Freitag, November 6, 2026
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DRK-Präsidentin: Roboter können keine Pflege-Fachkräfte ersetzen

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Roboter (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Präsidentin des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), Gerda Hasselfeldt, geht nicht davon aus, dass intelligente Maschinen in näherer Zukunft bei der Betreuung von pflegebedürftigen Menschen helfen können.

„Ein Roboter wird niemals die menschliche Zuwendung ersetzen“, sagte Hasselfeldt den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Montagausgaben). Diese sei aber bei der Pflege und gerade bei dementen Menschen entscheidend. „Maschinen können sicherlich zum Beispiel dabei helfen, menschliche Arbeitskräfte körperlich zu entlasten. Aber menschliche Zuwendung können letztlich nur Menschen“, ergänzte Hasselfeldt.

Die frühere CSU-Bundestagsabgeordnete, die seit 2017 als Präsidentin an der Spitze des DRK steht, wies darauf hin, dass die Belastung der Fachkräfte in Heimen aber zunehme. „Menschen, die in eine Pflegeeinrichtung kommen, werden immer älter. Gleichzeitig nimmt die Verweildauer dort ab“, sagte Hasselfeldt. Weil so in den Heimen der Anteil der Schwerstpflegebedürftigen steige, steige der Versorgungsbedarf. Als Folge werde mehr Personal benötigt.

Hasselfeldt pochte zudem darauf, Geld aus dem Infrastruktur-Sondervermögen der Bundesregierung bereitzustellen, um Pflegeheime hitzeresistent umbauen zu können. „Gerade bei Hitzewellen sind ältere Menschen großen Belastungen ausgesetzt. Viele Einrichtungen sind dafür weitgehend baulich noch nicht ausgestattet“, warnte Hasselfeldt. Auch bei der energetischen Sanierung hinkten die Einrichtungen hinterher, weil kaum eigene Mittel vorhanden seien, um solche Projekte zu realisieren. „Ich hoffe darauf, dass Mittel aus dem Infrastruktur-Sondervermögen dafür genutzt werden können, die Einrichtungen im sozialen Bereich besser auszurüsten“, sagte sie weiter.


Foto: Roboter (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Dehoga reicht Gastro-Steuersenkung nicht aus

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Bedienung in einem Café (Archiv), via dts NachrichtenagenturMünchen (dts Nachrichtenagentur) – Bayerns Dehoga-Chef Thomas Geppert hat angesichts von Personal- und Geldsorgen in seiner Branche vor „amerikanischen Verhältnissen“ einer Zweiklassen-Gastronomie in Deutschland gewarnt und die Bundesregierung dringend um mehr Westbalkan-Arbeitskräfte gebeten.

Die angekündigte Senkung der Mehrwertsteuer von 19 auf sieben Prozent sei in der Gastronomie als Gewinnpuffer grundsätzlich zu wenig, sagte der bayerische Landesgeschäftsführer des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga) dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“.

Wegen steigender Lebensmittelpreise, sinkender Umsätze und fehlender Arbeitskräfte hoffe er, dass die Bürger die zugesagten Steuermittel als Mittelstandsförderprogramm anerkennen und nicht nur erwarten, dass das Schnitzel im Wirtshaus billiger werde. Geppert mahnte: „Auf dem Land ist es so: Stirbt das Gasthaus, stirbt das Dorf. Dann haben wir amerikanische Verhältnisse: an Hotspots Fastfood-Tempel für die Masse und in ausgewählten Lagen Sterneküche für die Reichen.“ Man müsse den sozialen Wert der Gaststätte sehen – als Ort des gesellschaftlichen Zusammenhalts, des Aufeinandertreffens vom Akademiker bis zum Hilfsarbeiter, mit einem Stammtisch als politisches Korrektiv. „Das ist im Schnitzelpreis inbegriffen.“

