Ukraine aktuell 14.03.22

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Update 18:12 Uhr

14. Mrz (Reuters) – Es folgen Entwicklungen rund um den Krieg in der Ukraine. Zum Teil lassen sich Angaben nicht unabhängig überprüfen.

18.00 Uhr – Russland kündigt Angriffe auf ukrainische Waffenfabriken an

Russland kündigt Angriffe auf ukrainische Waffenfabriken an. In einer Erklärung des Verteidigungsministeriums werden die Bürger des Landes aufgefordert, die Umgebung der entsprechenden Werke verlassen. Dies sei eine Reaktion auf einen Angriff in Donezk, für den Russland die Ukraine verantwortlich macht. Man werde „Unternehmen des militärisch-industriellen Komplexes der Ukraine außer Gefecht setzen, die Waffen herstellen, reparieren und wiederherstellen, die von Nationalisten für Kriegsverbrechen verwendet werden“. Die Ukraine verneint einen Angriff auf Donezk

17.45 Uhr – UN-Generalsekretär Guterres – Nuklearer Konflikt im Bereich des Möglichen

UN-Generalsekretär Antonio Guterres schließt die Möglichkeit eines Atomkrieges nach dem Einmarsch der Russen in die Ukraine nicht mehr aus. Dass Russland seine Atomstreitkräfte in verstärkte Alarmbereitschaft versetzt habe, sei eine schreckenserregende Entwicklung, sagt Guterres. „Die Aussicht auf einen nuklearen Konflikt, einst undenkbar, ist nun wieder im Bereich des Möglichen“. Guterres erneuerte zudem seine Forderung nach einer unmittelbaren Einstellung der Feindseligkeiten.

17.23 Uhr – Russisches Gas fließt nach ukrainischen Angaben weiter über die Ukraine nach Europa, solange der Betrieb des Gasnetzwerks funktioniert. Das teilt die staatliche ukrainische Energiefirma Naftogaz mit. Russland ist der größte Gaslieferant der Europäischen Union. Seit dem Einmarsch der Russen in die Ukraine gibt es Sorgen über mögliche Unterbrechungen, die die Preise auf Rekordhochs geschickt haben. Die Pipelines seien bislang nicht durch den Krieg zerstört worden, teilt Naftogaz weiter mit. Eine Verletzung der Mitarbeiter oder ein Schaden des IT-Systems könnten jedoch die Lieferungen in Gefahr bringen.

17.05 Uhr – IWF – Ukrainische Wirtschaft könnte um bis zu 35 Prozent schrumpfen

Die ukrainische Wirtschaft wird nach Einschätzung des Internationalen Währungsfonds (IWF) wegen des russischen Einmarsches in diesem Jahr um zehn Prozent schrumpfen. Das geht aus einem Bericht des Fonds hervor, der vor der IWF-Finanzzusage von 1,4 Milliarden Dollar vorbereitet wurde. Basierend auf Daten von anderen Ländern im Kriegszustand könnte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) der Ukraine sogar um 25 bis 35 Prozent einbrechen. Die Ukraine habe eine Außenfinanzierungslücke von 4,8 Milliarden Dollar, der Finanzbedarf des Landes dürfte zunehmen. Die Staatsverschuldung dürfte in diesem Jahr auf 60 Prozent des BIP von 50 Prozent 2021 steigen. 

16.58 Uhr – Die Nato wird nach Angaben des türkischen Verteidigungsministeriums am Mittwoch ein Sondertreffen zu der russischen Invasion abhalten. Verteidigungsminister Hulusi Akar werde dazu nach Brüssel reisen, heißt es. 

16.52 Uhr – In der US-Regierung wird einem Insider zufolge eine Reise von Präsident Joe Biden nach Europa erwogen, um über den Krieg in der Ukraine mit den Verbündeten zu sprechen. Dies könnte in den kommenden Wochen passieren, sagt eine mit dem Vorgang vertraute Person. Eine Entscheidung sei noch nicht gefallen. Das Präsidialamt in Washington lehnt eine Stellungnahme ab.

16.45 Uhr – Der Beschuss durch russische Truppen verhindert nach ukrainischen Angaben weiterhin humanitäre Hilfe für die Stadt Mariupol. Ein Konvoi, der am Montag versucht habe Hilfsgüter zu liefern sowie Frauen und Kinder in Sicherheit zu bringen, sei wie bereits in der vergangenen Woche nicht durchgekommen, sagt die stellvertretende Ministerpräsidentin Iryna Wereschuk. Einige Zivilisten hätten jedoch die belagerte Hafenstadt mit Pkws verlassen können.

