Samstag, November 7, 2026
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Dax startet trotz US-Zöllen im grünen Bereich

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Frankfurter Börse, via dts NachrichtenagenturFrankfurt/Main (dts Nachrichtenagentur) – Der Dax ist am Donnerstag mit leichten Gewinnen in den Handelstag gestartet. Gegen 9:30 Uhr wurde der Leitindex mit rund 23.940 Punkten berechnet und damit 0,1 Prozent über dem Schlussniveau vom Vortag.

Die Liste der Gewinner führt die Allianz an, gefolgt von Siemens Energy und Henkel. Auch Beiersdorf startet nach großen Verlusten am Vortag wieder positiv in den Handelstag. Schlusslichter sind die Deutsche Telekom sowie Rheinmetall und Merck.

Der Marktanalyst Thomas Altmann sieht bisher trotz des Inkrafttretens der neuen US-Zölle keine großen Veränderungen. Zwar werde sich jetzt Schritt für Schritt zeigen, wie groß die Auswirkungen der US-Zölle auf Handelsvolumen und Unternehmensgewinne sein werden, doch „die Börsen preisen bislang keine großen Auswirkungen“. Der Börsenexperte schließt einen Stimmungswechsel dennoch nicht aus.

Besonders für die Schweiz beginne heute eine schmerzhafte Zeit. „Bis zuletzt haben Politik und auch die Börsen auf eine Last-Minute-Einigung gehofft“, sagte Altmann. Außerdem sieht er Hoffnung in der Aussicht auf einen 3er-Gipfel zwischen den USA, Russland und der Ukraine. Das komme bei den Börsen gut an. „Die Chance auf Frieden ist eine gute Nachricht.“ Altmann weiter: „Und gute Nachrichten werden auf dem Parkett sofort eingepreist.“

Die europäische Gemeinschaftswährung war am Donnerstagmorgen etwas stärker: Ein Euro kostete 1,1679 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8562 Euro zu haben.

Der Ölpreis stieg unterdessen: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete gegen 8 Uhr deutscher Zeit 67,34 US-Dollar; das waren 45 Cent oder 0,7 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.


Foto: Frankfurter Börse, via dts Nachrichtenagentur

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Deutsche Produktion sinkt auf niedrigsten Stand seit Mai 2020

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Tabletten (Archiv), via dts NachrichtenagenturWiesbaden (dts Nachrichtenagentur) – Die preisbereinigte Produktion in Deutschland ist im Juni 2025 gegenüber Mai saison- und kalenderbereinigt um 1,9 Prozent gesunken. Damit erreichte die Fertigung im Produzierenden Gewerbe den niedrigsten Stand seit Mai 2020, als die Produktion infolge der Corona-Pandemie eingebrochen war, teilte das Statistische Bundesamt am Donnerstag mit.

Im weniger volatilen Dreimonatsvergleich nahm die Produktion im 2. Quartal 2025 um 1,0 Prozent ab und sank damit ebenfalls auf ein so niedriges Niveau wie zuletzt in der ersten Jahreshälfte 2020.

Im Mai verringerte sich die Produktion gegenüber April nach Revision der vorläufigen Ergebnisse leicht um 0,1 Prozent (vorläufiger Wert: +1,2 Prozent). Die Revision ist auf Korrekturmeldungen einiger Betriebe aus der Automobilindustrie zurückzuführen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat Juni 2024 war die Produktion im Juni 2025 kalenderbereinigt 3,6 Prozent niedriger.

Die negative Entwicklung der Produktion im sechsten Monat des Jahres ist vor allem auf die Rückgänge im Maschinenbau (kalender- und saisonbereinigt -5,3 Prozent zum Vormonat), in der Pharmaindustrie (-11,0 Prozent) und in der Nahrungsmittelindustrie (-6,3 Prozent) zurückzuführen. Positiv wirkte sich hingegen der Zuwachs bei der Energieerzeugung (+3,1 Prozent) aus.