Er warnte: „Wir haben zu wenig Leute und zu viele offene Stellen.“ Die Lücken seien ohne Arbeitskräfte aus dem Ausland nicht zu schließen. „Die Bundesregierung muss dringend von ihrem Plan abrücken, die reguläre Migration nach Deutschland im Rahmen der sogenannten Westbalkan-Regelung auf 25.000 Personen pro Jahr zu begrenzen. Im Juni vorigen Jahres hatte die Ampel die Zahl auf 50.000 heraufgesetzt.“ Auch das sei noch zu wenig. „Die Arbeitskräfte dort wollen arbeiten, und wir brauchen sie, aber wir lassen sie nicht rein. Damit schaden wir uns selbst. Es geht um legale Migration in den Arbeitsmarkt mit einem ordentlichen Arbeitsvertrag.“


Foto: Bedienung in einem Café (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Umfrage: Mehrheit für steigende Verteidigungsausgaben

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Deutsche Kriegsschiffe (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Deutschen sind mehrheitlich für deutlich steigende Verteidigungsausgaben und wenn nötig auch für eine Wiedereinsetzung der Wehrpflicht, wären aber persönlich nicht zum Kampf für die Landesverteidigung bereit. Das ergibt sich aus einer Umfrage unter 1.002 Befragten vom 28. und 29. Juli, die das „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ beim Meinungsforschungsinstitut Forsa in Auftrag gegeben hat.

67 Prozent der Befragten finden es demnach richtig und 30 Prozent falsch, dass Deutschland seine Ausgaben für Verteidigung bis zum Jahr 2032 verdoppeln will. Die Anhänger von CDU und CSU sind zu 92 Prozent dafür – sowie 75 Prozent der SPD- und 76 Prozent der Grünen-Anhänger. Unter den Anhängern der Linken sind dagegen 59 Prozent gegen den Anstieg des Etats, unter AfD-Anhängern sind es 52 Prozent.

61 Prozent der Befragten sprechen sich dafür aus, wieder einen verpflichtenden Wehrdienst einzuführen, wenn es nicht gelingen sollte, in den nächsten Jahren genügend junge Menschen auf freiwilliger Basis für die Bundeswehr zu gewinnen. Dabei findet sich in der Altersgruppe derer, die ein solcher Schritt am ehesten betreffen würde, die größte Zahl an Kritikern. So halten 61 Prozent der 18- bis 29-Jährigen von einer Wiedereinsetzung der Wehrpflicht nichts; in den nachfolgenden Altersgruppen ist dieser Prozentsatz jeweils nur ungefähr halb so hoch.

Allerdings zeigten sich nur 16 Prozent der Befragten bereit, Deutschland im Falle eines Angriffs selbst mit der Waffe zu verteidigen – und 22 Prozent „wahrscheinlich“ bereit. Eine Mehrheit von 59 Prozent wäre „wahrscheinlich nicht“ oder „auf keinen Fall“ willens dazu. Unter Frauen ist die Ablehnung mit 72 Prozent deutlich größer als unter Männern mit 46 Prozent. Auch überwiegt das Nein zu einer solchen Beteiligung in der Altersgruppe der über 60-Jährigen mit 68 Prozent sichtbar das in der Altersgruppe der 18- bis 29-Jährigen mit 56 Prozent.


Foto: Deutsche Kriegsschiffe (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Ex-Hamas-Geisel Shoham: Das ist absichtliches Verhungern

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Erinnerung an von der Hamas entführte Geiseln im Gazastreifen (Archiv), via dts NachrichtenagenturGaza (dts Nachrichtenagentur) – Angesichts der aktuellen Videos von israelischen Geiseln spricht der österreichisch-israelische Staatsbürger Tal Shoham, der 505 Tage in Geisel-Haft der Hamas war, von „absichtlicher Propaganda“ der Hamas.

Evyatar David, mit dem er zusammen in Gefangenschaft der Terroristen war, sei offenbar in einem „ganz, ganz schlechten Gesundheitszustand“, sagte er am Sonntag den ARD-Tagesthemen. Das sei „absichtliches Verhungern“, sagte Shoham weiter. Wenn er die Bilder sehe, „dann glaube ich wirklich, er hat nicht mehr viele Tage zu leben. Jedenfalls nicht unter den Umstanden.“ Er glaube nicht, „dass noch Hoffnung übrig ist“.

