritik Lemkes entzündet sich auch am gewählten Weg der Kommission über einen sogenannten delegierten Rechtsakt: Hier hat die Kommission viele Freiheiten und Mitgliedsstaaten und Parlament nur die Möglichkeit, mit eigenen Mehrheiten das Vorhaben insgesamt zu stoppen.
Die Kommission wird den endgültigen Text voraussichtlich Anfang Februar veröffentlichen. Dann haben Parlament und Mitgliedsstaaten bis zu sechs Monaten Zeit für eine Ablehnung. Dies gilt aber als unwahrscheinlich, da mindestens 20 Staaten dagegen stimmen müssten und auch im Parlament ein Nein kaum in Sicht ist. Österreich und Luxemburg haben bereits eine Klage gegen die Taxonomie in Aussicht gestellt.
Umweltministerin Lemke fordert komplett neues Verfahren zur EU-Taxonomie
Das Münchner Start-up charry hat die neuen Investoren A Round Capital, Beyer Holding (Beyer-Invest) und UVENTURES von sich überzeugt
Charry bietet stationären Retailern integrierte Ship-from-Store Lösungen zur Abwicklung von Online-Verkäufen – von der Abholung der unverpackten Ware, bis zum professionellen Fulfillment und Versand an. Seit Anfang 2020 übernimmt das E- Commerce Logistik-Startup bereits die Versandabwicklung von der lokalen Fläche für Retailer, Filialisten und Shopping Malls. Die fortschreitende Verzahnung des offline und online Handels hat zur Konsequenz, dass führende Retailer einen erheblichen Teil Ihrer Bestellung aus den Beständen der lokalen Stores abwickeln. Charry bietet dafür eine geeignete Ship-from-Store Lösung für die Versandabwicklung von der lokalen Fläche. Retailer müssen sich dadurch nicht mehr um die logistischen Herausforderungen kümmern.
Online bestellte Produkte des Endkunden, welche über den eigenen Onlineshop der Retailer oder Marktplätze (Amazon, Zalando etc.) erworben wurden, werden von charry täglich in den Stores unverpackt und unsortiert abgeholt, nach Anforderung der Retailer professionell verpackt sowie am selben Tag an die Paketdienstleister übergeben. Zusätzlich übernimmt charry auch die Retourenabwicklung für seine Kunden und sorgt dafür, dass die aufbereiteten Artikel wieder in den richtigen Store zurückgelangen. „Wir wollen unseren Kunden ein Rundum-sorglos-Paket anbieten, damit sie sich auf ihre Kernkompetenz, das Verkaufen, fokussieren können“, sagen charrys Gründer und Geschäftsführer Benjamin Keller & Maximilian von Forstner.
Neben dem Hauptstandort in München startete charry bereits in diesem Jahr mit den Standorten Hamburg und Berlin. In Hamburg konnte charry u. a. die Anbindung eines großen Einkaufszentrums realisieren. In Berlin profitieren nun auch internationale große Retailer von der sorgenfreien und kostengünstigen Ship-from-Store Lösung. Durch die abgeschlossene Finanzierungsrunde werden im kommenden Jahr weitere Ballungszentren erschlossen und weitere Retailer an die charry Plattform angebunden.
Synapticon gibt neue Finanzierungsrunde bekannt –Integrated Motion-Ansatz vereinfacht Entwicklung und Produktion von Robotern und Automationskomponenten
Die Synapticon GmbH, Anbieter von Lösungen für Integrated Motion, gibt heute Details zur jüngsten Finanzierungsrunde bekannt. Diese wurde vor drei Monaten durch den Einstieg von Stabilus bei Synapticon eröffnet und wird nun durch ein Investment von ICT Capital ergänzt. Bestehende Investoren legen in dieser Runde ebenfalls nach und unterstützen zusammen mit den neuen Anteilseignern den steilen Wachstumskurs. Die im Rahmen der Kapitalerhöhung zur Verfügung gestellten Mittel über einen zweistelligen Millionenbetrag werden in die Weiterentwicklung des Produktportfolios und das operative Wachstum investiert.
ICT Capital ist ein mit 400 Mio. USD ausgestatteter VC-Fonds, der in die Bereiche Mobilität, Lebensmitteltechnologie, Bauwesen und intelligente Städte, saubere Technologien und industrielle Automatisierung investiert, wobei der Schwerpunkt auf Deeptech-Unternehmen liegt.
„Synapticon ist ein sehr spannender und erfolgsversprechender Enabler zukunftsweisender Robotik und Fertigungsautomation. Das internationale Team des Unternehmens hat ungemein viel Erfahrung vorzuweisen und ist in der Lage mit neuen Ideen und ausgefeilter Software die Leistung von Hardware im Bereich der Robotik dramatisch zu verbessern“, erklärt Dmitry Bovykin, Managing Partner bei ICT Capital. „Alle Experten erwarten in den kommenden Jahren einen Boom in den Bereichen der kollaborativen Robotik, der autonomen Transportsysteme und in der Automatisierungsbranche allgemein. Hier sehen wir Synapticon sowohl als Treiber als auch als Profiteur“.
Eröffnet wurde die jüngste Finanzierungsrunde im Oktober 2021. Die Stabilus S.A., einer der weltweit führenden Anbieter von Motion Control-Lösungen, ist dazu als Element seiner Digitalisierungsstrategie eine Partnerschaft als Investor mit der Synapticon GmbH eingegangen.
„Digitalisierung ist ein klarer Wachstumstreiber unseres Geschäfts. Unsere Lösungen zur Bewegungssteuerung der Zukunft werden intelligenter sein, eine höhere Konnektivität aufweisen und über modernste Sensoren mit der Umgebung interagieren. Dadurch verbreitert sich das Anwendungsspektrum sowohl im Industrie- als auch im Automotivebereich enorm. Die Partnerschaft mit Synapticon wird uns diesem Ziel einen wesentlichen Schritt näherbringen“, kommentiert Dr. Michael Büchsner, CEO von Stabilus.
Unterstützt wurde Synapticon bei seiner Finanzierungsrunde von der Investmentbank Cowen. Das 1918 gegründete Unternehmen ist global führend im Bereich M&A, IPO Advisory und Corporate Finance, hat seinen Hauptsitz in New York und verfügt über Niederlassungen weltweit, u.a. in Berlin.
