Sonntag, November 8, 2026
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Zwei Tote bei Frontalzusammenstoß nahe Trier

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Polizei (Archiv), via dts NachrichtenagenturNaurath (Wald) (dts Nachrichtenagentur) – Bei Naurath (Wald) in Rheinland-Pfalz hat es am Montagnachmittag einen schweren Verkehrsunfall mit zwei Toten gegeben.

Ein Pkw war gegen 13:20 Uhr zwischen Büdlicherbrück und der Autobahnanschlussstelle Mehring aus noch ungeklärter Ursache auf die Gegenfahrbahn geraten und dort mit einem Lkw kollidiert, wie die Polizeiinspektion Hermeskeil mitteilte. Der 76-jährige Fahrer des Pkw und seine 68-jährige Beifahrerin starben noch an der Unfallstelle.

Der 54-jährige Lkw-Fahrer erlitt leichte Verletzungen und wurde in ein Krankenhaus gebracht. Die L150 musste bis etwa 19:30 Uhr voll gesperrt werden, um den Unfall aufzunehmen. An den Rettungs- und Bergungsarbeiten waren mehrere Polizeiinspektionen, ein spezialisiertes Verkehrsunfallteam, Rettungsdienst mit Hubschrauber und Notarzt sowie freiwillige Feuerwehren beteiligt. Die Polizei Hermeskeil ermittelt zu den genauen Unfallursachen.


Foto: Polizei (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Wegen Nahostkonflikt: Dertour bietet Rücktritt von Dubai-Reisen an

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Dubai (Archiv), via dts NachrichtenagenturKöln (dts Nachrichtenagentur) – Obwohl das Auswärtige Amt für die am Krieg nicht beteiligten Länder des Persischen Golfs wie Dubai oder Oman keine formale Reisewarnung herausgegeben hat, sondern nur warnende Hinweise, erlaubt Dertour Reisenden nun das Storno von Reise-Buchungen in diese Länder.

Das Tochterunternehmen von Rewe erklärte gegenüber der „Rheinischen Post“: „Da das Auswärtige Amt signalisiert hat, dass es auch in den Vereinigten Arabischen Emiraten, in Katar, Oman und Saudi-Arabien zu Beeinträchtigungen im Luftverkehr kommen kann, bieten wir unseren Flugpauschalreisegästen für diese Reiseziele kostenlose Umbuchungen und Stornierungen für Anreisen bis zum 23. Juni 2025 an.“


Foto: Dubai (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Merz trifft Trump bei krisengeprägtem G7-Gipfel in Kanada

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Merz trifft Trump beim G7-Gipfel in Kanada am 16.06.2025, Bergmann, Guido/BPA via dts NachrichtenagenturKananaskis (dts Nachrichtenagentur) – Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat sich beim G7-Gipfel in Kanada mit US-Präsident Donald Trump getroffen. Inhalte des gemeinsamen Gesprächs wurden zunächst nicht bekannt.

Im Vorfeld hatte Merz angekündigt, zusammen mit den G7-Staaten aus der EU auf die US-Regierung einzuwirken, um eine Lösung im Zollkonflikt zu erreichen. Man sei dazu „fest entschlossen“, sagte der Kanzler am Montag. Er schränkte jedoch ein: „Es wird auf diesem Gipfel keine Lösung geben. Aber wir könnten uns einer Lösung vielleicht in kleinen Schritten nähern.“

Eine weitere zentrale Rolle auf dem Gipfeltreffen spielt der kürzlich eskalierte Konflikt zwischen Israel und dem Iran. Von den europäischen Staats- und Regierungschefs wurde eine gemeinsame Erklärung vorgeschlagen, „in dem wir noch einmal betonen, dass Iran unter keinen Umständen in den Besitz von atomwaffenfähigem Material kommen darf“. Zudem wird darin „das Selbstverteidigungsrecht des Staates Israel“ bekräftigt. Berichten zufolge ist Trump allerdings derzeit nicht bereit, das Papier zu unterzeichnen.

