Dienstag, März 24, 2026
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SPD-Politikerin Fahimi zur neuen DGB-Chefin gewählt

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Berlin, 09. Mai (Reuters) – Die SPD-Politikerin Yasmin Fahimi ist die erste Frau an der Spitze des Deutschen Gewerkschaftsbundes. Die 54-Jährige wurde am Montag auf dem DGB-Bundeskongress mit 93,23 Prozent der Stimmen zur Vorsitzenden gewählt.

„Sie erhielt 358 Stimmen und nahm die Wahl an“, teilte der Dachverband von acht Einzelgewerkschaften mit rund 5,8 Millionen Mitgliedern mit. Fahimi ist damit Nachfolgerin von Reiner Hoffmann, der nach acht Jahren als DGB-Chef nicht mehr angetreten war. 

Fahimi war viele Jahre Abteilungsleiterin beim Hauptvorstand der IG Bergbau-Chemie-Energie, bevor sie 2014 für knapp zwei Jahre Generalsekretärin der SPD wurde. Sie ist derzeit Mitglied des Bundestages und des SPD-Parteivorstandes.

SPD-Politikerin Fahimi zur neuen DGB-Chefin gewählt

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Wichtige Entwicklungen zur Ukraine.

Fincompare und Unternehmensberatung Alchimedus kooperieren

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FinCompare

Das Partnernetzwerk der Unternehmensberatung Alchimedus Management GmbH nutzt ab sofort die digitale Plattform für KMU-Finanzierungen von FinCompare. 

Schneller an Kapital gelangen: Das Partnernetzwerk der Unternehmensberatung Alchimedus Management GmbH nutzt ab sofort die digitale Plattform für KMU-Finanzierungen von FinCompare. Alchimedus bietet seit 2005 softwarebasierte Angebote für mehr Wertschöpfung in der Unternehmensführung. Mehr als 600 Unternehmensberater:innen nutzen im Rahmen des Alchimedus Business Consulting Network die Alchimedus Angebote, um KMU im DACH-Raum in der Unternehmensentwicklung zu unterstützen. Genau diese Berater:innen erhalten mit FinCompare Zugang zu einer Vielzahl an Finanzierungslösungen von mehr als 250 Banken und Finanzierern. 

Kapital wird längst nicht mehr nur durch den klassischen Bankkredit aufgenommen: Leasing, Factoring oder Wareneinkaufsfinanzierungen sind alternative Finanzierungsfomen, die immer mehr Nachfrage unter KMU erfahren. Mit der FinCompare Plattform erhalten Berater:innen von Alchimedus nun einen Marktüberblick über Finanzierungsformen für ihre KMU- und Freelancer-Kunden. Damit erweitern die Berater:innen ihr Service-Portfolio um den Bereich Unternehmensfinanzierung und erhöhen gleichzeitig ihre Beratungskompetenz. 

Denn die Anforderungen an Unternehmer, KMU und Freiberufler haben sich nicht nur seit der Corona-Pandemie nochmals deutlich erhöht: Compliance, IT-Sicherheit, Datenschutz, Nachhaltigkeit (ESG) sind nur einige Bereiche, die Investitionen erfordern. Hinzu kommen Herausforderungen wie beispielsweise die Entwicklung neuer Wertschöpfungsstrategien sowie die Mitarbeitergewinnung und -bindung in einem angespannten Arbeitsmarkt. In diesem Transformationsprozess ist der schnelle Zugang zu Kapital unerlässlich, um sich für die Zukunft zu rüsten.  

„Wir sind überzeugt: Nur wer digital denkt, wird in Zukunft im Wettbewerb bestehen. Denn schnell, ist das neue groß. Das gilt auch für die Kapitalbeschaffung. Damit KMU die Aufgaben bewältigen können, benötigen sie zudem in der Beratung digitale Strukturen. Die Alchimedus Unternehmensberatung und die Finanzierungsplattform FinCompare bieten genau diese digitalen Strukturen speziell für KMU”, erklärt Sascha Kugler, Gründer und Geschäftsführer der Alchimedus Management GmbH.

Gemeinsam entwickeln FinCompare und Alchimedus also Angebote für KMU und Unternehmer:innen, die diese schnell und effektiv unterstützen – dieses Ziel eint beide Unternehmen. 

