Freitag, November 6, 2026
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Dax startet vor Fed-Entscheid mit leichten Verlusten

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Frankfurter Börse (Archiv), via dts NachrichtenagenturFrankfurt/Main (dts Nachrichtenagentur) – Der Dax ist am Mittwoch mit leichten Verlusten in den Handelstag gestartet. Gegen 9:30 Uhr wurde der Leitindex mit rund 24.185 Punkten berechnet und damit 0,1 Prozent unter dem Schlussniveau vom Vortag. An der Spitze der Kursliste rangierten Porsche, Siemens Healthineers und BASF, am Ende Adidas, Symrise und die Hannover Rück.

Termin des Tages ist der neueste Zinsentscheid der US-Notenbank Federal Reserve am Abend. „Es ist wieder Fed-Tag. Eine Änderung des US-Leitzinses gilt für heute als ausgeschlossen“, sagte Thomas Altmann von QC Partners. Spannend werde, wie Fed-Chef Jerome Powell im Rahmen der heutigen Pressekonferenz die Auswirkungen der jüngst geschlossenen Handels-Deals auf die Inflationsrate einschätzen werde.

„Geht es nach den Börsianern, ist aktuell eine Zinssenkung im Oktober am wahrscheinlichsten.“ Donald Trump zähle die Zinssitzungen, die noch von Jerome Powell als Fed-Präsident geleitet werden, sicherlich bereits rückwärts. „Inklusive der heutigen steht dieser Countdown bei sieben.“

Der Dax wirke im Moment in seiner Handelsspanne gefangen, so Altmann weiter. Seit etwa drei Wochen geht es in einer Spanne zwischen 23.900 Punkten auf der Unter- und etwa 24.500 Punkten auf der Oberseite seitwärts. „Es wirkt, als wolle sich aktuell niemand in großem Stil neu positionieren. Die Angst, auf der falschen Seite zu stehen, ist aktuell förmlich greifbar.“ Trotz des anhaltend hohen Kursniveaus ist die Absicherungsaktivität über Put-Optionen weiterhin unterdurchschnittlich niedrig. „In dieser niedrigen Absicherungsquote liegt eine große Gefahr für die zukünftige Kursentwicklung“, so der Marktexperte.


Foto: Frankfurter Börse (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Studie: Sozialkompetenzen in frühkindlicher Bildung vernachlässigt

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Kita (Archiv), via dts NachrichtenagenturMünchen (dts Nachrichtenagentur) – Bildungsprogramme für junge Kinder konzentrieren sich weltweit zu stark auf kognitive Fähigkeiten und vernachlässigen soziale Kompetenzen. Das hat eine Studie der Technischen Universität München (TUM) und der Universität Luxemburg ergeben, die Leitlinien zur frühkindlichen Bildung in mehr als 50 Staaten untersucht hat, wie die Forscher am Mittwoch mitteilten.

Auch die Bedeutung der sozioökonomischen Verhältnisse der Kinder für den Bildungserfolg spiele in den Programmen nur eine untergeordnete Rolle. Die Studie analysierte mehr als 90 offizielle Dokumente aus den Jahren 1999 bis 2023. Dabei zeigte sich, dass soziale Kompetenzen wie Kooperation, Toleranz und gemeinsame Problemlösung kaum erwähnt werden. Stattdessen stünden Sprache, Informationsverarbeitung und räumliches Vorstellungsvermögen im Mittelpunkt. Zudem würden strukturelle Faktoren wie der Bildungshintergrund der Eltern oder belastende Lebensereignisse der Kinder weitgehend ignoriert.

„Die Vorstellung, dass individueller Erfolg auf Talent und Anstrengung beruht, ist in Teilen richtig. Sie ignoriert aber, wie stark Erfolg von strukturellen Faktoren abhängt“, sagte Samuel Greiff von der TUM. In Zeiten, in denen der gesellschaftliche Zusammenhalt gefährdet sei, sei der Verzicht auf die Förderung sozialer Kompetenzen kontraproduktiv. Die Forscher fordern weitere Untersuchungen, um die Auswirkungen dieser Schwerpunktsetzung in der Praxis zu analysieren.


