Mittwoch, Juli 8, 2026
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DAX40-Studie: Konzerne vergeben Chancen für mehr Nachhaltigkeit

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Obwohl DAX-Konzerne im vergangenen Jahr in Summe fast 900 Millionen Euro für gemeinnützige Zwecke gespendet haben, nutzen sie beim gesellschaftlichen Engagement bei weitem nicht ihr Potenzial aus. Sie agieren zu wenig strategisch, setzen auf zu viele unterschiedliche Themen und berichten kaum darüber, was ihre Millionen bewirken. Das ist das Ergebnis einer neuen Studie zum Corporate Citizenship der DAX40 von den Beratungshäusern Wider Sense und goetzpartners.

Die Folgestudie der Ersterhebung von 2017 nimmt erstmals das gesellschaftliche Engagement der DAX-Konzerne in ihrer neuen Zusammensetzung mit 40 Unternehmen unter die Lupe. Untersucht wurde unter anderem, wie strategisch die DAX-Unternehmen in ihrem Corporate Citizenship sind. Für die Studie „Vergebene Chancen“ führten die Autor*innen Hintergrundgespräche mit DAX-Verantwortlichen und analysierten tausende Seiten von Nachhaltigkeitsberichten. Fazit: 2020 wurde zwar mehr denn je für den guten Zweck gespendet. Bis auf wenige Vorreiter agieren die DAX-Konzerne dabei jedoch wenig zielgerichtet und verknüpfen ihre Millionen-Investitionen kaum mit Projekten, die auch einen positiven Einfluss auf den sozialen oder ökologischen Fußabdruck ihres Kerngeschäfts haben.

Kaum Verknüpfung von Engagement und Kerngeschäft

Statt nur im Sport oder in der Region Gutes zu tun, spenden inzwischen 75 Prozent der DAX-Unternehmen zumindest teilweise an Organisationen, die sich für die Lösung von Nachhaltigkeitsproblemen einsetzen, welche die Konzerne selbst mitverursachen. Kooperationen mit sogenannten Social Businesses beispielsweise gibt es aber nur selten. Dabei entsteht die größte positive Wirkung genau durch solche Formen strategischen Engagements. Ein Beispiel: Konzerne fördern mit Spendengeldern den Aufbau von Sozialunternehmen in anderen Ländern, die vor Ort fair arbeiten und später sogar potenziell als Lieferanten nachhaltige Ressourcen für das eigene Kerngeschäft bereitstellen können. Die neue Studie bestätigt nun, dass die meisten DAX-Konzerne von solch einem weitsichtigen gesellschaftlichen Engagement noch weit entfernt sind. Engagement in der eigenen Wertschöpfungskette, zum Beispiel zur Reduktion von Plastik, zur Wiederaufforstung von Wäldern oder für die Einhaltung von Menschenrechten entlang der Lieferkette, bleibt die Seltenheit.

Druck auf Unternehmen steigt, nur wenige gehen voran

„Klimakrise, Ungleichheit, Pandemie: Bei zahlreichen der DAX40 hat in den vergangenen Jahren zwar eine Professionalisierung des Corporate Citizenship stattgefunden. Wirklich strategisch gehen das aber nur wenige Vorreiter an – die deutschen Konzerne vergeben so viele Chancen für positive ökologische und gesellschaftliche Wirkung“, fasst Michael Alberg-Seberich, Geschäftsführer von Wider Sense zusammen. „Der Druck auf die Unternehmen steigt, das merken auch die DAX-Unternehmen seit Jahren. Das reicht von Verbraucher*innen-Erwartungen bis hin zu neuen gesetzlichen Vorschriften für mehr Nachhaltigkeit wie dem Lieferkettengesetz“, ergänzt Armin Raffalski, Partner des Beratungshauses goetzpartners. „Trotzdem fehlt oft noch der Wille, Corporate Citizenship und Kerngeschäft konsequent zusammen zu denken. Die DAX40 stehen für über eine Billion Euro Umsatz, haben mehrere Millionen Mitarbeitende. Das ist eine Kraft, die bei weitem noch nicht genutzt wird“, so Raffalski weiter.

Nur 8 Prozent im DAX40 berichten über Wirkung

Eine weitere Erkenntnis der Studie: Es mangelt an Wirkungsmessung bei den DAX-Konzernen. Nur 44 Prozent berichten aggregiert darüber, was sie konkret für welchen guten Zweck unternehmen. Sogar nur 8 Prozent berichten darüber, welche Wirkung sie damit insgesamt tatsächlich erzielt haben. „Hier gibt es noch viel Luft nach oben. Denn nur, wer sein Engagement regelmäßig und nachvollziehbar evaluiert, wird langfristig positive Wirkung erzielen“, erklärt Armin Raffalski.

Studie zeigt Potenzial und Erfolgsbeispiele auf

Obwohl nach wie vor zu viele Chancen vergeben würden, blicken die Herausgeber optimistisch auf eine Konzernwelt im Wandel: So verfügen zum Beispiel 77 Prozent der DAX-Unternehmen mittlerweile über globale Spendenrichtlinien. Darüber hinaus zeigten die fünf am besten bewerteten Konzerne der Studie, welches Potenzial in strategisch ausgerichtetem Corporate Citizenship stecke, so die Autor*innen der Studie. So hat sich zum Beispiel Merck zum Ziel gesetzt, eine ganze Krankheit auszurotten, Bayer will bis 2030 100 Millionen Frauen mit Verhütungsmitteln versorgen und SAP rüstet über 2 Millionen Menschen im Jahr mit digitalem Wissen und Programmierkenntnissen aus. Weitere Vorreiter sind Deutsche Post und Deutsche Telekom. „Wirkungsvolle Initiativen gehen dabei meist auf engagierte Entscheidungstragende zurück, auch andere Vorstände müssen hier vorangehen“, fordert Armin Raffalski. „Mit den zahlreichen Erfolgsbeispielen und Erkenntnissen der Studie wollen wir unseren Beitrag dazu leisten“, ergänzt Michael Alberg-Seberich.

Über die Herausgeber der Studie

Herausgeber der Studie „Vergebene Chancen: Zu wenige DAX40-Konzerne nutzen Corporate Citizenship zur Stärkung ihrer Nachhaltigkeit“ sind Wider Sense und goetzpartners.

