Freitag, März 20, 2026
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Dämpfer für Hisbollah bei Parlamentswahl im Libanon

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Beirut, 16. Mai (Reuters) – Bei der Parlamentswahl im Libanon hat die mit dem Iran verbündete Hisbollah einen Rückschlag erlitten. Zwar konnte die schiitische Organisation und ihr Partner, die ebenfalls schiitische Amal-Bewegung, ihre führenden Positionen wohl behaupten, ersten Ergebnissen vom Montag zufolge verloren aber einige langjährige Verbündete ihre Sitze an parteilose Reformpolitiker.

Zugleich verzeichnete die mit dem iranischen Erzrivalen Saudi-Arabien verbündete Partei der Libanesischen Kräfte Gewinne. Sie könnte die mit der Hisbollah verbündete Freie Patriotische Bewegung (FPM) von Präsident Michel Aoun als größte christliche Partei im Parlament überflügeln. Inwieweit die Mehrheit der Hisbollah-Koalition hielt, war noch unklar.

Experten befürchten nun eine noch größere Zersplitterung und eine Pattsituation im Parlament, in der sich die beiden großen rivalisierenden Lager blockieren könnten. Zudem dürfe künftig das sunnitische Saudi-Arabien größeren Einfluss im Libanon haben, nachdem bei der vorherigen Wahl 2018 noch der schiitische Iran seinen Einfluss ausbauen konnte. 2018 konnte sich die Hisbollah, deren schwer bewaffnete Miliz von der EU und den USA als Terrororganisation eingestuft wird, zusammen mit ihren Verbündeten 71 der 128 Parlamentssitze sichern.

Seitdem ist das Land in eine schwere Wirtschaftskrise gerutscht, viele verarmte Libanesen treibt eine große Wut auf die Regierungsparteien an. Ob die Mehrheit der Hisbollah-Koalition hielt, war zunächst noch unklar. Doch große Veränderungen werden in dem streng nach Proporz organisierten Regierungssystem nicht erwartet. Von den rund sieben Millionen Libanesen sind schätzungsweise je knapp 30 Prozent schiitische und sunnitische Muslime, rund 40 Prozent sind Christen.

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BaFin stellt Gebührenmodell bei Online-Brokern gemischtes Zeugnis aus

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Frankfurt, 16. Mai (Reuters) – In der Diskussion um ein EU-Verbot hat die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) die Vor- und Nachteile einer zentralen Vergütungsmethode für Online-Broker untersucht. Die Studie habe verglichen, ob Investoren mit ihren Aufträgen an sogenannten „PFOF“-Handelsplätzen oder mit direkten Geschäften an den Referenzbörsen besser führen, teilte die BaFin am Montag mit. Die Ergebnisse zeichneten ein gemischtes Bild von dem Gebührenmodell bei Online-Brokern. 

PFOF steht für „Payment For Order Flow“. Dabei leiten Broker Aufträge ihrer Kunden an große Handelshäuser weiter, weil diese auf ihren außerbörslichen eigenen Handelsplattformen meist bessere Kurse bieten als bei einer Platzierung der Order direkt an der Börse. Im Gegenzug erhalten sie von den großen Brokern Rabatte oder Zahlungen. Regulierern ist diese Praxis ein Dorn im Auge. Sie befürchten, dass die Orders nicht an diejenigen weitergeleitet werden, die die besten Kurse bieten, sondern die höchsten Rückvergütungen. In die Schlagzeilen ist PFOF mit dem Aufstieg der Trading-App Robinhood geraten, die vor allem von jungen Kleinanlegern genutzt wird.

Die Studie zeichne ein differenziertes Bild, teilte die BaFin weiter mit. Bei Aufträgen mit kleineren Volumina hätten Anleger unter Berücksichtigung von Transaktionskosten meist besser abgeschnitten als bei direkten Käufen oder Verkäufen an der Börse. „Bei höheren Transaktionsvolumen und niedrigerer Liquidität an den Referenzmärkten zum Zeitpunkt der Auftragsausführung gingen diese Vorteile jedoch verloren. Ob PFOF die Ursache der festgestellten Unterschiede war, lässt sich aus den Ergebnissen nicht ablesen.“ 

Die EU plant ein generelles Verbot von PFOF. Deutschland lehnt dies bislang ab. Die BaFin teilt nach eigenen Aussagen die Bedenken der europäischen Börsenaufsicht ESMA, sieht aber auch die Vorteile bei den Transaktionskosten. Der Worst Case, dass ein übereiltes Verbot nur den Handel für Privatkunden verteuere, ansonsten aber nichts bewirke, müsse schon aus Verbraucherschutzgründen ausgeschlossen werden, sagte BaFin-Exekutivdirektor Thorsten Pötzsch. 