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Einzelhandelsumsatz im Juni gestiegen

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Supermarkt (Archiv), via dts NachrichtenagenturWiesbaden (dts Nachrichtenagentur) – Der Umsatz der Einzelhandelsunternehmen in Deutschland ist im Juni 2025 gegenüber Mai 2025 kalender- und saisonbereinigt real um 1,0 Prozent und nominal um 0,8 Prozent gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat wuchs der Umsatz real um 4,9 Prozent und nominal um 5,8 Prozent, teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) nach vorläufigen Ergebnissen am Mittwoch mit.

Im Mai 2025 verzeichnete der Einzelhandelsumsatz gegenüber April nach Revision der vorläufigen Ergebnisse einen Rückgang von real 0,6 Prozent (vorläufiger Wert: -1,6 Prozent) und nominal 0,1 Prozent (vorläufiger Wert: -1,2 Prozent).

Der Umsatz im Einzelhandel mit Lebensmitteln stieg im Juni 2025 kalender- und saisonbereinigt sowohl real als auch nominal um 0,3 Prozent gegenüber dem Vormonat. Im Vergleich zum Vorjahresmonat verzeichnete der Umsatz im Lebensmitteleinzelhandel einen Anstieg von real 0,9 Prozent und nominal 3,3 Prozent.

Im Einzelhandel mit Nicht-Lebensmitteln stieg der kalender- und saisonbereinigte Umsatz im Juni gegenüber dem Vormonat real um 1,8 Prozent und nominal um 1,4 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahresmonat wuchsen die Umsätze hier real um 7,4 Prozent und nominal um 7,7 Prozent.

Im Internet- und Versandhandel verzeichnete der Umsatz im sechsten Monat des Jahres ein Umsatzplus von real 9,0 Prozent und nominal 8,5 Prozent. Im Vergleich zum Juni 2024 wuchs der Umsatz im Internet- und Versandhandel real um 20,4 Prozent und nominal 19,9 Prozent.


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Materialengpässe in der Elektroindustrie nehmen zu

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Container (Archiv), via dts NachrichtenagenturMünchen (dts Nachrichtenagentur) – Die Materialknappheit bei den Herstellern von elektrischen Ausrüstungen hat im Juli spürbar zugenommen. In einer am Mittwoch veröffentlichten Umfrage des Ifo-Instituts meldeten 12,7 Prozent der befragten Unternehmen Engpässe – nach nur 5,7 Prozent im April.

„Dies ist vermutlich eine Folge der chinesischen Export- und Handelsbeschränkungen für bestimmte Seltene Erden“, sagte Klaus Wohlrabe, Leiter der Ifo-Umfragen. „Sollte sich diese Entwicklung fortsetzen und verschärfen“, so Wohlrabe weiter, „dürften auch andere Branchen wie der Maschinen- und Automobilbau betroffen sein.“ In der Industrie insgesamt berichten nur 5,8 Prozent der Firmen von Versorgungsproblemen (April: 4,1 Prozent) – deutlich unter dem langfristigen Durchschnitt von 15,0 Prozent.

Ähnlich hoch wie in der Elektrobranche war die Materialknappheit lediglich bei der Herstellung von Holzwaren (ohne Möbel) mit 12,0 Prozent. In den übrigen Industriegruppen liegt der Anteil jeweils unter 10,0 Prozent. Eine mögliche Ausstrahlung der Engpässe zeigt sich bereits in der Automobilindustrie: Dort hat sich der Wert von 0,9 auf 7,1 Prozent erhöht. Im Maschinenbau hingegen blieb die Entwicklung bislang unauffällig – hier sank der Wert leicht von 4,9 auf 4,6 Prozent.

Zum Vergleich: Den bisherigen Höhepunkt der Lieferprobleme verzeichnete die Industrie im Dezember 2021, als 81,9 Prozent der Unternehmen von Materialengpässen betroffen waren.