Darüber hinaus herrscht zwischen der US-Führung und den Europäern Uneinigkeit über das Vorgehen im Ukraine-Krieg. „Ich würde mir sehr wünschen, dass sich die Vereinigten Staaten von Amerika dem anschließen und auch auf ihrer Seite entsprechende Sanktionen verhängen“, sagte Merz. Trump hatte dagegen bei seiner Ankunft in Kananaskis den Ausschluss Russlands aus der Gruppe der G8 2014 erneut als Fehler bezeichnet.


Foto: Merz trifft Trump beim G7-Gipfel in Kanada am 16.06.2025, Bergmann, Guido/BPA via dts Nachrichtenagentur

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Giffey fordert "frühzeitig Klarheit" über weitere Sparmaßnahmen

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Franziska Giffey (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Berlins Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey (SPD) will, dass der Senat von Haushaltskürzungen Betroffene künftig frühzeitig über die Einsparungen informiert.

„Entscheidend ist, frühzeitig Klarheit zu schaffen, wie diese Mittel zum Einsatz kommen, um lange Unsicherheiten wie im vergangenen Jahr zu vermeiden“, sagte Giffey, die auch Bürgermeisterin und damit Stellvertreterin des Regierenden Bürgermeisters Kai Wegner (CDU) ist, dem Tagesspiegel. „Daran arbeiten wir aktuell mit dem Beschluss für die Haushaltsaufstellung für 2026 und 2027.“

Sie räumte ein, dass rund um die vergangene Haushaltsaufstellung Fehler passiert seien. Sie gebe zu, „dass einiges nicht optimal gelaufen ist“, sagte sie. „Man muss die Betroffenen besser einbeziehen, mit ihnen kommunizieren, das war an manchen Stellen nicht gut.“ Zugleich verwies sie darauf, dass Berlin mit mehr als 40 Milliarden Euro den größten Haushalt seit der Wiedervereinigung habe.

Hintergrund ihrer Äußerung ist, dass Projekte nach dem Haushaltsbeschluss im vergangenen Dezember teils aus den Medien erfuhren, dass sie von Kürzungen betroffen sind. Teilweise mussten Zuwendungsempfänger auch wochen- und monatelang warten, um Klarheit über ihre Finanzierung zu bekommen.

Mit Blick auf den Koalitionspartner gab Giffey zu verstehen, dass dieser sich erst an die Rolle in der Regierung gewöhnen musste: „Die CDU ist inzwischen an vielen Stellen auch in der Realität angekommen“, sagte sie. „Es geht eben nicht immer alles so schnell und einfach, wie man das im Wahlkampf fordert.“ Mit der CDU habe man Themen umsetzen können, die mit der rot-grün-roten Vorgängerkoalition nicht realisierbar gewesen seien. Gerade das Schneller-Bauen-Gesetz „wäre unter Rot-Grün-Rot zum Beispiel so nicht möglich gewesen“, sagte sie.


Foto: Franziska Giffey (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Dax erholt sich etwas – zaghafter Versuch der Satbilisierung

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Frankfurter Börse, via dts NachrichtenagenturFrankfurt/Main (dts Nachrichtenagentur) – Zum Wochenstart hat der Dax zugelegt. Zum Xetra-Handelsschluss wurde der Index mit 23.699 Punkten berechnet, ein Plus in Höhe von 0,8 Prozent im Vergleich zum vorherigen Handelstag.

An der Spitze der Kursliste rangierten Siemens Energy, Sartorius und die Deutsche Bank. Die Papiere von Beiersdorf, Symrise und BMW mussten dagegen Einbußen hinnehmen.

„Die US-Vorbörse ist weiter in den positiven Kursbereich vorgedrungen und wird von schwächeren US-Wirtschaftsdaten beflügelt“, sagte Marktanalyst Andreas Lipkow. „Die Marktteilnehmer spekulieren darauf, dass nicht gleich bei der kommenden Fed-Sitzung, aber eventuell zu einem späteren Zeitpunkt, die Leitzinsen in den USA gesenkt werden könnten.“

„Der als etwas zickig geltende Empire State Index hat erneut eine merkliche wirtschaftliche Abkühlung im Großraum New York aufgezeigt. Mit einem Rückgang von -16 lag die Indikation weit unter der Prognose von -5,9.“

Der Dax versuche, sich im Sog der US-Handelsvorgaben weiter zu stabilisieren. „Es ist noch wesentlich verfrüht, von einer möglichen Stabilisierung sprechen zu können. Die Situation im Nahen Osten bleibt angespannt und kann sich jederzeit dramatisch verändern“, sagte Lipkow.

