Mittwoch, März 18, 2026
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Bundestag verlängert Bundeswehr-Mandate für Mali und Niger

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Berlin, 20. Mai (Reuters) – Der Bundestag hat die beiden Mandate für die Einsätze der Bundeswehr in Mali und Niger für ein Jahr verlängert. Den Anträgen der Bundesregierung stimmten am Freitag in Berlin die Koalitionsfraktionen von SPD, Grünen und FDP sowie CDU/CSU zu.

Die deutsche Beteiligung an dem UN-Stabilisierungseinsatz Minusma in Mali wird demnach ausgebaut mit einer Obergrenze von jetzt 1400 Soldatinnen und Soldaten statt bisher von 1100. Damit soll der absehbare Abzug der französischen Streitkräfte kompensiert werden. Frankreich hatte im Konflikt mit der malischen Militärregierung angekündigt, seinen Anti-Terroreinsatz in Mali zu beenden. Ein Grund ist, dass das Regime mit russischen Sicherheitskräften zusammenarbeitet. 

Die Beteiligung der Bundeswehr an dem europäischen Ausbildungseinsatz EUTM soll künftig vor allem auf Niger konzentriert und die Ausbildung malischer Soldaten beendet werden. Dazu wird die Obergrenze für das Mandat auf nur noch 300 von bislang 600 Soldatinnen und Soldaten reduziert. Ausgebildet werden sollen im Rahmen des Mandats auch Sicherheitskräfte in Burkina Faso und in Mauretanien.

Eine Beteiligung an Kampfeinsätzen bleibt ausgeschlossen. Für Mali wird darauf verwiesen, dass die Europäische Union den Ausbildungseinsatz dort wegen der aktuellen politischen Lage ausgesetzt hat. Damit reagierte die EU unter anderem auf die Weigerung der malischen Militärregierung, baldmöglichst Wahlen anzusetzen. Zudem in der Kritik steht eine zunehmende Nähe der Machthaber zu Russland.

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US-Großbank JP Morgan nimmt verstärkt deutschen Mittelstand ins Visier

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Frankfurt, 20. Mai (Reuters) – Der US-Bankenprimus JP Morgan nimmt in seinem Deutschland-Geschäft verstärkt die mittelständische Wirtschaft ins Visier. Im Zuge der Mittelstandsoffensive, die vom Leiter des Firmenkundengeschäfts Bernhard Brinker vorangetrieben wird, haben die Amerikaner bereits eine Grundlage von etwa 75 Kunden aufgebaut und ihre Mitarbeiterzahl im vergangenen Jahr auf 15 bis 20 verdoppelt.

„Es gibt reichlich Spielraum für uns, um das Geschäft weiter auszubauen“, erläuterte Brinker. „Jetzt, da wir die Basis geschaffen haben, sind wir gut positioniert, um das Geschäft mittelfristig zu verzehnfachen.“ Seit Brinker vor drei Jahren mit dem Vorstoß begann, hat JP Morgan Banker der Deutschen Bank, ING und Lazard anziehen können. 

„Wir stellen weiter ein“, sagte Brinker. Das Team deckt auch die Schweiz und Österreich ab. JP Morgan, die aus Sicht der globalen Bankenregulierer weltweit systemrelevanteste Bank, hat vor allem größere mittelständische Unternehmen im Fokus mit Jahresumsätzen von 250 Millionen bis zwei Milliarden Euro und internationaler Ausrichtung. Das Geldhaus, das seine Europa-Geschäfte aus Frankfurt steuert, ist in den vergangenen Jahren zu einer der größten Beratungsbanken in Deutschland aufgestiegen. Nach Daten von Dealogic lag der Marktanteil der Bank im Geschäft mit Übernahmen und Fusionen für deutsche Unternehmen im Zeitraum 2016 bis 2021 im Schnitt bei 14 Prozent. Das entspricht einer Verdoppelung des Anteils im Vergleich zum vorangegangenen Sechsjahreszeitraum. 

Für die heimischen Platzhirsche im Geschäft mit mittelständischen Unternehmen, Commerzbank, Deutsche Bank und die UniCredit-Tochter Hypovereinsbank, ist die Mittelstandsoffensive der Amerikaner eine Herausforderung.

Der Markt ist ohnehin bereits hart umkämpft. Jan Kupfer, Firmenkunden-Vorstand bei der HypoVereinsbank, teilte mit, dass sich auch die UniCredit-Tochter personell verstärkt habe, um insbesondere im breiten Mittelstand zu wachsen. Der Wettbewerber Deutsche Bank erklärte, kein anderes Institut habe eine ähnlich große Bedeutung für den Mittelstand. Die Commerzbank teilte mit, ihre Verankerung im deutschen Mittelstand sei unverändert stark.

