Samstag, November 7, 2026
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Dax startet kaum verändert – ZEW und US-Inflationsdaten im Fokus

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Frankfurter Börse, via dts NachrichtenagenturFrankfurt/Main (dts Nachrichtenagentur) – Der Dax ist am Dienstag kaum verändert in den Handelstag gestartet. Gegen 9:30 Uhr wurde der deutsche Leitindex mit 24.090 Punkten berechnet, ein Plus von 0,1 Prozent im Vergleich zum Vortagesschluss. An der Spitze der Kursliste standen die Aktien von Sartorius, Continental und Rheinmetall. Die größten Abschläge verzeichneten die Papiere der Hannover Rück, von SAP und von Zalando.

„Heute richtet sich der Blick klar auf die ZEW-Umfrageergebnisse“, heißt es in einer aktuellen Markteinschätzung der Helaba. Man rechne damit, dass der Saldo der Konjunkturerwartungen in Deutschland deutlich nachgeben dürfte. Auch die Lageeinschätzungen dürften schwächer als im Vormonat ausfallen, was wohl ein negatives Signal für das kommende Ifo-Geschäftsklima darstelle.

Neben der ZEW-Umfrage rücken am Nachmittag die US-Inflationsdaten in den Vordergrund. Der Einschätzung der Helaba zufolge besteht das Risiko, dass die monatliche Teuerungsrate infolge der Zollpolitik bei 0,3 Prozent liegen könnte, was die Jahresrate nahe an drei Prozent bringen würde. „Für eine Forcierung der Zinssenkungserwartungen der Fed bestünde damit kein Raum“, so die Analysten.

Die europäische Gemeinschaftswährung war am Dienstagmorgen kaum verändert: Ein Euro kostete 1,1616 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8609 Euro zu haben.

Der Ölpreis stieg unterdessen: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete gegen 9 Uhr deutscher Zeit 66,80 US-Dollar; das waren 17 Cent oder 0,3 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.


Foto: Frankfurter Börse, via dts Nachrichtenagentur

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Schwerdtner begrüßt teilweisen Waffenlieferstopp an Israel

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Ines Schwerdtner (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Linken-Vorsitzende Ines Schwerdtner begrüßt die Entscheidung von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU), bestimmte Waffen nicht mehr nach Israel zu schicken. „Das war längst überfällig“, sagte Schwerdtner am Dienstag den Sendern RTL und ntv. Zudem fordert sie die Bundesregierung auf, einen palästinensischen Staat anzuerkennen.

Deutschland und gerade die Bundesregierung habe viel zu lange bei Kriegsverbrechen zugesehen. „Jede einzelne Waffe, die Zivilisten tötet im Gazastreifen, ist auch schuld daran, dass noch mehr Menschen sterben. Es hätte schon längst passieren müssen“, sagte Schwerdtner.

Sie fordert noch weitere Schritte von der Bundesregierung. Dieser teilweise Waffenlieferungsstopp jetzt reiche bei Weitem nicht aus. „Wir brauchen einen richtigen Waffenstopp, keine weiteren Waffen in dieses Kriegsgebiet, dass Kriegsverbrechen weiter noch weiter fördern kann und gleichzeitig eine Anerkennung Palästinas. Wir hinken da weit hinterher. Über 140 Länder in der internationalen Gemeinschaft erkennen Palästina als Staat an und Deutschland bleibt da total zurück und macht sich mitschuldig, nichts zu tun, um wirklich für Friedensverhandlungen zu sorgen“, so Schwerdtner.

Auch seien Sanktionen gegen Minister aus dem Kabinett des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu wichtig. „Wenn israelische Minister sagen, sie wollen ein Land und die Menschen auslöschen und aushungern, dann ist das ein Kriegsverbrechen und dann müssen wir diese Minister auch sanktionieren“, sagte die Linken-Chefin.


Foto: Ines Schwerdtner (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Produktion von Klimageräten seit 2019 um 75 Prozent gestiegen

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Klimaanlagen (Archiv), via dts NachrichtenagenturWiesbaden (dts Nachrichtenagentur) – Die Nachfrage nach Klimageräten in Deutschland ist in den vergangenen fünf Jahren deutlich gestiegen. Die inländische Produktion kletterte seit 2019 von 181.000 Geräten um 75,1 Prozent auf rund 317.000 im Jahr 2024, teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) am Dienstag mit. Der Produktionswert legte im gleichen Zeitraum um 34,4 Prozent auf 1,5 Milliarden Euro zu – der höchste Stand der vergangenen fünf Jahre.

