Freitag, März 20, 2026
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Russen kaufen vermehrt türkische Immobilien – Zahl verdoppelt

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Istanbul, 17. Mai (Reuters) – Auch dank der starken Nachfrage von Russen sind die türkischen Verkäufe von Häusern und Eigentumswohnungen im April nach oben geschossen. Die Zahl stieg um 38,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat auf 133.058 Einheiten, wie das Statistikamt am Dienstag mitteilte.

Die Geschäfte mit ausländischen Kunden wuchsen dabei mit 58,1 Prozent überdurchschnittlich stark. Allein die Abschlüsse mit Russen haben sich dabei binnen eines Monats mehr als verdoppelt – von 547 im März auf 1152 im April. Aus keinem anderen Land kommen mehr Immobilienkäufer. Auf den Plätzen zwei und drei folgen Iraner und Iraker.

Reiche Russen haben die Türkei nach dem Beginn des Einmarsches in der Ukraine am 24. Februar als sicheren Hafen für ihr Geld entdeckt, während westliche Staaten mit Sanktionen auf die Krieg reagierten und dabei auch Einzelpersonen belegten. „Das sind reiche Russen, aber keine Oligarchen“, sagte der Mitgründer der Immobilienfirma Golden Sign in Istanbul, Gul Gul, der Nachrichtenagentur Reuters über seine russische Kundschaft. „Es gibt Kunden, die drei bis fünf Wohnungen kaufen.“

Für Ausländer sind Immobilieninvestitionen in der Türkei auch wegen der schwächelnden Landeswährung Lira attraktiv. Diese hat allein im vergangenen Jahr um 44 Prozent zum Dollar abgewertet und ihre Talfahrt auch 2022 fortgesetzt. Das macht Käufe für ausländische Investoren preislich attraktiver.

Nicht nur die Immobilienwirtschaft, sondern auch die türkische Tourismusbranche ist auf Kundschaft aus Russland angewiesen. Im vergangenen Jahr kamen 4,7 Millionen russische Touristen in die Türkei, was einem Anteil von 19 Prozent der ausländischen Besucher entspricht. Aus der Ukraine kamen weitere zwei Millionen Gäste. In den ersten Wochen nach Kriegsbeginn ist die Zahl der Buchungen aus diesen beiden Ländern eingebrochen.

Russen kaufen vermehrt türkische Immobilien – Zahl verdoppelt

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Storyblok erhält 47 Millionen Dollar in Series B

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Storyblok, Anbieter eines Headless Content Management System (CMS), das es Entwicklern und Marketingverantwortlichen ermöglicht, leistungsstarken Content auf jede digitale Plattform zu liefern, gibt heute den Abschluss seiner 47 Millionen Dollar schweren Series B bekannt.

Angeführt wird die Finanzierungsrunde von Mubadala Capital und HV Capital. Die bestehenden Investoren 3VC und firstminute capital beteiligen sich ebenfalls erneut. In den vorherigen Finanzierungsrunden hatte Storyblok 11 Millionen Dollar eingesammelt.

Seit der letzten Finanzierungsrunde im Februar 2021 erweiterte Storyblok sein Team in 38 Ländern um das Fünffache. Die Anzahl der Nutzer, Projekte und Agenturpartner hat sich im gleichen Zeitraum mehr als verdoppelt. Die Finanzierungsrunde wird genutzt, um die Produktinnovation, das Wachstum in den USA und vor allem in Europa sowie das Wachstum des Ökosystems von Partnern und Apps weiter zu beschleunigen – zudem ist eine Expansion in den asiatisch-pazifischen Raum geplant.

Das Unternehmen Storyblok wurde 2017 von Dominik Angerer und Alexander Feiglstorfer während ihrer gemeinsamen Zeit bei einer Webentwicklungsagentur gegründet. Ihre Erfahrung mit traditionellen Content-Management-Systemen und ihre damit verbundene Suche nach einem besseren System inspirierte sie. Das Ergebnis: Die Entwicklung eines Headless-CMS, das sowohl für Entwickler als auch für Content-Redakteure geeignet ist und somit für alle Benutzergruppen einfach zu bedienen ist.

