Hamburg/San Francisco, 06. Jan (Reuters) – Der vietnamesische Autobauer VinFast treibt seine Expansion voran und will künftig auch in den USA und Deutschland Elektroautos bauen. Das noch junge Unternehmen, bei dem im vergangenen Jahr für wenige Monate der ehemalige Opel-Chef Michael Lohscheller an der Spitze stand, kündigte am Donnerstag die Produktion von Batteriezellen und -packs für Elektrofahrzeuge in einem neuen Produktionskomplex in den USA an. Über einen „Mega-Standort“, an dem sowohl E-Autos als auch Elektrobusse vom Band laufen sollen, wolle VinFast noch in diesem Jahr entscheiden, sagte die neue Chefin Le Thi Thu Thuy der Nachrichtenagentur Reuters am Rande der US-Technikmesse CES in Las Vegas.
Der Autobauer, der erst vor Kurzem mit dem Verkauf von batteriegetriebenen Fahrzeugen in Vietnam begonnen hat, will Ende 2024 mit der Produktion von E-Autos in den USA loslegen. In Vietnam wurde bereits mit dem Bau einer Batteriezellfabrik begonnen. Mit einem für nächstes Jahr weltweit geplanten Verkauf von 42.000 Elektroautos ist das Unternehmen aus Südostasien noch relativ klein. Zum Vergleich: Der US-Rivale Tesla steigerte sich 2021 um 87 Prozent auf 936.000 Fahrzeuge.
STANDORTSUCHE IN DEUTSCHLAND
Auch in Deutschland plant VinFast die Produktion von Elektroautos und -Bussen. Bei der Suche nach einem Standort kooperiere man mit der Gesellschaft für Außenwirtschaft und Standortmarketing des Bundes. „Die Ära, in der man Autos weltweit mit dem Schiff transportiert, ist vorüber, besonders seit es Covid-19 gibt“, erklärte Le Thi Thu Thuy. Die Fabriken müssten nahe an den Märkten sein, um die Kunden zu gewinnen. VinFast wolle qualitativ hochwertige E-Fahrzeuge und eine besondere Kundenerfahrung zu erschwinglichen Preisen anbieten. „Wir sind überzeugt, dass wir einen Platz im europäischen Markt finden, zumal die Umstellung auf E-Fahrzeuge in Europa glasklar ist.“
Auch andere asiatische Autobauer, vor allem aus China, haben sich auf den Weg gemacht, sich eine Scheibe von dem schnell wachsenden europäischen Markt für Elektroautos abzuschneiden. Unternehmen wie Nio, Li Auto und Xpeng haben ihre Fühler bereits ausgestreckt. Geely hat mit seinen Töchtern Volvo Cars, Lynk und Polestar bereits ein Standbein in Europa.
Vietnams Autobauer VinFast expandiert nach USA und Deutschland
Berlin, 06. Jan (Reuters) – Die deutsche Industrie hat sich im November dank der guten Auslandsnachfrage stärker als erwartet vom zuvor erlittenen Auftragseinbruch erholt. Die Unternehmen zogen 3,7 Prozent mehr Bestellungen an Land als im Vormonat, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag mitteilte. Von Reuters befragte Ökonomen hatten lediglich mit einem Wachstum von 2,1 Prozent gerechnet. In ersten Reaktionen hieß es dazu:
THOMAS GITZEL, CHEFVOLKSWIRT VP BANK:
„Der Auftragsverlauf ähnelt damit einer Berg- und Talbahn. Die Lieferschwierigkeiten bei vielen Produkten führen zu Produktionsunterbrechungen. Wird weniger produziert, leidet in weiterer Folge auch der Bedarf an Vorprodukten und Rohstoffen. Ganz ungetrübt ist deshalb der kurzfristige Ausblick für die deutsche Industrie nicht mehr. Daran ändern auch die wieder besseren November-Daten zu den Auftragseingängen nichts.
Doch ganz grundsätzlich gilt: Der ökologische Umbau der Industrie und die Digitalisierungswelle sind langfristig gute Nachrichten für die deutsche Industrie. Auch die Investitionspläne der deutschen Bundesregierung helfen dem verarbeitenden Gewerbe. Die Auftragsbücher werden trotz kurzfristiger Rückschläge auf Sicht der kommenden Jahre gut gefüllt bleiben.“
JÖRG KRÄMER, COMMERZBANK-CHEFVOLKSWIRT:
„Es war klar, dass sich die Auftragseingänge im November erholen würden, nachdem sie im Oktober um 5,8 Prozent eingebrochen waren. Aber der Trend weist bei den Auftragseingängen noch nach unten. Dabei ist jedoch zu berücksichtigen, dass die Bestände nicht abgearbeiteter Aufträge laut Daten des Ifo-Instituts so hoch sind wie zuletzt Anfang der 60er Jahre. Diesen Auftragsberg werden die Industrieunternehmen durch ein kräftiges Hochfahren ihrer Produktion abarbeiten, wenn sich die Materialengpässe ab dem Frühsommer mit sinkenden Corona-Zahlen deutlich entspannen. Erste Anzeichen einer Entspannung gibt es in der Autoindustrie, die ihre Produktion nach Verbandsangaben bereits zwei Monate in Folge steigern konnte.“
ALEXANDER KRÜGER, CHEFVOLKSWIRT HAUCK AUFHÄUSER LAMPE:
„Der Anstieg ist ein Reflex auf den äußerst schwachen Vormonat, er gleicht den dortigen Rückgang aber nicht aus. Die Auftragsbücher sind weiter voll, so dass die Perspektive unverändert stimmt. Erfreulich ist vor allem die Belebung des Auslandsgeschäfts, zumal Lieferengpässe abzunehmen scheinen. Bis die Lieferlogistik aber reibungsloser funktioniert, ist das erste Halbjahr wohl vorüber. Es bleibt zu hoffen, dass die Industrie von harten Quarantäne-Regeln verschont bleibt.“
Auftragszuwachs der Industrie, Meinungen von Ökonomen
Berlin, 06. Jan (Reuters) – Die deutsche Industrie hat sich im November dank der guten Auslandsnachfrage stärker als erwartet vom zuvor erlittenen Auftragseinbruch erholt. Die Unternehmen zogen 3,7 Prozent mehr Bestellungen an Land als im Vormonat, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag mitteilte. Von Reuters befragte Ökonomen hatten lediglich mit einem Wachstum von 2,1 Prozent gerechnet. Im Oktober hatte es noch einen Rückgang von 5,8 Prozent gegeben. „Für die konjunkturellen Aussichten liefert dies einen positiven Impuls, wenngleich die wirtschaftliche Aktivität durch bestehende Lieferengpässe weiterhin belastet wird“, erklärte das Bundeswirtschaftsministerium dazu.
Für das positive Abschneiden sorgte im November allein die anziehende Auslandsnachfrage: Die Aufträge von dort stiegen um 8,0 Prozent zum Vormonat. Dabei legten die Bestellungen aus der Euro-Zone mit 13,1 Prozent besonders deutlich zu, während die aus dem restlichen Ausland um 5,0 Prozent kletterten. Die Bestellungen aus dem Inland gaben dagegen um 2,5 Prozent nach. Positiv entwickelt haben sich im November auch die Umsätze in der Industrie: Sie lagen um real um 4,2 Prozent höher als im Vormonat, blieben aber um 3,4 Prozent unter ihrem Vorkrisenniveau von Februar 2020.
