Freitag, Juli 31, 2026
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Umfrage: Senioren befürworten digitale Gesundheitslösungen

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Seniorin (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Mehrheit der Senioren in Deutschland sieht digitale Gesundheitsangebote als große Chance. In einer Erhebung des IT-Branchenverbandes Bitkom gaben 92 Prozent der Senioren ab 65 Jahren an, der Digitalisierung im Gesundheitswesen positiv gegenüberzustehen. Die Über-80-Jährigen sind mit insgesamt 95 Prozent positiver Einstellung sogar noch überzeugter als die jüngeren Senioren zwischen 65 und 69 Jahren mit 89 Prozent.

Die positive Einstellung der Generation 65+ zeigt sich auch konkret an der wachsenden Offenheit, digitale Angebote von Ärzten oder Krankenhäusern zu nutzen. So vereinbart zum Beispiel die Hälfte (50 Prozent) der Deutschen ab 65 Jahren inzwischen Arzttermine online – vor fünf Jahren waren es erst 18 Prozent. Weitere 23 Prozent können sich dies zukünftig vorstellen. 37 Prozent lassen sich inzwischen Terminerinnerungen per SMS oder E-Mail schicken, vor fünf Jahren waren es mit 18 Prozent gerade einmal halb so viele. Für weitere 47 Prozent kommen solche Terminerinnerungen derzeit grundsätzlich infrage. Direkt per E-Mail, Chat oder Messenger kommunizieren 19 Prozent der Älteren mit Ärztin oder Arzt. Weitere 51 Prozent können sich vorstellen, diesen Kommunikationsweg künftig zu nutzen.

41 Prozent der Menschen ab 65 nutzen Online-Vergleichs- und Bewertungsportale für Ärzte. Vor fünf Jahren waren es zwölf Prozent. Weitere 27 Prozent können sich vorstellen, dies zukünftig zu tun. Telemedizinische Anwendungen wie Videosprechstunden werden bislang sehr viel seltener genutzt: Erst sechs Prozent haben mit Videosprechstunden Erfahrungen gesammelt, vor fünf Jahren waren es zwei Prozent. Gleichzeitig ist das Potenzial groß: 41 Prozent der Senioren können sich vorstellen, sie zukünftig in Anspruch zu nehmen.

Grundlage der Angaben ist eine Umfrage, die Bitkom Research durchgeführt hat. Dabei wurden 1.004 Personen in Deutschland ab 65 Jahren telefonisch befragt. Die Befragung fand im Zeitraum von der 38. bis zur 42. Kalenderwoche 2025 statt.


Foto: Seniorin (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Gaza-Grenzübergang Rafah für Personenverkehr geöffnet

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Gazastreifen (Archiv), via dts NachrichtenagenturGaza (dts Nachrichtenagentur) – Der Grenzübergang Rafah zwischen dem Gazastreifen und Ägypten hat nach fast einem Jahr teilweise wieder den Betrieb aufgenommen. Nach israelischen Angaben wurde der Übergang für die Passage palästinensischer Fußgänger aus dem Gazastreifen geöffnet, nicht jedoch für Hilfstransporte.

Die genaue Anzahl der Palästinenser, die den Übergang bisher passiert haben, ist unklar, jedoch wird erwartet, dass die Zahlen in den ersten Tagen der Öffnung begrenzt bleiben. Alle Palästinenser, die den Gazastreifen betreten oder verlassen möchten, benötigen eine Genehmigung aus Ägypten, die dann zur Überprüfung an den israelischen Inlandsgeheimdienst Shin Bet weitergeleitet wird. Israel überwacht den Ausgang der Palästinenser nach Ägypten aus der Ferne.

Der Eintritt nach Gaza aus Ägypten beinhaltet eine israelische Sicherheitskontrolle. Die Palästinenser passieren nach dem Rafah-Übergang einen Kontrollpunkt der israelischen Streitkräfte, bevor sie in die von der Hamas kontrollierten Gebiete des Gazastreifens weiterreisen dürfen. Ausländischen Journalisten ist die unbeaufsichtigte Einreise nach Gaza weiterhin nicht gestattet.