“Wir sind angetreten, um KMU-Finanzierungen zu digitalisieren. Damit wir dieses Ziel erreichen, brauchen wir digital affine Partner, die ein ähnliches Mindset haben wie wir. Alchimedus ist der perfekte Partner, denn sie bieten uns den Zugang zu Berater:innen und wir stellen einen voll digitalen Abschluss zur KMU-Finanzierung bereit. Denn trotz aller Heterogenität des Mittelstands, ist die Erwartungshaltung bei allen Unternehmen in diesem Land gleich: Schnelle, unbürokratische und maßgeschneiderte Lösungen sind gefragt”, erklärt Claudius Thiel, Chief Growth Officer, bei FinCompare.

Bild Claudius Thiel (links), Chief Growth Officer und Sascha Kugler, Gründer und Geschäftsführer der Alchimedus Management GmbH. (c) FinCompare / Alchimedus

Weitere Informationen finden Sie hier

Quelle FinCompare GmbH

Stromkonzern Verbund kauft Windkraft- und Photovoltaikanlagen in Spanien

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Wien, 09. Mai (Reuters) – Österreichs größter Stromkonzern Verbund verstärkt mit einem Zukauf in Spanien sein Geschäft mit Erneuerbaren Energien. Gekauft würden Windkraft- und Photovoltaikanlagen in der Region Kastilien-La Mancha südlich von Madrid mit einer operativen Leistung von insgesamt 82 Megawattstunden, teilte das Unternehmen am Montag mit. Zusätzlich erwerbe Verbund eine Entwicklungsplattform für Wind- und Photovoltaikprojekte. Angaben zum Kaufpreis wurden nicht gemacht. 

Rund 2100 Megawatt (MW) dieser Plattform würden sich in einem fortgeschrittenen Stadium der Entwicklung befinden, rund 2400 MW seien Projekte auf der grünen Wiese. 

Verbund will in den kommenden Jahren im Bereich Photovoltaik und Windkraft deutlich wachsen. Ziel sei es, bis 2030 rund 20 bis 25 Prozent der Gesamterzeugung aus Photovoltaik- und Windanlagen zu generieren. Schon jetzt erzeugt der Konzern seinen Strom fast zur Gänze aus Erneuerbaren Energien, vorrangig aus Wasserkraft. Zuletzt hatte Verbund im März die Mehrheit an vier Windparks und Photovoltaikanlagen in Spanien erworben.

Stromkonzern Verbund kauft Windkraft- und Photovoltaikanlagen in Spanien

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Wichtige Entwicklungen zur Ukraine.

9. Mai 2022 Marktentwicklungen

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09. Mai (Reuters) – Es folgt der Reuters-Blick zu wichtigen Entwicklungen aus der Unternehmenswelt über die Top-Themen des Tages hinaus:

IATA – Riad: Der Chef des Airline-Verbands erwartet eine schnellere Erholung des Flugverkehrs als bisher. Das Passagieraufkommen könnte schon 2023 und damit ein Jahr früher als erwartet wieder das Niveau von vor der Corona-Pandemie erreichen, sagte IATA-Chef Willie Walsh auf einer Branchenkonferenz in der saudi-arabischen Hauptstadt Riad. „Wir verzeichnen sehr starke Buchungen. Alle CEOs der Fluggesellschaften, mit denen ich spreche, sehen nicht nur eine gute Nachfrage für Reisen in der nahen Zukunft, sondern auch eine anhaltende Nachfrage im Laufe des Jahres.“ Die kurzfristigen Aussichten seien positiv, auch wenn die Luftfahrtindustrie mit neuem Gegenwind wie hohen Ölpreisen, Inflation und Arbeitskräftemangel zu kämpfen habe. Walsh schränkte allerdings ein, dass eine schnelle Erholung im asiatisch-pazifischen Raum wegen der strikten Corona-Beschränkungen in China nicht zu erwarten sei.

PALANTIRPLTR.N – Berlin: Schwächere Geschäfte setzen der umstrittenen US-Datenanalysefirma zu. Für das laufende Quartal werde mit einem Umsatzwachstum von einem Viertel auf 470 Millionen Dollar gerechnet, gab Palantir bekannt. Das liegt deutlich unter den Erwartungen von Analysten und dem Plus des Vorjahresquartals von 49 Prozent. Im ersten Quartal legten die Erlöse noch um 31 Prozent auf 446 Millionen Dollar zu. Palantir arbeitet unter anderem für das US-Militär, den Geheimdienst CIA und andere Behörden. Inzwischen spielen allerdings auch Aufträge von Unternehmen wie Ferrari und IBM eine immer wichtigere Rolle. Experten gehen davon aus, dass der Ukraine-Krieg die Geschäfte derzeit trübt. Palantir schreibt Verluste. Von Januar bis März verringerte sich der Fehlbetrag auf rund 101 Millionen Dollar von etwa 123 Millionen Dollar.

