Freitag, November 6, 2026
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Dax schließt nach versöhnlichem Handelsverlauf deutlich im Plus

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Frankfurter Börse, via dts NachrichtenagenturFrankfurt/Main (dts Nachrichtenagentur) – Zum Wochenausklang hat der Dax deutlich zugelegt. Zum Xetra-Handelsschluss wurde der Index mit 24.033 Punkten berechnet, ein Plus in Höhe von 1,6 Prozent im Vergleich zum Vortagesschluss.

An der Spitze der Kursliste rangierten kurz vor Handelsschluss Porsche, Daimler Truck und BMW. Auch die weiteren Autowerte Mercedes-Benz, Continental und Volkswagen legten kräftig zu. Am Ende standen dagegen Rheinmetall, Qiagen und Zalando.

„Die aktuelle Handelswoche hat einen versöhnlichen Handelsverlauf für die Marktteilnehmer vollzogen“, sagte Marktexperte Andreas Lipkow. „Trotz der geopolitischen Unsicherheiten ist es bemerkenswert, dass sich der Dax 40 wieder auf dem aktuellen Kursniveau befindet.“

Die europäische Gemeinschaftswährung war am Freitagnachmittag etwas stärker: Ein Euro kostete 1,1715 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8536 Euro zu haben.

Der Ölpreis stieg unterdessen: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete gegen 17 Uhr deutscher Zeit 68,38 US-Dollar; das waren 65 Cent oder 1,0 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.


Foto: Frankfurter Börse, via dts Nachrichtenagentur

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Klingbeil räumt Verantwortung für schlechtes Wahlergebnis ein

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Lars Klingbeil am 27.06.2025, via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – SPD-Chef Lars Klingbeil hat beim Bundesparteitag der Sozialdemokraten seine Mitverantwortung für das schlechte Ergebnis bei der Bundestagswahl eingeräumt. „Ja, das waren harte Zeiten in den letzten Wochen für uns als Partei“, sagte er am Freitagnachmittag in seiner Bewerbungsrede für seine Wiederwahl als Parteichef.

„Ich habe das gespürt, als ich in der Partei unterwegs war. In Nordrhein-Westfalen, in Schleswig-Holstein, in Sachsen, in Brandenburg, auf dem Bezirksparteitag in Braunschweig, dem Landesparteitag in Niedersachsen, auf dem Küstencamp der Jusos – überall wurde leidenschaftlich miteinander diskutiert.“ Das sei nach einem Ergebnis von 16,4 Prozent auch notwendig.

Über sich selbst sagte Klingbeil, dass er in den letzten Monaten „Fehler gemacht“ habe. „Natürlich trage ich Verantwortung für 16,4 Prozent. Ohne Frage selbstkritisch muss man sagen, wir hätten viel früher und konsequenter die Signale sehen sollen – spätestens ab Ende 2023, als es wirtschaftlich bergab ging.“ Man habe viel zu spät reagiert. „Und ja, das werfe ich mir vor. Das ist meine persönliche Verantwortung und das will ich hier vorne auch ganz deutlich sagen.“

Zugleich verteidigte Klingbeil, dass er unmittelbar nach der Wahlschlappe auch nach dem Fraktionsvorsitz gegriffen hatte. „Es war ein harter Wahlabend. Die Notwendigkeit zur Veränderung unserer Partei und gleichzeitig mussten wir handlungsfähig sein“, sagte er. „Deswegen gab es die Entscheidung im Präsidium, den Fraktions- und Parteivorsitz in eine Hand zu legen, um auf Augenhöhe mit Friedrich Merz über eine Regierung verhandeln zu können.“

Er selbst habe damals zwei Möglichkeiten gehabt: „Entweder ich höre auf oder ich gehe voll in die Verantwortung für die SPD – kämpfen, verhandeln, einen Umbruch einleiten – und glaubt mir, das waren keine einfachen Stunden für mich, in denen ich Entscheidung treffen musste“, so Klingbeil.


