Samstag, August 1, 2026
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Röwekamp offen für europäischen Atomschutzschirm

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Thomas Röwekamp (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Der Vorsitzende des Verteidigungsausschusses im Bundestag, Thomas Röwekamp (CDU), ist offen für die Forderung des Vorsitzenden der Europäischen Volkspartei (EVP), Manfred Weber, einen europäischen Atomschutzschirm einzurichten.

„Ich schließe definitiv aus, dass Deutschland eigenständig Atomwaffen herstellt oder anschafft“, sagte er dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“. „Der Atomwaffensperrvertrag und der 2+4-Vertrag verbieten das. Und ich zweifle nicht daran, dass Amerika auch in Zukunft die nukleare Abschreckung in Europa gewährleisten wird.“

Der CDU-Politiker sagte aber: „Ich will nicht ausschließen, dass ein Teil der nuklearen Abschreckung künftig auch durch europäische Streitkräfte vorgenommen wird. Wir müssen darüber sprechen, ob Frankreichs oder Großbritanniens Nuklearstreitkräfte eine größere Rolle beim Schutz des Kontinents übernehmen könnten.“ Die Aufgabenteilung könne der Teilhabe mit den USA ähneln, bei der die nukleare Partnernation die Sprengköpfe stelle und Deutschland die Trägerflugzeuge mit Besatzungen.

Die Vorsitzende des Verteidigungsausschusses im Europaparlament, Marie-Agnes Strack-Zimmermann (FDP), reagierte dagegen skeptisch. „Mal so eben einen eigenen europäischen nuklearen Schirm aufzubauen, klingt gut, ist aber kurz- bis mittelfristig schwer umsetzbar“, sagte sie dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“. Die FDP-Politikerin sagte zudem: „Unsere primäre Aufgabe ist es, unter Hochdruck die konventionelle und Cyberabwehr aufzubauen und gemeinsam in Europa unsere Beschaffung zu synchronisieren und zu organisieren. Europa muss zukünftig innerhalb der Nato deutlich mehr liefern. Ziel ist es auch, den Amerikanern konventionelle Aufgaben abzunehmen.“


Foto: Thomas Röwekamp (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Hilfsorganisationen fordern mehr Geld für globale Gesundheit

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US-Dollar (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Christliche Hilfsorganisationen fordern von der Bundesregierung ein Jahr nach dem USAID-Kahlschlag mehr Geld für die globale Gesundheit.

Die Präsidentin des evangelischen Hilfswerks Brot für die Welt und Diakonie Katastrophenhilfe, Dagmar Pruin, sagte der „Rheinischen Post“ (Montagsausgabe) mit Blick auf die Einschnitte bei der US-Entwicklungshilfe: „Das Ende von USAID hätte eine Chance sein können für die Weltgemeinschaft, die Reihen zu schließen. Diese Chance wurde bisher vertan.“ Sie fügte hinzu: „Die Bundesregierung darf diesem Kollaps nicht weiter tatenlos zusehen, sondern muss die Mittel für globale Gesundheit deutlich aufstocken. Nur so lassen sich katastrophale Versorgungslücken schließen.“

Der Leiter von Caritas international, Oliver Müller, sagte: „Die Erfolge in der weltweiten Gesundheitsversorgung in den vergangenen Jahren sind mit dem Kahlschlag der Hilfen von USAID und der weltweiten Kürzungsorgie vieler Staaten in der humanitären Hilfe und Entwicklungszusammenarbeit – auch von Deutschland – ernsthaft gefährdet.“ Das werde langfristige Folgen haben, denn sowohl für Forschung und Impfprogramme als auch für die Gesundheitsversorgung vieler Menschen fehlten nun Milliarden. „Vor allem die Ärmsten leiden darunter.“ Müller fügte hinzu: „Jetzt schon ist zu erkennen, dass Erkrankungen wie Malaria, Masern, Polio und HIV wieder deutlich zulegen, auch weil Aufklärungskampagnen wegfallen.“

Die frühere Entwicklungsministerin Svenja Schulze sieht die Europäer ebenfalls in der Pflicht: „Dass Europa ebenfalls kürzt, ist genau das Gegenteil dessen, was notwendig wäre.“ Die SPD-Politikerin, die inzwischen auch Präsidentin der Hilfsorganisation Help ist, sagte: „Es ist umso dramatischer, dass im Haushalt 2026 die Kürzungen nicht einmal teilweise zurückgenommen wurden.“ Schulze sagte: „Humanitäre Hilfe und Entwicklungszusammenarbeit sind ein vergleichsweise kleiner Betrag, aber die Wirkung ist weltweit enorm – ein bisschen mehr deutsches Engagement würde unzähligen Menschen helfen.“


Foto: US-Dollar (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Merz gratuliert deutschen Handballern in der Kabine

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Friedrich Merz und Julian Köster am 01.02.2026, Handout Bundesregierung/Guido Bergmann via dts NachrichtenagenturHerning (dts Nachrichtenagentur) – Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat den deutschen Handballern nach dem verlorenen EM-Finale trotzdem gratuliert – und zwar persönlich in der Kabine.

