Donnerstag, August 13, 2026
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IfW-Institut – Welthandel übertrifft trotz Omikron Vorkrisen-Niveau

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Berlin, 07. Feb (Reuters) – Trotz anhaltender Staus in der Containerschifffahrt legt der Welthandel dem IfW-Institut zufolge zum Jahresstart 2022 zu. Ungeachtet der verschärften Corona-Lage und globaler Lieferengpässe habe der Welthandel im Januar zum Vormonat an Schwung gewonnen und übertreffe mittlerweile sogar das Vorkrisenniveau, teilten die Kieler Ökonomen am Montag mit.

„Die Omikronwelle ist mit Blick auf den Warenhandel bislang in erster Linie eine Gefahr für China.“ Gegenwärtig steckten rund elf Prozent aller weltweit verschifften Waren in Staus fest. Zudem seien im Roten Meer – der wichtigsten Handelsroute zwischen Europa und Asien – rund elf Prozent weniger Waren unterwegs als sonst.

„Die harte Null-Covid-Politik Pekings ist für die dortige Wirtschaft ein Risiko“, erklärte Fachmann Vincent Stamer, der beim IfW für das Barometer Kiel Trade Indicator zuständig ist. Es sei zu befürchten, dass Verzögerungen in Chinas Containerumschlag auch Europas Handel in Mitleidenschaft ziehen würden.

IfW-Institut

„Das chinesische Neujahrfest und die Ausrichtung der Olympischen Spiele sind eine Bewährungsprobe für China, dass sich die pandemische Situation und damit auch der wirtschaftliche Ausblick nicht verschlechtert.“

Der Handel im Westen bleibe bis jetzt von der Omikronwelle verschont. Vor allem die Exporte der USA legten demnach im Januar deutlich zu, die Importe dürften aber leicht gesunken sein.

Für die EU zeichnet sich laut dem Institut für Weltwirtschaft (IfW) eine Seitwärtsbewegung ab mit leichtem Plus bei den Ausfuhren und einem Mini-Minus bei den Einfuhren. Für Deutschland seien die Aussichten sowohl für Exporte (+1,2 Prozent) als auch Importe (+0,8 Prozent) positiv. „Trotz Omikronwelle brummt der Welthandel so kräftig wie nie zu vor“, betonte Stamer. „Die anhaltenden Lieferengpässe sind daher Ausdruck einer extrem schnell gestiegenen Nachfrage, der das Angebot nicht hinterherkommt.“ 

IfW-Institut – Welthandel übertrifft trotz Omikron Vorkrisen-Niveau

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US-Regierungskreise – China muss Handelsabkommen besser einhalten

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Washington, 07. Feb (Reuters) – Die USA fordern China auf, Verpflichtungen der Handelsabkommen von 2020 und 2021 einzuhalten. Die US-Regierung verliere die Geduld, da Peking in den vergangenen Monaten keine wirklichen Anzeichen gemacht habe, den Zusagen nachzukommen, erfuhr die Nachrichtenagentur Reuters aus Regierungskreisen in Washington.

Im Rahmen des unter Ex-Präsident Donald Trump ausgehandelten „Phase 1“-Handelsabkommens hatte sich China verpflichtet, zusätzliche US-Waren und -Dienstleistungen im Wert von 200 Milliarden Dollar zu kaufen. Bis November hat China nur etwa 60 Prozent des Ziels erreicht, wie aus Handelsdaten des Peterson Institute for International Economics hervorgeht.

Trump hatte wegen des chronischen Handelsdefizits der USA mit China einen Streit über höhere Zölle angezettelt. Die Äußerungen der Regierungsvertreter kommen einen Tag vor der Veröffentlichung der US-Handelsdaten für das Gesamtjahr 2021. Analysten erwarten, dass sie ein erhebliches Defizit mit Blick auf Chinas Zusage zeigen, die Käufe von Agrar- und Industriegütern, Energie und Dienstleistungen aus den USA zu erhöhen.