Die Industrie hat eigentlich genügend Aufträge, um ihre Produktion auf Hochtouren laufen zu lassen. Allerdings fehlen wichtige Vorprodukte wie beispielsweise Mikrochips, die in zahlreichen Gegenständen – von Autos bis Haushaltsgeräten – enthalten sind. Der Materialmangel in der Industrie hat sich Ende 2021 nochmals verschärft: 81,9 Prozent der Firmen klagten über Engpässe und Probleme bei der Beschaffung von Vorprodukten und Rohstoffen, so viele wie noch nie. Da die Probleme noch eine Weile anhalten dürften, wird der Aufschwung in diesem Jahr nach Prognose führender Institute kleiner ausfallen als bislang angenommen. Das Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW) etwa senkte seine Prognose für das Wachstum des Bruttoinlandproduktes 2022 von 5,1 auf 4,0 Prozent.
Aufträge der deutschen Industrie ziehen unerwartet deutlich an
Frankfurt, 06. Jan (Reuters) Es folgt der Börsen-Ticker zu wichtigen Kursbewegungen an den internationalen Finanzmärkten und ihren Ursachen:
17.47 Uhr – Nachlassende Spekulationen auf Lieferengpässe bei Uran schicken die Aktien von Förderern dieses für Atomreaktoren benötigten radioaktiven Materials auf Talfahrt. An der Wall Street fallen die Aktien von Uranium Energy oder Energy Fuels um bis zu 6,1 Prozent. Der börsennotierte Global X-Fonds (ETF) auf diese Werte fiel um gut vier Prozent. Vorbörslich hatten deren Kurse zugelegt. Kazatomprom zufolge, dem weltgrößten Uran-Förderer, würden der Minenbetrieb und Export bislang nicht von den Unruhen in Kasachstan beeinträchtigt. Das mittelasiatische Land ist der weltgrößte Exporteur von Uran.
16.20 Uhr – Die Plan des Großaktionärs Amazon zur Entwicklung von Elektro-Transportern gemeinsam mit Stellantis schickt Rivian auf Talfahrt. Die Aktien des Elektrolaster-Anbieters fallen um fast elf Prozent und sind mit 80,46 Dollar so billig wie noch nie seit dem Börsengang vor zwei Monaten. Einer Pflichtveröffentlichung zufolge will der Online-Händler Amazon bis zu 100.000 Transporter von Rivian kaufen. Die in den USA notierten Titel der Opel-Mutter Stellantis steigen um 1,6 Prozent.
14.46 Uhr – Ein möglicher Verkauf des TV-Senderkette CW Network gibt den beiden Eigner AT&T und Viacom Auftrieb. Die Aktien des Telekom-Anbieters und des Medienkonzerns steige im vorbörslichen US-Geschäft um bis zu zwei Prozent. Dem „Wall Street Journal“ zufolge denken die beiden Firmen über einen Teilverkauf und einen Komplett-Ausstieg nach. Ein möglicher Käufer sei Nexstar Media, deren Titel 5,4 Prozent abrutschten.
12.55 Uhr – Die Ausschreitungen im benachbarten Kasachstan lasten auf der russischen Börse. Investoren ziehen sich unter anderem aus dem Rubel zurück. Im Gegenzug steigt der Dollar um 0,7 Prozent auf ein Neun-Monats-Hoch von 77,35 Rubel. Der Euro gewinnt ähnlich stark und ist mit 87,50 Rubel so teuer wie zuletzt vor vier Monaten. Der Moskauer Aktienindex rutscht um 2,5 Prozent ab.
10.32 Uhr – Spekulationen über eine mögliche Supermarkt-Fusion von Auchan und Carrefour schieben die Carrefour-Aktien weiter an. Die Titel steigen in der Spitze um 5,6 Prozent auf 18,22 Euro, den höchsten Stand seit fast vier Jahren. Die Nachrichtenagentur Bloomberg hatte am Mittwoch berichtet, der französische Einzelhandelsriese Auchan erwäge einen neuen Anlauf zur Übernahme des größeren börsennotierten Konkurrenten. Daraufhin hatten Carrefour bereits rund fünf Prozent zugelegt. Verhandlungen zwischen Auchan und Carrefour waren im Oktober ergebnislos abgebrochen worden. Damals hatte Auchan den Carrefour-Aktionären 21 Euro je Aktie, insgesamt 16,6 Milliarden Euro, in Aussicht gestellt.
10.11 Uhr – Der Verkauf der Beteiligung am US-Werbetechnologie-Unternehmen VideoAmp gibt RTL Auftrieb. RTL-Aktien steigen gegen den negativen Markttrend um knapp ein Prozent und sind damit größter SDax-Gewinner. Der Preis für den Anteil von knapp 8,6 Prozent an der Software- und Daten-Firma beläuft sich auf 104 Millionen Dollar in bar (92 Millionen Euro). „Das ist zwar eine eher kleinere Transaktion, aber ein netter Buchgewinn“, sagte ein Händler. Der Verkauf an sich sei nicht überraschend, da sich RTL mehr auf seine Kernaktivitäten konzentrieren wolle.
09.37 Uhr – Der stärkere Dollar macht den Metallpreisen zu schaffen. Kupfer verbilligt sich um 1,7 Prozent auf 9537 Dollar je Tonne. Je teurer die Weltleitwährung, desto unattraktiver wird der zumeist in Dollar abgerechnete Kauf von Rohstoffen für Investoren. Anleger sorgen sich laut Börsianern zudem darum, dass eine zu rasche Anhebung der Zinsen in den USA die Konjunkturerholung abwürgen könnte.
09.22 Uhr – Spekulationen auf schneller steigende Zinsen in den USA stützen den Dollar. Der Dollar-Index, der den Kurs zu wichtigen Währungen widerspiegelt, rückt in der Spitze um 0,2 Prozent auf 96,3870 Punkte vor. Der Euro rutscht mit 1,1297 Dollar knapp unter die Marke von 1,13 Dollar. Aus den am Mittwoch veröffentlichten Fed-Protokollen geht hervor, dass die US-Notenbank über eine womöglich raschere Anhebung der Zinsen nachdenkt.
07.50 Uhr – Aus Furcht vor rasch steigenden Zinsen in den USA ziehen sich Investoren aus riskanteren Anlagen wie Kryptowährungen zurück. Bitcoin fällt am Donnerstag in der Spitze um 2,7 Prozent auf 42.413 Dollar, den niedrigsten Stand seit knapp fünf Wochen. Für Ethereum geht es mehr als vier Prozent bergab, die Cyber-Devise ist mit 3403 Dollar so billig wie seit knapp drei Monaten nicht mehr. Ausgelöst wurden die Zinsspekulationen von den am Mittwoch veröffentlichten Fed-Protokollen. Die US-Notenbank denkt angesichts des Inflationsschubs über eine womöglich schnellere Anhebung der Zinsen nach. „Das Abdrehen des Geldhahns lässt Krypto Assets wieder unattraktiver werden“, konstatiert Timo Emden von Emden Research.
Nach der Veröffentlichung der Fed-Protokolle dürfte der Dax Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge am Donnerstag niedriger starten. Die US-Notenbank denkt angesichts des Inflationsschubs über eine womöglich raschere Anhebung der Zinsen nach. Die Wall Street beendete den Handel am Mittwoch deutlich im Minus. Der Dax hatte noch vor Veröffentlichung der Protokolle den dritten Tag in Folge im Plus geschlossen. Er war um 0,7 Prozent auf 16.271 Punkte vorgerückt.
Neben der Fed stehen am Donnerstag auch Konjunkturdaten im Fokus. Ihr Augenmerk richten Börsianer vor dem Hintergrund explodierender Energiepreise und Lieferketten-Problemen auf die deutschen Inflationsdaten. Analysten erwarten für Dezember einen leichten Rückgang auf 5,1 Prozent im Jahresvergleich. Am Morgen werden außerdem die Auftragseingänge der deutschen Industrie veröffentlicht. Hier sagen Experten für November ein Plus von 2,1 Prozent voraus, nach einem Minus von 6,9 Prozent im Vormonat. Wenige Stunden später stehen vergleichbare Daten aus den USA auf dem Programm. Hier hat sich der Anstieg voraussichtlich auf 1,5 von einem Prozent beschleunigt.
