Mittwoch, August 12, 2026
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24. Januar: Der Börsen Vormittag

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Update: 16:52 Uhr

Frankfurt, 24. Jan (Reuters) – Es folgt der Börsen-Ticker zu wichtigen Kursbewegungen an den internationalen Finanzmärkten und ihren Ursachen:

16.30 Uhr – Im Abwärtssog der Börsen geraten auch die vor allem bei Kleinanlegern beliebten Spekulationsobjekte ins Rutschen. Die Papiere von GameStop und AMC Entertainment fallen jeweils um rund zwölf Prozent. Die Aussicht auf steigende Zinsen nehme den Zockern den Wind aus den Segeln, sagte Thomas Hayes, geschäftsführendes Mitglied bei Great Hill Capital. Im vergangenen Jahr waren GameStop um 600 Prozent gestiegen, AMC hatten mehr als 1100 Prozent zugelegt.

16.00 Uhr – Im Sog der Wall Street weiten Europas Aktienmärkte ihre Verluste aus. Der Dax fällt um 3,7 Prozent auf 15.019 Zähler und steht damit so tief wie seit November nicht mehr. Der EuroStoxx50 verliert vier Prozent auf ein Fünf-Wochen-Tief von 4058 Zählern.

13.00 Uhr – Aus Furcht vor einem Einmarsch russischer Truppen im Nachbarland Ukraine werfen Anleger russische Titel in hohem Bogen aus den Depots. Die in den USA börsennotierten Fonds (ETFs) von VanEck und iShares auf russische Werte fallen vorbörslich um jeweils sieben Prozent.

12.17 Uhr – Der Ausverkauf bei den Kryptowährungen gewinnt an Fahrt. Bitcoin fällt um gut zehn Prozent auf 32.976 Dollar. Der Kurs von Ethereum bricht sogar um fast 16 Prozent auf 2200 Dollar ein. „Die derzeitige Verlustserie geht an die Substanz“, sagt Analyst Timo Emden von Emden Research. „Die Zinsangst hat die Märkte voll und ganz im Griff.“

12.10 Uhr – Aus Furcht vor westlichen Sanktionen als Reaktion auf die Spannungen mit dem Nachbarland Ukraine fliehen Anleger aus russischen Aktien. Der Moskauer Leitindex fällt um mehr als acht Prozent auf ein 13-Monats-Tief von 3158,46 Punkten. Das ist der größte Kursrutsch seit dem Corona-bedingten Börsen-Crash vom März 2020. Die russische Währung gerät ebenfalls unter Druck. Im Gegenzug notiert der Dollar mit 78,64 Rubel so hoch wie zuletzt vor mehr als einem Jahr. Der Ausverkauf russischer Anleihen treibt die Rendite der zehnjährigen Titel auf ein Sechs-Jahres-Hoch von 9,68 Prozent.

11.55 Uhr – Die Aussicht auf einen Bieterwettkampf um Kohl’s beschert der Kaufhauskette den größten Kurssprung seit fast zwei Jahren. Die Aktien steigen im vorbörslichen US-Geschäft um knapp 29 Prozent auf 60,25 Dollar. Insidern zufolge will der Finanzinvestor Sycamore die Offerte von Acadia über 64 Dollar je Aktie überbieten. Im Raum stehe ein Angebot von 65 Dollar je Aktie oder insgesamt rund neun Milliarden Dollar.

11.45 Uhr – Aus Furcht vor drastischen Zinserhöhungen der US-Notenbank Fed und einer weiteren Eskalation der Ukraine-Krise fliehen immer mehr Anleger aus den Aktienmärkten. Dax und EuroStoxx50 bauen ihre Verluste aus und fallen um jeweils mehr als zwei Prozent. Damit steuern sie auf ihre größten Tagesverluste seit Ende November zu, als die Omikron-Variante des Coronavirus die Börsen in Unruhe versetzte. Die Volatilitätsindizes VDax und VStoxx, die die Nervosität der Anleger messen, steigen um bis zu 21 Prozent.