Regierung

US-Präsident Joe Biden hatte betont, dass das Handelsabkommen die Kernprobleme mit der staatlich gelenkten Wirtschaft Chinas nicht angehe. Aber US-Vertreter hatten Chinas Behörden gedrängt, die Vereinbarung einzuhalten.

„Da wir dieses Abkommen geerbt haben, haben wir die Volksrepublik China aufgefordert, ihre Kaufverpflichtungen einzuhalten, um einerseits für die amerikanischen Landwirte, Viehzüchter und Hersteller zu kämpfen“, sagte einer der US-Beamten.

Zudem wolle man China die Möglichkeit geben, seine Verpflichtungen einzuhalten. „Aber unsere Geduld geht langsam zu Ende.“ China sei zwar bereit, darüber zu sprechen, aber man wolle konkrete Maßnahmen sehen. Allerdings räumten US-Regierungsvertreter zugleich ein, dass der Rahmen des Abkommens wenig Druckmittel biete, die Kaufverpflichtungen durchzusetzen.

Chinas Außenministerium erklärte dazu am Montag, beide Staaten sollten Handelsfragen auf der Grundlage gegenseitigen Respekts klären.

Es gebe keine Gewinner bei Handelskonflikten. Ein Sprecher der chinesischen Botschaft in Washington hatte bereits vorige Woche gesagt, Peking habe sich bemüht, das „Phase 1“-Abkommen „trotz der Auswirkungen von Corona, der globalen Rezession und der Unterbrechung der Lieferketten“ umzusetzen.

US-Regierungskreise – China muss Handelsabkommen besser einhalten

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Schwedischer Preisvergleichsanbieter verklagt Google auf 2,1 Mrd Euro

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Stockholm, 07. Feb (Reuters) – Der schwedische Online-Preisvergleichsanbieter Pricerunner hat Google vor einem Gericht in Stockholm auf rund 2,1 Milliarden Euro verklagt. Der US-Konzern verstoße gegen das Wettbewerbsrecht, da er Suchergebnisse eigener Preisvergleichsanbieter favorisiere, argumentierte Pricerunner am Montag.

Preisvergleich

Die Klage werde angestrengt, damit die Alphabet-Tochter die Gewinne kompensiere, die Pricerunner durch das Gebaren Googles in Großbritannien seit 2008 sowie in Schweden und Dänemark seit 2013 verloren habe.

Die Investmentfirma Creades hat im November zugestimmt, Pricerunner für umgerechnet rund 100 Millionen Euro an das schwedische Fintech Klarna zu verkaufen. Google steht weltweit wegen Verstößen gegen das Wettbewerbsrecht unter Beschuss. Auch beim Bundeskartellamt laufen Verfahren. 

Schwedischer Preisvergleichsanbieter verklagt Google auf 2,1 Mrd Euro

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Dax auf Erholungskurs – Aareal auf Talfahrt

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Frankfurt, 07. Feb (Reuters) – Nach dem jüngsten Kursrutsch kehren Anleger an den deutschen Aktienmarkt zurück. Der Dax stieg zur Eröffnung am Montag um 0,8 Prozent auf 15.223 Punkte, nachdem er am Freitag wegen Spekulationen auf drastischere Zinserhöhungen der US-Notenbank 1,7 Prozent nachgegeben hatte.

Dieses Thema werde die Börsen auch weiter beschäftigen, sagte Portfolio-Manager Thomas Altmann vom Vermögensberater QC Partners.

Dax

„Steigende Zinsen drücken auf die Gewinne und damit indirekt auf die Kurse. Gleichzeitig nähern wir uns dem Punkt, an dem Anleihen wieder eine Alternative zu Aktien werden.“

Bei den Unternehmen rückte Aareal Bank ins Rampenlicht. Die Aktien rutschten um 3,4 Prozent ab, nachdem die Übernahme des Immobilienfinanzierers durch Finanzinvestoren gescheitert war. „Das ergibt überhaupt keinen Sinn, da der Misserfolg mehr als klar war“, sagte ein Börsianer.