Nationale und internationale Investoren bleiben treu, 2022 soll Wachstumsjahr werden
Zum Kreis der Investoren gehören einige Family Offices, beispielsweise das einer namhaften deutschen Unternehmerfamilie, die mehr als ein Jahrhundert Erfahrung in der Industrie hat und auf die zukunftsträchtige Hard- und Software von Synapticon setzt.
„Unser Investment in Synapticon war von jeher auf Langfristigkeit ausgelegt. Uns ist klar, dass hier grundlegend neue Technologien entwickelt wurden, die dann schrittweise in neue Produkte übertragen werden. Diese wiederum sind essentielle Komponenten für moderne Automationslösungen, kollaborative Roboter und andere zukunftsweisende Produkte“, erklärt Dr. Rigbert Fischer, der mit seiner blueworld.group das Family Office vertritt. „Wir freuen uns, dass Synapticon in den vergangenen Jahren einige wichtige Weichen richtig gestellt hat und nun in die kommerzielle Erfolgsspur kommt.“
Seit einigen Jahren ist noch ein weiteres Family Office mit an Bord: 7-Industries, ein langfristiger, innovativer, auf industrielle Technologien ausgerichteter Investor.
„Wir begleiten Synapticon nun schon seit einigen Jahren und freuen uns sehr, wenn wir sehen, wie sich das Unternehmen entwickelt hat. Die Jahre der Forschung und Entwicklung haben sich definitiv gelohnt und wir sind nun gespannt zu sehen, wie Synapticon auch mit der Hilfe weiterer Partner seine Möglichkeiten nutzen wird, den Markt für Robotik, Maschinenbau und autonome Transportsysteme zu prägen“, erklärt Henri Mrejen, VP Business Development bei 7-Industries, der das Unternehmen seit mehreren Jahren unterstützt.
Robotik, Maschinenbau und Automatisierung brauchen neue Technologie
In den vergangenen drei Jahren hat Synapticon mit seiner „Integrated Motion“ Strategie mehrere neue Produkte und Technologien zur Marktreife gebracht, welche die Entwicklung und Produktion von Robotern, autonomen Transportsystemen und ähnlichen Produkten wesentlich einfacher, schneller und kostengünstiger macht – bei deutlich höherer Leistungsfähigkeit. Damit adressiert das Unternehmen einen stark wachsenden Markt, der nach neuen Lösungen sucht.
„2019 bis 2021 haben viele neue Kunden begonnen, unsere Technologie in ihre Produkte zu integrieren. Diese zahlreichen Design-ins und Design Wins gehen nun schrittweise in die Serienproduktion über, so dass unsere Stückzahlen wie erwartet immens steigen“, freut sich Nikolai Ensslen. „Der weltweite Bedarf an Maschinen, die in der Produktion, der Logistik und in vielen anderen Bereich eingesetzt werden, steigt kontinuierlich. Zugleich aber werden die Anforderungen immer höher und können normalerweise nur mit noch mehr Hardware und höheren Kosten erfüllt werden. Hier läuten wir mit unseren Integrated Motion-Lösungen einen Paradigmenwechsel ein.“
MAYD erhält 30 Millionen Euro in Series-A-Finanzierungsrunde, angeführt von US-Investor Lightspeed Venture Partners
Der führende Online-Lieferdienst für Apothekenprodukte MAYD sammelt 30 Millionen Euro in einer Series-A-Finanzierungsrunde ein. Mit Neuinvestor Lightspeed Venture Partners führt ein namhafter US-Fonds die Runde an. Auch die Bestandsinvestoren Target Global, 468 Capital und Earlybird Venture Capital haben investiert.
Mitgründer und Managing Director Hanno Heintzenberg: „Wir freuen uns, mit Lightspeed Venture Partners einen so renommierten Investor bei MAYD zu begrüßen. Der Einstieg im Rahmen der Series-A zeigt noch einmal deutlich das Potential des europäischen Marktes, in dem wir noch in diesem Jahr – neben der voranschreitenden Expansion in Deutschland – weitere Märkte erschließen möchten.”
Paul Murphy, Partner bei Lightspeed Venture Partners schätzt Europa als Schlüsselmarkt ein: „Das Team von MAYD hat uns mit seinem Konzept bereits früh überzeugt und in Deutschland unter Beweis gestellt, dass die Nachfrage nach einer digitalen Lieferplattform rund um Apothekenprodukte immens ist. Der US-Markt hat uns an diversen Beispielen gezeigt, dass das Potential weit über den reinen Verkauf von Apothekenprodukten hinausgeht – und wir sind davon überzeugt, dass dieses in Deutschland und Europa sogar noch größer ist. Nicht zuletzt hat uns aber das Team rund um die beiden Gründer Lukas und Hanno begeistert. Wir freuen uns nun, gemeinsam mit MAYD die nächste Wachstumsphase zu starten.”
MAYD bietet ein breites Sortiment an verschreibungsfreien Medikamenten und Apothekenprodukten und liefert diese zwischen 8 und 24 Uhr innerhalb von 30 Minuten kostenfrei aus der lokalen Apotheke bis nach Hause. Mit Hilfe des neuen Kapitals will MAYD seine Wachstumspläne weiter beschleunigen:
Gründer-Team Hanno Heintzenberg und Lukas Pieczonka
„Mit MAYD haben wir die erste Plattform in Europa entwickelt, die Instant Delivery für Medikamente möglich macht. Bis zur Einführung des E-Rezeptes werden wir das Produkt für unsere Kund*innen stetig weiterentwickeln und möchten unsere führende Position am Markt weiter ausbauen. Die Finanzierungsrunde bietet uns die große Möglichkeit mit dem Service von MAYD noch mehr Nutzer*innen zu überzeugen“, so Mitgründer und Managing Director Lukas Pieczonka.
Mit MAYD können Kund*innen ihren medizinischen Bedarf ruhigen Gewissens und mit kompetenter Beratung schnell und einfach online decken – an 365 Tagen im Jahr, fast rund um die Uhr.
In Berlin, Hamburg, München, Frankfurt am Main, Köln und Düsseldorf haben Nutzer*innen über die Plattform von MAYD Zugang zu mehr als 2,000 rezeptfreien Medikamenten sowie weiteren Apothekenprodukten, ohne das Haus verlassen zu müssen. Bei Bedarf können sich Kund*innen von Apotheken telefonisch beraten lassen. Bei MAYD gibt es keinen Mindestbestellwert und keine Liefergebühr.
Das Berliner Jungunternehmen ist seit der Gründung im April 2021 auf über 100 Mitarbeiter*innen und über 350 festangestellte Fahrer*innen gewachsen. Zeitnah ist die Expansion in weitere deutsche Städte sowie zwei europäische Länder geplant.