Foto: Lars Klingbeil am 27.06.2025, via dts Nachrichtenagentur

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RTL will durch Sky-Kauf Abo-Geschäft ausbauen

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Zentrale von Sky Deutschland (Archiv), via dts NachrichtenagenturKöln (dts Nachrichtenagentur) – Mit dem angekündigten Kauf des Bezahlsenders Sky Deutschland will RTL sein Abo-Geschäft ausbauen. „Jetzt, wo der Werbemarkt so herausfordernd ist, machen wir uns mit dem Fokus auf zahlende Abonnenten unabhängiger“, sagte Stephan Schmitter, Geschäftsführer von RTL Deutschland, dem „Spiegel“.

Sowohl RTL als auch Sky Deutschland hätten jeweils erkannt, dass es am Markt immer schwieriger werde, allein gegen die großen Streamingplayer zu bestehen und hätten deshalb in dem Zusammenschluss eine Perspektive gefunden.

Für die Zuschauer von RTL, Sky und Wow soll sich laut Schmitter zunächst einmal nichts ändern. „Das sind alles drei starke Marken mit ganz unterschiedlichen Zielgruppen“, sagte er dem Nachrichtenmagazin. Die Plattform RTL+ spreche vor allem junge Frauen an, Sky eher mittelalte Männer. „Uns ist wichtig: keine Irritation für den Nutzer. Alle drei Marken werden gepflegt, werden weiter ausgebaut und wir bleiben mit drei Marken im Markt.“


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Bas warnt bei SPD-Parteitag vor "Klassenkampf von oben"

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Bärbel Bas am 27.06.2025, via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas hat beim SPD-Bundesparteitag in ihrer Bewerbungsrede für den Parteivorsitz einen sozialpolitischen Fokus gesetzt.

Wichtig sei ihr, dass Aufstieg durch Bildung und Arbeit wieder für viel mehr Menschen im Land möglich werde und auch deshalb sei sie in die SPD eingetreten, sagte Bas am Freitagnachmittag in Berlin. Die Realität in Deutschland sei aber gerade eine andere, es gebe Aktionäre, die teilweise ein Vermögen in Milliardenhöhe haben und es gebe Manager, die jedes Jahr Vorstandsgehälter in Millionenhöhe einstreichen. „Aber was passiert, wenn es Deutschland wirtschaftlich mal schlecht geht? Dann liegt es angeblich an den Menschen, die in der Grundsicherung sind“, so Bas. Das nenne sie „Klassenkampf von oben“.

„Wir müssen stattdessen sagen: Hört auf, die Menschen in diesem Land gegeneinander auszuspielen“, sagte die Arbeitsministerin. „Unser Problem ist der wachsende Unterschied zwischen oben und unten und arm und reich, und da müssen wir ran. Das ist unser Auftrag.“

Bas kandidiert beim Parteitag am Freitag für den Vorsitz – sie will Nachfolgerin von Saskia Esken werden. Sie will die Partei künftig gemeinsam mit Vizekanzler Lars Klingbeil führen. Eine Gegenkandidatin gibt es nicht.


Foto: Bärbel Bas am 27.06.2025, via dts Nachrichtenagentur

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Brandanschlag auf Bundeswehr-Fahrzeuge: Maier will besseren Schutz

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Georg Maier (Archiv), via dts NachrichtenagenturErfurt (dts Nachrichtenagentur) – Im Zusammenhang mit Brandanschlägen auf Bundeswehr-Fahrzeuge in Erfurt hat Thüringens Innenminister Georg Maier (SPD) einen besseren Schutz der Einrichtungen von Sicherheitsbehörden und Unternehmen gefordert.