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G7-Staaten planen besseren Schutz vor künftigen Pandemien

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Berlin, 20. Mai (Reuters) – Die Gesundheitsminister der sieben führenden westlichen Industriestaaten (G7) wollen die Vorbereitung auf kommende Pandemien verbessern. Ziel ist es, Ausbrüche schneller zu erkennen und reagieren zu können, erklärten sie am Freitag nach einem Treffen in Berlin und verabschiedeten dazu einen entsprechenden Plan.

Dafür sollen weltweit Expertennetzwerke aufgebaut und die Finanzierung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) auf ein sichereres Fundament gestellt werden. Die G7-Staaten wollen ihre Pflichtbeiträge an die WHO langfristig um 50 Prozent erhöhen.

„Diese Pandemie wird nicht die letzte sein. Wir müssen heute vorsorgen, um morgen nicht wieder überrascht zu werden“, erklärte Gesundheitsminister Karl Lauterbach als Gastgeber. Deutschland hat dieses Jahr die G7-Präsidentschaft. Das Thema Gesundheit wird auch beim G7-Gipfel Ende Juni im bayerischen Elmau eine Rolle spielen. 

Die G7-Staaten wollen bis Ende 2023 zudem nationale Ziele setzen, wie der Einsatz von Antibiotika begrenzt werden kann, um Resistenzen zu vermeiden. Lauterbach sprach von einer „stille Pandemie“. Antibiotika-Resistenzen würden jährlich mehr als eine Million Menschenleben weltweit fordern und enorme wirtschaftliche und soziale Folgen haben, teilte das Gesundheitsministerium mit.

Die G7-Staaten wollen deshalb die Forschung und Entwicklung neuer Antibiotika fördern und den Einsatz insgesamt begrenzen, um weitere Resistenzen zu verhindern. Die G7 verpflichten sich zudem, der Ukraine im Gesundheitsbereich zu helfen, um den Betrieb und Wiederaufbau des Gesundheitssystems nach dem russischen Angriff zu sichern.

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Ölkonzern OMV zahlt für russisches Gas weiterhin in Euro

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Wien, 20. Mai (Reuters) – Der österreichische Öl-, Gas- und Chemiekonzern OMV will seine Rechnungen für russisches Erdgas im Einklang mit den EU-Sanktionen weiterhin in Euro begleichen. „Wir haben jetzt einen sanktionskonformen Zahlungsprozess implementiert, der sicherstellt, dass die Gaslieferungen zeitgerecht bezahlt werden können“, sagte Unternehmenssprecher Andreas Rinofner am Freitag auf Anfrage der Nachrichtenagentur Reuters. Die Zahlungen würden weiterhin in Euro erfolgen und auf ein Konto bei der Gazprombank fließen. 

Die OMV sieht damit die Vertragserfüllung gewährleistet. „Wir betrachten unsere Zahlungsverpflichtungen mit der Überweisung des Euro-Betrages als erfüllt“, sagte der Sprecher, „und erwarten auch nicht, dass es ein Problem gibt bei der Konvertierung des Betrages durch die Gazprombank in Rubel“. 

Russland hatte per Dekret eine Zahlung der Gaslieferungen in Rubel verlangt. Andernfalls würden die Lieferungen eingestellt. Gaslieferungen nach Polen und Bulgarien wurden gestoppt, nachdem die beiden Länder das neue Zahlungssystem nicht akzeptiert hatten.

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Finnland soll ab Samstag kein russisches Gas mehr bekommen

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Helsinki/Prag, 20. Mai (Reuters) – Russland will Finnland kurzfristig von der Versorgung mit Erdgas abschneiden. Gazprom habe mitgeteilt, dass ab Samstagmorgen kein Gas mehr fließen werde, teilte der staatliche finnische Konzern Gasum am Freitag mit. Grund sei, dass Gasum es abgelehnt habe, Rechnungen wie von Gazprom gefordert künftig in Rubel zu bezahlen. „Es ist äußerst bedauerlich, dass vertraglich vereinbarte Gas-Lieferung nun gestoppt werden“, sagte Gasum-Chef Mika Wiljanen. Man habe sich jedoch sorgfältig auf eine solche Lage vorbereitet und sei in der Lage, alle Kunden in den nächsten Monaten weiter zu beliefern. Gazprom äußerte sich auf Anfrage zunächst nicht. 