„Ich habe den Tunnel wiedererkannt, es ist genau der Tunnel, in dem wir zusammen acht Monate lang festgehalten wurden. Und ich weiß, es ist eine Tatsache, dass nur ein paar Meter weiter, hinter den eisernen Türen, die den Tunnel verschließen, eine Gruppe der Hamas-Terroristen sitzt und in Mengen Essen hat. Fleisch, Fisch, jede Menge Brot, alles, was sie brauchen.“ Er selbst habe während seiner Gefangenschaft jeden Tag Kraft finden müssen, „aus mir heraus, aus meiner neuen Familie heraus, die sich im Tunnel gebildet hat“.

Auf die Frage, was die Hamas mit dem Video von Evyatar David bezwecken wolle, antwortete Shoham: „Es wird aus dem Video ganz deutlich, dass das absichtliche Propaganda der Hamas ist, Evyatar und Rom in so schlechtem Zustand zu zeigen und sie mit Kindern in Gaza zu vergleichen.“ Er habe „viele Kisten mit humanitären Hilfsgütern gesehen, die die Hamas der Öffentlichkeit gestohlen hat, den Bewohnern von Gaza, und sie für sich behalten hat“.

Zur Anerkennung eines Palästinenser-Staates sagte Shoham: „Wir sehen, dass es der Hamas gut geht, wenn die europäischen Regierungen auf eine Anerkennung des palästinensischen Staates drängen“. Es wäre „das Schlimmste, was Europa jetzt tun könnte“.


Foto: Erinnerung an von der Hamas entführte Geiseln im Gazastreifen (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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FC Bayern verleiht Palhinha nach Tottenham

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Joao Palhinha (Archiv), via dts NachrichtenagenturMünchen/London (dts Nachrichtenagentur) – João Palhinha wechselt vom FC Bayern München auf Leihbasis zu Tottenham Hotspur in die Premier League.

Die Leihe des portugiesischen Nationalspielers ist bis zum Sommer 2026 terminiert, verbunden mit einer Kaufoption für den Europa League-Sieger, wie der Bundesligist am Sonntagabend mitteilte.

Max Eberl, Sportvorstand des FC Bayern, sagte: „João Palhinha ist in der vergangenen Saison beim FC Bayern leider nicht auf die erhofften Einsatzzeiten gekommen. Mit Tottenham Hotspur haben wir die beste Lösung für alle Seiten gefunden. João kann dort eine ganze Saison auf internationalem Top-Niveau absolvieren. Wir wünschen ihm für das anstehende Spieljahr alles Gute.“

Palhinha war im Sommer 2024 vom FC Fulham aus der Premier League nach München gewechselt. Ein Jahr zuvor galt er als Wunschspieler des damaligen Trainers Thomas Tuchel, der dann allerdings nicht mehr an der Seitenlinie stand. Unter Vincent Kompany gelang es dem Portugiesen nicht wirklich, Fuß zu fassen. In der vergangenen Saison absolvierte er 25 Pflichtspiele und feierte mit dem FC Bayern den Gewinn der Deutschen Meisterschaft. Sein Vertrag läuft bis zum 30. Juni 2028. Bei Tottenham trifft Palhinha auf den ehemaligen Münchner Mathys Tel.


Foto: Joao Palhinha (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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CDU-Sozialflügel warnt vor Bürgergeld-Streichung für alle Ukrainer

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Ankunft von Flüchtlingen aus der Ukraine in Deutschland (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Der CDU-Sozialflügel hat sich gegen Markus Söders (CSU) Forderung nach einer Streichung des Bürgergeldes für alle Ukrainer gestellt und vor einem Verwaltungsaufwand gewarnt.