Studie herunterladen

Die Studie „Vergebene Chancen: Zu wenige DAX40-Konzerne nutzen Corporate Citizenship zur Stärkung ihrer Nachhaltigkeit“ kann hier kostenlos heruntergeladen werden:

In deutscher Sprache

In englischer Sprache

Foto: JP Valery, unsplash.com

Visa startet mit Crypto Advisory Services

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Crypto Advisory

Die Argumente für Kryptowährungen werden für Finanzinstitute immer stärker. Die deutschen Ergebnisse der globalen Studie zeigen:

  • 42 Prozent der Befragten haben Kryptowährungen entweder bereits genutzt oder stehen ihnen positiv gegenüber.
  • 24 Prozent besitzen Kryptowährungen für Investitionen oder Transaktionen.
  • 18 Prozent sind neugierig und ergreifen Maßnahmen, um mehr zu erfahren.

Visa (NYSE: V) gibt heute den Start seines Beratungsangebots Global Crypto Advisory bekannt. Der Service ist Teil von Visa Consulting and Analytics (VCA) und wurde entwickelt, um Kunden und Partnern dabei zu helfen, ihr Krypto-Geschäft voranzubringen. Dies geschieht zu einem Zeitpunkt, zu dem digitale Währungen immer mehr in das öffentliche Bewusstsein treten. Laut einer heute von Visa veröffentlichten Studie liegt der Bekanntheitsgrad von Kryptowährungen unter den Befragten in Deutschland bei 93 Prozent.1

Das Verständnis des Krypto-Ökosystems ist für alle Interessierten ein wichtiger erster Schritt – sei es für Finanzinstitute, die Kund:innen anlocken oder binden möchten, für Händler:innen, die in NFTs einsteigen wollen, oder für Zentralbanken, die digitale Währungen erkunden. Durch die Zusammenarbeit mit mehr als 60 Krypto-Plattformen verfügt Visa über ein globales Netzwerk von Berater:innen und Produktexpert:innen mit fundierten Fachkenntnissen, um Finanzinstitute zu unterstützen. Sie helfen dabei, Angebotsoptionen von Krypto-Services zu identifizieren, konkrete Strategien zu entwickeln und Innovationen wie Krypto-Bonusprogramme oder CBDC-integrierte Wallets zu pilotieren.

„Wir haben im letzten Jahr gesehen, dass sich die Art und Weise, wie sich unsere Kunden mit dem Thema beschäftigen, fundamental verändert – von dem Wunsch, mit Krypto zu experimentieren, hin zum Aufbau einer Strategie und einer Produkt-Roadmap“, sagt Claudio Di Nella, Head of Consulting & Analytics bei Visa Europe. 

Visa Studie untersucht Einstellung von Verbraucher:innen zu Krypto

Während sich immer mehr Kunden für die Entwicklung von Krypto-Lösungen interessieren, zeigt eine neue Studie von Visa, dass das Bewusstsein und die Akzeptanz von Krypto auch bei Verbraucher:innen weltweit sehr hoch ist. Laut der globalen Studie „The Crypto Phenomenon: Consumer Attitudes & Usage“ hat sich bereits rund ein Viertel der kryptobewussten Verbraucher:innen in Deutschland direkt mit Kryptowährungen auseinandergesetzt – entweder als Anlageinstrument oder als Tauschmittel. „Krypto steht für einen technologischen Wandel in den Bereichen Geldbewegung und digitaler Besitz“, sagt Antony Cahill, Deputy CEO von Visa Europe. „Verbraucherinnen und Verbraucher ändern ihren Umgang mit Anlageinvestitionen sowie ihren Blick auf die Zukunft des Geldes. Daher wird jedes Finanzinstitut eine Krypto-Strategie benötigen.“

Die Visa Studie, bei der mehr als 6.000 Menschen in acht Märkten (Argentinien, Australien, Brasilien, Deutschland, Hongkong, Südafrika, Großbritannien und USA) befragt wurden, bringt für den deutschen Markt folgende Erkenntnisse hervor:

  • Die zunehmenden Krypto-Schlagzeilen zeigen Wirkung. In Deutschland liegt der Bekanntheitsgrad von Kryptowährungen bei 93 Prozent der Befragten. 
  • Ein signifikanter Anteil nutzt oder investiert in Kryptowährungen.Fast ein Viertel (24 %) der kryptobewussten Erwachsenen besitzt oder nutzt bereits Kryptowährungen. Fast jede:r Zweite davon (45 %) gibt an, die Nutzung im letzten Jahr intensiviert zu haben.
  • Zu den wichtigsten Motivatoren gehören der Vermögensaufbau und der Glaube an Kryptowährungen als die Zukunft der Finanzdienstleistungen. Die wichtigsten Beweggründe Kryptowährungen zu besitzen und zu benutzen, sind deren Zukunftsfähigkeit (42 %) und der Vermögensaufbau (41 %).
  • Kryptoverknüpfte Karten und Krypto-Prämien sind attraktiv. Unter den Krypto-Besitzer:innen sind 81 Prozent an kryptoverknüpften Bezahlkarten interessiert, mit denen man Kryptowährungen umwandeln und bei Händler:innen genauso bezahlen kann wie mit der Debit- oder Kreditkarte. 84 Prozent sind an Krypto-Rewards interessiert, die Kartenzahlungen mit Prämien in Kryptowährungen belohnen.
  • Verbraucher:innen würden für Krypto-Produkte die Bank wechseln.Mehr als ein Drittel der Krypto-Besitzer:innen (35 %) gibt an, dass sie wahrscheinlich oder sehr wahrscheinlich in den nächsten 12 Monaten zu einer Bank wechseln würden, die Krypto-Produkte anbietet. 

Zum Download der globalen Studie „The Crypto Phenomenon: Consumer Attitudes & Usage“ gelangen Sie hier.