Die Industrieproduktion sank im Juni gegenüber Mai saison- und kalenderbereinigt um 2,8 Prozent. So war innerhalb der Industrie ein Rückgang über alle drei Hauptgruppen zu verzeichnen. Die Produktion von Konsumgütern ließ um 5,6 Prozent nach, die Produktion von Investitionsgütern um 3,2 Prozent und die Produktion von Vorleistungsgütern um 0,6 Prozent. Außerhalb der Industrie stieg die Bauproduktion um 0,7 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahresmonat Juni 2024 sank die Industrieproduktion kalenderbereinigt jedoch um 4,7 Prozent.

In den energieintensiven Industriezweigen ging die Produktion im Juni gegenüber Mai saison- und kalenderbereinigt um 2,2 Prozent zurück. Im Dreimonatsvergleich war die Produktion in den energieintensiven Industriezweigen im 2. Quartal 2025 um 2,3 Prozent niedriger als im 1. Quartal 2025. Verglichen mit dem Vorjahresmonat Juni 2024 ließ die energieintensive Produktion im Juni 2025 kalenderbereinigt um 7,4 Prozent nach.


Foto: Tabletten (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Eintracht Frankfurt verpflichtet Ritsu Doan vom SC Freiburg

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Ritsu Doan (Archiv), via dts NachrichtenagenturFrankfurt (dts Nachrichtenagentur) – Die Eintracht Frankfurt hat den japanischen Nationalspieler Ritsu Doan vom SC Freiburg verpflichtet. Der 27-jährige Offensivspieler unterschrieb einen Vertrag bis zum 30. Juni 2030 und erhält die Rückennummer 20, teilte der Bundesligist am Donnerstag mit.

Doan begann seine Karriere bei Gamba Osaka und spielte später in den Niederlanden für den FC Groningen und die PSV Eindhoven. In der Bundesliga war er bereits für Arminia Bielefeld und zuletzt für den SC Freiburg aktiv. In der vergangenen Saison erzielte er zehn Tore und gab acht Vorlagen.

Sportvorstand Markus Krösche hob die Qualitäten des Neuzugangs hervor: „Ritsu Doan hat in den letzten Jahren seine hohe Qualität in der Bundesliga bewiesen und bringt Fähigkeiten mit, die uns dabei helfen werden, unsere Ziele zu erreichen.“ Er verfüge als japanischer Nationalspieler über reichlich internationale Erfahrung und habe in den vergangenen Jahren in Freiburg mit seiner Technik, Schnelligkeit und Mentalität überzeugt.


Foto: Ritsu Doan (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Deutsche Exporte im Juni gestiegen

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Nord-Ostsee-Kanal (Archiv), via dts NachrichtenagenturWiesbaden (dts Nachrichtenagentur) – Im Juni 2025 sind die deutschen Exporte gegenüber Mai kalender- und saisonbereinigt um 0,8 Prozent und die Importe um 4,2 Prozent gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat stiegen die Exporte um 2,4 Prozent und die Importe um 7,9 Prozent, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) anhand vorläufiger Ergebnisse am Donnerstag mitteilte.

Insgesamt wurden im Juni kalender- und saisonbereinigt Waren im Wert von 130,5 Milliarden Euro aus der Bundesrepublik exportiert und Waren im Wert von 115,6 Milliarden Euro nach Deutschland importiert. Die Außenhandelsbilanz schloss damit mit einem Überschuss von 14,9 Milliarden Euro ab. Im Mai hatte der kalender- und saisonbereinigte Saldo der Außenhandelsstatistik +18,5 Milliarden Euro betragen, im Juni 2024 hatte er bei +20,3 Milliarden Euro gelegen.

