Samstag, November 7, 2026
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Forsa: Mehrheit der Bundesbürger für Gebietsaufgabe der Ukraine

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Pro-Ukraine-Demo (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – 53 Prozent der Bundesbürger sind der Meinung, die Ukraine müsse, um mit einem Abkommen den Angriffskrieg Russlands vorerst zu beenden, notfalls auch bereit sein, besetzte Gebiete an Russland abzutreten. Das geht aus einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa für das „Trendbarometer“ der Sender RTL und ntv hervor, für die vom 8. bis 11. August isgesamt 1.001 Personen befragt wurden.

Damit bleibt die Einschätzung gegenüber dem Frühjahr 2025 (54 Prozent) nahezu unverändert. 39 Prozent sprechen sich gegen einen solchen Gebietsverzicht aus.

Besonders groß ist die Ablehnung von Gebietsaufgaben unter Anhängern der Grünen (66 Prozent) und der Linken (51 Prozent). Auf Zustimmung trifft diese Haltung vor allem bei AfD-Wählern (86 Prozent), aber auch bei einem beachtlichen Teil der CDU/CSU- (42 Prozent) und SPD-Anhängerschaft (47 Prozent).

Großes Misstrauen äußern die Bundesbürger hinsichtlich der außenpolitischen Wirkungskraft von Donald Trump: 73 Prozent glauben nicht, dass der frühere US-Präsident den russischen Präsidenten Wladimir Putin zu einem landesweiten Waffenstillstand bewegen kann. Nur 20 Prozent halten das für möglich. Besonders ausgeprägt ist der Zweifel unter Anhängern von SPD (89 Prozent) und Grünen (89 Prozent), aber auch unter CDU/CSU-Wählern (79 Prozent) überwiegt die Skepsis deutlich. Lediglich bei AfD-Anhängern glaubt eine relative Mehrheit (35 Prozent) an Trumps Einfluss.

Russland besetzt derzeit rund 114.000 Quadratkilometer ukrainischen Staatsgebiets und damit rund 19 Prozent der Fläche der Ukraine. Das entspricht mehr als der kombinierten Größe von Bayern und Baden-Württemberg.


Foto: Pro-Ukraine-Demo (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Drei Länder klagen gegen Vorgaben des Gemeinsamen Bundesausschusses

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Medizinisches Personal in einem Krankenhaus (Archiv), via dts NachrichtenagenturStuttgart (dts Nachrichtenagentur) – Baden-Württemberg, Schleswig-Holstein und Sachsen-Anhalt haben Verfassungsbeschwerde gegen Vorgaben des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) eingereicht. Das teilten die Gesundheitsminister der drei Länder gemeinsam am Dienstag mit.

Sie wollen prüfen lassen, ob die Mindestmengen- und Personalvorgaben des G-BA mit der Länderverantwortung für die Krankenhausversorgung vereinbar sind. Konkret gehe es unter anderem um die stationäre Versorgung von Frühchen mit einem Gewicht unter 1.250 Gramm sowie um die allogene Stammzellentransplantation.

Die Länder befürchten, dass die Vorgaben zu Versorgungsengpässen führen könnten. Gesundheitsminister Manne Lucha (Grüne) aus Baden-Württemberg sprach von einem „notwendigen letzten Mittel“, um die Planungshoheit der Länder zu schützen.

Auch die Personalvorgaben für Psychiatrien und psychosomatische Kliniken stehen in der Kritik. Die Länder argumentieren, dass die Vorgaben angesichts des Personalmangels kaum umsetzbar seien. Sollten Sanktionen ab 2026 greifen, drohten Klinikschließungen oder Einschränkungen im Versorgungsangebot.


Foto: Medizinisches Personal in einem Krankenhaus (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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SPD-Fraktionsvize lobt außenpolitischen Kurs von Merz

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Siemtje Möller (Archiv), via dts NachrichtenagenturBonn/Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Die stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende der Siemtje Möller lobt den außenpolitischen Kurs von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) in den Ukraine-Verhandlungen. „Merz hat die Initiative ergriffen, die europäische Position zu einen“, sagte Möller dem Fernsehsender Phoenix.