Dax auf Erholungskurs – Aareal auf Talfahrt

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Spotify-Chef hält trotz Kritik an Podcaster Rogan fest

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Bangalore, 07. Feb (Reuters) – Spotify-Chef Daniel Ek kritisiert zwar die rassistischen Äußerungen des beliebten US-amerikanischen Podcasters Joe Rogan, will ihm aber weiterhin eine Plattform bieten. In einem Mitarbeiterbrief, in den Reuters am Sonntag Einblick nehmen konnte, schrieb der Vorstandsvorsitzende und Mitgründer des weltgrößten Musik-Streamingdienstes: „Ich möchte einen Punkt ganz klar machen. Ich glaube nicht, dass die Antwort sein kann, Joe zum Schweigen zu bringen.“ Nichtsdestotrotz verurteile er die Äußerungen auf das Schärfste.

Zuvor hatte sich Rogan zum zweiten Mal innerhalb einer Woche für sein Verhalten entschuldigt – diesmal für rassistische Äußerungen. Im Vorfeld war ein Video an die Öffentlichkeit gekommen, in dem Aussagen von Rogan aus verschiedenen Episoden der vergangenen zwölf Jahre zusammengeschnitten wurden, in denen er das N-Wort benutzt. Jüngst wurden mehrere Podcast-Folgen von „The Joe Rogan Experience“ entfernt, was Rogan laut Ek selbst veranlasst hatte.

Podcast

Zugleich gab der Spotify-Chef bekannt, sein Unternehmen werde 100 Millionen Dollar für die Lizenzierung, Entwicklung und Vermarktung von Inhalten historisch marginalisierter Gruppen ausgeben. Zuletzt hatte es scharfe Kritik an Spotify wegen mangelnder Diversität gegeben.

Rogan arbeitet seit einiger Zeit exklusiv für Spotify. Der Kampfsportler und frühere Polizist gehört zu den erfolgreichsten Podcastern weltweit.

Er ist auch bekannt dafür, Impfkritiker zu hofieren. Sänger und Songwriter Neil Young und Joni Mitchell haben deswegen ihre Musik von Spotify entfernen lassen. Die Diskussionen haben den Aktienkurs von Spotify stark fallen lassen. Spotify verspricht inzwischen, bei jeglichen Covid-Diskussionen auf der Plattformen „Beratung“ anzubieten. 

Spotify-Chef hält trotz Kritik an Podcaster Rogan fest

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Titelfoto und Foto: Symbolfoto

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Toshiba will sich nur noch in zwei Firmen aufspalten

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Tokio, 07. Feb (Reuters) – Der japanische Mischkonzern Toshiba zieht Konsequenzen aus der Kritik an seinen strategischen Plänen und will sich statt in drei nur noch in zwei Firmen aufspalten. Es sei nun geplant, das Geräte-Geschäft inklusive der Speicherchip-Sparte abzuspalten, kündigte Toshiba am Montag an.

Zugleich würden in den kommenden zwei Jahren an Aktionäre umgerechnet 2,6 Milliarden Dollar ausgeschüttet und damit dreimal so viel wie bisher vorgesehen. Die Aktien schlossen mit einem Plus von 1,6 Prozent.

Bisher hatte Toshiba geplant, den Konzern in eine Energie- und Infrastruktur-Firma, eine Geräte-Firma sowie eine Halbleiter-Firma zu zerschlagen. Dieses Vorhaben hatte viel Kritik von Aktionären auf sich gezogen, die sich überwiegend für eine Privatisierung des Konglomerats aussprechen. Der neue Plan sei einfacher, spare Kosten und mache es leichter, Allianzen mit strategischen Partnern zu schmieden, argumentierte Toshiba nun. „Wir haben den Plan nicht geändert, um Konfrontationen mit Aktionären zu verhindern“, sagte Firmenchef Satoshi Tsunakawa.

