Freitag, März 20, 2026
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Steht die Weltwirtschaft vor einer Stagflation?

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Wirtschaft Märkte Industrie

Ein Marktkommentar von Serdar Kucukakin, Senior Sovereign Research Analyst bei Aegon Asset Management:

Arbeitslosigkeit würde die Haushalte schneller als Inflation in Bedrängnis bringen

Eine Definition von Stagflation ist schwer zu bestimmen. Jedoch kann eine Definition des Begriffs dazu beitragen, die Vorgehensweise zwischen den großen europäischen Zentralbanken aufzuzeigen. Unmittelbar nach Beginn des Krieges in der Ukraine Ende Februar sah es so aus, als ob die Inflation in den westlichen Ländern in den zweistelligen Bereich steigen könnte. Der Krieg in der Ukraine wirkte sich negativ auf die bereits angespannte globale Lieferkette aus und könnte die Preisentwicklung negativ beeinflussen. Zwei Monate später ist die Inflation in der Eurozone (7,5 %) und in den USA (8,5 %) noch nicht zweistellig geworden.

Angesichts der anhaltenden Einschränkungen in der Lieferkette, der nach wie vor bestehenden Covid-Probleme in China und der Verwerfungen bei den Rohstoffen aufgrund des Krieges in der Ukraine könnten diese Werte jedoch noch in greifbare Nähe rücken. Der Krieg in der Ukraine hat zu einem erheblichen Verlust an Dynamik in der europäischen Wirtschaft geführt, und die EZB möchte nicht, dass die Eurozone in eine Stagflation abgleitet.

Gleiche Entwicklung des Misery-Index – aber auch unterschiedlichen Gründen

Anders als bei einer Rezession gibt es letztlich keine einheitliche Definition von Stagflation. Der so genannte Misery Index wird häufig verwendet, um den Grad der Notlage in einer Volkswirtschaft anhand der Entwicklung von Arbeitslosigkeit und Inflation zu messen. Ein deutlicher Anstieg des Indexes kann als Indikator für Stagflation angesehen werden. In der Tat sind die aktuellen Werte des Misery-Index sowohl in der Eurozone als auch in den USA in etwa mit den Werten früherer Krisenzeiten vergleichbar (wobei es zugegebenermaßen ein wenig darauf ankommt, welchen Index man verwendet).

Hier enden die Ähnlichkeiten zwischen den beiden Zeiträumen. Es gibt erhebliche Unterschiede zwischen der aktuellen, durch eine Pandemie ausgelösten Krise und früheren Krisen. Während der globalen Finanzkrise war die Inflation weder in der Eurozone noch in den USA ein Thema, während die Arbeitslosigkeit ein großes Problem wurde. Europa hatte auch mit der Staatsschuldenkrise zu kämpfen. Im Jahr 2009 sank die Inflation in beiden Wirtschaftsblöcken sogar unter 0 %.

Gegenwärtig, im Jahr 2022, ist das Gegenteil der Fall. In beiden Regionen ist die Arbeitslosigkeit niedrig oder rückläufig, während die Inflation sehr stark angestiegen ist. Die gleiche Entwicklung des Misery-Index – aber aus ganz anderen wirtschaftlichen Gründen.  

Arbeitslosigkeit ein schwerwiegenderes Problem als Inflation

Die Inflation ist zwar ein großes Problem, aber die Arbeitslosigkeit bringt die Haushalte viel schneller in Bedrängnis als die Inflation selbst. Da die Arbeitslosigkeit in der Eurozone im Februar auf ein Rekordtief von 6,8 % gesunken ist, bedeutet dies, dass die Menschen, die einen Arbeitsplatz finden, einen Anstieg ihres Nominaleinkommens erleben, was im derzeitigen Umfeld positiv ist, da es die negativen Auswirkungen der Inflation etwas abschwächt. 

In dieser Hinsicht hat der aktuelle Anstieg des Misery-Index eine ganz andere Bedeutung als die hohen Arbeitslosenzahlen während der letzten Krise. Wenn die aktuelle Entwicklung des Misery-Index anders ist als frühere Episoden – was einen direkten Vergleich und eine Interpretation erschwert -, könnte dies auch für andere Entwicklungen in der Wirtschaft gelten.

Dies ist insbesondere bei Bereichen wie dem Arbeitsmarkt möglich, der während der Pandemie aus den Fugen geriet. Die Dynamik war jedoch auf beiden Seiten des Atlantiks recht unterschiedlich. Diese Entwicklung hatte natürlich einen ganz besonderen Grund: Die Regierungen legten eine Wirtschaftspause ein, um das Virus zu bekämpfen.

Die Entwicklung des Arbeitsmarktes gilt als Spätindikator

Aber während der Pandemie war sie aufgrund der abrupten Unterbrechung anderen Entwicklungen voraus. Diese Änderung in der Abfolge der wirtschaftlichen Entwicklungen hat die zugrunde liegende wirtschaftliche Dynamik stark beeinflusst. 

Letztendlich kann die Definition von Stagflation – die unter den gegenwärtigen Umständen wie ein sehr niedriges Wirtschaftswachstum in Kombination mit einer sehr hohen Inflation aussieht – dazu beitragen, aufzuzeigen, was von den Zentralbanken zu erwarten ist.

Es scheint, dass die meisten bereit sind, deutlich niedrigere Wirtschaftswachstumsraten zu akzeptieren, um die Inflation einzudämmen. Allerdings werden wir wohl nie erfahren, wie diese Zentralbanken reagiert hätten, wenn die Wirtschaftsaussichten von Anfang an düsterer gewesen wären.

Steht die Weltwirtschaft vor einer Stagflation?

Foto von von Serdar Kucukakin (Quelle: Aegon AM)

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2 Mio. Euro Kapital für Berliner Start-up fyrfeed

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Das Berliner Tech-Startup fyrfeed hat im Rahmen einer Seed-Finanzierungsrunde 2 Millionen Euro von Investoren erhalten, um die Erstellung von Beiträgen für soziale Netzwerke und Blogs mittels künstlicher Intelligenz radikal zu vereinfachen. Die Finanzierungsrunde wird vom VC Born2Grow angeführt und durch die IBB Ventures und primeCROWD aus Österreich unterstützt. Mit dem Investment plant das Start-up seine KI-Lösung weiterzuentwickeln und den Automatisierungsgrad weiter zu steigern.