16.30 Uhr – Rund 500 russische Marineinfanteristen haben planmäßige Militärübungen in der Exklave Kaliningrad abgehalten. Das meldet die Nachrichtenagentur Interfax unter Berufung auf die russische Ostseeflotte. In dem Agenturbericht wird der Einmarsch der Russen in die Ukraine nicht erwähnt. 

16.12 Uhr – Die europäischen Finanzminister beraten laut Bundesfinanzminister Christian Lindner am Montag und Dienstag über weitere Sanktionen gegen Russland. „Wir wollen maximalen Druck auf Putin“, sagt Lindner in Brüssel. „Alle Optionen liegen auf dem Tisch.“ Außerdem müssten bei den Sanktionen Umgehungsmöglichkeiten geschlossen werden.

15.40 Uhr –  Russland könnte Getreide-Exporte bis 30. Juni aussetzen

Russland könnte seine Exporte von Weizen, Gerste, Mais und Roggen vom 15. März bis zum 30. Juni aussetzen, meldet die Nachrichtenagentur Interfax unter Berufung auf das Landwirtschaftsministerium. Russland ist der weltweit größte Weizenexporteur.

15.36 Uhr – Das russische Verteidigungsministerium gibt einem Medienbericht zufolge den Beginn einer Massenevakuierung der belagerten ukrainischen Stadt Mariupol bekannt. Deren Blockade sei aufgehoben, meldet die Nachrichtenagentur Interfax.

15.05 Uhr – Die Europäische Union will einem Insider zufolge ihre Sanktionen gegen die russischen Ölkonzerne Rosneft, Transneft und Gazprom Neft verschärfen. Man werde aber weiter Öl von den Konzernen kaufen, sagt eine mit den Plänen vertraute Person der Nachrichtenagentur Reuters. Die drei Unternehmen unterliegen bereits EU-Sanktionen für Kredite und Fremdfinanzierung. Im Rahmen des neuen Pakets, das noch im Laufe des Montags von EU-Spitzendiplomaten diskutiert werden soll, werden sie auch mit einem Investitionsverbot belegt. Damit würden Finanzmittel aus der EU für neue Produktions- und Explorationsprojekte eingefroren. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen kündigte am Freitag neue Sanktionen gegen den russischen Energiesektor an, ohne allerdings die betroffenen Unternehmen zu nennen. „Dieses Verbot wird alle Investitionen, Technologietransfers, Finanzdienstleistungen etc. für die Energieexploration und -produktion umfassen“, hatte von der Leyen angekündigt. 

14.57 Uhr – Ein ukrainischer Unterhändler der Gespräche mit Russland erklärt, die Verhandlungen seien bis Dienstag unterbrochen worden. Die vierte Runde der Gespräche konzentriert sich nach ukrainischen Angaben auf einen Waffenstillstand, einen Abzug der russischen Truppen und Sicherheitsgarantieren für die Ukraine.

14.44 Uhr – Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj wird einer Erklärung zufolge am Mittwoch virtuell vor dem US-Kongress sprechen. Dies sei für 09.00 Uhr (US-Ostküstenzeit; 14.00 Uhr MEZ) geplant, heißt es in einem gemeinsamen Brief der Vorsitzenden des Senates und Repräsentantenhauses an die Abgeordneten.

14.34 Uhr – UN – Bestätigen Tod von mindestens 636 Zivilisten in der Ukraine

Das Menschenrechts-Kommissariat der UN kann nach eigenen Angaben bis einschließlich Sonntag den Tod von mindestens 636 Zivilisten in der Ukraine bestätigen. Darunter seien 46 Kinder. Die tatsächliche Totenzahl dürfte deutlich höher liegen, unter anderem wegen Verzögerung bei den Berichten aus umkämpften Orten wie Charkiw und Mariupol, heißt es weiter.

14.20 Uhr – Mehr als 160 Fahrzeuge von Privatpersonen haben nach Darstellung der Verwaltung von Mariupol die von der russischen Armee belagerte Stadt verlassen können. Dies sei der Stand um 13.00 Uhr (Ortszeit; 12.00 Uhr MEZ), heißt es im Internet. Sie seien in Richtung der von Russland besetzten Stadt Berdjansk unterwegs. In den vergangenen Tagen sind mehrere Versuche gescheitert, die in Mariupol eingeschlossenen Zivilisten zu evakuieren. 

