Donnerstag, März 19, 2026
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Österreich will Gasspeicher Haidach an heimisches Netz anschließen

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Wien, 18. Mai (Reuters) – Österreichs konservativ-grüne Regierung will den bisher primär für die Versorgung von Deutschland vorgesehenen Gasspeicher Haidach nahe Salzburg an das heimische Gasnetz anbinden. „Im oberösterreichischen Haidach gibt es einen der modernsten Gasspeicher Europas, doch obwohl er in Österreich liegt, dient er derzeit primär der Versorgung deutscher Kunden“, sagte Umweltministerin Leonore Gewessler (Grüne) am Mittwoch nach der Kabinettssitzung der Regierung. 

Der Speicher spielt aber für Österreich strategisch eine wichtige Rolle, da ein Teil des nach Deutschland fließenden Gases wiederum in die westlichen Bundesländer Tirol und Vorarlberg zurückfließt. Angesichts des Krieges in der Ukraine und der Unsicherheiten rund um die Gasversorgung sollen künftig nach Plänen der Regierung alle Speicher, die auf österreichischem Staatsgebiet liegen, an das heimische Netz angeschlossen werden. Das bedeutet, dass das Gas aus dem Speicher Haidach direkt an Österreich geliefert werden soll. 

Ebenfalls ein Dorn im Auge ist der Regierung, dass der Speicher Haidach derzeit leer sei. Der nahe der bayerischen Grenze liegende Speicher ist der zweitgrößte Erdgasspeicher Europas, der zum Teil von einer Tochter des russischen Gasriesen GazpromGAZP.MM betrieben wird. „Diese lagert seit Monaten in diesen Speicher nicht ein, das heißt, der Speicher wird nicht befüllt“, sagte Gewessler. Für die Regierung sei dieser Zustand nicht mehr länger tragbar. „Wenn nicht Gazprom speichert, dann bekommen auch andere Zugang. Das ist absolut gerechtfertigt.“ 

Österreich bezieht 80 Prozent seines Gases aus Russland und zählt damit zu den am stärksten abhängigen Ländern in der Europäischen Union. Um für den nächsten Winter vorzusorgen will die Regierung nun die Gasspeicher bis zur nächsten Heizsaison zu mindestens 80 Prozent befüllen. Die strategische Gasreserve soll um 7,4 Terawattstunden (TWh) auf insgesamt 20 TWh aufgestockt werden, was etwa dem Verbrauch von zwei Wintermonaten entspricht. Die zusätzlichen Mengen will die Regierung mit nicht-russischem Gas decken. Woher das Gas kommen soll, ist bisher allerdings noch unklar. Durch die Aufstockung der Reserve soll der russische Anteil laut Gewessler jedenfalls um zehn Prozentpunkte auf 70 Prozent sinken.

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Großaktionär Kühne hat Interesse an Lufthansa-Aufsichtsratsposten

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Lufthansa Gerber
Frankfurt, Germany - September 17, 2014: Lufthansa Airbus A380 and Boeing 747 aircraft at Frankfurt Airport (FRA). Lufthansa is the German flag carrier and Europe's largest airline with some 665 planes. Frankfurt Airport is its biggest hub.

München, 18. Mai (Reuters) – Der neue Lufthansa-Großaktionär Klaus Michael-Kühne würde einen Aufsichtsratsposten bei der Fluggesellschaft nicht auschlagen. „Sollte der aktuelle Aufsichtsrat oder die Deutsche Lufthansa AG einen Sitz im Aufsichtsrat anbieten, würde die Kühne Aviation hierzu eine für diese Gremienverantwortung qualifizierte Persönlichkeit benennen“, teilte Kühnes Vertrauter Karl Gernandt im Namen des deutsch-schweizerischen Milliardärs am Mittwoch mit. Bisher habe man darüber aber nicht gesprochen. Kühne hatte im April mitgeteilt, er habe seine Beteiligung an der Lufthansa auf mehr als zehn Prozent aufgestockt.

Die Lufthansa sei „eine hervorragende Abrundung des bisherigen Beteiligungsportfolios, in der logistisches Know-how über diverse unabhängige Beteiligungen gebündelt ist“, hatte er damals erklärt. In der Pflichtmitteilung erklärte die Kühne Aviation GmbH, in der die Anteile geparkt sind, sie wolle eine Aufstockung in den nächsten zwölf Monaten nicht ausschließen. Kühne strebe für die Lufthansa eine stabile Kapitalstruktur und eine aktionärsfreundliche Dividendenpolitik an. Kühne gehören die Mehrheit Schweizer Logistikkonzern Kühne + Nagel sowie 30 Prozent an der Hamburger Reederei Hapag-Lloyd.