11.36 Uhr – Eine erneute Gewinnwarnung beschert De La Rue einen der größte Kursstürze der Firmengeschichte. Die Aktien der weltgrößten Druckerei für Ausweisen und Banknoten fallen in London um fast 31 Prozent auf ein eineinhalb-Jahres-Tief von 104 Pence und stehen vor dem größten Tagesverlust seit fast drei Jahren. Wegen Pandemie-bedingter Personalausfälle und Lieferketten-Problemen rechnet das Unternehmen für das Geschäftsjahr 2021/2022 mit einem operativen Gewinn von umgerechnet 43 bis 48 Millionen Euro. Analysten hatten bislang auf 54 bis 56 Millionen Euro gehofft. Er sei aber optimistisch, dass der Sanierungsplan am Ende Früchte tragen werde, kommentiert Analyst Thomas Rands vom Vermögensverwalter Investec.

11.23 Uhr – Dank der Aussicht auf eine Fusion des Italien-Geschäfts mit demjenigen des französischen Rivalen Iliad winkt den Aktien von Vodafone der größte Tagesgewinn seit mehr als einem Jahr. Die Titel des Mobilfunkers steigen in London um 6,3 Prozent. Die Einsparungen durch den Zusammenschluss taxiert Analyst Jerry Dellis von der Investmentbank Jefferies auf 300 Millionen Euro vor Steuern.

11.16 Uhr – Die Talfahrt der Kryptowährungen beschleunigt sich. Bitcoin fällt um 7,4 Prozent auf ein Sechs-Monats-Tief von 33.959 Dollar. Ethereum rutscht um 12,5 Prozent ab und ist mit 2283 Dollar ebenfalls so billig wie zuletzt vor einem halben Jahr. Die Cyber-Devisen leiden Börsianern zufolge unter der allgemeinen Risiko-Aversion wegen nahender US-Zinserhöhungen und der Ukraine-Krise.

11.11 Uhr – Mit Verkäufen reagieren Anleger auf die Zahlen von Philips. Die Aktien der Medizintechnikfirma fallen in Amsterdam um 4,3 Prozent auf ein Zwei-Jahres-Tief von 28,12 Euro. Umsatz und operativer Gewinn 2021 lägen unter den Erwartungen, kommentiert Analyst James Vane-Tempest von der Investmentbank Jefferies. Die Geschäftsziele für 2022 deckten sich zwar mit den Prognosen, da eine Erholung aber erst für die zweite Jahreshälfte erwartet werde, bleibe ein Unsicherheitsfaktor.

11.03 Uhr – Die Aussicht auf eine Übernahme durch den Rivalen Mowi hievt die Aktien von NTS auf ein Rekordhoch. Sie steuern in Oslo mit einem Plus von gut 20 Prozent auf 132 Kronen auf den größten Tagesgewinn seit achteinhalb Jahren zu. Der Lachsfarmer Mowi will nach eigenen Angaben 110 Kronen je Aktie oder insgesamt umgerechnet 1,36 Milliarden Euro für NTS zahlen. Die Papiere der NTS-Mutter Norway Royal Salmon gewinnen 7,3 Prozent.

10.14 Uhr – Nahende US-Zinserhöhungen und die Ukraine-Krise zehren an den Nerven der Börsianer. Die Volatilitätsindizes VDax und VStoxx, die die Nervosität der Anleger messen, steigen um bis zu zwölf Prozent und liegen mit 25,08 beziehungsweise 27,09 Punkten so hoch wie zuletzt vor Weihnachten.

09.46 Uhr – Die geplante Übernahme durch KKR hievt die Aktien von Accell auf ein Rekordhoch. Sie steigen in Amsterdam um 25 Prozent auf 57,50 Euro und steuern auf den zweitgrößten Tagesgewinn der Firmengeschichte zu. Der Finanzinvestor bietet für den Anbieter von Fahrrädern der Marken „Raleigh“ oder „Babboe“ 58 Euro je Aktie oder insgesamt 1,56 Milliarden Euro. Das Accell-Management sowie die beiden größten bisherigen Eigentümer unterstützen den Deal.