Titelbild: MAYD Mobile App – rezeptfreie Medikamente und weitere Apothekenprodukte werden nach Bestellung innerhalb von 30 Minuten kostenfrei geliefert.
Über Lightspeed Venture Partners: Lightspeed Venture Partners ist ein Multi-Stage-Venture-Capital-Unternehmen, das sich auf die Beschleunigung von disruptiven Innovationen und Trends in den Bereichen Unternehmen, Verbraucher und Gesundheit konzentriert. In den vergangenen zwei Jahrzehnten hat das Lightspeed-Team Hunderte von Unternehmern finanziert und den Aufbau von mehr als 400 Unternehmen weltweit unterstützt, darunter Snap, Nest, Nutanix, AppDynamics, MuleSoft, OYO, Guardant, Affirm und GrubHub. Lightspeed und seine Tochtergesellschaften verwalten derzeit 10,5 Milliarden US-Dollar über die globale Lightspeed-Plattform, mit Investmentexperten und Beratern im Silicon Valley, in Israel, Indien, China, Südostasien und Europa.
Erfolgreiche Finanzierungsrunde für Cowboy für Investitionen in Produktdesign, Benutzerfreundlichkeit, Zusatzangebote und stationären Handel
Der 2017 gegründete belgische E-Bike-Entwickler Cowboy gibt heute eine 80-Millionen-Dollar-Finanzierung der Serie C bekannt. Die Investorenrunde wird angeführt von Siam Capital, HCVC und Exor, mit Investments von Tiger Global, Index Ventures, Eothen, Isomer, Future Positive Capital sowie Triple Point Capital. Cowboy baut damit auf der unglaublichen Dynamik aus dem letzten Jahr auf, in dem das Unternehmen die 4. Generation des Cowboy auf den Markt bringen und die Expansion in die USA umsetzen konnte. Cowboy hat sich zum Ziel gesetzt, die beliebteste Urban E-Bike-Marke der Welt zu werden und die Mobilitätswende entscheidend voranzutreiben.
Mit dieser erneuten Kapitalspritze erhöht sich die Gesamt-Finanzierungssumme von Cowboy auf 120 Millionen Dollar. Das Unternehmen möchte die Summe zum einen nutzen, um Kerntechnologien der Fahrrad-Entwicklung in Bereichen wie Motor, Akku und Design künftig In-House umzusetzen. Zum anderen, um die On-Demand-Dienstleistung Cowboy Care für Wartungs- und Reparatur-Service auszubauen und durch die Weiterentwicklung der Cowboy App, eine Community rund um Fitness zu bilden. Neue Produkt-, Markt- und Service-Innovationen unterstreichen das Bestreben von Cowboy, ein komplettes Ökosystem für das urbane Radfahren anzubieten.
Auch der stationäre Handel wird mit Stores außerhalb Belgiens in Deutschland und Frankreich ausgebaut. In Berlin eröffnet bereits im Februar 2022 der erste deutsche Cowboy Flagship-Store, der den Wert Deutschlands als Kernmarkt des Unternehmens unterstreicht.
Erfolgreiches Jahr 2021 Die Finanzierungsrunde folgt auf ein enorm erfolgreiches Jahr 2021 für Cowboy, in dem der Grundstein für eine rasche globale Expansion gelegt wurde. Zu den wichtigsten Meilensteinen gehören:
Markteintritt in den USA im September
Einführung von Cowboy Care, dem On-Demand-Abonnement für 20 €/Monat, das eine unbegrenzte Fahrrad-Wartung beinhaltet
Einführung der Cowboy-App 3.0 mit Schwerpunkt auf Fitness-Statistiken und sozialem Austausch, was zu einem deutlichen Anstieg der zurückgelegten Strecke und Radfahrzeit pro Nutzer führte
Einführung von Cowboy Circular, eine Plattform, auf der Verbraucher gebrauchte, überholte und zertifizierte Cowboy-Räder kaufen können
Mit der aktuellen Finanzierungsrunde möchte Cowboy Millionen weiteren städtischen Nutzern eine sichere, schnelle und gesunde Fortbewegung in und um die eigene Stadt ermöglichen. Dies entspricht dem wachsenden Bedürfnis nach einem aktiven und umweltbewussten Lebensstil. Cowboy unterstreicht damit den eigenen Anspruch, aktiv die Mobilitätswende voranzutreiben.
„Ich bin begeistert von der erneuten Unterstützung durch unsere Investoren, die es uns ermöglicht, unser Unternehmenswachstum und unsere Produktinnovation zu beschleunigen“, sagt Adrien Roose, Cowboy-Mitbegründer und CEO. „Mit diesem neuen Kapital können wir unser Industriedesign und unsere technologische Entwicklung selbst in die Hand nehmen. Dies wird uns einen weiteren Wettbewerbsvorteil als die gefragteste E-Bike-Marke verschaffen.“
Die wichtigsten Initiativen und Investitionen im Jahr 2022 und darüber hinaus werden sich auf die folgenden Wachstumsthemen konzentrieren: Exzellentes Produktdesign, On-Demand-Dienste, Fitness und Kundenzufriedenheit.
Neue Design-Standards für urbane Mobilität Nur drei Jahre nach der Markteinführung des ersten Modells, dem Cowboy 1, hat sich das Unternehmen einen Namen für ausgezeichnetes Industriedesign und technische Leistung gemacht. Das Cowboy 4 wurde im letzten Jahr mit dem Red Dot Product Design Award in der Kategorie „Best of the Best“ ausgezeichnet. Das intuitive Fahrgefühl wird durch eine automatische Unterstützung ohne Gangschaltung abgerundet, die von der Presse und Cowboy-Fahrern gelobt wird.
In den kommenden Monaten und Jahren möchte Cowboy die Grenzen der E-Bike-Entwicklung weiter verschieben und die entscheidenden Technologien und Fertigungsprozesse In-House abdecken, um eine weitere Skalierung auf bewährt hohem Qualitätsstandard zu bieten.