14.16 Uhr – Die Ukraine weist den Vorwurf des russischen Verteidigungsministeriums zurück, wonach 20 Menschen beim Einschlag einer ukrainischen Rakete in der östlichen Stadt Donezk getötet worden sein. „Es handelt sich eindeutig um eine russische Rakete oder eine andere Munition“, sagt ein ukrainischer Militärsprecher. „Es ist sinnlos, überhaupt darüber zu reden.“ Die prorussischen Separatisten in der Region warfen zuvor der Regierung in Kiew vor, ein Kriegsverbrechen begangen zu haben. Belege legte das russische Verteidigungsministerium nicht vor. Die Angaben lassen sich von unabhängiger Seite nicht überprüfen.

13.46 Uhr – UN – Über 2,8 Millionen Menschen aus Ukraine geflohen

Seit Beginn der russischen Invasion am 24. Februar sind mehr als 2,8 Millionen Menschen aus der Ukraine geflohen. Das ergeben Daten der Vereinten Nationen (UN). Die meisten Menschen haben im Nachbarland Polen Zuflucht gefunden. Vertreter der Europäischen Union schätzen, dass es fünf Millionen Flüchtlinge werden könnten. Auch innerhalb der Ukraine sind Millionen Menschen auf der Flucht. Vor Beginn des Krieges lebten rund 44 Millionen Menschen in der Ukraine.

13.40 Uhr – Die externe Stromversorgung des Unglücks-Reaktors von Tschernobyl ist dem ukrainischen Netzbetreiber Ukrenergo zufolge erneut unterbrochen. Das Kernkraftwerk werde derzeit über Dieselgeneratoren versorgt, nachdem die Leitungen dorthin beschädigt worden seien, sagt Konzern-Chef Wolodymyr Kudryzkji im Fernsehen. Der havarierte Reaktor muss ständig gekühlt werden. Aus dem selben Grund sei in der benachbarten Stadt Slawutytsch der Strom ausgefallen.

13.38 Uhr – Ukraine fordert Boykott von in Russland verbliebenen Firmen

Die Ukraine ruft zum weltweiten Boykott internationaler Firmen auf, die ihre Geschäfte in Russland trotz des Krieges aufrechterhalten. Internationale Firmen müssten Russland verlassen – sowohl aus moralischen als auch aus praktischen Gründen, erklärt der ukrainische Außenminister Dmytro Kuleba. Der Druck der Sanktionen müsse erhöht werden. Internationale Häfen müssten die Passage russischer Schiffe und Fracht verwehren.

12.57 Uhr – Granate schlägt auf Gelände unterirdischer Gasspeicheranlage ein

Das Gelände eines unterirdischen Gasspeichers in der nordukrainischen Region Tschernihiw ist nach Angaben der Betreiberfirma durch Granatbeschuss getroffen worden. Eine Granate sei in einem Gebäude auf dem Gelände des Gasspeichers Olyshiv eingeschlagen und habe eine Methanol-Pumpstation beschädigt, teilt die staatliche Gasgesellschaft Naftogaz mit. Die Speicheranlage sei evakuiert und niemand verletzt worden.

12.40 Uhr – Russland – Haben China nicht um militärische Unterstützung gebeten

Russland hat nach den Worten von Präsidialamtssprecher Dmitri Peskow China nicht um militärische Unterstützung gebeten. Russland verfüge über genügend eigene Schlagkraft, um seine Ziele in der Ukraine im Zeitrahmen und vollständig zu erfüllen. US-Vertreter, die namentlich nicht genannt werden wollten, hatten erklärt, Russland habe China um militärische Ausrüstung gebeten. Das chinesische Außenministerium hat dies bereits als Desinformation der USA bezeichnet.

12.24 Uhr – Regierungssprecher – F35 kommt für Bundeswehr in Betracht

Ein Regierungssprecher sagt in Berlin, dass das US-Kampfflugzeug vom Typ F35 für die Bundeswehr als Träger der nuklearen Teilhabe infrage komme. Konkret bestätigen wollte er den Erwerb der Maschinen für die Bundeswehr aber nicht. 

