Freitag, November 6, 2026
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SPD-Fraktion will schwerverletzte Kinder aus Gaza evakuieren

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Adis Ahmetovic (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Die SPD drängt die Bundesregierung zu einem entschlosseneren Handeln im Gaza-Krieg und fordert unter anderem deutsche Evakuierungsflüge. „Es braucht mehr als nur Notlösungen“, sagte der außenpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Adis Ahmetovic, dem „Stern“. „Eine bisher viel zu selten diskutierte, aber dringend notwendige Maßnahme ist die medizinische Evakuierung von zum Beispiel schwerverletzten Kindern.“

Deutschlands Beitrag dazu gehe aktuell gegen null. „Hier müssen wir uns ebenfalls mit Frankreich und Großbritannien abstimmen, die ähnliches planen“, sagte er. „Spanien ist bereits vor einem Jahr vorangegangen, das sollte Vorbild sein.“

Ahmetovic kritisierte Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) dafür, es bei „Mahnungen“ zu belassen. Der SPD-Politiker forderte mehr Druck auf Israel. „Es ist aus unserer Sicht an der Zeit, bestehende Kooperationen wie das Assoziierungsabkommen ganz oder teilweise auszusetzen. Deutsche Waffen dürfen nicht für völkerrechtswidrige Einsätze verwendet werden.“

Auch die beschlossene Beteiligung an einer Luftbrücke reiche „bei weitem nicht aus“, sagte Ahmetovic. Sie sei „auch aus technischer wie politischer Sicht“ problematisch. „Eine Luftbrücke ist ineffizient, weil nur eine sehr geringe Menge an Hilfsgütern transportieren werden kann. Gleichzeitig ist der Zugang zu den abgeworfenen Hilfsgütern für die Bevölkerung oft wegen fehlender Koordinierung am Boden unsicher“, sagte er. „Die politische Verantwortung für die gezielt herbeigeführte humanitäre Katastrophe wird außerdem auf die internationale Gemeinschaft verlagert, während die israelische Regierung ihre Pflicht zur Versorgung der Zivilbevölkerung gemäß den Genfer Konventionen verletzt.“


Foto: Adis Ahmetovic (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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US-Börsen lassen nach – Zoll-Verhandlungsrunde mit China ergebnislos

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Wallstreet in New York, via dts NachrichtenagenturNew York (dts Nachrichtenagentur) – Die US-Börsen haben am Dienstag nachgelassen. Zu Handelsende in New York wurde der Dow mit 44.633 Punkten berechnet, ein Minus in Höhe von 0,5 Prozent im Vergleich zum vorherigen Handelstag.

Wenige Minuten zuvor war der breiter gefasste S&P 500 mit rund 6.371 Punkten 0,3 Prozent im Minus, die Technologiebörse Nasdaq berechnete den Nasdaq 100 zu diesem Zeitpunkt mit rund 23.308 Punkten 0,2 Prozent im Minus.

Das dritte Treffen von Verhandlungsteams der USA und Chinas über die künftige Zollpolitik ist am Dienstag in Schweden ohne Ergebnis zu Ende gegangen. Weitere Verhandlungen sollen folgen. Die derzeitige Zollpause zwischen China und den Vereinigten Staaten soll bis zum 12. August andauern. US-Finanzminister Scott Bessent erklärte, eine Verlängerung der Pause um 90 Tage sei möglich.

Die europäische Gemeinschaftswährung war am Dienstagabend schwächer: Ein Euro kostete 1,1551 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8657 Euro zu haben.

Der Goldpreis konnte profitieren, am Abend wurden für eine Feinunze 3.325 US-Dollar gezahlt (+0,4 Prozent). Das entspricht einem Preis von 92,56 Euro pro Gramm.

Der Ölpreis stieg unterdessen stark: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Dienstagabend gegen 22 Uhr deutscher Zeit 72,66 US-Dollar, das waren 3,7 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.