Großaktionär Kühne hat Interesse an Lufthansa-Aufsichtsratsposten

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Russischer Finanzminister – Bedienen Auslandsschulden notfalls in Rubel

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18. Mai (Reuters) – Russland will seine Auslandsschulden im Falle einer US-Blockade notfalls in Rubel bedienen. Das kündigte Finanzminister Anton Siluanow am Mittwoch auf einem Forum in Moskau an. Russland werde sich nicht selbst für zahlungsunfähig erklären. Sein Land verfüge über genügend Geld, um seine Schulden zu bezahlen.

Die Äußerungen Siluanows sind eine Reaktion auf Pläne der US-Regierung, wegen des Krieges gegen die Ukraine die Möglichkeiten Russlands zu blockieren, seine US-Gläubiger zu bezahlen. Dazu solle eine derzeit noch geltende Ausnahmeregelung nächste Woche auslaufen, sagte ein US-Regierungsvertreter der Nachrichtenagentur Reuters. Das würde Russland näher an einen Zahlungsausfall bringen – es wäre der erste seit der Russischen Revolution 1917, als die Bolschewiken Schulden aus der Zarenzeit nicht anerkannten.

Insgesamt hat Russland 15 internationale Anleihen mit einem Nennwert von rund 40 Milliarden Dollar ausstehen. Während Russland aufgrund der Sanktionen derzeit keinen Zugang zu den internationalen Anleihemärkten hat, um sich frisches Geld zu leihen, würde ein Zahlungsausfall dem Land den Zugang zu diesen Märkten womöglich noch über viel Jahre verwehren – nämlich bis die Gläubiger vollständig befriedigt und alle aus dem Ausfall resultierenden Rechtsstreitigkeiten beigelegt sind.

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Briten ächzen unter hoher Inflation von neun Prozent – Höchststand seit 1982

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London, 18. Mai (Reuters) – Die Verbraucherpreise in Großbritannien sind im April so stark gestiegen wie seit 1982 nicht mehr und verstärken die soziale Not unter ärmeren Briten. Waren und Dienstleistungen kosteten durchschnittlich 9,0 Prozent mehr als ein Jahr zuvor, wie das Office for National Statistics am Mittwoch in London mitteilte. Außenministerin Liz Truss äußerte sich bei Sky News alarmiert: „Wir sind in einer sehr, sehr schwierigen wirtschaftlichen Lage.“

Die konservative Politikerin sprach von ernstem Gegenwind angesichts des globalen Problems sehr stark steigender Preise und nannte die Inflation in Großbritannien extrem hoch. Die Bank of England erwartet, dass noch nicht das Ende der Fahnenstange erreicht ist und die Teuerungsrate im Laufe des Jahres die Zehn-Prozent-Marke übersteigen wird. Insbesondere teure Energie und Nahrungsmittel treiben die Inflation.

Die rasant steigenden Lebenshaltungskosten treffen die Bürger auf der Insel laut einer Umfrage des Instituts Ipsos hart: Demnach drehen zwei von drei Briten die Heizung ab, um Kosten einzusparen. Mehr als ein Viertel der Befragten gab sogar an, wegen ihres knappen Budgets Mahlzeiten auszulassen. 

Diese Lage lässt die Unzufriedenheit der Bevölkerung mit der Regierung des konservativen Premiers Boris Johnson steigen: In einer Befragung des Instituts YouGov erklärten 72 Prozent der Briten, dass die Regierung die Wirtschaft schlecht manage. Dabei wird der Ruf immer lauter, die Sozialhilfe zu erhöhen, um ärmere Bevölkerungsschichten angesichts der rasant steigenden Lebenshaltungskosten zu entlasten. 

Finanzminister Rishi Sunak verweist allerdings darauf, dass hohe Inflation quasi ein weltweites Problem sei. Die Regierung könne die Bürger nicht komplett von Risiken abschirmen. Sie tue was sie könne und stehe auch bereit, mehr zu tun.

KAUFKRAFT ERODIERT

Die Arbeitslosigkeit ist mit 3,7 Prozent zwar auf den niedrigsten Stand seit 1974 gesunken. Doch die Kaufkraft erodiert, da die Lohnsteigerungen die höheren Lebenshaltungskosten bei weitem nicht wettmachen können. Und es gibt bereits Anzeichen, dass die Inflation in dem EU-Aussteigerland weiter anziehen wird. So kletterten die Preise ab Fabriktor im April um 14,0 Prozent im Vergleich zum Vorjahr – der größte Anstieg seit Juli 2008.