Foto: Container (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Tausende Klagen zu Beamtenbesoldung bleiben unbearbeitet

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Verwaltungsgericht (Archiv), via dts NachrichtenagenturHannover (dts Nachrichtenagentur) – Der Bund der niedersächsischen Verwaltungsrichter warnt vor einer Überlastung der Verwaltungsgerichte durch Klagen gegen die Besoldungsordnung durch Beamte. „Wir produzieren Arbeit ohne Sinn“, sagte Verbandspräsident Gert-Armin Neuhäuser der „Neuen Osnabrücker Zeitung“.

„Den Verwaltungsrichtern ist kein Grund bekannt oder vorstellbar, warum in einem riesigen Ausmaß richterliche Arbeitskraft gebunden werden soll, um Verfahren einzutragen und zu verwalten, die gar nicht entschieden werden können“, schrieb Neuhäuser in einem Brief an den niedersächsischen Ministerpräsidenten Olaf Lies (SPD).

Mehr als 25.000 Beamte haben in Niedersachsen bereits auf ein höheres Gehalt geklagt, nachdem der niedersächsische Finanzminister Gerald Heere (Grüne) per Erlass verfügt hatte, sämtliche Forderungen nach höheren Gehältern pauschal abzulehnen. Neuhäuser, Präsident des Verwaltungsgerichts Osnabrück, rechnet mit mehr als 30.000 Verfahren insgesamt.

Weil seit mehr als sieben Jahren eine Grundsatzentscheidung des Bundesverfassungsgerichts aussteht, können die niedersächsischen Verwaltungsgerichte in der Sache nicht entscheiden. „Das ist ein Berg an Klagen, den wir bearbeiten müssen, aber nicht entscheiden können, weil wir auf Karlsruhe warten“, kritisierte Neuhäuser.


Foto: Verwaltungsgericht (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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SPD für Verbot von Voyeur-Aufnahmen

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Das Strafgesetzbuch in einer Bibliothek (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Voyeur-Aufnahmen könnten im Strafrecht bald breiter abgedeckt und bestraft werden. Das fordert eine breite Mehrheit der Bundestagsfraktionen.

Die Sozialdemokraten halten die aktuelle Gesetzeslücke für „unerträglich“ und sehen „klaren“ Handlungsbedarf. Wer andere heimlich filme und dabei sexualisierte Motive verfolge, greife massiv in Persönlichkeitsrechte ein – „das muss strafbar sein“, sagte Carmen Wegge, Sprecherin der SPD-Fraktion für Recht und Verbraucherschutz, der „Welt“ und „Politico“. Die Unionsfraktion kündigte Gespräche mit der SPD an.

Hintergrund ist eine Petition, in der gefordert wird, das sexuell motivierte, heimliche Filmen und Fotografieren strenger zu bestrafen. Bisher ist lediglich das Fotografieren bestimmter Körperstellen in den Ausschnitt oder unter den Rock eine Straftat nach Paragraf 184 des Strafgesetzbuchs. In einem im Februar auf Instagram veröffentlichten Video konfrontierte Petitions-Initiatorin Yanni Gentsch einen Mann, der sie zuvor im Wald verfolgte und filmte. Sie konnte ihn jedoch bei bestehender Rechtslage nicht anzeigen.

Jener „Upskirting“-Paragraf greife noch zu kurz, so die SPD. „Kleidung oder Kamerawinkel dürfen nicht darüber entscheiden, ob ein übergriffiges Verhalten strafrechtlich verfolgt werden kann“, sagte Wegge. „Niemand soll sich im öffentlichen Raum verstecken müssen, weil andere meinen, aus Lust oder Machtfantasien heimlich filmen zu dürfen.“

Auch die Union sieht Handlungsbedarf. „Wer heimlich andere Menschen sexuell motiviert filmt, verletzt ihre Intimsphäre und überschreitet eine klare Grenze“, sagte Susanne Hierl (CSU), rechtspolitische Sprecherin der Unionsfraktion. Man nehme die Petition ernst und prüfe mit dem Koalitionspartner, ob der bestehende Straftatbestand angepasst werden müsse.