Auf einer außerordentlichen Hauptversammlung im März könnten Anteilseigner über die Neuaufstellung entscheiden. Es sei eine Zustimmung von 50 Prozent nötig. Es wird damit gerechnet, dass es auch Kritik an der neuen Strategie gibt.

Toshiba

Das 1875 gegründete Konglomerat hangelt sich seit einem Bilanzierungsskandal 2015 von Krise zu Krise. Zwei Jahre später sicherte sich Toshiba von mehr als 30 ausländischen Investoren eine 5,4 Milliarden Dollar schwere Kapitalerhöhung. Damit kamen aber auch die aktivistischen Investoren an Bord. Die Spannungen mit ihnen beherrschen seither die Schlagzeilen.

Neben der Aufspaltung stehen weitere Veränderungen an.

So soll laut Toshiba der Speicherchip-Hersteller Kioxia, an dem das Unternehmen mit 41 Prozent beteiligt ist, so schnell wie möglich an die Börse gebracht werden. Zudem sollen das Aufzüge- wie auch Leuchtmittel-Geschäft verkauft werden. Den 60-prozentigen Anteil an seiner Klimaanlagen-Sparte haben die Japaner bereits für 870 Millionen Dollar an ihren US-Partner Carrier Global veräußert. 

Toshiba will sich nur noch in zwei Firmen aufspalten

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Mehr Firmen wollen Preise anheben – Ifo erwartet 2022 Inflationsrate von 4 Prozent

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Berlin, 07. Feb (Reuters) – Immer mehr Unternehmen in Deutschland wollen einer Umfrage zufolge ihre Preise weiter anheben. Das Barometer für die Preiserwartungen für die nächsten drei Monate stieg im Januar um 1,3 auf 46,0 Punkte und erreichte damit einen neuen Höchststand, wie das Ifo-Institut am Montag zu seiner aktuellen Befragung mitteilte. „Die Unternehmen geben die gestiegenen Kosten für Energie sowie bei der Beschaffung von Vorprodukten und Handelswaren an ihre Kunden weiter“, sagte der Leiter der Ifo-Konjunkturprognosen, Timo Wollmershäuser. „Das wird bis auf die Verbraucherpreise durchschlagen.“

Die Inflationsraten dürften daher noch eine Weile über der Marke von vier Prozent liegen. „Für das Jahr 2022 haben wir deshalb unsere Inflationsprognose auf vier Prozent angehoben“, sagte Wollmershäuser. Im Dezember waren die Münchner Forscher noch von einem Anstieg der Lebenshaltungskosten um 3,3 Prozent ausgegangen. Zum Vergleich: 2021 waren die Preise um 3,1 Prozent gestiegen und damit so stark wie seit 1993 mit damals 4,5 Prozent nicht mehr.

Inflation

Die sehr hohen Umfragewerte bei den Preiserwartungen ziehen sich durch alle Wirtschaftszweige, so das Institut. Besonders hoch lagen sie im Großhandel mit 60,3 Punkten, gefolgt vom Einzelhandel (57,7) und der Industrie (55,6). Einen neuen Höchststand erreichten die Dienstleister mit 41,9. Das Baugewerbe lag bei 41,5.

Diese Saldenwerte bei den Preiserwartungen geben an, wie viel Prozent der Unternehmen ihre Preise erhöhen wollen. Abgezogen wird der Prozentwert derer, die ihre Preise senken wollen. Wenn alle befragten Unternehmen beabsichtigten, ihre Preise zu erhöhen, läge der Saldo bei plus 100 Punkten. Würden alle ihre Preise senken wollen, läge er bei minus 100. Neutrale Antworten bleiben unberücksichtigt. Der Saldo wurde saisonbereinigt. Das Ifo-Institut fragt die Unternehmen nicht nach der Höhe der geplanten Preisänderung. 