09.39 Uhr – Die Talfahrt von Siemens Energy geht weiter. Die Aktien des Energietechnik-Konzerns verlieren nach anfänglichen Gewinnen 2,2 Prozent und notieren mit 18,70 Euro so niedrig wie zuletzt vor gut einem Jahr. Am Freitag hatten die Titel wegen anhaltenden Problemen bei der Windkraft-Tochter Siemens Gamesa mit fast 17 Prozent den größten Tagesverlust der Firmengeschichte verbucht. Gamesa-Papiere gewinnen am Montag in Madrid 0,5 Prozent. Die Experten der Deutsche Bank setzen auf eine Komplett-Übernahme durch Siemens Energy und empfehlen die Aktien zum Kauf.

09.14 Uhr – In der Hoffnung auf frischen Wind bei Unilever steigen Anleger bei dem Konsumgüter-Hersteller ein. Die Aktien des „Domestos“-Anbieters gewinnen in London 5,5 Prozent, so viel wie zuletzt vor eineinhalb Jahren. Insidern zufolge hat sich der aktivistische Finanzinvestor Trian bei Unilever eingekauft.

09.08 Uhr – Die geplante Elektroauto-Offensive von Renault kommt bei Anlegern gut an. Die Aktien des Fahrzeug-Herstellers steigen in Paris um gut drei Prozent. Insidern zufolge wollen das Unternehmen und seine japanischen Partner Nissan und Mitsubishi ihre Investitionen in die Entwicklung von E-Autos auf mehr als 20 Milliarden Euro verdreifachen.

08.28 Uhr – Aus Furcht vor Lieferausfällen decken sich Anleger mit Rohöl ein. Die Sorte Brent aus der Nordsee verteuert sich um 0,6 Prozent und notiert mit 88,37 Dollar je Barrel nur knapp unter ihrem Siebeneinhalb-Jahres-Hoch der Vorwoche. Die Ukraine-Krise und die Kämpfe im Nahen Osten machten Anleger nervös, während die Opec+-Staaten Schwierigkeiten hätten, ihre Förderquoten zu erfüllen, sagt Kazuhiko Saito, Chef-Analyst des Brokerhauses Fujitomi. Vor diesem Hintergrund griffen einige Investoren zu Gold. Die „Antikrisen-Währung“ verteuert sich um 0,3 Prozent auf 1838 Dollar je Feinunze.

07.46 Uhr – Der Ausverkauf der Kryptowährungen geht weiter. Bitcoin und Ethereum verlieren 5,7 Prozent auf 34.612 beziehungsweise 9,2 Prozent auf 2370 Dollar und notieren jeweils so niedrig wie zuletzt vor einem halben Jahr. „Im Vorfeld der US-Notenbanksitzung bekommen Anleger zusehends kalte Füße“, sagte Analyst Timo Emden von Emden Research. Weil die Fed am Mittwoch voraussichtlich Zinserhöhungen signalisieren werde, wollten sie ihre Schäfchen ins Trockene bringen.

07.33 Uhr – Aus Furcht vor Lieferengpässen decken sich Anleger mit Palmöl ein. Der Terminkontrakt auf dieses als Lebensmittel und Biokraftstoff genutzte Pflanzenfett steigt am Montag in Kuala Lumpur um 1,1 Prozent auf 5380 Ringgit (1135 Dollar) je Tonne. Ab sofort müssen indonesische Exporteure ihre Ausfuhren genehmigen lassen. Außerdem spekulieren Börsianer über geplante Export-Beschränkungen der Regierung in Jakarta. 

24. Januar: Der Börsen Vormittag

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Dax niedriger erwartet – Fed wirft Schatten voraus

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Frankfurt, 24. Jan (Reuters) – Zum Auftakt der neuen Börsenwoche wird der Dax Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge am Montag niedriger starten. Am Freitag hatte er belastet von Zinssorgen 1,9 Prozent auf 15.603,88 Punkte verloren. Investoren warten vor allem gespannt auf die Aussagen der US-Notenbank Fed zur Geldpolitik am Mittwoch. Sie rätseln angesichts einer Teuerungsrate von zuletzt sieben Prozent, ob die Zentralbanker eine Erhöhung der Zinsen um einen Viertel oder gar um einen halben Prozentpunkt ins Auge fassen.