Das Bundesjustizministerium von Stefanie Hubig (SPD) teilte mit, „die Entwicklungen im Bereich von bildbasierter sexualisierter Gewalt sehr ernst“ zu nehmen. Den Fall der gefilmten Joggerin halte man für „digitalen Voyeurismus“. Im Koalitionsvertrag einigten sich CDU/CSU und SPD darauf, Gesetzeslücken im Strafrecht hinsichtlich „bildbasierter sexualisierter Gewalt“ zu schließen und gegebenenfalls weitere Erscheinungsformen zu erfassen. „Das Bundesjustizministerium prüft derzeit, wie diese Vorgaben am besten umgesetzt werden können“, sagte ein Ministeriumssprecher der „Welt“ und „Politico“.

Unterstützung kommt auch aus der Opposition. Die Forderung nach einer Verschärfung des bestehenden Strafrechts sei „gerechtfertigt und sollte unterstützt werden“, sagte Tobias Matthias Peterka, rechtspolitischer Sprecher der AfD-Fraktion. Die Petition schlage einen „Baustein bei der Bekämpfung sexualisierter Gewalt“ vor, sagte Lena Gumnior, Obfrau der Grünen-Fraktion im Ausschuss für Recht und Verbraucherschutz. „Das Recht auf sexuelle Selbstbestimmung ist kein Recht zweiter Klasse – es ist genauso schützenswert wie das Recht auf Eigentum beim Diebstahl im Supermarkt.“

Die Linke schließt sich zwar der Kritik an Voyeur-Aufnahmen an, lehnt eine Gesetzesverschärfung allerdings ab. „Das heimliche Filmen anderer Personen in sexueller Absicht ist für die Betroffenen herabwürdigend, beeinträchtigt sie in ihrer Freiheit und stellt ohne Zweifel eine Verletzung des Rechts auf sexuelle Selbstbestimmung dar“, sagte Luke Hoß, der für die Linke im Rechtsausschuss sitzt. Das sei „Ausdruck eines tiefergehenden gesellschaftlichen Sexismus“, dem in allen Erscheinungsformen entgegenzutreten sei. Die Linke stehe Verschärfungen des Strafrechts jedoch „grundsätzlich kritisch gegenüber“, denn härtere Strafen führten oft nicht zu weniger Straftaten.


Foto: Das Strafgesetzbuch in einer Bibliothek (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Tsunami-Warnung nach Erdbeben bei Kamtschatka

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Eine Boje im Meer (Archiv), via dts NachrichtenagenturHonolulu (dts Nachrichtenagentur) – Nach einem Seebeben vor der russischen Halbinsel Kamtschatka haben die US-Behörden eine Tsunami-Warnung herausgegeben. Das Beben gegen 11:24 Uhr Ortszeit (1:24 Uhr deutscher Zeit) soll eine Stärke von 8,0 gehabt haben, die Tiefe des Epizentrums wurde unterschiedlich mit 10 bis 74 Kilometer Tiefe angegeben.

In den letzten Tagen hatte es in der Gegend wiederholt geruckelt, bei einem Beben der Stärke 7,4 war auch schon einmal eine Tsunami-Warnung ausgelöst, kurz darauf aber wieder aufgehoben worden. Beben der Stärke 8,0 setzen aber bereits etwa acht Mal mehr Energie frei als ein Beben der Stärke 7,4.


Foto: Eine Boje im Meer (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Fast 300 Anbaulizenzen für Cannabis-Clubs in Deutschland vergeben

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Berlin (dts Nachrichtenagentur) – 293 Anbaulizenzen für Cannabis Social Clubs sind in Deutschland seit Juli 2024 vergeben worden. Das ist das Ergebnis einer Umfrage der Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Mittwochausgaben) unter den für die Vergabe zuständigen Ministerien, Landesämtern und Bezirksregierungen der 16 Bundesländern.