Finnland ist über eine Pipeline auch mit dem Baltikum verbunden und will Gas über Estland beziehen. Der Großteil des finnischen Bedarfs kommt derzeit aus Russland, allerdings beträgt der Anteil des Brennstoffs insgesamt nur fünf Prozent am gesamten Energie-Verbrauch des Landes. Das Verhältnis zwischen Russland und Finnland ist ohnehin angespannt, nachdem das über Jahrzehnte neutrale skandinavische Land sich nach dem russischen Einmarsch in die Ukraine für einen Nato-Beitritt entschieden hat.

Die EU und damit auch Deutschland hatte Zahlungen in Rubel für Gas abgelehnt, da die Verträge fast ausschließlich in Euro oder Dollar abgeschlossen wurden. Russland hatte per Dekret eine solche Zahlung verlangt, die Details gelten aber als unklar. Da in den nächsten Tagen zahlreiche europäische Versorger ihre Rechnungen begleichen müssen, wird die Abwicklung mit Spannung erwartet. 

Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck hatte sich Anfang der Woche optimistisch geäußert, dass die Zahlung funktioniert. Dies sei soweit möglich auch mit Gazprom geklärt. In deutschen Regierungs- und Industriekreisen hieß es, die Unternehmen zahlten in Euro oder Dollar, hätten aber auch ein zweites Rubel-Konto bei der Gazprom-BankGZPRI.MM eröffnet. Den Transfer dorthin sowie ein Umtausch in Rubel liege aber bei der russischen Seite.

So vorgegangen ist nach eigenen Angaben auch der slowakische Versorger SPP mit seiner Zahlung am Dienstag. Er zeigte sich überzeugt, dass das Gas daher weiter fließe. Ähnlich äußerte sich der österreichische Importeur OMV. Das Vorgehen verstoße auch nicht gegen EU-Sanktionen. Die EU hatte zwar von der Eröffnung von Rubel-Konten abgeraten, sie aber auch nicht untersagt.

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Zinssenkung in China gibt Europas Börsen Auftrieb

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Frankfurt, 20. Mai (Reuters) – In der Hoffnung auf Rückenwind für die Konjunktur des wichtigen Handelspartners China kehren Anleger an die europäischen Börsen zurück.

„Offenbar begeben sich einige Investoren auf Schnäppchenjagd, denn einige Aktien erscheinen derzeit sehr günstig“, sagte Nathan Sweeney, Vize-Chefanleger beim Vermögensverwalter Marlborough. Dax und EuroStoxx50 stiegen am Freitag um jeweils knapp zwei Prozent auf 14.151 beziehungsweise 3707 Punkte. 

Mut machte Investoren die deutliche Senkung eines chinesischen Referenzzinses für Hypothekenkredite. „Das gibt der Wirtschaft frischen Schwung“, prognostizierte Analyst Pierre Veyret vom Brokerhaus ActivTrades. „Es hilft kleineren Unternehmen und federt die negativen Auswirkungen der Lockdowns auf die weltweit zweitgrößte Volkswirtschaft ab.“ 

In Erwartung einer wieder anziehenden Nachfrage des Top-Abnehmers China deckten sich Investoren auch wieder mit Rohstoffen ein. Das Industriemetall KupferCMCU3 verteuerte sich um 0,5 Prozent auf 9457 Dollar je Tonne und die Rohöl-Sorte BrentLCOc1 aus der Nordsee um 0,6 Prozent auf 112,76 Dollar je Barrel (159 Liter). 

ZINSSENKUNGEN HIER – ZINSERHÖHUNGEN DORT

In Europa stehen die Zeichen dagegen auf steigende Zinsen. Die Kurse an den Geldmärkten signalisieren, dass Anleger die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung der Europäischen Zentralbank (EZB) im Juli um einen halben Prozentpunkt auf mehr als 50 Prozent taxieren. Dies hatte der niederländische Zentralbankchef Klaas Knot ins Gespräch gebracht.

„Selbst wenn Knots Standpunkt eine Minderheitsmeinung ist, können wir davon ausgehen, das eine Anhebung um einen Viertel Prozentpunkt das Minimum sein wird“, sagte Anlagestratege Antoine Bouvet von der ING Bank. 

Bestätigt sehen sich die Verfechter einer strafferen Geldpolitik von der anhaltenden Teuerung. So stiegen die Preise für gewerbliche Produkte in Deutschland im April um 33,5 Prozent zum Vorjahreszeitraum, so stark wie noch nie.