Mehr Firmen wollen Preise anheben – Ifo erwartet 2022 Inflationsrate von 4 Prozent

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Ökonomen zum Rückgang der Produktion im Dezember

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Produktion

Berlin, 07. Feb (Reuters) – Das von Materialenpässen und gestörten Lieferketten geprägte Jahr 2021 ist für die deutschen Unternehmen mit einem unerwarteten Rückschlag bei der Produktion zu Ende gegangen. Industrie, Bau und Energieversorger stellten zusammen 0,3 Prozent weniger her als im Vormonat, wie das Bundeswirtschaftsministerium am Montag mitteilte. Von Reuters befragte Ökonomen hatten dagegen mit einer Zunahme von 0,4 Prozent gerechnet. In ersten Reaktionen hieß es dazu:

ANDREAS SCHEUERLE, DEKABANK:

„Die Produktionsdaten sind ein Flickenteppich guter und schlechter Nachrichten. Das beginnt damit, dass die Industrie – in normalen Zeiten unser konjunktureller Taktgeber – ein kräftiges Plus einfuhr. Dass das gesamte produzierende Gewerbe seine Produktion leicht gedrosselt hat, liegt vor allem an einem Einbruch der Bauproduktion, der in Teilen auf die Witterung zurückgeführt werden kann. Doch auch innerhalb der Industrie gab es kein klares Bild: Die im letzten Jahr so stark gebeutelte Automobilproduktion zog zum Jahresende erwartungsgemäß kräftig an, während andere Paradebranchen wie der Maschinenbau oder die Chemische Industrie Federn lassen mussten.“

Produktion

THOMAS GITZEL, VP BANK:

„Der Blick auf das Gesamtjahr ist damit wenig erbaulich. Die Industrieproduktion verbuchte 2021 lediglich viermal ein Plus gegenüber dem jeweiligen Vormonat – und das, obwohl die Auftragsbücher proppenvoll sind. Die Lieferschwierigkeiten haben die Produktion kräftig ausgebremst. Dies hatte weitreichende volkswirtschaftliche Konsequenzen. Die Corona-Scharte ist noch immer nicht ausgewetzt.

Das Jahr 2021 wird in der Wirtschaftsgeschichte seinen festen Platz haben. Die Lücke zwischen Auftragsbestand und Produktion machte neue Rekorde. Jetzt aber gilt: Die Grundvoraussetzungen für ein kräftiges Anspringen der Industrieproduktion könnten kaum günstiger sein. Es bedarf einer nachhaltig besseren Versorgung mit Vorproduktion und Rohstoffen, damit die Industrieproduktion endlich das tun kann, was sie eigentlich soll, nämlich kräftig zulegen.“

JENS-OLIVER NIKLASCH, LBBW:

„Eigentlich keine schlechten Zahlen aus der Industrie. Das Minus in der Gesamtproduktion ist auf den Einbruch im Bausektor zurückzuführen, dazu kommt die Aufwärtsrevision für die Gesamtproduktion aus dem Vormonat. In gewisser Weise ein versöhnlicher Abschluss eines enttäuschenden Jahres. Die Ausweitung der Produktion könnte aber angesichts der hohen Auftragseingänge noch ein Stück kräftiger ausfallen. Hoffen wir also weiterhin auf das laufende Jahr.“

ALEXANDER KRÜGER, HAUCK AUFHÄUSER LAMPE PRIVATBANK:

„Der Produktionsknoten sitzt weiter fest. Nur wegen des guten Oktobers und etwas Aufwärtsrevision hat sich die Produktion im Schlussquartal 2021 halbwegs gehalten. Mit fast 7,0 Prozent liegt sie dennoch weit unter ihrem Vor-Corona-Niveau. Nach wie vor besteht Hoffnung, dass die Produktion demnächst Tritt fassen wird. Neben der anderswo schwächer werdenden Omikron-Welle spricht hierfür vor allem die gute Auftragslage. Auch liegen erste vorsichtige Entspannungssignale bei Lieferketten vor.“

Ökonomen zum Rückgang der Produktion im Dezember

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Deutsche Produktion sinkt im Dezember – Industrie allein legt erneut zu

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Berlin, 07. Feb (Reuters) – Das von Materialenpässen und gestörten Lieferketten geprägte Jahr 2021 ist für die deutschen Unternehmen mit einem unerwarteten Rückschlag bei der Produktion zu Ende gegangen. Industrie, Bau und Energieversorger stellten zusammen 0,3 Prozent weniger her als im Vormonat, wie das Bundeswirtschaftsministerium am Montag mitteilte.