Schlusskurse europäischer Indizes Stand am vorangegangenen Handelstag Dax 16.271,75 Dax-Future 15.972,00 EuroStoxx50 4.392,15 EuroStoxx50-Future 4.288,50
Schlusskurse der US-Indizes am Stand Veränderung vorangegangenen Handelstag Dow Jones 36.407,11 -1,1 Prozent Nasdaq 15.100,17 -3,3 Prozent S&P 500 4.700,58 -1,9 Prozent
Asiatische Indizes am Stand Veränderung Donnerstag Nikkei 28.487,87 -2,9 Prozent Shanghai 3.590,50 -0,1 Prozent Hang Seng 22.821,81 -0,4 Prozent
PGIM, der globale Investmentmanager des Versicherungskonzerns Prudential Financial, Inc. (NYSE: PRU), erweitert mit der Auflegung des PGIM Strategic Income ESG Fund sein Angebot an ESG-integrierten festverzinslichen Produkten.
Der neue PGIM Strategic Income ESG Fund wird von PGIM Fixed Income verwaltet, einem der weltweit größten Anbieter im Anleihebereich mit einem verwalteten Vermögen von 964 Mrd. US-Dollar. Bei dem Fonds handelt es sich um eine flexible, ESG-integrierte und sektorübergreifende Anleihestrategie, die sowohl auf die Erzielung von Zinserträgen als auch auf Kapitalzuwachs ausgerichtet ist.
Der PGIM Strategic Income ESG Fund wird von einem erfahrenen Team unter der Leitung von fünf Senior Portfoliomanagern verwaltet: Michael Collins, Gregory Peters, Richard Piccirillo, Lindsay Rosner und Robert Tipp. Ihr Ziel ist es, überzeugende Relative-Value-Chancen in einem breiten Spektrum globaler festverzinslicher Sektoren zu identifizieren und dabei den Schwerpunkt auf Emittenten mit überzeugenden ESG-Kriterien zu legen.
Die Strategie umfasst Investment-Grade- und High-Yield-Anleihen, Schwellenländeranleihen, Commercial Mortgage Backed Securities (CMBS), Asset Backed Securities (ABS) sowie Staatsanleihen. Bei der Auflegung des PGIM Strategic Income ESG Fund hat das Portfoliomanagementteam US-Treasuries und Agency Mortgage-Backed Securities deutlich untergewichtet und fokussiert sich stattdessen auf attraktivere Chancen anderer Sektoren.
Strategische Anleihestrategien, die flexibel in das gesamte globale Spektrum des Fixed Income-Bereichs investieren können, sind bei Anlegern seit einigen Jahren äußerst beliebt. PGIM Fixed Income managt im Bereich Multi-Asset 170 Mrd. US-Dollar. Mit der Auflegung des PGIM Strategic Income ESG Fund bringt das erfahrene Portfoliomanagement-Team nun seine Anlagephilosophie mit ESG-Integration auch Anlegern außerhalb der USA als UCITS-Fonds nahe.
Kimberly LaPointe, Head of PGIM Investments International
Die Auflegung des neuen Produkts unterstreicht zudem das kontinuierliche Engagement von PGIM im ESG-Bereich. Der PGIM Strategic Income ESG Fund ist die siebte ESG-Strategie der Gruppe im UCITS-Mantel, die Anlegern außerhalb der USA angeboten wird. Jeder Fonds ist gemäß Artikel 8 der Sustainable Finance Disclosure Regulation (SFDR) eingestuft.
PGIM Fixed Income verwendet einen proprietären ESG-Rating-Rahmen, um die Auswirkungen der Emittenten auf die Umwelt und die Gesellschaft zu bewerten. Dabei wird für jeden Emittenten ein eigenes Rating erstellt. Diese ESG-Ratings werden von einem Team von mehr als 110 Analysten vergeben, die mit dem fünfköpfigen ESG-Research-Team zusammenarbeiten, das von Eugenia Unanyants-Jackson geleitet und vom ESG-Ausschuss von PGIM Fixed Income beaufsichtigt wird.
Kimberly LaPointe, Head of PGIM Investments International, kommentiert: „Wir freuen uns sehr, den Strategic Income ESG Fund auf unserer UCITS-Plattform auflegen zu können, da unser Angebot an festverzinslichen Lösungen weiterhin eine globale Anlegerbasis anspricht. Der Markt für strategische Fixed Income-Produkte ist zwar hart umkämpft, aber unser Team hat bewiesen, dass es in der Lage ist, langfristig starke risikobereinigte Renditen zu erzielen. Aufbauend auf dieser überzeugenden Erfolgsbilanz wird das neue UCITS-Portfolio auf Emittenten mit höheren ESG-Ratings ausgerichtet sein und damit der wachsenden Nachfrage nachhaltigkeitsorientierter Anleger gerecht werden.“
Gregory Peters, Co-CIO und Head of Multi-Sector and Strategy bei PGIM Fixed Income, ergänzt: „Da die weltweite Erholung nach der Pandemie mit ungewohnten Hindernissen weitergeht, wie etwa der anhaltenden Inflation, ist unser diversifizierter Strategic Income ESG Fund in der Lage, von sich verändernden Marktchancen zu profitieren und gleichzeitig die Abwärtsrisiken zu mindern. Zwar haben sich die Spreads in vielen Kreditsektoren in den letzten 18 Monaten erheblich verengt, doch die Kombination aus hohen Bargeldbeständen und niedrigen Zinsen wird die Anleger auf der Suche nach Rendite vermutlich noch weiter in ein höheres Risikospektrum treiben. Die engeren Spreads erlauben allerdings nur wenig Spielraum für Fehler. Der ungewisse Verlauf der langfristigen wirtschaftlichen Erholung erfordert daher eine präzise und gleichzeitig kritische Herangehensweise bei der Kreditauswahl.“
Der PGIM Strategic Income ESG Fund ist ein Teilfonds des in Irland ansässigen UCITS-Dachfonds PGIM Funds plc und wird für den Vertrieb in verschiedenen europäischen Rechtsordnungen registriert sein.
Was 2017 mit süßen Katzencartoons, den Cryptokitties begann, hat sich mittlerweile zum Millionengeschäft entwickelt. Die bereits erzielten Erlöse im Rahmen von Transaktionen mittels Non Fungible Tokens (NFTs) erreichen bisweilen Verkaufsrekordsummen in unvorstellbaren Höhen.
So verkaufte der Twittergründer Jack Dorsey seinen ersten Tweet für 2,9 Mio. $, die NBA veräußerte Videos von besonders spektakulären Dunks z.B. von LeBron James, der für 200.000 $ weiterverkauft wurde und der Digital Artist Beeple verkaufte eine Bildcollage „Everydays: the First 5000 days“ für umgerechnet ca. 69,3 Mio. $. Die Anwendungsmöglichkeiten sind schier unerschöpflich. Auch immer mehr Prominente, wie Christiano Ronaldo oder Kings Of Leon, sind bereits in den Handel mit NFTs eingestiegen. So beläuft sich das Marktvolumen für das erste Halbjahr 2021 auf 2,5 Mrd. $.
Doch was genau sind „NFTs“? Was für Möglichkeiten bieten diese und wie sind sie rechtlich einzuordnen? Der folgende Artikel beschäftigt sich zunächst mit NFTs im faktischen Sinne und wie diese „funktionieren“.