„Das ist kein Tippfehler“, sagte Neil Wilson, Chef-Analyst des Online-Brokers Markets.com. Es sei bislang nicht zu erkennen, dass die Inflation ihren Höhepunkt überschritten habe. „Die Kopfschmerzen der EZB verschlimmern sich.“ 

LUXUSWERTE NACH RICHEMONT-ZAHLEN UNTER DRUCK

Gegen den Trend am Aktienmarkt warfen Investoren Papiere von Luxusgüter-Herstellern aus ihren Depots. Auslöser der Verkaufswelle war die Warnung von RichemontCFR.S vor einer schleppenden Erholung des wichtigen China-Geschäfts.

Außerdem sei der operative Gewinn im abgelaufenen Quartal deutlich hinter den Erwartungen zurückgeblieben, monierte Analyst Flavio Cereda von der Investmentbank Jefferies. Enttäuschend sei ebenfalls, dass es noch keine Neuigkeiten zum geplanten Teilausstieg aus dem Verluste schreibenden Onlinehändler Yoox-Net-a-Porter (YNAP) gebe. Richemont-Titel steuerten mit einem Minus von zeitweise 14 Prozent auf den größten Tagesverlust seit siebeneinhalb Jahren zu. In ihrem Sog büßten Rivalen wie LVMH, Hermes oder Hugo Boss bis zu 1,7 Prozent ein. 

Aufwärts ging es dagegen für die Aktien von Borussia Dortmund (BVB), die sich um 4,5 Prozent verteuerten. Der Fußball-Bundesligist trennt sich nach nur einer Saison von Trainer Marco Rose. Medienberichten zufolge soll ihn sein Vorgänger Edin Terzic ersetzen.

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Pandemie treibt weltweite F&E-Ausgaben der Industrie an

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Berlin, 20. Mai (Reuters) – In der Corona-Krise haben Industriefirmen weltweit einer Studie zufolge ihre Investitionen in Forschung und Entwicklung spürbar erhöht. Die Gesamtausgaben seien im dritten Quartal 2021 binnen Jahresfrist um 17,5 Prozent gestiegen, hieß es am Freitag in einer Analyse von Capital Economics im Auftrag der Beratungsfirma Accenture.

„Die Pandemie hat die Investitionen in Forschung und Entwicklung keineswegs zum Erliegen gebracht, sondern vielmehr beschleunigt“, sagte Accenture-Manager Thomas Rinn. Immer mehr Unternehmen im gesamten Industriesektor erhofften sich dadurch eine höhere Produktionseffizienz. 

Die Studie zeigt, wie F&E-Ausgaben von mehr als 200 der weltweit größten Unternehmen der Elektroindustrie, des Maschinenbaus und der Medizintechnik seit Mitte 2020 und damit nach Ausbruch von Covid-19 gestiegen sind. Denn die Investitionen seien im Schnitt in den fünf Jahren bis 2019 jährlich nur um 3,6 Prozent geklettert.

Unter den zwölf untersuchten Ländern nimmt Österreich den ersten Platz in der Rangliste ein, weil die Alpenrepublik mit einem hohen Anteil der F&E-Ausgaben an der Bruttowertschöpfung der Industrie punkten kann. Deutschland liegt hinter den USA auf Rang Fünf und die Schweiz auf Platz Neun. Am Ende der Rangliste stehen Großbritannien und Norwegen. In das Ranking floßen zudem noch die absoluten F&E-Ausgaben ein, wo China vor den USA liegt, und das Wachstum dieser Investitionen zwischen 2015 und 2019.

Die Digitalisierung wurde als Hauptschwerpunkt der F&E-Anstrengungen identifiziert. Grund sei hier vor allem die Virus-Pandemie und die aktuelle Unsicherheit an den Weltmärkten, die Arbeitsregelungen, Lieferketten und Nachfragemuster durcheinanderbringe, hieß es. Künstliche Intelligenz, Cloud Computing und Automatisierung hätten in der gesamten Branche einen enormen Aufschwung erlebt, betonte Rinn. „Er ermöglicht es den Unternehmen, schnell auf Störungen und eine veränderte Nachfrage zu reagieren, um nachhaltige Erträge zu erzielen.“

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Siemens verkauft Geschäft mit Elektro-Antrieben für Nutzfahrzeuge

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München, 20. Mai (Reuters) – Siemens trennt sich von einem weiteren Randbereich. Das Geschäft mit elektrischen Antrieben für Nutzfahrzeuge wie Busse und Baumaschinen geht für 190 Millionen Euro an den US-Autozulieferer Meritor, wie der Münchner Technologiekonzern am Freitag mitteilte.