Etwa zwei Stunden benötigen Unternehmen durchschnittlich, um einen informativen Beitrag für die sozialen Netzwerke zu produzieren. Ein Vielfaches davon, wenn es sich um einen Blogpost handelt. Die Recherche der Themen, das Schreiben des Beitrags, das Erstellen eines passenden Bildes, das Veröffentlichen zur richtigen Zeit – all das ist zeitaufwendig und teuer: Klassische Agenturen verlangen hierfür mehrere Tausend Euro pro Monat, zwischen Auftrag und regelmäßigem Posten vergehen oft mehrere Monate.

Content für B2B-Unternehmen auf Autopilot

fyrfeed löst das Zeit- und Kostenproblem und hilft B2B-Unternehmen, ihren Contentbedarf mit wenigen Klicks zu decken. Über die fyrfeed-Plattform liefert das Unternehmen seinen Kunden wöchentlich neue publikationsfertige Beiträge für Social Media und Blogs aus, die automatisiert veröffentlicht werden können. Hierfür legen Kunden einmalig den Themenfokus und Kommunikationsstil fest, den Rest erledigt eine Kombination aus künstlicher Intelligenz und einem Team von hochqualifizierten menschlichen Creatives. Der monatliche Zeitaufwand für den Kunden sinkt dadurch auf etwa 5 Minuten. “Content ist King – wir machen ihn auch für kleine und mittelständische Unternehmen bezahlbar”, sagt Dr. Thomas Lindemann, Co-Founder und CEO von fyrfeed.

KI & Mensch: Human-In-The-Loop

Der Ansatz des Berliner KI-Unternehmens, Mensch und Maschine zusammenarbeiten zu lassen, nennt sich Human-In-The-Loop. Dadurch arbeitet jeder auf seiner starken Seite: Die KI erstellt Themenvorschläge, generiert Drafts und führt ein Matchmaking zwischen den Creatives und Kunden durch. Die menschlichen Schreiber:innen, Creatives genannt, optimieren die Beiträge und bringen sie auf Hochglanz. “Premium-Content kann noch nicht durch KI alleine entstehen, dafür ist die Technologie noch nicht weit genug. Aber die Kombination aus Mensch und Maschine ist ein tolles Konzept, um das Beste aus beiden Welten zu kombinieren”, erklärt Dr. Thomas Lindemann. Das Ergebnis ist Content auf dem Niveau teurer Agenturen, der etwa 80% weniger Kosten verursacht.

Team aus 3 Gründern
Das Unternehmen, das 2019 gegründet worden ist, wird von drei Co-Founders geführt, die zuvor Erfahrung in DAX-30-Unternehmen, Startups und internationalen Beratungen gesammelt haben: Dr. Thomas Lindemann (CEO) ist promovierter Verhaltenswissenschaftler und hat vorher bereits zwei Unternehmen aufgebaut, darunter eine Marketing-Agentur; Benjamin Zengler (COO) hat Maschinenbau und Industriedesign studiert und gestaltet die operativen Prozesse des Unternehmens; Ehud Alexander Avner (CTO) ist Experte für Künstliche Intelligenz und verfügt über langjährige Erfahrung in der Sprachverarbeitung in Forschung und Wirtschaft.

Investoren: Business Angels & VCs

“Die Verbindung von Mensch und Maschine im Bereich des Content-Marketings mit einem Fokus auf qualitativ hochwertige Inhalte birgt ein enormes Wachstumspotenzial, weil Content das neue Gold im Marketing ist”, weiß Tom Villinger, Geschäftsführer des Zukunftsfonds Heilbronn (ZFHN), der als Lead-Investor auftritt. Zu den weiteren Investoren der Seed-Runde gehören die IBB Ventures und der VC PrimeCROWD aus Wien. Im Vorfeld hatte das Tech-Unternehmen im Rahmen einer Pre-Seed-Finanzierungsrunde hochrangige Business-Angels für sich gewinnen können, darunter Dan Phillips (ehemaliger CTO Hulu und COO Tivo), Dr. Josef Arweck (Unternehmer, Investor, Ex-Kommunikationschef Porsche), Sven Rawe (Geschäftsführer der Bernstein-Group und Serrienivestor), Dr. Volker Asemann (Serieninvestor), Michael Naumann (Google Moonshots), Julius Göllner (Seriengründer und -investor) sowie Jochen Hummel (Seriengründer und KI-Experte).

Bild Gründungsteam (von links: Ehud Alexander Avner, Dr. Thomas Lindemann, Benjamin Zengler); ©Fyrfeed / Paulina Hildesheim

Weitere Informationen finden Sie hier

Quelle fyrfeed GmbH

Ukraine aktuell 17.05.22

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17. Mai (Reuters) – Es folgen Entwicklungen rund um den Krieg in der Ukraine. Zum Teil lassen sich Angaben nicht unabhängig überprüfen.

19.15 Uhr – WHO alarmiert über Gesundheitsversorgung in der Ukraine

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) zeigt sich alarmiert über die Gesundheitsversorgung in der Ukraine und fordert eine Untersuchung von russischen Angriffen auf das Gesundheitssystem. Seit dem Einmarsch am 24. Februar habe die WHO 226 Angriffe auf Krankenhäuser und ähnliche Einrichtungen festgestellt. „Diese Angriffe sind nicht zu rechtfertigen, sie sind niemals in Ordnung und sie müssen untersucht werden“, sagt der Europachef der WHO, Hans Kluge, in Kiew. Nach seinen Angaben hat jeder dritte Patient keinen guten Zugang zu Medikamenten, braucht jeder fünfte psychologische Hilfe, besteht die Gefahr von Choleraausbrüchen und die sexuelle Gewalt nimmt zu. Russland nimmt nach eigener Darstellung keine Zivilisten ins Visier.

19.03 Uhr – Frankreich will nach eigenen Angaben seine Waffenlieferungen an die Ukraine in den kommenden Tagen intensivieren. Dies habe Präsident Emmanuel Macron in einem Telefonat seinem ukrainischen Kollegen Wolodymyr Selenskyj mitgeteilt, gibt das Präsidialamt in Paris bekannt. Frankreich stehe zudem bereit, zusätzliche Bitten um Hilfe zu erfüllen.