Storyblok wird derzeit von 74.000 Entwicklern und Vermarktern aus über 130 Ländern für ca. 120.000 Projekte genutzt. Führende Marken wie Adidas, Renault und Marc O’Polo verwenden Storyblok, um Inhalte zu organisieren und bessere Geschichten zu erzählen – weltweit und unmittelbar auf allen Kanälen gleichzeitig.

„Wir haben ab dem ersten Tag an Storyblok geglaubt und auch die Geschwindigkeit, mit der das Unternehmen seit unserem Series-A-Investment skaliert ist, ist bemerkenswert. Die starke organische Reichweite von Storyblok ist ein echter Beweis für die Qualität des Produkts, das Dominik und Alex entwickelt haben. Wir freuen uns, unsere Partnerschaft mit dem Storyblok-Team fortzusetzen“, sagt Fatou Bintou Sagnang, Partner bei Mubadala Capital Ventures.

„Als echtes Remote-Unternehmen mit einem globalen Kundenstamm ist Storyblok in einer einzigartigen Position. Dadurch spielen sie eine führende Rolle auf dem globalen CMS-Markt. Die Remote-First-Philosophie des Unternehmens und die Vision von Dominik und Alexander verschaffen dem Unternehmen zudem enorme Vorteile bei der schnellen globalen Skalierung des Produkts. Das hat unser Investment-Team schnell überzeugt. Wir freuen uns, mit Storyblok und dem innovativen Team zusammenzuarbeiten, um das Wachstum des Unternehmens weiter zu unterstützen“, so Jannis Fett, Investment Manager bei HV Capital.

Headless CMS stellt die nächste Generation von Content Management Systemen dar und verspricht ein deutlich höheres Maß an Flexibilität. Storyblok ist das einzige Headless CMS, das von Anfang an für Entwickler und Vermarkter entwickelt wurde. Der bevorstehende Produktlaunch des neuen Storyblok CMS bringt außerdem Verbesserungen für das Digital Asset Management, die visuelle Bearbeitung und die Echtzeit-Zusammenarbeit. Dadurch wird auch der Alltag für das Content-Team weiter vereinfacht. Diese Updates machen es Unternehmen noch einfacher, die volle Kontrolle über ihre Inhalte in einer Welt zu haben, in der Unternehmen überall gleichzeitig präsent sein müssen: Websites, Mobile, IoT, das Metaverse und weitere Sparten darüber hinaus.

„Die Art und Weise, wie wir Inhalte online verwalten zu verändern, ist ein ehrgeiziges Ziel. Dafür braucht es die Unterstützung mutiger Investoren“, sagt Dominik Angerer, Mitgründer und CEO von Storyblok. „HV Capital, Mubadala Capital, 3VC und firstminute capital sehen den massiven Bedarf und damit auch die Möglichkeit, unseren Leitgedanken ‚Publish once, deploy everywhere’ zum neuen Standard im Enterprise Content Management zu machen.“

Bild Die beiden Gründer Dominik Angerer und Alexander Feiglstorfer 

Quelle YPS.Agency im Auftrag der Storyblok GmbH

Friedensprozess in Libyen in Gefahr – Kämpfe in Tripolis

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Tripolis, 17. Mai (Reuters) – In Libyen sind die Spannungen zwischen den im Land rivalisierenden Fraktionen in Gewalt umgeschlagen. In Tripolis kam es am Dienstag zu Kämpfen, als der vom Parlament ernannte Ministerpräsident Fathi Baschagha in der Nacht in die Hauptstadt vordrang und die Regierungsgeschäfte übernehmen wollte. Reuters-Reportern zufolge waren Schüsse zu hören. Das Fernsehen zeigte Video-Clips, auf denen Kämpfe im Zentrum und im Hafen der Stadt zu sehen sein sollen. Schulen wurden geschlossen. Baschagha habe die Stadt inzwischen wieder verlassen, erklärte sein Büro. 