PALANTIR – Berlin: Schwächere Geschäfte setzen der umstrittenen US-Datenanalysefirma zu. Für das laufende Quartal werde mit einem Umsatzwachstum von einem Viertel auf 470 Millionen Dollar gerechnet, gab Palantir bekannt. Das liegt deutlich unter den Erwartungen von Analysten und dem Plus des Vorjahresquartals von 49 Prozent.

Im ersten Quartal legten die Erlöse noch um 31 Prozent auf 446 Millionen Dollar zu. Palantir arbeitet unter anderem für das US-Militär, den Geheimdienst CIA und andere Behörden. Inzwischen spielen allerdings auch Aufträge von Unternehmen wie Ferrari und IBM eine immer wichtigere Rolle. Experten gehen davon aus, dass der Ukraine-Krieg die Geschäfte derzeit trübt. Palantir schreibt Verluste. Von Januar bis März verringerte sich der Fehlbetrag auf rund 101 Millionen Dollar von etwa 123 Millionen Dollar.

ALSTOM – Paris: Der französische Zughersteller hat seinen bislang größten Auftrag aus Deutschland erhalten. Dabei geht es um 130 elektrisch angetriebene Doppelstockzüge für Baden-Württemberg. Die Bestellung hat ein Gesamtvolumen von bis zu 2,5 Milliarden Euro und umfasst auch die Wartung der Züge für 30 Jahre, wie Alstom weiter mitteilte. Dazu kommt eine Option über 100 weitere Züge. Jeder der Regionalzüge bietet auf einer Länge von 106 Metern Platz für bis zu 380 Passagiere. 

HORNBACH HOLDING- München: Die Baumarktkette hebt die Dividende für das abgelaufene Geschäftsjahr angesichts des brummenden Geschäfts um 20 Prozent an. Für 2021/22 (per Ende Februar) sollen 2,40 (Vorjahr: 2,00) Euro je Aktie ausgeschüttet werden, wie die Hornbach Holding im pfälzischen Bornheim mitteilte. Hornbach hatte den Umsatzz um sieben Prozent auf den Rekordwert von 5,9 Milliarden Euro gesteigert, das bereinigte Betriebsergebnis (Ebit) kletterte um elf Prozent auf 364 Millionen Euro. Endgültige Zahlen will Hornbach am 17. Mai mitteilen.

ENBW – Karlsruhe: Der Energiekonzern hebt zum 1.Juli seine Gaspreise in der Grundversorgung an. EnBW verweist auf die nach Beginn des Ukraine-Kriegs weiter gestiegenen Beschaffungspreise. Die Kunden müssen künftig 34,8 Prozent beziehungsweise 2,92 Cent brutto mehr pro Kilowattstunde zahlen, wie EnBW mitteilte.

Für einen Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 20.000 Kilowattstunden bedeute dies einen Aufpreis von rund 48,58 Euro pro Monat. Bei den Strompreisen gebe es hingegen durch den Wegfall der Ökostromumlage eine Entlastung. EnBW gebe den Wegfall der Umlage in Höhe von netto 3,723 Cent je Kilowattstunde komplett weiter. Dadurch würden die Kosten in der Grundversorgung für Haushaltsstrom um etwa 12,1 Prozent sinken. Für einen Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 2900 Kilowattstunden bedeute dies eine monatliche Entlastung von rund 10,70 Euro pro Monat.

IDEAGEN – London: Die britische Softwarefirma hat der Übernahme durch den Londoner Finanzinvestor Hg Pooled Management zugestimmt. Es würden 1,09 Milliarden Pfund (umgerechnet 1,27 Milliarden Euro) in bar gezahlt, teilten Ideagen und Hg Pooled mit. Das entspreche einem Aufschlag von rund 52 Prozent zum Schlusskurs vom 11. April – kurz bevor die erste Offerte für den Softwarespezialisten öffentlich wurden. Auch Cinven war zwischenzeitlich interessiert. Die Anwendungen von Ideagen helfen Firmen dabei, Risiken besser zu managen und Regulierungsauflagen zu erfüllen. 