Die europäische Gemeinschaftswährung war am Montagnachmittag stärker: Ein Euro kostete 1,1585 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8632 Euro zu haben.

Der Goldpreis zeigte sich schwächer, am Nachmittag wurden für eine Feinunze 3.404 US-Dollar gezahlt (-0,8 Prozent). Das entspricht einem Preis von 94,47 Euro pro Gramm.

Der Ölpreis sank unterdessen stark: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Montagnachmittag gegen 17 Uhr deutscher Zeit 71,82 US-Dollar, das waren 241 Cent oder 3,3 Prozent weniger als am Schluss des vorherigen Handelstags.


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Iran wohl offen für Gespräche mit Israel – Angriffe gehen weiter

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Israelischer Soldat (Archiv), via dts NachrichtenagenturJerusalem/Teheran (dts Nachrichtenagentur) – Der Iran hat offenbar über arabische Vermittler Botschaften an Israel und die USA gesendet, um ein Ende der Feindseligkeiten und die Wiederaufnahme von Gesprächen über sein Atomprogramm zu erreichen.

Das berichtet das „Wall Street Journal“ unter Berufung auf offizielle Stellen. Teheran habe arabischen Vertretern mitgeteilt, dass es offen für eine Rückkehr an den Verhandlungstisch sei, solange die USA sich nicht an den Feindseligkeiten beteiligten.

Gleichzeitig habe Iran Israel signalisiert, dass es im Interesse beider Seiten sei, die Gewalt einzudämmen. Sollte es keine Aussicht auf die Wiederaufnahme von Gesprächen mit den USA geben, könnte Iran sein Atomprogramm beschleunigen und den Umfang des Krieges ausweiten, so die Drohung aus Teheran.

Unterdessen hat Israel eine Militärbasis im Westen Teherans angegriffen, wie staatliche Medien berichten. Die iranische Nachrichtenagentur Fars meldete, dass die Angriffe das Luftverteidigungssystem ausgelöst hätten.

Weniger als eine Stunde zuvor hatte Israel eine Evakuierungswarnung für Teile der iranischen Hauptstadt herausgegeben. In einer Erklärung, die ursprünglich auf Farsi veröffentlicht wurde, forderten die israelischen Verteidigungskräfte die Bürger auf, das betroffene Gebiet in Bezirk 3 von Teheran sofort zu verlassen.

Seit dem Angriff Israels auf mehrere Einrichtungen im Iran in der Nacht zu Freitag wurden durch die Kampfhandlungen laut Angaben des Gesundheitsministeriums in Teheran mindestens 224 Menschen im Iran getötet. Israel spricht derweil von 24 Toten durch die iranischen Gegenangriffe.


Foto: Israelischer Soldat (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Bundeskanzler Stocker kündigt Maßnahmen nach Amoklauf in Graz an

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Christian Stocker (Archiv), via dts NachrichtenagenturGraz (dts Nachrichtenagentur) – Bundeskanzler Christian Stocker hat in einer Regierungserklärung umfassende Maßnahmen als Reaktion auf den Amoklauf an einer Grazer Schule angekündigt.

Neun Schüler und eine Lehrerin waren bei der Tat ums Leben gekommen. Die Regierung werde noch diese Woche ein Paket mit Soforthilfen und langfristigen Sicherheitsmaßnahmen beschließen, so Stocker.

Zu den geplanten Maßnahmen gehören ein Entschädigungsfonds für die Opferfamilien, verstärkte Polizeipräsenz an Schulen sowie eine Ausweitung der schulpsychologischen Betreuung. Zudem soll das Waffenrecht verschärft werden, um den Zugang zu Waffen stärker zu regulieren. Für die betroffene Schule in Graz sind Sonderregelungen für die Matura vorgesehen.

