SNB greift zur Franken-Schwächung tiefer in die Tasche

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Zürich, 14. Mrz (Reuters) – Die Schweizerische Nationalbank (SNB) dürfte in der vergangenen Woche wieder stärker zur Schwächung des Frankens am Devisenmarkt interveniert haben. Die Sichtguthaben von Banken und Bund bei der Notenbank stiegen in der Woche zum 11. März um 2,37 Milliarden auf 728,04 Milliarden Franken, wie die SNB am Montag mitteilte. Das ist der stärkste Anstieg seit drei Monaten. In den Wochen davor hatten die Sichtguthaben meist weniger als eine Milliarde Franken zugelegt oder waren sogar zurückgegangen.

Die Entwicklung der Sichtguthaben gilt als Indiz dafür, ob die SNB am Devisenmarkt eingreift, um den Franken gegenüber dem Euro zu schwächen. Die Zentralbank kauft Euro und schreibt den Banken den entsprechenden Franken-Betrag auf deren SNB-Konten gut. Im Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine war der bei Investoren in Krisenzeiten als sicherer Hafen gefragte Franken zum Euro auf den höchsten Stand seit Juli 2015 gestiegen: Erstmals seit Abkehr der SNB von der Euro-Anbindung hatte die Schweizer Hauptexportwährung weniger als einen Franken gekostet. Aktuell werden für die GemeinschaftswährungEURCHF= 1,0250 Franken bezahlt.

SNB

Die SNB äußerte sich nicht zum Anstieg der Sichtguthaben. Maxime Botteron, Ökonom bei der Credit SuisseCSGN.S, hält es aber für wahrscheinlich, dass er auf Fremdwährungskäufe der Notenbank zurückgeht. Allerdings seien die Käufe angesichts der jüngsten Franken-Aufwertung relativ bescheiden und zeigten, dass die Währungshüter eher zurückhaltend agierten. „Da der Aufwertungsdruck auf den Franken in letzter Zeit nachgelassen hat, dürften auch die Interventionen der SNB abnehmen“, sagte Botteron.

Die SNB stemmt sich seit mehr als sieben Jahren mit Fremdwährungskäufen und Negativzinsen gegen eine wirtschaftsschädliche Aufwertung der Landeswährung. Ein starker Franken verteuert Schweizer Waren im Ausland und macht sie damit weniger konkurrenzfähig.

SNB greift zur Franken-Schwächung tiefer in die Tasche

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Titelfoto: Symbolfoto

Wichtige Entwicklungen zur Ukraine.

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