In die Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU) wurden im Juni 2025 kalender- und saisonbereinigt Waren im Wert von 73,0 Milliarden Euro exportiert und es wurden Waren im Wert von 59,6 Milliarden Euro von dort importiert. Gegenüber Mai stiegen die kalender- und saisonbereinigten Exporte in die EU-Staaten um 2,4 Prozent und die Importe aus diesen Staaten um 3,5 Prozent.

In die Staaten der Eurozone wurden Waren im Wert von 50,7 Milliarden Euro (+3,1 Prozent) exportiert und es wurden Waren im Wert von 39,3 Milliarden Euro (+3,9 Prozent) aus diesen Staaten importiert. In die EU-Staaten, die nicht der Eurozone angehören, wurden Waren im Wert von 22,3 Milliarden Euro (+1,0 Prozent) ausgeführt und es wurden Waren im Wert von 20,4 Milliarden Euro (+2,8 Prozent) von dort eingeführt.

In Drittstaaten wurden im Juni 2025 kalender- und saisonbereinigt Waren im Wert von 57,5 Milliarden Euro exportiert und es wurden Waren im Wert von 56,0 Milliarden Euro aus diesen Staaten importiert, so die Statistiker. Gegenüber Mai 2025 nahmen die Exporte in die Drittstaaten um 1,2 Prozent ab und die Importe von dort um 5,0 Prozent zu.

Die meisten deutschen Exporte gingen im Juni in die Vereinigten Staaten. Dorthin wurden kalender- und saisonbereinigt 2,1 Prozent weniger Waren exportiert als im Mai 2025. Damit sanken die Exporte in die Vereinigten Staaten auf 11,8 Milliarden Euro, das war der dritte Rückgang in Folge und der niedrigste Wert seit Februar 2022 (11,2 Milliarden Euro). Gegenüber dem Vorjahresmonat nahmen die Exporte in die Vereinigten Staaten kalender- und saisonbereinigt um 8,4 Prozent ab. Die Exporte in die Volksrepublik China stiegen im Vergleich zum Mai 2025 um 1,1 Prozent auf 6,9 Milliarden Euro. Die Exporte in das Vereinigte Königreich stiegen im Vergleich zum Vormonat um 0,4 Prozent auf 7,2 Milliarden Euro.

Die meisten Importe kamen im Juni aus China. Von dort wurden kalender- und saisonbereinigt Waren im Wert von 14,6 Milliarden Euro eingeführt. Das waren 5,8 Prozent mehr als im Vormonat. Die Importe aus den Vereinigten Staaten stiegen um 19,8 Prozent auf 8,8 Milliarden Euro, das war der höchste Wert seit Juni 2022 (ebenfalls 8,8 Milliarden Euro). Die Importe aus dem Vereinigten Königreich nahmen im gleichen Zeitraum um 5,5 Prozent auf 3,0 Milliarden Euro ab.

Die Exporte nach Russland stiegen im Juni gegenüber Mai kalender- und saisonbereinigt um 10,3 Prozent auf 0,6 Milliarden Euro, gegenüber Juni 2024 nahmen sie um 3,6 Prozent zu. Die Importe aus Russland stiegen gegenüber Mai um 46,0 Prozent auf 0,1 Milliarden Euro, gegenüber Juni 2024 nahmen sie um 17,7 Prozent ab.


Foto: Nord-Ostsee-Kanal (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Krisenstimmung in Chemieindustrie verschärft sich weiter

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Verladebahnhof (Archiv), via dts NachrichtenagenturMünchen (dts Nachrichtenagentur) – Das Geschäftsklima in der Chemieindustrie in Deutschland hat sich zuletzt weiter verschlechtert. Der entsprechende Index des Ifo-Instituts sank im Juli auf -19,2 Punkte, nach -9,5 Zählern im Juni.

Die Beurteilung der aktuellen Lage sank von -26,0 auf -28,8 Punkte. Das ist der niedrigste Wert seit zwei Jahren. Die Erwartungen rutschten wieder in den negativen Bereich, von +8,6 auf -9,2 Punkte. „Die vorübergehende Hoffnung der Chemie auf eine konjunkturelle Erholung ist verflogen“, sagte Ifo-Branchenexpertin Anna Wolf.