Foto: Gazastreifen (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Bierabsatz sinkt auf historischen Tiefstand

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Bierflaschen (Archiv), via dts NachrichtenagenturWiesbaden (dts Nachrichtenagentur) – Der Bierabsatz der deutschen Brauereien und Bierlager ist im Jahr 2025 gegenüber dem Vorjahr um 6,0 Prozent oder 497,1 Millionen Liter auf rund 7,8 Milliarden Liter gesunken. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) am Montag mitteilte, war das der stärkste Absatzrückgang seit Beginn der Zeitreihe im Jahr 1993. Erstmals fiel der Bierabsatz unter acht Milliarden Liter. In den Zahlen sind alkoholfreie Biere und Malztrunk sowie das aus Staaten außerhalb der Europäischen Union (EU) eingeführte Bier nicht enthalten.

Bei den monatlichen Bierabsatzzahlen zeigte sich auch 2025 das übliche saisonale Muster: Ebenso deutlich wie der Bierabsatz in den Frühjahrs- und Sommermonaten stieg, ging er im Herbst und Winter wieder zurück. Zudem bestätigte sich der langfristig rückläufige Trend beim Bierabsatz: So setzten die Brauereien und Bierlager im Jahr 2025 insgesamt 18,9 Prozent oder 1,8 Milliarden Liter weniger Bier ab als im Jahr 2015.

82,5 Prozent des gesamten Bierabsatzes waren im Jahr 2025 für den Inlandsverbrauch bestimmt und wurden versteuert. Der Inlandsabsatz sank im Vergleich zum Vorjahr um 5,8 Prozent auf 6,4 Milliarden Liter. Die restlichen 17,5 Prozent beziehungsweise 1,4 Milliarden Liter wurden steuerfrei (als Exporte und als sogenannter Haustrunk) abgesetzt. Das waren 7,0 Prozent weniger als im Vorjahr. Davon gingen 798,5 Millionen Liter (-1,3 Prozent) in EU-Staaten, 552,8 Millionen Liter (-14,2 Prozent) in Nicht-EU-Staaten und 10,0 Millionen Liter (-7,2 Prozent) unentgeltlich als Haustrunk an die Beschäftigten der Brauereien.

Bei den Biermischungen – Bier gemischt mit Limonade, Cola, Fruchtsäften und anderen alkoholfreien Zusätzen – verzeichneten die Brauereien und Bierlager im Jahr 2025 ebenfalls einen Absatzrückgang. Gegenüber 2024 wurden 5,2 Prozent weniger Biermischungen abgesetzt. Sie machten mit 402,0 Millionen Litern 5,2 Prozent des gesamten Bierabsatzes aus.


Foto: Bierflaschen (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Einzelhandel macht mehr Umsatz

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Passantin in der Düsseldorfer Kö (Archiv), via dts NachrichtenagenturWiesbaden (dts Nachrichtenagentur) – Der Einzelhandel in Deutschland hat im Jahr 2025 real 2,7 Prozent und nominal 3,8 Prozent mehr Umsatz erwirtschaftet als im Jahr 2024. Das erste vorliegende reale Jahresergebnis liegt damit 0,3 Prozentpunkte über der am 7. Januar veröffentlichten Schätzung, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) nach vorläufigen Ergebnissen am Montag mitteilte.

Nachdem die reale Umsatzentwicklung im Einzelhandel im ersten Halbjahr 2025 gegenüber dem Vorjahreszeitraum deutlich gestiegen war (+3,8 Prozent), schwächte sich der Zuwachs im zweiten Halbjahr 2025 ab (+1,7 Prozent). Der Anstieg im ersten Halbjahr ist unter anderem auf einen Sondereffekt durch die Umstrukturierung eines größeren Unternehmens im Internet- und Versandhandel zum Berichtsmonat August 2024 zurückzuführen, wodurch bisher in Deutschland nicht erfasste Umsätze hinzugekommen waren.

Gegenüber dem Jahr 2021, als der Einzelhandel den bisher höchsten Umsatz seit Beginn der Zeitreihe im Jahr 1994 erzielt hatte, lag der Jahresumsatz 2025 nach den vorläufigen Ergebnissen real um 0,1 Prozent niedriger und nominal um 17,3 Prozent höher.