Der Bereich mit 200 Beschäftigten in Deutschland, China und den USA gehört zu den „Portfolio Companies“, die Siemens nicht mehr als Teil seines Kerngeschäfts sieht und perspektivisch verkaufen will. „Wir haben dieses Geschäft profitabel gemacht und mit Meritor nun den idealen neuen Eigentümer gefunden, der strategisch hervorragend passt“, sagte Finanzvorstand Ralf Thomas.

Letztlich wird die Siemens-Sparte beim Lkw-Motorenhersteller Cummins landen. Er steht vor der Übernahme von Meritor. Die Aktionäre von Meritor stimmen am kommenden Donnerstag (26. Mai) über die 2,6 Milliarden Dollar schwere Transaktion ab. Der neue Eigentümer stehe hinter dem Kauf der Siemens-Sparte, erklärte Meritor. Vorstandschef Chris Villavarayan sagte, die Übernahme stärke die Meritor-Antriebsmarke „Blue Horizon“ durch einen Ausbau der Produktpalette für Elektrofahrzeuge.

Nach dem Verkauf der Lkw-Elektroantriebe sind bei Siemens nur noch drei größere „Portfolio Companies“ übrig. Finanzvorstand Thomas hatte kürzlich die Erwartung gedämpft, dass die größte davon – Large Drives Applications – bald verkauft werden könnte. Im Bestand sind auch das ausgegliederte Geschäft mit Gepäckförder- und Frachtsortieranlagen für Flughäfen sowie Sykatec, ein Spezialist für Metallverarbeitung und Verkabelung.

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Lauterbach sieht keine hohe Dunkelziffer bei Affenpocken

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Berlin, 20. Mai (Reuters) – Gesundheitsminister Karl Lauterbach hält die erste Feststellung einer Affenpocken-Erkrankung in Deutschland für einen isolierten Fall. „Ich gehe nicht von einer hohen Dunkelziffer in Deutschland aus“, sagte der SPD-Politiker am Freitag in Berlin.

Man gehe davon aus, dass das Virus nicht leicht übertragbar sei, so dass der erste, in Bayern aufgetretene Fall leicht eingegrenzt werden könne. Man prüfe, ob sich die Übertragungswege des Virus geändert hätten und ob die Infektion durch die sogenannte Kongo- oder Westafrika-Variante ausgelöst worden sei.

Das Institut für Mikrobiologie der Bundeswehr in München habe am Donnerstag erstmals in Deutschland bei einem Patienten mit charakteristischen Hautveränderungen das Affenpockenvirus zweifelsfrei nachgewiesen, teilte der Sanitätsdienst der Bundeswehr.

In Europa waren zuletzt mehrere Ausbrüche von Affenpocken bekanntgeworden, darunter in Großbritannien, Portugal, Spanien, Italien, Frankreich und Belgien. Zu den Symptomen bei Affenpocken gehören Fieber, Kopfschmerzen und Hautausschläge, die meist im Gesicht beginnen und sich auf den Rest des Körpers ausbreiten.

Lauterbach sieht keine hohe Dunkelziffer bei Affenpocken

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Danone liefert mehr Babynahrung per Schiff in die USA

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London/Los Angeles, 20. Mai (Reuters) – Der französische Lebensmittelkonzern Danone erhöht angesichts der Knappheit an Säuglingsnahrung in den USA seine Lieferungen dorthin.

Das zeigen Daten der US-Zollbehörde und der Frachtberatungsfirma Ocean Audit, die Daten exklusiv für die Nachrichtenagentur Reuters ausgewertet hat. Ein Großteil der Liefermengen wurde demnach aus Großbritannien und den Niederlanden in die USA geschickt. Die Danone-Sparte Nutricia hat demnach zwischen Januar und Mai ihre Schiffslieferungen nach Nordamerika mehr als verdreifacht, mehr als 90 Prozent gingen in die USA, sagte Steve Ferreira, Chef von Oceans Audit.

Für Danone habe die Erhöhung der Produktion der medizinischen Säuglingsnahrung und die Versorgung besonders gefährdeter Babys „absolute Priorität“, sagte eine Sprecherin des französischen Konzerns. Danone ist zwar der weltweit zweitgrößte Hersteller von Babynahrung, in den USA ist der Konzern aber einer der kleineren Anbieter.

Der führende Hersteller von Milchpulver für Säuglinge in den USA, Abbott Laboratories, hatte im Februar verschiedene Produkte zurückgerufen und seine Produktionsstätte in Sturgis im Bundesstaat Michigan geschlossen, da Säuglinge mit einem Bakterium infiziert worden waren.

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