Von Reuters befragte Ökonomen hatten dagegen mit einer Zunahme um 0,4 Prozent gerechnet. Im November war die Produktion noch um revidiert 0,3 Prozent gewachsen, nachdem zunächst ein Minus von 0,2 Prozent ermittelt worden war. Im gesamten Jahr 2021 lag die Produktion zwar um 3,0 Prozent höher als im ersten Corona-Jahr 2020, allerdings blieb sie immer noch um 5,5 Prozent niedriger als im Vorkrisenjahr 2019.

Es gibt allerdings auch einen Hoffnungsschimmer: Die Industrie allein weitete ihre Produktion im Dezember um 1,2 Prozent und damit den dritten Monat in Folge aus. Damit sei „eine positive Entwicklung sichtbar“, erklärte das Bundeswirtschaftsministerium dazu. Die Versorger erzeugten dagegen 0,7 Prozent weniger, während die Bauproduktion sogar um 7,3 Prozent nachgab.

Deutsche

Die deutschen Industriebetriebe sitzen derzeit zwar auf prall gefüllten Auftragsbüchern. In den vergangenen Monaten konnten die Bestellungen jedoch nicht wie gewohnt abgearbeitet werden – etwa wegen akuter Engpässe bei Vorprodukten wie Mikrochips, durch die beispielsweise die Autobranche ausgebremst wird.

Der Materialmangel in der Industrie hat sich zu Jahresbeginn etwas entschärft: 67,3 Prozent der Firmen klagten über Engpässe und Probleme bei der Beschaffung von Vorprodukten und Rohstoffen, wie das Ifo-Institut bei seiner Umfrage herausfand. Im Dezember waren es noch rund 82 Prozent.

„Es ist noch nicht abzusehen, ob dies eine Trendwende ist“, sagte der Leiter der Ifo-Umfragen, Klaus Wohlrabe. Besonders angespannt ist die Situation nach wie vor für die Hersteller von elektrischen Ausrüstungen, die Maschinenbauer und die Autoindustrie.

Deutsche Produktion sinkt im Dezember – Industrie allein legt erneut zu

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7. Februar: Der Börsen Vormittag

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Update: 14:00 Uhr

Frankfurt, 07. Feb (Reuters) – Es folgt der Börsen-Ticker zu wichtigen Kursbewegungen an den internationalen Finanzmärkten und ihren Ursachen:

13.53 Uhr – Die geplante Übernahme durch den Rivalen Frontier beschert Spirit Airlines den größten Kurssprung seit mehr als einem Jahr. Die Aktien des Billig-Fliegers steigen im vorbörslichen US-Geschäft um gut zwölf Prozent auf 24,41 Dollar. Frontier bietet 25,83 Dollar je Aktie. Inklusive Verbindlichkeiten hat das Geschäft den Angaben zufolge ein Volumen von 6,6 Milliarden Dollar.

10.56 Uhr – Aus Furcht vor Lieferausfällen decken sich Anleger mit Aluminium ein. Der chinesische Terminkontrakt verbucht mit einem Plus von 3,2 Prozent auf 22.320 Yuan (3509 Dollar) je Tonne der größten Tagesgewinn seit fünf Monaten. In London verteuert sich das im Flugzeug- und Automobilbau eingesetzte Industriemetall um zwei Prozent auf 3135 Dollar. Auf die Stimmung drückten vor allem die Produktionskürzungen von Aluminiumhütten wegen der hohen Energiepreise, sagt ein Börsianer. Im Windschatten der Aluminiumpreis-Rally steigt der Index für die europäischen Bergbaufirmen um 1,5 Prozent.