„Der Rechtskreiswechsel für neu ankommende Ukrainer ist beschlossen und ist richtig“, sagte CDA-Chef Dennis Radtke dem „Focus“. „Schon hier zeigt sich aber, dass eine rückwirkende Umsetzung verwaltungstechnisch kaum umzusetzen ist“, fügte Radtke hinzu. „Wie soll das dann erst recht für alle gelten, die schon im bisherigen System sind?“

Es sei fraglich, „in welchem Verhältnis eine mögliche Einsparung zum Verwaltungsaufwand steht und ob dies tatsächlich bei der Integration in den Arbeitsmarkt förderlich ist“. Radtke kritisierte Söders Vorschlag scharf. „Die letzten Jahre sollten doch eigentlich gezeigt haben, dass wir mit breitbeinigen und marktschreierischen Forderungen beim Thema Flucht und Asyl nichts erreichen können.“

Das Denken in Überschriften habe „sich leider zum Arschgeweih der deutschen Politik entwickelt. Eine Zeit lang nett, aber irgendwann ist man es einfach nur noch leid“, ärgerte sich Radtke. „Die Menschen erwarten zu Recht von uns als Union staatstragende und handwerklich saubere Politik, statt einfach einen herauszuhauen.“ Der CDU-Politiker ergänzte: „Das ist das, was uns mal zur erfolgreichsten politischen Kraft in Europa gemacht hat.“


Foto: Ankunft von Flüchtlingen aus der Ukraine in Deutschland (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Union erhöht beim Bürgergeld Druck auf Bas

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Bärbel Bas (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Der arbeitsmarktpolitische Sprecher der Unionsfraktion, Marc Biadacz, sieht die 2024 auf 47 Milliarden Euro gestiegenen Ausgaben fürs Bürgergeld als „Weckruf“. Die Entwicklung erhöhe den Reformdruck erheblich, sagte der CDU-Politiker dem „Handelsblatt“ (Montagsausgabe) und ergänzte Richtung Ressortchefin Bärbel Bas (SPD): „Das Bundesarbeitsministerium muss jetzt liefern.“

Deutschland brauche schnell die im Koalitionsvertrag vereinbarte neue Grundsicherung, „die Arbeit in den Mittelpunkt stellt, Vermittlung stärkt und klare Mitwirkungspflichten vorsieht“. Denn das Bürgergeld „setzt falsche Anreize, statt konsequent auf Arbeitsaufnahme und Eigenverantwortung zu setzen“. Die Regelsätze des Bürgergelds waren 2023 und 2024 stark gestiegen, weil sie die Inflation überproportional berücksichtigten. 2025 folgte eine Nullrunde.

Enzo Weber vom Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) fordert einen neuen Mechanismus, „der die Inflation zeitnah ausgleicht, aber kein Hin und Her produziert“, sagte er dem „Handelsblatt“. Weber warnt vor dem Plan der Koalition, Menschen aus der Ukraine, die nach April 2025 eintreffen, statt Bürgergeld die niedrigeren Leistungen für Asylbewerber zu zahlen. Fielen sie aus dem Bürgergeldsystem, würden sie auch keine Beratung, Vermittlung und Qualifizierung mehr bekommen. „Am Ende bedeutet das weniger Jobs und mehr Kosten.“


Foto: Bärbel Bas (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Norris gewinnt Formel-1-Rennen in Ungarn

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Budapest (dts Nachrichtenagentur) – McLaren-Pilot Lando Norris hat das Formel-1-Rennen in Ungarn gewonnen. Die dts Nachrichtenagentur sendet in Kürze weitere Details.

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Norris gewinnt F1-Rennen in Ungarn – Weiterer McLaren-Doppelsieg

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Lando Norris / McLaren (Archiv), via dts NachrichtenagenturBudapest (dts Nachrichtenagentur) – McLaren-Pilot Lando Norris hat das Formel-1-Rennen in Ungarn gewonnen. Als Zweiter fuhr in Budapest sein Teamkollege Oscar Piastri über die Ziellinie, George Russell (Mercedes) komplettierte das Podium.

Piastri und Norris lieferten sich über das gesamte Rennen ein intensives Duell um die Spitzenposition, während Pole-Mann Charles Leclerc (Ferrari) trotz eines starken Starts Schwierigkeiten hatte, seine Position zu halten. Piastri zeigte sich bis zur letzten Runde besonders aggressiv und konnte den Abstand zu Norris stetig verringern, obwohl er letztlich nicht an ihm vorbeikam.