Technische Grundlagen
Bei Non Fungible Tokens (NFTs) handelt es sich um kryptographische Tokens, wobei Kryptotoken allgemein einen Wert, einen Anspruch oder ein Recht darstellen. Grundsätzlich basieren Kryptotoken überwiegend auf der Distributed-Ledger-Technologie deren mitunter bekannteste Ausprägung die Blockchain ist. Diese stellt eine Datenbank vergleichbar mit einem Register dar, in welcher die Kryptotoken als spezifischer Datensatz abgebildet sind. Die Blockchain setzt sich aus mehreren miteinander verknüpften Datenblöcken zusammen.
Diese Datenblöcke stellen Datenbankeinträge dar, die zunächst jeweils Informationen insbesondere in Form des den Kryptotoken repräsentierenden, verschlüsselten, also manipulationssicheren, Datensatzes inklusive Informationen, wie insbesondere den sog. öffentliche Schlüssel (eine Art Kontonummer des Wallets des jeweiligen Inhabers), der dem jeweiligen Token die derzeitige Inhaberschaft zuordnet, enthalten.
Zusätzlich enthält ein solcher Datenblock auch einen Verweis auf den jeweils vorangegangen Block, der sich wiederum aus den spezifischen Daten des vorhergehenden Blocks zusammensetzt. Die dadurch entstehende „Verstrickung“ zwischen den jeweiligen Blöcken führt dazu, dass diese untrennbar miteinander verbunden sind und auf der Blockchain eine manipulationssichere Aneinanderreihung von Blöcken entsteht.
Arno Lampmann, Fachanwalt für gewerblichen Rechtsschutz, ist Partner der Kölner Kanzlei LHR und Autor, Mentor und Experte für Marken-, Wettbewerbs-, und Urheber- und Medienrecht.
Neue Blöcke entstehen dadurch, dass bei einer Tokentransaktion, der den Token repräsentierende Datensatz auf der Blockchain dem Empfänger neu zugeordnet wird, indem dessen neue Inhaberschaft anhand verschlüsselter spezifischer Transaktionsinformationen, wie z.B. dem Zeitpunkt der Transaktion und dem öffentlichen Schlüssel des neuen Inhabers etc., der „Blockkette“ angehangen wird. So entsteht bei jeder Tokentransaktion ein neuer einzigartiger Block, sodass die Blockchain die gesamte Transaktionshistorie lückenlos dokumentiert.Die Kontrolle der auf der Blockchain hinterlegten Informationen erfolgt durch ein dezentrales sogenanntes „Peer-to-Peer-Netzwerk“. Im Gegensatz zu herkömmlichen zentral geführten Registern, wie dem vom Grundbuchamt geführten Grundbuch, werden Kopien dieser Datenbank auf verschiedenen Servern von mehreren Nutzern dezentralisiert gespeichert.
Neue Transaktionen werden dort nur hinterlegt, wenn die Mehrheit der „kontrollierenden“ Nutzer diese dadurch verifiziert hat, dass die gewünschte Transaktion dem bisherigen Blockchaineintrag entspricht, diese also z.B. durch den tatsächlich bisher in der Blockchain „eingetragenen“ Inhaber (öffentlicher Schlüssel) erfolgt, wodurch eine Manipulation der Blockchain im Vergleich zu einer zentralen Kontrolle ebenfalls erschwert wird.
Was sind NFTs und welchen Zweck haben diese?
Prinzipiell können Kryptotoken einen Wert, einen Anspruch oder ein Recht darstellen, weswegen Kryptotoken dementsprechend in die drei Kategorien des Currency-Tokens, der hauptsächlich gesetzliche Zahlungsmittel ersetzen soll, des Utility-Tokens, der vor allem einen digitalen Gutschein imitiert oder den Zugang zu bestimmten Dienstleistungen ermöglicht, und des Investement-Tokens, der oftmals einen Unternehmensanteil mit Stimm- und/oder Gewinnbeteiligung darstellen soll (=Security-Token), aber worunter auch Asset-backed-Tokens fallen, die ein Recht an einem Vermögensgegenstand, wie z.B. das Eigentum oder den Besitz darstellen, untergliedert werden.
Gerade die letzte Kategorie der Investment- bzw. Asset-Tokens ist für die Betrachtung von NFTs interessant, da sie den bis dato wohl gängigsten Gebrauch von NFTs widerspiegelt. Eine weitere Differenzierung setzt am Kriterium der Fungibilität (=Austauschbarkeit) eines Krypto-Tokens an und grenzt NFTs am trennschärfsten von anderen Token ab.
Der wohl bekannteste Verwendungszweck von fungible Tokens ist der der Kryptowährung, wie z.B. Bitcoin oder Ether, die echte Währungen (Fiatgeld) imitieren, also ein digitales Zahlungsmittel darstellen. Dabei handelt es sich um wertreferenzierte Token, die als solche selbst einen bestimmten bezifferbaren Wert darstellen und dementsprechend untereinander problemlos austauschbar sind. Die Austauschbarkeit verhält sich wie bei Fiatgeld, d.h. sie können zwar hinsichtlich der Höhe ihres Referenzwertes unterschiedlich ausgestaltet sein, aber man kann diese wie einen Zehneuroschein entweder gegen einen anderen Zehneuroschein oder zwei Fünfeuroscheine „wertgleich“ tauschen.
Auf der anderen Seite stehen Non-fungible Tokens (NFTs). Diese können gerade nicht ohne Weiteres gegen einen anderen NFT „wertgleich“ untereinander ausgetauscht werden, denn sie sind nicht derart wertreferenziert, als dass sie schon als solche selbst werthaltig sind, sondern einen Vermögensgegenstand bzw. ein Recht an einem bestimmten Vermögensgegenstand darstellen aus dessen jeweiliger Werthaltigkeit sich deren eigener Wert erst ergibt bzw. von diesem Wert abhängt. NFTs zeichnen sich also nicht durch die Fungibilität, sondern vielmehr insbesondere durch ihre Einzigartigkeit aus, die es Ihnen gerade ermöglicht auch die verschiedensten ebenfalls einzigartigen digitalen oder auch realen Vermögenswerte abzubilden bzw. bei zweiteren das Recht an diesen in Form des Eigentums differenzierend darzustellen (s.o. Investement-Tokens).
Stärken und Schwächen bzw.Chancen und Risiken
Am Beispiel des Kunstmarktes lassen sich einige davon gut darstellen. Aufgrund der soeben angesprochenen Einzigartigkeit wurden NFTs anfänglich eingesetzt, um sie mit einer Datei aus dem Bereich der digitalen Kunst zu verknüpfen, wodurch das Problem angegangen wurde, dass Originale im Bereich der digitalen Kunst durch copy und paste problemlos vervielfacht werden können. Durch die Verknüpfung der „Ursprungsdatei“ eines Künstlers mit einem NFT kann das wahre Original anhand eines Echtheitszertifikats, ähnlich der Signatur eines Künstlers auf einem originalen realen Kunstwerk, authentifiziert werden, sodass Kopien digitaler Kunstwerke erkennbar sind. Aus dieser nachweisbaren Echtheit durch ein manipulationssicheres NFT resultiert eine erheblichen Wertsteigerung, die den Handel mit solchen „Originalen“ vernünftig ermöglicht.
Künstler können durch die Tokenisierung“, also die Abbildung anhand eines NFTs, dauerhaft auch im digitalen Bereich Originale nachweisbar „herstellen“, wertorientiert digitale, aber eben auch reale Kunstwerke veräußern und aufgrund der Unveränderbarkeit der Daten auf der Blockchain diebstahlsgeschützter als auf dem realen Kunstmarkt handeln. Es handelt sich also nicht lediglich um eine neue digitalisierte Form des Handels bereits bestehender Märkte, sondern vielmehr können sich auch digitale Märkte vollkommen neu etablieren.