18.42 Uhr – Die ukrainischen Kämpfer aus dem Stahlwerk in Mariupol werden einem Medienbericht zufolge in Gefangenschaft von einem russischen Ermittlungskomitee befragt. Dies sei Teil der Untersuchung von „Kriminalfällen im Zusammenhang mit Verbrechen des ukrainischen Regimes“, meldet die Nachrichtenagentur Tass unter Berufung auf das Komitee.

17.32 Uhr – Deutsche-Bahn-Chef – Bis zu drei Züge pro Tag mit Getreide aus Ukraine

Deutsche-Bahn-Chef Richard Lutz sagt am Berliner Hauptbahnhof, derzeit verließen zwei bis drei mit Getreide beladene Züge pro Tag die Ukraine. Die Lieferungen würden über Polen in andere EU-Länder verteilt. Bisher seien 90 Prozent der ukrainischen Getreide-Exporte über Seehäfen gegangen, die nun wegen des Krieges nicht mehr zur Verfügung stünden. Bundesverkehrsminister Volker Wissing ergänzt, es gebe auch Richtung Ukraine eine Schienen-Brücke, die Hilfsgüter per Bahn ins Krisengebiet bringe. Daran beteiligten sich zahlreiche Firmen und Privatpersonen. „Ich fürchte, dieses Engagement werden wir noch längere Zeit brauchen“, sagt der FDP-Politiker. Er habe der EU-Kommission Unterstützung beim geplanten erleichterten Zugang ukrainischer Gütertransportfirmen zum europäischen Markt zugesagt.

17.14 Uhr – Der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell spricht von „beeindruckenden Verlusten“ der russischen Armee beim Einmarsch in die Ukraine. Dies stehe unter dem Vorbehalt, dass die entsprechenden Angaben stimmten, sagt Borrell nach einem Treffen der EU-Verteidigungsminister in Brüssel. „Wenn es stimmt, dass Russland seit Beginn des Krieges 15 Prozent seiner Truppen verloren hat, ist das ein Weltrekord bei Verlusten für eine Armee bei einem Einmarsch in ein Land.“

16.56 Uhr – Yellen erwartet deutliche Finanzhilfen anderer G7-Partner

US-Finanzministerin Janet Yellen geht von signifikanten Finanzhilfen anderer G7-Partner für die Ukraine aus. Die EU nehme das Thema auch sehr ernst. Japan, Kanada und Großbritannien müssten zudem mitziehen. Russische Öl-Lieferungen könnten auch mit Sonderzöllen belegt werden, ergänzt Yellen. „Es gibt hier einige Optionen.“ Sonderzölle könnte auch kombiniert werden mit anderen Maßnahmen. Wichtig sei, die Abhängigkeit von russischen Öl-Importen schnell zu reduzieren.

16.50 Uhr – Mindestens sieben Busse mit ukrainischen Kämpfern verlassen einem Reuters-Mitarbeiter zufolge unter Begleitung von prorussischen Truppen das Asowstal-Stahlwerk in Mariupol. Einige ihnen sind offenbar nicht verwundet.

16.45 – Der Energiekonzern UniperUN01.DE bezahlt nach eigenen Angaben seine Gaslieferungen aus Russland weiter in Euro. „Wir erhalten die Rechnung in Euro. Und wir bezahlen in Euro auf ein Konto der Gazprombank im Einklang mit dem neuen Zahlungsmechanismus“, erklärt das Unternehmen. Auf diese Weise sei eine fristgerechte Vertragserfüllung gewährleistet. Russland hat mit der Forderung nach einer Zahlung seiner Gaslieferungen in Rubel Sorgen im Westen forciert, dass wie im Fall von Polen und Bulgarien der Gashahn zugedreht werden könnte.

16.03 Uhr – Ukraine erwartet Erholung der Landwirtschaft erst in mehreren Jahren

Die ukrainische Landwirtschaft wird sich nach Regierungsangaben erst in einigen Jahren von den Folgen des Krieges erholen. Dies erklärt Vize-Wirtschaftsminister Taras Katschka auf der Agrar-Konferenz GrainCom in Genf. Die Ukraine ist einer der wichtigsten Exporteure von Getreide und Ölsaat. 

15.26 Uhr – Ein Werk des deutschen Baustoff-Unternehmens Knauf wird bei einem Angriff beschädigt. Eine Rakete habe das Plattenwerk in der Stadt Soledar im Donbass getroffen und in Brand gesetzt, erklärt das Unternehmen. Der Schaden könne noch nicht abgeschätzt werden, weil der Brand wegen anhaltender Kämpfe rund um die Anlage noch nicht gelöscht werden könne. „Soweit wir wissen, sind keine Menschen bei dem Raketenangriff verletzt worden.“

15.15 Uhr – Bei Gaslieferstopp Kohlekraftwerke gefragt

Im Falle eines russischen Gaslieferstopps sollen hierzulande Gaskraftwerke abgeschaltet werden, sofern sie nicht der Netzstabilität dienen. Das sagt der Präsident der Bundesnetzagentur, Klaus Müller, der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“. „Ich erwarte, dass die Kraftwerksbetreiber eine Reihe von Kohlekraftwerken wieder einsetzen können und sollten, um damit Strom zu erzeugen statt aus Gas. Das schmerzt den Klimaschützer in mir, denn die Treibhausgasbilanz verschlechtert sich.“

15.05 Uhr – Der dänische Außenminister Jeppe Kofod fordert eine Ausweitung der Lebensmittel-Herstellung in EU-Staaten. „Natürlich müssen wir mehr produzieren“, sagt er auf die Frage, ob die EU-Staaten mithelfen sollten, die Lücke durch ausgefallene ukrainische Weizenexporte zu füllen. Außenminister Annalena Baerbock spricht von einem „Kornkrieg“ Russlands. Sie werde am Mittwoch an einer von der US-Regierung einberufenen Konferenz teilnehmen, bei der es um die Frage gehen soll, wie man Hungernöte weltweit abwenden kann, kündigt sie an. 