Foto: Wallstreet in New York, via dts Nachrichtenagentur

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Pistorius zeigt sich betroffen über tödlichen Hubschrauber-Absturz

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Boris Pistorius (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Nach dem Absturz eines Bundeswehrhubschraubers am Dienstag hat Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) den Familien und Freunden der beiden verstorbenen Besatzungsmitglieder seine Anteilnahme ausgesprochen. „Der Tod der Besatzungsmitglieder trifft mich und die gesamte Bundeswehr schwer“, sagte er. „Den Angehörigen der vermissten Personen wünschen wir in diesen schweren Stunden viel Kraft.“

Der Minister kündigte an, alles dafür tun, um die Umstände aufzuklären. „Die Ursachen und Umstände des tragischen Unfalls werden jetzt aktuell untersucht“, so Pistorius. Der General Flugsicherheit der Bundeswehr soll nun die Untersuchungen in Abstimmung mit den zivilen Behörden leiten. Das Ministerium will zu möglichen Unfallursachen aktuell nicht spekulieren.

Pistorius dankte den Rettungskräften. „Insgesamt sind über 200 Einsatzkräfte hier im Einsatz und sie haben buchstäblich alles unternommen, um eine Rettung beziehungweise Bergung zu ermöglichen und dazu beizutragen, dass der Vorfall aufgeklärt werden kann“, sagte er.

Am Vormittag ist im Flugbetrieb der Bundeswehr ein EC-135 Hubschrauber bei Grimma, östlich von Leipzig, abgestürzt. Zwei Besatzungsmitglieder wurden tot geborgen, ein weiteres Besatzungsmitglied wird aktuell noch vermisst. Die Such- und Rettungsarbeiten werden ortgesetzt. Der EC-135 Hubschrauber befand sich auf einem Trainingsflug. Es handelt sich um ein für Ausbildungszwecke angemietetes Luftfahrzeug, welches durch das Hubschraubergeschwader 64 genutzt wurde.


Foto: Boris Pistorius (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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UN-Generalsekretär kritisiert "Worst-Case-Szenario" in Gaza

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Antònio Guterres (Archiv), via dts NachrichtenagenturNew York (dts Nachrichtenagentur) – Nachdem die Initiative zur Integrierten Klassifizierung der Ernährungssicherheitsphasen (IPC) am Dienstag davor gewarnt hat, dass das „Worst-Case-Szenario einer Hungersnot“ sich derzeit im Gazastreifen abspielt, hat UN-Generalsekretär António Guterres erneut auf einen uneingeschränkten Zugang für humanitäre Hilfe gepocht. „Das Rinnsal an Hilfsgütern muss zu einem Ozean werden“, teilte er mit. „Lebensmittel, Wasser, Medikamente und Treibstoff müssen in Strömen und ohne Hindernisse fließen.“

Die Fakten lägen auf dem Tisch und seien unbestreitbar, sagte der UN-Generalsekretär. „Die Palästinenser in Gaza erleben eine humanitäre Katastrophe epischen Ausmaßes. Dies ist keine Warnung. Es ist eine Realität, die sich vor unseren Augen abspielt.“ Dieser „Albtraum“ müsse ein Ende haben.

Um das Worst-Case-Szenario zu beenden, müssten alle Parteien jetzt ihr Bestes geben, so Guterres. „Wir brauchen einen sofortigen und dauerhaften humanitären Waffenstillstand, die sofortige und bedingungslose Freilassung aller Geiseln und einen uneingeschränkten Zugang für humanitäre Hilfe in ganz Gaza“, sagte der UN-Generalsekretär. „Dies ist eine Prüfung unserer gemeinsamen Menschlichkeit – eine Prüfung, die wir nicht versäumen dürfen.“

Die Initiative zur Integrierten Klassifizierung der Ernährungssicherheitsphasen ist am Dienstag zu dem Ergebnis gekommen, dass sich zuletzt der Konflikt und die Vertreibung in Gaza verschärft haben und der Zugang zu Nahrungsmitteln und anderen lebenswichtigen Gütern und Dienstleistungen sich auf ein „noch nie dagewesenes Niveau“ verschlechtert habe. Immer mehr Beweise zeigten, dass weit verbreiteter Hunger, Unterernährung und Krankheiten zu einem Anstieg der hungerbedingten Todesfälle führten. Die neuesten Daten zeigten, dass in den meisten Teilen des Gazastreifens die Schwelle für Hunger und in Gaza-Stadt die Schwelle für akute Unterernährung erreicht ist.