Im Einzelhandel mit Lebensmitteln stieg der Umsatz im Jahr 2025 im Vergleich zum Vorjahr real um 1,1 Prozent und nominal um 3,4 Prozent. Im Einzelhandel mit Nicht-Lebensmitteln wurde im Jahr 2025 real 3,7 Prozent und nominal 4,1 Prozent mehr Umsatz erwirtschaftet als im Vorjahr. Im Versand- und Internethandel stieg der Umsatz im Vorjahresvergleich real um 10,1 Prozent und nominal um 10,0 Prozent, was unter anderem auf den genannten Sondereffekt durch die Umstrukturierung eines größeren Unternehmens zurückzuführen ist.

Im Weihnachtsgeschäft des Dezembers 2025 setzten die Einzelhandelsunternehmen nach vorläufigen Ergebnissen real 3,2 Prozent und nominal 3,5 Prozent mehr um als im Dezember 2024. Kalender- und saisonbereinigt betrug der Zuwachs real 1,5 Prozent und nominal 1,7 Prozent. Im Vergleich zum Dezember 2021, in dem der bisher höchste Umsatz in einem Dezember seit Beginn der Zeitreihe im Jahr 1994 erzielt wurde, war der reale (nicht-kalender- und saisonbereinigte) Umsatz im Dezember 2025 um 4,0 Prozent niedriger. Im Dezember 2024 war real 7,0 Prozent weniger Umsatz generiert worden als im Dezember 2021.

Im Vormonatsvergleich setzten die Einzelhandelsunternehmen im Dezember 2025 nach vorläufigen Ergebnissen kalender- und saisonbereinigt real 0,1 Prozent mehr und nominal 0,1 Prozent weniger um als im November 2025, so die Statistiker weiter. Im November 2025 verzeichnete der Einzelhandelsumsatz gegenüber Oktober 2025 nach Revision der vorläufigen Ergebnisse einen Rückgang von real 0,5 Prozent (vorläufiger Wert: -0,6 Prozent) und nominal 0,9 Prozent (vorläufiger Wert: -1,1 Prozent).

Der Umsatz im Einzelhandel mit Lebensmitteln stieg im Dezember 2025 gegenüber dem Vorjahresmonat kalender- und saisonbereinigt real um 2,5 Prozent und nominal um 3,5 Prozent. Im Vergleich zum Vormonat November 2025 verzeichnete der Umsatz im Lebensmitteleinzelhandel einen Zuwachs von real 1,5 Prozent und nominal 1,2 Prozent.

Im Einzelhandel mit Nicht-Lebensmitteln stieg der kalender- und saisonbereinigte Umsatz im Dezember 2025 gegenüber dem Vorjahresmonat real um 0,7 Prozent und nominal um 0,5 Prozent. Im Vergleich zum November 2025 sanken die Umsätze real um 1,2 Prozent und nominal um 1,6 Prozent.

Im Internet- und Versandhandel verzeichnete der Umsatz im Dezember 2025 gegenüber dem Vorjahresmonat einen Rückgang von real 2,3 Prozent und nominal 3,3 Prozent. Im Vergleich zum Vormonat sank der Umsatz im Internet- und Versandhandel real um 4,2 Prozent und nominal um 4,8 Prozent.


Foto: Passantin in der Düsseldorfer Kö (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Geschäftsklima in Chemieindustrie leicht verbessert

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Verladebahnhof (Archiv), via dts NachrichtenagenturMünchen (dts Nachrichtenagentur) – Die Stimmung in der deutschen Chemieindustrie hat sich im Januar leicht verbessert. Der entsprechende Index des Ifo-Instituts stieg auf -23,5 Punkte, nach -24,6 Zählern im Dezember.

Dabei trübte sich die aktuelle Lage deutlich ein und fiel auf -34,9 Punkte, nach -29,7 Punkten im Dezember. Die Erwartungen hellten sich dagegen auf, von -19,3 auf -11,4 Punkte im Januar. „Die Chemie blickt etwas weniger pessimistisch in die Zukunft, doch die laufenden Geschäfte bleiben schwach“, sagte Ifo-Branchenexpertin Anna Wolf.

Herrschte zum Jahresende 2025 noch Krisenstimmung, so stabilisiert sich die Nachfrage im Januar leicht. Erstmals seit Monaten stieg der Auftragsbestand. Der Indikator verbesserte sich von -23,7 auf +3,4 Punkte. Die Auftragsbücher sind für 1,8 Monate gefüllt, im Oktober waren es noch 1,4 Monate. Trotz dieser positiven Signale bewerten die Unternehmen den gesamten Auftragsbestand mit -47,1 Punkten weiterhin als sehr niedrig.

