Berlin, 21. Jan (Reuters) – Die SPD erwägt zusätzliche Hilfen für ärmere Haushalte wegen der stark gestiegenen Gas- und Strompreise. „Die Entwicklung der Energiepreise werden wir deshalb sorgfältig im Blick behalten und dort, wo nötig, insbesondere mit Blick auf die niedrigen Einkommen, unterstützend eingreifen“, heißt es im Beschlussentwurf zur SPD-Fraktionsklausur, der Reuters am Freitag vorlag. „Auch die bestehenden Regelungen auf dem Strommarkt werden wir diesbezüglich überprüfen.“ Die Strompreise würden verringert, weil die EEG-Umlage bis 2023 auf null abgesenkt werde.
Diese Formulierung lässt offen, ob die Umlage bereits früher als im Koalitionsvertrag beschrieben zu Beginn des Jahres 2023 entfällt. Das hatte Fraktionschef Rolf Mützenich bereits angesprochen. Dem Papier zufolge dringt die SPD auch darauf, dass die Klimaschutz-Pläne sozial abgefedert werden. „Nur wenn die Kosten des Klimaschutzes in der Gesellschaft sozial gerecht geteilt werden, werden die Menschen in unserem Land die Veränderungen annehmen und akzeptieren können“, heißt es im Beschlussentwurf.
SPD erwägt mehr Hilfen für ärmere Haushalte wegen hoher Strompreise
Paris, 21. Jan (Reuters) – Der Streit des Flugzeugbauers Airbus mit Qatar Airways über Schadenersatz für angebliche Lackschäden beim Langstreckenjet A350 schaukelt sich immer weiter hoch. Airbus hat von sich aus eine Bestellung der Fluggesellschaft über 50 Maschinen vom Typ A321neo annulliert, wie ein Airbus-Sprecher am Donnerstagabend bestätigte. Insidern zufolge hatte Airbus das bei Terminabsprachen zum bevorstehenden Prozess an einem Londoner Gericht erklärt. Ende April soll dort über die Klage von Qatar auf gut 600 Millionen Dollar Schadenersatz aufgrund von Lackschäden am A350 verhandelt werden. Die Luftfahrtbehörde von Katar betrachtet das als Sicherheitsrisiko und hatte die Airline angewiesen, 21 ihrer insgesamt 53 Maschinen dieses Typs am Boden zu lassen. Airbus hatte Abnutzungserscheinungen eingeräumt, Sicherheitsrisiken aber verneint.
Qatar äußerte sich zunächst nicht zu dem Vorgang. Wie aus Gerichtsunterlagen hervorging, wird sich die Fluglinie voraussichtlich aber gegen die Aufkündigung der A321neo-Lieferverträge wehren.
Qatar hatte den Auftrag über die A321neo-Maschinen vor zehn Jahren erteilt. Der Golf-Carrier wollte damit neue Strecken anbieten, auf denen sie große Jets noch nicht füllen kann, die aber zu weit für die kleinere A320 sind. Die erste Auslieferung war für Februar 2023 geplant. Airbus könnte nach Einschätzung von Experten schnell andere Käufer für den stark nachgefragten Typ A321neo finden, während die Corona-Pandemie das Interesse am Langstreckenjet A350 weiter einbrechen ließ.
Foto: Symbolfoto
Qatar fordert für die Stilllegung der 21 A350 eine Entschädigung von 618 Millionen Dollar zuzüglich vier Millionen Dollar pro Tag des laufenden Streits. Die geforderte Summe könnte mit der A321-Kündigung durch Airbus noch steigen. Airbus warf dem einst hochgeschätzten Kunden Qatar vor, die Sicherheitsbedenken nur vorzuschieben. Die Airline hatte auch die Abnahme von zwei Dutzend neuer Flieger verweigert.
Vor Gericht will Airbus argumentieren, Qatar Airways habe die Behörde des Emirats beeinflusst, um für die Stilllegung Schadenersatz zu erstreiten. Die Airline wies das zurück. Aus Branchenkreisen am Golf hieß es früher, hinter dem Streit stünden keine wirtschaftlichen Interessen, weil Qatar Airways die Maschinen für die Fußball-Weltmeisterschaft benötige.