SCHENCK PROCESS – München: Der Darmstädter Prozesstechnik-Spezialist verkauft seine Bergbau-Sparte an den schwedischen Werkzeugmaschinenbauer SandvikSAND.ST. Die Schweden teilten mit, Schenck Process Mining mit rund 630 Mitarbeitern werde der eigenen Sparte Gesteinsverarbeitung angegliedert. Der für 2022 erwartete Umsatz der Bergbau-Sparte von rund 200 Millionen Euro entspricht gut einem Drittel des Gesamtumsatzes von Schenck Process, der 2020 bei knapp 600 Millionen Euro lag. Zum Kaufpreis äußerte sich Sandvik nur indirekt: Die Bewertung von Schenck Process Mining liege etwa beim Zehnfachen des operativen Ergebnisses (Ebitda). Schenck Process gehört seit 2017 dem US-Finanzinvestor BlackstoneBX.N. Insidern zufolge hatte dieser das gesamte Unternehmen im Herbst zum Verkauf gestellt.

9. Mai 2022 Marktentwicklungen

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Wichtige Entwicklungen zur Börse.

Ikea macht sich mit Milliarden-Investitionen fit für den Online-Handel

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Stockholm, 09. Mai (Reuters) – Der schwedische Möbel-Gigant Ikea will mit Milliarden-Investitionen den Herausforderungen aus dem Online-Handel begegnen. Der Ikea-Haupteigner Ingka Group wolle bis Ende 2023 drei Milliarden Euro für neue Möbel-Zentren und den Umbau existierender Filialen aufwenden, damit diese auch als Verteilzentren für den Online-Handel genutzt werden können, sagte Ingka-Manager Tolga Oncu in einem am Montag veröffentlichten Interview der Nachrichtenagentur Reuters.

„Wir reden über eine Transformation unserer Quadratmeter“, betonte er: „Warum sollten wir Lagerhallen für unser Online-Geschäft errichten, wenn wir die Güter aus unseren Filialen versenden können?“ In den vergangenen Jahren hatte der Möbel-Händler mit kleineren Filialen, einer modernisierten Web-Seite, einer App und digitalen Dienstleistungen auf die Herausforderungen des Online-Shoppings reagiert.

In der Corona-Pandemie hatte Ikea Rekord-Umsätze verbucht – die Verbraucher verbrachten mehr Zeit in ihren Wohnungen und statteten diese mit neuen Möbeln aus. Nun werde trotz des Ukraine-Kriegs und der hohen Inflation in vielen Ländern investiert, sagte Oncu. Auch wenn sich die Kauflaune der Verbraucher eintrübe, werde die Nachfrage nach Gütern mit einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis anziehen, prognostizierte er.

Ikea macht sich mit Milliarden-Investitionen fit für den Online-Handel

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Wichtige Entwicklungen zur Ukraine.

Konjunktur-Erwartung der Börsianer rauscht in Keller – „Es kommt knüppeldick“

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Berlin, 09. Mai (Reuters) – Der Ukraine-Krieg und seine Folgen lassen Börsianer so skeptisch auf die Konjunktur im Euro-Raum blicken wie seit rund zwei Jahren nicht mehr. Das von der Investment-Beratungsfirma Sentix am Montag veröffentlichte Barometer fiel im Mai den dritten Monat in Folge und überdies stärker als erwartet. Es sackte um 4,6 auf minus 22,6 Punkte ab – der tiefste Wert seit Juni 2020 – laut Sentix ein klares Warnzeichen für eine Rezession. „Die ökonomische Dimension der Ukraine-Konfliktes wird immer prekärer“, so Sentix-Geschäftsführer Manfred Hübner.

Von Reuters befragte Experten hatten nur mit einem Rückgang auf minus 20,8 Zählern gerechnet. Die 1267 befragten Anleger und Investoren bewerteten sowohl die Lage als auch die Aussichten schlechter. Die Erwartungen sind dabei sogar auf das tiefste Niveau seit Dezember 2008 gesunken: „Damit ist klar, dass der Wirtschaftsabschwung nun eine Dimension annimmt, welche zu erheblichen Verwerfungen bei Aktien, aber auch zu einem Anstieg in der Risikovorsorge für Banken führen dürfte“, erklärte Sentix. 