Auch die Importe verzeichneten ein kräftiges Plus: Ihr Wert stieg seit 2019 um 48,2 Prozent auf 949 Millionen Euro. Wichtigstes Herkunftsland 2024 war Italien mit einem Anteil von 25,0 Prozent (237 Millionen Euro), gefolgt von China mit 13,7 Prozent (130 Millionen Euro) und Schweden mit 10,4 Prozent (98 Millionen Euro). Den bisherigen Höchstwert markierten die Importe im Jahr 2023 mit 957 Millionen Euro.

Die Ausfuhren von Klimageräten gingen dagegen leicht zurück – um 2,8 Prozent auf 713 Millionen Euro. In der Statistik nicht berücksichtigt sind Klimageräte für Kraftfahrzeuge sowie Bauteile.


Foto: Klimaanlagen (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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EU-Staaten wollen sich an Ukraine-Sicherheitsgarantien beteiligen

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Sitz des Europäischen Rates und des Rates der EU (Archiv), via dts NachrichtenagenturBrüssel (dts Nachrichtenagentur) – Die Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union haben ihre Bereitschaft erklärt, sich an künftigen Sicherheitsgarantien für die Ukraine zu beteiligen. Das solle „entsprechend ihren jeweiligen Kompetenzen und Fähigkeiten, im Einklang mit dem Völkerrecht“ und unter Berücksichtigung der Sicherheits- und Verteidigungsinteressen aller Mitgliedstaaten geschehen, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung aller EU-Staaten außer Ungarn, die am Dienstag veröffentlicht wurde.

Eine Ukraine, die sich effektiv verteidigen könne, sei ein integraler Bestandteil jeder künftigen Sicherheitsvereinbarung. Die EU-Staats- und Regierungschefs würdigten zugleich die Bemühungen von US-Präsident Donald Trump um ein Ende des russischen Angriffskriegs und um einen „gerechten und dauerhaften Frieden“ auf Basis des Völkerrechts.

Die Staats- und Regierungschefs teilten mit, dass die Unabhängigkeit, Souveränität und territoriale Integrität der Ukraine gewahrt werden müsse und internationale Grenzen nicht mit Gewalt verändert werden dürften. „Der Weg zum Frieden in der Ukraine kann nicht ohne die Ukraine entschieden werden“, heißt es in der Erklärung.


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Trump setzt Zölle gegen China um weitere 90 Tage aus

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Industrieanlagen (Archiv), via dts NachrichtenagenturWashington (dts Nachrichtenagentur) – US-Präsident Donald Trump hat höhere Zölle gegen China erneut aufgeschoben. Er habe ein Dekret unterzeichnet, mit dem die Aussetzung der Zölle gegenüber China um weitere 90 Tage verlängert werde, teilte Trump über seinen Kurznachrichtendienst Truth Social mit.

Die Entscheidung erfolgte wenige Stunden vor Ablauf einer Frist, nach der die Zölle auf chinesische Waren von 30 Prozent auf 54 Prozent steigen und die chinesischen Zölle auf amerikanische Exporte von zehn Prozent auf 34 Prozent zurückkehren sollten. In einer gemeinsamen Erklärung mit den USA bestätigte China die 90-tägige Verlängerung.

Die Verlängerung erfolgt, nachdem Trump eine Reihe von „reziproken“ Zöllen auf Handelspartner weltweit verhängt hat, wodurch der effektive Zollsatz der Vereinigten Staaten auf ein seit der Weltwirtschaftskrise nicht mehr gesehenes Niveau gestiegen ist. In einer Mitteilung des Weißen Hauses zur Verlängerung hieß es, dass die Handelsgespräche mit China „konstruktiv“ verlaufen seien, und Trump sagte: „Wir verstehen uns sehr gut mit China.“


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SoVD will mehr Tempo beim Hitzeschutz

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Sozialverband Deutschland (SoVD) (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Angesichts der bevorstehenden Hitzewelle ruft der Sozialverband Deutschland (SoVD) zu mehr Tempo bei Schutzmaßnahmen auf. „Wir wissen seit Langem: Starke Hitze und Wetterextreme bereiten fast zwei Drittel der Bevölkerung große oder sogar sehr große Sorgen“, sagte die SoVD-Vorstandsvorsitzende Michaela Engelmeier am Dienstag. Der Kampf gegen die Folgen des Klimawandels sei „elementare Aufgabe von Politik und Verwaltung“.