14.45 Uhr – Russlands Präsident Wladimir Putin erklärt, für einige europäische Länder sei es unmöglich, ganz auf Importe russischen Öls zu verzichten. Während eines im Fernsehen übertragenen Treffens mit russischen Öl-Managern erklärt er weiter, die Sanktionen des Westens und das geplante Embargo gegen russisches Öl hätten einen weltweiten Anstieg der Ölpreise verursacht.

14.30 Uhr – Liechtenstein hat nach Angaben von Ministerpräsident Daniel Risch im Zusammenhang mit Russland-Sanktionen bereits Vermögen im Umfang von rund 260 Millionen Schweizer Franken eingefroren. Bei Vermögenswerten, die sich nicht in Liechtenstein befinden, arbeite man mit westlichen Partnern sehr eng zusammen. Kanzler Olaf Scholz lobt, dass Liechtenstein die EU-Sanktionen übernommen habe und selbst umsetzen.


13.57 Uhr – Rettungsdienst – Acht Tote bei Luftangriff im Norden der Ukraine

Acht Menschen sind nach ukrainischen Angaben bei einem Luftangriff auf Desna in der Region Tschernihiw im Norden der Ukraine getötet worden. Weitere zwölf seien verletzt worden, teilt der Rettungsdienst mit. Zuvor hatte der regionale Gouverneur Wiatscheslaw Tschaus gewarnt, zwar seien die Besatzer aus Tschernihiw vertrieben worden, sie könnten aber immer noch zuschlagen. „Ignoriert nicht die Warnungen vor Luftangriffen“, appelliert Tschaus.

13.13 Uhr – Kämpfer des Asow-Regiments haben nach Ansicht eines russischen Unterhändlers kein Recht auf Leben. Russland sollten für diese nationalistischen Kämpfer die Todesstrafe in Erwägung ziehen, sagt Leonid Slutski, der für Russland mit der Ukraine verhandelt. „Sie verdienen es nicht zu leben angesichts der monströsen Menschenrechtsverbrechen, die sie begangen haben und die sie weiterhin an unseren Gefangenen begehen.“

12.34 Uhr – Russland – Kämpfer aus Asowstal werden nach internationalen Standards behandelt

Kämpfer aus dem Stahlwerk Asowstal in Mariupol werden nach Aussagen des russischen Präsidialamts nach internationalen Standards behandelt. Russlands Präsident Wladimir Putin habe dies zugesichert, sagt der Sprecher Dmitri Peskow. Ein russischer Abgeordneter fordert für ukrainische Kriegsverbrecher die Todesstrafe.

12.25 Uhr – Der Ampel-Koalition aus SPD, Grünen und FDP ist es bisher nicht gelungen, beim geplanten 100-Milliarden-Euro-Sonderfonds für eine bessere Ausstattung der Bundeswehr die Union ins Boot zu holen. Grünen-Fraktionschefin Britta Haßelmann lässt vor einer Fraktionssitzung offen, bis wann eine Einigung mit der Oppositionsfraktion erzielt werden soll. „Das werden die nächsten Tage zeigen und die Gespräche, die noch anstehen auf der Fachebene“, sagt Haßelmann. Sie könne sich nicht vorstellen, dass man sich bei der Union einer Initiative zur Stärkung der Bündnis- und Verteidigungsfähigkeit entziehe. Die Ampel benötigt für eine Grundgesetzänderung die Zustimmung der Union.

12.16 Uhr – Russisches Parlament könnte Asow-Kämpfer von Austausch ausschließen

Das russische Parlament erwägt, Kämpfer des ukrainischen Asow-Regiments von einem Gefangenenaustausch auszunehmen. Das geht aus einem Telegram-Dienst hervor, der aus der Duma überträgt. Die Nachrichtenagentur Tass zitiert Duma-Chef Wjatscheslaw Wolodin mit den Worten, dass Nazi-Kriminelle nicht ausgetauscht werden sollten.

12.04 Uhr – Russland weist zwei finnische Diplomaten aus

Russland weist zwei finnische Diplomaten aus. Das teilt das russische Außenministerium mit. Russland sei gegen die von Finnland eingeschlagene Konfrontation gegen das Land, heißt es. Zuvor hatte Finnland zwei russische Diplomaten ausgewiesen. 

12.01 Uhr – Das Land Berlin finanziert mit 300.000 Euro ein Programm zur Unterstützung von Medienschaffenden, die vor dem Krieg aus der Ukraine in die deutsche Hauptstadt geflohen sind. Im Fokus des Projektes „Lokaljournalismus im Exil“ stehen Angebote in ukrainischer und russischer Sprache, die Nachrichten und Service-Informationen für vor dem Krieg in der Ukraine geflüchtete Menschen produzieren und bereitstellen. „Relevante, lokale Informationen sollen den geflüchteten Menschen im Exil dabei helfen, sich in Berlin und in ihren neuen Umgebungen zu orientieren“, sagt die Direktorin der Medienanstalt Berlin-Brandenburg, Eva Flecken. 

11.31 Uhr – Russland – Haben Waffenlieferungen aus den USA und Europa getroffen

Russland hat eigenen Angaben zufolge im Westen der Ukraine Waffenlieferungen aus den USA und Europa zerstört. Raketen hätten Ziele in der Region um Lwiw getroffen, teilt das russische Verteidigungsministerium mit. Das Ministerium bestätigt zudem einen Bericht pro-russischer Separatisten, dass sich im Stahlwerk Asowstal in Mariupol 250 ukrainische Kämpfer ergeben hätten. 51 von ihnen seien verwundet.

11.25 Uhr – Die Ukraine bereitet Vize-Ministerpräsidentin Iryna Wereschtschuk zufolge die nächsten Schritte zur Evakuierung des Stahlwerks Asowstal in Mariupol vor. Details nennt sie bei ihrem Eintrag auf dem Messengerdienst Telegram nicht. „So Gott will, wird alles gut.“

11.15 Uhr – Die Union wirft der Ampel-Regierung vor, ihrer Verantwortung für den verstärkten Anbau von Weizen nicht gerecht zu werden. „Es ist ärgerlich, dass Deutschland das einzige Land in der EU ist, das die von der EU-Kommission eingeräumte Möglichkeit nicht nutzt, Brachflächen für den Anbau von Feldfrüchten zu nutzen“, kritisiert der CDU-Politiker. Angesichts des erheblichen Ausfalls der Ernten durch den Krieg in der Ukraine trage Deutschland aber eine Mitverantwortung dafür, mehr Weizen zu produzieren. Denkbar sei die Ausweitung der Produktion um 800.000 Tonnen. Es sei auch die Frage, ob man nicht das Ziel aussetzen solle, weitere landwirtschaftlich genutzte Flächen stillzulegen.