„Seit dem ersten Tag bei Cowboy haben wir uns darauf konzentriert, das einfachste und intuitivste Fahrgefühl eines Elektrofahrrads zu entwickeln“, erklärt Karim Slaoui, Mitbegründer und VP Hardware Technologies bei Cowboy. „Mit der weiterentwickelten Technologie im Fahrrad und der App-Verbindung, können wir zur nächsten Stufe übergehen, um jedem Nutzer ein wirklich nahtloses Fahrgefühl zu bieten.“
Bewegung, Fitness und CO2-arme Fortbewegung fördern E-Bikes sind bereits die am schnellsten verkaufte Form von Elektrofahrzeugen, weit vor Elektroautos. Während die Menschen mit der Wahl eines E-Bikes vor allem nach einem effizientem, verlässlichem Transportmittel und der umweltschonenden Alternative im Kampf gegen die Klimakrise suchen, gibt es noch einen weiteren wichtigen Aspekt für den Umstieg – die globale Gesundheitskrise. Psychische Belastungen haben besonders durch die Pandemie stark zugenommen und der Prozentsatz der übergewichtigen Erwachsenen in Deutschland ist mit rund 60 Prozent (67 Prozent der Männer und 53 Prozent der Frauen laut RKI) auf einem Höchststand. Doch immer mehr Menschen erkennen den Zusammenhang zwischen Bewegung und den positiven Auswirkungen auf Körper und Psyche.
Cowboy hat es sich zum Ziel gemacht, den aktuellen Herausforderungen der Umweltverschmutzung als auch die des geistigen und körperlichen Wohlbefindens entgegenzuwirken. Hauptpunkt ist dabei eine Veränderung der Art und Weise, wie sich die Menschen in und um die Städte bewegen – von einer weitgehend passiven zu einer aktiven, umweltbewussten Fortbewegung.
Laut aktuellen Auswertungen nutzen Cowboy-Fahrer ihr Rad im Durchschnitt neunmal pro Woche und legen dabei in der Regel 4,5 km zurück, wobei sie im Durchschnitt 648 Kalorien pro Woche verbrennen (das entspricht 90 Minuten Laufen bei mittlerer Intensität). Seit November 2021 bietet die Cowboy-App den Nutzern die Möglichkeit, ihre Fitness-Statistiken, einschließlich Leistung und Kalorienverbrauch, zu verfolgen und dies mit dem Rest der Community zu teilen und zu vergleichen.
„In rund zwei Monaten, seit der Einführung unserer neuen App, sind unsere Fahrer fast 2,5 Millionen Kilometer geradelt. Sie fahren weiter und öfter – wir sehen eine Steigerung der zurückgelegten Strecke um 8 Prozent und der Fahrzeit um 15 Prozent“, erklärte Tanguy Goretti, Mitbegründer und CTO. „Unser Ziel bei Cowboy ist es, das vernetzte Fahren weiter zu verbessern. Wir möchten der tägliche Begleiter unserer Nutzer sein und die Community zum Fahren ermutigen.
Cowboy App und Cowboy Care – Weiterentwicklung des Serviceangebots Mit der Einführung von Cowboy Care im vergangenen Jahr bietet das Unternehmen seinen Nutzern zudem ein ausgedehntes Netzwerks zertifizierter Techniker, die Reparaturen und Wartungen an der vom Kunden gewünschten Adresse durchführen – jederzeit über die App buchbar, verfügbar in weltweit 22 Städten. 2022 wird Cowboy das Serviceangebot und die geografische Reichweite von Cowboy Care weiter ausbauen und sämtliche Serviceleistungen abdecken, die bei einer regelmäßigen Nutzung des Fahrrads erforderlich sind. Dies reicht von der allgemeinen Überprüfung, Wartung und Reinigung des Fahrrads über den Austausch von Teilen bis hin zur kostenlosen Reparatur einer Reifenpanne.
In Zukunft sollen die Fahrer die App aber nicht nur zum Bewegungs-Tracking und für Wartungsanfragen nutzen, sondern auch vermehrt auf weitere Dienste aus den Bereichen Sicherheit, Navigation und Personalisierung zugreifen. Die App bietet:
Integrierte Unfall- und Diebstahlerkennung mit einer Erfolgsquote von 98 Prozent bei der Ortung und 70 Prozent bei der Wiederbeschaffung
3D-Navigationskarten mit Wetter- und Luftqualitätsinformationen in Echtzeit
Analyse der getätigten Fahrt mit detaillierten Angaben zu Geschwindigkeit und Höhenunterschied
Wachstumspläne für den europäischen Markt In der ersten Hälfte dieses Jahres werden zwei neue Cowboy Einzelhandelsgeschäfte eröffnet, die den bestehenden Store in Brüssel ergänzen. Deutschland erster Flagship Store in Berlin Mitte wird im Februar seine Türen öffnen und der erste Shop Frankreichs in Paris folgt im Mai. Dadurch erhalten Nutzer und Interessenten ein umfassendes Einkaufserlebnis, können die Bikes vorher ansehen, testen und erhalten professionelle Beratung vor Ort. Zudem wird das Cowboy Care Angebot durch einen In-Shop Reparatur- und Wartungsservice ergänzt.
Auch das Team wird weiter wachsen. Als „remote-first“-Unternehmen möchte Cowboy weiterhin herausragende Talente unabhängig von ihrem Standort für sich begeistern. Cowboy wird dabei insbesondere die Bereiche Design und Technik ausbauen.
Antreiber der Mobilitätswende Cowboy ist bestrebt, eine der führenden Marken zu werden, die den Übergang zu einer emmissionsfreien Mobilität beschleunigen. Zu den ersten Bemühungen gehört das Ziel, mehr als 50 Prozent der Fahrradteile und -komponenten in Europa zu produzieren und damit die Abhängigkeit von Langstreckentransporten zu verringern. Außerdem werden der Produktlebenszyklus und das Circular-Programm weiter verbessert, so dass verschiedene Fahrradgenerationen auf einfache Weise von einem Besitzer zum nächsten weitergegeben werden können.
„Wir glauben fest daran, dass das E-Bike die Zukunft der Fortbewegung für die Menschen ist – zum Schutz unseres Planeten und zur Förderung der Gesundheit. Es ist mehr als aufregend für uns, dass wir durch das finanzielle Engagement unserer Investoren in unsere Vorstellung einer nachhaltigen Zukunft investieren können“ bekräftigt Adrien Roose.
Ein aktueller Kommentar von Henri Vuong, Head of Real Estate Debt bei PGIM Real Estate:
Das zunehmend verschärfte regulatorische Umfeld des Bankensektors spielt auf dem europäischen Markt für gewerbliche Immobilienkredite eine wesentliche Rolle. Ein zentraler Punkt sind die Baseler Eigenkapitalvorschriften, die die Banken zwingen, angemessenes Eigenkapital zur Deckung unerwarteter Verluste bereitzustellen.
