Thema Klimaschutz bei Geschäftsreisen angekommen

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Frankfurt, 30. Mrz (Reuters) – Immer mehr Unternehmen achten im Rahmen ihrer Klimaschutzziele bei Geschäftsreisen auf einen möglichst geringen CO2-Fußabdruck. „Großkonzerne haben Nachhaltigkeitsziele, fast jeder hat eine Selbstverpflichtung“, sagte Lutz Nauert, Manager des Geschäftsreise-Organisators BCD Travel, am Mittwoch bei einer virtuellen Branchenkonferenz.

Es sei angekommen, dass deshalb auch bei Geschäftsreisen Handlungsbedarf besteht. „Das ist ein ganz, ganz großes Thema im Großkundenbereich.“ Die Kapitalgeber von Start-ups zum Beispiel achteten stark auf deren Nachhaltigkeit, erklärte Eugen Triebelhorn von der Reisemanagement-Plattform Travelperk, die das Forum veranstaltete. Sie bietet Unternehmen an, die CO2-Emissionen von Dienstreisen zu erfassen und zu kontrollieren. 

Die Kunden verlangten bei ihren Aufträgen Lösungen, wie der Kohlendioxid-Ausstoß erfasst und reduziert werden könne, erklärte BCD-Manager Nauert. Das beste Mittel dafür seien weniger Dienstreisen, rate der Reiseorganisator seinen Kunden zu deren Erstaunen. „Reist weniger, reist nachhaltiger und kompensiert“ die unvermeidbaren CO2-Emissionen.

Kompensieren, indem Geld für Klimaschutz-Projekte fließt, sähen manche Firmen skeptisch. Gerade deutsche Unternehmen warteten lieber auf die perfekte Lösung wie auf CO2-freies Fliegen mit nachhaltigem Kerosin. Doch deren Markthochlauf dauere viel zu lange angesichts der Ziele im Kampf gegen den Klimawandel. Es gelte daher, pragmatisch vorzugehen und vor allem anzufangen. 

Wichtig sei es, die Beschäftigten über den konkreten CO2-Ausstoß ihrer Reise zu informieren, statt ihnen Gebote oder Verbote aufzuerlegen, ergänzte Nauert. Dann träfen sie von sich aus die richtigen Entscheidungen wie den Zug zu nehmen statt einen Flug zu buchen oder den öffentlichen Nahverkehr zu nutzen statt Taxi zu fahren. Wenn fliegen, dann bei Airlines mit jungen Flotten und geringem Kerosinverbrauch, rate BCD Travel.

Thema Klimaschutz bei Geschäftsreisen angekommen

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Titelfoto: Symbolfoto

Wichtige Entwicklungen zur Ukraine.

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