Einstweilen werden sie den Schlüsselsatz am Mittwoch aller Voraussicht nach noch in der Spanne von null bis 0,25 Prozent halten. Zudem halten Firmenbilanzen die Börsen auf Trab. Aus dem Ausland legen am Montag unter anderem der Medizintechnik-Konzern Philips und die IT-Firma IBM Zahlen vor. Unabhängig davon verfolgen Börsianer auch den Bund-Länder-Gipfel zur Pandemielage. Thema ist unter anderem der Umgang mit den weiter steigenden Infektionszahlen, nachdem der Expertenrat der Bundesregierung vor einer Überlastung des Gesundheitssystems gewarnt hatte. Mit sorgenvoller Miene blicken Anleger zudem auf die anhaltenden Spannungen zwischen Russland und der Ukraine.

Schlusskurse europäischer Indizes Stand
am vorangegangenen Handelstag
Dax 15.603,88
Dax-Future 15.534,00
EuroStoxx50 4.229,56
EuroStoxx50-Future 4.199,00

Schlusskurse der US-Indizes am Stand Veränderung vorangegangenen Handelstag
Dow Jones 34.265,37 -1,3 Prozent
Nasdaq 13.768,92 -2,7 Prozent
S&P 500 4.397,94 -1,9 Prozent

Asiatische Indizes am Montag Stand Veränderung

Nikkei 27.588,37 +0,2 Prozent
Shanghai 3.522,78 +0,0 Prozent
Hang Seng 24.708,33 -1,0 Prozent

Dax niedriger erwartet – Fed wirft Schatten voraus

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Infineon – Können Chip-Bedarf 2023 gut abdecken

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Berlin, 23. Jan (Reuters) – Der Halbleiterhersteller Infineon rechnet in den nächsten zwölf Monaten mit einem Ende der Chipkrise in der Automobilindustrie. „Ich gehe davon aus, dass wir 2023 den Bedarf gut abdecken können“, sagte Infineons Automotive-Chef Peter Schiefer der „Automobilwoche“ in einem am Sonntag verbreiteten Interview. „Bei Mikrocontrollern, die wir außer Haus fertigen lassen, werden wir 2022 noch eine starke Begrenzung haben.“ Das zweite Halbjahr werde aber besser als das erste. Bei selbst hergestellten Produkten wie der Leistungselektronik und Sensoren gebe es heute zum Teil schon keine Engpässe mehr. „Und wir werden bis zum Sommer weitestgehend lieferfähig sein“, sagte Schiefer. „Die letzten Themen werden 2023 gelöst werden.“

Schiefer kündigte zugleich eine deutliche Erweiterung der Produktion an. „Wir werden unsere Kapazitäten stark ausbauen und beispielsweise in Villach investieren, um dem wachsenden Bedarf im Bereich Siliziumkarbid gerecht zu werden.“

Die Mangel an Halbleitern und anderen Produkten hat die deutsche Wirtschaft stark ausgebremst. Besonders der Automobilindustrie mach das Fehlen von Bauteilen zu schaffen. Die Produktionslücke in der gesamten Industrie sei dadurch auf siebeneinhalb Prozent gestiegen, wie das arbeitgebernahe Institut der deutschen Wirtschaft (IW Köln) ermittelte. Dort stapeln sich angesichts der Produktionsengpässe immer mehr Aufträge: Die Betriebe erhalten seit Juni 2020 beständig mehr neue Aufträge als sie abarbeiten konnten, wie das Statistische Bundesamt ermittelte. Den Auftragsberg kann durch ein kräftiges Hochfahren der Produktion abgearbeitet werden, wenn sich die Materialengpässe ab dem Frühsommer mit den dann erwarteten sinkenden Corona-Zahlen deutlich entspannen, sagen Experten voraus.