Nun droht mit Umsetzung der finalisierten Basel-III-Standards ab 2023 nochmals eine Verschärfung der Eigenkapitalvorschriften für Immobilienkreditgebern. Konkret regelt die Reform, mit wie viel Eigenkapital Banken ihre Geschäfte künftig absichern müssen. Während einige Kritiker darin eine erhebliche Einschränkung der Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Banken sehen, sind andere davon überzeugt, dass sich daraus Chancen für andere Marktteilnehmer ergeben, sogenannte Nichtbanken, also etwa Debt-Fonds, Versicherungsunternehmen oder Pensionsfonds.
Großbritannien als Vorreiter für Kontinentaleuropa?
Im Rahmen von Basel II hatte die britische Aufsichtsbehörde den großen britischen Banken seinerzeit ein Slotting auferlegt, was dazu führte, dass sich die Banken von höheren Kreditrisiken zurückzogen und dadurch eine Finanzierungslücke auf dem britischen Markt entstand. Nichtbanken sprangen ein, um die dringend benötigte Finanzierung bereitzustellen. Nach Zahlen der Bayes Business School führte dies fast zu einer Verdreifachung ihres Marktanteils – von 9,4 % im Jahr 2012 auf 27,8 % im Jahr 2020. Diese Veränderung hinsichtlich der Marktzusammensetzung war in anderen europäischen Ländern nicht in gleichem Maße zu beobachten. Dies lag vor allem daran, dass Banken in jenen Märkten den auf internen Ratings basierenden Ansatz übernommen hatten.
Basel III, auch bekannt als überarbeiteter Standardansatz, führte die Loan-to-value-Sensitivität (LTV) ein, was Banken dazu veranlasste, von höheren Beleihungswerten abzurücken, und es Nichtbanken ermöglichte, in diesen Bereich vorzudringen.
Kapitallücke von insgesamt 125 Mrd. Euro
Die finalisierten Basel III Standards enthalten unter anderem Überarbeitungen, welche die Unterschiede zwischen bestehenden Ansätzen beheben sollen. Eine dieser Überarbeitungen ist die Einführung einer Untergrenze für interne Modelle, die im Wesentlichen eine Mindestanforderung an das vorgeschriebene Eigenkapital der Banken stellt. Infolgedessen werden Banken gezwungen sein, mehr regulatorisches Eigenkapital für weitere Bereiche des Risiko- und Ertragsspektrums zu halten. Nach Angaben der Europäischen Bankenaufsichtsbehörde könnte die Erhöhung des erforderlichen Mindesteigenkapitals zu einer Kapitallücke von insgesamt 125 Mrd. Euro (156 Mrd. US-Dollar) bei Banken führen. Als Reaktion darauf werden diese die Kreditvergabe vermutlich insgesamt einschränken und sich aus bestimmten Marktbereichen weiter zurückziehen, um so diese Kapitallücke zu schließen.
Enormes Marktpotenzial für Nichtbanken
Der europäische Markt für gewerbliche Immobilienkredite wird auf 1,8 Bill. Euro (2,1 Bill. US-Dollar) geschätzt, wobei Nichtbanken über einen Marktanteil von etwa 10 % verfügen, was rund 180 Mrd. Euro (225 Mrd. US-Dollar) entspricht. Der Markt in Großbritannien hat gezeigt, dass alternative Kreditgeber aufgrund regulatorischer Änderungen ihren Marktanteil auf knapp über 25% steigern konnten. Wenn Nichtbanken in ganz Europa eine ähnliche Durchdringungsrate erreichen können, würde dies eine potenzielle Marktgröße von 450 Mrd. Euro (562 Mrd. US-Dollar) ergeben. Ein Blick über den Tellerrand auf den 3,2 Bill. Euro (3,8 Bill. US-Dollar) schweren US-amerikanischen Markt für gewerbliche und Mehrfamilienhauskredite, an dem Nichtbanken einen Marktanteil von 60 % halten (wovon 20 % auf Agenturen entfallen), zeigt, wie diversifiziert die Fremdkapitalmärkte aussehen können. Wenn Nichtbanken in Europa das gleiche Niveau der Marktdurchdringung erreichen (ohne Agenturen), könnte der Markt für Nichtbankenkredite sogar auf 720 Mrd. Euro (900 Mrd. US-Dollar) anwachsen.
Fazit: Regulatorische Kosten für Banken steigen
Mit der endgültigen Verabschiedung von Basel III werden die regulatorischen Kapitalkosten der Banken weiter steigen. Die Auswirkungen werden dieses Mal voraussichtlich am unteren Ende des Kreditspektrums und besonders in Kontinentaleuropa zu spüren sein. Diese Finanzierungslücke dürften Nichtbanken-Kreditgeber schließen. Laut Preqin zeigen die Zahlen zur Kapitalbeschaffung, dass die Zusagen für private Immobilienfinanzierungsstrategien im Zeitraum von 2005 bis 2021 mit einem durchschnittlichen jährlichen Wachstum von 15,4 % stetig zugenommen haben. Das wachsende Interesse von Immobilienanlegern wie auch von Investoren aus dem Fixed-Income-Bereich deutet darauf hin, dass weiterhin Kapital in private Immobilienkredite fließen wird.
65 Mrd. $ Markt: Peak führt 1,2 Millionen € Pre-Seed-Finanzierungsrunde für Data-Matching-Startup Tilo an
Ob für die Covid-Kontaktverfolgung, Business Intelligence oder im Bereich der Betrugsbekämpfung: Unternehmen und Organisationen müssen Milliarden von Datenpunkten strukturieren, verknüpfen und auswerten, um die richtigen Entscheidungen zu treffen – und das meist in Millisekunden.
Das Problem: Die Datensätze, mit denen Unternehmen arbeiten, stammen aus verschiedenen Quellen und liegen in unterschiedlichen, unstrukturierten Formaten vor. Die Verknüpfung dieser Daten zu einer „Entität “ (alle Daten über eine einzige Sache) ist komplex, und bis jetzt gibt es keine universell anwendbaren Lösungen. In einer IBM Umfrage gaben 95 % der Unternehmen an, dass die Verwaltung unstrukturierter Daten ein Problem für sie darstellt.