Es müssten sofortige Maßnahmen ergriffen werden, um eine ungehinderte, lebensrettende humanitäre Hilfe in großem Umfang zu ermöglichen, so die Initiative. Dies sei der einzige Weg, um weitere Todesfälle und katastrophales menschliches Leid zu verhindern.


Foto: Antònio Guterres (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Dax legt deutlich zu – Preise für Öl und Gas gestiegen

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Anzeigetafel in der Frankfurter Börse, via dts NachrichtenagenturFrankfurt/Main (dts Nachrichtenagentur) – Am Dienstag hat der Dax deutlich zugelegt. Zum Xetra-Handelsschluss wurde der Index mit 24.217 Punkten berechnet, ein Plus in Höhe von 1,0 Prozent im Vergleich zum Vortagesschluss. Nach einem freundlichen Start baute der Dax bis zum Mittag seine Zugewinne auf und hielt sich im Anschluss auf hohem Niveau.

„Die Stimmung bei den Marktteilnehmern bleibt weiterhin für Aktien positiv“, kommentierte Marktanalyst Andreas Lipkow. „Die relativ guten Aussichten in vielen Branchen belassen ein gutes Stimmungsbild. Auch wenn das weitere Aufwärtspotential bei den Dax 40 Unternehmen vorerst gedeckelt zu sein scheint, nehmen viele Investoren die Gelegenheit wahr, insbesondere bei den Technologietitel zu zugreifen.“

Lipkow sieht den Digitalisierungsdruck und sogenannte „Künstliche Intelligenz“ weiterhin als treibende Kräfte im Markt. „Vorsichtig bleiben die Marktteilnehmer hingegen bei den klassisch zyklischen Branchen“, erklärte er. „Wenn zugleich die ein oder andere Schnäppchenjagd bei den Automotiveaktien zu sehen ist, bleibt das Sentiment, nicht zuletzt durch die Strafsteuern, für diesen Sektoren eher gedämpft.“

Bis kurz vor Handelsschluss standen die Papiere von Rheinmetall, MTU und Siemens Energy an der Spitze der Kursliste in Frankfurt. Das Schlusslicht bildeten die Aktien von Porsche, BASF und Deutscher Post.

Unterdessen stieg der Gaspreis: Eine Megawattstunde (MWh) Gas zur Lieferung im August kostete 34 Euro und damit vier Prozent mehr als am Vortag. Das impliziert einen Verbraucherpreis von mindestens rund acht bis zehn Cent pro Kilowattstunde (kWh) inklusive Nebenkosten und Steuern, sollte das Preisniveau dauerhaft so bleiben.

Der Ölpreis stieg unterdessen deutlich: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Dienstagnachmittag gegen 17 Uhr deutscher Zeit 70,76 US-Dollar, das waren 72 Cent oder 1,0 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.

Die europäische Gemeinschaftswährung war am Dienstagnachmittag schwächer: Ein Euro kostete 1,1539 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8666 Euro zu haben.


Foto: Anzeigetafel in der Frankfurter Börse, via dts Nachrichtenagentur

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Aktivist sieht Ukraine auf dem Weg zu hybrider Staatsform

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Wolodymyr Selenskyj (Archiv), via dts NachrichtenagenturKiew (dts Nachrichtenagentur) – Der ukrainische Antikorruptionsaktivist Vitalij Schabunin sieht die Ukraine sei auf dem Weg zu einer hybriden Staatsform. „Immer noch demokratisch, aber mit Anzeichen von Kleptokratie und Autoritarismus“, sagte er der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (Mittwochsausgabe).

Schabunin selbst ist von Strafverfolgung bedroht, das Verfahren hält er für politisch motiviert. Selenskyj wolle „zwei soziale Gruppen zum Schweigen bringen“, die zivilgesellschaftlichen Institutionen und das Militär. „Deshalb bin ich die ideale Zielscheibe“, sagte Schabunin, der auch in der Armee dient.

Er kritisierte die ukrainische Regierung für ihr Vorgehen gegen die Behörden zur Korruptionsbekämpfung. Selenskyj dulde die Korruption nicht nur, sondern beschütze sie, sagte Schabunin. Er sei dazu bereit, „korrupte Freunde in seinem Umfeld zu beschützen“. Der Präsident sei daran interessiert, Korruptionsskandale zu verhindern, die in Zukunft seiner Wiederwahl im Weg stehen könnten.