Natürlich wird es immer Kunstsammler geben, die einem haptisch erfahrbaren realen Original gegenüber einer digitalen Version eines Kunstwerks den Vorzug geben. Allerdings braucht es durch die Tokensierung beispielsweise kein Auktionshaus mehr, um wertvolle reale Kunst professionell zu handeln, was Zeit und vor allem Kosten spart. Da es fast keinerlei Begrenzung hinsichtlich des Anwendungsbereichs, also der Tokenisierung anderer Vermögenswerte gibt, weil schlussendlich jede digitale oder reale Sache als NFT tokenisiert und dadurch in der digitalen Welt wertsteigernd „handelbar“ gemacht werden kann, kann man die im Kunstmarkt dargelegten Vorteile analog übertragen.
So sollen beispielsweise ganze Patent- und Grundbuchregister auf Grundlage der Blockchain abgebildet werden, um den tokenisierten Handel mit Patenten und Grundstücken ebenfalls allumfassend zu erschließen. Zudem für die jederzeitige Nachvollziehbarkeit aller Transaktionen auf der Blockchain dazu, dass eine höhere Transparenz erzielt wird. Auf der anderen Seite werden NFTs üblicherweise mit Kryptowährung bezahlt, die selbst signifikanteren Kursschwankungen als eine Fiat-Währung unterliegt, also NFT-Transaktionen von vorneherein einer ganz anderen Preisdynamik unterliegen, was das Risiko des totalen Wertverlusts erhöht, selbst wenn das NFT wertstabil ist, aber die zugrunde liegende Kryptowährung massiv an Wert verliert.
Die größten Nachteile im Handel mit NFTs liegen derzeit in der Intransparenz, die mitunter auch durch die bis dato fehlende Regulierung hervorgerufen wird sowie der Anonymität im digitalen Bereich, die verschiedenste Risiken birgt.
Alexander Lindl (LL. M.) studiert Jura in Köln und ist bei LHR als wissenschaftlicher Mitarbeiter tätig.
Außerdem wird durch die dezentrale Kontrolle die Verifizierung von Transaktionen auf mehrere Akteure verteilt, wodurch diesbezügliche Vorgänge schneller und effizienter als durch ein einziges zentrales Register abgewickelt werden können.Hinsichtlich der Manipulationssicherheit bleibt jedoch zu beachten, dass die Verkettung der Blöcke und zeitgleiche Speicherung auf mehreren Servern es bei entsprechend hoher vorhandener Rechenleistung durchaus möglich bleiben lassen die Daten der Blockchain zu verändern. Gerade die im Rahmen dieses Artikels herausgearbeiteten Vorteile, die dem NFT-Markt potenziell dauerhafte, langfristige Bedeutung im wirtschaftlichen Verkehr beizumessen geeignet sind, die rasant ansteigende Marktkapitalisierung dieses innovativen Bereichs durch den stetig wachsenden Handel mit NFTs und die mit NFTs verbundenen Risiken, machen eine rechtliche Auseinandersetzung in den unterschiedlichen Rechtsgebieten erforderlich.
Diese erfolgt in den folgenden Beiträgen, die sich mit zivilrechtlichen Eigentumsfragen rund um NFTs, mit aufsichts- sowie kapitalmarktrechtlichen Regulierungen des Marktes, wenn man NFTs aus Anlagezwecken hält und die die Fortsetzung des derzeitigen Wachstums in einem möglichst transparenten und mitunter verbraucherschützenden Rahmen fördern soll, mit urheberrechtlichen Fragestellungen gerade vor dem Hintergrund des digitalen Kunstmarktes und zu guter Letzt mit einer steuerrechtlichen Einordnung befassen werden.
Was sind Non Fungible Tokens?
Ein Gastbeitrag von Arno Kampmann und Alexander Lindl.
Autorenbeschreibung:
Arno Lampmann, Fachanwalt für gewerblichen Rechtsschutz, ist Partner der Kölner Kanzlei LHR und Autor, Mentor und Experte für Marken-, Wettbewerbs-, und Urheber- und Medienrecht.
Alexander Lindl (LL. M.) studiert Jura in Köln und ist bei LHR als wissenschaftlicher Mitarbeiter tätig.
Econos ermöglicht den Zugang zu alternativen grünen Investmentmöglichkeiten
Stellen Sie sich und die Plattform Econos doch kurz unseren Lesern vor!
Ich bin Theresa Hauck, Mitgründerin und Geschäftsführerin von Econos. Mit Econos ermöglichen wir Privatanlegern Zugang zu alternativen grünen Investmentmöglichkeiten, die traditionell nur professionellen Investoren zugänglich sind. Dabei setzen wir auf Blockchain-basierte Technologien und tokenisieren die Investmentmöglichkeiten. Der Investmentprozess ist für Investoren vollständig digital und lässt sich online innerhalb von wenigen Minuten abschließen.
Das Besondere ist, dass unsere Investmentmöglichkeiten natur- oder technologiebasierte Lösungen für den Klimaschutz darstellen. Damit vereinen wir finanzielle und ökologische Interessen und Erwartungshaltungen unserer Anleger. Das kann beispielsweise ein Venture Capital Fonds mit Fokus auf Klimatechnologie sein. Aber auch ein Waldinvestment oder die Projektentwicklung von erneuerbaren Energien, wie beispielsweise Solar- oder Batteriespeicheranlagen, stehen bei Econos zur Auswahl.
Warum haben Sie sich entschlossen, ein Unternehmen zu gründen?
Für mich stand sehr früh fest, dass ich Unternehmerin werden möchte. Mit der Gründung von Econos konnte ich meine Leidenschaft fürs Investieren mit meinem Sustainability-Hintergrund vereinen. Dabei steht für mich aber besonders das große Ganze im Zentrum: Investments sind ein enorm großer Hebel für nachhaltige Wirkung. Die großen Investoren dieser Welt haben die finanziellen Möglichkeiten der Energiewende bereits erkannt. Es war an der Zeit, neueste Technologien zu nutzen, um diese Möglichkeiten auch Privatanlegern zu eröffnen und noch mehr Kapital in die richtige Richtung zu lenken.
Was war bei der Gründung von Econos die größte Herausforderung?
Mit der Verwaltung von (privatem) Kapital geht enorm viel Verantwortung einher. Unser Fokus liegt darauf, die finanziellen Ziele unserer Anleger zu erreichen und gleichzeitig die besten Investments zu finden und zu tätigen, die unserem Nachhaltigkeitsanspruch entsprechen. Das Vertrauen unserer ersten Anleger zu gewinnen war eine große Herausforderung. Gleichzeitig mussten wir so von Anfang an extrem professionell arbeiten und haben uns schnell ein starkes Partnernetzwerk (u.a. Pelion Green Future, Pacifico Energy Partners und der World Fund) aufgebaut, um die nötige Expertise und Infrastruktur abzudecken.
Kann man mit einer Idee starten, wenn noch nicht alles perfekt ist?
Ja, auf jeden Fall! Das muss man sogar, denn oft ist Schnelligkeit gefragt. Wir lernen täglich dazu. Ständiges Feedback und Verbesserungen sind für einen frühen Erfolg unermesslich wichtig. Gleichzeitig muss man in der Gründungsphase wissen, bei welchen Faktoren man von Anfang an keine Abstriche machen darf. Hierzu zählen bei uns: Das Vertrauen der Kunden, regulatorische Sauberkeit und Compliance sowie eine Klarheit bei unserer Investmentstrategie sowie Definition von Nachhaltigkeit.