Untersuchungen anderer europäischer Regulierer liefern eher Argumente für ein Verbot. Die BaFin orientierte sich den Angaben zufolge an der Methodologie dieser Studien, um sie vergleichbar zu machen. Allerdings seien diesmal die handelsplatzbezogenen Transaktionsentgelte berücksichtigt worden. Eine Anfang Mai veröffentlichte Erhebung der Investmentplattform Scalable Capital kam zu dem Ergebnis, dass PFOF den Handel für Kleinanleger meist günstiger macht.

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PGIM Real Estate erwirbt 28.800 m² Wohnportfolio in Berlin

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PGIM Real Estate

PGIM Real Estate baut sein Immobilienportfolio in Berlin weiter aus. Für seinen geschlossenen Fonds Pan European Real Estate Fund (PEREF) II hat das Unternehmen gemeinsam mit Fundament Advisory, einer Asset- und Investment Management Gesellschaft, 13 Wohngebäude mit insgesamt rund 340 Einheiten erworben. 

PGIM Real Estate ist der 209,3 Milliarden USD umfassende Finanzierungs und Immobilieninvestmentmanager von PGIM, dem 1,4 Billionen US-Dollar großen globalen Vermögensverwaltungsgeschäft von Prudential Financial, Inc. (NYSE: PRU)1.

Nachdem vor kurzem der Ankauf der Büroimmobilie Stream am Berliner Spreeufer erfolgreich abgeschlossen wurde, hat PGIM Real Estate nun ein Wohnimmobilienportfolio in der Hauptstadt erworben. Die 13 Objekte verfügen über eine vermietbare Fläche von 28.800 m² und sind aktuell voll vermietet. Die Gebäude verteilen sich unter anderem auf die Bezirke Neukölln, Charlottenburg, Mitte, Kreuzberg, Spandau und Schöneberg. PGIM Real Estate plant unter anderem, bestehende Entwicklungspotenziale zu heben. Verkäufer des Portfolios ist ein internationales Family Office.

Dominik Brambring, Leiter Deutschland, Österreich, Niederlande bei PGIM Real Estate kommentiert: „Trotz des angeblichen Siegeszuges der Vorstädte gewinnen zentrale Lagen auch weiter kontinuierlich an Attraktivität. Wir setzen daher insbesondere in den Bereichen Wohnen und Büro auf erfolgversprechende Lagen inmitten von Winning Cities, also in Städten wie etwa Berlin, die über starke überregionale Anziehungskraft verfügen und somit äußerst attraktiv sind für Bewohner und Unternehmen.“

Die Transkation wurde begleitet von DLA Piper.

PGIM Real Estate erwirbt 28.800 m² Wohnportfolio in Berlin

Foto von Dominik Brambring Leiter Deutschland, Österreich, Niederlande (Quelle: PGIM Real Estate)

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EU und USA wollen Wettrennen bei Chipförderung verhindern

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Washington, 16. Mai (Reuters) – Die Europäische Union und die USA wollen im Ringen um einen Ausbau der Chipproduktion einen Subventionswettlauf verhindern.

Entsprechende transatlantische Anstrengungen würden beim US-EU-Handels- und Technologierat (TTC) in Paris bekanntgegeben, sagte ein US-Regierungssprecher mit Blick auf das anstehende Treffen am Sonntag und Montag, an dem unter anderem US-Außenminister Antony Blinken und EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager teilnehmen. Washington wie auch Brüssel wollten Investitionen im Chipsektor anschieben, aber „koordiniert“. Auch ein Frühwarnsystem bei knapp werdenden Halbleitern sei im Gespräch. 

Rund um den Globus herrscht seit vielen Quartalen eine Chipknappheit, die vor allem die Geschäfte von Autoherstellern und Elektronikkonzerne erschwert. Die EU hat erst kürzlich mit dem „European Chips Act“ eine milliardenschwere Initiative auf den Weg gebracht, um Engpässe zu bekämpfen. Das lockte auch den US-Chipkonzern Intel nach Deutschland, der in Madgeburg einen riesigen Chipkomplex bauen will. Ein ähnliches US-Programm – der 52 Milliarden Dollar schwere US-Chips-Act – hängt gerade im Kongress fest.