Die Notenbank in London stemmt sich bereits mit Zinserhöhungen gegen die hochschießende Inflation im Land. In ihrer bereits vierten Anhebung binnen sechs Monaten setzte sie den Leitzins Anfang des Monats um einen viertel Punkt auf 1,0 Prozent nach oben. Ein derart hohes Niveau der Leitzinsen hat es seit 2009 im Vereinigten Königreich nicht mehr gegeben.

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EU-Gericht weist Ryanair-Klage gegen Condor-Staatshilfe ab

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Frankfurt, 18. Mai (Reuters) – Der Billigflieger Ryanair ist mit einer Klage gegen die Rettungsbeihilfe für die deutsche Airline Condor nach der Pleite von deren Mutterkonzern Thomas Cook gescheitert. Die Beihilfe sei mit EU-Recht vereinbar gewesen, erklärte das Gericht am Mittwoch. Ryanair habe nicht widerlegen können, dass die finanziellen Schwierigkeiten hauptsächlich an der Insolvenz des Mutterkonzerns im Herbst 2019 lagen. Die Iren hatten in ihrer Klage argumentiert, Condors Finanznot sei durch eine willkürliche Kostenverteilung innerhalb der Thomas-Cook-Gruppe entstanden.

Der Staat hatte Condor mit 380 Millionen Euro Finanzhilfe davor bewahrt, mit in die Thomas-Cook-Pleite gerissen zu werden. Bundes- und Landesregierung erklärten damals, Condor sei ein überlebensfähiges Unternehmen und unverschuldet in Not geraten. Es habe außerdem eine Störung des Flugverkehrs gedroht, wenn die Airline umgehend den Betrieb hätte einstellen müssen.

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Interne Mitteilung – Deutsche Bank will von Lieferanten ESG-Siegel

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Frankfurt, 18. Mai (Reuters) – Die Deutsche Bank verlangt einer internen Mitteilung zufolge ab Juli von ihren Lieferanten bei größeren Aufträgen eine Bewertung nach ESG-Kriterien. Für jeden neuen oder verlängerten Vertrag von über 500.000 Euro pro Jahr müssen Lieferanten dann eine Nachhaltigkeitsbewertung externer Ratingagenturen vorlegen, wie es in der Mitteilung heißt, die der Nachrichtenagentur Reuters am Mittwoch vorlag.

Anfang 2023 will die Bank die Schrauben demnach enger ziehen: Dann würden Neuaufträge im selben Volumen nur noch an Anbieter vergeben, die bei der Nachhaltigkeitsbewertung auch eine ausreichend hohe Punktzahl erhielten. Eine mit der Angelegenheit vertraute Person sagte, Bankchef Christian Sewing werde die Pläne bei der Hauptversammlung am Donnerstag vorstellen.

Die Deutsche Bank legt sich damit erstmals auf einen Zeitplan für das Vorhaben fest, das das Geldhaus bereits im vergangenen Jahr angekündigt hatte. Das Institut gibt jährlich mehr als acht Milliarden Euro für Produkte und Dienstleistungen von Lieferanten aus. Bei der Prüfung dieser Geschäftspartner setzt die Deutsche Bank der Mitteilung zufolge unter anderem auf die Ratingagenturen EcoVadis und MSCI ESG. Eine „ausreichend gute Nachhaltigkeitsbewertung“ entspreche im Fall von EcoVadis mindestens 25 der 100 erreichbaren Punkte. 

In den vergangenen Jahren hat die Deutsche Bank mit dem Versprechen geworben, Unternehmen auf dem Weg in ein nachhaltigeres Wirtschaften zu unterstützen. Umweltschützer sehen das Geschäft des Frankfurter Instituts aber kritisch und wollen während der Hauptversammlung vor der Konzernzentrale gegen Finanzierungen in der Ölbranche protestieren.

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Air France und Reederei CMA CGM schließen Luftfrachtbündnis

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Paris, 18. Mai (Reuters) – Die französische Reederei CMA CGM und die Airline Air France-KLM bündeln ihre Kräfte in der Luftfracht. CMA CGM werde im Zuge einer Kapitalerhöhung mit bis zu neun Prozent bei dem Luftfahrtkonzern einsteigen, die Partnerschaft sei zunächst auf zehn Jahre angelegt, teilten die beiden Unternehmen am Mittwoch mit. Eine Kooperation von Fluggesellschaft und Reederei bahnt sich auch bei dem gemeinsamen Angebot von Lufthansa LHAG.DE und dem Schweizer CMA-Konkurrenten MSC zur Übernahme der staatlichen italienischen Airline ITA Airways an. 