12.22 Uhr – Bundesregierung bildet Taskforce zur Umsetzung von Sanktionen

Die Bundesregierung setzt eine Taskforce ein, die die Umsetzung der EU-Sanktionen gegen Russland überwachen soll. Ein Regierungssprecher kündigt in Berlin weiter an, dass die Taskforce noch diese Woche ihre Arbeit aufnehmen werde. Beteilgt daran seien unter anderem die Ministerien der Finanzen, Wirtschaft, Inneres und das Auswärtige Amt. Es gelte sicherzustellen, dass die Sanktionen „lückenlos“ umgesetzt würden.

12.20 Uhr – Morawiecki – Angriff auf Basis nahe Grenze sollte Panik verbreiten

Der russische Angriff auf einen ukrainischen Militärstützpunkt nahe der Grenze zu Polen sollte nach den Worten des polnischen Ministerpräsidenten Mateusz Morawiecki Panik unter der Zivilbevölkerung verbreiten. „Ein Raketenangriff nur zwanzig Kilometer von unserer Grenze entfernt zeigt, wie Russland vorgeht“, sagt er bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit seinen Amtskollegen aus der Ukraine und Litauen. Russland wolle Panik unter der Zivilbevölkerung stiften. Am Sonntag waren bei dem Angriff ukrainischen Angaben zufolge 35 Menschen getötet worden.

12.01 Uhr – Netzbetreiber – Russland beschädigt Stromleitung zum AKW Tschernobyl

Eine Hochspannungsleitung zur Reaktor-Ruine in Tschernobyl ist nach Angaben des Netzbetreibers Ukrenergo von russischen Streitkräften beschädigt worden. Ukrenergo erklärt nicht, ob die externe Stromversorgung infolge der Beschädigung unterbrochen wurde, fordert aber Zugang zu dem Gebiet, um Reparaturen vorzunehmen. Der Reaktor muss ständig gekühlt werden. Reuters konnte das Ausmaß der Schäden nicht überprüfen. Die russischen Streitkräfte haben das Gelände um das ehemalige Atomkraftwerk kurz nach ihrem Einmarsch am 24. Februar besetzt.

11.44 Uhr – Russische Nationalgarde – Militäreinsatz kommt langsamer voran als geplant

Der Chef der russischen Nationalgarde, Viktor Solotow, räumt ein, dass der Militäreinsatz in der Ukraine langsamer vorankommt als geplant. Die Äußerungen des Vertrauten von Präsident Wladimir Putin sind die bislang stärkste öffentliche Bestätigung aus der russischen Führungsriege, dass die Dinge in der Ukraine nicht nach Plan laufen. „Ich möchte sagen, ja, nicht alles geht so schnell wie wir es gern hätten“, erklärt Solotow in Kommentaren auf der Website der Nationalgarde. Die Nationalgarde ist Putin direkt unterstellt und hat Truppen in der Ukraine.

11.40 Uhr – 147.000 Flüchtlinge offiziell in Deutschland registriert

In Deutschland sind aktuell knapp 147.000 Flüchtlinge aus der Ukraine registriert worden. Das sagt ein Sprecher des Bundesinnenministeriums. Die eigentliche Zahl könne aber auch höher liegen. 

11.12 Uhr – Die vierte Runde der Gespräche zwischen der Ukraine und Russland hat begonnen. Die Kommunikation mit der russischen Seite sei schwierig, gehe aber weiter, schreibt der ukrainische Unterhändler, Mychailo Podoljak, der zugleich Berater des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj ist, auf Twitter. Er postet ein Foto von den Gesprächen, die per Video-Konferenz abgehalten werden. „Die Parteien legen aktiv ihre festgelegten Positionen dar“, schreibt Podoljak. Grund für den Streit seien die zu unterschiedlichen politischen Systeme.

10.40 Uhr – Gouverneur der Region Kiew – Evakuierung läuft fünften Tag

In den Städten in der Nähe der ukrainischen Hauptstadt Kiew läuft die Evakuierung den fünften Tag in Folge. Menschen aus den Orten an der Front würden in Sicherheit gebracht, sagt der Gouverneur der Region Kiew, Olexij Kuleba, in einem Fernsehinterview. „Die Feuerpause in unserer Region hält, wenn auch nur bedingt.“ Gelegentlich seien in der Nähe Explosionen zu hören, fügt der Gouverneur hinzu.