Stocker sagte, dass die Tat eine Zäsur für Österreich darstelle. Er dankte den Einsatzkräften und versprach, aus der Tragödie zu lernen. Die Regierung hatte eine dreitägige Staatstrauer angeordnet und werde nun weitere Schritte setzen, um Schulen als sichere Orte zu erhalten.


Foto: Christian Stocker (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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WhatsApp-Chef rechtfertigt Einführung von Werbung

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Frau mit Smartphone (Archiv), via dts NachrichtenagenturMenlo Park (dts Nachrichtenagentur) – „Keine Werbung! Keine Games! Keine Gimmicks!“, lautete einst ein Mantra der WhatsApp-Gründer Jan Koum und Brian Acton. Jetzt kündigt der zu Meta gehörende Messenger die Einführung von Werbung in der App an, allerdings nicht im Chat-Bereich, sondern im App-Tab „Aktuelles“. Unter anderem im Bereich „Status“ sollen dort Anzeigen auftauchen.

Im „Spiegel“ erklärt Will Cathcart, Metas „Head of WhatsApp“, den Vorstoß. „Meiner Einschätzung nach ist es uns gelungen, ein Business aufzubauen, das zu den Nutzungsgewohnheiten der Leute passt. Es stört sie nicht beim Lesen ihrer Nachrichten“, sagte Cathcart dem „Spiegel“. Der Tab „Aktuelles“ sei „anders als die Inbox, und ich glaube, die Nutzer verwenden ihn anders“.

„Vom Konzept her ähnelt unser Angebot der Stories-Funktion auf Instagram“, sagte Cathart. „Ich selbst entdecke über Storys auf Instagram ständig neue Produkte.“ Gerüchte über die Einführung von Anzeigen in WhatsApp gibt es seit Jahren. Cathcart sagte dazu: „Manchmal wurde spekuliert, dass wir Anzeigen ins Postfach der User packen würden. Solche angeblichen Pläne habe ich definitiv dementiert. Aber ich habe auch öffentlich gesagt, dass wir über Werbung im Bereich Status nachdenken, und das ist etwas anderes.“

Das Unternehmen will Nutzern ermöglichen, ihr WhatsApp-Konto mit ihren Accounts bei Facebook und Instagram zu verknüpfen – was dem Dienst mehr Informationen über die Nutzer verschaffen und somit die Personalisierung von Anzeigen erleichtern würde. In Deutschland wird die Option zum Verknüpfen der Konten WhatsApp zufolge aber erst zu einem späteren Zeitpunkt verfügbar sein.

Auf die Bedenken mancher User angesprochen, dass WhatsApp ihre Unterhaltungen ausspähen könnte, um für sie passende Anzeigen auszuspielen, sagte der WhatsApp-Chef: „Wir sagen glasklar: Ihre persönlichen Unterhaltungen sind Ende-zu-Ende-verschlüsselt. Wir können Ihre Chats nicht lesen. Wir können auch Ihre Anrufe nicht mithören. Und wir hören auch sonst nicht dabei zu, worüber Sie sich unterhalten, geschweige denn, dass wir Ihre Gespräche für Werbezwecke verwenden.“


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Familiennachzug: Integrationsbeauftragte Pawlik gibt Union kontra

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Flüchtlingslager (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Natalie Pawlik (SPD), hält das von der Regierung auf Betreiben der Union beschlossene Aussetzen des Familiennachzugs für falsch.

Der „Frankfurter Rundschau“ (Dienstagsausgabe) sagte Pawlik: „Aus integrationspolitischer Perspektive halte ich das Aussetzen der Familienzusammenführung für nachteilig. Menschen, die ihre Liebsten bei sich haben, die sich nicht Sorgen um ihre Kinder oder Angehörigen drüben machen müssen, integrieren sich besser. Das zeigen uns wissenschaftliche Studien und das kann ich aus meiner persönlichen Erfahrung berichten. Ich sehe diese Vereinbarung daher sehr kritisch, aber wir setzen das um, weil es ein Kompromiss mit den Koalitionspartnern ist.“

Das schwarz-rote Kabinett hatte sich auf Drängen der Union verständigt, für zunächst zwei Jahre den Familiennachzug für subsidiär Schutzberechtigte auszusetzen. Der Bundestag muss die Regelung noch beschließen.