Welche Vision steckt hinter Econos?
Econos soll im Kapitalmarkt der Zukunft die zentrale Anlaufstelle für nachhaltige Investments werden, sowohl für private als auch für professionelle Anleger. Wir merken schon heute, dass die Erwartungshaltung von Investoren weit über finanzielle Faktoren hinausgeht. Wir wollen die Investitionen über Econos als Hebel für nachhaltige Veränderung nutzen und einen signifikanten Beitrag zu einer nachhaltigen Zukunft leisten. Traditionelle Finanzinstitute werden es aufgrund von fehlender Innovationskraft schwer haben, die Paradigmenwechsel unserer Zeit bzgl. Digitalisierung und Nachhaltigkeit in der nötigen Geschwindigkeit und mit der nötigen Glaubwürdigkeit mitzugehen. Diese Lücke werden wir füllen.
Wer ist die Zielgruppe von Econos?
Jeder Anleger, unabhängig von seiner Investment-Erfahrung und der Größe seines Portfolios, findet bei uns die passende Investmentmöglichkeit. Was alle unsere Anleger verbindet, ist, dass sie mit ihrem Vermögensaufbau mehr als finanzielle Rendite verfolgen. Bei uns investieren Anleger ab 100 Euro bis zu siebenstelligen Beträgen.
Viele Anleger sind auf der Suche nach besonderen Investmentmöglichkeiten. Eines unserer beliebtesten Investmentmöglichkeiten ist zum Beispiel der größte Venture Capital Fonds Europas mit Fokus auf Klimatechnologien. Solch ein Investment bietet ein attraktives ‘upside potential’, da jungen Unternehmen extrem schnell wachsen und damit an Wert gewinnen können. Gleichzeitig werden Technologien finanziert, die potenziell bahnbrechend für unser Klima sein werden.
Wie funktioniert Econos?
Zunächst wählt Econos anhand von ökonomischen und ökologischen Kriterien eine Investmentmöglichkeit aus, welche anschließend mittels Tokenisierung in kleine Stücke geteilt wird. Die Token sind dabei nicht, wie etwa bei Aktien, physisch als Urkunde verbrieft, sondern ausschließlich digital auf der Blockchain gespeichert. Anleger wählen eine beliebige Höhe für ihr Investment aus und zeichnen vollständig digital. Die zu den erworbenen Tokens gehörigen Rechte und Informationen werden dann sicher auf der Blockchain gespeichert.
Econos kümmert sich außerdem auch um die gesamte Bürokratie und Verwaltung des Investments. Während der Haltedauer informiert Econos alle Anleger regelmäßig über ihr Investment. Anleger erhalten außerdem Rückflüsse und Renditezahlungen, je nach Investment laufend oder endfällig. Durch unsere mittelbaren Investments bilden wir so die Charakteristiken der Rückflüsse von institutionellen Investoren nach.
In Zukunft wird es außerdem die Möglichkeit geben, Tokens über einen Zweitmarkt zu handeln. Die Chancen der Blockchain-Technologie sind enorm.
Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?
Econos ist nicht ‘nur’ Investment-Plattform, sondern stellt als Assetmanager auch sicher, dass die Qualität der Investments höchsten Standards entspricht. Wir erheben vorrangig erfolgsbasierte Gebühren und stellen so sicher, dass wir dieselben Interessen wie unsere Anleger verfolgen. Außerdem bietet Econos durch sein breites Netzwerk den Zugang zu besonders attraktiven Investmentmöglichkeiten. Wir sind beispielsweise die einzige Plattform, die ein mittelbares Investment in den World Fund, den größten Climate Tech VC Fonds in Europa, anbietet. Unsere Anleger schätzen genau diese Exklusivität und Besonderheit.
Welche Tipps findet man noch auf der Webseite?
Anleger finden auf der Econos Webseite vor allem alle Informationen zu den einzelnen Anlageklassen und unseren Investmentprodukten. Wir treten extrem gerne in persönlichen Kontakt mit unseren Anlegern, weshalb wir individuelle Fragen auch per Chat, E-Mail und in persönlichen Gesprächen adressieren. Derzeit arbeiten wir außerdem daran, noch mehr Inhalte und Hintergrundwissen zu Themen rund um nachhaltige Investments, Tokens und Blockchain, Vermögensaufbau, etc. bereitzustellen und unseren Erfahrungsschatz zu teilen.
Warum ist das Thema Finanzen gerade für Frauen für Sie so wichtig?
Finanzen beziehungsweise Vermögensaufbau ist grundsätzlich für jeden und jederzeit wichtig. Insbesondere die aktuelle makroökonomische Situation bzgl. Negativzinsen und steigender Inflation verdeutlicht, wie wichtig es ist, sein Geld zu investieren.
Frauen investieren im Durchschnitt viel weniger als Männer – leider. Am deutschen Aktienmarkt stehen 7,9 Millionen Investoren nur rund 4,5 Millionen Investorinnen gegenüber.
Wie verändert sich die Finanzbranche in den kommenden 12 Monaten?
Der Kapitalmarkt wird weiter digitalisiert und demokratisiert werden. Dadurch wird sich insbesondere der private Kapitalmarkt weiter öffnen. Auch das Thema Nachhaltigkeit wird eine immer stärkere Rolle spielen. Regulatorische Neuerungen werden die großen Player vor enorme Herausforderungen stellen und tiefgreifende Veränderungen erfordern, insbesondere um Greenwashing zu vermeiden. Außerdem werden makroökonomische Faktoren wie Zinsen und Inflation die Finanzbranche weiter stark beeinflussen.
Econos, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Wir wollen mit Econos die Möglichkeiten neuer Technologien ausschöpfen und in absehbarer Zeit weitere Funktionen und neue Features schaffen. Dazu zählt auch die Möglichkeit, gekaufte Anteile künftig digital und flexibel an einem Zweitmarkt handeln zu können und damit die Liquidität von klassischerweise illiquiden Investments entstehen zu lassen. Außerdem wollen wir immer mehr Menschen und Kundengruppen den Zugang zu alternativen grünen Anlageprodukten ermöglichen, unseren Beitrag zum Klimaschutz maximieren und die Finanz- und Investmentbranche weiter nachhaltig verändern.
Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründerinnen mit auf den Weg geben?
Wenn es ums Gründen geht, gibt es für mich nur einen zentralen ‘Tipp’. Einfach starten und machen. Vieles ergibt sich von alleine.
Die home24 SE („home24“, das „Unternehmen“) kauft die Lifestyle-Marke Butlers und baut ihre Marktposition strategisch weiter aus. Die Akquisition wurde am 22.12.21 von beiden Unternehmen vereinbart und steht noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung der Wettbewerbsbehörden. Sie soll spätestens im 2. Quartal 2022 abgeschlossen werden. Beide Marken sowie die Unternehmenssitze Berlin und Köln bleiben erhalten. Die jeweiligen Sortimente und Vertriebsstrategien ergänzen sich ideal, sodass die jeweiligen Marktpotenziale gemeinsam beschleunigt erschlossen werden können. Ziel der Übernahme ist ein starkes Wachstum in den kommenden Jahren, das sowohl den Online- als auch den stationären Handel umfasst.
Mit integrierten Showrooms in ausgewählten Butlers-Filialen erweitert home24 den Kundenzugang in Innenstädten – bisher betreibt home24 bereits 10 Showrooms profitabel. Durch die Akquisition ergänzt das Unternehmen seine Eigenmarkenkompetenz in Möbeln nun auch um die Bereiche Heimtextil, Dekoration und Tischwaren mit den Butlers-Sortimenten. Diese Sortimentsbereiche sind für die Kundenbindung und saisonale Kundenkommunikation strategisch entscheidend. So wird es in Zukunft auch zu Anlässen wie Ostern oder Weihnachten eine noch emotionalere Kundenansprache mit dem Besten aus dem Butlers- und home24-Sortiment für alle Wohnwelten geben. Gleichzeitig wird das Butlers-Sortiment durch ausgewählte Möbelsortimente von home24 gestärkt.