[1] Methodik der Erhebung
Diese Studie, die in Zusammenarbeit mit LRW, a Material Company, durchgeführt wurde, umfasste neun Fokusgruppen und zehn Tiefeninterviews in den USA, Deutschland und Argentinien, die vom 14. bis 26. Juli 2021 vorgenommen wurden. Außerdem wurden zwischen dem 25. August und 13. September 2021 Online-Befragungen mit 6.430 Menschen in Argentinien, Australien, Brasilien, Deutschland, Hongkong, Südafrika, den USA und Großbritannien durchgeführt. Die Studie spiegelt die Ansichten und Meinungen der Online-Bevölkerung in diesen Märkten wider und ist demografisch repräsentativ in Bezug auf Alter, Geschlecht, Haushaltseinkommen, Region und ethnische Zugehörigkeit. Um an der Umfrage teilnehmen zu können, mussten die Befragten folgende Kriterien erfüllen:

  • Mindestalter: 18 Jahre.
  • Wenn sie 25 Jahre alt oder älter sind, ein Haushaltseinkommen von mindestens 35.000 US-Dollar (oder ein entsprechendes Äquivalent je nach Markt) aufweisen.
  • Sie müssen die Verantwortung für finanzielle Entscheidungen in ihrem Haushalt allein oder geteilt tragen.

Teilnehmer:innen, die diese Kriterien erfüllen, wurden weiter zu ihrem Wissen über Kryptowährungen befragt: Diejenigen, denen Kryptowährungen bekannt sind, wurden zur Teilnahme an der vollständigen Umfrage über ihre Einstellung und Nutzung von Krypto eingeladen. Die Screening-Raten wurden erfasst, um die Größe dieser Gruppe unter allen Erwachsenen zu bestimmen. Die vollständige Methodik finden Sie im Studienbericht, der hierverfügbar ist.

Bilder pixabay

Quelle Adel & Link Public Relations 

whylab Finanzierungsrunde mit einem mittleren 6stelligen Betrag

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whylab

better ventures investiert in Mental-Health-Startup whylab

whylab hat in seiner Pre-Seed-Finanzierung mit dem Angel Club better ventures und weiteren namhaften Investor:innen einen mittleren sechsstelligen Betrag eingesammelt. An der Pre-Seed-Runde beteiligt sind im Verbund von better ventures, neben Christoph Behn, Tina Dreimann und Cedric Duvinage, auch Björn Kolbmüller (zenloop, Flaconi) und Dörte Kaschdailis (opexxia). Zudem investieren unter anderem Shio Capital, Dr. Mirko Caspar (MisterSpex), Anna Kaiser (Tandemploy), Stephan Bayer (sofatutor), Andre Heeg (BCG Digital Ventures) und Julius Göllner.

whylab soll das digitale Fitnessstudio für mentale Gesundheit werden, so die drei Gründerinnen Luca Lea Kleene, Nikola Berkmann und Sarah Reitz. Ihre Mission ist wichtiger denn je: Menschen zu befähigen, ein glückliches Leben führen zu können. Im Fokus steht dabei ein virtuelles Gruppenformat, bei denen Teilnehmer:innen von einem:r ausgebildeten Coach:in über mindestens sechs Wochen in regelmäßigen Gruppensitzungen begleitet werden. Damit diese Gruppen harmonieren, setzt whylab auf einen Matching-Prozess, der auf Persönlichkeitstypen und individuellen Bedürfnissen basiert. Außerdem entwickelt whylab neben den virtuellen Coachings einen intelligenten digitalen Begleiter, der die Nutzer:innen durch regelmäßige Übungseinheiten in der persönlichen Weiterentwicklung systematisch und individuell unterstützen soll.

Das Angebot wird aktuell insbesondere von Millennials genutzt, die sich in einer „Quarter-Life-Crisis“ befinden. Hiervon sind laut einer LinkedIn-Studie circa 70 Prozent der 20 bis 30-Jährigen in Deutschland betroffen. Auch den Gründer:innen sind Persönlichkeitskrisen nicht fremd: „Ich hatte selbst vor zwei Jahren so eine Krise – es gab kein zugängliches und wirklich effektives Angebot für mich”, berichtet Luca Lea Kleene. „Genau das Problem lösen wir mit whylab. Wir unterstützen Menschen dabei, sich selbst besser kennen zu lernen, und das eigene Verhalten langfristig und systematisch zu verändern”, führt sie fort. Die Angebote von whylab beschränken sich daher nicht nur auf Millennials, sondern sind allen Menschen zugänglich, die Lebenskrisen durchlaufen.

Tina Dreimann von better ventures sieht in whylab ein starkes Impact-Potenzial: „whylab adressiert ein gesellschaftlich hochrelevantes Thema, was durch die Pandemie noch verstärkt wurde. Rund 18 Millionen Erwachsene sind allein in Deutschland jedes Jahr von psychischen Erkrankungen betroffen. Präventionsangebote im Bereich Mental Health, wie die von whylab, sind daher umso wichtiger.”

„Die Finanzierungsrunde beschleunigt unsere Mission, möglichst viele Menschen beim Training ihrer mentalen Gesundheit zu unterstützen und so zu ihrer allgemeinen Zufriedenheit beizutragen”, sagt die Co-Gründerin Luca Lea Kleene. Das Kapital soll zur Weiterentwicklung des Produkts, sowie zur Gewinnung neuer Mitarbeiter:innen im Bereich Tech, Marketing und Operations verwendet werden.

whylab wurde im Dezember 2020 in Berlin während der Pandemie gegründet. Das weibliche Gründungsteam bringt sowohl die notwendige psychologische Expertise als auch Business-Know-how mit.

Die Gründerinnen sind sich sicher, dass es in Zukunft normal sein wird, das mentale Wohlbefinden genauso regelmäßig zu trainieren wie das körperliche. Um die Vision des digitalen Fitnessstudios für mentale Gesundheit zu realisieren, arbeiten die Gründerinnen an einem Ausbau des Geschäftsmodells. Aktuell lassen sich die 6-wöchigen Kurse einzeln buchen, künftig soll ein Abo-Modell für den digitalen Begleiter das Angebot ergänzen.

Quelle hypr agency

FinTech-Trends 2022

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2022

Das dramatische Auf und Ab der Gamestop-Aktie Anfang dieses Jahres hat es gezeigt: Neue Finanztechnologien – in diesem Fall Trading-Apps – können das reale Marktgeschehen massiv beeinflussen. Auch 2022 werden hierfür wieder entscheidende Weichen gestellt. Folgende Technologien haben das Potenzial, die FinTech-Branche im kommenden Jahr grundlegend zu verändern.

