Sonntag, November 8, 2026
Start Blog Seite 767

G7-Abschluss ohne Trump – Ukraine-Krieg im Fokus

0

G7-Familienfoto am 16.06.2025, Government of Canada via dts NachrichtenagenturKananaskis (dts Nachrichtenagentur) – Beim Treffen der Staats- und Regierungschefs der G7-Gruppe in den kanadischen Rocky Mountains ist der erste Gipfeltag weitgehend harmonisch abgelaufen. Mit der vorzeitigen Abreise von US-Präsident Donald Trump endete der Tag allerdings mit einer Überraschung.

Der Abschluss des Treffens am Dienstag findet dementsprechend ohne den US-Präsidenten statt, der seine Abreise damit begründete, dass er sich um „viele wichtige Themen“ kümmern müsse – insbesondere die Ereignisse im Nahen Osten. Beim G7-Treffen in Kanada soll es am Dienstag vor allem um Sicherheitsfragen gehen. Unter anderem werden der ukrainische Präsident Selenskyj und Nato-Generalsekretär Rutte dann dazustoßen.

Eigentlich war auch ein bilaterales Treffen von Trump und Selenskyj geplant. Der ukrainische Präsident hatte im Vorfeld angekündigt, bei Trump für eine weitere Unterstützung im Verteidigungskrieg gegen Russland werben zu wollen. Kanadas Premierminister Mark Carney sagte als Gastgeber des Treffens, dass er volles Verständnis für die Abreise Trumps habe.

Die USA hatten vor dem Hintergrund der Lage im Nahen Osten zuletzt ihre Militärpräsenz vor Ort verstärkt, wie US-Verteidigungsminister Pete Hegseth mitteilte. Der Schutz der eigenen Truppen habe für die USA „oberste Priorität“. Trump rief die Bürger in der iranischen Hauptstadt Teheran unterdessen auf, die Stadt „unverzüglich zu verlassen“.

Vor der Abreise Trumps hatten sich die G7 allerdings noch überraschend auf eine gemeinsame Erklärung zum Konflikt zwischen Israel und dem Iran geeinigt. In diesem Zusammenhang bekräftigten die G7-Staaten, dass Israel das Recht habe, sich zu verteidigen, und sagten ihre Unterstützung für die Sicherheit Israels zu. Den Iran bezeichneten sie als „die Hauptursache für regionale Instabilität und Terror“. Man habe stets klar zum Ausdruck gebracht, dass der Iran niemals über Atomwaffen verfügen dürfe.

Das Thema dürfte auf dem Gipfel in Kananaskis damit abgehakt sein. Neben dem Ukraine-Krieg wird es am Dienstag unter anderem um den Bereich Energiesicherheit gehen. Dazu wurden auch die Staats- und Regierungschefs aus Indien, Brasilien, Mexiko und Australien eingeladen.


Foto: G7-Familienfoto am 16.06.2025, Government of Canada via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Großrazzia wegen Tierquälerei in sieben Bundesländern

0

Kühe (Archiv), via dts NachrichtenagenturDüsseldorf (dts Nachrichtenagentur) – Mehr als 200 Einsatzkräfte der Polizei aus sieben Bundesländern und der Staatsanwaltschaft Dortmund haben am Dienstag bundesweit 30 Objekte durchsucht. Der Einsatz richte sich gegen 40 Beschuldigte, darunter Verantwortliche von Viehtransportunternehmen und eines Schlachthofs in Nordrhein-Westfalen, teilten die Behörden mit. Die Ermittler werfen ihnen schwere Verstöße gegen das Tierschutzgesetz vor.

Laut den Ermittlungen sollen die Beschuldigten kranke und nicht transportfähige Tiere, vor allem Rinder, über lange Strecken transportiert haben. Die Tiere hätten dabei erhebliche Schmerzen erlitten. Die Durchsuchungen wurden vom Landeskriminalamt NRW koordiniert.