11.04 Uhr – Russland und die Ukraine führen nach russischen Angaben derzeit keinerlei Gespräche. „Nein, die Verhandlungen gehen nicht weiter“, sagt der russische Vize-Außenminister Andrej Rudenko der Nachrichtenagentur Interfax zufolge. „Die Ukraine hat sich praktisch aus dem Verhandlungsprozess zurückgezogen.“ 

11.00 Uhr – Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat nach eigenen Angaben mit Bundeskanzler Olaf Scholz die Lage an der Front besprochen. Es sei auch um eine mögliche Verschärfung der Sanktionen gegen Russland und die Aussicht auf Frieden gegangen, schreibt der Präsident auf Twitter. Es seien „produktive Gespräche“ gewesen. Sein Land setze auf dem Weg zur EU-Vollmitgliedschaft weiterhin auf die Hilfe Deutschlands. 

10.50 Uhr – Der russische Außenminister Sergej Lawrow sieht keinen großen Unterschied, sollten Schweden und Finnland der Nato beitreten. Die beiden Länder, wie auch andere neutrale Staaten, hätten bereits seit Jahren an Nato-Manövern teilgenommen, sagt Lawrow. „Die Nato kalkuliert ihr Territorium bei der Planung militärischer Vorstöße nach Osten mit ein. In diesem Sinne gibt es also wahrscheinlich keinen großen Unterschied. Mal sehen, wie ihr Territorium in der Praxis im Nordatlantikbündnis genutzt wird.“ Schweden und Finnland haben sich angesichts des russischen Angriffs auf die Ukraine für einen Beitritt zu dem von den USA geführten Militärbündnis ausgesprochen.

08.40 Uhr – Luxemburg – Türkei will US-Zugeständnisse bei Nato-Norderweiterung

Die Türkei will im Ringen um einen Nato-Beitritt Schwedens und Finnlands laut Luxemburgs Außenminister Jean Asselborn Zugeständnisse zum Kauf von US-Kampfjets erreichen. Dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan gehe es nicht wirklich um die von ihm vorgebrachten Einwände wegen der angeblichen Unterstützung terroristischer Gruppen wie der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK durch die beiden Länder, sagt Asselborn im ZDF. „Erdogan will den Preis steigern.“ Er setze darauf, dass ein Kauf von US-Kampfjets nun doch noch zustande komme, der nach der Anschaffung eines russischen Luftabwehrsystems durch die Türkei von der Regierung in Washington gestoppt worden war. Ein solcher Kampfjet-Verkauf an die Türkei sei in den USA jetzt wieder in der Diskussion.

08.10 Uhr – Polen lockert die Grenzkontrollen, um der Ukraine höhere Getreide-Experte zu ermöglichen. Es solle auch das dafür zuständige Personal aufgestockt werden, teilt das ukrainische Landwirtschaftsministerium mit. Zuvor hatten die beiden Länder eine entsprechende Vereinbarung unterzeichnet. Da die Häfen der Ukraine am Schwarzen Meer von Russland blockiert werden, muss das Getreide über die westlichen Grenzen außer Landes gebracht werden. Die Ukraine gehört zu den weltweit größten Getreidelieferanten.

06.45 Uhr – In der westrussischen Provinz Kursk an der Grenze zur Ukraine ist nach Angaben der Behörden ein Dorf unter ukrainischen Beschuss geraten. Drei Häuser und eine Schule in der Grenzortschaft Alexejewka seien getroffen worden, teilte der Gouverneur der Region, Roman Starowoit, auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mit. Es sei allerdings niemand verletzt worden. Russische Grenzsoldaten hätten das Feuer erwidert, um den Beschuss aus großkalibrigen Waffen zu stoppen.

01.15 Uhr – Die Landkreise sehen beim geplanten Anspruch auf Hartz-IV-Leistungen für Geflüchtete aus der Ukraine Probleme bei der Umsetzung. Der Start der Sozialhilfe ab dem 1. Juni könnte an der Bürokratie scheitern. Grund sei ein Mangel an Spezialpapier, sagt der Präsident des Landkreistags, Reinhard Sager, den Zeitungen der „Funke Mediengruppe“. „Die Bundesdruckerei kann derzeit nicht genügend fälschungssichere Dokumentenvorlagen ausliefern, auf denen die Ausländerbehörden ihre Fiktionsbescheinigungen ausstellen.“ Die Bescheinigungen dienen als Nachweis für einen Antrag auf eine Aufenthaltserlaubnis. „Das mag sich anachronistisch anhören, spielt aber im Jahr 2022.“ Die Jobcenter sollten vorübergehend andere Bescheinigungen der Ausländerämter anerkennen können.

Ukraine aktuell 17.05.22

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17.Mai 2022 Der Börsen Vormittag

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17. Mai (Reuters) – Es folgt der Börsen-Ticker zu wichtigen Kursbewegungen an den internationalen Finanzmärkten und ihren Ursachen: 

07.25 Uhr – Die Ölpreise geben leicht nach, nachdem in der Europäischen Union ein Verbot russischer Ölimporte am Widerstand Ungarns gescheitert ist. Die Sorten Brent und WTI verbilligen sich jeweils um rund 0,5 Prozent auf 113,71 und 113,57 Dollar je Barrel. Eine Einigung auf ein sechstes Sanktionspakt gegen Russland wird nun für Ende Mai angestrebt.