1. Decentralized Finance (DeFin)

Währungen auf Blockchain-Basis sind spätestens seit dem ersten Boom des Bitcoin weitestgehend bekannt. Auch die Vorteile der Krypto-Währungen sind klar: Sie sind unabhängig von Zentralbanken und Regierungen, lassen sich problemlos weltweit transferieren und sind – das wichtigste Merkmal – aufgrund der dezentralen Struktur gut gegen Hacker-Attacken geschützt. Allerdings endet die Entwicklungsgeschichte der Blockchain-Technologie nicht beim Bitcoin, sondern geht jetzt erst richtig los.

Kern dieser Entwicklung ist das sogenannte Decentralized Finance (DeFin), eine komplett neue Welt des Krypto-Banking. Bisher wurden Krypto-Currencies ebenso wie klassische Währungen an zentralen Börsen gehandelt. Dabei geht jedoch ihr zentrales Merkmal verloren: die dezentrale Netzwerkstruktur. 2021 war es noch ein Thema für Finanz-Nerds. 2022 kommt der Trend in der breiteren Masse an, gleichzeitig trennen sich Spreu und Weizen, also die seriösen von den unseriösen Anbietern.

Ermöglicht werden dezentrale Finanzsysteme durch so genannte Smart Contracts. Dabei handelt es sich um Computerprogramme, in denen die beteiligten Akteure ihre gewünschten Transaktionen festschreiben. Eine zentrale Kontroll-Instanz ist nicht mehr nötig. Die gespeicherten Daten liegen in einem dezentralen Blockchain-Netzwerk, so dass spätere Änderungen nicht mehr möglich sind.

Grundsätzlich gibt es drei Möglichkeiten, DeFin zu nutzen: Staking, Lending und Liquid Mining. Alle Abläufe beruhen darauf, dass die Besitzer:innen einer Krypto-Währung einen gewissen Anteil an ihrer Rechenpowerl dem System zur Verfügung stellen. Dafür erhalten sie Belohnungen. Wichtig ist dabei allerdings ein vertrauenswürdiger Anbieter. Da es sich um eine relativ neue Technologie handelt, sind leider auch unseriöse Unternehmen unterwegs. Ohne gesetzliche Regulation geht es also auch im Bereich DeFi nicht. Vertrauenswürdige Plattformen haben das erkannt und unterziehen sich dem Prozess trotz ihrer grundsätzlichen Unabhängigkeit von staatlichen Institutionen. So erfüllt beispielsweise Cake DeFi, eine Plattform für dezentrale Finanzdienstleistungen, alle regulatorischen Anforderungen der Monetary Authority of Singapore (MAS). Durch die Kombination von dezentraler Netzwerkstruktur und gesetzlicher Regulation können sich Menschen auf der ganzen Welt über Krypto-Lösungen informieren und DeFi sicher nutzen.

2. Open Banking erobert den Zahlungsverkehr

2018 hat die Europäische Union mit der PSD2-Richtlinie Fintechs einen massiven Schub gegeben. Aber erst 2022, vier Jahre später, werden die tiefgreifenden Veränderungen sichtbar. PSD2 verpflichtet Banken, offene Daten-Schnittstellen für Drittanbieter einzurichten. In der ersten Phase griffen Fintechs auf Kontoinformationen der Kunden

zurück und schufen beispielsweise Apps, in die sich Konten unterschiedlichster Banken integrieren ließen. Jetzt folgt die Zahlungsabwicklung, ein für Fintechs ausgesprochen lukratives, für Kunden sehr angenehmes – und für traditionelle Banken sehr bedrohliches Modell.

Denn Open Banking ermöglicht die sofortige und sichere Vernetzung verschiedener Akteure. Im Gegensatz zu traditionellen Finanztransaktionen sind keine Intermediäre mehr notwendig. Ein Unternehmen, zum Beispiel ein Online-Shop, kann eine direkte Verbindung zum Bankkonto des Kunden herstellen – ohne den Service eines Karten- oder sonstigen Payment-Anbieters. Das macht den Vorgang nicht nur für den Kunden einfacher, da er keine lange Kontonummer eintippen muss. Es ist auch für den Händler von Vorteil, weil der Prozess schneller abläuft, niedrigere Transaktionsgebühren, weniger Betrug und geringere Fehlerquoten bedeutet – und damit mehr Einnahmen oder niedrigere Betriebskosten. Die Konsequenz zeigt sich im Erfolg von TrueLayer, Europas führender Open-Banking-Plattform. Im Jahr 2021 verdoppelte das Unternehmen die Zahl seiner Kunden und im gleichen Zeitraum wuchs das Zahlungsvolumen um 400 Prozent und der Wert der monatlichen Zahlungen um 800 Prozent.

Für etablierte Banken ist die Gefahr groß, als reine Geldverwahrer zu enden, abgeschnitten von vielen lukrativen Dienstleistungen.

3. All-in-once-Finance

Keiner macht es wirklich gerne: Verwaltung der persönlichen Finanzen. Was für viele schon nach “Steuererklärung” und “Exceltabellen” klingt, erfordert immer wieder Arbeitszeit am Abend oder an den Wochenenden. Und auch für viele Unternehmen ist die Buchhaltung ein Pain Point: Gerade Startups und Freelancer müssen kostbare Ressourcen aufwenden, um ihre Unterlagen immer auf dem neuesten Stand zu halten. Dabei geht es nicht nur um die gesetzlichen Anforderungen: Nur durch ein aktuelles und präzises finanzielles Lagebild sind fundierte unternehmerische Entscheidungen möglich. Doch lange waren die Angebote fragmentiert. Es gab beispielsweise Steuersoftware für die Abrechnung oder eine Reihe verschiedener Tools für die Buchhaltung.

Was fehlte, waren Lösungen, mit denen eine Finanzorganisation aus einer Hand möglich ist. Mittlerweile haben Startups genau dieses Angebot entwickelt. Dabei stehen die verschiedenen Finanz-Tools nicht mehr separat nebeneinander, sondern sind in eine Lösung integriert. Während 2021 Pionierarbeit geleistet wurde, kommt die Technologie 2022 mit Schwung im Markt an.

So bietet das französische Startup Qonto kleinen und mittleren Unternehmen sowie Freelancern neben günstigen Geschäftskonten auch Anbindungen an Steuersoftware, Buchhaltung-Tools und Zahlungsanbieter ohne Zwischenschritt. Ziel ist nicht die Aufsummierung möglichst vieler Programme, sondern die Schaffung einer automatisierten Finanzverwaltung, die den Workload spürbar reduziert.