Die Staatsanwaltschaft Dortmund teilte mit, dass bereits vorgenommene Untersuchungen an angelieferten Tieren den Verdacht auf Tierquälerei bestätigt hätten. Die Ermittlungen dauern an.


Foto: Kühe (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Dax startet schwach – Unsicherheit nach Trumps G7-Abreise

0

Frankfurter Börse (Archiv), via dts NachrichtenagenturFrankfurt/Main (dts Nachrichtenagentur) – Die Börse in Frankfurt hat zum Handelsstart am Dienstag zunächst deutliche Kursverluste verzeichnet. Gegen 09:30 Uhr wurde der Dax mit rund 23.340 Punkten berechnet, ein Minus von 1,5 Prozent im Vergleich zum Handelsschluss am Vortag. An der Spitze der Kursliste rangierten Beiersdorf, Porsche und Brenntag, am Ende die Deutsche Telekom, Bayer und Rheinmetall.

„Donald Trumps vorzeitige Abreise vom G7-Gipfel ist auch für die Börsen schwer zu deuten“, sagte Thomas Altmann von QC Partners. „Im besten Fall will sich der US-Präsident einer diplomatischen Lösung widmen und unmittelbar in Gespräche mit den Kriegsparteien eintreten.“ Solange aber nicht klar sei, was der US-Präsident plane, sei die Unsicherheit hoch. „Entsprechend skeptisch reagieren die Börsen deshalb auf die vorzeitige Abreise.“

Der Dax hatte seinen Negativtrend am Vortag durchbrochen und nach sechs Minus-Tagen in Serie erstmals wieder im Plus geschlossen. „Im aktuellen Umfeld ist es für den Dax allerdings schwierig, viel Eigenleben zu erzeugen“, so Altmann. „Die militärischen Konflikte schweben im Moment über allem und geben weltweit die Richtung an den Börsen vor.“

Die europäische Gemeinschaftswährung war am Dienstagmorgen etwas schwächer: Ein Euro kostete 1,1554 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8655 Euro zu haben.

Der Ölpreis stieg unterdessen leicht: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete gegen 9 Uhr deutscher Zeit 73,33 US-Dollar; das waren 10 Cent oder 0,1 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.


Foto: Frankfurter Börse (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Lies sorgt sich um jüdische Einrichtungen

0

Olaf Lies (Archiv), via dts NachrichtenagenturHannover (dts Nachrichtenagentur) – Der niedersächsische Ministerpräsident Olaf Lies blickt besorgt auf eine mögliche Ausweitung des Nahost-Konflikts auf Deutschland. „Wir wissen nicht, wie sich die Situation im Nahen Osten weiterentwickelt und ob sie weiter eskaliert“, sagte der SPD-Politiker den Sendern RTL und ntv. „Deswegen sind alle hier sehr wachsam, sehr angespannt und regelmäßig im Austausch.“

Dieser Austausch beziehe sich auch auf eine mögliche Ausweitung des Schutzes jüdischer Einrichtungen. Man habe es schon erlebt, dass Auseinandersetzungen um den Gazastreifen auch Rückwirkungen in Deutschland und in Niedersachsen hatten. „Ob die Polizeipräsenz ausreichend ist, wird von den Innenministern sehr genau beobachtet.“

Lies sagte auch, dass dieser Schutzstatus bereits sehr hoch sei. „Wir haben uns auch in der Vergangenheit schon Sorgen um die jüdischen Einrichtungen gemacht. Wir haben eine hohe Polizeipräsenz und Sicherheitsanforderungen, die an die Einrichtungen in letzter Zeit gestellt worden sind.“


Foto: Olaf Lies (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Besuch eines Schwimmbads deutlich teurer

0

Schwimmbad (Archiv), via dts NachrichtenagenturWiesbaden (dts Nachrichtenagentur) – Für einen Besuch im Hallen- oder Freibad müssen Verbraucher in Deutschland deutlich mehr bezahlen als zu Beginn der vergangenen Freibadsaison. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) am Dienstag mitteilte, hat sich der Besuch eines Schwimmbads im Mai 2025 um 5,7 Prozent gegenüber dem Mai 2024 verteuert.