Auch wenn Europa bei dem Treffen zwischen US-Präsident Trump und dem russischen Präsidenten Putin derzeit nicht vertreten ist, sieht Möller Anzeichen, dass die „europäische Stimme als geeinte Position Gehör findet“. Dass Donald Trump inzwischen nicht mehr von einem erhofften „Deal“ spreche, sondern lediglich von einem Gespräch, welches Verhandlungen vorbereite, sei auch darauf zurückzuführen.

Merz habe als Kanzler die außenpolitische Initiative mit europäischen Partnern ergriffen und so die Position Europas gestärkt, so die stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende. Auch sie erhoffe sich von dem Gipfel in Alaska, dass „Bedingungen geschaffen werden, die wirkliche Verhandlungen ermöglichen“. Ob Gebietsabtretungen der Ukraine Teil solcher Verhandlungen werden können, liege dabei ganz in der Entscheidungsmacht der Ukraine, so Möller.

Für Europa komme es darauf an, „dass wir immer klar im Fokus haben, was unsere eigenen Interessen sind“ und diesen Fokus gegenüber der Strategie des „vermeintlich erratischen Handelns“ der US-Regierung beizubehalten, sagte die SPD-Abgeordnete.


Foto: Siemtje Möller (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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AfD erreicht in Forsa-Umfrage neuen Rekordwert

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Tino Chrupalla und Alice Weidel (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Die AfD hat in der jüngsten Sonntagsfrage des Instituts Forsa ihren bisher höchsten gemessenen Wert erreicht. In der Erhebung für die Sender RTL und ntv legt sie im Vorwochenvergleich um einen Punkt zu und kommt auf 26 Prozent. Damit liegt sie vor der Union, die um einen weiteren Punkt auf 24 Prozent nachlässt. Dies ist ihr schlechtester Wert seit der Bundestagswahl 2021, als sie unter Armin Laschet mit 24,1 Prozent das bislang schwächste Ergebnis ihrer Geschichte erzielte.

Die SPD verharrt bei 13 Prozent. Die Grünen legen hingegen um einen Punkt auf ebenfalls 13 Prozent zu. Die Linke verliert einen Punkt und liegt bei elf Prozent. FDP (drei Prozent), BSW (vier Prozent) und sonstige Parteien (sechs Prozent) bleiben auf dem Niveau der Vorwoche. Der Anteil der Nichtwähler und Unentschlossenen steigt auf 25 Prozent.

Bei der Frage nach der politischen Kompetenz liegt die Union mit 19 Prozent zwar weiterhin vorn, verliert jedoch erneut an Zustimmung (-1). Die AfD verbessert sich leicht auf 12 Prozent, während SPD (sieben Prozent), Grüne (fünf Prozent) und Linke (fünf Prozent) unverändert auf niedrigem Niveau bleiben. Die Hälfte der Bundesbürger (50 Prozent) traut keiner Partei zu, die aktuellen Herausforderungen zu bewältigen.

Die wirtschaftliche Stimmung trübt sich weiter ein. Nur noch 14 Prozent der Befragten erwarten eine Verbesserung der wirtschaftlichen Lage (-4), während 62 Prozent mit einer Verschlechterung rechnen. Dies ist der höchste Pessimismus-Wert des laufenden Jahres. 22 Prozent gehen von gleichbleibenden Verhältnissen aus. Der daraus berechnete Indexwert sinkt auf -48. Die ökonomische Lage gehört derzeit zu den Top-3-Themen im öffentlichen Interesse – hinter dem Krieg in der Ukraine und dem Nahostkonflikt.

100 Tage nach seiner Wahl zum Bundeskanzler fällt die Zustimmung zu Friedrich Merz (CDU) auf ein Rekordtief: Nur noch 29 Prozent der Befragten zeigen sich mit seiner Arbeit zufrieden (-3), während 67 Prozent unzufrieden sind. Besonders kritisch wird seine Leistung in Ostdeutschland bewertet (nur 20 Prozent Zustimmung), im Westen liegt der Wert bei 31 Prozent.