Die gestörten Lieferketten in der Pandemie haben der Frachtschifffahrt hohe Gewinne eingebracht, die sie zur Expansion in die Luftfracht nutzen. Die in Marseille ansässige CMA CGM gründete dafür im vergangenen Jahr eine Luftfrachtsparte. Air France-KLM und die Reederei erklärten, sie erwarteten erhebliche Synergien von der Partnerschaft und wollten in nachhaltiges Wachstum investieren. Analysten von ING erklärten, die Airline könne ihr bisher nicht sehr profitables Cargo-Geschäft stärken. Air-France-Aktien legten an der Börse in Paris rund drei Prozent zu.

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Siemens Energy vor Komplettübernahme von Tochter Gamesa

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München/Madrid, 18. Mai (Reuters) – Siemens Energy will mit der lange erwarteten Komplett-Übernahme der spanischen Windkraft-Tochter Siemens Gamesa Ernst machen. Der Vorstand des Energietechnik-Konzerns erwäge ein Übernahmeangebot in bar für die restlichen Anteile an dem Sorgenkind, teilte Siemens Energy am Mittwoch in München mit. Ziel sei es, Siemens Gamesa von der Madrider Börse zu nehmen.

„Das Ergebnis dieser Erwägung ist offen“, erklärte das Unternehmen. Zum aktuellen Aktienkurs müsste Siemens Energy dafür rund 3,5 Milliarden Euro in die Hand nehmen. Die zunächst vom Handel ausgesetzte Aktie von Siemens Gamesa schnellte um elf Prozent auf 15,71 Euro nach oben. Siemens-Energy-Papiere legten 3,5 Prozent zu.

Die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtete, das Angebot könne bereits in der kommenden Woche vorgelegt werden und sehe allenfalls einen kleinen Kursaufschlag vor. Das Kursziel der Analysten liege im Schnitt bei 18 Euro. Siemens-Energy-Chef Christian Bruch will am 24. Mai auf einem Kapitalmarkttag seine Strategie für die nächsten Jahre vorstellen. Reuters hatte im Januar berichtet, dass Siemens Energy alle Möglichkeiten für eine Komplettübernahme prüfe und eine Lösung bis zum Sommer anpeile.

Siemens Energy hält bereits gut zwei Drittel der Anteile an Siemens Gamesa, die nach dem Kurssprung auf einen Börsenwert von rund 10,6 Milliarden Euro kommt. Eine Streichung vom Kurszettel würde eine engere Anbindung der spanischen Tochter ermöglichen. Sie ist eigentlich der Hoffnungsträger für den Hersteller von Gas- und Dampfturbinen, macht aber seit Jahren mit Verlusten, verfehlten Gewinnprognosen und operativen Problemen Negativ-Schlagzeilen. 

Bei der neuen Windturbinen-Generation 5.X gibt es große Anlaufschwierigkeiten, zudem laufen Siemens Gamesa die Kosten für Rohstoffe davon, während in den Lieferverträgen mit den Kunden feste Preise vereinbart sind. Nun soll der ehemalige SiemensSIEGn.DE-Krisenmanager Jochen Eickholt das Ruder herumreißen.

Auch Siemens-Energy-Großaktionär Siemens macht Druck. Der Münchner Technologiekonzern will seinen restlichen 35-Prozent-Anteil so schnell wie möglich auf 25 Prozent abbauen, schreckt aber wegen des niedrigen Aktienkurses zurück. Siemens-Finanzvorstand Ralf Thomas hatte zuletzt die Erwartung geäußert, dass Siemens-Energy-Chef Bruch auf dem Kapitalmarkttag einschneidende Maßnahmen vorstellen werde: „Das wird wegweisend, davon gehen wir aus.“

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Nordkorea könnte mit Raketentest Biden-Besuch in Südkorea belasten

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Raketentest Biden
NEW YORK, USA - Sep 29, 2015: US Vice President Joe Biden during a meeting with President of Ukraine Petro Poroshenko in New York

Seoul, 18. Mai (Reuters) – Südkorea befürchtet zum Besuch von US-Präsident Joe Biden in dieser Woche eine Provokation Nordkoreas durch einen erneuten Raketentest. Trotz Nordkoreas Belastung durch seinen ersten bestätigten Corona-Ausbruch scheine der Test einer Interkontinental-Rakete unmittelbar bevorzustehen, sagte der stellvertretende nationale Sicherheitsberater, Kim Tae Hyo, am Mittwoch in Seoul. Man sei aber auf eine kleine oder auch große Provokation während des Gipfels vorbereitet.