10.30 Uhr – In der Ukraine sind nach Angaben der Generalstaatsanwaltschaft seit Beginn der russischen Invasion 90 Kinder getötet worden. Mehr als hundert Kinder seien verletzt worden, heißt es in einer Erklärung. Die höchste Zahl an Opfern wiesen die Regionen Kiew, Charkiw, Donezk, Tschernihiw, Sumy, Cherson, Mykolajiw und Schytomyr auf. Reuters kann die Informationen nicht sofort unabhängig bestätigen lassen. Russland spricht nicht von Krieg, sondern von einer militärischen Sonderoperation in der Ukraine mit dem Ziel einer De-Militarisierung und Entnazifizierung des Landes. Zudem werde die militärische Infrastruktur der Ukraine angegriffen, die Zivilbevölkerung sei nicht das Ziel der russischen Truppen. 

10.25 Uhr – Indien erwägt laut Insidern die Annahme eines Angebots von Russland zum Verkauf von Öl und anderen Rohstoffen zu verbilligtem Preis. Laut Regierungsvertretern Indiens, die nicht genannt werden wollen, könnte ein solches Geschäft über eine Zahlungstransaktion zwischen den Landeswährungen Rubel und Rupie laufen. Einige internationale Händler machen einen Bogen um Öl aus Russland, das wegen der Ukraine-Invasion mit westlichen Sanktionen überzogen wurde. Dies sei aber für Indien kein Hinderungsgrund, heißt es in den Regierungskreisen weiter. Das Land werde das russische Angebot gerne annehmen, falls Logistik- und Versicherungsfragen geklärt seien. Um wie viel Öl es sich handelt und wie hoch der angebotene Preisabschlag ist, bleibt offen.

09.55 Uhr – Die vierte Runde der Gespräche zwischen Vertretern der Ukraine und Russlands wird sich nach ukrainischen Angaben auf einen Waffenstillstand, einen Abzug der russischen Truppen und Sicherheitsgarantieren für die Ukraine konzentrieren. Die Position seines Landes habe sich nicht geändert, erklärt der Unterhändler und Berater des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj, Mychailo Podoljak, in den sozialen Medien. Die Ukraine bestehe auf einem Waffenstillstand, bevor es Gespräche über die künftigen Beziehungen geben könne. „Verhandlungen. 4. Runde. Über Frieden, Waffenstillstand, sofortigen Abzug der Truppen & Sicherheitsgarantien. Harte Diskussion.“ Er denke, dass Russland noch immer die Wahnvorstellung habe, dass 19 Tage der Gewalt gegen friedliche ukrainische Städte die richtige Strategie sei.

09.34 Uhr – Der britische Gesundheitsminister Sajid Javid hält es für unwahrscheinlich, dass im Zuge des Krieges in der Ukraine Raketen auf dem Gebiet der Nato einschlagen. „Es ist nicht unmöglich. (…) Aber ich denke immer noch, dass es zu diesem Zeitpunkt sehr unwahrscheinlich ist“, sagt Javid dem BBC-Hörfunk. Sollte dies dennoch geschehen, werde die Nato darauf antworten. „Wir haben den Russen schon vor Beginn dieses Konfliktes sehr deutlich gemacht, dass selbst wenn eine einzige russische Schuhspitze Nato-Territorium betritt, dies als kriegerischer Akt gewertet wird.“ Die Ukraine grenzt an die Nato-Staaten Polen, Slowakei, Ungarn und Rumänien.

09.18 Uhr – Kuleba – Westen muss Ukraine helfen und Ausweitung des Krieges verhindern

Der ukrainische Außenminister Dmytro Kuleba fordert die westlich orientierten Staaten auf, sein Land mit Waffenlieferungen zu unterstützen und so eine Ausweitung des Krieges auf andere Länder zu verhindern. Zudem müssten weitere Sanktionen gegen Russland verhängt werden, schreibt Kuleba auf Twitter. „An diejenigen im Ausland, die Angst davor haben, in den Dritten Weltkrieg hineingezogen zu werden. Die Ukraine schlägt erfolgreich zurück. Wir brauchen Sie, um uns beim Kampf zu helfen. Versorgen Sie uns mit allen notwendigen Waffen.“ Kuleba ruft auch zu einer vollständigen Isolation Russlands und seines Präsidenten Wladimir Putin auf. „Helfen Sie der Ukraine, Putin zum Scheitern zu zwingen, und Sie werden einen größeren Krieg abwenden.“

09.07 Uhr – In der unter russischem Beschuss liegenden Hafenstadt Mariupol sind nach ukrainischen Angaben bislang mehr als 2500 Bewohner getötet worden. Das teilt der Berater des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj, Olexii Arestowytsch, in einem Fernsehinterview mit. Er beziehe sich auf Angaben der Stadtverwaltung von Mariupol, sagt Arestowytsch. Er wirft den russischen Truppen vor, sie hätten am Sonntag verhindert, dass Hilfsgüter die eingekesselte Stadt am Asowschen Meer erreicht hätten. Die russische Führung hat wiederholt erklärt, sie ziele auf die militärische Infrastruktur der Ukraine und nicht auf die Zivilbevölkerung.