Das Bundespresseamt verbreitete am Sonntagabend Bilder, auf denen der Kanzler mit Trainer Alfred Gislason und unter anderem den Spielern Julian Köster, Miro Schluroff und Andreas Wolff jeweils einzeln spricht. Außerdem posierte der Kanzler für ein Gruppenfoto mit der Mannschaft.

Der Kanzler war zum Finale der Handball-EM nach Herning in Dänemark gekommen und hatte sich das Spiel gegen die Gastgeber auf der Ehrentribüne unter anderem an der Seite von Ministerpräsidentin Mette Frederiksen angesehen.

Regierungssprecher Stefan Kornelius hatte bereits am Freitag gesagt, der Kanzler lasse sich „intensivst“ über die Spiele der deutschen Handball-Nationalmannschaft unterrichten. „Ich habe ihn in den letzten Tagen sehr handballfanatisch erlebt“, so der Sprecher.


Foto: Friedrich Merz und Julian Köster am 01.02.2026, Handout Bundesregierung/Guido Bergmann via dts Nachrichtenagentur

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Söder: Mehrarbeit "wirklich nicht zu viel verlangt"

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Markus Söder am 30.01.2026, via dts NachrichtenagenturMünchen (dts Nachrichtenagentur) – Der bayerische Ministerpräsident und CSU-Chef Markus Söder fordert, dass die Arbeitnehmer in Deutschland insgesamt mehr arbeiten sollen.

In der ARD sagte er am Sonntag: „Eine Stunde mehr Arbeit in der Woche würde uns enorm viel Wirtschaftswachstum bringen und ist wirklich nicht zu viel verlangt“.

Söder unterstützt zudem die Forderung von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU), die telefonische Krankschreibung abzuschaffen. Und auch die Einführung eines sogenannten Karenztages fände der CSU-Chef gut. Für Arbeitnehmer würde das bedeuten, dass sie für den ersten Tag einer Krankheit keinen Lohn gezahlt bekämen. „An Brückentagen ist Deutschland immer etwas kranker als wann anders“, meinte Söder.

Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) widerspricht dem vehement. „Ich teile überhaupt nicht, dass die Deutschen zu wenig arbeiten“, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig. Die von der Union ausgelöste Diskussion gehe an der Lebensrealität vieler Menschen vorbei, so die SPD-Politikerin.

Zudem lehnt Schwesig Forderungen aus der Union ab, Sozialleistungen wie das Arbeitslosengeld zu kürzen, um so die Lohnnebenkosten zu senken. „Das Problem der hohen Arbeitslosigkeit ist nicht, dass die Menschen zu wenig arbeiten, sondern dass gerade ganz viele Stellen abgebaut werden, und da muss der Kanzler ran“, fordert sie.

Ein viel größeres Problem für die Wirtschaft sind aus Sicht von Schwesig die nach wie vor hohen Energiekosten. „Wir produzieren längst den grünen Strom zu nur ein paar Cent, aber durch staatliche Belastungen wird er zu teuer weitergegeben“, so die SPD-Politikerin.

Derweil spricht sich der bayerische Ministerpräsident für Steuersenkungen aus. So müssten zum einen Unternehmen steuerlich stärker entlastet werden, zum anderen aber auch Einkommen. Und auch die Stromsteuer müsse für Betriebe und Privathaushalte gesenkt werden. „Nur mit einem großen Steuersenkungspaket können wir die Wirtschaft ankurbeln und Leistung wieder hoffähig und stark machen“, sagte Söder.


Foto: Markus Söder am 30.01.2026, via dts Nachrichtenagentur

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1. Bundesliga: Borussia Dortmund dreht Spiel gegen Heidenheim

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Serhou Guirassy (Archiv), via dts NachrichtenagenturDortmund (dts Nachrichtenagentur) – Borussia Dortmund hat am 20. Spieltag der Fußball-Bundesliga gegen den 1. FC Heidenheim mit 3:2 gewonnen.