Die Unzufriedenheit ist besonders ausgeprägt bei Anhängern der AfD (95 Prozent), der Linken (89 Prozent) und der Grünen (77 Prozent). Selbst unter SPD-Anhängern überwiegt mit 60 Prozent die Kritik. Lediglich die Anhängerschaft von CDU/CSU hält mit 72 Prozent mehrheitlich zum Kanzler.

Trotz der schwachen Kanzlerwerte geht eine knappe Mehrheit von 52 Prozent der Bevölkerung davon aus, dass die Große Koalition aus CDU/CSU und SPD bis zum Ende der Legislaturperiode 2029 Bestand haben wird. 43 Prozent erwarten ein vorzeitiges Ende. Besonders groß ist das Vertrauen in den Fortbestand der Koalition bei den Anhängern von CDU/CSU (81 Prozent), SPD (64 Prozent) und Grünen (67 Prozent).

Im Sommer 2024 hatten noch 60 Prozent der Befragten geglaubt, die Ampel-Koalition werde durchhalten, obwohl sie sich damals bereits in einer politischen Abwärtsspirale befand. Unter AfD-Anhängern erwarten aktuell hingegen drei Viertel (74 Prozent) ein Scheitern der schwarz-roten Regierung.

Die Daten zu den Parteipräferenzen, zur politischen Kompetenz und zu den Wirtschaftserwartungen wurden vom 5. bis 11. August erhoben. Die Datenbasis besteht aus 2.505 Befragten. Zur Zufriedenheit mit Merz sowie zum Fortbestand der Regierungskoalition wurden vom 8. bis 11. August 1.001 Personen befragt.


Foto: Tino Chrupalla und Alice Weidel (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Dax rutscht am Mittag ins Minus – ZEW-Index verunsichert Anleger

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Frankfurter Börse, via dts NachrichtenagenturFrankfurt/Main (dts Nachrichtenagentur) – Der Dax ist am Dienstag nach einem verhaltenen Start bis zum Mittag in den roten Bereich gerutscht. Gegen 12:30 Uhr wurde der deutsche Leitindex mit 23.970 Punkten berechnet, rund 0,5 Prozent unter Handelsschluss am Vortag. An der Spitze der Kursliste standen Sartorius, Siemens Energy und Henkel. Die größten Verluste verzeichneten SAP, die Hannover Rück und die Münchener Rück.

Für Zurückhaltung sorgten am Vormittag unter anderem die neuen Konjunkturerwartungen des ZEW, so die Marktanalysten von Helaba. „Es gibt eine deutliche Stimmungseintrübung unter deutschen Finanzanalysten und Vermögensmanagern.“ Der ZEW-Saldo der Konjunkturerwartungen ist deutlich gesunken und habe sogar die ohnehin schwache Konsensschätzung verfehlt.

Auch der Saldo der Lageeinschätzungen hat kräftig nachgegeben. „Die Perspektiven für die deutsche Wirtschaft trüben sich damit ein, und die Indikation für das kommende Ifo-Geschäftsklima ist negativ. Im Hinblick auf die Zinssenkungserwartungen bezüglich der EZB könnte dies jedoch unterstützend wirken“, so die Helaba-Analysten.

Die europäische Gemeinschaftswährung zeigte sich bis Mittag etwas schwächer: Ein Euro kostete 1,1611 US-Dollar, ein Dollar wurde entsprechend für 0,8612 Euro gehandelt.

Der Ölpreis stieg unterdessen: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete gegen 12 Uhr deutscher Zeit 66,86 US-Dollar; das waren 23 Cent oder 0,4 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.


Foto: Frankfurter Börse, via dts Nachrichtenagentur

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Kanzleramtschef warnt vor Ausspähung Deutschlands durch Russland

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Thorsten Frei (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Vor dem Treffen von Wladimir Putin und US-Präsident Donald Trump am Freitag in Alaska warnt Kanzleramtschef Thorsten Frei vor der aggressiven russischen Politik und einer Ausspähung Deutschlands.