EU und USA wollen Wettrennen bei Chipförderung verhindern

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Ukrainische Truppen erreichen Grenze zu Russland

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Kiew/Brüssel, 16. Mai (Reuters) – In einem symbolträchtigen Schritt haben ukrainische Streitkräfte nach Regierungsangaben im Nordosten die russischen Truppen zurückgedrängt und die Grenze zu Russland erreicht. „Gemeinsam zum Sieg!“, schrieb am Montag das Verteidigungsministerium in Kiew in einem Facebook-Eintrag. Das 227. Bataillon der 127. Brigade habe die Staatsgrenze erreicht. Die Kämpfe in der Nähe von Charkiw seien „unsere Gegenoffensive“, sagte der Berater des Innenministeriums, Wadym Denissenko, im Fernsehen. „Sie kann nicht mehr gestoppt werden.“

Dank dieser Offensive könnten ukrainische Soldaten den russischen Truppen in den Rücken fallen. Eine unabhängige Bestätigung war zunächst nicht möglich. In Brüssel berieten die EU-Außenministerinnen und -minister über ein Öl-Embargo gegen Russland. Für eine Einigung dürfte noch Zeit nötig sein, da Ungarn wegen seiner Abhängigkeit von russischen Energielieferungen bislang die Zustimmung verweigert.

Soldaten, die die Stadt Charkiw verteidigten, hätten die Staatsgrenze erreicht, teilte der Gouverneur der gleichnamigen Region, Oleh Sinegubow, auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mit. „Wir danken allen, die die Ukraine unter Einsatz ihres Lebens von russischen Invasoren befreien.“ Es war zunächst nicht klar, um wie viele ukrainische Soldaten es sich handelt und wo genau sie an die Grenze gelangt sind. Die ukrainischen Streitkräfte haben in den vergangenen Tagen im Nordosten des Landes Boden gutgemacht und die russischen Einheiten im Raum Charkiw zurückgedrängt. Sollte sich auch das Erreichen der Staatsgrenze bestätigen und sich die ukrainischen Truppen dort halten können, wäre das ein Hinweis auf den zunehmenden Erfolg der ukrainischen Gegenoffensive. 

Seit dem Einmarsch der russischen Truppen am 24. Februar haben die ukrainischen Streitkräfte bereits eine Reihe von Erfolgen erzielt. So stoppten sie den russischen Vormarsch auf die Hauptstadt Kiew und drängten in den vergangenen beiden Wochen bei Charkiw, der zweitgrößten Stadt des Landes, rasch russische Truppen zurück. Die Regierung in Moskau spricht von einem militärischen Sondereinsatz, der zum Ziel habe, das Nachbarland von Nazis zu befreien. Dies wird von der Ukraine und ihren westlichen Verbündeten als haltlos zurückgewiesen. Vielmehr handele es sich um einen nicht provozierten Angriffskrieg.

BORRELL: EINIGUNG AUF SANKTIONSPAKET SCHON MONTAG UNGEWISS

Deshalb haben zahlreiche Staaten massive Sanktionen gegen Russland verhängt, die die Wirtschaft des Landes bereits hart treffen. Über ein Öl-Embargo berieten in Brüssel die EU-Außenminister. Der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell sagte vor Beginn des Treffens, es sei nicht sicher, dass bereits am Montag eine Einigung erzielt werden könne. Luxemburgs Außenminister Jean Asselborn sagte, es werde noch Zeit brauchen, bis das sechste Sanktionspaket einschließlich des Öl-Embargos stehe.

Sein österreichischer Kollege Alexander Schallenberg äußerte sich zuversichtlich, dass eine Einigung in den nächsten Tagen ereicht werden könne. Zugleich mahnte er Geschlossenheit an. Man dürfe in der Öffentlichkeit nicht den Eindruck von Uneinigkeit erwecken. „Russland beobachtet uns.“ Litauens Außenminister Gabrielius Landsbergis kritisierte mit Blick auf Ungarn, „die gesamte Union wird von einem Mitgliedstaat als Geisel gehalten.“

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Vantage Towers treibt Ausbau mit neuen Funktürmen voran

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Berlin, 16. Mai (Reuters) – Der Funkturm-Betreiber Vantage Towers will im laufenden Geschäftsjahr mit Hilfe von neuen Mietverträgen und Standorten weiter wachsen. Das Geschäft werde ausgebaut, sagte Firmenchef Vivek Badrinath am Montag im Gespräch mit Reuters.