„Unternehmen sammeln immer mehr Daten, solange sie diese Daten aber nicht richtig strukturieren und verbinden können, lassen sie sich nicht nutzen und verlieren ihren wahren Wert. TiloRes löst dieses Problem. Unser größter Vorteil ist, dass die Suche, der Abgleich und die Auswertung von Daten (z.B. bei der Prüfung auf betrügerisches Verhalten in einem Online-Zahlungsprozess) nahezu in Echtzeit erfolgt, unabhängig davon, wie viele Daten hinzugefügt werden oder wie kompliziert die Entitäten werden. Das ist entscheidend, denn nahezu alle aktuellen Anforderungen, erfordern Echtzeit-Antwortzeiten.“ – Steven Renwick, Tilo CEO
Tilos Gründerteam, Steven Renwick (CEO), Hendrik Nehnes (CTO) und Stefan Berkner (Chief Development Officer), bildeten vormals das Technologieteam von Regis24, einer deutschen Wirtschaftsauskunftei. Dort stand man vor einer großen Herausforderung: Hunderte Millionen Datensätze mussten zu Dutzenden Millionen einzelner Entitäten verbunden werden, und es gab keine Technologie auf dem Markt, die diese Daten adäquat verarbeiten konnte. Vor etwa 3 Jahren, als die Serverless-Technologie aufkam, ergriff das Team die Gelegenheit, um damit einen völlig neuen Ansatz für ihr Problem zu entwickeln.
Entwicklung einer neuen Kateorie von Entity-Resolution im Big-Data-Markt
„Ich habe anfangs selbst nicht verstanden was für ein Problem Tilo eigentlich löst. Dann wurde mir klar: Wir selbst haben mit Herausforderungen im Data-Matching zu kämpfen. Wenn wir schon Schwierigkeiten haben, dann muss die Problematik für andere Bereiche immens sein – wenn bspw. Prüfungen von Betrugsfällen auf dem Spiel stehen und Milliarden von Datensätzen in Millisekunden ausgewertet werden müssen. Unternehmen haben weder die Zeit, die Ressourcen, noch das Fachwissen, um diese Herausforderung selbst anzugehen. Tilo schafft Abhilfe. Die Anwendungsfälle sind schier endlos, und ich glaube fest daran, dass Tilo Entity-Resolution als eigene Kategorie auf dem Big Data-Markt definieren wird.” – Madeline Lawrence, Head of DACH Peak.
Tilo wurde erst im November 2021 gegründet, hat aber bereits Pilotprojekte mit globalen Konzernen, Unicorns und Scale-Ups (aus den Bereichen E-Commerce, Betrugsprävention, KYC und AML) gestartet, die auf der Suche nach genau so einer Lösung sind. Die Investition wird genutzt, um weitere Entwickler einzustellen und die erste öffentlich-kommerzielle Version von TiloRes zu launchen. Tilo berechnet eine Lizenzgebühr, die sich nach dem Datenvolumen richtet, das Unternehmen über TiloRes verarbeiten. Da es sich um Serverless-Technologie handelt, skalieren die Kosten mit der Nutzung – nach oben und unten – ohne manuelle Eingriffe, was sie günstiger macht als serverbasierte Systeme.
Frankfurt, 27. Jan (Reuters) – Es folgt der Börsen-Ticker zu wichtigen Kursbewegungen an den internationalen Finanzmärkten und ihren Ursachen:
15.58 Uhr – Enttäuscht reagieren Anleger auf die Geschäftszahlen von McDonald’s. Die Aktien der Schnellrestaurant-Kette fallen an der Wall Street um knapp zwei Prozent. Der Quartalsgewinn bleibe mit 2,23 Dollar je Aktie hinter den Erwartungen zurück, moniert Analyst Andrew Charles vom Vermögensverwalter Cowen. Grund hierfür seien unter anderem gestiegene Rohstoff- und Lohnkosten.
14.50 Uhr – Ein Ausblick über Markterwartungen ermuntert Anleger zum Einstieg bei Levi Strauss. Die Aktien des Jeans-Fabrikanten steigen im vorbörslichen US-Geschäft um sieben Prozent, so stark wie zuletzt vor rund vier Monaten. Das Unternehmen peilt für 2022 einen Umsatz von 6,4 bis 6,5 Milliarden Dollar und einen Gewinn von 1,50 bis 1,56 Dollar je Aktie an.
12.45 Uhr – Die weiter ergebnislose Präsidentenwahl in Italien macht die Bond-Anleger nervös. Die Kurse der zehnjährigen italienischen Anleihen stieg mit 1,467 Prozent am Morgen zeitweise auf den höchsten Stand seit Juni 2020. Der Risikoaufschlag auf vergleichbare deutsche Bonds erreichte den höchsten Stand seit September 2020. Im Tagesverlauf erholten sich die Kurse jedoch ein wenig. Bislang konnte kein neues Staatsoberhaupt gekürt werden, da kein Kandidat die notwendige Zwei-Drittel-Mehrheit erreichte. Bei den nun weiteren Wahlgängen ab Donnerstag reicht eine absolute Mehrheit für den Wahlsieg. Ministerpräsident Mario Draghi ging als Favorit in das Rennen um den Posten des Staatsoberhaupts. Sollte er sich durchsetzen, müsste aber ein neuer Regierungschef für die drittgrößte Volkswirtschaft in der Euro-Zone gefunden werden.
10.00 Uhr – Trotz eines deutlichen Gewinnsprungs im vergangenen Jahr geht es für die Aktien des Laborausrüsters Sartorius bergab. Die Titel fallen im Dax in der Spitze um sechs Prozent auf ein Sieben-Monats-Tief von 416,30 Euro. Laut einem Börsianer hatten einige Investoren auf höhere Mittelfristziele beim Umsatz gehofft. Sartorius rechnet bis 2025 unverändert mit einem Umsatz von fünf Milliarden Euro, die Marge soll bis dahin rund 34 (bisher 32) Prozent betragen.
09.43 Uhr – Anleger machen nach der Bestätigung der vorläufigen Quartalszahlen einen großen Bogen um SAP. Die Aktien des Softwareriesen rauschen um 8,7 Prozent in die Tiefe und kosten mit 107,58 Euro zuletzt so viel wie vor zehn Monaten. Die Titel waren der mit Abstand größte Verlierer im Dax. Ein Händler vermutet, dass womöglich die angekündigte Übernahme des Lieferanten-Fintechs Taulia auf der Stimmung laste. Einige fragten sich, wozu diese gut sein solle, sagt der Börsianer.