Die Kapazitätsauslastung in der Chemischen Industrie -mit 72,7 Prozent deutlich unter dem langfristigen Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre von 80,9 Prozent. Die Unternehmen planen, die Produktion in den nächsten Monaten zurückzufahren und Personal weiter zu reduzieren. „Der anhaltende Preisdruck und die Unsicherheiten im Außenhandel durch drohende Zölle belasten die Chemische Industrie“, sagte Wolf.


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Bundesweite Streiks im kommunalen Nahverkehr angelaufen

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Bushaltestelle (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – In fast allen Bundesländern sind am Montagmorgen die von der Gewerkschaft Verdi angekündigten Streiks im kommunalen Nahverkehr angelaufen. Wie die Gewerkschaft mitteilte, sind nur die etwa 5.000 Beschäftigten in Niedersachsen wegen der anhaltenden Friedenspflicht nicht zum Streik aufgerufen.

Wegen der Arbeitsniederlegungen fahren Busse, Straßen- und U-Bahnen am Montag vielerorts nicht. Hintergrund ist die aktuelle Tarifrunde bei den kommunalen Nahverkehrsunternehmen. Verdi fordert dabei unter anderem eine Verkürzung der Wochenarbeitszeit und der Schichtzeiten, eine Verlängerung der Ruhezeiten sowie höhere Zuschläge für Arbeit in der Nacht und am Wochenende. In Bayern, Brandenburg, dem Saarland, Thüringen und bei der Hamburger Hochbahn wird zusätzlich über höhere Löhne und Gehälter verhandelt. Insgesamt betroffen sind fast 100.000 Beschäftigte.

Christine Behle, stellvertretende Vorsitzende von Verdi, sagte, dass die Beschäftigten im öffentlichen Nahverkehr unter hoher Belastung durch ungünstige Arbeitszeiten und Schichtarbeit stünden. Die Arbeitgeber hätten in den bisherigen Verhandlungen fast jede Verbesserung verweigert und teils sogar Verschlechterungen vorgeschlagen. Das Verhalten der Arbeitgeberseite gefährde die Daseinsvorsorge und bedrohe die Teilhabe der Menschen am öffentlichen Nahverkehr, so Behle.


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Neue Vizepräsidentin will mehr Diversität im Verfassungsgericht

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Bundesverfassungsgericht (Archiv), via dts NachrichtenagenturKarlsruhe (dts Nachrichtenagentur) – Die neue Vizepräsidentin des Bundesverfassungsgerichts Ann-Katrin Kaufhold hat hervorgehoben, wie wichtig „Diversität“ im Gericht sei. „Ich halte Pluralismus im Gericht für wichtig und glaube, dass alle davon profitieren“, sagte die von der SPD nominierte Staatsrechtslehrerin der FAZ. „Natürlich“ sei „noch mehr Diversität vorstellbar.“ Hierüber nachzudenken und das im Blick zu behalten, sei vor allem Aufgabe derjenigen, die für die Nominierung der Verfassungsrichter zuständig seien.

„Wir brauchen Menschen mit unterschiedlichen Positionen, die sich gegenseitig zuhören und um gemeinsame Lösungen ringen. Das droht in der Gesellschaft zunehmend verloren zu gehen – es ist gut, dass es in Karlsruhe funktioniert“, so Kaufhold. Sie beklagte zudem eine Verzerrung ihrer wissenschaftlichen Äußerungen etwa zur „Systemaufsicht oder zu Vergesellschaftungen.

Zum Thema der Rechtsfähigkeit von Naturgütern, wie etwa Flüssen, sagte die Verfassungsrichterin der FAZ, es sei es sinnvoll, dass sich die Rechtswissenschaft damit auseinandersetze. „Inhaltlich habe ich mich nicht festgelegt: Es gibt gute Gründe dafür und dagegen.“ Sie beklagt, dass „Menschen sich bewusst unredlich und manipulativ mit Aussagen auseinandersetzen, also sie falsch wiedergeben oder Positionen unterstellen, die sich aus den Aussagen in keiner Weise sinnvoll herleiten lassen. Ich habe zum Beispiel erlebt, dass Äußerungen von mir zum Thema Klimaschutz, die einen deskriptiv-analytischen Charakter hatten, in Tweets zu normativen Wertungen und politischen Forderungen umgedeutet wurden.“