In den vergangenen Monaten hatten Lieferengpässe die Ausbaugeschwindigkeit deutlich gedrosselt, aber das hat sich laut Badrinath gebessert. Im abgelaufenen Jahr hat die seit März 2021 börsennotierte Vodafone-Tochter ihre Masten um rund 510 auf 82.000 Standorte aufgestockt, liegt damit aber weit hinter den Konkurrenten Cellnex und American Tower. Die Funkturmsparte der Deutschen Telekom, die derzeit Insidern zufolge auch mit Vantage Towers über einen möglichen Kauf verhandelt, baute ihr Portfolio 2021 um 1100 Standorte aus.

Angesichts der gestiegenen Nachfrage durch die stärkere Mobilfunknutzung, den 5G-Ausbau und die Bemühungen, Funklöcher zu stopfen, ist in der Branche einiges in Bewegung. Vantage Towers hatte sich ins Gespräch für Zukäufe gebracht. Details wollte Badrinath nicht offenbaren. „Jeder redet mit jedem. Wir sind ständig im Dialog“, sagte er. Eine Konsolidierung sei unvermeidbar. „Funkturmbetreiber helfen Mobilfunkern, miteinander zu konkurrieren. Das sollten auch die Aufsichtsbehörden im Kopf haben, wenn sie Deals bewerten“, ergänzte er. 

VORSICHTIGER AUSBLICK DRÜCKT AUF AKTIENKURS 

Im laufenden Geschäftsjahr zu Ende März 2023 will Vantage Towers die Erlöse um drei bis fünf Prozent erhöhen und peilt ein bereinigtes Betriebsergebnis (EbitdaaL) zwischen 550 und 570 Millionen Euro an. Dem Aktienmarkt war dieser Ausblick zu vorsichtig. Das im MDax gelistete Papier gab zwischenzeitlich fast vier Prozent nach.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr kletterte das Betriebsergebnis um 3,6 Prozent auf 543 Millionen Euro und der Umsatz stieg dank neuer Mietverträge um 4,6 Prozent auf 1,01 Milliarden Euro. Vantage Towers kündigte an, weiter zu investieren, auch um dem Mobilfunkanbieter 1&11U1.DE den Zugriff auf Funktürme zu erleichtern. Beide Unternehmen haben eine entsprechende Partnerschaft geschlossen. Für mehr Flexibilität sorge auch eine Vertragsänderung beim Ausbau in Deutschland für Vodafone, sagte Badrinath. Dort könnten jetzt rund ein Fünftel der geplanten 5500 Standorte von anderen Anbietern angemietet werden, wodurch geringere Investitionen nötig seien.

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Regierung pumpt zwei Milliarden Euro in Wasserstoff-Forschung

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Berlin, 16. Mai (Reuters) – Die Bundesregierung will die Wasserstoff-Forschung massiv ausbauen und setzt auf internationale Kooperationen. Forschungsministerin Bettina Stark-Watzinger kündigte am Montag an, dass in den kommenden vier Jahren zwei Milliarden Euro in den Bereich fließen sollen. Zunächst sollten mit Australien die Beziehungen über den Bezug von Wasserstoff verstärkt werden, kündigte die FDP-Politikerin am Montag in Berlin an.

Man müsse aber auch eine „europäische Wasserstoff-Union“ schaffen und in der EU die Zusammenarbeit bei dieser Zukunftstechnologie fördern, sagte sie. Wasserstoff soll etwa eine klimaneutrale Produktion in der Chemie- oder Stahlindustrie ermöglichen, dient aber auch als Speichermedium.

Man könne Wasserstoff sehr wohl auch in Europa gut produzieren, sagte Robert Schlögl, Direktor des Fritz-Haber- Instituts der Max-Planck-Gesellschaft. Er verwies auf die enormen Mengen an Wasserstoff, die man als Ersatz für fossile Energieträger brauche. Derzeit werde weltweit soviel Wasserstoff produziert, dass er zehn Prozent der Stromversorgung in Deutschland ersetzen könne.