09.35 Uhr – Die Aktien der Schweizer Bank Linth schießen nach dem Angebot zur Vollübernahme durch die Liechtensteinische Landesbank um 25 Prozent auf 600 Franken hoch. Die LLB will die noch nicht gehaltenen Anteile übernehmen. Die Aktionäre können dabei wählen zwischen 600 Franken pro Linth-Aktie oder fünf LLB-Aktien plus 323 Franken in bar.
07.43 Uhr – Der stärkere Dollar macht dem Kupferpreis zu schaffen. Das Industriemetall verbilligt sich in der Spitze um 1,9 Prozent auf 9731 Dollar je Tonne. Auch der Preis für das Nordseeöl Brent und die US-Sorte WTI geben jeweils rund ein Prozent auf 89,19 beziehungsweise 86,52 Dollar je Fass nach. Die Aufwertung der US-Währung verteuert Rohstoffe für Investoren außerhalb der USA. Belastet werden die Preise zudem durch Konjunkturängste. Anleger fürchten, dass eine zu deutliche Straffung der US-Geldpolitik der wirtschaftlichen Erholung einen Dämpfer verpassen könnte. Angesichts der hohen Inflation hatte die US-Notenbank Fed nach ihrer Sitzung am Mittwoch eine rasche Zinserhöhung signalisiert.
07.23 Uhr – Die Aussicht auf eine baldige Zinserhöhung in den USA treibt den Dollar-Index auf den höchsten Stand seit mehr als sechs Wochen. Er klettert in der Spitze um 0,8 Prozent auf 96,6990 Punkte. Der Euro verliert 0,2 Prozent auf 1,1213 Dollar und markiert damit den tiefsten Stand seit rund zwei Monaten. Angesichts der hohen Inflation hatte die US-Notenbank Fed nach ihrer Sitzung am Mittwoch eine rasche Zinserhöhung signalisiert. Laut Notenbankchef Jerome Powell stehen die Währungshüter für eine Straffung im März bereit, wenn es die Bedingungen erfordern.
27. Jan (Reuters) – Es folgt der Reuters-Blick zu wichtigen Entwicklungen aus der Unternehmenswelt über die Top-Themen des Tages hinaus:
SPOTIFY/APPLE MUSIC – London: Die britischen Wettbewerbshüter nehmen den Musik-Streaming-Markt ins Visier. Die Competition and Markets Authority (CMA) werde den Musik-Streaming-Markt von den Künstlern bis zum Verbraucher untersuchen und dabei besonderes Augenmerk auf die Rolle von Plattenlabels und Musik-Streaming-Diensten legen, teilte die Behörde mit. Sollten Probleme festgestellt werden, dann werde geprüft, welche Maßnahmen zu ergreifen sind. In Großbritannien werden mehr als 80 Prozent der aufgezeichneten Musik über einen Streaming-Dienst gehört und nicht mehr über CDs oder Schallplatten. Künstler haben sich seit längerem darüber beklagt, dass sie keinen fairen Anteil von Streaming-Plattformen erhielten. Die CMA hat nun zwölf Monate Zeit, um einen Marktstudienbericht zu veröffentlichen, in dem ihre Ergebnisse und alle von ihr vorgeschlagenen Maßnahmen dargelegt werden.
WEROCK NV – Amsterdam: Der Eigentümer des Datei-Versenders WeTransfer hat seinen für den 28. Januar geplanten Börsengang abgesagt. Als Grund führte Werock NV die volatilen Märkte an. Das Interesse der Investoren sei beträchtlich gewesen. Beim Börsengang an die Amsterdamer Börse war eine Bewertung zwischen 629 und 716 Millionen Euro angepeilt worden.
UNICREDIT – Mailand: Die italienische Großbank hat sich mit den Gewerkschaften auf einen Kompromiss beim Stellenabbau verständigt. Der Einigung zufolge sollen die 1200 von UniCredit geplanten Jobkürzungen teilweise durch 725 neue Stellen ausgeglichen werden, wie die größte Bankengewerkschaft des Landes mitteilte. Die Gewerkschaft FABI begrüßte dieses Übereinkommen: Ein Verhältnis von sechs Neuzugängen zu je zehn Abgänge sei einmalig. Bislang strebten italienische Bankengewerkschaften an, die Hälfte der Abgänge durch die Einstellung jüngerer Mitarbeiter auszutarieren.
TENCENT – Hongkong: Der chinesische Technologiekonzern will Insidern zufolge seinen an der US-Börse notierten Streamingdienst DouYu privatisieren. Grund seien Meinungsverschiedenheiten des Managements über die Firmenstrategie, sagten die mit dem Vorgang vertraute Personen. Tencent, mit 37 Prozent größter Anteilseigner des an der Nasdaq notierten Unternehmens, wolle sich für den geplanten Deal mit mindestens einer Private-Equity-Firma zusammenschließen und spreche derzeit mit Investmentbanken. Chinas Wettbewerbshüter hatten im Sommer den geplanten Zusammenschluss der beiden Schwester-Unternehmen Huya mit DouYu untersagt. Seitdem gibt es Spannungen zwischen den Führungskräften, die Insidern zufolge auch nach dem Rücktritt von DouYu-Mitgründer und Co-Chef Zhang Wenming nicht nachließen.
DAIMLER – Frankfurt: Der Autobauer Mercedes-Benz investiert einen hohen zweistelligen Millionenbetrag in die Entwicklung von Feststoffbatterien für E-Autos. Damit werde die seit 2016 bestehende Zusammenarbeit mit dem Batteriespezialisten Prologium aus Taiwan vertieft. Neben der Weiterentwicklung der Batterietechnologie, die fast doppelt so viel Reichweite bringen soll wie heutige Lithium-Ionen-Akkus, unterstütze Mercedes auch den geplanten Aufbau von Produktionskapazitäten des Partners in Europa. Die ersten gemeinsam entwickelten Feststoffbatterien könnten breits in den kommenden Jahren in Testfahrzeugen zum Einsatz kommen und in der zweiten Hälfte des Jahrzehnts in ersten Serienmodellen der Marke mit dem Stern. Der Stuttgarter Autobauer bekommt auch einen Sitz im Prologium-Vorstand.
SABADELL – Madrid: Eine hohe Nachfrage nach Wohnungskrediten in Großbritannien hat dem spanischen Geldhaus im vergangenen Jahr zu einem Gewinnsprung verholfen. Unter dem Strich stand ein Nettoergebnis von 530 Millionen Euro nach zwei Millionen Euro im Jahr zuvor. Die Bank übertraf damit die Erwartungen von Analysten. Im vierten Quartal profitierte Sabadell vor allem von einem 56-prozentigen Anstieg der Kredite für Eigenheime bei der britischen Tochter TSB. Zudem ging die Risikovorsorge für ausfallgefährdete Darlehen im Vergleich zu 2020 deutlich zurück.