In den vergangenen Monaten war in Libyen die Furcht vor einem Wiederaufflammen des 2020 mit einem Waffenstillstand gestoppten Bürgerkriegs gewachsen. Die Ernennung Baschaghas Anfang des Jahres führte zu einem Stillstand der Friedensbemühungen des in eine östliche und westliche Fraktion gespaltenen Landes. Der vom Parlament abgesetzte Ministerpräsident Abdulhamid al-Dbeibah will seinen Posten nicht räumen, dies könne nur nach einer Wahl geschehen und nicht nach einer Parlamentsabstimmung. Baschagha hatte mehrfach versucht, in die Hauptstadt zu gelangen, wurde aber aufgehalten. Vergangene Woche erklärte er, von Sirte aus arbeiten zu wollen. 

Eigentlich waren als Teil des von den UN beaufsichtigten Friedensprozesses für vergangenen Dezember Wahlen vorgesehen. Allerdings zerstritten sich die rivalisierenden Fraktionen über die Wahlregeln, bislang ist es zu keiner Abstimmung gekommen. 

Seit dem Sturz des langjährigen Machthabers Muammar al-Gaddafi im Jahr 2011 herrscht Chaos in dem ölreichen nordafrikanischen Land. 2014 spaltete es sich in eine östliche und eine westliche Kriegspartei. Der Kommandeur der östlichen Bürgerkriegspartei, Chalifa Haftar, ist für viele Bürger im Westen des Landes ein rotes Tuch, seit er 2019/20 versuchte, Tripolis zu erobern und dabei Teile der Hauptstadt in Schutt und Asche legte.

Friedensprozess in Libyen in Gefahr – Kämpfe in Tripolis

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Lyntics launcht mit 3,2 Millionen Euro Seed-Investment 

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Erste Finanzierungsrunde mit Senovo und Ventech 

Szeneköpfe und Salesforce-Marketer als Business Angels 

Münchner Tech-Startup hilft Unternehmen beim Aufbau von Data Literacy und der Demokratisierung ihres Daten-Knowhows 

Die Data Literacy Platform Lyntics gibt heute ihren Launch und die Seed-Finanzierung in Höhe von 3,2 Millionen Euro bekannt. Diese Runde wurde von Senovo, einem auf B2B-SaaS spezialisierten VC-Fond, und Ventech, einer pan-europäischen VC-Firma für early-stage Tech-Startups, geleitet. Lyntics wird auch von renommierten Business Angels unterstützt, unter anderen von Guntram Friede, ehemals Head of Marketing bei Salesforce und MuleSoft.

Data Literacy – die Fähigkeit, Daten nicht nur nutzen zu wollen, sondern auch die Strukturen dahinter zu verstehen, auszuwerten und anzuwenden – ist eine der größten Herausforderungen moderner, datengetriebener Unternehmen. Die Data Literacy Plattform von Lyntics sammelt alle vorhandenen Arbeitsergebnisse über Abteilungs- und Unternehmensgrenzen hinweg und extrahiert, speichert und visualisiert die enthaltenen Logiken, Beziehungen und Informationen. Dieses Wissen wird für alle Mitarbeitenden im Unternehmen sofort verwendbar und durchsuchbar. 

Die Gründer Andreas Kloetzel und Thomas Kerschbaumer gehörten beide zu den ersten Mitarbeitern des Process Mining Decacorns Celonis, bevor sie 2017 das Beratungs- und Implementierungsunternehmen Processand gründeten. Aus dem Datenanalysegeschäft heraus entwickelten beide bereits seit 2018 an einer internen Knowhow-Plattform. Das große Kundeninteresse führte im November 2021 zum offiziellen Lyntics Launch. 