Das Familienunternehmen Butlers hat aktuell 100 Filialen in der DACH-Region. Zudem werden 32 Filialen von Franchise-Partnern in neun weiteren europäischen Ländern betrieben. Butlers ist eine Ideen-Werkstatt der schönen Dinge in den angesagtesten Farben, Formen, und Stilen. Die Butlers-Designer und -Produktexperten entwickeln jährlich über 3.000 neue Artikel. In seinen Filialen und seinem Online-Shop begrüßt Butlers pro Jahr rund 40 Millionen Besucher.
Das Unternehmen wird in 2021 voraussichtlich einen Umsatz von ca. 95 Millionen Euro erziehen und arbeitete selbst in den durch Lockdowns belasteten Jahren 2020 und 2021 signifikant profitabel. Obwohl sehr präsent im stationären Einzelhandel hat Butlers früh auf den Ausbau seines Online-Geschäfts gesetzt und erwirtschaftet damit bereits ca. 25 Prozent seines Gesamtumsatzes. Das Butlers-Managementteam wird nicht nur die Marke am Firmensitz Köln weiterführen, sondern auch entscheidend in der home24-Gruppe mitwirken.
home24 als bisher fast reiner Online-Akteur gewinnt durch die Übernahme unmittelbaren Kontakt zu einem neuen, großen Kundenpotenzial, das in den Butlers-Filialen direkt erreicht werden kann. Dies ist vor allem deshalb strategisch relevant, da der geringe Online-Anteil am Möbelhandel in den Märkten, in denen home24 aktiv ist, ein starkes Wachstumspotenzial bietet. Das bedeutet, dass viele Kunden aktuell noch primär offline erreicht werden.
Neben der gemeinsamen Kundenansprache in allen Filialen wird die Gruppe in ausgewählten Shops von Butlers zudem home24-Showrooms integrieren. Gleichzeitig wird home24 das Online-Sortiment von Butlers auf seiner E-Commerce-Plattform vermarkten und dadurch die Online- sowie Möbellogistik-Kompetenz des neuen Unternehmensteils deutlich stärken. In Europa wird der Anteil des stationären Handels am Gesamtumsatz der home24-Gruppe mit Vollzug der Übernahme ca. 10 Prozent betragen.
Marc Appelhoff, CEO von home24, erklärt: „Die Sortimente von Butlers und home24 ergänzen sich ideal. Gemeinsam schaffen wir vom großen Möbelstück bis zum Accessoire auf dem gedeckten Tisch ein umfassendes Angebot. So entstehen inspirierende Wohnwelten, die unsere Kunden an home24 binden und regelmäßigen Kontakt fördern. Die Butlers-Filialen in attraktiven Lagen vervielfachen unsere Möglichkeiten der direkten Kundenansprache und gleichzeitig werden wir unabhängiger vom Online-Marketing. Außerdem stärken wir signifikant das gemeinsame Online-Geschäft und werden damit sowohl on- als auch offline zu einem noch attraktiveren Anbieter im Bereich Home & Living. Butlers hat in den vergangenen Jahren ein mittlerweile hoch profitables ‚Direct-to-Consumer‘-Geschäftsmodell entwickelt, das wir nun mit unserem Möbelangebot, unserer Online-Kompetenz sowie unserer skalierbaren Logistik ergänzen.“
Mix aus Butlers (X) und Home24 (o) Produkten
Zugleich, so Appelhoff, zeige die Akquisition, welche Stärke im Markt home24 inzwischen gewonnen habe. „home24 führt seine Wachstumsstrategie als Gestalter im Home & Living-Markt konsequent fort. Durch den Ausbau des Impulskaufsortiments und des persönlichen Kontakts zu unseren Kunden unternehmen wir einen strategisch wichtigen Schritt, der die Wettbewerbsposition unseres Unternehmens trotz eines schwierigen Marktumfeldes deutlich verbessert. Gemeinsam bündeln wir unsere Kräfte für profitables Wachstum auf der Basis eines für 2021 erwarteten, kombinierten Umsatzes von ca. 700 Millionen Euro.“
Wilhelm Josten, Gründer und geschäftsführender Gesellschafter von Butlers, kommentiert: „Wir freuen uns, mit home24 den idealen Partner gefunden zu haben: Wir haben eine gemeinsame Leidenschaft für ein schönes, gastliches Zuhause und die Begeisterung unserer Kunden. Unsere jeweiligen Stärken kommen mit unserem Zusammenschluss noch besser zur Geltung. Das Ergebnis lautet Wachstum. Gemeinsam haben unsere beiden Marken ein enormes Potenzial, das wir in den kommenden Jahren nutzen und stetig erweitern werden. Damit leisten wir gemeinsam einen wichtigen Beitrag zur Sicherung und Schaffung von Arbeitsplätzen.“
home24 übernimmt direkt und mittelbar 100 % der Anteile an der Butlers Holding GmbH & Co. KG. Den Großteil der Anteile kauft home24 mit liquiden Mitteln. Der Kaufpreis wird in zwei Tranchen gezahlt und erfolgt zum Teil in Form eines Verkäuferdarlehens, so dass die Gruppe weiterhin signifikanten finanziellen Spielraum für zukünftige Wachstumsinvestitionen behält. Zudem tauscht der Butlers Gründungsgesellschafter Wilhelm Josten einen Teil seiner Anteile an der Butlers Holding GmbH & Co. KG gegen neue Aktien der home24 SE. Wilhelm Josten wird dadurch mit Vollzug der Übernahme Anteilseigner von ca. 3,9 % der Aktien der home24 SE. Er wird zudem weiterhin das Geschäft von Butlers maßgeblich mitgestalten und gemeinsam mit dem Management von home24 auch die Gruppenstrategie verantworten.
Spectrum - Portraits Employees - Christoph Lehl, Vishal Jain, Rayman Reyes, Sivarsan Tharmaratnam, Tobias Stoehr, Alpay Soyturk, Dalal Fanchaouy, Magnus Ferngren, Steven Townsend, Nikolai Steidle, Martina Hoffard, Eren Eraslan, Michael Hall, Nicky Maan
EU erleichtert Anlegern Zugang zu Marktdaten ein Kommentar von Tobias Stöhr, Börsenexperte bei Spectrum Markets:
„Auf der Regulierungsseite gibt es Initiativen, die der stetig wachsenden Bedeutung der Privatanleger Tribut zollen. Das einheitliche EU-Verfahren „Consolidated Tape Provider“ (CTP) ist ein gutes Beispiel. Dabei handelt es sich um eine zentrale Datenbank, die allen Anlegern, einschließlich Privatanlegern, einen einfachen Zugang zu konsolidierten Marktdaten bietet. Bislang verfügen nur die großen Marktteilnehmer über diese konsolidierte Übersicht über Finanzinstrumente, die auf verschiedenen Märkten in der EU gehandelt werden.
Das CTP wird die Informationsdefizite von Privat- und kleineren institutionellen Anlegern abbauen und dadurch die Ausführungsrisiken verringern und die Ausführungsqualität verbessern. Eine Zeit lang hatte die EU versucht, Börsen und Datenanbieter dazu zu bewegen, selbst ein CTP zu entwickeln, was sie jedoch nicht taten, um ihre Geschäftsmodelle vor einer Kannibalisierung durch ein CTP zu schützen.