Kaufhold fügte hinzu: Ich habe zum Beispiel beschrieben, dass Gerichte heute erheblichen Einfluss darauf haben, ob und wie Klimaschutz betrieben wird. Wer die Rechtsprechung weltweit auswertet, kommt zu dieser Erkenntnis. Wie man diese Entwicklung bewertet, steht auf einem anderen Blatt. In der Verfassungsrechtswissenschaft wird das aus gutem Grund differenziert diskutiert.“ Außer Frage stehe dabei, dass der Gesetzgeber die wesentlichen Entscheidungen treffen müsse. „Gerichte konkretisieren immer nur Mindestanforderungen. Es wurde wahrheitswidrig behauptet, ich wolle das ändern. Auch meine Habilitationsschrift zur `Systemaufsicht` wurde herangezogen, um mir zu unterstellen, ich wolle die Gewaltenteilung aushebeln. Das ist abwegig. Dafür gibt es in dem Text keine Anhaltspunkte. In meiner Habilitation geht es um Finanzmarktaufsicht.“


Foto: Bundesverfassungsgericht (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Rotes Kreuz fordert Selbstschutzunterricht für Kinder

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Kinder in einer Schule (Archiv), via dts NachrichtenagenturDüsseldorf (dts Nachrichtenagentur) – Der NRW-Landesbeauftragte des Deutschen Roten Kreuzes für den Bevölkerungsschutz, Uwe Krischer, warnt davor, dass weite Teile der Bevölkerung trotz der ernsten Sicherheitslage nicht auf Krieg und andere große Krisen vorbereitet seien. Er rät dazu, neben den Erwachsenen auch Kinder und Jugendliche auf den Ernstfall vorzubereiten.

„In Erste-Hilfe-Kursen für den Führerschein und im schulischen Wiederbelebungsunterricht sollte ergänzend auch Selbstschutz gelehrt werden, also Eigenvorsorge mit Vorräten, Notfallgepäck oder auch die Versorgung von Schusswunden- und anderen Kriegsverletzungen“, sagte Krischer der „Westdeutschen Allgemeinen Zeitung“. Das Thema gehöre schon in die Kitas. „Kita-Kinder können spielerisch lernen, wie man einen Notruf absetzt und eine Wunde verbindet. Alle Kita- und Schulkinder in NRW müssten verpflichtend Selbstschutz lernen.“

Die Bevölkerung würde sich in einer großen Krise vor allem sich selbst helfen müssen. „Viele haben das noch nicht verinnerlicht. Sie meinen, wenn es ihnen schlecht geht, rufen sie die 112, und dann kommt jemand. Aber im Verteidigungsfall kommt womöglich niemand“, sagte Krischer der WAZ.


Foto: Kinder in einer Schule (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Energetische Sanierungsquote fällt auf neuen Tiefpunkt

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Gerüstbau für Wärmedämmung (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Die energetische Sanierungsquote im deutschen Gebäudebestand ist im Jahr 2025 weiter gesunken und hat einen neuen Tiefpunkt erreicht. Das geht aus der Sanierungsquote 2025 hervor, die B+L Marktdaten Bonn im Auftrag des Bundesverbands energieeffiziente Gebäudehülle (BuVEG) ermittelte und über welche die Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Montagsausgaben) berichten.

Demnach wurden 2025 lediglich 0,67 Prozent der rund 19,5 Millionen Wohngebäude energetisch saniert. Im Vorjahr 2024 hatte die Quote noch bei 0,69 Prozent gelegen, 2023 bei 0,70 Prozent, 2022 bei 0,88 Prozent. Um die Klimaziele im Gebäudesektor zu erreichen, wäre jedoch laut Verband eine jährliche Sanierungsquote von rund zwei Prozent erforderlich.

„Die Sanierungstätigkeit ist in Deutschland auf einem besorgniserregenden Niveau“, sagte Jan Peter Hinrichs, Geschäftsführer des BuVEG, den Funke-Zeitungen. „Mit einem ambitionierten Gebäudeenergiegesetz besteht jedoch die Chance, energetische Sanierungen attraktiver zu machen und damit die Energiekosten für die Bevölkerung langfristig zu senken.“ Private und institutionelle Immobilieneigentümer zögerten jedoch weiterhin bei Investitionen in ihre Gebäude.