„Behörden und Unternehmen müssen den Schutz der eigenen Einrichtungen hochfahren. Wichtig ist, dass das sogenannte Kritis-Dachgesetz, mit dem klare Vorgaben zum Schutz relevanter Infrastruktur gemacht werden, jetzt schnell kommt“, sagte Maier den Tageszeitungen der Funke-Mediengruppe (Samstagsausgaben). „Wir müssen die Angriffe auf unsere Sicherheitsbehörden und Infrastruktur ernster nehmen.“

Der SPD-Politiker wies darauf hin, dass schon vor einem Jahr „an dem Standort in Erfurt Militärfahrzeuge in Brand gesetzt“ worden seien, nun habe es wieder einen Brandanschlag auf Bundeswehrfahrzeuge gegeben. Maier hob hervor: „Deutschland ist zunehmend im Visier ausländischer Spionage und Sabotage vor allem aus Russland. Noch laufen die Ermittlungen, und wir wissen noch nicht abschließen, wer die Täter sind und was ihre Motive waren.“

Aber allein die Tatsache, dass der Brandanschlag in den Sozialen Medien über pro-russische Kanäle verbreitet und gefeiert werde, mache die Tat zu einem „hybriden Angriff auf Deutschland“, sagte Maier den Funke-Zeitungen. Die bei einem Brandanschlag auf sechs Bundeswehr-Lastwagen in Erfurt zerstörten Fahrzeuge sollten nach Angaben des Verteidigungsministeriums nicht an die Ukraine geliefert werden. Die Ermittlungen auf einem zivilen Firmengelände hat das Landkriminalamt Thüringen übernommen.


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Andrea Berg wieder an Spitze der Album-Charts

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Radio, via dts NachrichtenagenturBaden-Baden (dts Nachrichtenagentur) – Schlagersängerin Andrea Berg steht mit der Live-Version ihres selbstbetitelten 2024er-Albums neu an der Spitze der offiziellen deutschen Album-Charts. Das teilte die GfK am Freitag mit. Yungblud („Idols“) und Linkin Park („From Zero“) vervollständigen die Top 3.

Im Single-Ranking verteidigt Alex Warren („Ordinary“) die Führung. Den höchsten Neueinstieg machen zwei Hip-Hop-Acts unter sich aus, wobei Jazeek & Shindy mit „Parfum“ (zwei) etwas besser abschneiden als „Alles oder Nix“ von SSIO (drei). Als Dritter im Bunde reiht sich Reezy mit „Trapper`s Lullaby“ auf 15 ein. Erstmals in der Top 20 ist „Be Mine“ von KAMRAD, das sich von 25 auf 18 verbessert.

Die offiziellen deutschen Charts werden von GfK Entertainment im Auftrag des Bundesverbandes Musikindustrie ermittelt. Sie decken 90 Prozent aller Musikverkäufe ab.


Foto: Radio, via dts Nachrichtenagentur

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SPD will auf Parteitag neue Spitze wählen

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SPD-Parteitag am 27.06.2025, via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Die SPD hat am Freitagnachmittag ihren Bundesparteitag in Berlin eröffnet. Im Zentrum des dreitägigen Treffens steht am Abend die Wahl einer neuen Parteispitze.

Als Duo stellen sich Amtsinhaber Lars Klingbeil sowie Bärbel Bas zur Wahl. Beide sind als Minister gleichzeitig Mitglieder des Kabinetts von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU). Klingbeils bisherige Co-Chefin Saskia Esken hatte nach wochenlangen Debatten über ihre Person angekündigt, nicht mehr zu kandidieren.

Inhaltlich dürfte vielen Delegierten an einer Aufarbeitung des historisch desaströsen Abschneidens bei der Bundestagswahl gelegen sein. Bei mehreren Landesparteitagen in den vergangenen Wochen war immer wieder Parteichef Klingbeil scharf kritisiert worden. Ihm wurde vorgeworfen, das Wahldebakel für eigene Karriereschritte genutzt zu haben, anstatt eine inhaltliche Bestandsaufnahme durchzuführen.

Zudem hatten einige SPD-Promis vor wenigen ein „Manifest“ veröffentlicht, das wieder einen stärkeren Fokus auf Friedenspolitik und nicht nur auf Aufrüstung fordert. Um das Papier hatte es auch parteiintern scharfe Auseinandersetzungen gegeben. In diesem Themenkomplex wollen die Jusos auch über die Wehrpflicht debattieren. Sie fürchten, dass der Zwang zum Dienst an der Waffe beim neuen Wehrdienst von Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) durch die Hintertür nachgeschoben werden soll.