Unterschiedlich haben sich dagegen die Preise für ausgewählte Dinge entwickelt, die man neben dem Ticket für einen Badetag braucht: Der Sonnenschirm hat sich im selben Zeitraum um 2,4 Prozent verteuert, während die Preise für Sport- oder Badebekleidung für Herren leicht anstiegen (+0,6 Prozent). Sport- oder Badebekleidung für Damen hingegen hat sich um 1,1 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat verbilligt. Zum Vergleich: Die Verbraucherpreise insgesamt stiegen im selben Zeitraum um 2,1 Prozent.

Der Weg zum Freibadvergnügen ist in Deutschland unterschiedlich weit. Das nächste Natur- oder Freibad ist mit dem Auto im Durchschnitt in zehn Minuten zu erreichen, wie der Deutschlandatlas für das Jahr 2024 zeigt. In einzelnen ländlichen Regionen hingegen muss man mehr als 20 Minuten mit dem Auto einplanen, darunter in wenig besiedelten Regionen in Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, im nördlichen Sachsen-Anhalt und in Teilen von Rheinland-Pfalz. Insgesamt gibt es nach Angaben der Deutschen Gesellschaft für das Badewesen in Deutschland gut 2.800 Freibadangebote und etwa 570 Naturbäder.

Für Sicherheit und im Notfall Erste Hilfe sorgt in den Bädern das Fachpersonal. Gut 600 Menschen begannen im Jahr 2023 eine Ausbildung zu Fachangestellten für Bäderbetriebe, gemeinhin Bademeisterin oder Schwimmmeister genannt. Das waren etwas mehr (+3,0 Prozent) als ein Jahr zuvor, so die Statistiker. Mehr als zwei Drittel (67,6 Prozent) der neuen Auszubildenden waren Männer. Binnen zehn Jahren hat die Zahl der Menschen, die diese Ausbildung begonnen haben, um mehr als ein Viertel (27,5 Prozent) zugenommen.


Foto: Schwimmbad (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Mehr Beschäftigte im öffentlichen Dienst

0

Müllabfuhr (Archiv), via dts NachrichtenagenturWiesbaden (dts Nachrichtenagentur) – Rund 5,4 Millionen Menschen in Deutschland sind 2024 im öffentlichen Dienst beschäftigt gewesen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) am Dienstag mitteilte, waren das 95.900 Beschäftigte oder 1,8 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Damit arbeiteten 2024 knapp zwölf Prozent aller Erwerbstätigen in Deutschland im Staatsdienst. Hohe Zuwächse waren vor allem bei den Schulen, Hochschulen und Kindertageseinrichtungen zu verzeichnen.

Mit über einer Million Beschäftigten stellen die allgemeinbildenden und beruflichen Schulen den personalstärksten Aufgabenbereich des öffentlichen Dienstes dar. Bis Mitte 2024 stieg bei den Schulen die Zahl der Beschäftigten innerhalb eines Jahres um 19.500 oder 1,9 Prozent auf 1.047.900. Dabei stieg die Zahl der angestellten Beschäftigten um 0,9 Prozent auf rund 354.800 (+3.200), die der Beamten um 2,4 Prozent auf 693.200 (+16.300).

Der seit Jahren anhaltende Personalzuwachs bei kommunalen Kindertageseinrichtungen setzte sich weiter fort: Mitte 2024 waren dort 289.900 Personen beschäftigt und damit 11.000 oder 4,0 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Langfristig betrachtet hat sich die Zahl der Erzieher von 2009 bis 2024 mehr als verdoppelt (+102 Prozent oder +4,8 Prozent durchschnittlich pro Jahr).