Infineon – Können Chip-Bedarf 2023 gut abdecken


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Ukraine – Enttäuschung über deutsche Verweigerung von Waffenlieferungen

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Berlin, 23. Jan (Reuters) – Der ukrainische Außenminister Dmytro Kuleba kritisiert die Weigerung der Bundesregierung, Waffen an sein Land zu liefern.“Wir sind enttäuscht über Deutschlands anhaltende Weigerung, die Lieferung defensiver Waffen in die Ukraine zu genehmigen, besonders in der derzeitigen Situation“, sagte Kuleba der „Welt am Sonntag“ laut Vorabbericht. „Wir wären noch enttäuschter, wenn Deutschland nicht nur ablehnte, uns defensive Waffen zu liefern, sondern auch noch andere daran hindern würde, dies zu tun.“

Die US-Zeitung „Wall Street Journal“ hatte am Freitag berichtet, Deutschland blockiere die Lieferung deutscher Waffen durch Estland an die Ukraine. Kueba betonte, die Ukraine stehe unter keinem Waffenembargo. Sie habe nie militärische Angriffsoperationen geplant und tue das auch jetzt nicht. Je stärker die Ukraine jetzt sei, desto niedriger sei das Risiko eines weiteren militärischen Konfliktes mit Russland. „Wir sind eine Nation, die seit 2014 angegriffen wird, und wir wollen einfach in der Lage sein, uns zu verteidigen und einen größeren Konflikt zu verhindern“.

Er respektiere die deutschen Verweise auf die Vergangenheit, um die aktuelle Politik zu erklären, aber er könne dem nicht zustimmen. „Die Ukraine hat immense Verluste und Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg erlitten. Nun, da wir erneut leiden und bedroht werden, ist die einzig angemessene Politik uns zu erlauben, uns zu verteidigen“. Deutschland habe in der Vergangenheit Fehler gegenüber der Ukraine begangen. Ein Teil der deutschen Verantwortung bestehe darin, „heute die richtigen

Entscheidungen zu treffen.“

Ukraine – Enttäuschung über deutsche Verweigerung von Waffenlieferungen

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Bitcoin fällt am Samstag erneut

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Berlin, 23. Jan (Reuters) – Der Bitcoin ist am Samstag erneut um rund 4 % gefallen und bewegt sich nun um die 35.000 Dollarmarke. Damit ist die größte und bekannteste Kryptowährung der Welt fast nur noch die Hälfte ihres Höchststands von 69.000 Dollar im November wert. Zuletzt lag sie bei 35.049 Dollar, nach einem steilen Fall auf 34.000 Dollar.

OANDA-Analyst Edward Moya schrieb am Freitag, Bitcoin falle, da die Krypto-Händler nach „dem Blutbad bei den Aktien“ und im Vorfeld der Sitzung der Federal Reserve in der nächsten Woche das Risiko scheuten. „Bitcoin bleibt in der Gefahrenzone und wenn die 37.000 Dollarmarke bricht, gibt es nicht viel Unterstützung bis zur 30.000 Dollarmarke.“ Ether, die Münze, die mit dem Ethereum-Blockchain Netzwerk verbunden ist, fiel am Samstag um 6,7 % auf 2.396 Dollar.

Bitcoin fällt am Samstag erneut

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Söder warnt vor Sanktionen gegen Gaspipeline Nord Stream 2

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Berlin, 22. Jan (Reuters) – Bayerns Ministerpräsident hat vor Sanktionen gegen die Ostsee-Gaspipeline Nord Stream 2 im Konflikt mit Russland gewarnt. „Ständig neue Drohungen und immer härtere Sanktionen gegen Russland können allein nicht die Lösung sein“, sagte der CSU-Chef der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“.

Sanktionen hätten schon seit längerer Zeit kaum noch Wirkung und schadeten zum anderen oft Deutschland selbst. „Zum Beispiel ein Ausschluss Russlands aus dem Finanzsystem Swift. Auch die Ostseepipeline Nord Stream 2 geschlossen zu halten oder sogar generell alle Gaslieferungen aus Russland zu stoppen, träfe auch unser Land“, warnte Söder. Niemand profitiere von den Gaslieferungen Russlands an Europa so sehr wie Deutschland. „Wenn die Bundesregierung Nord Stream 2 stoppt, dann muss sie auch sagen, was die Alternativen sind. Man muss auch klären, ob es nur um den Stopp von Nord Stream 2 oder gar alle Gaslieferungen aus Russland gehen sollte. In diesem Fall könnte es für Deutschland nämlich sehr kalt und sehr teuer werden.“

Sanktionen

Hintergrund ist, dass etwa die bayerische Industrie nach dem Abschalten der Atomkraftwerke um eine sichere Energieversorgung ab 2023 fürchtet. Auch andere Ministerpräsidenten hatten mit Blick auf die Gasversorgung in den kommenden Jahren den Bau der Nord Stream 2 Pipeline unterstützt, die zusätzliches russisches Gas nach Deutschland und Westeuropa bringen soll.