“Früher konnten sich Unternehmen problemlos auf einige wenige Daten- und Business Intelligence-Spezialisten verlassen”, erklärt Andreas Kloetzel“Heute sind datenbasierte Entscheidungen in allen Unternehmensbereichen erfolgskritisch. Deshalb muss fast jeder zum Datenexperten werden, um echten Business Value zu schaffen.” 

Laut dem Analyse- und Beratungsunternehmen Gartner wird Data Literacy bis 2023 für die Steigerung des Geschäftswerts von entscheidender Bedeutung sein. Bei der jährlichen Umfrage unter Chief Data Officers wurde fehlende Datenkompetenz als das zweitgrößte Hindernis für eine erfolgreiche Datenstrategie eingestuft. 

“Echte Datenexperten sind selten. Die meisten Unternehmen haben große Mühe, die passenden Mitarbeiter zu finden und zu halten – zumal viele von ihnen bald in den Ruhestand gehen werden”, berichtet Thomas Kerschbaumer“Aber Data Literacy ist schwer skalierbar. Mit Lyntics wollen wir genau das ändern und das Wissen einiger für alle zugänglich machen.” 

Mit ihrem Produkt und ihrer Vision konnte das Team von Lyntics namenhafte Tech-Investoren für sich gewinnen. 

“Daten sind im 21. Jahrhundert Gold wert. Heute bestehen die meisten IT-Systeme aus Hunderttausenden von Datenbanktabellen mit kryptischen Namen. Und selbst die Spitzenunternehmen in ihrer jeweiligen Branche, die riesige Mengen an Daten besitzen, können diese nicht schnell und effizient nutzen. Das macht die Beantwortung scheinbar einfacher Fragen für Datenwissenschaftler sehr kompliziert“, kommentiert Stephan Wirries, Partner bei Ventech, „Genau hier sehen wir das große Potenzial von Lyntics. Als digital fokussierter pan-europäischer VC freuen wir uns, Lyntics seit der frühen Entwicklungsphase zu unterstützen. Und wir sind zutiefst davon überzeugt, dass der Knowledge Graph und die Workbench von Lyntics den Kunden helfen werden, schneller als je zuvor die richtigen Antworten zu finden.“ 

“Aufgrund der jahrelangen Erfahrung aus mehr als hundert Data Analytics Projekten bringt das Team von Lyntics das notwendige Knowhow und ein tiefes Verständnis der Probleme ihrer Kunden mit. Wir freuen uns, durch die Finanzierung Lyntics’ Vision datenkompetenterer Unternehmen zu unterstützen”, ergänzt Lucas Behem von Senovo

Lyntics richtet sich vorrangig an mittelständische Unternehmen und Großkonzerne und arbeitet bereits mit namhaften Kunden aus den Bereichen Telekommunikation, Automotive, Industrie, Konsumgüter und Medizintechnik zusammen. Das Unternehmen wird das neue Kapital nutzen, um in die weitere Produktentwicklung und den Ausbau von Vertrieb und Marketing zu investieren. 

Quelle Lyntics GmbH

Dax-Anleger trotzen Konjunktursorgen

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Frankfurt, 17. Mai (Reuters) – Dax-Anleger unternehmen einen weiteren Vorstoß, die Konjunktursorgen hinter sich zu lassen. Der deutsche Leitindex zog zur Eröffnung am Dienstag um 0,8 Prozent auf 14.075 Punkte an. „Der DAX kämpft gegen seinen Abwärtstrend“, sagte Thomas Altmann, Portfolio-Manager vom Vermögensverwalter QC Partners. Für Zuversicht sorgte die Aussicht auf ein Auslaufen der Corona-Restriktionen in China im Zuge gesunkener Infektionszahlen.

Bei den Einzelwerten zogen die Titel von Daimler Truck in den ersten Handelsminuten um bis zu 6,4 Prozent an. Der Lkw-Hersteller hat trotz Lieferproblemen Absatz und Gewinn im ersten Quartal gesteigert.

Bei Umsatz und Ergebnis habe der Konzern über den Erwartungen gelegen, sagte ein Händler. Dagegen gaben die Titel der Immobilienfirma Grand City Properties nach Vorlage der Quartalszahlen rund ein Prozent nach.