Das Personal an Hochschulen einschließlich Hochschulkliniken stieg innerhalb eines Jahres um rund 14.200 Personen (+2,3 Prozent). Insgesamt waren am 30. Juni 2024 im Hochschulbereich 636.100 Personen beschäftigt und damit rund 41 Prozent mehr als 15 Jahre zuvor.


Foto: Müllabfuhr (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Mindestens 14 Tote bei Luftangriff auf Kiew

0

Ukrainische Flagge in Kiew (Archiv), via dts NachrichtenagenturKiew (dts Nachrichtenagentur) – Bei einem russischen Luftangriff auf Kiew sind nach ukrainischen Angaben in der Nacht zum Dienstag mindestens 14 Menschen getötet worden. 44 weitere Personen seien in der ukrainischen Hauptstadt verletzt worden, teilte der ukrainische Innenminister Ihor Klymenko mit.

Hinzu kommen demnach bei weiteren Angriffen sechs Verletzte in Odessa im Süden des Landes sowie jeweils eine Person in den Regionen Kiew und Tschernihiw. Insgesamt seien 27 verschiedene Orte in Kiew getroffen worden, darunter Wohngebäude, Bildungseinrichtungen und kritische Infrastruktureinrichtungen, so Klymenko. Rettungskräfte, Polizisten und Ärzte seien im Einsatz. Sie seien damit beschäftigt, Opfern zu helfen und Trümmer zu beseitigen.

Die Angriffe ereigneten sich parallel zum G7-Gipfel, der derzeit in Kanada stattfindet und an dem am Dienstag auch der ukrainische Staatschef Wolodymyr Selenskyj teilnimmt. Selenskyj sollte dort eigentlich auch Gespräche mit Donald Trump führen – doch der US-Präsident hatte am Ende des ersten Gipfeltages überraschend angekündigt, dass er aufgrund der Spannungen im Nahen Osten früher nach Washington zurückkehren werde. Laut Klymenko befindet sich unter den Todesopfern in Kiew auch ein US-Bürger.


Foto: Ukrainische Flagge in Kiew (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Kritik an CCS-Plänen der Wirtschaftsministerin

0

Katherina Reiche (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) stößt mit ihren Plänen, die Abscheidung und Speicherung von CO2 (genannt CCS) in Deutschland zu erlauben und dabei explizit auch Gaskraftwerke einzubeziehen, auf Kritik – auch aus den Reihen der eigenen Koalition.

„CCS an Gaskraftwerken steht in der Sache quer zu Investitionen in klimagerechten Ersatz für Erdgas“, sagte Nina Scheer, energiepolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion, dem „Spiegel“. „Wenn im Mittelpunkt der Neubau von Gaskraftwerken stünde, widerspräche das unter anderem den Aussagen zu den Klimazielen, zur Kosteneffizienz wie auch zur Sicherheit.“

Der energiepolitische Sprecher der Grünen, Michael Kellner, kritisiert, Reiche wolle „Luftschlösser bauen oder fossile Geschäfte künstlich verlängern“. Statt „CCS für alles und jeden“ sollte Deutschland auf grüne Gase wie Wasserstoff und auf Elektrifizierung setzen, etwa durch Wärmepumpen, sagte Kellner dem „Spiegel“. CCS sei technisch kompliziert und teuer. Kellner war Parlamentarischer Staatssekretär unter Reiches Vorgänger Robert Habeck (Grüne).

Das Wirtschaftsministerium will im Herbst ein Gesetz durch den Bundestag bringen, das unter anderem den Bau von CO2-Speichern und -Leitungen zum „überragenden öffentlichen Interesse“ erklären soll, wie es in einer Leitungsvorlage an Reiche heißt. Mit einem ähnlichen Passus im Gesetz hatte die Ampelregierung den Ausbau erneuerbarer Energien beschleunigt. Union und SPD gehen an dieser Stelle über einen früheren Gesetzentwurf zu CCS hinaus, den die Vorgängerregierung zwar noch beschlossen, aber nicht mehr durch das Parlament gebracht hatte. Reiche warb öffentlich für das Abscheiden und Speichern von CO2, auch aus Gaskraftwerken.