Foto: SPD-Parteitag am 27.06.2025, via dts Nachrichtenagentur

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Merz steht zu "Drecksarbeit"-Äußerung und warnt vor "Kriegsangst"

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Friedrich Merz am 27.06.2025, via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) will sich in Fragen der internationalen Politik auch künftig mit undiplomatischen Formulierungen zu Wort melden.

„Zur Außenpolitik gehört nicht nur Diplomatie, sondern auch analytische Klarheit. Die Bürgerinnen und Bürger spüren sehr genau, wenn die Führung eines Landes herumdruckst“, sagte Merz der „Süddeutschen Zeitung“.

Merz hatte die israelischen Militärschläge gegen das iranische Atomprogramm am Rande des G-7-Gipfels mit den Worten begrüßt: „Das ist die Drecksarbeit, die Israel macht für uns alle.“ Auf die Frage, ob er seine Wortwahl bedaure, antwortete der Kanzler: „Nein“. Er warnte: „Wenn wir die Dinge nicht beim Namen benennen, übernehmen das die Falschen für uns.“

Merz bekräftigte seine Sympathie für die Angriffe Israels und der USA und wies Forderungen zurück, diese als völkerrechtswidrig einzustufen. „Natürlich gilt das Völkerrecht für uns. Ich will gar keine völkerrechtliche Einordnung vornehmen“, sagte er. Ihm stellten sich aber Fragen: „Kann man ernsthaft behaupten, dass Israel gegen Iran einen Präventivschlag geführt hat? Oder wird seit dem 7. Oktober 2023 Krieg geführt gegen Israel mit einer Hamas, die von Iran finanziert wird?“ Israel wehre sich „gegen die Hintermänner dieses Krieges und gegen die existenzielle Bedrohung durch eine iranische Atombombe“.

Skeptisch äußerte sich Merz zur Möglichkeit eines Telefonats mit dem russischen Staatschef Wladimir Putin. „Auf das letzte Telefonat mit meinem Amtsvorgänger folgten Bomben auf ein Kinderkrankenhaus. Wenn das also das Ergebnis solcher Telefonate ist, würde ich noch lange davon Abstand nehmen“, sagte er. Auch US-Präsident Donald Trump zeige gegenüber Putin eine „wachsende Skepsis“ und werde kritischer. In Europa gebe es eine große Übereinstimmung in der Bewertung des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine. „Ich glaube, Präsident Trump nähert sich dieser Einschätzung an“, sagte Merz.

In Teilen der deutschen Bevölkerung gebe es „eine tief sitzende Kriegsangst“, konstatierte Merz. „Ich teile sie nicht, aber ich kann sie nachvollziehen. Prinzipiell ist es richtig, alle Wege zu einem Frieden zu suchen“, sagte er. Nötig sei aber ein realistischer Blick auf die imperialistischen Absichten Russlands. Merz verwies auf die auf Beschwichtigung Nazi-Deutschlands ausgerichtete „Appeasement“-Politik vor dem Zweiten Weltkrieg. „Wir dürfen einen solchen Fehler nicht noch einmal machen“, warnte er.

Als „Etappenziel dieser Wahlperiode“ nannte Merz, dass die Koalition aus CDU/CSU und SPD „stabil über 50 Prozent“ in den Umfragen liege. Dabei wandte er sich insbesondere an die SPD, die am Freitag zu ihrem Parteitag zusammenkam. „Ich habe auch kein Interesse daran, dass die SPD scheitert. Wenn die SPD wieder über 20 Prozent kommt, dann freut mich das genauso, wie wenn wir in der Union wieder über 30 Prozent kommen“, sagte er.