Lackschaden-Streit von Airbus und Qatar Airways eskaliert
Ein Kommentar von Hendrik Tuch, Leiter Fixed Income NL bei Aegon Asset Management:
„Der Film „Don’t look up“ auf Netflix unterhält derzeit das weltweite Publikum. In diesem Katastrophenfilm mit einem Twist spielen Jennifer Laurence und Leonardo DiCaprio Wissenschaftler, die einen Kometen entdecken, der in etwa sechs Monaten auf der Erde einschlagen und im Grunde alles Leben auf unserem zerbrechlichen Planeten vernichten wird – eine 10 auf der Torino-Skala, einem Instrument zur Einstufung potenzieller Erdstöße.
Leonardo und Jennifer haben wenig Glück, das Weiße Haus von der bevorstehenden Katastrophe zu überzeugen, denn die Trump’sche Präsidentschaft von Meryl Streep hat andere Prioritäten. Das Weiße Haus startet verspätet einen Plan, um den Kometen zu sprengen, bevor er auf die Erde trifft, um dann einen Rückzieher zu machen, als sie herausfinden, dass der Komet aus wertvollen Metallen besteht. Zusammen mit einem exzentrischen IT-Milliardär beschließt das Weiße Haus, den Kometen zu zertrümmern und die Stücke „kontrolliert“ auf die Erde fallen zu lassen. Um Fragen der wissenschaftlichen Gemeinschaft zu vermeiden, startet das Weiße Haus außerdem eine Social-Media-Kampagne “ Don’t look up „, die bemerkenswert populär ist.
Der Plan scheitert, und am Ende des Films gehen wir alle zugrunde. Nur eine Handvoll Insider überleben, die durch den Weltraum zu einem anderen Planeten fliehen. Die implizite Botschaft ist natürlich, dass wir den aktuellen Warnungen der wissenschaftlichen Fachwelt vor den Gefahren des Klimawandels Beachtung schenken und unsere Sucht nach sozialen Medien beenden sollten.
Der Komet der Fed
Der Film erinnert auf unheimliche Weise an den Zustand der Finanzmärkte in den letzten Monaten. Trotz der bevorstehenden Straffung der Geldpolitik legten Aktien und andere Risikopapiere weiter zu, und viele Aktienmärkte erreichten fast jede Woche neue Höchststände. Die meisten Aktienmarktstrategen predigten weiterhin das Evangelium, bei Kursrückgängen zu kaufen, was in den letzten Quartalen so gut funktioniert hat und ihrer Meinung nach auch in diesem Jahr funktionieren wird. Meiner Meinung nach raten sie uns, nicht „nach oben zu schauen“, während der Komet der Fed immer näher kommt. Die Handlungen und Worte der Fed in den letzten Monaten zeigen, dass sie sich wirklich Sorgen um eine galoppierende Inflation macht.
Diese Sorgen spiegeln sich auch in den letzten Fed-Protokollen wider, die bis zum Rand mit hawkishen Kommentaren gefüllt waren. In diesem Jahr werden wir nicht nur ein schnelles Ende der Ankaufprogramme der Fed erleben, sondern auch eine Reihe von Zinserhöhungen verdauen müssen, und obendrein erwägt die Fed nun, ihre Bilanz zu verkleinern. Die Fed hat (endlich) erkannt, dass der Inflationsdruck nicht vorübergehend sein wird und dass sie jetzt handeln muss, um zu vermeiden, dass sie zu einem späteren Zeitpunkt auf die geldpolitische Bremse tritt, wie es Volcker getan hat. Infolge der außergewöhnlichen Geldpolitik seit Beginn der Covid-19-Krise wird es eine ganze Weile dauern, bis die Straffung Auswirkungen auf das künftige Wachstum und die Inflation hat. Die Wirtschaft wird sich nicht dramatisch verlangsamen, wenn man die Zinsen von null auf zwei Prozent erhöht, und die Lohnwachstumstrends werden sich nicht wirklich um eine verringerte Fed-Bilanz kümmern.
Natürlich macht sich der Anleihemarkt Gedanken über die bevorstehende Straffungswelle, denn der US-Anleihemarkt hat in der ersten Woche des Jahres mehr als 1,5 % verloren. Der 2-jährige Zinssatz hat sich seit Anfang Dezember auf 80 Basispunkte verdoppelt, und in der vergangenen Woche erreichte auch der 10-jährige Zinssatz mit 1,75 % einen neuen Höchststand. Dieser Ausverkauf erfolgte trotz der schwachen ISM-Dienstleistungen und einer unterdurchschnittlichen Zahl der Beschäftigtenzahlen, was für Anleihenanleger ein sehr beunruhigendes Zeichen sein sollte.
