Nestle nimmt in Russland KitKat und Nesquik aus den Regalen

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Zürich/London, 23. Mrz (Reuters) – Der Schweizer Lebensmittelkonzern Nestle stoppt nach dem Einmarsch Russlands in die Ukraine den Verkauf der meisten seiner Produkte in dem Land. KitKat-Schokoriegel, Nesquik-Kakaogetränke und andere Marken werden in Russland nicht länger in den Handel kommen, wie der Weltmarktführer am Mittwoch mitteilte.

Bereitgestellt werden sollen nur noch Grundnahrungsmittel wie Säuglingsnahrung sowie medizinische und krankenhausspezifische Ernährung. „Das bedeutet, dass wir den größten Teil unseres Vorkriegsvolumens in Russland einstellen werden“, sagte ein Sprecher des Konzerns.

Nestle hat nach eigenen Angaben bereits alle nicht lebensnotwendigen Importe und Exporte nach und aus Russland gestoppt, jede Werbung eingestellt und alle Kapitalinvestitionen in dem Land ausgesetzt. „Wir rechnen zwar nicht damit, dass wir in Russland in absehbarer Zeit Gewinne erzielen oder Steuern zahlen werden, aber etwaige Gewinne werden an humanitäre Hilfsorganisationen gespendet“, erklärte der Konzern aus Vevey am Genfersee.

Nestle sah sich zuletzt heftiger Kritik von Konsumenten, Aktivistengruppen und Politikern ausgesetzt, weil sich das Unternehmen nach dem russischen Einmarsch in die Ukraine nicht vollständig aus Russland zurückgezogen hat. „Wir stehen an der Seite der Menschen in der Ukraine und unserer 5800 Mitarbeiter dort“, erklärte Nestle. Seinen russischen Angestellten will das Unternehmen weiterhin Lohn bezahlen.

Nestle nimmt in Russland KitKat und Nesquik aus den Regalen

Copyright: (c) Copyright Thomson Reuters 2022

Titelfoto: Symbolfoto

Wichtige Entwicklungen zur Ukraine.

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