Dax-Anleger trotzen Konjunktursorgen

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Bettensteuer ist mit dem Grundgesetz vereinbar

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Karlsruhe, 17. Mai (Reuters) – Die von zahlreichen Städten erhobene Bettensteuer für private Hotelübernachtungen ist mit dem Grundgesetz vereinbar. Das Bundesverfassungsgericht wies die von mehreren Hotelbetreibern aus Hamburg, Bremen und Freiburg im Breisgau erhobenen Verfassungsbeschwerden als unbegründet zurück.

Die Steuer belaste die betroffenen Betriebe nicht übermäßig, begründeten die Karlsruher Richter am Dienstag ihre Entscheidung. Die Länder hätten auch die Befugnis gehabt, das entsprechende Gesetz zu erlassen. 

Nach der Entscheidung des Ersten Senats könnten die Städte von Verfassungs wegen auch berufliche Übernachtungen mit einer Bettensteuer belegen. Damit ist es möglich, die Abgabe auf Hotelübernachtungen sogar auszuweiten. 

Die Bettensteuer wird seit Jahren von immer mehr Städten erhoben. Privatpersonen, die in Hotels oder Pensionen übernachten, müssen pro Nacht eine Abgabe bezahlen. Vor allem nachdem im Jahr 2010 die Mehrwertsteuer für Hotelübernachtungen von 19 Prozent auf sieben Prozent gesenkt worden war, führten Kommunen eine Bettensteuer ein, um die dadurch entstandenen Einnahmeverluste auszugleichen.

Allerdings wird sie bisher nur von Privatpersonen erhoben. Geschäftsreisende sind von der Abgabe befreit, weil das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig im Jahr 2012 eine solche Unterscheidung für notwendig hielt. Diese wurde vom Bundesverfassungsgericht jetzt aber nicht gesehen.

Bettensteuer ist mit dem Grundgesetz vereinbar

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Vodafone gibt sich vorsichtig für Geschäftsjahr 22/23

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London/Berlin, 17. Mai (Reuters) – Vodafone ist wegen der hohen Inflation für das laufende Geschäftsjahr auf der Hut. Er rechne mit einem bereinigten Betriebsergebnis (EbitdaaL) zwischen 15 und 15,5 Milliarden Euro, teilte der britische Mobilfunker am Dienstag mit. Damit könnte es auch zu einem Ergebnisrückgang kommen. In dem im im März abgelaufenen Geschäftsjahr legte das Ergebnis dank eines starken Deutschlandgeschäfts noch um fünf Prozent auf knapp 15,21 Milliarden Euro zu.

Allerdings lag das am unteren Ende der vom Unternehmen selbst ausgegebenen Spanne und auch unter den Erwartungen von Analysten. Die Aktie fiel denn auch zum Handelsstart um 1,7 Prozent. Der Umsatz kletterte um vier Prozent auf 45,58 Milliarden Euro. 

Das Ergebnisplus verdankten die Briten zu großen Teilen ihrem größten Markt, dem Deutschlandgeschäft. Dort stieg das bereinigte Betriebsergebnis von April bis März um 6,5 Prozent auf 5,67 Milliarden Euro. Vodafone-Deutschland-Chef Hannes Ametsreiter verlässt nach sieben Jahren das Unternehmen. Ihm folgt am 1. Juli Philippe Rogge nach. 

Vodafone konzentriert sich inzwischen stärker auf Europa und Afrika und setzt auf Einsparungen, kommt aber nur langsam voran. Erst im vergangenen Jahr hatte das Unternehmen seine Funkmasten-Tochter Vantage Towers  auf das Frankfurter Parkett gebracht, die Einnahmen zum Schuldenabbau genutzt und auch andernorts das Portfolio verschlankt. Inzwischen schaut sich Vantage Towers nach Zukäufen um und hat dafür Insidern zufolge auch das Funkturmgeschäft der Deutschen Telekom in das Visier genommen.