4. Crowdinvesting in Immobilien

Angesichts wachsender Inflationssorgen, anhaltender Niedrigzinsen und volatiler Märkte wird der Trend zu alternativen Investmentformen weiter anhalten. Stark in den Fokus werden 2022 insbesondere jene Immobilieninvestments geraten, die lange institutionellen Anlegern

vorbehalten waren. Besonders beliebt ist das Crowdfunding von Immobilien, bei dem auch Kleinanleger die Möglichkeit haben, an Immobilienfinanzierungen teilzuhaben. Neu geprüft wird dabei auch, das Thema Environmental Social Governance, kurz ESG, auf die Investitionen anzuwenden.

Schon mit Beträgen ab 500 Euro können sich Investoren beim Crowdinvesting an Bauprojekten beteiligen und ein Immobilienvermögen aufbauen. Digitale Technologien machen es Anlegern leichter, diese Beiträge zu verwalten, zu verfolgen oder sich darüber zu informieren. Viele moderne Investoren sind digitalaffine Selbstentscheider, die sich eigenständig nach Informationen umschauen. Dabei wird keine Immobilie erworben, sondern die Entwicklung und der Bau eines Immobilienprojekts mitfinanziert. Konkret geschieht dies in Form von sogenannten Nachrangdarlehen oder Anleihen. Die Renditen liegen zwischen 4 bis 8 Prozent und befinden sich damit weit über dem Niveau von klassischen Einlagen. Attraktiv sind auch die oft kurzen Laufzeiten zwischen 12 und 36 Monaten.

Das Risiko bei der Finanzierung von Immobilienprojekten besteht darin, dass beispielsweise ein Bauprojekt nicht fertig und zu einem viel geringeren Preis als kalkuliert veräußert wird. In solchen Fällen wird zuerst die Bank bedient und erst dann die Crowd, so dass Crowd-Anleger am Ende leer ausgehen können. Daher ist es wichtig, auch bei der Wahl des Crowdinvestmentanbieters auf Qualitätskriterien zu achten. Als Qualitätsführer in der Branche zeichnet sich der Berliner Anbieter zinsbaustein.de aus, der zudem eine sehr hohe Kundenzufriedenheit aufweist. Die Rückzahlungsquote des Unternehmens liegt bei 100 Prozent, sämtliche abgeschlossenen Projekte wurden bis heute erfolgreich inklusive Zinsen an die Anleger zurückgeführt.

Bilder: pixabay

Quelle Piabo PR GmbH

EMBION Series A Finanzierungsrunde mit 4.5 Millionen Schweizer Franken

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Embion

ASAHI ist Leadinvestor in 4.5 Millionen Schweizer Franken Series A Finanzierungsrunde von EMBION Technologies

EMBION beschleunigt damit die Kommerzialisierung seiner Grundlagentechnologie zur Verarbeitung von Biomasse für funktionelle Ernährungsinnovationen 

Der globale Brauerei-Konzern ASAHI Group Holdings Ltd. («Asahi») ist Lead-Investor in der Series A-Finanzierungsrunde von EMBION Technologies («Embion»). Das Spinoff der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne (EPFL) hat eine Finanzierungsrunde in Höhe von 4.5 Millionen Schweizer Franken erfolgreich abgeschlossen. Neben den bestehenden Investoren beteiligten sich weitere private Investoren an der Runde. Mit dem frischen Kapital wird Embion seine Produktionskapazitäten skalieren und sich weiteres geistiges Eigentum im Bereich der Biomasse-Valorisierung für die Gesundheit und Ernährung von Mensch und Tier sichern. Dafür und um das Wachstum in den verschiedenen Märkten zu fördern, ist auch eine Verdoppelung der Mitarbeiterzahl in den nächsten 18 Monaten geplant.

Die Plattform-Technologie von Embion zur Verarbeitung von Biomasse ermöglicht es, hochwirksame Extrakte aus Nebenströmen der Lebensmittel- und Agrarindustrie herzustellen. Dieses Upcycling in höherwertige Produkte für die Gesundheits- und Ernährungsindustrie trägt dazu bei, Nahrungsressourcen, Versorgungssicherheit und Nachhaltigkeit mit einer Technologie zu erweitern, die den heutigen CO2-Fußabdruck hocheffizient reduziert. Embion ist ein Schweizer Unternehmen für industrielle Biotechnologie mit globaler Reichweite und Wirkung. 

Embion Founders

„Wir freuen uns sehr, Asahi als Lead-Investor an Bord zu haben. Der Markt für funktionelle Ernährung entwickelt sich rasant und der Zeitpunkt des Abschlusses unserer Series A Finanzierung ist perfekt. So können wir die einzigartige Kapazität unserer Plattform-Technologie schneller auf den Markt bringen. Unsere Kunden in der Gesundheits- und Nahrungsmittelindustrie können damit Produkte entwickeln, die sich positiv auf den Planeten und die Gesundheit seiner Bewohner auswirken“, erklärt Georgios Savoglidis, Mitgründer und CEO von Embion.

„Wir sehen einen riesigen Zukunftsmarkt im Upcycling von industrieller Biomasse. Dieser Bereich ist einer der größten Treiber der Transformation in der Getränke- und Nahrungsmittelbranche. Embion ist hier der führende Innovationstreiber. Wir freuen uns, die Series A-Finanzierung als Lead-Investor anzuführen“, sagte Manabu Sami, Präsident und Representative Director von Asahi Quality and Innovations Ltd., einer hundertprozentigen Tochtergesellschaft von Asahi.

2016 als Spin-Off der Eidgenössische Technische Hochschule Lausanne (EPFL) gegründet, hat sich das Unternehmen bis 2025 das Upcycling von 1 Mio. Tonnen Biomasse und die Einsparung von 100 Mio. Tonnen CO2 zum Ziel gesetzt. Mit seiner intelligenten katalytischen Plattformtechnologie liefert Embion innovative und hochwertige Lösungen für Branchenführer in den Bereichen Ernährung und Gesundheit. Der neuartige technologische Ansatz beschleunigt die Entwicklung von funktionalen Nahrungsmitteln bei gleichzeitiger Reduzierung von Kosten und Zeit bis zur Markteinführung. Embion katalysiert die Zukunft der Ernährung hin zu einer Revolution der Bioökonomie.