Die Aktien- und sonstigen Risikomärkte begannen das Jahr zunächst positiv, was sich jedoch nach dem Zusammenbruch der Anleihemärkte schnell änderte. Der Nasdaq fiel am dritten Handelstag um mehr als 3 %, und seither ist eine weitere Volatilität zu beobachten. Viele Anleger sind der Meinung, dass diese Entwicklung als eine Rotation hin zu Value-Aktien zu betrachten ist und dass Ihr Geld auf dem Aktienmarkt sicher ist, wenn Sie von Wachstums- auf Value-Aktien umsteigen und Finanzwerte und dividendenstarke Aktien übergewichten.
Ich persönlich glaube nicht, dass es auf dem aktuellen Aktienmarkt viele Verstecke gibt, um die bevorstehende Straffung der Fed zu vermeiden. Wir haben in den letzten Monaten bereits einen beträchtlichen Rückgang bei Meme- und anderen extrem bewerteten Aktien gesehen, während Kryptowährungen nun ebenfalls an Boden verlieren. Der vergangene Aufwärtstrend am Aktienmarkt stützte sich auf immer weniger Large Caps, was ihn immer anfälliger für einen Gewinnausfall bei einem der Ultra-Cap-Werte macht. Meine größte Sorge ist jedoch der Moment, in dem die Aktien- und Rentenanleger wirklich anfangen, in den Himmel zu schauen und die wahre Größe des ankommenden Fed-Kometen zu erkennen. Die Fed hätte die Straffung der Geldpolitik im vergangenen Jahr früher einleiten sollen. Das Hinauszögern der Drosselung im letzten Jahr hat nur dazu geführt, dass der Komet, mit dem wir jetzt konfrontiert sind, eine größere Bedrohung für alle Finanzmärkte darstellt.“
Was Investoren vom Film „Don’t look up“ lernen können: Der Komet der Fed kommt immer näher
Titelfoto und Foto von Hendrik Tuch (Quelle: Aegon AM)
Berlin, 21. Jan (Reuters) – Der von Gesundheitsminister Karl Lauterbach vorhergesagte massive Anstieg der Corona-Neuinfektionen macht Experten zufolge eine Rezession in Deutschland wahrscheinlicher. „Wenn es zu sehr vielen Arbeitsausfällen kommt, ist das ein neuer Belastungsfaktor“, sagte der Konjunkturchef des Kieler Instituts für Weltwirtschaft (IfW), Nils Jannsen, am Freitag der Nachrichtenagentur Reuters. „Eine Rezession wird dadurch wahrscheinlicher.“ Das sieht der Deutschland-Chefvolkswirt der Deutschen Bank, Stefan Schneider, ebenfalls so: „Wir werden eine technische Rezession sehen“.
Bereits im vierten Quartal war die deutsche Wirtschaft nach einer ersten Schätzung des Statistischen Bundesamtes zwischen 0,5 und 1,0 Prozent geschrumpft. Folgt nun ein weiteres Minus-Quartal, würde Europas größte Volkswirtschaft in einer sogenannten technischen Rezession stecken. Einen Absturz wie zu Beginn der Pandemie 2020 erwartet Schneider aber nicht. „Wir haben gelernt, damit zu leben“, sagte der Experte, der von einem Minus beim Bruttoinlandsprodukt von etwa einem halben Prozent im laufenden Quartal ausgeht.
Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach rechnet für Mitte Februar mit mindestens 400.000 Corona-Neuinfektionen pro Tag – im optimistischen Szenario. Sollten die Auffrischungsimpfungen keine lange Schutzwirkung haben, könnte die Zahl sogar auf mehr als 600.000 pro Tag steigen, hatte der SPD-Politiker nach Reuters-Informationen in einer Schalte mit den Staatskanzleichefs von Bund und Ländern gesagt.
„GERINGER PRODUKTIONSAUSFÄLLE ALS IN HOCHKONJUNKTUR“
„Aus wirtschaftlicher Sicht kommt es weniger auf die Neuinfektionen an, sondern auf die Corona-Beschränkungen für die Unternehmen“, sagte dazu Commerzbank-Chefvolkswirt Jörg Krämer. „Hier waren wir ohnehin davon ausgegangen, dass die weitreichenden 2G-Regeln im ersten Quartal Bestand haben würden.“ Das belaste vor allem Dienstleister und Einzelhändler. Das verarbeitende Gewerbe dürfte darunter leiden, dass China an seiner Null-Corona-Politik festhält und ganze Städte absperrt, so dass der Nachschub aus der Volksrepublik für die deutsche Industrie weiter stocken wird. „Deshalb erwarte ich weiter, dass das deutsche Bruttoinlandsprodukt im ersten Quartal etwas schrumpfen wird“, sagte Krämer. „Diese Prognose würde ich nur senken, falls die Zahl der Patienten auf den Intensivstationen anders als bisher massiv steigen würde und neue scharfe Corona-Beschränkungen verhängt würden.“
Das sieht man beim IfW ganz ähnlich. „Omikron führt offenbar auch zu vielen milden Krankheitsverläufen, weshalb negative Auswirkungen durch die Möglichkeit, im Home Office zu arbeiten, abgefedert werden könnten“, sagte Jannsen. „In der Industrie ist die Aktivität ohnehin durch die Lieferengpässe gedämpft, der große Auftragsberg kann derzeit nicht abgearbeitet werden.“ Die Produktion liege derzeit etwa zehn Prozent unter dem Niveau, das angesichts der guten Auftragslage zu erwarten wäre. „Arbeitsausfälle führen daher zu geringeren Produktionsausfällen als in einer Phase der Hochkonjunktur“, sagte Jannsen. Sein Fazit lautet deshalb: „Ein schwerer Konjunktureinbruch wie zu Beginn der Pandemie vor zwei Jahren ist nicht zu erwarten“. 2020 insgesamt war das Bruttoinlandsprodukt um 4,6 Prozent eingebrochen, während es 2021 um 2,7 Prozent wuchs.
Ein Marktkommentar von Giancarlo Perasso, Lead Economist CEEMA, Macroeconomic Research bei PGIM Fixed Income:
Die Anleihenspreads Russlands und der Ukraine weiteten sich aus, da die Gespräche zwischen beiden Ländern angesichts der zunehmenden Spannungen im Zusammenhang mit der Konzentration der russischen Truppen an der ukrainischen Grenze stagnierten. Die Spreads von Russlands fünfjährigen Anleihen weiteten sich angesichts der Besorgnis über US-Sanktionen um 57 Basispunkte aus, während sich die Spreads der fünfjährigen ukrainischen Anleihen um 233 Basispunkte auf mehr als 1.000 Basispunkte ausweiteten. Inländische Schuldtitel verzeichneten negative Renditen, da die Rendite um 2 Basispunkte stieg. Russische Staatsanleihen fielen stark, so dass die Rendite um fast 100 Basispunkte anstieg.
Ukraine-Konflikt belastet russische und ukrainische Staatsanleihen schwer
Ein aktueller Kommentar von Adrian Grey, Global CIO von Insight Investment:
„Die aktive Rolle von Fixed-Income-Investoren bei der Einflussnahme auf Unternehmen wurde in der Vergangenheit unterschätzt. Insbesondere im Vergleich zu Aktienanlegern war sie bisher eher von untergeordneter Bedeutung. Dies ändert sich jedoch aktuell. Der Fixed-Income-Markt ist um ein Vielfaches größer als der Aktienmarkt und die Welt ist so hoch verschuldet, dass die Größe dieses Marktes auch weiterhin zunehmen wird.
Die extrem günstigen Refinanzierungslevels haben dazu geführt, dass bereits vor der Pandemie viele Unternehmen Anleihen emittiert haben. Die Auswirkungen von COVID-19 haben diesen Trend noch einmal verstärkt und die Anleiheemissionen auf Rekordlevels gehoben. Wenn diese Anleihen fällig werden und die Refinanzierung erforderlich ist, können Fixed-Income-Investoren einen erheblichen Einfluss auf die Emittenten nehmen. Es ist wichtig, dass verantwortungsbewusste Anleiheinvestoren diese Chance nutzen und sicherstellen, dass die Unternehmen gut geführt werden und klare ökologische und soziale Ziele haben.
Foto von Adrian Grey (Quelle: Insight)
Um „Net Zero” zu erreichen sollten die Unternehmensziele nicht nur von Aktienanlegern während der Hauptversammlungssaison, sondern auch bei Gesprächen zwischen Emittenten und Anleiheinvestoren im Vorfeld von Refinanzierungen und Kapitalerhöhungen im Jahr 2022 und darüber hinaus genau unter die Lupe genommen werden. Für ein Unternehmen ist es äußerst problematisch, wenn es sich nicht refinanzieren kann, weil die Anleiheinvestoren dessen ESG-Ziele für nicht ausreichend halten. Ebenso stellen unzureichende ESG-Ziele ein wesentliches Risiko für Anleiheinvestoren dar, was sich wiederum in höheren Fremdkapitalkosten niederschlägt. Daher wird der Einfluss von Investoren, die Unternehmen hinsichtlich ihrer Corporate Governance zur Verantwortung zu ziehen, zunehmend höhere Kapitalkosten für die Nachzügler bewirken.“
Aktives Fixed Income-Investment: Einfluss nutzen, um ESG umzusetzen
Titelfoto und Foto von Adrian Grey (Quelle: Insight)
Ein Jahr nach Gründung verkündet das Kölner Food Startup Naughty Nuts eine siebenstellige Seed-Finanzierungsrunde.
Die Finanzierungsrunde wird angeführt von FoodLabs und Bitburger Ventures, Bestandsinvestor Döhler Ventures und die Business Angels Ole Strohschnieder, Béla Seebach (Just Spices) und Philip Kahnis (Hafervoll, Polly) beteiligen sich ebenfalls.
Mit dem frischen Kapital investiert Naughty Nuts in die weitere Erschließung des DACH Marktes, der Erweiterung des Produktportfolios und in die Verstärkung des Teams. Fokus bleibt das starke DTC Geschäft. Für 2022 strebt das junge Unternehmen auch einen ersten Test für den Verkauf seiner Produkte außerhalb von DACH an. Das DTC Food Startup wurde im Januar 2021 von Benjamin Porten und Lorenz Greiner gegründet, mit dem Ziel die Love Brand für alles rund um das Super-Food Nuss aufzubauen. Als Einstiegskategorie haben die Pioniere aus Köln, als erstes auf dem Markt, Nussmus neu erfunden.
Mit einem breiten Portfolio innovativer Sorten, wie Blueberry Bash oder Cinnamon Roll, dazu passenden veganen Rezepten und einer markanten DTC Kommunikation baut das Kölner Food Startup seine ganz eigene Food Kategorie auf. Naughty Nuts Nussmus ist eine vielseitige Zutat und ein ideales Substitut für viele tierische Produkte und somit weit mehr als ein Aufstrich. Naughty Nuts nutzt für sein Nussmus ausschließlich 100% natürliche Zutaten mit transparenter Herkunft. Auf raffinierten Zucker, Palmöl und andere Zusatzstoffe wird verzichtet. Zudem sind alle Sorten vegan. „
Mit Bitburger Ventures und FoodLabs holen wir uns zwei namhafte Partner mit breitem KnowHow und starken Portfolios in den Bereichen DTC, Food und Retail an Board. Ergänzend zu unserem bisherigen Partner Döhler Ventures schaffen wir damit einen komplementären Gesellschafterkreis, welcher uns in der kommenden Wachstumsphase enorm unterstützen wird. Wir freuen uns auf die gemeinsame Reise und enge Zusammenarbeit“, sagt Benjamin Porten, Mitgründer & Geschäftsführer bei Naughty Nuts.
Mit einem CAGR von >7% (Statista) ist Nussmus eine der am stärksten wachsenden Segmente unter den Aufstrichen. Die gesundheitlichen Vorteile und die vielseitigen Anwendungsmöglichkeiten von Nussmus sind neben der wachsenden veganen Bevölkerung ein positive Treiber für diesen Markt. Laut GFK Consumer Panel möchte knapp jeder Vierte (24 Prozent der Deutschen) nach der Corona-Pandemie weniger tierische Produkte essen. Nussmus als natürliches Substitut für viele tierische Produkte (u.a. Sahne, Ei, Käse) bietet sich hier ideal an.
“Konsumenten legen zunehmend Wert auf Nachhaltigkeit und bewusste Ernährung, ohne dafür auf Genuss verzichten zu wollen. Naughty Nuts trifft damit genau den Zeitgeist“, sagt Patrick Huber, General Partner bei FoodLabs. „Wir waren von Anfang an beeindruckt, wie die Gründer in sehr kurzer Zeit eine starke DTC Brand aufgebaut haben und wir freuen uns sehr, Naughty Nuts beim weiteren Wachstum zu unterstützen.“
„Innerhalb kurzer Zeit hat es Naughty Nuts mit einer sehr interaktiven und jungen Direct-ToConsumer Marke, innovativen Produkten und einer maßgeschneiderten Online Kommunikation geschafft, einen signifikanten Fußabdruck aufzubauen. Wir sehen in der Nuss eine langfristig attraktive Alternative für Konsumenten weniger Fleisch zu konsumieren, sich zugleich proteinreicher und gesünder zu ernähren und ordnen den Trend in Richtung verstärktem Veganismus als nachhaltig ein. Wir freuen uns sehr darauf, mit Ben & Lorenz und unseren Co-Investoren die Entwicklung von Naughty Nuts voranzutreiben.“, sagt Dr. Friedrich Droste, Geschäftsführer von Bitburger Ventures.
Das Naughty Nuts Sortiment umfasst derzeit neun Sorten Nussmus, die primär über den eigenen Onlineshop www.naughtynuts.de angeboten werden. Anlässlich des ersten Geburtstags am 17. Januar hat Naughty Nuts das neue Haselnussmus Choco Crush gelaunched. Seit Mai 2021 ist Naughty Nuts auch im Handel gelistet und aktuell in rund 600 Märkten verfügbar. Das junge Unternehmen erzielt bereits einen siebenstelligen Umsatz und hat sein Produktportfolio innerhalb eines Jahres verdoppelt. Über Naughty Nuts Das Food Startup Naughty Nuts wurde im Januar 2021 gegründet. Das Unternehmen bietet verschiedene Sorten Nussmus an und nutzt dafür ausschließlich 100% natürliche Zutaten. Auf raffinierten Zucker, Palmöl und andere Zusatzstoffe wird verzichtet. Zudem sind alle Sorten vegan.
Über FoodLabs FoodLabs ist ein paneuropäischer Early Stage VC Investor und Venture Studio im Bereich FoodTech und Nachhaltigkeit. FoodLabs hat seinen Sitz in Berlin und wurde von 2016 Christophe F. Maire gegründet. Seitdem das FoodLabs Team mehr als 30 Frühphasen-Startups entlang der gesamten Wertschöpfungskette der Lebensmittelindustrie unterstützt. Wir investieren in die ehrgeizigsten, zielstrebigsten Gründerteams, die die größte Industrie der Welt effizienter und nachhaltiger machen. Zum FoodLabs Portfolio gehören Unternehmen wie Infarm, Meatable, Mushlabs, Sanity Group, Formo und Gorillas.
Über Bitburger Ventures Bitburger Ventures wurde 2018 mit dem Ziel gegründet, die Wachstumsdynamik junger, innovativer Startups mit der finanziellen Stärke und Erfahrung der Bitburger Unternehmensgruppe zu vereinen. Bitburger Ventures‘ Investitionsschwerpunkt liegt bei Startups, die attraktive Marktsegmente durch den Einsatz neuartiger, digitaler und nachhaltiger Konzepte in den Bereichen Food- und Health-Tech revolutionieren. Zu den aktuellen Investments zählen u.a. waterdrop, share, Just Spices und Mushlabs. Weitere Informationen: bitburger-ventures.de
Über Döhler Ventures Döhler Ventures ist ein international agierender Early Stage Venture Capital Investor im Bereich Food & Beverage, Nutrition und Food Technology. Weitere Informationen: doehlerventures.com
Frankfurt, 21. Jan (Reuters) – Der Dax ist zum Wochenschluss mit einem Minus in den Handel gestartet. Der deutsche Börsenleitindex verlor zu Beginn am Freitag 1,4 Prozent auf 15.691 Zähler. „Die Kombination aus Zinswende und Omikron-Welle wird für die Börsen mehr und mehr zum Tsunami“, sagt Portfolio-Manager Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners. „Vorsicht ist das Gebot der Stunde.“ Anleger fürchten, dass eine zu aggressive Straffung der US-Geldpolitik die Konjunktur abwürgen könnte. Die Führung der Notenbank Fed wird am Mittwoch die Ergebnisse ihrer Beratungen verkünden. Für Unruhe sorgten zudem die anhaltenden Spannungen zwischen Russland und der Ukraine.