Foto: Katherina Reiche (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

G7 einigen sich auf Erklärung zum Israel-Iran-Konflikt

0

Logo von G7-Gipfel in Kanada im Juni 2025, via dts NachrichtenagenturKananaskis (dts Nachrichtenagentur) – Beim G7-Gipfel in Kanada haben sich die Staats- und Regierungschefs überraschend auf eine gemeinsame Erklärung zum Krieg zwischen Israel und dem Iran verständigt. „Wir, die Staats- und Regierungschefs der G7, bekräftigen unser Engagement für Frieden und Stabilität im Nahen Osten“, heißt es in der Erklärung, die am späten Montagabend (Ortszeit) von der kanadischen G7-Präsidentschaft veröffentlicht wurde.

In diesem Zusammenhang heben die G7-Staaten hervor, dass Israel das Recht habe, sich zu verteidigen: „Wir bekräftigen unsere Unterstützung für die Sicherheit Israels.“ Zugleich bekräftigen die Staats- und Regierungschefs auch „die Bedeutung des Schutzes der Zivilbevölkerung“. Den Iran bezeichneten sie als „die Hauptursache für regionale Instabilität und Terror“. Man habe stets klar zum Ausdruck gebracht, dass der Iran niemals über Atomwaffen verfügen dürfe.

„Wir fordern, dass die Lösung der Iran-Krise zu einer umfassenderen Deeskalation der Feindseligkeiten im Nahen Osten führt, einschließlich eines Waffenstillstands im Gazastreifen“, heißt es in der Erklärung weiter. Die Auswirkungen auf die internationalen Energiemärkte werde man derweil weiterhin aufmerksam beobachten und man sei bereit, sich „auch mit gleichgesinnten Partnern abzustimmen, um die Marktstabilität zu gewährleisten“.

Die Einigung auf die Erklärung erfolgte wenige Stunden nach der Ankündigung des Weißen Hauses, dass US-Präsident Donald Trump auf den zweiten Gipfeltag verzichten werde. Trump hatte seine vorzeitige Reise mit der Nahost-Krise begründet.


Foto: Logo von G7-Gipfel in Kanada im Juni 2025, via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Junge Union findet Mütterrente "keine gute Idee"

0

Alte und junge Frau sitzen am Strand, via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – JU-Chef Johannes Winkel (CDU) lehnt die Mütterrente ab. Sie gehe zulasten der jungen Generation und verteile die Lasten einer Rentenreform nicht gerecht.

„Mütterrente keine gute Idee“, sagte Winkel im Berlin Playbook-Podcast von POLITICO. In Zeiten knapper Kassen müsse man „sinnvolle von weniger sinnvollen Dingen priorisieren“. Für ihn gehöre die Mütterrente „nicht zu den Top drei des Koalitionsvertrags“.

Auch SPD und Union kritisiert Winkel für fehlenden Reformwillen: „Alle drei Parteien haben im Koalitionsvertrag Reformen bei den Sozialversicherungen nicht vernünftig angegangen. Und deswegen sind alle drei Parteien ehrlicherweise ein Problem.“ Zwar sei die Mütterrente auch eine Rentenreform, „nur leider eine zulasten der jungen Generation und nicht zu Gunsten der jungen Generation“.

Zur Debatte um ein höheres Renteneintrittsalter sagte Winkel, die CDU habe sich im Wahlprogramm nicht getraut, offen für die Rente mit 70 zu werben. „Da waren wir nicht mutig genug. Aber die Politik generell ist nicht mutig genug in Deutschland. Politik hat Angst vor der Boomer-Generation.“ Die ältere Generation sei jedoch reformoffener als vielfach angenommen: „Wenn die Leute die Partei wählen würden, die die größten Rentengeschenke macht, hätte die SPD ja die absolute Mehrheit.“


Foto: Alte und junge Frau sitzen am Strand, via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts