Mittwoch, März 18, 2026
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Sri Lanka erhält neue Regierung – Lebensmittel weiter knapp

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Colombo, 20. Mai (Reuters) – Mitten in der schwersten Wirtschaftskrise seit Jahren baut Sri Lanka seine Regierung um. Neun neue Minister – darunter die für die Gesundheit, Handel und Tourismus – seien von Präsident Gotabaya Rajapaksa vereidigt worden, teilte das Präsidialamt am Freitag mit. In dem südasiatische Inselstaat kommt es wegen des Mangels an Lebensmitteln, Medikamenten und Treibstoff immer wieder zu Unruhen und Protesten.

Ministerpräsident Mahinda Rajapaksa, der ältere Bruder des Präsidenten, war deshalb vor einer Woche zurückgetreten. Sein Nachfolger Ranil Wickremesinghe wurde mit der Bildung einer neuen Regierung beauftragt. Ihm wird allerdings vorgeworfen, nur ein Handlanger der Brüder Rajapaksa zu sein. Wickremesinghe weist dies zurück.

Wickremesinghe zufolge droht weiterhin ein Mangel an Nahrungsmitteln. Hintergrund ist ein Verbot von chemischen Düngemitteln vor einem Jahr, das zu drastischen Ernteeinbußen geführt hat. Die Regierung revidierte die Entscheidung von Präsident Gotabaya Rajapaksa in der Zwischenzeit zwar wieder, nennenswerte Importe von Düngemitteln zur Sicherung der Ernte blieben jedoch aus.

Infolge dessen stiegen die Lebensmittelpreise im April im Vergleich zum Vorjahr um 46,6 Prozent. Insgesamt lag die Inflation bei 29,8 Prozent. Es würden alle nötigen Schritte eingeleitet, um den Bedarf an Düngemitteln für die Zeit von September bis März sicherzustellen, erklärte der Ministerpräsident am späten Donnerstag. 

Die Finanzminister der G7-Staaten kündigten am Donnerstag an, Sri Lanka helfen zu wollen. Der Inselstaat hatte zuvor erklärt, seine Staatsschulden nicht mehr bedienen zu können.

Sri Lanka erhält neue Regierung – Lebensmittel weiter knapp

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VW-Aufsichtsrat fordert neues Konzept für Cariad

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PRAGUE, CZECH REPUBLIC - SEPTEMBER 5: Volkswagen carmaker logo on a building of dealership on September 24, 2015 in Prague, Czech republic. Great emission scandal raises around number of Volkswagen Group cars with the EA189, 2.0 litre TDI engine.

Hamburg, 20. Mai (Reuters) – Um die Probleme von Volkswagen bei der Softwareentwicklung in den Griff zu bekommen, verlangt der Aufsichtsrat laut Insidern ein überarbeitetes Konzept. „Das reicht so nicht, was der Vorstand vorgelegt hat“, sagte eine Person aus dem Umfeld des Gremiums der Nachrichtenagentur Reuters am Freitag. Ein weiterer Insider sagte, in der letzten Aufsichtsratssitzung vor der Sommerpause werde von der Softwaretochter Cariad ein „Update“ erwartet.

Ein Termin sei noch nicht festgelegt. Der „Spiegel“ berichtete, bei den Beratungen im Aufsichtsrat vor der Hauptversammlung vergangene Woche sei von gravierenden Managementfehlern bei Cariad die Rede gewesen. Volkswagen äußerte sich nicht dazu.

Eine organisatorische Neuaufstellung der Softwaretochter, wie der Spiegel folgert, ist offenbar nicht geplant. „Die Erwartung, dass sich etwas am Management ändert, ist falsch“, sagte ein dritter Insider. Es gehe vielmehr um eine Neuordnung der Modellanläufe und darum, die vielfältigen Interessen in dem Konzern unter einen Hut zu bringen.

Der Aufsichtsrat lässt sich vom Vorstand regelmäßig über wichtige Themen auf den neuesten Stand bringen, darunter auch über die Entwicklung bei Cariad. Für die IT-Tochter, in der Volkswagen die Softwareentwicklung seiner Marken gebündelt hat, ist seit Jahresanfang Konzernchef Herbert Diess verantwortlich. Die Tochter ringt seit längerem mit Schwierigkeiten, wodurch wichtige Projekte in Verzug geraten und Modelle von Porsche und Audi erst später anlaufen können.

Vor allem die zweijährige Verspätung beim elektrischen Macan, der für Porsche auch angesichts des geplanten Börsengangs wichtig ist, haben dazu geführt, dass die Familien Porsche und Piech im Aufsichtsrat hellhörig geworden sind. Bei VW gilt: Wenn die Haupteigner Fragen stellen, leuchten im Management die roten Lampen.

Alarmiert ist man in Wolfsburg durch eine Studie von McKinsey, wonach die Planung für Zukunftsprojekte durch die Softwareprobleme obsolet geworden ist. Audi entwickelt unter dem Projektnamen Artemis einen Wagen für autonomes Fahren, der zunächst für 2024 avisiert war, nun aber wohl erst 2027 in Serie gehen kann. Dadurch überholt die Volumenmarke VW mit ihrem Trinity-Projekt die Ingolstädter Premiumschwester in dem prestigeträchtigen Rennen. Der Trinity für automatisiertes Fahren (Level 4) soll wie geplant 2026 anlaufen. „Das ist eine Katastrophe für Audi“, sagte ein Konzernkenner.

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Rosneft – Schröder gibt Aufsichtsratsposten auf

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Former German Chancellor Gerhard Schroeder attends the award ceremony for the 2011 CCTV Chinese Annual Economic Figures in Beijing, China, 12 December 2011.

20. Mai (Reuters) – Der wegen seiner Russland-Kontakte stark in die Kritik geratene SPD-Altkanzler Gerhard Schöder gibt seinen Posten im Aufsichtsrat des russischen Energiekonzerns Rosneft auf.

Der staatliche Öl-Konzern teilte am Freitag mit, Schröder und der deutsche Geschäftsmann Matthias Warnig hätten den Konzern informiert, dass sie dem Aufsichtsrat nicht länger angehören könnten. Das Europa-Parlament hatte am Donnerstag darauf gedrungen, Schröder auf die Sanktionsliste gegen russische Oligarchen zu nehmen, wenn er trotz des Ukraine-Krieges an seinen Posten in russischen Unternehmen festhalte.

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Dax-Optionen verfallen bei 14.150,93 Punkten

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Frankfurt, 20. Mai (Reuters) – Der Settlement-Kurs für Dax-Optionen ist am Freitag mit 14.150,93 Punkten festgesetzt worden, nach 14.164,89 Zählern im Vormonat. Das ist der niedrigste Stand seit etwas mehr als einem Jahr. Für MDax und TecDax lagen die Settlements bei 29.594,78 (April: 30.614,24) beziehungsweise 3095,96 (3227,19) Stellen, so niedrig wie zuletzt Ende 2020. 

Die Optionen auf den EuroStoxx50 verfielen bei einem Kurs von 3699,80 (3830,10) Punkten und die Optionen auf den Stoxx50 bei 3584,80 (3756,85) Zählern.

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Borussia Dortmund trennt sich von Trainer Rose

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Düsseldorf, 20. Mai (Reuters) – Fußball-Bundesligist Borussia Dortmund trennt sich nach nur einer Saison von Trainer Marco Rose. „Dies ist das Ergebnis einer intensiven Saisonanalyse“, teilte der börsennotierte Verein am Freitag mit. Borussia Dortmund werde in den kommenden Tagen Gespräche über die Zusammensetzung des künftigen Trainerteams führen.

Rose war erst vor knapp einen Jahr von Borussia Mönchengladbach zu Dortmund gewechselt und hatte in der vergangenen Saison mit seiner Mannschaft Platz zwei hinter Bayern München belegt. Die Aktien des BVB bauten nach der Mitteilung ihre Gewinne aus und stiegen um 3,3 Prozent.

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Deutschland und Katar unterzeichnen Energiepartnerschaft

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Berlin/Düsseldorf, 20. Mai (Reuters) – Deutschland und Katar wollen in den Bereichen Flüssigerdgas (LNG), Wasserstoff und Klimaschutz enger zusammenarbeiten. Der Emir von Katar, Scheich Tamim bin Hamad Al-Thani, und Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck unterzeichneten hierzu in Berlin eine gemeinsame Absichtserklärung, wie das Ministerium am Freitag zum Staatsbesuch des Emirs miteilte. Beide Seiten sollten vom Aufbau der Handelsbeziehungen im Bereich Flüssigerdgas und der Erreichung von Klimaschutzzielen profitieren.

„Die neu gegründete Energiepartnerschaft wird Deutschland durch den Bezug von LNG-Importen aus Katar bei der Diversifizierung seiner Gasversorgung helfen und zugleich der bilateralen Zusammenarbeit im Bereich grüner Wasserstoff einen Schub verleihen“, hieß es. Zudem würden beide Länder von einem intensivierten Wissensaustausch zu Energiewendethemen profitieren. Hierzu würden zwei Arbeitsgruppen gebildet.

Die Bundesregierung will den Gasbezug Deutschlands breiter aufstellen und so schnell wie möglich nicht mehr auf Erdgas aus Russland angewiesen sein. Flüssigerdgas spielt dabei eine Schlüsselrolle. Deutschland treibt hierzu auch den Bau von LNG-Terminals in Norddeutschland voran. Die Pläne werden von Energiekonzernen wie RWE und Uniper unterstützt. Uniper-Chef Klaus-Dieter Maubach hatte am Mittwoch auf der Hauptversammlung berichtet, dass der Bezug von Flüssigerdgas aus Katar eine Option sei.

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Erster Fall von Affenpocken in Deutschland festgestellt

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Frankfurt, 20. Mai (Reuters) – In Deutschland ist ein erster Fall von Affenpocken festgestellt worden. Das Institut für Mikrobiologie der Bundeswehr in München habe am Donnerstag erstmals in Deutschland bei einem Patienten mit charakteristischen Hautveränderungen das Affenpockenvirus zweifelsfrei nachgewiesen, teilte der Sanitätsdienst der Bundeswehr am Freitag mit.

In Europa waren zuletzt mehrere Ausbrüche von Affenpocken bekanntgeworden, darunter in Großbritannien, Portugal, Spanien, Italien, Frankreich und Belgien. Zu den Symptomen bei Affenpocken gehören Fieber, Kopfschmerzen und Hautausschläge, die meist im Gesicht beginnen und sich auf den Rest des Körpers ausbreiten. 

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Affenpocken breiten sich weiter aus – Nun auch in Belgien

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Brüssel/Sydney/Montreal, 20. Mai (Reuters) – Die Affenpocken breiten sich weiter in Europa aus. Am Freitag wurden zwei erste Fälle der seltenen Virusinfektion in Belgien bekannt. Sie wurden von Virologen in verschiedenen Städten festgestellt. Der flämische Sender VRTNWS berichtete allerdings, dass beide Patienten dieselbe Party besucht hätten.

Die erste infizierte Person, die in Antwerpen diagnostiziert wurde, ist Behördenangaben zufolge nicht ernsthaft erkrankt und befindet sich zusammen mit ihrem Partner in Isolation. Bei dem zweiten Fall handelt es sich um einen Mann aus der Region Flämisch-Brabant, wie der Virologe Marc Van Ranst aus Leuven auf Twitter mitteilte. Auch er soll nicht ernsthaft erkrankt sein. In Spanien stieg die Zahl der Infektionen derweil um 14 auf insgesamt 21 Fälle, wie die Behörden in Madrid mitteilten. 

Fälle von Affenpocken waren zuletzt bereits in Großbritannien, den USA und Portugal bekanntgeworden. Spanien, Italien und Frankreich meldeten am Donnerstag die ersten Fälle. Zu den Symptomen gehören Fieber, Kopfschmerzen und Hautausschläge, die meist im Gesicht beginnen und sich auf den Rest des Körpers ausbreiten. Die Krankheit verläuft in der Regel mild. Bei Affenpocken handelt es sich um eine seltene Viruserkrankung, die von Tieren – vermutlich vor allem von Nagetieren – auf Menschen übertragen werden. Übertragungen von Mensch zu Mensch sind selten, aber bei engem Kontakt möglich. Die Viruserkrankung tritt hauptsächlich in West- und Zentralafrika auf und nur sehr selten andernorts, was die gegenwärtigen Ausbrüche ungewöhnlich macht.

Erste Fälle wurden auch in Australien und Kanada bekannt. Australien meldete am Freitag einen ersten Fall von Affenpocken bei einem männlichen Reisenden, der vor kurzem aus Großbritannien zurückgekehrt war. Ein weiterer Verdachtsfall, bei einem Mann, der ebenfalls kürzlich nach Europa gereist war, wird noch geprüft. In Kanada wurden zwei Fälle in der Provinz Quebec gemeldet, die ersten bestätigten Infektionen in dem Land. Die Behörden gehen zudem 17 Verdachtsfällen nach.

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Linke – 80 Millionen Euro für G7-Gipfel auf Schloss Elmau

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Berlin, 20. Mai (Reuters) – Für das dreitägige Treffen der Staats- und Regierungschefs der sieben führenden Industrieländer (G7) auf Schloss Elmau bei Garmisch-Partenkirchen plant die Bundesregierung bis zu 80 Millionen Euro ein. In den Schlussberatungen des Haushaltsausschusses des Bundestages über den Etatentwurf 2022 seien zu den bisher geplanten 50 Millionen Euro noch 30 Millionen Euro hinzugekommen, sagte die Haushalts-Expertin der Linken, Gesine Lötzsch, am Freitag. „Das ist schon sehr unverhältnismäßig.“ Beim G8-Gipfel in Heiligendamm 2007 hätten die Kosten noch 15 Millionen Euro betragen. Bundeskanzler Olaf Scholz empfängt seine G7-Kollegen Ende Juni in Elmau.