„Die Gefahr besteht nicht nur durch eine fremde Armee, wir werden auch im Cyberraum angegriffen“, sagte Frei der „Bild“. Außerdem würden gezielt falsche Behauptungen im Internet verbreitet, um die Gesellschaft zu spalten. Deutschland sei Ziel von Ausspäh-Aktionen, so der Kanzleramtsminister weiter. „Übrigens nicht nur digital, sondern auch durch klassische Spione. Das alles ist auch eine Art der Kriegsführung.“

Als Konsequenz forderte Frei, Deutschland müsse „verteidigungsbereit“ sein. „Wir müssen unsere Bundeswehr so stark machen, dass sich niemand traut, uns anzugreifen.“ Nötig ist laut Frei auch ein massiver Ausbau der Sicherheitsbehörden – wie etwa des Bundesnachrichtendienstes: „Wir brauchen eine entsprechende Aufklärung, damit wir wissen, wo und wie Deutschland oder unsere Bündnispartner bedroht werden.“ Der BND sei bereits gut aufgestellt, „muss aber besser werden“. Insbesondere bei digitalen Fähigkeiten und rechtlichen Möglichkeiten gebe es „noch Luft nach oben“, so der Kanzleramtsminister.


Foto: Thorsten Frei (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Umfrage: Frauen zocken täglich knapp 20 Minuten mehr als Männer

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Junge Leute beim Zocken (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Frauen verbringen am Tag durchschnittlich 2,2 Stunden mit Gaming – das sind knapp 20 Minuten mehr als bei den Männern, die nur 1,9 Stunden pro Tag spielen. Dabei gibt es unter den Frauen ebenso viele Gamer wie unter den Männern (je 52 Prozent), wie aus einer am Dienstag veröffentlichten Umfrage des IT-Branchenverbands Bitkom hervorgeht.

Auch mit Blick auf die verschiedenen Altersgruppen sind Games verbreitet. Bei den 16- bis 29-Jährigen spielt mit 87 Prozent der Deutschen der größte Anteil Videospiele. Aber auch unter den Senioren ab 65 Jahren widmet sich inzwischen jeder Fünfte zumindest gelegentlich dem Gaming (20 Prozent).

Gamer spielten im Schnitt zwei Stunden täglich. Der Großteil bleibt mit seiner täglichen Spielzeit damit unter fünf Stunden (84 Prozent), einige wenige kommen allerdings auf fünf Stunden oder mehr am Tag (sieben Prozent). Unabhängig davon, was und wie viel gespielt wird, hat mehr als die Hälfte der Gamer den Wunsch, der Beste im Spiel zu sein (54 Prozent). Entsprechend spielt ein Drittel am liebsten gegen andere (33 Prozent).

Die Rangliste der meistgespielten Spiele wird von den sogenannten Casual Games angeführt. Diese Spiele für zwischendurch werden von drei Vierteln der Gamer zumindest gelegentlich gespielt (76 Prozent). Auch andere Unterhaltungsspiele wie Jump `n` Run- oder Geschicklichkeitsspiele (65 Prozent) und Action-Spiele (58 Prozent) sind beliebt. Noch verbreiteter sind Strategie-, Management- und Aufbauspiele (68 Prozent), dicht gefolgt von Social- und Messenger-Games (60 Prozent).

Für die Umfrage wurden 1.209 Personen ab 16 Jahren in Deutschland telefonisch befragt, darunter 626 Gamer. Die Befragung fand im Zeitraum von der 20. bis zur 23. Kalenderwoche 2025 statt.


Foto: Junge Leute beim Zocken (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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ZEW-Konjunkturerwartungen sinken im August deutlich

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ZEW (Archiv), via dts NachrichtenagenturMannheim (dts Nachrichtenagentur) – Die ZEW-Konjunkturerwartungen für Deutschland haben sich in der Umfrage vom August 2025 deutlich verschlechtert. Sie liegen mit 34,7 Zählern um 18,0 Punkte unter dem Vormonatswert, wie das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) am Dienstag in Mannheim mitteilte.