10.48 Uhr – Wenige Stunden vor der Anhörung von EZB-Chefin Christine Lagarde vor dem Wirtschaftsausschuss des Europäischen Parlaments steigt die Nervosität am Anleihemarkt. Dies treibt die Rendite der fünfjährigen Bundesanleihen auf ein Vier-Jahres-Hoch von plus 0,033 Prozent. Die zweijährigen Titel rentieren mit minus 0,215 Prozent so hoch wie zuletzt vor sechseinhalb Jahren. Die Frage sei, ob die Europäischen Zentralbank (EZB) ihre jüngsten Signale für eine Straffung der Geldpolitik abschwäche, schreiben die Analysten der Citigroup. Ihre Kollegen von der Berenberg Bank gehen davon aus, dass Lagarde ihr Aussagen wiederholen und die Basis für eine erste Zinserhöhung um den kommenden Jahreswechsel legen wird.

10.20 Uhr – Übernahmespekulationen bescheren Peloton einen Rekord-Kurssprung. Die Aktien des Fitnessgeräte-Herstellers steigen im vorbörslichen US-Geschäft um 23,5 Prozent. Einem Insider zufolge ist der Online-Händler Amazon an Peloton interessiert. Der Sportartikel-Hersteller Nike denke ebenfalls über eine Offerte nach, schreibt die „Financial Times“. Da der Peloton-Chef John Foley und der Verwaltungsratspräsident William Lynch zusammen die Mehrheit an dem Unternehmen hielten, halte er einen Verkauf für unwahrscheinlich, schreibt Analyst John Blackledge vom Vermögensverwalter Cowen.

09.46 Uhr – Die Kurserholung der Kryptowährungen geht weiter. Bitcoin und Ethereum verteuern sich um jeweils mehr als fünf Prozent auf 43.030 beziehungsweise 3112 Dollar. Die starken Amazon-Geschäftszahlen von vergangener Woche machten Investoren wieder risikofreudiger, sagt Naeem Aslam, Chef-Marktanalyst des Brokerhauses AvaTrade.

09.37 Uhr – Dank der Aussicht auf eine Zusammenarbeit mit Sony winkt den Aktien von Tobii der größte Tagesgewinn der Firmengeschichte. Die Titel des Spezialisten für die Nachverfolgung von Augenbewegungen steigen in Stockholm um mehr als 21 Prozent. Dem Unternehmen zufolge verhandelt es mit dem japanischen Elektronik-Konzern über den Verkauf seiner Technologie für eine neue Virtual-Reality-Brille, die PlaySation VR2.

08.45 Uhr – In Erwartung von Bewegung bei den Gesprächen um das iranische Atomprogramm erlahmt das Anleger-Interesse an Rohöl. Die Sorte Brent aus der Nordsee verbilligt sich um 0,2 Prozent auf 93,09 Dollar je Barrel, nachdem sie im asiatischen Handel zunächst auf ein Siebeneinhalb-Jahres-Hoch von 94 Dollar gestiegen war. Am Markt gebe es Spekulationen denen zufolge die Sanktionen gegen Iran gelockert würden, wodurch iranisches Öl auf den Weltmarkt komme, sagt John Kilduff, Partner beim Vermögensberater Again Capital.

07.55 Uhr – Nach dem jüngsten Kurseinbruch steigen Anleger wieder bei Evotec ein. Die Aktien der Biotechfirma steigen vorbörslich um 2,4 Prozent auf etwa 31,20 Euro, nachdem sie am Freitag mit gut 16 Prozent den größten Tagesverlust seit mehr als drei Jahren verbucht hatten. Vor diesem Hintergrund senkten die Analysten der Berenberg Bank ihr Kursziel auf 47 von 51 Euro.

07.19 Uhr – Die Aktien von Verbio werden an diesem Montag mit einem Dividendenabschlag von 0,20 Euro gehandelt. Im Vergleich zum Freitagsschluss von 53,05 Euro bedeutet dies ein Minus von 0,4 Prozent.

7. Februar: Der Börsen Vormittag

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