Den Westen fordert Schabunin zu mehr Entschlossenheit im Kampf gegen die Entwicklungen in Kiew auf. „Jetzt ist die Zeit, mit Selenskyj offen zu sprechen“. Geschehe das nicht, werde er das als Signal dafür deuten, dass man das Vorgehen toleriere. Es sei falsch, den Erfolg der Reformen in der Ukraine in Superlativen zu beschreiben, „wie Ursula von der Leyen es Anfang Juni bei der Ukraine-Wiederaufbaukonferenz in Rom getan hat“, kritisierte der Aktivist.


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IWF hebt Konjunkturprognose für Deutschland leicht an

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Internationaler Währungsfonds (Archiv), via dts NachrichtenagenturWashington (dts Nachrichtenagentur) – Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat seine Konjunkturprognose für Deutschland leicht angehoben. Für 2025 gehen die Experten aus Washington nun von einem Wachstum von 0,1 Prozent aus, im April war der IWF noch von einem Wachstum von 0,0 Prozent ausgegangen. Für 2026 rechnet der Währungsfonds weiterhin mit einem Wachstum von 0,9 Prozent.

Deutschland würde damit 2025 weiterhin das Schlusslicht unter den betrachteten wirtschaftsstarken Ländern bleiben. Für die Eurozone wird ein Wachstum von 1,0 Prozent erwartet, 0,2 Prozentpunkte mehr als im April, und weltweit soll die Wirtschaft um 3,0 Prozent zulegen. Global wurden die Erwartungen damit seit April um 0,2 Prozentpunkte nach oben geschraubt.

Für die USA erwartet der IWF noch ein Wachstum von 1,9 Prozent, nachdem im April ein Wachstum von 1,8 Prozent prognostiziert worden waren. Im Januar rechneten die Ökonomen noch mit einem Wachstum von 2,7 Prozent für die US-Wirtschaft. Für China wurde die Prognose von 4,0 Prozent im April auf 4,8 Prozent erhöht. Das Wachstum der russischen Wirtschaft schätzt der IWF nun auf 0,9 Prozent, nachdem im April noch 1,5 Prozent erwartet worden waren.

Der IWF warnte, dass die wirtschaftliche Unsicherheit weiterhin erhöht sei. Die Experten verwiesen darauf, dass die Aussetzung der höheren Zölle für die meisten Handelspartner der USA am 1. August auslaufen soll und dass die US-Regierung im Juli einigen Handelspartnern mit der Einführung von Zöllen gedroht hat, die sogar noch höher sind als die am 2. April angekündigten.

Zudem warnte die UN-Sonderorganisation vor möglichen Folgen der Kriege in der Ukraine und im Nahen Osten. „Eine Eskalation der geopolitischen Spannungen, insbesondere im Nahen Osten oder in der Ukraine, könnte neue negative Angebotsschocks für die Weltwirtschaft mit sich bringen. Schifffahrtsrouten und Lieferketten könnten unterbrochen werden, während die Rohstoffpreise steigen, insbesondere wenn die Versorgungsinfrastruktur beschädigt würde“, heißt es in dem Bericht. Das würden das Wachstum dämpfen und den Inflationsdruck wieder anfachen. „Die Zentralbanken könnten mit schwierigeren Kompromissen konfrontiert werden, da sie bereits mit den Herausforderungen des Handelsumfelds zu kämpfen haben“, so der IWF.


Foto: Internationaler Währungsfonds (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Ökonom Südekum bewertet EU-Handelsdeal mit USA als ungerecht

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Bundesfinanzministerium am 24.07.2025, via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Der Ökonom Jens Südekum hat den jüngsten Handelsdeal zwischen der EU und den USA als realpolitisch nachvollziehbar, aber wirtschaftlich unvorteilhaft für Europa bewertet. „Ein fairer Deal sieht anders aus“, schreibt der Chefberater von Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) in einem Gastbeitrag für das „Handelsblatt“ (Mittwochausgabe). Besonders frustrierend sei, dass die von Trump angeführten Handelsungleichgewichte im Fall der EU gar nicht zuträfen, wenn man Dienstleistungen und Kapitalströme berücksichtige.