17.Mai 2022 Der Börsen Vormittag

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Daimler Truck steigert Gewinn mit dickem Auftragsbuch

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Daimler Truck
Streng limitiert: Der neue Actros L Driver Extent+ Strictly limited: The new Actros L Driver Extent+

Frankfurt, 17. Mai (Reuters) – Der Lkw-Hersteller Daimler Truck hat trotz Lieferproblemen Absatz und Gewinn im ersten Quartal gesteigert. Der bereinigte Betriebsgewinn legte von Januar bis März um elf Prozent auf 651 Millionen Euro zu, wie der Dax-Konzern am Dienstag mitteilte. Der Umsatz wuchs, auch dank Preiserhöhungen, gegenüber dem Vorjahreszeitraum noch stärker um 17 Prozent auf 10,6 Milliarden Euro. Der Weltmarktführer für Schwerlaster lieferte mit 109.000 Fahrzeugen acht Prozent mehr aus als vor Jahresfrist. Daimler hat in der Produktion mit dem Mangel an Halbleitern zu kämpfen, ist aber nicht so stark wie Konkurrent Traton8TRA.DE vom Engpass bei Teilen aus der Ukraine betroffen.

Auch das Geschäft mit Ersatzteilen und Service sowie mit Gebrauchtfahrzeugen sorgte bei Daimler für steigenden Erlös. „Der Auftragsbestand steigt weiter an und erreicht ein neues Rekordhoch“, erklärte das Unternehmen mit Blick auf die hohe Nachfrage. Der Konzern bestätigte den Jahresausblick auf deutlich mehr Absatz, Umsatz und bereinigten Gewinn. Die durch Energie- und Rohstoffpreise kletternden Kosten wollen die Schwaben über höhere Preise bei den Kunden hereinholen.

Daimler Truck erhöhte die Prognosespanne für den Jahresumsatz um zweieinhalb Milliarden Euro auf 48 bis 50 Milliarden Euro. Die bereinigte Rendite soll zwischen sieben und neun Prozent liegen nach 6,1 Prozent 2021. Im ersten Quartal betrugt die Marge 5,9 Prozent. 

Das Einstellen des Russland-Geschäfts im Joint-Venture mit Kamaz kurz nach Ausbruch des Ukraine-Krieges führe zu einer Wertminderung von insgesamt 200 Millionen Euro. Davon seien im ersten Quartal 170 Millionen Euro verbucht worden. Den verlorenen Absatz konnte der Nutzfahrzeughersteller an anderen Märkten sofort ausgleichen. Angesichts möglicher wirtschaftlicher Folgen des Krieges seien striktes Kostenmanagement und Liquiditätssicherung wichtiger denn je, erklärte Finanzchef Jochen Goetz. „Wir lassen hier kein bisschen nach.“

Daimler Truck steigert Gewinn mit dickem Auftragsbuch

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17. Mai 2022 Marktentwicklungen

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Frankfurt, 17. Mai (Reuters) – Es folgt der Reuters-Blick zu wichtigen Entwicklungen in der Unternehmenswelt über die Top-Themen des Tages hinaus:

RWE – Berlin: RWE hat eine weitere grüne Anleihe mit einem Gesamtvolumen von zwei Milliarden Euro emittiert. Die Anleihe wurde in zwei Tranchen von jeweils einer Milliarden Euro mit Laufzeiten bis 2026 und 2030 begeben, wie der Energiekonzern mitteilt. Für die erste Tranche beträgt die Rendite bis zur Fälligkeit 2,2 Prozent. Für die zweite Tranche beläuft sich die Rendite bis zur Fälligkeit auf 2,9 Prozent. Die Emission sei bei den Investoren auf starkes Interesse gestoßen. RWE hatte bereits letztes Jahr zwei Green Bonds mit einem Volumen von insgesamt 1,85 Milliarden Euro begeben. 

SBERBANK- Russlands größte Bank will ihre Börsennotierung in London einstellen. Das von westlichen Sanktionen betroffene Geldhaus teilte mit, dass sein Verwahrer zuvor eine Vereinbarung mit ihm beendet habe. Besitzer der Hinterlegungsscheine könnte diese bis zum 16. Juni in Sberbank-Aktien umtauschen. Die Börse in London sei von dem Vorhaben der Bank in Kenntnis gesetzt worden, den Umlauf der Scheine aufzugeben.

NETFLIX – New York: Der Streaming-Dienst hat die Entlassung von 150 Mitarbeitern angekündigt, die meisten davon in den USA. Dies entspricht etwa zwei Prozent der Angestellten auf dem Heimatmarkt. „Diese Veränderungen sind in erster Linie geschäftlichen Erfordernissen geschuldet und nicht den Einzelleistungen“, hieß es in einer Erklärung. Dies mache den Schritt besonders schwierig. Netflix hatte zuletzt zum ersten Mal seit einem Jahrzehnt einen Rückgang der Kundenzahl hinnehmen müssen. Der weltgrößte Streaming-Anbieter verwies zur Begründung auf den Krieg in der Ukraine, die Inflation und einen scharfen Wettbewerb. 

EURONEXT – Danzig: Die Pariser Mehrländerbörse profitiert von der Übernahme der Borsa Italiana und den starken Schwankungen an den Märkten. Im ersten Quartal stieg der Umsatz um 59 Prozent auf 395,7 Millionen Euro, das bereinigte operative Ergebnis (Ebitda) kletterte um zwei Drittel auf 252,2 Millionen Euro, wie die Euronext mitteilte. Für die Mailänder Börse hatte sie im vergangenen Jahr 4,4 Milliarden Euro gezahllt. Euronext-Chef Stephane Boujnah erwartet, dass der Zusammenschluss in diesem Jahr größere Kosteneinsparungen bringt und zugleich weniger Integrationskosten verursacht als bisher geplant. Die Euronext betreibt unter anderem die Börsen in Paris und Amsterdam.

JD.COM – Peking: Die jüngsten Lockdowns in China haben das Geschäft des Onlinehändlers wiederbelebt. Der Umsatz legte im ersten Quartal um 18 Prozent auf 239,7 Milliarden Yuan (33,8 Milliarden Euro) zu, wie JD.com mitteilte. Das lag über den Erwartungen der Analysten. Angesichts geschlossener Läden in Metropolen wie Shanghai bestellten wieder mehr Chinesen im Netz.