Mit 82 Clubs gibt es demnach die meisten lizenzierten Anbauvereine in Nordrhein-Westfalen. Auf Platz zwei und drei folgen Niedersachsen (54 Anbaulizenzen) und Rheinland-Pfalz (27 Anbaulizenzen). Im Verhältnis zur Einwohnerzahl geht aber Hamburg mit seinen 13 Cannabis-Clubs als Spitzenreiter hervor: Hier gibt es mit 0,68 Cannabis-Clubs pro 100.000 Einwohner die meisten Cannabis-Clubs mit Anbaulizenz. Die niedrigste Rate weist Bayern auf (8 Cannabis-Clubs; 0,06 pro 100.000 Einwohner). Im Saarland wurde bislang noch keine Genehmigung erteilt.

Der Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Hendrick Streeck (CDU), kritisiert das von der ehemaligen Ampel-Regierung ins Leben gerufene Cannabis-Gesetz. „Das Konsumcannabis-Gesetz ist nicht gut gemacht, denn es gibt Widersprüche und Fragen bleiben offen“, sagte der CDU-Politiker den Funke-Zeitungen. Die Grenze zwischen harmlosem und gefährlichem Konsum sei schwierig einzuhalten und Menschen, die täglich mit Jugendlichen arbeiten, wie Kinderärzte, Lehrkräfte, Polizisten und Eltern, seien bei der Gesetzentwicklung zu wenig eingebunden worden.

Eine Rücknahme der Teillegalisierung forderte Streeck allerdings nicht. „Mein Ziel ist es, Menschen zu helfen – nicht sie zu belehren. Es geht hier nicht um Ideologie, sondern um eine nüchterne, ehrliche und wissenschaftsbasierte Drogenpolitik“, so der CDU-Politiker und Virologe. Er wolle die Evaluierung im Herbst und Frühjahr abwarten, um zu bewerten, welche Auswirkungen das Gesetz hat.

Allerdings sei bereits jetzt klar, dass man bessere Aufklärung brauche. „Nicht mit dem Zeigefinger, sondern auf Augenhöhe. Vor allem Jugendliche müssen verstehen, was Cannabis mit ihrem Körper und ihrem Gehirn macht. Dafür brauchen wir gezielte Prävention – in Schulen, auf Social Media, in einer Sprache, die ankommt“, so Streeck.

Der Geschäftsführer der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen (DHS), Peter Raiser, warnte gegenüber den Funke-Zeitungen vor einem erhöhten Beratungsbedarf. „Dreiviertel der Suchtberatungsstellen in Deutschland können nicht kostendeckend arbeiten. Teilweise müssen Leistungen bereits reduziert werden.“ Der erhöhte Beratungs- und Aufklärungsbedarf seit der Legalisierung müsse aufgefangen werden. „Allein durch die öffentliche Besprechung kommen viele Fragen auf, besonders bei jungen Menschen. Wir stellen aber fest, dass es in Deutschland nicht genug Ressourcen für Prävention gibt“, sagte Raiser.


Foto: „Smoke-in“ vor dem Brandenburger Tor (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Plan International kritisiert Luftbrücke für Gazastreifen

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Blick von Israel in den Gazastreifen (Archiv), via dts NachrichtenagenturHamburg (dts Nachrichtenagentur) – Die Kinderrechtsorganisation Plan International hat die Pläne der Bundesregierung für eine gemeinsame deutsch-jordanische Luftbrücke für den Gazastreifen scharf kritisiert.

Grundsätzlich sei es zwar gut, dass Bewegung in die „längst überfällige Versorgung“ der Bevölkerung komme, sagte die Vorstandsvorsitzende von Plan International Deutschland, Petra Berner, den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Mittwochausgaben). „Allerdings ist die sogenannte Luftbrücke nicht mehr als eine symbolische Aktion. Denn sie ist ineffizient, teuer – und darüber hinaus lebensgefährlich“, sagte Berner.