Die Wahrscheinlichkeit, dass Nordkorea an diesem Wochenende nach fünf Jahren wieder einen neuen Atomtest durchführe, sei jedoch wohl eher gering. In US-Regierungskreisen hieß es, dass nach neuesten Erkenntnissen Nordkorea am Donnerstag oder Freitag wieder eine Rakete testen könnte. Biden wird am Freitag in Südkorea erwartet. 

Ein Raketentest dürfte den mehrtägigen Biden-Besuch in Südkorea überschatten, der sich nicht nur um die festgefahrenen Abrüstungsgespräche mit Nordkorea drehen soll, sondern auch um den Umgang mit China und Handelsfragen. Zudem könnte er die internationalen Bemühungen erschweren, dem weitgehend isolierten Nordkorea im Kampf gegen den ersten bestätigten Corona-Ausbruch in dem abgeschotteten Land zu unterstützen. Biden will anschließend nach Japan weiterreisen.

Es ist sein erster Besuch in der Region als Präsident. Südkoreas neuer Präsident Yoon Suk Yeol, der am 10. Mai sein Amt angetreten und eine härtere Gangart gegenüber Nordkorea angekündigt hat, dürfte von Biden die Zusicherung verlangen, dass die USA ihre Abschreckung gegen den Norden verstärken. Seine Regierung hat die Vereinigten Staaten gebeten, mehr nukleartaugliche „strategische Mittel“ wie Langstreckenbomber, U-Boote und Flugzeugträger in der Region zu stationieren.

Nordkorea macht der Corona-Ausbruch mit rasant hochschnellenden Infektionszahlen und einem schlecht ausgestatteten Gesundheitssystem zwar offenbar schwer zu schaffen. Das US-Außenministerium erwartet aber dennoch nicht, dass dies etwas an der Entschlossenheit der Führung in Pjöngjang ändern werde, die 2017 gestoppten Atomtests wieder aufzunehmen.

Selbst wenn Nordkorea weiterhin die Spende von offenbar dringend benötigten Corona-Impfstoffen ablehne, investiere es weiterhin Unsummen in Raketen- und Atomwaffenprogramme, was nichts zur Linderung der humanitären Notlage der Bevölkerung beitrage, sagte Ministeriumssprecher Ned Price am Dienstag. Nordkorea hatte in den vergangenen Monaten wieder verstärkt Raketen getestet. Zudem gab es zuletzt Berichte, wonach es die Arbeiten an dem früheren Atomtestgelände wieder aufgenommen haben soll.

Nordkorea könnte mit Raketentest Biden-Besuch in Südkorea belasten

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Inflation im Euroraum verharrt im April auf hohem Vormonatsniveau

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Brüssel/Berlin, 18. Mai (Reuters) – Die bereits hohe Inflation im Euroraum hat im April nicht weiter angezogen. Dienstleistungen und Waren kosteten wie schon im März durchschnittlich 7,4 Prozent mehr als ein Jahr zuvor, wie das Statistikamt Eurostat am Mittwoch auf Basis endgültiger Daten mitteilte.

In einer Schnellschätzung hatten die Statistiker zunächst einen Anstieg von 7,5 Prozent gemeldet.

Energie verteuerte sich im April zum Vorjahr um 37,5 Prozent nach einem Anstieg von 44,3 Prozent im März. Auch unverarbeitete Lebensmittel erwiesen sich mit einer Verteuerung um 9,2 Prozent als Inflationstreiber. Im März lag das Plus nur bei 7,8 Prozent.

Die niedrigsten Teuerungsraten wurden in Frankreich und Malta (je 5,4 Prozent) und in Finnland (5,8 Prozent) gemessen. Die höchsten Inflationswerte wiesen Estland (19,1 Prozent) und Litauen (16,6 Prozent) auf. Deutschland lag mit einer Rate von 7,8 Prozent ebenfalls über dem Durchschnitt im Euroraum. 

Die Europäische Zentralbank (EZB) geht davon aus, dass der Inflationsdruck vorerst weiter hoch bleibt. Nach Ansicht der meisten Ökonomen wird sie im Juli geldpolitisch die Zügel anziehen und noch dieses Jahr die Ära der Negativzinsen beenden.

Inflation im Euroraum verharrt im April auf hohem Vormonatsniveau

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