Firmenchef Nick Read sprach nun lediglich davon, „aktiv Möglichkeiten für Vantage zu verfolgen“ und die Marktstellungen in Europa verbessern zu wollen. Erst im Februar hatte er mögliche Fusionen mit europäischen Wettbewerbern in einzelnen Märkten erwähnt.

Vodafone gibt sich vorsichtig für Geschäftsjahr 22/23

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Deutsche wandern in Europa am liebsten in die Schweiz aus

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Berlin, 17. Mai (Reuters) – Auswanderer aus Deutschland zieht es unter allen europäischen Staaten nach wie vor am häufigsten in die Schweiz. Anfang 2021 hatten rund 309.000 deutsche Staatsbürgerinnen und -bürger ihren Wohnsitz im südlichen Nachbarland, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag mitteilte. Die Zahl steigt demnach seit Jahren.

Im Vergleich zu 2020 lag der Zuwachs bei rund 2100 Personen oder 0,7 Prozent. Auf Platz zwei der Auswandererziele folgt Österreich, wo 2021 rund 209.000 Deutsche ihren Wohnsitz hatten. Der Anstieg betrug vier Prozent oder etwa 8700 Personen. „Gemeinsam ist beiden Staaten, dass der Wohnortwechsel für Deutsche durch die räumliche Nähe und die fehlende Sprachbarriere erleichtert wird.“ Mitunter dürften in der Schweiz zum Teil auch steuerliche Aspekte eine Rolle spielen.

Die drittgrößte Gruppe deutscher Staatsbürger – rund 140.000 Personen – lebte in Spanien. In Frankreich sind es 83.000, in den Niederlanden 81.000.

Die Schweiz ist auch das Land in Europa, dessen Staatsbürgerschaft Deutsche zuletzt am häufigsten erwarben: 2020 waren es 6900 Einbürgerungen, damit 4,3 Prozent mehr als 2019 und zugleich ein Rekord. In puncto Einbürgerungen an zweiter Stelle lag Schweden: Gut 1400 Deutsche wurden 2020 schwedische Staatsbürgerinnen und -bürger.

Deutsche wandern in Europa am liebsten in die Schweiz aus

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Daimler Truck erwartet Bessere Chip-Versorgung im zweiten Halbjahr

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Frankfurt, 17. Mai (Reuters) – Der Halbleitermangel wird nach Einschätzung von Daimler Truck im zweiten Halbjahr nachlassen. Fehlende Chips beeinträchtigten die Produktion seit Sommer letzten Jahres, erklärte Finanzchef Jochen Goetz am Dienstag. „Wir sehen Verbesserungen.“ Die Chip-Hersteller könnten mittlerweile wieder verbindlichere Zusagen zu Lieferungen machen. Nach einer Verbesserung im zweiten Quartal werde die Lage im zweiten Halbjahr deutlich besser. Es seien jetzt einfachere Chips betroffen, die Daimler Truck daher von den schwächeren asiatischen Märkten auf die stärkeren in Europa und USA umleiten könne, erklärte Goetz weiter. 

Die Produktionsunterbrechungen durch den Chipmangel führten zu längeren Wartezeiten auf die Neufahrzeuge von acht bis neun Monaten. Die Kunden sprängen trotzdem nicht von ihren Aufträgen ab, sagte der Finanzchef.

Starken Gegenwind bedeuten für den Lkw-Bauer auch die steigenden Rohstoffkosten. Das wolle Daimler Truck mit zweistelligen Preiserhöhungen in den USA und Europa auffangen. Das zweite Quartal werde besonders herausfordernd, weil die höheren Preise erst zum Ende des Zeitraums griffen. Im zweiten Halbjahr könne der Kostenanstieg besser ausgeglichen werden. Das Unternehmen hebe die Preise nicht an, um den Gewinn hochzuschrauben, betonte Goetz. Sollten die Rohstoffkosten wieder sinken, gingen auch die Preise wieder runter.