Der Verband fordert eine schnellere und flächendeckende Umsetzung von Maßnahmen zum Hitzeschutz, verbindlich finanziert von Bund und Ländern. Hitze habe in der Vergangenheit vor allem besonders gefährdete Gruppen wie Ältere, chronisch Kranke, Säuglinge, Kleinkinder und Beschäftigte im Freien betroffen, mittlerweile treffe sie aber zunehmend auch andere Bevölkerungsgruppen, hieß es.

„Seit Jahren sterben durch die Hitze jedes Jahr in Deutschland mehrere Tausend Menschen. Unsere gesamte Gesellschaft und unsere Infrastruktur sind schlichtweg nicht auf extrem heiße Temperaturen ausgelegt“, sagte Engelmeier. Man müsse sich anpassen und schneller Vorkehrungen treffen, um gesundheitliche Schäden zu verhindern.

Der Juli sei trotz vieler Niederschläge deutlich zu warm gewesen, wie Fachleute erklärten. In den kommenden Tagen werden vielerorts Temperaturen von über 35 Grad erwartet.


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Bund und Länder zahlen 3,2 Milliarden Euro Unterhaltsvorschuss

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Strand (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Bund und Länder haben im vergangenen Jahr rund 3,2 Milliarden Euro Unterhaltsvorschuss an alleinerziehende Elternteile gezahlt.

Das geht aus Zahlen des Familienministeriums hervor, über die die Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Dienstagausgaben) berichten. Demnach wurden 2024 rund 551 Millionen Euro mehr Unterhaltsvorschuss gezahlt als noch im Jahr zuvor.

Nur einen kleinen Teil des Geldes konnten sich die Behörden von den eigentlich unterhaltspflichtigen Elternteilen zurückholen. Die sogenannte Rückgriffsquote lag 2024 bei 17 Prozent (545 Millionen Euro). Damit ist die Quote gegenüber den Vorjahren leicht gesunken, liegt aber insgesamt im Schnitt der Jahre seit 2018.

Alleinerziehende Elternteile können vom Staat Unterhaltsvorschuss beantragen, wenn der andere Elternteil nicht oder nicht regelmäßig Unterhalt zahlt. Der Staat kann sich dieses Geld dann von den säumigen Elternteilen zurückholen. In der Praxis gelingt das aber nur in einer Minderheit der Fälle. Die Kosten für den Vorschuss trägt zu 40 Prozent der Bund.

Union und SPD hatten sich im Koalitionsvertrag vorgenommen, künftig mehr Druck auf unterhaltspflichtige Elternteile zu machen, die nicht zahlen. Geplant sind unter anderem schärfere Sanktionen, etwa der Führerscheinentzug. In einem „nächsten Schritt“, heißt es im Koalitionsvertrag, sollen Alleinerziehende und ihre Kinder dann weiter unterstützt werden, in dem das Kindergeld nur noch zur Hälfte auf den Vorschuss angerechnet wird. Derzeit wird es vollständig angerechnet.

Der Verband alleinerziehender Mütter und Väter sieht in der nur noch hälftigen Anrechnung eine „eine dringende Verbesserung, die vielen Alleinerziehenden hilft und prioritär umgesetzt werden sollte“. Das sagte die Verbandsvorsitzende Daniela Jaspers den Funke-Zeitungen. „Die Reform an einen erhöhten Rückgriff beim Unterhaltsvorschuss als Refinanzierung zu koppeln, halten wir jedoch für unrealistisch.“ Stattdessen brauche es eine sichere eigenständige Finanzierung im Bundeshaushalt, um diese wichtige Verbesserung des Unterhaltsvorschusses nicht auf Sand zu bauen.


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GdP klagt über marode Polizeidienststellen

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Polizeidienststelle (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin/Hilden (dts Nachrichtenagentur) – Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) klagt über Hunderte marode Polizeidienststellen in Deutschland und fordert ein Sondervermögen für innere Sicherheit. „Jahrzehntealte Toilettenbecken, Schimmel in den Dienststellen, Ungeziefer, kaputte Heizungen und Löcher in den Dächern, durch die es regnet. Es ist teilweise gesundheitsgefährdend, was man unseren Leuten dort zumutet“, sagte Hagen Husgen, Mitglied des GdP-Bundesvorstands, dem Münchner Merkur.