Auch bei den etwas mehr als zwei Millionen Nichtwohngebäuden setzt sich laut Analyse der Abwärtstrend fort. Die Sanierungsquote sank hier 2025 auf 0,92 Prozent, nach 0,95 Prozent im Jahr 2024. „Gerade in öffentlichen Gebäuden wie Krankenhäusern, Schulen oder Verwaltungen besteht ein großer Sanierungsstau“, so Hinrichs. „Hier könnte das Sondervermögen Infrastruktur und Klimaneutralität für einen Befreiungsschlag sorgen. Deutschland braucht nicht nur einen Bau-Turbo, sondern dringend auch einen Sanierungs-Booster.“

Wie sehr die Sanierungstätigkeit insgesamt ins Stocken geraten ist, zeigt sich nach Einschätzung der Branche selbst bei einfachen Einzelmaßnahmen. „Selbst der vergleichsweise aufwandsarme Bereich des Fenstertauschs bleibt weiterhin auf niedrigem Niveau“, sagte Frank Lange, Geschäftsführer des Verbandes Fenster + Fassade. „Neue Fenster sind häufig der erste Sanierungsschritt – bleibt dieser aus, stockt die gesamte Gebäudemodernisierung. Umso wichtiger sind verlässliche Rahmenbedingungen und Planungssicherheit, sowohl in der Förderung als auch im Gebäudemodernisierungsgesetz.“


Foto: Gerüstbau für Wärmedämmung (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Rückkehrprogramm zieht mehr Asylsuchende an

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Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Im vergangenen Jahr sind deutlich mehr Flüchtlinge mit finanzieller Hilfe aus Deutschland in ihr Heimatland zurückgekehrt.

2025 nutzten insgesamt 16.576 Geflüchtete die Möglichkeit, mit einer Förderung durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) in ihr Herkunftsland oder in ein anderes Land auszureisen, wie eine Sprecherin der Behörde den Zeitungen der Funke-Mediengruppe sagte. 2024 waren es noch 10.358 Asylsuchende, die mit Geld vom Bund freiwillig ausreisten. 2023 lag die Zahl mit insgesamt 10.762 Personen auf einem vergleichbaren Niveau.

Seit Januar 2025 bietet das Bundesamt wieder die geförderte freiwillige Ausreise auch nach Syrien an, zuvor war das Programm aufgrund des Bürgerkrieges ausgesetzt. Bis Ende Dezember reichten demnach insgesamt 5.976 Personen einen Antrag für die Ausreise nach Syrien beim Bamf ein, von denen 3.678 Menschen bereits ausgereist sind.

Mit dem sogenannten „REAG-GARP-Programm“ fördert der Bund die freiwillige Rückkehr von Geflüchteten in ihre Herkunftsländer oder in Drittstaaten. Das Bundesamt übernimmt etwa Flugkosten für die Ausreise und zahlt eine „Starthilfe“ von 1.000 Euro pro erwachsene Person sowie 500 für Kinder und Jugendliche. Gerade mit Blick auf Syrien als Zielland für die geförderte Ausreise stellt das Bundesamt ein „großes Interesse“ fest, wie die Behördensprecherin mitteilte. „Aufgrund des hohen Antragsaufkommens kommt es derzeit zu längeren Wartezeiten bei der Bearbeitung der Anträge“, heißt es auf der Webseite des Förderprogramms.

4.432 Personen reisten 2025 im Rahmen von „REAG-GARP“ zudem in die Türkei aus, 1.334 Menschen traten die Ausreise nach Russland an. Von den insgesamt gut 16.000 Asylsuchenden, die 2025 freiwillig aus Deutschland ausgereist waren, hatten 2.787 Menschen eine „befristete Aufenthaltserlaubnis“. 6.394 Personen waren laut Bamf „ausreisepflichtig“. 7.302 Menschen verfügten über eine „Aufenthaltsgestattung“, das ist kein Schutztitel, sondern berechtigt nur den Aufenthalt in Deutschland für die Dauer des Asylverfahren.

Die Zahl an Schutzsuchenden, die über Förderprogramme der Bundesländer oder auf eigene Faust in ihr Heimatland zurückgereist sind, erfasst das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge statistisch nicht.


Foto: Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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