Foto: Friedrich Merz am 27.06.2025, via dts Nachrichtenagentur

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Umweltminister: "Es gibt keine Alternative zu grünem Stahl"

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Stahlproduktion (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Umwelt- und Klimaschutzminister Carsten Schneider (SPD) hat die Grüner-Stahl-Strategie der Bundesregierung verteidigt. „Ohne grünen Stahl werden wir unsere Klimaziele reißen“, sagte Schneider dem Nachrichtenportal T-Online.

Schneider betonte zudem die ökonomischen Vorteile von klimaneutral hergestelltem Stahl. „Wir brauchen grünen Stahl auch, um die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit unseres Landes zu sichern. Daher werden wir die Nachfrage nach unserem grünen Stahl durch gezielten Einkauf stärken müssen.“

Die Ankündigung des Stahlkonzerns ArcelorMittal, seine Produktion in Bremen und Eisenhüttenstadt doch nicht klimaneutral umzustellen, kritisierte Schneider scharf. „Im Fall von ArcelorMittal handelt es sich um einen sehr großen, weltweit tätigen Konzern, der seine Standorte in Teilen auch gegeneinander ausspielt.“

Der Bund und das Land Bremen hätten mit 1,3 Milliarden Euro „sehr viele Fördermittel“ mobilisiert. „Die Entscheidung gegen diese Unterstützung und damit auch gegen den Standort Deutschland ist in meinen Augen nicht nachvollziehbar.“ Auch die Beschäftigten erwarteten von ihrem Arbeitgeber zu Recht, dass er seine Zusagen einhalte. „Es geht auch um Arbeitsplätze, die durch diese Absage bedroht sind.“

Schneider plädierte zugleich für Gelassenheit: „Man darf sich jetzt nicht zu sehr ins Bockshorn jagen lassen von einem sehr großen, geschäftstüchtigen Konzern.“ Es gebe keine Alternative zu grünem Stahl. Das wisse auch ArcelorMittal. Drei andere Stahlunternehmen in Deutschland investierten in die neuen Technologien hier vor Ort.

An der Strategie, eine eigene Stahlproduktion in Deutschland zu halten, will der Minister festhalten: „Als drittgrößte Industrienation brauchen wir eine eigene Stahlindustrie in Deutschland, auch um uns vor den Turbulenzen auf dem Weltmarkt etwas zu schützen.“ Ein erster Schritt könnte ein Stahlgipfel sein, wie ihn auch Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) ins Gespräch gebracht habe.


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Kaum junge Lehrkräfte in Berlin fühlen sich gut auf Job vorbereitet

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Klassenraum in einer Schule (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Viele junge Lehrer in Berlin sind mit Studium und Referendariat nicht zufrieden.

Gerade einmal 15 Prozent von 132 befragten Berufseinsteigenden fühlen sich „gut“ oder „eher gut“ auf ihren Job im Klassenzimmer vorbereitet. Ähnlich schlecht sind die Werte im Referendariat. Das geht aus einer Studie des Forschungsinstituts für Bildungs- und Sozialökonomie (FiBS) für die Berliner Senatsverwaltung für Wissenschaft, Gesundheit und Pflege hervor, über die der „Spiegel“ berichtet.

Befragt wurden unter anderem Referendare sowie Lehrkräfte im Berufseinstieg. „Dass sich nur etwa jeder siebte Junglehrer gut vorbereitet fühlt, muss man schon als Desaster bezeichnen“, sagte FiBS-Direktor Dieter Dohmen.

Die Themen, in denen sich die Befragten besonders unsicher fühlten, seien Aufgaben wie die Klassenführung, die inhaltliche Jahresplanung oder die Gestaltung von Elterngesprächen. Die Unzufriedenheit sei offenbar groß. „Die Hälfte der befragten Berufseinsteigerinnen und -einsteiger hat bereits an Abbruch gedacht“, sagte Dohmen, angesichts des Lehrkräftemangels sei das dramatisch. Dohmen fordert einen Umbau des Lehramtsstudiums zu einem dualen Modell. „Angehende Lehrkräfte müssen schon während des Studiums Praxiserfahrungen sammeln und dies mit ihrem theoretischen Wissen verknüpfen können.“


Foto: Klassenraum in einer Schule (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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