Mit Blick auf den Bundeshaushalt für 2022 forderte Lötzsch ein Umsteuern zu mehr Steuergerechtigkeit und stärkerer Entlastung ärmerer Menschen. „Wir haben eine explosive Mischung von Krisen – Energiekrise, Klimakrise, Corona-Krise, Verteilungskrise, Krieg in der Ukraine.“ Alle diese Krisen träfen arme Menschen besonders hart. „Und darum brauchen wir eine schnelle finanzielle Entlastung der Menschen, die nicht zu den wenigen Oligarchen in unserer Gesellschaft gehören.“ Lötzsch forderte eine „gerechte Steuerreform, die vor allen Dingen große Vermögen stärker besteuert“. Finanzminister Christian Lindner (FDP) sei „in Krisenzeiten die schlechteste Personalbesetzung, die man sich vorstellen kann“, sagte Lötzsch. „Denn Steuergerechtigkeit ist für ihn ein Fremdwort.“

Wie bereits die Union kritisierte auch Lötzsch eine hohe Zahl von neuen Stellen im Regierungsapparat der Ampel-Koalition aus SPD, Grünen und FDP. Die neue Koalition habe „sich üppige Stellenzuwächse genehmigt“. Unter der Vorgängerregierung aus Union und SPD seien bereits laut Bundesrechnungshof etwa 30.000 neue Stellen geschaffen worden. Sie warf etwa dem Arbeitsministerium unter Hubertus Heil (SPD) vor, „Stellen für Parteifreunde“ zu schaffen: Dort gebe es eine B6-Stelle mit fast 10.000 Euro brutto im Monat „unter dem schönen Titel ‚Führen in Teilzeit‘. Da kann man sich dann viel drunter vorstellen.“

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Bundesrat sagt Ja – Neun-Euro-Ticket kommt ab Juni

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Berlin, 20. Mai (Reuters) – Berufspendler und andere Reisende können Busse und Bahnen zwischen Juni und August für neun Euro pro Monat bundesweit nutzen. Der Bundesrat stimmte am Freitag dem Gesetz zu, das den verantwortlichen Ländern den Ausfall von 2,5 Milliarden Euro an Einnahmen für die drei Monate aus dem Bundeshaushalt sichert.

Das Ticket gilt im gesamten Nahverkehr – also in allen öffentlichen Verkehrsmitteln abgesehen von Fernzügen etwa der Deutschen Bahn oder von Flixtrain. Die DB will es ab Montag verkaufen. Die Bundesländer müssen mit Verkehrsverbünden und Unternehmen das Vorhaben umsetzen. Sie hatten weitere 1,5 Milliarden Euro angesichts gestiegener Energie- und Personalkosten gefordert, konnten sich aber nicht durchsetzen. Verankert im Gesetz sind aber Zahlungen von 1,2 Milliarden Euro zum Verlust-Ausgleich wegen der Corona-Pandemie. 

PROTOKOLLERKLÄRUNG FÜR MEHR LÄNDERGELD 

Um dem Wunsch nach zusätzlichen Mitteln Nachdruck zu verleihen, verfasste die Bundesregierung eine Protokollerklärung. Sie stehe zu ihrer finanziellen Verantwortung für den Schienenpersonen-Nahverkehr und der im Koalitionsvertrag vereinbarten zukunftsgerichteten Finanzierung des Öffentlichen Personen-Nahverkehrs, heißt es dort.

Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP) nannte das Ticket eine Chance. Viele, die mit dem Nahverkehr bislang wenig zu tun gehabt hätten, wollten ihn ausprobieren. Man könne stolz darauf sein, dass ein solches Mammutprojekt in zwei Monaten umgesetzt werde. Baden-Württembergs Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) sagte, die Erwartungen bei den Menschen seien groß.

Daher wolle man das Ticket nicht aufhalten, auch wenn die Umsetzung aufwendig und das Geld des Bundes nicht reiche: „Wir brauchen deutlich mehr Mittel.“ Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter (CSU) warnte vor einem Strohfeuer. Nach August drohten erhebliche Tarif-Steigerungen und auch eine Ausdünnung des Angebots. Bayern stimme aber mit geballter Faust zu.

Kundenverbände und Verbraucherschützer haben gewarnt, dass es einen Ansturm gerade in den Sommer- und Ferienmonaten auf Regionalzüge etwa an die Küste oder in die Alpen geben werde, den die Bahnen nicht bewältigen könnten. Zudem könne es nach dem Auslaufen des Tickets eine Enttäuschung geben.

Das Ticket hatten die Koalitionsspitzen der Ampel beschlossen. Es gilt als Ausgleich dafür, dass die Autofahrer über Steuer-Senkungen für Sprit bei den massiv gestiegenen Energiepreisen entlastet werden sollen. Der Bund unterstützt die Länder jährlich mit rund zehn Milliarden Euro, um den Nahverkehr bezahlbar zu halten.

Bundesrat sagt Ja – Neun-Euro-Ticket kommt ab Juni

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