08.50 Uhr – Ukraine Zehn Fluchtkorridore für diesen Montag vereinbart

Für diesen Montag sind nach Angaben der ukrainischen Regierung zehn Fluchtkorridore vereinbart, durch die Zivilisten unter Beschuss liegende Orte verlassen können. Dies betreffe unter anderem Städte in der Nähe der Hauptstadt Kiew und in der Region Luhansk im Osten, sagt Vize-Ministerpräsidentin Iryna Wereschtschuk. Es werde zudem erneut versucht, Hilfskonvois mit Lebensmitteln und Medikamenten von Berdjansk im Südosten der Ukraine in das eingekesselte Mariupol hineinzubringen, sagt sie in einer Video-Botschaft.

08.35 Uhr – Australien verhängt neue Sanktionen gegen 33 russische Geschäftsleute und schließt sich damit den USA, der EU, Kanada und Neuseeland an. Das teilt Außenministerin Marise Payne mit. Betroffen seien unter anderem der Besitzer des Londoner Fußball-Clubs Chelsea, Roman Abramowitsch, und Gazprom-Chef Alexej Miller. Viele der Oligarchen hätten seit 2014 das rechtswidrige und nicht zu rechtfertigende Vorgehen der russischen Führung in der Ukraine erleichtert oder direkt davon profitiert, sagt Payne zur Begründung. In einigen Fällen beträfen die Sanktionen auch unmittelbare Familienmitglieder.

08.30 Uhr – Medizinische Hilfsgüter erreichen nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO die Ukraine. Die WHO arbeite mit Partnern zusammen, um dringend benötigte Medikamente und Ausrüstung wie medizinischen Sauerstoff, chirurgische Mittel, Verbandsmaterial und Defibrillatoren bereitzustellen. In den kommenden Tagen und Wochen würden medizinische Güter konstant geliefert, um den Zugang der Menschen zu lebenswichtigen Medikamenten und medizinischer Versorgung sicherzustellen. In den ukrainischen Krankenhäusern gingen die Vorräte zur Neige, viele Händler könnten nicht mehr liefern.

08.15 Uhr – Der russische Kohle- und Düngemittel-Unternehmer Andrej Melnitschenko fordert ein Ende des Krieges in der Ukraine. „Die Ereignisse in der Ukraine sind wirklich tragisch. Wir brauchen dringend Frieden“, teilt der Geschäftsmann in einer über einen Sprecher übermittelten Email an die Nachrichtenagentur Reuters mit. Ansonsten drohe eine weltweite Nahrungsmittelkrise, da die Düngemittelpreise für viele Landwirte schon zu hoch seien. Der 50-jährige Melnitschenko ist Russe, aber in Belarus geboren und hat eine ukrainische Mutter. „Als Russe, in Belarus geboren und ukrainischer Abstammung empfinde ich großen Schmerz und Unglauben, wenn ich sehe, wie brüderliche Völker kämpfen und sterben“, sagt der Milliardär, der auch von den westlichen Sanktionen gegen russische Oligarchen betroffen ist. Auch andere Oligarchen wie Michail Fridman, Pjotr Awen und Oleg Deripaska haben bereits zu einem Ende des Krieges aufgerufen.

07.49 Uhr – Russland sieht keinen Grund für die Entsendung von UN-Friedenstruppen in die Ukraine. Es bestehe kein Bedarf, da Russland die Lage unter Kontrolle habe, zitiert die russische Nachrichtenagentur RIA Pjotr Iljitschew, den Direktor der Abteilung für internationale Organisationen des russischen Außenministeriums. Weitere Fortschritte bei der Regelung der Situation in der Ukraine hingen von der Kompromissbereitschaft der Regierung in Kiew ab.

07.34 Uhr – In der ukrainischen Hauptstadt Kiew haben russische Truppen Behördenangaben zufolge das Antonow-Flugzeugwerk unter Beschuss genommen. Das teilt die Stadtverwaltung mit. 