Die weiterhin schwache Industriekonjunktur belastet die Nachfrage nach chemischen Erzeugnissen – sowohl im Inland als auch im Ausland. So bewerten die Unternehmen ihren Auftragsbestand als historisch niedrig – der Wert fiel auf den tiefsten Stand seit der Finanzkrise im Jahr 2009. Gleichzeitig planen die Unternehmen mit einem weiteren Stellenabbau, die Beschäftigungserwartungen gingen zurück. Zusätzlich belasten geopolitische Unsicherheiten die Branche: Vor allem die Handelsstreitigkeiten mit den USA wirken sich negativ aus.

„Obwohl die Branche ihre Wettbewerbsposition leicht verbessern konnte, schaden die neuen Zölle auf Chemikalien und Pharmazeutika dem US-Geschäft deutlich“, sagte Wolf.


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Öffentliche Banken wollen neues Finanzierungsmodell für Stadtwerke

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Stadtwerke (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Die öffentlichen Banken in Deutschland bringen ein neues Finanzierungsmodell für Stadtwerke ins Spiel. „Wir empfehlen, dass man den Kommunen zusätzliche Verschuldungsspielräume ermöglicht, wenn sie mit den aufgenommenen Mitteln gezielt das Eigenkapital der Stadtwerke stärken“, sagte Iris Bethge-Krauß, Hauptgeschäftsführerin des Verbands Öffentlicher Banken (VÖB), dem „Handelsblatt“. Der VÖB vertritt unter anderem Landes- und Förderbanken.

Auf viele Stadtwerke kommt aufgrund der Energiewende ein enormer Investitionsbedarf zu. „Aber einige Stadtwerke haben aufgrund der angestiegenen Verschuldungsgrade aktuell Schwierigkeiten, in ausreichendem Umfang weitere Bankkredite zu erhalten“, warnt Bethge-Krauß.

In einem Positionspapier, über das das „Handelsblatt“ berichtet, spricht der Verband von einer „kreditfinanzierten Stärkung des Eigenkapitals der investierenden kommunalen Versorgungsunternehmen“. Dazu sollen Städte und Gemeinden das Recht erhalten, „unabhängig von der Leistungsfähigkeit der Kommune Kommunalkredite zweckgebunden“ aufzunehmen und in Eigenkapital umzuwandeln. „Das würde die Verschuldungsmöglichkeiten der kommunalen Versorgungsunternehmen erweitern und so zusätzliche Kreditspielräume eröffnen“, sagte Bethge-Krauß.


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Schweitzer drängt auf Beschäftigungsförderung für Rentenstabilität

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Alexander Schweitzer (Archiv), via dts NachrichtenagenturMainz (dts Nachrichtenagentur) – Nach dem Kabinettsbeschluss zur Mütterrente und zur Stabilisierung des Rentenniveaus und vor dem Hintergrund von Forderungen nach Erhöhung der Lebensarbeitszeit drängt SPD-Vize Alexander Schweitzer darauf, die Rentenversicherung über Löhne und die Schaffung sozialversicherungspflichtiger Beschäftigungsverhältnisse zu stabilisieren.

„Wichtig ist vor allem, mehr Menschen dauerhaft in Arbeit zu bringen, sowie vernünftige Löhne über Tarifbeschäftigung“, sagte Schweitzer dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“. Damit würde die Finanzgrundlage der Rentenversicherung stabilisiert. „An diesen zentralen Punkten dürfen wir nicht zugunsten populistischer Forderungen vorbeischauen.“