Pawlik wandte sich weiter dagegen, Menschen abzuschieben, die in Deutschland arbeiten oder zur Schule gehen. „Grundsätzlich halte ich es für falsch, Menschen, die hier zur Schule gehen oder arbeiten, abzuschieben“, sagte die Integrationsbeauftragte der „Frankfurter Rundschau“. „Diejenigen, die hier arbeiten, sich einbringen, sich in Ausbildung befinden, sollten die Möglichkeit haben, hierzubleiben. Auch daran arbeite ich.“

In den hessischen Osterferien war eine aus Afghanistan stammende Familie nach Indien abgeschoben worden, was Protest auslöste. Die beiden Söhne der Familie gingen in Frankfurt zur Schule. Pawlik bezog ihre Aussage jedoch nicht konkret auf diesen Fall. „Es sind am Ende immer individuelle Fälle, die die zuständigen Behörden prüfen und bewerten müssen“, sagte sie der „Frankfurter Rundschau“.


Foto: Flüchtlingslager (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Unionsgeführte Länder fordern härteres Vorgehen gegen junge Täter

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Polizei (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Wegen der steigenden Kinder- und Jugendgewalt dringen unionsgeführte Bundesländer auf eine neue Debatte über die Senkung des Strafmündigkeitsalters.

„Es ist wichtig, dass wir kriminelle Karrieren in Kinderzimmern beenden, bevor die Fahrt aufnehmen“, sagte Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul (CDU) der „Welt“. „Unser Rechtsstaat muss schon in frühen Jahren auf Straftaten die richtigen Antworten geben. Auch darüber nachzudenken, das Strafmündigkeitsalter abzusenken, kann ein Weg sein. Solche Ideen von vornherein abzubügeln, hilft nicht.“

Der sächsische Innenminister Armin Schuster (CDU) sagte: „Die steigende Entwicklung im Bereich der Jugendkriminalität stellt die Frage nach einer Justierung wesentlicher Grundprinzipien unserer Strafverfolgung.“ Der CDU-Politiker spricht sich vor allem auch bei jungen Volljährigen für ein Umdenken aus: „Bei den 18- bis 21-jährigen Heranwachsenden plädiere ich für eine Regelumkehr, dass grundsätzlich nicht nach Jugendstrafrecht, sondern Erwachsenenstrafrecht geahndet wird.“

Die rechtspolitische Sprecherin der Unionsfraktion, Susanne Hierl (CSU), sagte: „Es ist schwer vermittelbar, dass selbst bei schweren Gewalttaten durch Zwölf- oder 13-Jährige keine strafrechtlichen Folgen drohen. Denn Kinder in diesem Alter wissen sehr wohl, dass man niemandem das Leben nehmen oder schwer verletzen darf.“

Der Bremer Innensenator und Vorsitzende der Innenministerkonferenz, Ulrich Mäurer (SPD), dagegen steht einer Reform ablehnend gegenüber: „Dieses Thema begleitet mich schon seit über 40 Jahren – und ich bleibe skeptisch“, sagte er. „Ich glaube nicht, dass eine Absenkung der Strafmündigkeit auf zwölf Jahre, auf zehn Jahre eine Lösung wäre. In diesem Bereich sind pädagogische Maßnahmen eher zielführend.“

Die schwarz-rote Bundesregierung hat in ihrem Koalitionsvertrag eine Untersuchung zu den Ursachen der Kinder- und Jugendgewalt angekündigt. „Die Studie wird sich auch mit der Wirkweise der verschiedenen rechtlichen Reaktionsformen auf Kinder- und Jugenddelinquenz zu befassen haben“, teilte das Justizministerium auf „Welt“-Anfrage mit. Man befinde sich aber noch am „Anfang der Abstimmung“.


Foto: Polizei (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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