Deshalb müsse man überall mit dem Bau von Anlagen beginnen und in alle Richtungen forschen. Weltweit führend sei in dem Bereich eindeutig China. Die Zusammenarbeit mit Australien sei sinnvoll, weil dort die Produktionsbedingungen sehr gut seien und Transportkosten kaum ins Gewicht fielen. Auch deutsche Hersteller produzierten mittlerweile Schiffsmotoren, die etwa mit Ammoniak, Methan oder Wasserstoff betrieben würden. Er erwarte „in kurzer Zeit“ eine Umrüstung vieler Schiffsmotoren. 

Die Bundesregierung sucht vor allem unter demokratischen Ländern weltweit nach Kooperationspartnern. So hatte Kanzler Olaf Scholz in Japan gerade eine Demonstrationsanlage für die Wasserstoff-Produktion besucht.

Regierung pumpt zwei Milliarden Euro in Wasserstoff-Forschung

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Herber Rückschlag für Valneva-Totimpfstoff – EU will Vertrag kündigen

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Wien, 16. Mai (Reuters) – Der französisch-österreichische Biotechkonzern Valneva hat im Zusammenhang mit seinem Corona-Totimpfstoff einen weiteren Rückschlag erlitten. Die Europäische Kommission will wegen der nach wie vor ausstehenden Marktzulassung den Vorabkaufvertrag für das Vakzin kündigen, teilte der Konzern am Montag mit. Im Rahmen des Vertrages war die Lieferung von bis zu 60 Millionen Dosen vereinbart worden. Voraussetzung war jedoch die Marktzulassung in der Europäischen Union bis zum 30. April. Im frühen Handel brachen die Valneva-Aktien um ein Fünftel ein. Das ist der größte Kursrutsch seit vier Monaten. 

„Die Entscheidung der Europäischen Kommission ist bedauerlich, zumal wir weiterhin Nachrichten von Europäern erhalten, die sich eine traditionellere Impfstofflösung wünschen“, sagte Valneva-Vorstandschef Thomas Lingelbach.

Gemäß den Bedingungen hat der Konzern eigenen Angaben zufolge ab dem 13. Mai 30 Tage Zeit, entweder doch noch eine Zulassung zu erreichen oder nachzubessern. Der Impfstoff soll denjenigen Mitgliedstaaten zur Verfügung gestellt werden, die ihn nach wie vor erhalten möchten. „Wir haben einen Dialog mit den Mitgliedsstaaten begonnen, die an unserem inaktivierten Ansatz interessiert sind“, sagte Lingelbach. Das Unternehmen sei nach wie vor davon überzeugt, dass sein Impfstoffkandidat einen wichtigen Beitrag zur Bekämpfung von Covid-19 leisten kann. Die von Valneva verwendete Technologie wird schon seit Jahrzehnten eingesetzt, etwa bei Impfstoffen gegen Polio, Influenza sowie Hepatitis A. Einige 

Während Valneva in der EU weiterhin auf eine Marktzulassung wartet, erteilten die Vereinigten Arabischen Emiraten nun eine Notfallzulassung für den Covid-19-Impfstoff, wie das Unternehmen ebenfalls mitteilte. „Dies ist unsere zweite Zulassung in den Golfstaaten, und wir hoffen, dass weitere Zulassungen folgen werden“, sagte Lingelbach.

Bisher hat Valneva für den Corona-Impfstoff eine bedingte Marktzulassung in Großbritannien sowie eine Notfallzulassung in Bahrain erhalten. In der EU hatte sich der Zulassungsprozess zuletzt verzögert, als die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) weitere Informationen zu dem Impfstoff einforderte. Valneva hat die Antworten eigenen Angaben zufolge am 2. Mai eingereicht und hofft nun, spätestens im Juni eine positive Stellungnahme zu erhalten. 

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EZB-Ratsmitglied Villeroy in Sorge wegen schwachem Euro

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Paris, 16. Mai (Reuters) – Der französische Notenbankchef Francois Villeroy de Galhau hat seine Sorge über die Auswirkungen der Euro-Abwertung auf die Inflation bekräftigt. „Ein zu schwacher Euro würde unserem Preisstabilitätsziel zuwiderlaufen“, betonte er am Montag. Die Europäische Zentralbank (EZB) werde die Wechselkursentwicklung sorgfältig beobachten, da sie ein wichtiger Treiber für importierte Inflation sei. 