Die Partie begann mit einer frühen Führung für Dortmund durch Waldemar Anton, der nach einer Ecke erfolgreich abstaubte. Heidenheim zeigte sich jedoch kämpferisch und glich kurz vor der Halbzeit durch Julian Niehues aus, der nach einem Querpass von Mathias Honsak traf.

In der zweiten Halbzeit drehte Heidenheim das Spiel zunächst durch ein weiteres Tor von Niehues, der aus der Distanz erfolgreich war. Doch Dortmund reagierte schnell: Serhou Guirassy erzielte innerhalb weniger Minuten zwei Tore und brachte die Gastgeber wieder in Führung. Trotz eines verschossenen Elfmeters von Guirassy in der Schlussphase blieb Dortmund am Drücker und sicherte sich den Sieg.

Heidenheim versuchte bis zum Schluss, den Ausgleich zu erzielen, konnte jedoch die Dortmunder Abwehr nicht mehr überwinden. Mit diesem Sieg rückt Borussia Dortmund auf sechs Punkte an die Tabellenspitze heran.


Foto: Serhou Guirassy (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Deutsche Handballer scheitern im Finale an Dänemark

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Herning (dts Nachrichtenagentur) – Die Deutsche Handball-Nationalmannschaft hat das EM-Finale gegen Dänemark verloren. Die dts Nachrichtenagentur sendet in Kürze weitere Details.

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Handball-EM: Deutschland verliert Finale gegen Dänemark

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Dänische Fahne (Archiv), via dts NachrichtenagenturHerning (dts Nachrichtenagentur) – Deutschland hat im Finale der Handball-Europameisterschaft 2026 gegen Dänemark mit 34:27 verloren.

Das Spiel war von Beginn an umkämpft, wobei Dänemark sich letztlich als die stärkere Mannschaft erwies. Mathias Gidsel war mit seinem 68. Turniertreffer einer der herausragenden Spieler auf dem Feld. Die deutsche Mannschaft hielt lange Zeit gut mit, musste jedoch nach einer Roten Karte gegen Jannik Kohlbacher und mehreren Zwei-Minuten-Strafen Rückschläge hinnehmen.

In der ersten Halbzeit konnte Deutschland durch starke Abwehrleistungen und Paraden von Torhüter Andreas Wolff das Spiel offenhalten. Zur Halbzeit lag Dänemark mit 18:16 in Führung. In der zweiten Halbzeit baute Dänemark seinen Vorsprung kontinuierlich aus. Trotz einiger starker Momente der deutschen Mannschaft, wie den Treffern von Marko Grgic und Nils Lichtlein, gelang es nicht, den Rückstand entscheidend zu verkürzen.

Dänemark sicherte sich damit den ersten Europameistertitel seit 2012. Die deutsche Mannschaft, die sich im Turnierverlauf stark präsentiert hatte, musste sich letztlich mit dem zweiten Platz zufriedengeben. Der dänische Trainer Nikolaj Jacobsen konnte nach dem Spiel mit der Leistung seines Teams zufrieden sein, das sich nach einer durchwachsenen Vorrunde im Turnierverlauf gesteigert hatte.


Foto: Dänische Fahne (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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CDA kritisiert Forderungen des Wirtschaftsrats scharf

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CDA (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Christlich-Demokratische Arbeitnehmerschaft Deutschlands (CDA) hat Vorschläge des CDU-Wirtschaftsrats für durchgreifende Einschränkungen beim Arbeitslosengeld und Kürzungen bei Leistungen der Krankenversicherung deutlich verurteilt. „Die Parteiführung sollte diesen Ideen eine Absage erteilen“, sagte der Bundesvorsitzende der CDA, Dennis Radtke, der Funke-Mediengruppe (Montagausgaben).

„Es ist immer wieder erstaunlich, wie ein Club von Privilegierten Millionen Beschäftigten erklären wollen, auf was sie demnächst verzichten sollen, ohne einen eigenen Vorschlag zu machen, welchen Beitrag sie selbst zu leisten bereit sind“, sagte Radtke mit Blick auf die Forderungen des Wirtschaftsrats, der vor allem Unternehmer versammelt. Radtke sagte: „Der Wirtschaftsrat versucht offenbar, einen Mangel an Nähe zur Lebensrealität von Arbeitnehmern in diesem Land durch eine Melange aus Ideologie und neoliberalen Ladenhütern auszugleichen.“

Der CDU-Wirtschaftsrat hatte in einer „Agenda für die Arbeitnehmer in Deutschland“ gefordert, die Bezugsdauer von Arbeitslosengeld I auf zwölf Monate für alle zu begrenzen. In der Krankenversicherung ließen sich verschiedene Leistungen, etwa Zahnarztbehandlungen, „generell gut privat absichern und sollten nicht länger im Umlageverfahren den Beitragszahlern zur Last fallen“, heißt es in dem Papier.