07.19 Uhr – In Kiew sind am Morgen bei einem Angriff dem staatlichen Fernsehen der Ukraine zufolge mindestens ein Mensch getötet und drei weitere verletzt worden. Ein Wohnhaus sei von einer Granate getroffen worden. Der Berater des Innenministeriums, Anton Geraschtschenko, spricht von zwei Toten und drei Verletzten, die in ein Krankenhaus gebracht wurden.

07.06 Uhr – Die nächste Verhandlungsrunde zwischen Russland und der Ukraine soll laut ukrainischen Angaben um 09.30 Uhr (MEZ) starten. Die Gespräche sollen demnach per Videokonferenz um 10.30 Uhr Kiewer Ortszeit beginnen, wie der Berater des ukrainischen Innenministeriums, Anton Geraschtschenko, mitteilt.

05.37 Uhr – Luftschutzsirenen heulen am frühen Morgen in vielen Städten und Regionen der Ukraine, darunter Kiew, Lwiw und Odessa, berichten Reuters-Büros. Die örtlichen Behörden in Kiew melden, sie sammelten Nahrungsmittelvorräte, um die nächsten zwei Wochen zu überstehen. Die russisch kontrollierte Region Donbass und die Krim, die 2014 von Russland erobert wurde, sind nun durch eine Straße verbunden, die von russischen Truppen kontrolliert wird. Dies meldet die russische Nachrichtenagentur Ria in Bezug auf örtliche Behörden. 

05.02 Uhr – 80 Prozent der Deutschen fordern eine finanzielle Entlastung bei den Benzinpreisen durch den Staat. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey für die „Augsburger Allgemeine“ laut Vorabbericht. Demnach gaben knapp zwei Drittel von 5006 Befragten an, die Regierung müsse nun „auf jeden Fall“ auf die hohen Benzin- und Dieselpreise reagieren und gegensteuern. 13 Prozent hatten laut Umfrage keine Probleme mit den Rekordpreisen an den Tankstellen. Der Rest war unentschlossen.

03.22 Uhr – Der Nationale Sicherheitsberater der USA, Jake Sullivan, warnt die chinesische Regierung vor ernsthaften Konsequenzen, falls China Russland bei der Umgehung internationaler Sanktionen unterstützen sollte. Sullivan will sich am Montag mit dem chinesischen Spitzendiplomaten Yang Jiechi in Rom treffen. US-Regierungsbeamte sagten, Russland habe China nach seinem Einmarsch in die Ukraine um militärische Ausrüstung gebeten und damit im Weißen Haus die Sorge geweckt, Peking könne die Bemühungen des Westens, den ukrainischen Streitkräften bei der Verteidigung ihres Landes zu helfen, untergraben. Sullivan werde die amerikanischen Bedenken darlegen und gleichzeitig die Konsequenzen und die wachsende internationale Isolation Chinas deutlich machen. 

02.15 Uhr – Der stellvertretende Vorsitzende der Unionsfraktion im Bundestag, Jens Spahn, spricht sich für einen Stopp von Erdgasimporten über Nord Stream 1 aus. „Jetzt geht es darum: Wie werden wir nicht nur fossilfrei, sondern wie werden wir Putin-frei in unserer Energieversorgung“, sagte Spahn auf „Bild TV“. Aus seiner Sicht sei „Putin-frei“ jetzt wichtiger als Verzicht auf fossile Brennstoffe. Der gleichzeitige Ausstieg aus Kohle und Kernenergie habe Deutschland von russischem Gas abhängiger gemacht. 

01.42 Uhr – Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj drängt auf direkte Gespräche zwischen ihm und dem russischen Präsidenten. „Unsere Delegation hat eine klare Aufgabe – alles zu tun, um ein Treffen der Präsidenten zu ermöglichen“,sagte Selenskyj in einer Videoansprache am späten Sonntagabend. Die Ukraine hat wiederholt darauf verwiesen, dass Präsident Wladimir Putin alle endgültigen Entscheidungen treffe. Der Kreml sagte dazu, man werde ein solches Treffen nicht ablehnen, wenn es um „spezifische Fragen“ gehe. Die nächste Runde der Gespräche zwischen Russland und der Ukraine soll am Montagmorgen per Videoverbindung stattfinden.

Ukraine aktuell 14.03.22

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