Seit Jahresbeginn hat der EuroEUR= mehr als acht Prozent abgewertet. Vergangene Woche war er mit 1,0352 Dollar zeitweise so billig wie zuletzt vor fünfeinhalb Jahren. Wegen der drohenden Rezession als Folge des Ukraine-Krieges betrachten Analysten den Fall der Gemeinschaftswährung auf die Parität zum Dollar nur als eine Frage der Zeit. Es wäre das erste Mal seit Ende 2002, dass ein Euro wieder ein Dollar kostet. 

Villeroy hat wiederholt für Zinserhöhungen plädiert, weil die Inflation nicht nur höher sei, sondern auch die gesamte Breite der Waren und Dienstleistungen ergreife. Die EZB könne nicht darüber hinwegsehen, auch weil die Inflationserwartungen anscheinend immer weniger bei zwei Prozent verankert seien. Laut Villeroy sollten die Zinsen bis spätestens Ende des Jahres wieder in den positiven Bereich gelangen – vorausgesetzt, es komme nicht zu unvorhersehbarem neuen Störfeuer.

Bundesbankchef Joachim Nagel und weitere Währungshüter haben eine Zinswende für Juli signalisiert. Zurzeit liegt der Leitzins bei 0,0 Prozent. Zugleich müssen Banken Strafzinsen berappen, wenn sie überschüssige Gelder bei der Notenbank parken. Dieser sogenannte Einlagesatz ist aktuell bei minus 0,5 Prozent.

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Ryanair will nach Millionenverlust in schwarze Zahlen zurückfinden

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Dublin, 16. Mai (Reuters) – Ryanair will nach den Verlusten in der Corona-Krise der vergangenen zwei Jahre in die schwarzen Zahlen zurückkehren. Man wolle dieses Jahr eine „angemessene Profitabilität“ erreichen, erklärte Europas größter Billigflieger am Montag. In dem im März abgelaufenen Geschäftsjahr verringerte Ryanair den Fehlbetrag auf 355 Millionen Euro nach einer Milliarde Euro Verlust im Vorjahreszeitraum.

Der Umsatz verdreifachte sich fast auf 4,8 Milliarden Euro. „Die Erholung bleibt fragil“, sagte Konzernchef Michael O’Leary. Eine Ergebnisprognose sei deshalb erst im zweiten Geschäftshalbjahr möglich. Er sei etwas besorgt, dass Konkurrenten die Erholung im Sommer schönredeten. Vorsicht sei mit Blick auf den Winter geboten wegen des erwarteten Wirtschaftsabschwungs.

Ryanair rechnet demnach nicht damit, in die Reichweite des Vorkrisengewinns von einer Milliarde Euro zu kommen. Die Airline werde dieses schwierige Branchenumfeld meistern und langfristig gestärkt aus der Situation herauskommen, kommentierte Analyst Gerald Khoo von der Investmentbank Liberum. Anleger trennten sich wegen des vorsichtigen Ausblicks dennoch von Ryanair-Aktien, sodass der Titel sich an der Börse in Dublin um 3,5 Prozent verbilligte.

FLUGGASTPROGNOSE STEHT

Trotz der Unsicherheiten durch den Ukraine-Krieg und die Corona-Lage will der EasyjetEZJ.L-Konkurrent sein Passagier-Aufkommen auf 165 Millionen Fluggäste erhöhen nach 97 Millionen im abgelaufenen Geschäftsjahr. Das wären deutlich mehr als vor der Corona-Krise, als Europas passagierstärkste Airline 149 Millionen Kunden beförderte. Selbst bei einer Rezession wollen die Iren in zwei Jahren eine Zahl von 180 Millionen erreichen.

Die Buchungen im laufenden Quartal hätten sich verbessert. Allerdings hätten die Ticketpreise nicht so stark angehoben werden können wie zunächst erhofft, sagte Finanzchef Neil Sorahan Reuters. In den vergangenen Wochen seien die Preise prozentual einstellig geklettert, lägen aber weiter unter Vorkrisenniveau. Im abgelaufenen Geschäftsjahr hatten sie gut ein Viertel darunter gelegen. Er sehe keine Anzeichen, dass die steigenden Inflationsraten die Nachfrage nach Flügen dämpfe, erklärte Sorahan. Viele Analysten erwarten, dass Verbraucher sich wegen steigender Lebenshaltungskosten das Reisen verkneifen könnten.

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