Bild: (c) Embion Technologies

Weitere Informationen finden Sie hier

Quelle Embion Technologies SA

Bald Klage gegen die quantitative Lockerung der EZB vor dem Europäischen Gerichtshof?

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Portrait Hendrik Tuch EZB Klage

Kommentar von Hendrik Tuch, Leiter des Bereichs Fixed Income NL bei Aegon Asset Management

Die EZB betreibt monetäre Finanzierung und muss sich möglicherweise mit den rechtlichen Konsequenzen auseinandersetzen, meint Hendrik Tuch, Leiter des Bereichs Fixed Income NL bei Aegon Asset Management. Nach Tuch seien die Anleihekaufprogramme der Zentralbanken in der Vergangenheit zwar legitim und hatten vertragliche Gründe für ihre Maßnahme, diese Legitimität könnte jedoch mit der steigenden Inflation schwinden.

Der Ansatz der EZB könnte gegen die EU-Verträge zur monetären Finanzierung verstoßen. Dies wiederum könnte zu einer rechtlichen Anfechtung durch Hardliner-Ökonomen führen, die mit dem Ansatz der EZB nicht einverstanden sind und eine Klage beim Verfassungsgericht einreichen, die dann an den Europäischen Gerichtshof weitergeleitet werden könnte, sobald die Formulierung zur wirtschaftlichen Unterstützung kein Gewicht mehr hat.

„Es ist klar, dass der Markt davon ausgeht, dass die EZB weiterhin einen erheblichen Teil, wenn nicht sogar das gesamte künftige Angebot an europäischen Staatsanleihen aufkaufen wird. Darüber hinaus erwartet der Markt, dass die EZB genügend Flexibilität bei der Zusammensetzung dieser Käufe zulässt, um Italien und andere hoch verschuldete Länder vor einem erheblichen Anstieg der Renditen zu schützen.

Genau wie beim aktuellen Pandemic Emergency Purchase Programme (PEPP) dürfte das künftige Programm zum Ankauf von Vermögenswerten darauf abzielen, sowohl die Renditen von Staatsanleihen als auch die Spreads auf einem historisch niedrigen Niveau zu halten“, so Tuch.

„Meiner Ansicht nach besteht die Gefahr, dass derartige Überlegungen im Rahmen des Maastricht-Vertrags angefochten werden, wenn sie eher der monetären Finanzierung von Staatsdefiziten als der Erfüllung des Inflationsziels der EZB dienen“, fügte er hinzu.

Laut Tuch ist die Inflation der wichtigste Aspekt der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, der sich seit der letzten Finanzkrise verändert hat. Der konstante Deflationsdruck der letzten zehn Jahre weicht nun einem Inflationsdruck, was die Motivation der Zentralbanken für QE verändern sollte. 

„Mit dem anhaltenden Wirtschaftsaufschwung und dem steigenden Preisdruck sehen sich die Zentralbanken mit ganz anderen Umständen konfrontiert als im letzten Jahrzehnt“, sagt Tuch. „Die steigende Nachfrage nach Gütern, sowohl während als auch nach der Pandemie, hat in Verbindung mit sich verschärfenden Versorgungsengpässen zu einem starken Anziehen der Inflation geführt. Ich glaube, auch wenn ein Teil dieses Preisdrucks mit der Zeit nachlassen wird, werden die steigenden Inflationszahlen die Zentralbanken dazu zwingen, zu erklären, warum sie weiterhin Anleihen kaufen und ihre Bilanzen ausweiten.

Ich gehe davon aus, dass die EZB für solche Meinungen besonders anfällig sein wird, da der Kauf von Staatsanleihen im EU-Vertrag kaum unterstützt wird. Der EU-Gerichtshof vertritt die Auffassung, dass die früheren Ankaufsprogramme der EZB mit dem Mandat der EZB, die Preisstabilität zu gewährleisten, in Einklang stehen.“

Portrait Hendrik Tuch EZB Klage
Hendrik Tuch, Leiter des Bereichs Fixed Income NL bei Aegon Asset Management

Tuch warnt jedoch, dass die EZB bald mit einer Klage des EuGH konfrontiert werden könnte, und die beschönigenden Worte der EZB-Direktoriumsmitglieder über die „Unterstützung der Wirtschaft“ nicht mehr lange tragen werden.

„Die meisten EZB-Direktoriumsmitglieder folgen in ihren Reden immer noch der Linie der ‚fortgesetzten monetären Unterstützung der Wirtschaft‘, was eine ausreichend vage Aussage ist, um den EU-Vertragstest zu erfüllen. Einige Äußerungen deuten jedoch auf das Argument hin, dass die EZB weiterhin das gesamte Angebot an Staatsanleihen aufkaufen sollte“, kommentiert er.

„Einige Mitglieder des Direktoriums scheinen sich die Flexibilität erhalten zu wollen, beim Ankauf von Anleihen vom Kapitalschlüssel abzuweichen, der mit dem aktuellen PEPP-Programm eingeführt wurde. Dies sind besorgniserregende Anzeichen im Hinblick auf die – meiner Meinung nach – unvermeidliche Anfechtung vor dem Europäischen Gerichtshof“, fügte Tuch hinzu.

„Die Erwartungen der Finanzmärkte an die Ankündigung eines umfangreichen und flexiblen Ankaufprogramms im Dezember steigen. Ich frage mich, ob die EZB in der Lage und willens sein wird, diese hohen Erwartungen zu erfüllen.“

Kommentar von Hendrik Tuch, Leiter des Bereichs Fixed Income NL bei Aegon Asset Management

Foto/Quelle: Aegon Asset Management

Blickfeld gibt Erweiterung der Serie A-Finanzierung auf 31 Millionen US-Dollar bekannt

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Blickfeld Gründer Foto

Blickfeld, ein in München ansässiger Anbieter von LiDAR-Sensortechnologie und Perzeptionssoftware, gibt die Erweiterung der Serie A-Finanzierung auf 31 Millionen US-Dollar bekannt. Als neuer Investor konnte New Future Capital (NFC) gewonnen werden, eine Private-Equity-Gesellschaft, die vor allem in Asien, Nordamerika und Europa Wachstumskapital bereitstellt. Darüber hinaus beteiligten sich alle bestehenden Investoren an der Runde, darunter Bayern Kapital, Continental, Fluxunit – ams OSRAM Ventures, High-Tech Gründerfonds, Tengelmann Ventures und UVC Partners. 