Südekum verwies auf scharfe Kritik aus mehreren EU-Staaten. Dort werde die Einigung mit der US-Regierung unter Donald Trump teils als „Akt der Selbstverzwergung“ oder gar als „Todesstoß für den freien Welthandel“ gewertet. Er selbst hält diese Reaktion für überzogen – kritisierte jedoch, dass Europa dem aggressiven Kurs Washingtons wenig entgegensetzen konnte. Zwar habe die EU mit dem Deal ein noch schlechteres Szenario abgewendet, müsse aber höhere Zölle in Kauf nehmen, während die USA wirtschaftlich klar profitierten.

Noch sei der Deal nicht in Stein gemeißelt, so Südekum. Eine Liste mit Produkten, bei denen die USA auf Zölle verzichten wollen, könne Brüssel nutzen, um in künftigen Verhandlungen Spielräume zu erweitern und dem Abkommen mehr Substanz zu geben. „So kann aus der aktuellen Einigung noch ein echter Handelsdeal werden.“


Foto: Bundesfinanzministerium am 24.07.2025, via dts Nachrichtenagentur

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Bundeskanzler berät mit jordanischem König über Hilfe für Gaza

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Abdullah II. bin al-Hussein und Friedrich Merz am 29.07.2025, via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat den jordanischen König Abdullah II. bin al-Hussein in Berlin empfangen und mit ihm über Hilfe für die hungerleidende Bevölkerung des Gazastreifen beraten.

Merz drängt trotz der gemeinsam mit Jordanien koordinierten Luftabwürfe auf Hilfslieferungen auch auf dem Landweg. „Wir wissen, dass das, was aus der Luft da geholfen wird, nur wirklich ein ganz kleiner Beitrag sein kann zu dem, was auf dem Landweg notwendig ist“, sagte Merz bei einer anschließenden Pressekonferenz. „Israel muss die katastrophale humanitäre Lage in Gaza schnell und entschieden verbessern. Es muss der leidenden Zivilbevölkerung menschenwürdige, dringend notwendige Versorgung zukommen lassen. Wir begrüßen daher die ersten Schritte, die die israelische Regierung und die Premierminister Netanjahu eingeleitet haben, aber weitere müssen folgen“, so der CDU-Chef.

Konkrete Maßnahmen, um den Druck auf die israelische Regierung zu erhöhen, kündigte der Kanzler nicht an. „Wir behalten uns selbstverständlich weitere Beratungen und auch weitere Beschlussfassungen dazu vor“, sagte er. „Wir werden wahrscheinlich am Donnerstag der nächsten Woche die drei Außenminister bitten, aus Frankreich, Großbritannien und Deutschland gemeinsam nach Israel zu reisen und die Position der drei Staaten der drei Regierungen vorzutragen.“

Der jordanische König Abdullah II. bin al-Hussein dankte Deutschland für seine humanitäre Hilfe in Gaza und pochte auf einen Waffenstillstand. Jordanien sei das Land, das die drittmeisten Abwürfe humanitärer Art seit dem Zweiten Weltkrieg durchführe, obwohl man ein so kleines Land sei. „Ich sehe auch, dass das nicht die effizienteste Vorgehensweise ist, aber es ist etwas, das wir machen können“, so bin al-Hussein. Damit übe man Druck auf Israel aus, auch das Leid im Westjordanland zu beenden.


Foto: Abdullah II. bin al-Hussein und Friedrich Merz am 29.07.2025, via dts Nachrichtenagentur

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Hubschrauber in Sachsen in Mulde gestürzt

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Polizei (Archiv), via dts NachrichtenagenturGrimma (dts Nachrichtenagentur) – In der Nähe von Grimma im Landkreis Leipzig ist am Dienstag ein Hubschrauber in die Mulde gestürzt.

Man sei durch Paddler darüber informiert, dass diese ein Hubschrauberteil in der Mulde gesichtet hätten, teilte die Polizei mit. Prüfungen vor Ort würden nun durch das Polizeirevier Grimma, in Zusammenarbeit mit der Bundespolizei und der Wasserschutzpolizei vorgenommen.

Angaben zu möglichen Verletzten oder Toten wurden zunächst nicht gemacht. Der MDR berichtet, dass es sich um einen angemieteten Hubschrauber handeln soll. Nach Angaben der örtlichen Feuerwehr soll der Hubschrauber unweit der A14-Brücke im Fluss liegen.


Foto: Polizei (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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