Sie verwies darauf, dass die Hilfsgüter unkontrolliert zu Boden fallen würden, die notleidenden Menschen sich in militärisch umkämpfte Gebiete begeben müssten und das Recht des Stärkeren gelte. „Das hat mit humanitärer Hilfe nichts zu tun.“

Berner erklärte zudem, dass über den Luftweg nur ein Bruchteil dessen verteilt werden könne, was über Lastwagen möglich wäre. „Die Lösung ist so einfach: Es stehen Tonnen von Hilfsgütern von Plan International und vielen weiteren humanitären Organisationen an den Grenzen bereit. Die Transporter müssen nur nach Gaza hineingelassen werden“, so Berner. „Erfahrene humanitäre Helfer können sie dann über erprobte Verteilsysteme an diejenigen übergeben, die sie am dringendsten benötigen. Allen voran an die Kinder in Gaza.“


Foto: Blick von Israel in den Gazastreifen (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Studie: Familien mit Eigenheim sind offener für Klima-Lösungen

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Solarzellen auf Hausdach (Archiv), via dts NachrichtenagenturEssen (dts Nachrichtenagentur) – Eigenheimbesitzer mit Kindern sind einer neuen Studie zufolge offenbar besonders aufgeschlossen für neue Konzepte der Energieerzeugung. Das geht aus einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Statista im Auftrag des Energieversorger Eon Energie Deutschland hervor, über die die Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Mittwochausgaben) berichten.

Demnach haben Eltern die Energiewende im eigenen Haus besonders häufig bereits umgesetzt – oder planen, dies bald zu tun. Beim Besitz von Photovoltaikanlagen liegen Befragte mit Kindern im Haushalt (37 Prozent) fünf Prozentpunkte vor Hausbesitzern ohne Nachwuchs unterm Dach (32 Prozent). Bei Wärmepumpen sind es neun (Eigentümer mit Kindern zuhause: 23 Prozent; ohne: 14 Prozent) und bei E-Fahrzeugen zehn Prozentpunkte (Teilnehmer mit Nachwuchs: 22 Prozent; ohne: zwölf Prozent).

Über einen Batteriespeicher verfügen der Umfrage zufolge Eltern mit Photovoltaikanlage (58 Prozent) in etwa genauso häufig wie Befragte ohne Kinder im Haus (61 Prozent). Nachrüsten wollen ihn 29 Prozent (Hausbesitzer ohne Nachwuchs: 22 Prozent). „Eltern setzen damit ein klares Zeichen für den Klimaschutz“, kommentierte Philipp Klenner, bei Eon verantwortlich für Energiewendetechnologien, gegenüber den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Mittwochausgaben).

Auch mit Blick auf mögliche künftige Energiewende-Investitionen liegen Eltern der Studie zufolge vorne: 30 Prozent planen, eine Photovoltaikanlage bis Ende 2026 zu installieren, wenn sie noch keine haben. Damit liegen sie zwölf Prozentpunkte vor Eigenheimbesitzern ohne Nachwuchs unterm Dach. Ihr erstes Elektroauto wollen 19 Prozent der Väter und Mütter in den nächsten anderthalb Jahren anschaffen (Teilnehmer ohne Nachkommen in den eigenen vier Wänden: elf Prozent). Auf Wärmepumpen planen 16 Prozent umzusteigen (Befragte ohne Nachwuchs im Haus: acht Prozent).

Offen zeigen sich Familien auch für Energiemanagementsysteme und flexible Stromtarife. Ein Energiemanagementsystem besitzen Eltern mit eigenem Haus mit 18 Prozent öfter als die Vergleichsgruppe ohne Kinder im Haushalt (15 Prozent). Weitere 15 Prozent der Befragten mit Nachwuchs zuhause planen die Neuanschaffung innerhalb der nächsten eineinhalb Jahre (Teilnehmer ohne Nachwuchs im Haus: acht Prozent). Auch auf flexible Stromtarife möchten Väter und Mütter mit zwölf Prozent überdurchschnittlich häufig bis Ende 2026 wechseln (Hausbesitzer ohne Kinder zuhause: fünf Prozent) oder können sich mit 55 Prozent einen Umstieg vorstellen (kinderlose Haushalte: 46 Prozent).


Foto: Solarzellen auf Hausdach (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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