Die Finanzmarktexperten seien vom angekündigten EU-US-Handelsabkommen enttäuscht, kommentierte ZEW-Präsident Achim Wambach die aktuellen Ergebnisse. „Beigetragen haben zudem die schlechten Wirtschaftszahlen aus dem zweiten Quartal 2025.“ Insbesondere verschlechtere sich der Ausblick für die Chemie- und Pharmaindustrie. „Stark betroffen sind auch der Maschinenbau, die Metallproduktion sowie die Automobilbranche“, so Wambach.

Die Einschätzung der aktuellen konjunkturellen Lage sank ebenfalls. Der Lageindikator für Deutschland liegt mit -68,6 Punkten um 9,1 Punkte unter dem Vormonatswert.

Obwohl die ersten Schätzungen für das Wachstum der Eurozone im zweiten Quartal 2025 besser ausfielen als jene für Deutschland, verschlechterten sich die Erwartungen für die Währungsunion ebenfalls. Diese liegen aktuell mit 25,1 Punkten um 11,0 Punkte unter dem Vormonatswert. Auch die Einschätzung der konjunkturellen Lage ging zurück. Mit -31,2 Zählern liegt sie aktuell um 7,0 Punkte unter dem Vormonatswert.


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Studie: Willkommensklassen verbessern Deutschkenntnisse zu wenig

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Klassenraum in einer Schule (Archiv), via dts NachrichtenagenturHalle (Saale) (dts Nachrichtenagentur) – Sogenannte Willkommensklassen können unzureichende Deutschkenntnisse von Flüchtlingen offenbar nicht wie erhofft ausgleichen. Junge Geflüchtete verbesserten ihre Sprachkenntnisse in Deutschland am ehesten, wenn sie möglichst schnell in reguläre Schulklassen kommen, heißt es in einer am Dienstag vorgestellten Studie der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU).

Damit Schüler aus eingewanderten Familien dem Unterricht folgen und gute Leistungen bringen können, müssen sie die Sprache des Aufnahmelandes beherrschen. „Über den Stand der Deutschkenntnisse existieren auch zehn Jahre nach der großen Fluchtmigrationsbewegung nach Deutschland wenig Zahlen“, so Oliver Winkler vom Institut für Soziologie der MLU. Untersuchungen zeigten jedoch, dass geflüchtete Grundschulkinder beim Leseverständnis durchschnittlich zwei Schuljahre im Vergleich zu ihren nicht eingewanderten Mitschülern zurücklägen.

Die Ergebnisse der Auswertung zeigen, dass längere Wartezeiten bis zur Einschulung auch Jahre später noch mit schlechteren Deutschkenntnissen einhergingen. „In vielen Bundesländern beginnt die Einschulung erst dann, wenn die Zuweisung der Flüchtlingsfamilie zu einer Kommune erfolgt ist. Damit sollen häufige Schulwechsel vermieden werden“, sagte Winkler. Folge dieser Politik sei, dass schulpflichtige Flüchtlingskinder oft deutlich länger als ein halbes Jahr auf ihre Einschulung warteten und in dieser Zeit keinen Kontakt zu deutschsprachigen Mitschülern hätten.

Dieser mangelnde Kontakt zu gleichaltrigen Nichtgeflüchteten sei offenbar auch ein Grund dafür, dass Willkommensklassen kaum zu einer Angleichung der Zweitsprachkenntnisse führen. Solche Klassen sind in vielen Bundesländern eingerichtet worden, um junge Geflüchtete mit geringen Deutschkenntnissen auf den Besuch einer Regelklasse vorzubereiten. Ehemalige Schüler von Willkommensklassen hätten auch Jahre später noch geringere Sprachkenntnisse als jene Flüchtlinge, die von Anfang an Regelklassen besuchten haben, so die Ergebnisse der Studie. „In den Vorbereitungsklassen gelingt es offenbar nicht ausreichend, Anfangsunterschiede beim Sprachniveau auszugleichen“, sagte Winkler.

In die Analyse wurden 1.097 Jugendliche einbezogen, die zum Befragungszeitpunkt zwischen 14 und 16 Jahre alt waren und eine Regelklasse in Bayern, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz oder Sachsen besuchten.