Zurückhaltend zeigte sich Schweitzer, der auch rheinland-pfälzischer Ministerpräsident ist, zum Vorstoß von SPD-Chefin Bärbel Bas, auch Beamte als Beitragszahler in die Rentenversicherung einzubeziehen. „Das ist ein Diskussionsbeitrag, der enorme Strukturveränderungen nach sich ziehen würde“, sagte Schweitzer. „Darüber muss unsere Gesellschaft intensiv diskutieren.“


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Neue US-Zölle treten in Kraft

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Industrieanlagen (Archiv), via dts NachrichtenagenturWashington (dts Nachrichtenagentur) – Nach monatelangen Verzögerungen und Fristverlängerungen sind die von US-Präsident Donald Trump angekündigten höheren Importzölle gegen zahlreiche Länder in Kraft getreten. „Es ist Mitternacht. Milliarden von Dollar an Zöllen fließen jetzt in die Vereinigten Staaten von Amerika“, schrieb der Präsident am Donnerstag um Mitternacht (6 Uhr deutscher Zeit) auf seiner Plattform Truth Social.

Die meisten Importe in die Vereinigten Staaten unterliegen nun einem Grundzollsatz von zehn Prozent, wobei der durchschnittliche effektive Zollsatz auf über 17 Prozent steigt. Das ist der höchste seit 1935. Für die meisten Waren aus der Europäischen Union gelten Zölle von 15 Prozent. Trump hat aber bereits gedroht, die Zölle für die EU auf 35 Prozent zu erhöhen, wenn sie ihre Investitionszusagen nicht einhalten sollte.

Im Rahmen des Zoll-Deals zwischen den USA und der EU hatte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen zugesagt, dass die EU 600 Milliarden Dollar in den Vereinigten Staaten investieren wird. Allerdings gibt es in dem Punkt offensichtlich unterschiedliche Auffassungen. So sprach Trump zuletzt von einem „Geschenk“ und sagte, dass die USA selbst entscheiden könnten, worin investiert werden soll. Die EU-Kommission berief sich dagegen auf Interessenbekundungen europäischer Firmen.


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Apotheker sprechen sich gegen Abschaffung von Beipackzetteln aus

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Tabletten (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Deutschlands Apotheker und der Sozialverband VdK haben sich gegen Überlegungen gewandt, den verpflichtenden Beipackzettel für Medikamente in Europa sukzessive durch eine elektronische Variante per QR-Code und Smartphone abzulösen. „Elektronische Packungsbeilagen können die gedruckten Packungsbeilagen ergänzen, dürfen sie aber nicht komplett ersetzen“, sagte der Präsident der Apotheker-Spitzenorganisation ABDA, Thomas Preis, den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Donnerstagausgaben). „Jeder muss sich barrierefrei über sein Arzneimittel informieren können. Das ist gerade auch bei Notfällen wichtig.“

Preis ergänzte, einige ältere oder behinderte Menschen hätten vielfach gar keinen Zugang zu digitalen Anwendungen. „Auch Apotheken und Arztpraxen dürfen nicht zusätzlich belastet werden, etwa wenn sie einen digitalen Beipackzettel auf Papier ausdrucken sollen.“

Ähnlich äußerte sich die Präsidentin des Sozialverbandes VdK, Verena Bentele. „Mein Plädoyer lautet: gedruckt und digital, damit niemand abgehängt wird“, sagte sie den Zeitungen. Alle Patienten müssten weiterhin einen rechtlichen Anspruch auf einen gedruckten Beipackzettel haben. „Gleichzeitig bieten digitale Packungsbeilagen große Vorteile, etwa für Sehbehinderte und blinde Menschen, die barrierefreie digitale Formate benötigen.“

Hintergrund der Wortmeldungen sind die Arbeiten an einer Reform des europäischen Arzneimittelrechts, die nach der Sommerpause in Brüssel an Tempo aufnehmen sollen. Ziel der Novelle ist es, den europäischen Pharmasektor wettbewerbsfähiger und die Versorgung des Kontinents mit Arzneimitteln sicherer zu machen.