Zu den größten Verlieren zählten die Aktien von Siemens Energy mit einem Abschlag von 7,8 Prozent. Der Energietechik-Konzern muss wegen anhaltender Probleme der spanischen Windkraft-Tochter Siemens Gamesa erneut Abstriche an den Prognosen machen. Für Airbus ging es 1,6 Prozent bergab. Die Annulierung eines Vertrags zur Lieferung von 50 Maschinen an Qatar Airways machte dem Aktienkurs zu schaffen.
Dax taucht zur Eröffnung ab – Siemens Energy auf Talfahrt
Lade-Pionier ChargeX schließt Serie-A-Finanzierungsrunde über 4,5 Millionen Euro ab und gewinnt neue Investoren
Das E-Mobility-Start-up ChargeX hat erfolgreich seine Serie-A-Finanzierungsrunde in Höhe von 4,5 Millionen Euro abgeschlossen. Die neu gewonnenen Investoren sind der Münchner High-Impact Investor BonVenture, der Hamburger Investor Hevella Capital und der Smart-Energy-Innovationsfonds des Schweizer Energieversorgers Energie 360°.
Mit dem eingesammelten Kapital will ChargeX in 2022 die Installation seiner Ladeinfrastruktur-Lösung weiter Vereinfachen, ins europäische Ausland expandieren sowie seine digitalen Services ausbauen. ChargeX setzt so die eigene Mission “Jeder Stellplatz wird zum Ladeplatz” in die Tat um.
Um eine vollumfängliche Lösung für das Laden von Elektroautos bieten zu können, plant ChargeX den Ausbau der digitalen Services rund um das Thema Lademanagement. Im Fokus steht dabei die Drop App, mit der die Stromverfügbarkeit des Stromnetzes mit der Flexibilität des E-Auto-Fahrers in Einklang gebracht wird. “Der Engpass der Ladeinfrastruktur liegt nicht in der Nachfrage, sondern im Fachkräftemangel bei Elektrikern und den Kapazitäten unseres Stromnetzes. Beide Bereiche denken wir bei ChargeX komplett neu, und wir werden die Probleme mit den neuen Investoren an unserer Seite lösen”, so Tobias Wagner, CEO & Co-Founder.
Zudem plant ChargeX mit der Mehrfachsteckdose für Elektroautos den Markteintritt in weitere europäische Länder. Dabei stehen solche Märkte im Fokus, die eine hohe Marktdurchdringung von Elektrofahrzeugen vorweisen können. Jochen Herdrich, Partner bei BonVenture: “Die Mobilitätswende ist im Hinblick auf den Klimawandel eine der drängendsten Herausforderungen in Deutschland. Gerade Unternehmen haben hier mit ihren Fuhrparks einen großen Hebel, und ChargeX macht ihnen den Umstieg leicht. Die beiden Gründer Tobias Wagner und Michael Masnitza sind Überzeugungstäter und bringen gleichzeitig alles mit für eine erfolgreiche Umsetzung – wir freuen uns auf die Zusammenarbeit.”
Berlin, 21. Jan (Reuters) – Bei der ersten Kabinettsklausur der neuen Ampel-Regierung aus SPD, Grünen und FDP steht die deutsche G7-Präsidentschaft der führenden Industrienationen in diesem Jahr im Vordergrund. Aber auch andere grundlegende Fragen sollten besprochen werden, sagte Bundeskanzler Olaf Scholz am Freitag in Berlin.
Zum angestrebten Klimaclub solle es eine Verabredung geben. Die Industrieländer müssten hier vorangehen.
Der Club soll zahlreiche Länder motivieren, beim Klimaschutz zu kooperieren, um Nachteile für Unternehmen zu vermeiden. Mindeststandards könnten hier gesetzt werden. Entscheidend dabei wird sein, ob China und die USA als größte CO2-Emittenten mitziehen werden.
Foto: Symbolfoto
Die Vorgängerregierung aus Union und SPD hatte sich bereits dafür ausgesprochen, einen Klimaclub gründen zu wollen.
Scholz ergänzte, bei der Klausur im Kanzleramt werde es auch darum gehen, bei der Digitalisierung, dem Wohnungsbau sowie der Beschleunigung von Planungs- und Genehmigungsverfahren voranzukommen. „Wir müssen da Tempo hineinbekommen.“ Ein Aufbruch in Deutschland sei möglich und nötig.
Scholz – Kabinett wird Verabredung für Klimaclub treffen