Tobias Stöhr, Börsenexperte bei Spectrum Markets
Nun will die EU vorschreiben, dass es einen CTP-Anbieter geben wird, der offiziell ausgewählt wird und zu dem die Börsen einen Beitrag leisten müssen. Ich glaube, dass ein solcher vorbörslicher Daten-Feed den gesamten Preisbildungsprozess stark unterstützen wird, da er dazu beitragen wird, Informationsasymmetrien zu beseitigen, die diejenigen bevorzugen, die über intelligente Order-Routing-Technologien und Hochfrequenzhandelsinfrastrukturen verfügen, und umgekehrt diejenigen benachteiligen, die keine haben. Andererseits sind die Börsen nicht verpflichtet, ihre Daten weiterzugeben, sondern werden dafür entlohnt.“
Vermögensverwaltende GmbHs liegen voll im Trend. Im dritten Teil der Serie, in der wir auf die einzelnen Assetklassen in einer GmbH eingehen, widmen wir uns dem hoch interessanten Thema „GmbH und Krypto“.
Kryptowährungen, kurz Kryptos, sind digitale Zahlungs- oder Werteaufbewahrungsmittel auf der Grundlage eines Blockchain-Systems. Inzwischen hat der Marktwert von Kryptos das Volumen von rund zwei Billionen Euro erreicht. Wobei die bekanntesten Kryptos – wie Bitcoin (BTC) und Ethereum (ETH) – den Großteil dieser Kapitalisierung ausmachen. Bitcoin gilt als „das neue Gold“ an der Börse. Und es herrscht Goldgräberstimmung – denn nicht wenige Crypto-Investoren sind in den letzten Jahren zu Millionären geworden. Eine aktuelle Umfrage der Marktforschung zeigt, dass sich mittlerweile auch 32 Prozent der Deutschen Kryptos als geeignete Anlageform zur Vermögensbildung vorstellen können. Wer Gewinne mit Krypto macht, muss diese aber auch bei der Steuererklärung angeben.
Krypto ist im Privatvermögen sehr oft gut aufgehoben
Krypto ist sehr oft vorteilhaft im Privatvermögen, weil man bei vielen Geschäftsvorfällen – nicht bei allen – tatsächlich das private Veräußerungsgeschäft hat, das nach einem Jahr steuerfrei ist. Die steuerfreie Veräußerungsfrist verlängert sich von einem Jahr auf 10 Jahre, wenn mit den Kryptos Einkünfte – durch Gestalt des Lending, Staking, Mining oder Yield Farming – erzielt werden. Da diese Aktivitäten stets mit einem Entgelt verbunden sind, unterliegen sie zunächst dem Einkommenssteuergesetz § 23 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 Satz 4 EstG. Die Besteuerung von Krypto ist jedoch eine Wissenschaft für sich und es gibt viele Graubereiche, die gesetzlich nicht geregelt sind.
In der GmbH sind Gewinne immer steuerpflichtig. RIDE ist Experte für vermögensverwaltende GmbHs und uns geht es um die Steueroptimierung mit Kapitalgesellschaften. Wann lohnt es sich Kryptos im Betriebsvermögen, anstatt im Privatvermögen zu halten?
In diesen Fällen profitiert man von Krypto in der GmbH
1. Tradet man unterjährig, profitiert man von der GmbH
Beim reinen Trading mit Krypto zahlt man nach einem Jahr Haltefrist keine Steuern. Tradet man jedoch unterjährig, dann unterliegt der Gewinn der Einkommenssteuer – und die kann je nach persönlichem Steuersatz bis zu 45 Prozent „plus Kirchensteuer“ hochgehen. Bei der GmbH sind es rund 30 Prozent Steuern auf Gewinne – bestehend aus Körperschaftssteuer, Gewerbesteuer, Soli auf Körperschaftssteuer.
Wer unterjährig tradet, der profitiert in der GmbH von den rund 30 Prozent Steuern. Allerdings kann man in der GmbH nach einem Jahr nicht steuerfrei verkaufen. Bei RIDE gehen wir davon aus, dass man das Geld in der GmbH re-investiert, dadurch schneller Vermögen aufbaut und sich dann irgendwann ein Gehalt auszahlt.
2. Hält man hohe liquide Mittel im Betriebsvermögen, profitiert man von der GmbH
Typisch ist hier der Start-up-Founder, der seinen Exit macht. Nehmen wir an, jemand verkauft sein operatives Geschäft „seine GmbH“ und hält über eine Holdingstruktur jetzt erheblich liquide Mittel in der Holding. Durch den Verkauf hat er 10 Millionen Euro in seiner Holding. Anstatt diese ins Privatvermögen mit knapp 26 Prozent Steuerlast auszuschütten und dann in Krypto zu investieren, macht es viel mehr Sinn, die voll liquiden Mittel direkt zu investieren. Ansonsten könnte er nach der Ausschüttung nur noch rund zwei Drittel wieder anlegen.
3. Liegt der Verlust über 20.000 EUR, profitiert man von der GmbH
Das neue Gesetz der Verlustverrechnungsbeschränkung bei Derivaten gilt auch für Krypto – denn auch bei den Kryptowährungen gibt es Termingeschäfte. Laut § 20 Absatz 6 Satz 5 EStG dürfen im Privatvermögen seit 1. Januar 2021 nur noch 20.000 Euro Verluste aus Termingeschäften absetzt werden. Vorsicht, denn das kann zu einer erhöhten, individuellen Steuerlast führen. Und es drohen mehr Steuern als Gewinne. Der einzige Ausweg ist tatsächlich die GmbH: Da die Neuregelung nur für private jedoch nicht für gewerbliche Anleger gilt.
Krypto und Finanzamt
Krypto und Steuern sind besonders kompliziert
Einmal in der Anwendung der Steuern, aber auch in der Umsetzung, im Reporting und in der Buchhaltung. Obwohl das deutsche Steuerrecht in Sachen Krypto recht weit ist, ist noch nicht alles eindeutig festgelegt. Die Compliance-Regelung des Finanzamtes beim Jahresabschluss lautet jedoch: Es muss nachvollziehbar sein. Das geht so weit, das wirklich jede einzelne Transaktion dargestellt werden müsste. Beispielsweise muss bewiesen werden, dass ein Coin wirklich ein Jahr auf dem Wallet gelegen ist und ob die einzelnen Coins der Einjahres- oder Zehnjahresfrist unterliegen. Das ist bei Krypto eine echte Herausforderung, schließlich bleibt es oft nicht bei einem „Closed Garden“, sondern die Transaktionen laufen durch viele, verschiedene Wallets und Börsen.
Gefahr der Auslegung als gewerblichen Tätigkeit durch das Finanzamt
Krypto kann zu einer gewerblichen Tätigkeit führen, was wiederum – wenn man Immobilien in der GmbH hält – die erweiterte Gewerbesteuerkürzung nichtig machen könnte. Wer auch Immobilien hält und gewisse Sachen mit Krypto in der GmbH macht, muss aufpassen.
Die GmbH hat auch bei Krypto ihre Berechtigung
Die vermögensverwaltende GmbH bleibt bei Krypto ein Nischenthema, hat aber durchaus auch ihre Berechtigung – es kommt immer drauf an, was man damit macht. Tradet man unterjährig, hält man hohe liquide Mittel in der Holding oder will man die Auswirkungen der Verlustverrechnungsbeschränkung abfangen, profitiert man von einer GmbH. In diesen Fällen ist die GmbH somit auch bei Krypto geeignet, den Grundstein für privaten Vermögensaufbau zu schaffen – um schneller Vermögen aufzubauen. RIDE unterstützt bei der Gründung und Verwaltung von GmbHs.