Daimler Truck erwartet Bessere Chip-Versorgung im zweiten Halbjahr

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Kickstart und Climate Lab starten mit Atos und Wien Energie ein Pilotprojekt

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Kickstart und Climate Lab starten mit Atos und Wien Energie ein Pilotprojekt in Österreich, um die Zusammenarbeit von führenden Unternehmen mit Klima-Startups zu fördern.

Climate Lab und Kickstart Innovation haben sich zu einer Kooperation zusammengeschlossen, um ihre gemeinsame Expertise und ihr Netzwerk auf Lösungen zur Beschleunigung des Wandels in der Klimakrise zu konzentrieren. Im März 2022 wurde das Climate Lab durch den österreichischen Klima- und Energiefonds initiiert und durch eine Allianz aus Impact Hub Wien, Wien Energie und EIT Climate-KIC ins Leben gerufen. Ziel des Climate Lab ist es, sektorübergreifende Allianzen zu formen und Kräfte zu bündeln, um die Zielerreichung der Klimaneutralität rascher voranzutreiben.

Das Climate Lab bringt führende Unternehmen, die sich zur Klimaneutralität  verpflichtet haben, mit Startups, Wissenschaftlern, NGOs und Organisationen des öffentlichen Sektors zusammen, die dabei helfen können, dieses Ziel zu erreichen. Es wurden klare Synergien zwischen dieser Zielsetzung und der Arbeit von Kickstart Innovation gefunden. Kickstart Innovation ist eine Open Innovation Plattform und ein Spin-off von Impact Hub Zürich, die seit ihrer Gründung mehr als 200 Partnerschaften zwischen etablierten Startups und großen Unternehmen ermöglicht hat, um Nachhaltigkeit zu steigern.

Das diesjährige Pilotprojekt findet in Zusammenarbeit mit Wien Energie und Atos in Österreich statt, sowie mit weiteren Partnern in der Schweiz. Ziel ist die Entwicklung nachhaltiger Lösungen im Zusammenhang mit der CO2-Reduzierung in folgenden Bereichen: Energie, Mobilität, sowie Bauen und Wohnen. Climate Lab und Kickstart Innovation nehmen noch bis zum 24. Mai Bewerbungen von Startups aus der ganzen Welt entgegen. Die Startups werden die Möglichkeit haben, während des Programms zwischen September und November mit den Partnern in der Schweiz und Österreich zusammenzuarbeiten.

Weitere Informationen sowie die Anmeldung sind hier zu finden.

Zitate:

Kickstart: „Seit 2016 bringen wir Startups und Unternehmen zusammen, um gesellschaftliche Herausforderungen anzugehen. Zu unseren Partnern gehören führende Unternehmen wie AXA, Swisscom, PostFinance, Coop, Die Mobiliar und viele andere. Wir engagieren uns für den Open Innovation Prozess, um die zunehmenden Nachhaltigkeitsherausforderungen zu bewältigen, und freuen uns darauf, dies in Partnerschaft mit Climate Lab zu tun und uns in Österreich noch stärker zu engagieren“, so Katka Letzing, CEO und Co-Founder von Kickstart Innovation.

Climate Lab: Impact Hub Mitbegründer und Climate Lab Direktor Hinnerk Hansen erklärt dazu: „Wir sehen das Engagement einer Reihe von großen Unternehmen, den Wandel zu einer klimaneutralen Zukunft anzuführen – und ihre Bereitschaft, dies in Zusammenarbeit mit anderen zu tun. Wir freuen uns darauf, durch die Partnerschaft mit Kickstart Innovation viele solcher Möglichkeiten zwischen Unternehmen in Österreich und Klima-Startups aus der ganzen Welt zu schaffen.“

Kickstart und Climate Lab starten mit Atos und Wien Energie ein Pilotprojekt

Titelfoto: (rechts) Katka Letzing (Quelle: Kickstart Innovation) und (links) Hinnerk Hansen (Quelle: Climate Lab)

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