EU-Kommission, Europaparlament und Mitgliedstaaten sind sich einig, dass die elektronische Patienten-Information in Zukunft eine deutlich größere Rolle spielen soll – auch, um Lieferengpässen bei Medikamenten in Europa leichter begegnen zu können. In einigen EU-Staaten wie etwa Frankreich warnen Verbraucher- und Patientenschützer vehement vor einem Verschwinden der Packungsbeilage aus Papier.

Der deutsche EU-Abgeordnete und Arzt Peter Liese (CDU) sagte den Funke-Zeitungen, er halte es für sinnvoll, den Beipackzettel aus Papier abzuschaffen und zur digitalen Variante überzugehen. „Die Abschaffung des Zettels würde es erlauben, bei einem vorübergehenden Mangel von Medikamenten in einem europäischen Land schnell Ersatz aus anderen EU-Staaten zu beschaffen. Außerdem wäre das ein Beitrag zum Umweltschutz, weil weniger Papier bedruckt werden muss.“

Wer einen Ausdruck auf Papier haben möchte, der solle einen in der Apotheke bekommen, so Liese. Die technischen Möglichkeiten von heute seien „ein Segen“ für Patienten, insbesondere für Menschen mit unzureichenden Kenntnissen der Landessprache.


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Unionsfraktion sieht Aufnahmeangebote für Kinder aus Gaza kritisch

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Günter Krings (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Der stellvertretende Unionsfraktionsvorsitzende im Bundestag, Günter Krings, sieht die Pläne einiger deutscher Städte zur Aufnahme traumatisierter Kinder aus dem Gazastreifen kritisch. „Es hilft den Kindern aus dem Gazastreifen nicht, wenn deutsche Städte symbolische Angebote für einzelne Fälle machen“, sagte der CDU-Politiker der „Rheinischen Post“ (Donnerstagausgabe). „Humanitäre Hilfe sollte nicht zur Bühne für politische Profilierung werden.“

Aus rein humanitären Gründen sei „überhaupt nicht ersichtlich, warum solche Aufnahmeprogramme ausgerechnet für Gaza aufgelegt werden sollten“, sagte er. „Leidende und hilfsbedürftige Kinder gibt es leider in vielen Konfliktzonen der Welt. Wir sollten daher nicht willkürlich einige wenige Menschen zur Reise nach Deutschland auswählen, sondern weiterhin vor Ort und in der Region helfen“, so Krings. Nach Experteneinschätzungen sind derzeit täglich mindestens 500 Lastwagen mit Hilfslieferungen für Gaza nötig, in den vergangenen Wochen erreichten aufgrund der israelischen Beschränkungen jedoch nur rund 70 Lkws pro Tag die Bevölkerung in Gaza.

„Da mit Kindern immer auch Erwachsene nach Deutschland kommen werden, kommt bei jeder Aufnahme aus Gaza hinzu, dass weder die Identität noch die genauen Familienverhältnisse von Erwachsenen, die mitreisen oder nachreisen aus Deutschland heraus zu überprüfen sind“, sagte der CDU-Politiker. „Niemand kann hier zuverlässig Sicherheitsrisiken ausschließen.“

In der letzten Analyse zur „Integrierte Klassifizierung der Ernährungssicherheitsphasen“ im Mai wurde prognostiziert, dass die gesamte Bevölkerung im Gazastreifen bis September mit einer hohen akuten Ernährungsunsicherheit (IPC-Phase 3 oder höher) konfrontiert sein werde. Eine halbe Million Menschen würde sich demnach bis September in einer Katastrophensituation wiederfinden, die durch „extremen Nahrungsmangel, Hunger, Elend und Tod“ gekennzeichnet ist (IPC-Phase 5). Im gesamten Gebiet würden mehr als 70.000 Kinder unter fünf Jahren und 17.000 schwangere und stillende Frauen von akuter Unterernährung betroffen sein, hieß es.


Foto: Günter Krings (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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