DEUTSCHE TELEKOM – München: Der Telekom-Konzern überträgt in seinem Internet-Abonnement-Angebot „Magenta TV“ die Spiele der Deutschen Eishockey Liga (DEL) bis mindestens zur Saison 2027/28 live. Der seit 2016 laufende Vertrag mit der DEL sei vorzeitig um vier Jahre verlängert worden, teilte die Deutsche Telekom mit. In der abgelaufenen Saison hätten mehr als 20 Millionen Zuschauer die Spiele verfolgt, doppelt so viele wie zu Beginn der Zusammenarbeit. Die Übertragungsrechte an der Basketball-Bundesliga BBL hatte Magenta TV kürzlich an S-Nation Media verloren, die neue Sport-Streaming-Plattform des ehemaligen DFL-Chefs Christian Seifert und des Medienkonzerns SpringerKKR.N. Seifert will dort Fernsehrechte an Ligen außerhalb des Fußballs bündeln.

HOME DEPOT – Bangalore: Die US-Baumarktkette profitiert vom anhaltenden Trend zum Heimwerken und hat ihre Ziele daher angehoben. Der Vorstand erwartet für 2022 nun ein dreiprozentiges Umsatzplus. Analysten rechneten bisher mit einem Zuwachs um 1,4 Prozent. Der Gewinn je Aktie soll um einen mittleren einstelligen Prozentsatz zulegen statt im niedrigen einstelligen Bereich. Im ersten Quartal stiegen die Erlöse um 2,2 Prozent, Analysten hatten mit einem Rückgang um 2,7 Prozent gerechnet. Der Gewinn je Aktie erreichte 4,09 Dollar und übertraf die Schätzungen von 3,68 Dollar. Die Zuwächse von Home Depot dürften die Bedenken des Marktes, die Inflation könnte die Verbraucherausgaben bremsen, für eine Weile zerstreuen, kommentierte Oppenheimer-Analyst Brian Nagel.

VIENNA INSURANCE GROUP  – Wien: Der Versicherer hat im ersten Quartal eine zweistellige Prämiensteigerung verbucht. Dank Zuwächsen in allen Geschäftssparten legten die Prämien um 11,2 Prozent auf 3,45 Milliarden Euro zu, teilte das Unternehmen mit. Der Vorsteuergewinn sank hingegen um rund 3,3 Prozent auf 123,8 Millionen Euro. VIG begründete das mit Vorsorgen im Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine, die das Finanzergebnis schmälern. Aufgrund der schwer abschätzbaren wirtschaftlichen Auswirkungen wurden Vorsorgen in der Höhe von rund 75 Millionen Euro gebildet. Insgesamt sollte der Krieg aber keinen starken Einfluss auf die Ergebnisse haben. VIG-Chefin Elisabeth Stadler rechnet daher für das laufende Geschäftsjahr mit einer positiven operativen Entwicklung. 

SONOVA – Zürich: Der Schweizer Hörgerätehersteller hat die Corona-Delle ausgebügelt und ist im Geschäftsjahr 2021/22 um 29,3 Prozent auf 3,36 Milliarden Franken Umsatz gewachsen. Der Gewinn des Weltmarktführers zog auf 663,6 (Vorjahr 585,3) Millionen Franken an. Die Dividende solle um 37,5 Prozent auf 4,40 Franken pro Aktie angehoben werden. Sonova sei zuversichtlich, dass der Marktaufschwung anhalte. Einschließlich der jüngsten Zukäufe peile der Konzern für das laufende Geschäftsjahr 2022/23 bei konstanten Wechselkursen ein Umsatzplus von 17 bis 21 Prozent und ein Wachstum des bereinigten operativen Ergebnisses (Ebita) von zwölf bis 18 Prozent an.

GRAND CITY – Düsseldorf: Die Immobilienfirma hat im ersten Quartal zugelegt. Das für die Branche entscheidende operative Ergebnis (FFO I) stieg um drei Prozent auf 48,8 Millionen Euro. Die Nettomieteinnahmen kletterten um sieben Prozent auf 97,1 Millionen Euro. 

ABB – Zürich: Der Geschäftsbereich Antriebstechnik des Schweizer Elektrotechnikkonzerns will das Marktwachstum deutlich übertreffen. Dank eines energieeffizienten Produktangebots, der Preispolitik und kleineren Zukäufen habe sich der Bereich vorgenommen, 1,5 mal schneller als der Markt zu wachsen, teilte die Firma am Dienstag anlässlich eines Kapitalmarkttages mit. Für seinen Markt erwarte der Bereich ein Wachstum über dem Wirtschaftswachstum, weil die Industrie die Energieeffizienz und die Dekarbonisierung ihrer Prozesse vorantreiben werde. Die Antriebstechnik wolle auch zu dem ab 2023 angepeilten konzernweiten Rentabilitätsziel von mindestens 15 Prozent beitragen.

17. Mai 2022 Marktentwicklungen

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17.Mai 2022 Dax zur Eröffnung höher erwartet

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Frankfurt, 17. Mai (Reuters) – Am Dienstag wird der Dax Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge höher starten. Zum Wochenanfang war der deutsche Leitindex nach enttäuschenden Konjunkturdaten aus China erneut unter die Marke von 14.000 Punkten gefallen und 0,5 Prozent schwächer mit 13.964 Zählern aus dem Handel gegangen. Hier lesen.

Grafik : Agena Trader, Download Grafik.

Dax fällt
ScreenShot AgenaTrader 16. Mai 2022

Damit bleibe das fundamentale Umfeld für den Aktienmarkt wackelig, sagte Konstantin Oldenburger, Analyst beim Handelshaus CMC Markets.

Rückschlüsse auf die Aussichten für die Weltwirtschaft erhoffen sich Anleger im Tagesverlauf von den US-Einzelhandelsumsätzen. Auf der Konjunkturseite steht zudem die erste Schätzung für das Bruttoinlandsprodukt zum Jahresauftakt in der Euro-Zone an.

Die Bilanzsaison neigt sich indes ihrem Ende entgegen. Einblicke in ihre Bücher gewähren unter anderem noch der Lkw-Bauer Daimler Truck, die Immobilienfirma Grand City Properties, der paneuropäische Börsenbetreiber Euronext und der Telekommunikationsriese Vodafone.