Die geplanten Mehrinvestitionen der Bundesregierung unter anderem für die Bundespolizei würden bei Weitem nicht ausreichen, so der Gewerkschaftler. „Wir haben in Deutschland bei der Polizei allein bei unseren Immobilien einen Investitionsstau im zweistelligen Milliardenbereich.“

Auch bei zahlreichen Dienstfahrzeugen gebe es erhebliche Mängel, die die Arbeit der Polizei massiv beeinträchtigten. „Es ist beschämend, einfach nur peinlich für die Polizei, mit solchen Autos unterwegs zu sein. Fahrzeuge mit aufgerissenen Sitzen und einer halben Million Kilometer auf dem Tacho, kaputte Schaltknüppel.“ Wenn Bürger das sehen, gebe die Polizei kein gutes Bild ab. Das hänge auch mit einer zunehmenden Privatisierung von Serviceleistungen etwa bei Kfz-Pflege oder Digitalisierung zusammen, so Husgen.

Das Mitglied des GdP-Bundesvorstands fordert mehr Unterstützung der Länder durch den Bund: „Föderalismus ist in einigen Bereichen wichtig, keine Frage. Aber für eine funktionierende Polizei muss man den Föderalismus bei einigen Punkten wie beispielsweise der Digitalisierung zurückdrehen.“


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Forsa: Deutsche bei erneuerbaren Energien uneins

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Windräder (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Bis zum Jahr 2030 sollen in Deutschland 80 Prozent des Stroms mithilfe erneuerbarer Energien erzeugt werden. Die Einschätzung der Bürger ist bei dieser Frage wenig einheitlich, wie eine Forsa-Umfrage im Auftrag des „Stern“ zeigt.

32 Prozent meinen demnach, Deutschland setze zu stark auf erneuerbare Energien, zu wenig meinen hingegen 34 Prozent. 30 Prozent finden, Deutschland setze genau im richtigen Maße auf erneuerbare Energien. Dass Deutschland zu stark auf erneuerbare Energien setzt, meinen etwas häufiger als im Durchschnitt aller Befragten die Ostdeutschen sowie vor allem die Anhänger der AfD.

Dass Deutschland zu wenig auf erneuerbare Energien setzt, meinen etwas häufiger als der Durchschnitt die Unter-30-Jährigen sowie insbesondere die Anhänger der Grünen und der Linkspartei.

Die Daten wurden vom Markt- und Meinungsforschungsinstitut Forsa für den „Stern“ und RTL Deutschland am 7. und 8. August telefonisch erhoben. Datenbasis: 1.003 Befragte.


Foto: Windräder (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Dutzende Tote bei Gewalt im Sudan

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Republik Sudan (Archiv), via dts NachrichtenagenturKhartum (dts Nachrichtenagentur) – Bei blutigen Auseinandersetzungen im Sudan sind in den letzten Tagen laut verschiedener Quellen viele Dutzend Menschen ums Leben gekommen.

Bei einem Angriff der RSF-Miliz auf ein Flüchtlingslager nördlich der Stadt Al-Faschir im Norden Darfurs sollen mindestens 40 Menschen getötet worden sein. Das meldeten am Montag verschiedene Medien. Innerhalb der Stadt verhungerten nach Angaben örtlicher Behörden mittlerweile über 60 Menschen. Al-Faschir wird seit über einem Jahr von der paramilitärischen Rapid Support Forces (RSF) belagert und gilt als letzte größere Stadt der Region, die noch von der offiziellen Armee des Landes kontrolliert wird.

Die sudanesische Luftwaffe zerstörte bereits vor einigen Tagen ein angeblich aus den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) kommendes Flugzeugs bei der Landung auf dem von den RSF kontrollierten Flughafen Nyala in Darfur. An Bord sollen angeblich kolumbianische Söldner gewesen sein, das staatliche Fernsehen meldete ebenfalls 40 Tote.

Im Sudan herrscht seit April 2023 ein blutiger Konflikt zwischen den sudanesischen Streitkräften (SAF) und der paramilitärischen Rapid Support Forces (RSF). Der Machtkampf geht auf den gescheiterten Versuch zurück, die RSF in die reguläre Armee zu integrieren, nachdem die Übergangsregierung 2021 durch einen Militärputsch gestürzt worden war. Seither kämpfen die beiden Lager in verschiedenen Regionen, vor allem in Khartum und Darfur, wobei es zu massiven Vertreibungen, Hungersnöten und schweren Menschenrechtsverletzungen kommt.

Über 14 Millionen Menschen sind innerhalb des Landes auf der Flucht, und Hilfslieferungen werden häufig blockiert. Internationale Vermittlungsbemühungen blieben bislang erfolglos, während die humanitäre Lage immer dramatischer wird. Über 40.000 Menschen sollen in dem Konflikt bereits ums Leben gekommen sein.


Foto: Republik Sudan (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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