Foto: CDA (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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1. Bundesliga: Stuttgart gewinnt spät gegen Freiburg

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Maximilian Eggestein (Archiv), via dts NachrichtenagenturStuttgart (dts Nachrichtenagentur) – Im ersten Sonntagsspiel des 20. Bundesliga-Spieltags hat der VfB Stuttgart dank eines späten Tors 1:0 gegen den SC Freiburg gewonnen.

Beide Mannschaften hatten im Spielverlauf ihre Chancen, doch lange sah es nach einem torlosen Remis aus. In der ersten Halbzeit dominierte Stuttgart das Spielgeschehen mit einem Chancenplus, konnte jedoch keine der Gelegenheiten nutzen. Freiburg hingegen setzte auf eine kompakte Defensive und lauerte auf Konter.

Auch in der zweiten Halbzeit änderte sich das Bild zunächst kaum. Stuttgart versuchte weiterhin, die Freiburger Abwehr zu knacken, während Freiburg auf Konterchancen setzte. Der entscheidende Treffer gelang den Hausherren dann schließlich in der 90. Minute aber doch noch, als Ermedin Demirovic per Distanzschuss von der Strafraumkante traf und somit seinem Team den Sieg sicherte.

In der Tabelle klettern die Stuttgarter auf den vierten Platz, die Breisgauer stehen drei Ränge dahinter. Für Stuttgart geht es am Mittwoch im DFB-Pokal bei Holstein Kiel weiter, die Freiburger sind am kommenden Samstag in der Liga gegen Werder Bremen gefordert.


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Steinmeier würdigt Süssmuth als "Kämpferin für die Demokratie"

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Rita Süssmuth (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat die verstorbene frühere Bundestagspräsidentin Rita Süssmuth als „großartige Frau und eine leidenschaftliche Kämpferin für die Demokratie“ gewürdigt.

„Rita Süssmuth ist stets vorweg gegangen, war Vordenkerin, Vorkämpferin und Vorbild, insbesondere auch für viele Frauen“, schrieb das Staatsoberhaupt am Sonntag an die Tochter von Süssmuth. „Mit ihrem Mut, ihrer Beharrlichkeit, ihrem Humor und ihrer Überzeugungskraft hat sie maßgeblich dazu beigetragen, in unserem Land Schritt für Schritt mehr Gleichberechtigung in die Tat umzusetzen.“

Über Jahrzehnte hinweg habe sich Süssmuth in akademischen Gremien, Kommissionen und Kuratorien mit nie nachlassender Energie für eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf und für die Förderung von Frauen in Führungspositionen eingesetzt. „Als Bundesministerin für Jugend, Familie und Gesundheit drängte Ihre Mutter erfolgreich darauf, ihr Ressort um die Zuständigkeit für Frauenfragen zu erweitern“, so Steinmeier. „Rita Süssmuth war die erste Frauenministerin der Bundesrepublik. Mit ihrem Engagement und ihrer Strahlkraft hat sie viele Frauen inspiriert, sich einen Platz an der Spitze von Politik, Wirtschaft und Gesellschaft zu erobern.“

Zudem würdigte der Bundespräsident Süssmuth für ihren Beitrag im Kampf gegen Aids, eine „aufgeklärte Einwanderungspolitik“ sowie Reformen der Parlamentsarbeit. „Rita Süssmuth hat sehr viel bewegt – für unser Land und für die Menschen in diesem Land“, so Steinmeier. „Ihre Wärme, ihr Humor und ihre tiefe Menschlichkeit bleiben unvergessen. Ihr Einsatz für Gleichberechtigung bleibt gerade heute ein Vorbild.“

Die CDU-Politikerin war zuvor im Alter von 88 Jahren gestorben. Sie war von 1985 bis 1988 Bundesministerin für Jugend, Familie und Gesundheit und von 1988 bis 1998 Präsidentin des Deutschen Bundestages.


Foto: Rita Süssmuth (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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