Die Finanzierungserweiterung fällt in eine Zeit, in der Blickfeld deutlich wächst und in neue Märkte expandiert. Das Unternehmen plant die Weiterentwicklung von Sensoren und Software, die die zuverlässige Erfassung und Nutzung von 3D-Daten weiter vorantreiben werden. Gegründet von Dr. Mathias Müller, Dr. sc. Florian Petit und Rolf Wojtech im Jahr 2017, entwickelt und produziert Blickfeld LiDAR-Sensoren und Wahrnehmungssoftware. Die Lösungen liefern hochauflösende dreidimensionale Umweltinformationen und ermöglichen zahlreiche Anwendungen, die von autonomem Transport und Mobilität bis hin zu Smart Cities, industriellen Anwendungen und Sicherheitsapplikationen reichen. 

Seit der letzten Finanzierung hat Blickfeld bedeutende Fortschritte bei der Markteinführung von Produkten gemacht, darunter die Serieneinführung der vielseitigen 3D-LiDAR-Sensoren Cube 1 und Cube Range 1 für zahlreiche industrielle Anwendungen. Darüber hinaus hat das Unternehmen mehrere groß angelegte Einführungsprojekte ausgerollt, wie zum Beispiel zur Erfassung und Analyse von Passagierströmen auf Flughäfen und die Volumenmessung von Schüttgut in Produktlagern.

Zusätzlich zu den derzeitigen Vertriebspartnern des Unternehmens in 13 Ländern, darunter Deutschland, Kanada, China und Japan, wird die neue Finanzierungsrunde die Eröffnung von Büros in den USA und Asien unterstützen und damit die internationale Präsenz von Blickfeld fördern. Die neuen Büros werden dem Ausbau eines Integratoren-Netzwerks dienen, um die Produkte weltweit schneller und in größeren Stückzahlen für Anwendungen verfügbar zu machen und die wachsende Nachfrage in den Schlüsselmärkten USA und Asien zu bedienen. Neben dem Wachstum in neuen Märkten wird auch die Zahl der Mitarbeiter deutlich steigen, wobei der Schwerpunkt auf dem Vertriebsteam liegen wird.

Blickfeld Gründer Foto
Blickfeld-Gründer (v.l.): Dr. sc. Florian Petit, Dr. Mathias Müller, Rolf Wojtech

Anfang 2022 wird Blickfeld seine Produktpalette um eine neue Perzeptionssoftware mit Funktionen wie Objekterkennung, -klassifizierung, -tracking und -zählung erweitern. Zu den Anwendungsbereichen gehören Industrie, Smart Traffic, Sicherheit, Drohnen und Crowd Analytics. Letzteres stellt eine große Chance für die weltweite Anwendung der Blickfeld-Technologie dar, da sie wichtige Daten über Staus, Menschenansammlungen, Wartezeiten und vieles mehr liefert – und das unter Wahrung der Privatsphäre.

Dr. Mathias Müller, Mitgründer und CEO von Blickfeld, sagt: „Die zusätzliche Finanzierung in dieser Investitionsrunde bestätigt das anhaltende Vertrauen der Investoren in unsere Vision, die Welt mit einer umfassenden Lösung zu erfassen und zu analysieren. Wir sind stolz darauf, dass unsere Produkte mittlerweile von Unternehmen und Organisationen auf der ganzen Welt genutzt werden. Jetzt beschleunigen wir unseren Weg der Internationalisierung und streben an, unsere einzigartige Produktpalette durch diese Finanzierung weiter zu diversifizieren. Das starke Netzwerk unseres neuen Investors NFC in Asien und den USA wird für Blickfeld von großem Wert sein, um schnell und nachhaltig in den USA und Asien Fuß zu fassen.“

Foto/Quelle: Blickfeld

Holo-Light erhält EUR 5,3 Millionen Investment

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Holo-light

Millionen Investment um AR/VR-Streaming-Dienst zu entwickeln: „Wir wollen die führende immersive Streaming-Plattform weltweit werden“

Das deutsch-österreichische Tech-Startup Holo-Light will mit seinem bisher größten Investment neue Märkte erschließen und die immersive Streaming-Plattform XRnow ausbauen.

 Das XR-Software Startup Holo-Light hat eine Finanzierungsrunde über insgesamt 5,3 Millionen Euro mit bestehenden Investoren abgeschlossen. Zu den Kapitalgebern gehören Leadinvestor EnBW New Ventures, Future Energy Ventures und Bayern Kapital. Die aktuelle Investitionsrunde folgt zwei Jahre nach der 4 Millionen Euro Series-A-Finanzierung im Dezember 2019. Für 2022 strebt Holo-Light eine Series-B-Runde mit internationalen Investoren an.

2021: große Erfolge mit namhaften Kunden 

„Neue Umsatz-Meilensteine, Kunden und Partner: Wir blicken auf ein sehr erfolgreiches Jahr 2021 zurück. Mit Amazon Web Services (AWS), Unity und Tech Soft 3D konnten wir starke Partner gewinnen und eine gemeinsame Go-To-Market-Strategie entwickeln. Und natürlich bestätigt uns auch die enge Zusammenarbeit und Lösungsentwicklung mit unseren Kunden wie BMW, Deutsche Telekom und Danfoss,“ sagt Susanne Haspinger, Chief Operations Officer und Mitgründerin von Holo-Light. „Wir schaffen als erster Streaming-Dienst für Augmented- und Virtual-Reality-Applikationen ein einzigartiges Erlebnis: intuitive Benutzererfahrung, beeindruckende 3D-Erlebnisse und immersive Inhalte, die global verfügbar sind. So gestalten wir die Zukunft immersiver Technologien.“

Für den Streaming-Dienst XRnow baut Holo-Light seine hauseigene Remote-Rendering-Lösung ISAR SDK zur Plattform aus. Die Technologie erlaubt es, AR- und VR-Applikationen aus der Cloud oder von einem leistungsstarken lokalen Server zu streamen. Als erste vollumfängliche Applikation soll Holo-Lights AR-Software für Ingenieure AR3S auf der Plattform laufen. Die langfristige Vision für XRnow beschreibt das Start-up dabei als „Netflix für Virtual und Augmented Reality“.