Schlusskurse europäischer Indizes am vorangegangenen HandelstagStand
Dax<.GDAXI>13.964,38
Dax-Future<FDXc1>14.060,00
EuroStoxx50<.STOXX50E>3.685,34
EuroStoxx50-Future<STXEc1>3.693,00
Schlusskurse der US-Indizes am vorangegangenen HandelstagStandVeränderung
Dow Jones<.DJI>32.223,42+0,1 Prozent
Nasdaq<.IXIC>11.662,79-1,2 Prozent
S&P 500<.SPX>4.008,01-0,4 Prozent
Asiatische Indizes am DienstagStandVeränderung
Nikkei<.N225>26.639,20+0,4 Prozent
Shanghai<.SSEC>3.082,66+0,3 Prozent
Hang Seng<.HSI>20.395,66+2,2 Prozent

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Frankreich soll erstmals seit 30 Jahren wieder Ministerpräsidentin bekommen

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Paris, 16. Mai (Reuters) – In Frankreich ist erstmals seit 30 Jahren wieder eine Frau für den Posten des Ministerpräsidenten vorgesehen. Präsident Emmanuel Macron nominierte am Montag die bisherige Arbeitsministerin Elisabeth Borne zur Nachfolgerin des kurz zuvor zurückgetretenen Ministerpräsidenten Jean Castex. Die 61-Jährige hat vor ihrem Eintritt in das Kabinett unter Macron berufliche Erfahrungen als Mitarbeiterin zahlreicher sozialistischer Minister sammeln können. Während ihrer Amtszeit als Arbeitsministerin sank die Arbeitslosigkeit auf den niedrigsten Stand seit 15 Jahren. 

Borne gilt als diskrete Technokratin und hat sich während Macrons erster Amtszeit als eiserne Verhandlungsführerin gegenüber den Gewerkschaften einen Namen gemacht. Für ein öffentliches Amt hat sie noch nie kandidiert. „Sie ist ein echter Workaholic, jemand, der bis 03.00 Uhr morgens durchhält und um 07.00 Uhr morgens wieder da ist“, sagte ein ehemaliger Mitarbeiter von Borne.

Mit der Nominierung von Borne reagiert Macron auch auf das Wahlergebnis bei seiner Wiederwahl vor einem Monat. Zwar konnte er sich in der Stichwahl deutlich gegen seine rechtspopulistische Rivalin Marine Le Pen durchsetzen. Allerdings wuchsen die Kräfte an den linken und rechten Extremen des Parteienspektrums. Mit Borne soll nun eine Politikerin mit umwelt- und sozialpolitischer Glaubwürdigkeit Ministerpräsidentin werden. Vor ihrer Nominierung hatte am Montag Amtsinhaber Jean Castex seinen Rücktritt eingereicht, und damit den Weg für einen Umbau des Kabinetts freigemacht.

Frankreich soll erstmals seit 30 Jahren wieder Ministerpräsidentin bekommen

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Thyssen-Stahlbetriebsrat macht Druck für Umbau

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Duisburg, 16. Mai (Reuters) – Die Arbeitnehmervertreter der Stahlsparte von Thyssenkrupp haben vom künftigen NRW-Regierungschef mehr Unterstützung für den Umbau zu einer klimafreundlichen Produktion gefordert. „Vom zukünftigen Ministerpräsidenten erwarte ich einen Stahlgipfel in NRW mit allen relevanten politischen und wirtschaftlichen Akteuren“, sagte Stahlbetriebsratschef Tekin Nasikkol am Montag nach einer Betriebsversammlung in Duisburg. Thyssenkrupp dürfe keine Zeit verlieren, da die Konkurrenz wie etwa der schwedische Konkurrent 

SSAB mit grünem Stahl auf die Märkte dränge. Insbesondere müsse die Frage der Förderung rasch geklärt werden. „Der Ball liegt jetzt eindeutig im Feld der Politik.“

Thyssenkrupp will bis Ende 2024/Anfang 2025 in Duisburg eine so genannte Direktreduzierungsanlage errichten, mit der klimaschonend Stahl produziert werden kann. Die Kosten allein für diese Anlage schätzt der Konzern auf rund eine Milliarde Euro. 50 Prozent der Kosten solle durch Fördergelder getragen werden, die die EU freigeben muss. Dies ist bislang nicht geschehen. Ohne diese Mittel könne Thyssenkrupp keine Investitionsentscheidung treffen, erklärte Nasikkol. Diese müsse „in diesem Jahr getroffen werden.“ Sonst drohe das Unternehmen den Anschluss zu verlieren.

Unterdessen wird die Kurzarbeit in der Stahlsparte zurückgefahren. Im April seien 900 Beschäftigte in Kurzarbeit gewesen und im Mai rund 600, berichtete Nasikkol. Im Juni werde das weiter zurückgefahren – möglicherweise bereits komplett.

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Einigung über Sondervermögen Bundeswehr verschoben – CDU zeigt auf Grüne

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Berlin, 16. Mai (Reuters) – Der Bundestag wird sich nach Angaben von SPD-Co-Chef Lars Klingbeil in dieser Woche nicht mehr mit dem sogenannten Sondervermögen Bundeswehr über 100 Milliarden Euro befassen. Das sagte Klingbeil am Montag in Berlin.

CDU-Chef Friedrich Merz machte dafür allein die Grünen verantwortlich: „Es gibt da nach meiner Einschätzung (…) eine Übereinstimmung von CDU/CSU, SPD und FDP. Aber die Grünen sind nicht so weit.“ Grünen-Co-Chef Omid Nouripour betonte indes, man habe keinen Zeitdruck. „Wir haben nicht endlos Zeit, das wissen wir. Aber man muss es auch nicht übers Knie brechen.“ 

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hatte nach dem russischen Einmarsch in die Ukraine ein Sondervermögen Bundeswehr mit einem Volumen von 100 Milliarden Euro angekündigt, das im Grundgesetz verankert werden soll. Dazu braucht die Ampel-Koalition von SPD, Grünen und FDP auch die Zustimmung der Union. CDU und CSU haben dafür Bedingungen gestellt.

Dazu gehört etwa, dass die 100 Milliarden ausschließlich für eine bessere Ausstattung der Bundeswehr verwendet werden sollen. Die Grünen und das Auswärtige Amt wollen aber einen Teil des Geldes für andere Projekte abzweigen. Das Auswärtige Amt rudere jedoch immer weiter zurück, so dass man letztlich mit einer Einigung rechne, hieß es in Verhandlungskreisen. 

Einigung über Sondervermögen Bundeswehr verschoben – CDU zeigt auf Grüne

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