Söder verurteilte die russische Truppenkonzentration an der Grenze zur Ukraine. Zugleich betonte er aber: „Russland ist ein schwieriger Partner, aber kein Feind Europas.“ Die von Moskau kritisierte Nato-Mitgliedschaft der Ukraine „auf lange Zeit nicht auf der Tagesordnung“ stehe, sagte der Ministerpräsident. Es gebe zudem anders als für Polen keine westliche Bündnisverpflichtung für die Ukraine. Der CSU-Chef unterstützte zudem die Bundesregierung in ihrer Ablehnung, keine deutsche Waffen an die Ukraine zu liefern.

Söder warnt vor Sanktionen gegen Gaspipeline Nord Stream 2

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Titelfoto und Foto: Symbolfoto

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Neuer CDU-Chef Merz wirft Scholz mangelnde Führung vor

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Berlin, 22. Jan (Reuters) – Der neue CDU-Chef Friedrich Merz hat Bundeskanzler Olaf Scholz mangelnde Führung gerade in der Russland-Krise vorgeworfen. In seiner Bewerbungsrede auf dem 34. Bundesparteitag kritisierte der 66-Jährige am Samstag, dass Scholz sich zu wenig um eine Abstimmung etwa mit den USA und Russland bemühe. „Frühere Bundeskanzler hätten Führung gezeigt“, sagte er. Auf dem virtuellen Parteitag wurde Merz mit 94,6 Prozent der gültigen abgegebenen Stimmen zum neuen Parteichef der größten Oppositionspartei gewählt. Juristisch handele es sich um eine virtuelle Vorwahl, die nun noch mit einer anschließenden Briefwahl bestätigt werden müsse, betonte der scheidende CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak.

Merz mahnte CDU und CSU in der neuen Oppositionsrolle im Bund zur Geschlossenheit. „Was wir 2021 in der Union erlebt haben, das darf sich nicht wiederholen und wird sich nicht wiederholen“, sagte er in Anspielung auf den erbitterten Streit mit CSU-Chef Markus Söder um die Kanzlerkandidatur von Armin Laschet. Nur zusammen könnten CDU und CSU ein maximales Wählerpotenzial ausschöpfen. Die CDU stehe vor drei großen Aufgaben gleichzeitig: Sie müsse eine überzeugende Oppositionsarbeit im Bund leisten, die in diesem Jahr anstehenden vier Landtagswahlen gewinnen und ein neues Grundsatzprogramm vorlegen. „Von diesem Parteitag geht ein kraftvolles Signal des Ausbruchs und der Erneuerung der CDU aus“, sagte Merz. Zugleich mahnte er, es liege auch an der Partei selbst, ob es „einen langen Weg“ zurück zu alter Stärke werde.

Merz hatte sich in einer Mitgliederbefragung unter den knapp 400.000 CDU-Mitglieder im Dezember in einer Stichwahl gegen seine Konkurrenten Norbert Röttgen und Helge Braun deutlich durchgesetzt. Es war sein dritter Anlauf, CDU-Chef zu werden.

Neuer CDU-Chef Merz wirft Scholz mangelnde Führung vor

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Streit um Verantwortung für Angriff im Jemen mit mehr als 60 Toten

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Kairo/Saada/New York, 22. Jan (Reuters) – Das von Saudi-Arabien geführte Militär-Bündnis gegen Huthi-Rebellen im Jemen hat Berichte über einen wissentlichen Angriff auf ein Gefängnis mit mehr als 60 Toten zurückgewiesen. Das Gebäude in der Provinz Saada sei nicht als verbotenes Ziel ausgewiesen gewesen, sagte ein Sprecher der Allianz am Samstag der saudischen Nachrichtenagentur SPA. Es stehe nicht auf den mit dem Büro für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten im Jemen (OCHA) vereinbarten Nicht-Angriffs-Listen und sei auch nicht vom Internationalem Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) gemeldet gewesen. Es falle zudem nicht unter die Dritte Genfer Konvention für Kriegsgefangene. Man werde das OCHA und das IKRK über Fakten und Details des Einsatzes informieren.