Der Blick auf die Konjunkturerwartungen für Deutschland zeige die ganze Dramatik. Mit einem Wert von minus 32,8 Punkten sind sie auf ein Allzeit-Tief gesunken. Sie stellen damit sogar den Einbruch im Jahr 2008 aus der Zeit der Weltfinanzkrise in den Schatten. „Mit anderen Worten: es kommt knüppeldick“, warnte Sentix-Manager Hübner. Wirtschaftsminister Robert Habeck wisse, was die erheblichen Sanktionen gegen Russland bedeuteten: „Dabei geht es um weit mehr als nur um steigende Energiepreise oder eine unsichere Versorgungslage bei einzelnen Produkten.“ Habeck hatte gesagt, er schließe einen Gas-Lieferstopp für Deutschland nicht aus. Er nehme die Lage sehr ernst. Der Chef der Bundesagentur für Arbeit, Detlef Scheele, warnte ausdrücklich vor den Folgen eines Gasembargos, das mit einem erheblichen Anstieg der Erwerbslosigkeit einherginge.

Konjunktur-Erwartung der Börsianer rauscht in Keller – „Es kommt knüppeldick“

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Wichtige Entwicklungen zur Ukraine.

Infineon hebt Prognose trotz Unwägbarkeiten etwas an

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München, 09. Mai (Reuters) – Der Halbleiterhersteller Infineon blickt trotz des Krieges in der Ukraine etwas zuversichtlicher auf das laufende Geschäftsjahr bis Ende September. Beim Umsatz erwarten die Münchner nun einen Wert von 13,5 Milliarden Euro nach zuvor 13 Milliarden.

Die Segmentergebnis-Marge werde bei mehr als 22 Prozent liegen, bislang hatte Infineon rund 22 Prozent vorhergesagt. Nach wie vor übersteige die Nachfrage das Angebot deutlich, sagte Infineon-Chef Jochen Hanebeck am Montag. Zudem belasteten globale Unwägbarkeiten die Lieferketten, insbesondere der Krieg und der weitere Verlauf der Corona-Pandemie.

Im abgelaufenen zweiten Quartal legten die Erlöse bei Infineon im Vergleich zum Vorquartal um vier Prozent zu auf 3,3 Milliarden Euro, die Segmentergebnis-Marge verbesserte sich auf 23,1 Prozent. Nach Steuern verdiente Infineon mit 469 Millionen Euro drei Prozent mehr als im Vorjahr.

Infineon hebt Prognose trotz Unwägbarkeiten etwas an

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Wichtige Entwicklungen zur Ukraine.

Homeoffice-Nutzung nach Pflicht-Abschaffung auf hohem Niveau

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Berlin, 09. Mai (Reuters) – Das Arbeiten von Zuhause aus bleibt trotz der abflauenden Corona-Pandemie gefragt. Der Anteil der deutschen Beschäftigten, die zumindest teilweise im Homeoffice arbeiteten, lag im April bei 24,9 Prozent, wie das Münchner Ifo-Institut am Montag zu seiner Unternehmensumfrage mitteilte. Im März waren es 27,6 Prozent.

„Die Homeoffice-Nutzung bleibt damit nach Abschaffung der Pflicht am 20. März auf einem hohen Niveau“, sagte Ifo-Experte Jean-Victor Alipour. „Offenbar haben sich viele Unternehmen dauerhaft auf flexiblere Modelle eingestellt.“ Das vom Ifo-Institut ausgerechnete Homeoffice-Potenzial von 56 Prozent wird knapp zur Hälfte ausgeschöpft.

In der Automobilbranche fiel der Homeoffice-Anteil im vergangenen Monat besonders deutlich, und zwar von 28,4 auf 17,8 Prozent. Für das Verarbeitende Gewerbe insgesamt sank der Wert dagegen nur leicht von 18,6 auf 16,3 Prozent. Bei den Dienstleistern bleibt das Homeoffice-Angebot im Durchschnitt am größten. Der Anteil fiel auf 35,3 Prozent, nach 38,7 im März. So arbeiten bei den IT-Dienstleistern noch 72,3 Prozent von Zuhause, nach 76,8 im März.

Homeoffice

Am 20. März wurden alle schwerwiegenden Corona-Beschränkungen abgeschafft, auch verpflichtende Homeoffice-Regelungen, mit denen die Corona-Pandemie gebremst werden soll. Rund jeder sechste Beschäftigte möchte auch nach dem Auslaufen der Pflicht nicht zurück ins Büro, wie aus einer repräsentativen Forsa-Umfrage im Auftrag der Plattform Xing hervorgeht.

Vor dem Hintergrund des Ukraine-Kriegs hat Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck wieder eine verstärkte Homeoffice-Nutzung ins Spiel gebracht. Die Arbeitgeber sollten dies nach Möglichkeit auf freiwilliger Basis anbieten, um Energie zu sparen. Man könne zuerst ein oder zwei Tage die Woche wieder zu Hause arbeiten, wie man es ja schon in der Pandemie gemacht habe. Deutschland will seine Abhängigkeit von russischen Energielieferungen stark reduzieren.