Foto: Klassenraum in einer Schule (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Arbeitszeit pro Kopf auf Rekordhoch – Anstieg von Frauen getragen

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Büros (Archiv), via dts NachrichtenagenturWiesbaden (dts Nachrichtenagentur) – Die Arbeitszeit pro Kopf liegt in Deutschland aktuell mit annähernd 29 Stunden pro Woche auf dem höchsten Niveau seit der Wiedervereinigung. Der Anstieg geht insbesondere auf die Frauen zurück, bei denen sich die Arbeitszeit in den letzten 15 Jahren deutlich erhöht hat, wie aus einer am Dienstag veröffentlichten Auswertung des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung (BiB) hervorgeht. Bei Männern liegt die Arbeitszeit pro Kopf dagegen in etwa auf dem Niveau, das Anfang der 1990er-Jahre verzeichnet wurde.

Während Frauen 1991 im Schnitt rund 19 Wochenarbeitsstunden leisteten, waren es 2022 bereits über 24 Stunden. „Dieser Anstieg wird durch eine höhere Erwerbsbeteiligung der Frauen getragen. Die zunehmende Teilzeittätigkeit konnte durch eine starke Erhöhung des Anteils erwerbstätiger Frauen deutlich überkompensiert werden“, sagte Harun Sulak vom BiB.

So ist der Anteil erwerbstätiger Frauen innerhalb der letzten drei Jahrzehnte um fast ein Drittel gestiegen. Dennoch seien hier weitere Potenziale vorhanden. „So liegt die von Frauen und insbesondere Müttern als ideal angesehene Arbeitszeit nochmals höher als die aktuell realisierte Arbeitszeit. Familienpolitische Reformen wie der weitere bedarfsgerechte Ausbau der Kindertagesbetreuung sind wichtige Rahmenbedingungen, damit Frauen und auch Männer Erwerbsarbeit und Familie besser vereinbaren können“, so die Direktorin des BiB, Katharina Spieß.

Im Vergleich zu den Frauen zeigen sich bei Männern über den Zeitraum seit 1991 nur geringe Veränderungen. Bedingt durch die wirtschaftliche Schwächephase nach der Wiedervereinigung mit zahlreichen Betriebsschließungen vor allem im Osten Deutschlands sank die durchschnittliche Wochenarbeitszeit zunächst ab und erreichte Mitte der 2000er-Jahre ihren Tiefpunkt.

Seitdem ist ein Wiederanstieg zu beobachten, der nur von der Coronapandemie unterbrochen wurde. „Die Daten belegen, dass Männer aktuell zwar häufiger erwerbstätig sind als 1991, und hier vor allem im höheren Alter“, sagte BiB-Forschungsdirektor Sebastian Klüsener. Allerdings arbeiteten die erwerbstätigen Männer mittlerweile im Schnitt 2,6 Stunden pro Woche weniger. „In der Summe gleichen sich die beiden Faktoren aus, sodass die Arbeitszeit pro Kopf bei Männern heute ziemlich genau auf dem Niveau von vor 30 Jahren liegt.“

Insgesamt ergebe sich aus den Daten dennoch ein positiver Trend. Die durchschnittlich geleisteten Arbeitsstunden pro Kopf sind vor allem durch die höhere Erwerbsbeteiligung bei Frauen gestiegen. Der Abstand zwischen den Geschlechtern hat sich im Beobachtungszeitraum deutlich verringert. Während 1991 Frauen im Schnitt rund 14 Stunden weniger arbeiteten als Männer, beträgt der Unterschied heute nur noch gut neun Stunden. „Diese Entwicklung ist nicht nur ein arbeitsmarktpolitisches Signal, sondern auch Ausdruck eines gesellschaftlichen Wandels“, so Klüsener.

Berechnet wurde die geleistete wöchentliche Arbeitszeit pro Kopf für die Gesamtbevölkerung im Alter zwischen 20 und 64 Jahren. Hierdurch sind alle Personen in der Bevölkerung unabhängig von ihrem aktuellen Erwerbsstatus berücksichtigt.


Foto: Büros (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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