Bei dem Angriff starben am Freitag Berichten zufolge mehr als 60 Menschen, darunter auch afrikanische Migranten. Bei dem Gebäude handelte es sich demnach um ein Gefängnis in der Provinz Saada, die von Huthi-Rebellen gehalten wird. UN-Generalsekretär Antonio Guterres verurteilte den Angriff. Sein Sprecher erklärte, es seien auch noch weitere Luftangriffe aus anderen Teilen des Jemen gemeldet worden, bei denen auch Kinder getötet worden seien.

Jemen

Im Jemen tobt seit Jahren ein Stellvertreterkrieg zwischen den Regionalmächten des sunnitisch geprägten Saudi-Arabien und dem schiitisch geprägten Iran. Die von Saudi-Arabien geführte Allianz hat in dieser Woche Luftangriffe auf vorgeblich militärische Bereiche der Huthi nach einem zuvor beispiellosen Angriff der Huthis auf das Koalitionsmitglied Vereinigte Arabische Emirate intensiviert. Guterres forderte, diese Eskalation müsse aufhören. Die USA stehen an der Seite Saudi-Arabiens. US-Außenminister Antony Blinken sagte am Freitag, man sehe die Verschärfung des Konflikts mit großer Sorge.

Bislang sind in dem Konflikt zehntausende Menschen getötet und Millionen weitere vertrieben worden. Er geht zurück auf das Jahr 2014, als die Huthis den jemenitischen Präsidenten Abd-Rabbu Mansur Hadi entmachteten, dem sie Korruption und Misswirtschaft vorwarfen.

Streit um Verantwortung für Angriff im Jemen mit mehr als 60 Toten

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Heil will im Herbst Mindestlohn-Versprechen einlösen

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Berlin, 21. Jan (Reuters) – Bundesarbeitsminister Hubertus Heil will zum 1. Oktober ein zentrales Wahlkampfversprechen der SPD umsetzen und den Mindestlohn in einem Schritt auf zwölf Euro anheben. „Wir halten Wort“, sagte Heil am Freitag Reuters TV. „Davon werden Millionen von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern profitieren. Diejenigen, die den Laden am Laufen gehalten haben, gerade in der Corona-Pandenie, Reinigungskräfte zum Beispiel oder Menschen aus der Lager-Logistik.“ Aus dem Reuters vorliegenden Gesetzentwurf geht hervor, dass sich bundesweit etwa 6,2 Millionen Beschäftigte eine Gehaltserhöhung versprechen können. Derzeit beträgt der Mindestlohn noch 9,82 Euro.

Bei der ohnehin geplanten Erhöhung auf 10,45 Euro zum 1. Juli soll es bleiben. Die Anhebung auf zwölf Euro drei Monate danach entspricht einer Steigerung um 15 Prozent. Für die Arbeitgeber rechnet Heil für das verbleibende Quartal 2022 mit höheren Lohnkosten von rund 1,63 Milliarden Euro.

Mit der Gesetzesregelung zieht sich die Bundesregierung den Zorn der Bundesvereinigung der Arbeitgeber (BDA) zu. Der Spitzenverband sprach von „Staatslöhnen“, die ein Angriff auf die Tarifautonomie seien: „Das ist nichts anderes als eine schallende Ohrfeige für Gewerkschaften und Arbeitgeberverbände.“ Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) dagegen hatte eine Anhebung auf zwölf Euro gefordert. „Niedrige Löhne werden in erster Linie dort gezahlt, wo Tarifverträge fehlen“, sagte DGB-Vorstandsmitglied Stefan Körzell zu Reuters. „Dort wird die Anhebung des Mindestlohns am stärksten wirken.“

