Ukraine-Krieg treibt deutsche Inflation auf höchsten Stand seit 1981

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Berlin, 30. Mrz (Reuters) – Die Inflation in Deutschland ist infolge des Ukraine-Kriegs und anziehender Energiepreise im März auf 7,3 Prozent gestiegen. Dies ist der höchste Stand seit Herbst 1981, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch mitteilte. Im Februar lag die Teuerung noch bei 5,1 Prozent. Von Reuters befragte Ökonomen hatten mit einem Anstieg auf 6,3 Prozent gerechnet.

Allein im bevölkerungsreichsten Bundesland Nordrhein-Westfalen kletterte die Teuerungsrate im März auf 7,6 Prozent und damit auf den höchsten Stand seit 1973. In Hessen stieg die Inflation mit 8,0 Prozent auf dem höchsten Wert seit 48 Jahren. 

Der russische Einmarsch in die Ukraine sorgt für drastisch steigende Energie- und Rohstoffpreise. Dies ist beim Tanken und Heizen zu spüren, auch Firmen macht dies zu schaffen.

Inflation

Wegen der höheren Kosten wollen so viele Unternehmen wie noch nie ihre Preise in den kommenden drei Monaten anheben. Dies geht aus einer Umfrage des Münchner Ifo-Institut hervor. „Der Angriff Russlands auf die Ukraine treibt nicht nur die Energiekosten in die Höhe, sondern auch die Preise vieler Agrarrohstoffe“, sagte Ifo-Konjunkturchef Timo Wollmershäuser.

Energiekosten Preisschraube Inflation

„Damit dürfte die Inflationsrate in diesem Jahr auf deutlich über fünf Prozent steigen.“ Das habe es in Deutschland zuletzt vor über 40 Jahren gegeben, als die Inflationsrate nach der zweiten Ölpreiskrise 1981 auf 6,3 Prozent kletterte. Die Wirtschaftsweisen rechnen für 2022 mit einer Inflationsrate von 6,1 Prozent.

Ukraine-Krieg treibt deutsche Inflation auf höchsten Stand seit 1981

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Titelfoto und Fotos: Symbolfotos

Wichtige Entwicklungen zur Ukraine.

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