Auf den weiteren Punkterängen hinter dem Podium landeten am Sonntag Leclerc, Fernando Alonso (Aston Martin), Gabriel Bortoleto (Sauber), Lance Stroll (Aston Martin) und Liam Lawson (Racing Bulls). Max Verstappen (Red Bull) holte auf dem neunten Rang zwei Punkte für die WM-Wertung, Kimi Antonelli (Mercedes) auf dem zehnten Platz einen Punkt. Der einzige deutsche Fahrer Nico Hülkenberg (Sauber) beendete den Grand Prix auf dem 13. Rang. Das nächste Rennen findet in vier Wochen in den Niederlanden statt.


Foto: Lando Norris / McLaren (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Union und SPD uneins bei Gaza-Initiative der Städte

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Blick von Israel in den Gazastreifen (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Eine Initiative deutscher Städte zur Aufnahme traumatisierter Kinder aus Israel und aus dem Gaza-Streifen sorgt für Uneinigkeit in der schwarzen-roten Koalition. Das berichtet die „Welt“ (Montagsausgabe).

Hannovers Oberbürgermeister Belit Onay (Grüne) hatte politische Unterstützung von Bundesseite für Einreiseverfahren, Auswahl und medizinische Koordination gefordert. Die CDU/CSU-Fraktion im Bundestag zeigte sich reserviert. „Wenn ein Aufenthalt zur medizinischen Behandlung in Deutschland erforderlich ist, gibt es nach heutigem Recht bereits Aufnahmemöglichkeiten“, sagte Fraktionsvize Günter Krings (CDU) der „Welt“ und fügte mit Blick auf Gaza hinzu: „Im Übrigen sollten wir die arabischsprachigen Länder des Nahen und Mittleren Ostens bei der Aufnahme von Kindern unterstützen, anstatt sie weit weg nach Europa zu bringen.“

Offen für eine Unterstützung der Städte-Initiative zeigt sich hingegen der Koalitionspartner. „Wir begrüßen als SPD-Fraktion, dass sich viele der Initiative anschließen“, sagte der SPD-Außenpolitiker Adis Ahmetovic. „Nun muss das Auswärtige Amt, das für medizinische Evakuierungen zuständig ist, die entsprechenden Schritte einleiten und das Bundesinnenministerium eine zentrale Verteilung organisieren.“

Der stellvertretende AfD-Fraktionsvorsitzende Markus Frohnmaier wies die Forderung aus Hannover zurück: „Deutschland ist voll. Wir sind an unserer Belastungsgrenze – personell, finanziell und gesellschaftlich.“ Deshalb brauche es konsequente Abschiebungen statt weiterer Aufnahmeprogramme. „Die Verantwortung liegt in der Region. Arabische und islamische Staaten sind gefordert, ihrer humanitären Verantwortung gerecht zu werden. Auch Israel muss in Verantwortung genommen werden und einen Beitrag leisten.“

Der Grünen-Innenpolitiker Marcel Emmerich hingegen unterstützte den Ruf nach Hilfe des Bundes. Die Städte handelten dort, wo akute Hilfe dringend nötig sei. „Der Bund sollte weitere Schritte gehen und sich in europäischer Abstimmung weiter engagieren. Es ist wichtig, dass der Bund die Städte nicht alleinlässt, sondern hilft, damit die Kinder in Deutschland gut ankommen.“

Die Linke will weitergehen. „Dass einzelne Städte einige Kinder aufnehmen wollen, ist gut, denn jeder gerettete Mensch zählt. Aber was ist mit deren Eltern und Geschwistern?“, fragte Linksfraktionsvize Clara Bünger. „Auch sie sollten ein Leben in Sicherheit und Würde führen können.“ Es brauche jetzt mehr als symbolische Gesten. „Das Morden muss enden. Israel muss seine Angriffe sofort stoppen.“ Der Bund sollte rechtliche Rahmenbedingungen für die Aufnahme der Kinder in den Städten schaffen, forderte Bünger.


Foto: Blick von Israel in den Gazastreifen (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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