Homeoffice-Nutzung nach Pflicht-Abschaffung auf hohem Niveau

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Wichtige Entwicklungen zur Ukraine.

Epic Suisse peilt 2022 IPO-Premiere an Schweizer Börse an

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Zürich, 09. Mai (Reuters) – Die Gewerbeimmobiliengesellschaft Epic Suisse nimmt einen zweiten Anlauf für einen Börsengang an der Schweizer SIX. Epic will mit der Ausgabe von Aktien bei Anlegern rund 200 Millionen Franken einsammeln. „Der angestrebte Börsengang wird das Wachstum unseres Unternehmens weiter beschleunigen und dessen Finanzierungsflexibilität erhöhen“, erklärte Verwaltungsratspräsident Roni Greenbaum am Montag.

Mit dem Erlös aus der Aktienemission sollen zudem Bankfinanzierungen und Aktionärsdarlehen getilgt werden. Epic nannte keinen Zeitrahmen für das IPO. Nach einer solchen Ankündigung dauert es aber üblicherweise einige Woche bis zum ersten Handelstag. 

Das Portfolio der Firma umfasste Ende vergangenen Jahres 25 Liegenschaften im Wert von rund 1,5 Milliarden Franken. Schwerpunkt seien dabei die Genferseeregion und der Wirtschaftsraum Zürich. Epic verfüge über Büro-, Einzelhandels- sowie Logistik- und Industrieimmobilien. Der Börsenkandidat habe 2021 Nettomieteinnahmen in Höhe von 58,6 Millionen Franken erwirtschaftet, ein Wachstum von 7,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Der Gewinn habe sich auf 77,5 (Vorjahr 34,4) Millionen Franken mehr als verdoppelt. 

Die Hauptaktionäre Alrov Group mit einem Anteil von 77,8 Prozent sowie die Familie Greenbaum mit 22,2 Prozent würden im Rahmen des Börsengangs keine Aktien verkaufen. Alrov sei an der Tel Aviv Stock Exchange notiert und besitze Immobilien in Israel, Großbritannien, Frankreich und in den Niederlanden. Epic hatte bereits 2020 einen Anlauf an der SIX genommen, blies das Vorhaben mit Blick auf die Marktbedingungen aber wieder ab. Damals wurde die Transaktion von der UBS organisiert. Beim neuen Versuch sind die Credit Suisse und die Zürcher Kantonalbank federführend. 

Epic wäre der erste echte Börsengang an der Schweizer Börse im laufenden Jahr. Bisher ließen sich zwar die Kreativplattform Talenthouse und die Beteiligungsgesellschaft Xlife Sciences an der SIX listen. Bei keiner dieser Transaktionen mussten allerdings Aktien bei Anlegern platziert werden. Wegen der Verunsicherung durch den Krieg in der Ukraine und der hochschnellenden Inflation wurden in der Schweiz wie auch in anderen europäischen Märkten mehrere Börsengänge auf die lange Bank geschoben.

Epic Suisse peilt 2022 IPO-Premiere an Schweizer Börse an

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Wichtige Entwicklungen zur Ukraine.

China-Sorgen drücken Dax ins Minus – Infineon im Blick

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Frankfurt, 09. Mai (Reuters) – Die Abkühlung der Konjunktur beim wichtigen Handelspartner China drückt auf die Stimmung der Dax-Anleger. Der deutsche Leitindex fiel zur Eröffnung am Montag um 0,4 Prozent auf 13.621 Punkte. 

Die Null-Covid-Politik der Regierung in Peking mache sich nicht nur in China bemerkbar, sagte Anlagestratege Michael Hewson vom Brokerhaus CMC Markets. „Die Aussicht auf eine Entspannung bei den Lieferketten-Sorgen scheint weiter entfernt als noch vor ein paar Monaten.“ Andere Börsianer wiesen zusätzlich auf die US-Geldpolitik hin. Anleger befürchteten, dass die Notenbank Fed in ihrem Kampf gegen die Inflation die Konjunktur abwürgt. 

Vor diesem Hintergrund konnte Infineon ein überraschend großes Umsatzplus und angehobene Jahresziele nicht in Kursgewinne ummünzen. Die Aktien des Chip-Herstellers fielen um 2,7 Prozent, nachdem sie vorbörslich noch zwei Prozent zugelegt hatten.

China-Sorgen drücken Dax ins Minus – Infineon im Blick

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