Heil

WEITERE ERHÖHUNGEN DURCH KOMMISSION AB 2024

„Die Kritik, die jetzt von Interessenverbänden kommt, die ist ja nicht neu“, sagte Heil. „Die gab es schon bei der Einführung des Mindestlohns.“ Die Erhöhung sei nicht nur eine Frage des Respekts und der Leistungsgerechtigkeit: „Das ist am Ende auch eine Frage der ökonomischen Vernunft, weil die Erhöhung des Mindestlohns die Kaufkraft in Deutschland stärkt.“ Vor allem Frauen und vielen Beschäftigten im Osten komme die Erhöhung zugute. Das Kabinett werde über den Entwurf im Februar beraten. Widerspruch von den Koalitionspartnern erwartet Heil nicht: „Das ist ja auch im Koalitionsvertrag verankert.“

Dem Entwurf zufolge soll der Mindestlohn dann für 15 Monate unverändert bleiben. Über die nächste Anhebung zum 1. Januar 2024 soll dann wieder die Mindestlohnkommission aus Arbeitgebern und Gewerkschaften entscheiden. Die Höhe soll die Kommission bereits bis zum 30. Juni 2023 festlegen.

Der gesetzliche Mindestlohn war 2015 mit 8,50 Euro eingeführt worden. Trotz vielfacher Warnungen von Experten blieben massive Jobverluste seinerzeit aus. SPD und Grüne hatten im Bundestagswahlkampf eine einmalige Erhöhung auf zwölf Euro noch in diesem Jahr versprochen.

Heil will im Herbst Mindestlohn-Versprechen einlösen

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vilisto erreicht Crowdfunding-Ziel in Rekordzeit

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vilisto

1,5 Millionen Euro in knapp 12 Stunden! Das Hamburger Unternehmen vilisto erreicht Crowdfunding-Ziel in Rekordzeit.

Der Innovationsführer im Bereich digitales Wärmemanagement, vilisto, sammelt mit der GLS Crowd eine Investitionssumme von 1,5 Millionen Euro in nur 11 Stunden und 37 Minuten ein. „Wir freuen uns sehr über diesen überwältigenden Erfolg“, sagt vilisto Gründer & CEO Christoph Berger, „er bestärkt uns, dass Klimaschutz und Wirtschaftlichkeit zusammengehören.“

Das schnelle Resultat zeigt, dass Crowdfunding als unkomplizierte Alternative zur zeitinvestiven VC-Finanzierung in der Mitte der Gesellschaft angekommen ist. Knapp 500 Investor*innen haben sich mit Beträgen zwischen 250 und 25.000 Euro an der Kampagne von vilisto beteiligt und bestätigen damit, dass die Nachfrage an Investitionen mit Impact hoch ist. „Immer mehr Menschen wollen ihr Geld sinnvoll anlegen, ohne dabei auf Rendite verzichten zu müssen“, sagt Berger. 

Die Kombination aus Wirtschaftlichkeit und Klimaschutzbeitrag ist auch für die Kund*innen ein entscheidendes Argument: „Energie zu sparen ist nicht nur aus finanzieller Sicht attraktiv, sondern auch nachhaltig und innovativ“, sagt beispielsweise Thorsten Römer, Geschäftsführer des Archäologischen Museums in Hamburg. Hier reduzieren die selbstlernenden Thermostate von vilisto durch bedarfsgerechtes Heizen den Energieverbrauch um 29,5%.

Aktuell sparen über 100 Kund*innen mit vilisto Heizkosten und CO2-Emissionen. Mit dem Investment der GLS Crowd will das Unternehmen seinen ökologischen Impact verzweihundertfachen und vilisto zum Standard in öffentlichen und gewerblichen Gebäuden machen. Die Funding-Summe wird das Unternehmen nutzen, um das Vertriebs- und Marketingteam zu vergrößern, sowie bestehende Absatzkanäle weiter auszubauen. Deutschlandweit sind Kooperationen mit Vertriebs- und Installationspartnern geplant, um noch stärker zu skalieren. Auch die bestehende Technologie wird mit der Funding-Summe weiterentwickelt. „So treiben wir die Energiewende voran und schützen gemeinsam mit unseren Investor*innen das Klima“, sagt Christoph Berger.

Weitere Informationen finden Sie hier

Quelle vilisto GmbH