STMICRO – Paris: Der französisch-italienische Chiphersteller baut seine Produktionskapazitäten aus, um der globalen Halbleiterknappheit entgegenzutreten. 2022 will der Konzern bis zu 3,6 Milliarden Dollar in neue Fabriken und Maschinen investieren, wie STMicro mitteilte. Das ist ungefähr das Doppelte des Investitionsvolumens im Vorjahr. Der Umsatz werde deshalb dieses Jahr voraussichtlich um bis zu 20 Prozent auf 14,8 bis 15,3 Milliarden Dollar steigen. 2021 legten die Erlöse des Apple- und Tesla-Zulieferers um 25 Prozent auf 12,8 Milliarden Dollar zu.
NESTLE – Zürich: Der Schweizer Lebensmittelkonzern will Kakaobauern Bargeld zahlen, wenn sie ihre Kinder zur Schule schicken, anstatt die Felder zu bestellen. Dies ist Teil des Programms des Herstellers von KitKat-Schokoriegeln und Smarties-Süßwaren, bis 2025 Kakao ausschließlich über eine vollständig rückverfolgbare und direkte Lieferkette zu beziehen. Bis 2030 will Nestle insgesamt 1,3 Milliarden Franken in nachhaltige Kakao-Versorgung investieren. Investoren, Konsumenten und Regierungen drängen zunehmend darauf, dass Schokoladenhersteller sicherstellen, dass die von ihnen bezogenen Kakaobohnen nicht aus Kinderarbeit oder in illegalen Kakaoplantagen in geschützten Wäldern stammten. Beides ist in Westafrika üblich.
SEB – Stockholm: Geschäftsfreudige Kunden haben der schwedischen Banken-Gruppe zum Jahresende einen überraschend hohen Gewinn beschert. Unter dem Strich verdiente SEB im vierten Quartal mit 6,2 Milliarden Kronen (rund 591 Millionen Euro) etwa 21 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum, wie das Institut mitteilte. Analysten hatten lediglich mit 5,85 Milliarden Kronen gerechnet. Bei der Dividende waren die Experten dagegen mit ihrer Prognose von 7,24 Kronen je Aktie zu optimistisch: SEB will sechs Kronen ausschütten. Schwedische Banken haben im vergangenen Jahr von einer kräftigen Konjunkturerholung profitiert. Impfkampagnen und der weitgehende Verzicht auf Lockdown-Maßnahmen haben die Einschnitte durch Corona im Geschäftsleben in Grenzen gehalten.
MSC – Rom: Die Schweizer Reederei zielt bei ihrem geplanten Einstieg bei der italienischen Staatsairline ITA auf einen Mehrheitsanteil ab. „Das wichtigste ist, dass wir die Mehrheit an ITA Airways haben“, sagte Gianluigi Aponte, Gründer und Verwaltungsratsvorsitzender von MSC, der Tageszeitung „Corriere della Sera“. Die Lufthansa könne als kommerzieller Partner oder Minderheitsaktionär dabei sein. MSC wolle ITA, die Nachfolgerin von Alitalia, führen und nicht nur ein „schlafender Partner“ sein. Das Management solle aber nicht ausgetauscht werden. In einem Interview mit der Tageszeitung „Il Messagero“ sagte Aponte, dass ITA mit bis zu 1,5 Milliarden Euro bewertet werden könne. Am Montag hatten Lufthansa und MSC ihr Interesse an der Fluggesellschaft bekundet. SGS – Zürich: Der Schweizer Prüfkonzern ist im Jahr 2021 kräftig gewachsen. Dank der Erholung von der Covid-Krise und Zukäufen kletterte der Umsatz des Unternehmens aus Genf um 14,3 Prozent auf 6,41 Milliarden Franken. Der Gewinn stieg auch dank weiterer Kostensenkungen stärker um 29,7 Prozent auf 655 Millionen Franken. An die Aktionäre sollen 80 Franken je Aktie ausgeschüttet werden – gleich viel wie vergangenes Jahr. 2022 will SGS den Umsatz aus eigener Kraft um einen mittleren einstelligen Prozentbetrag steigern, den um Sonderfaktoren bereinigten operativen Gewinn verbessern und die Dividende zumindest stabil halten. Zudem peilt das Unternehmen weitere Zukäufe an.
SGS – Zürich: Der Schweizer Prüfkonzern ist im Jahr 2021 kräftig gewachsen. Dank der Erholung von der Covid-Krise und Zukäufen kletterte der Umsatz des Unternehmens aus Genf um 14,3 Prozent auf 6,41 Milliarden Franken. Der Gewinn stieg auch dank weiterer Kostensenkungen stärker um 29,7 Prozent auf 655 Millionen Franken. An die Aktionäre sollen 80 Franken je Aktie ausgeschüttet werden – gleich viel wie vergangenes Jahr. 2022 will SGS den Umsatz aus eigener Kraft um einen mittleren einstelligen Prozentbetrag steigern, den um Sonderfaktoren bereinigten operativen Gewinn verbessern und die Dividende zumindest stabil halten. Zudem peilt das Unternehmen weitere Zukäufe an.
TESLA – Bangalore: Der US-Elektroautobauer verzögert zum zweiten Mal die Produktion seines mit Spannung erwarteten Cybertrucks. Der Elektro-Pickup werde erst 2023 vom Band rollen, teilte Firmenchef Elon Musk mit. „Wir werden in diesem Jahr keine neuen Fahrzeugmodelle einführen. Das würde keinen Sinn machen, weil wir immer noch auf Teile angewiesen sein werden“, sagte Musk in einem Telefonat mit Analysten. Er hoffe, eine Viertelmillion Cybertrucks pro Jahr herzustellen, aber das Erreichen dieses Ziels werde aufgrund der vielen neuen Technologien Zeit brauchen. Musk hatte den Produktionsstart des futuristischen Fahrzeugs bereits von Ende 2021 auf Ende 2022 verschoben. Anfang Januar berichtete Reuters, dass Tesla die Produktion des Cybertrucks verzögert, da das Unternehmen angesichts der zunehmenden Konkurrenz auf dem Markt für Elektro-Trucks die Ausstattung und Funktionalität überarbeite.