„Wir werden das Kapital der aktuellen Finanzierungsrunde nutzen, unsere Marketing- und Vertriebsaktivitäten zu stärken, unsere Community zu vergrößern und unseren Wettbewerbsvorteil global auszubauen“, berichtet Florian Haspinger, CEO und Mitgründer von Holo-Light. „Wir wollen die führende immersive Streaming-Plattform weltweit werden.“

Marc Umber, Senior Investment Manager der EnBW New Ventures, fügt hinzu: „Holo-Light hat auf ganzer Linie überzeugt! Das Team setzt die ambitionierten Wachstumspläne um und hat auch das entsprechende Produkt dazu. Wir sind davon überzeugt, dass das Streaming-as-a-Service-Konzept zu einem wesentlichen Wachstumstreiber wird.“

Bild: Holo-Light Management v. l. n. r.: Isabella Doppler (Head of Controlling & Accounting) Michael Oberlechner (CFO), Florian Haspinger (CEO), Helmut Gulde (Chief Corporate Development Officer), Alexander Werlberger (CTO), Luis Bollinger (CMO), Susanne Haspinger (COO).

Holo-Light entwickelt die leistungsstärkste immersive Streaming-Plattform für AR und VR. Die Streaming-as-a-Service-Plattform „XRnow“ bringt die Leistungsfähigkeit der Cloud auf mobile XR-Geräte und ermöglicht dadurch die nächste Evolutionsstufe von Augmented und Virtual Reality. XRnow verbindet die hauseigenen Produkte ISAR SDK (Interactive Streaming for Augmented Reality) und AR3S (Augmented Reality Engineering Space) in einem umfassenden Ökosystem. ISAR SDK ist eine Remote-Rendering-Softwarekomponente, welche die Leistungsgrenzen mobiler XR-Geräte durchbricht, indem sie den Zugriff auf die Rechenleistung externer Server oder der Cloud ermöglicht. AR3S ist eine leistungsstarke XR-Anwendung für Ingenieure und Designer, um kollaborativ an 3D-CAD-Modellen zu arbeiten. Gegründet im Jahr 2015, betreibt Holo-Light seine Hauptbüros mit 50 Mitarbeitenden in Ismaning bei München und Innsbruck.

Weitere Informationen finden Sie hier

Quelle Holo-Light GmbH

Incode sichert sich 220 Millionen US-Dollar

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Incode

Incode, die Identitätsüberprüfungs- und Authentifizierungsplattform der nächsten Generation für globale Unternehmen, gab heute bekannt, dass das Unternehmen in seiner Serie-B-Finanzierungsrunde 220 Millionen US-Dollar gesichert hat. Das Unternehmen kommt weniger als sieben Monate nach seiner Serie-A-Runde auf eine Bewertung von 1,25 Milliarden US-Dollar und erreicht damit den begehrten Einhorn-Status.

Die spektakuläre Wachstumsrate von Incode – der Umsatz stieg in den letzten 12 Monaten um das 6-fache – ist die treibende Kraft hinter der jüngsten Investitionsrunde, die auf die 25 Millionen Dollar der Serie A-Finanzierung im März folgt. Die Höhe des Fundraisings bestätigt Incodes Führungsrolle im Markt für digitale Identitätslösungen und den KI-basierten Ansatz, um das Kundenerlebnis der Zukunft neu zu gestalten.

„Unsere Vision ‚One Identity Everywhere‘ verändert die Art und Weise, wie Menschen ihre Identitätsprüfung gegenüber Anbietern abwickeln“, sagt Ricardo Amper, Gründer und CEO von Incode Technologies. „Wir haben ein Erlebnis geschaffen, das so nahtlos und reibungslos ist, dass es dem Endkunden beim Onboarding bei einer neuen Bank, beim Einchecken in einem Hotel oder bei der Aufnahme in ein Krankenhaus einen „Wow“-Moment beschert. Indem wir diese Erfahrungen neu erfinden, bauen wir Vertrauen auf und schaffen Freude zwischen Unternehmen und ihren Kunden.“

Die jüngste Investitionsrunde wurde von den Großinvestoren General Atlantic und SoftBank angeführt, mit zusätzlichen Investitionen von hochkarätigen Finanzinstituten wie J.P. Morgan Technology Ventures, Capital One Ventures and Coinbase Ventures. Abgerundet wird das Fundraising durch SVCI (Silicon Valley CISO Investments), eine Gruppe von über 50 führenden Technologie-CISOs, die ihre Kräfte und Mittel bündeln, um in die nächste Generation von Cybersicherheitsinnovationen zu investieren, und den Gründern von dLocal. Zudem gehören die bestehenden Investoren DN Capital, 3L Capital, Framework Ventures und Dila Capital zu den Geldgebern.

Was macht Incode einzigartig auf dem überfüllten Markt für digitale Identitäten? 

  • Incode bietet eine Omnichannel-Plattform, die es Unternehmen ermöglicht, einen einzigen Integrationspunkt zu haben, um das Identitätsproblem zu lösen – vom reibungslosen und sicheren Onboarding von Kunden bis hin zu ihrer nahtlosen Authentifizierung, sobald sie an Bord sind. 
  • Die Lösung von Incode ist vollständig automatisiert, d. h. es werden keine Menschen in Call-Centern eingesetzt, um Kunden zu identifizieren. Die Realität ist, dass Maschinen heute viel besser sind als Menschen, sowohl in Bezug auf Geschwindigkeit, Datenschutz als auch Genauigkeit, so dass Incode Echtzeitantworten mit viel weniger Betrug liefern kann. 
  • Incode besitzt das gesamte Technologie-Stack, anstatt wie viele seiner Konkurrenten auf Technologiepartner zu setzen.  Dadurch entsteht eine direkte Beziehung zwischen dem Unternehmen und dem Eigentümer der Technologie, die es Incode ermöglicht, seine Technologie auf der Grundlage von Kundenfeedback kontinuierlich zu verbessern. 

Diese direkte Beziehung ermöglicht es Incode, echte Partnerschaften mit seinen Kunden aufzubauen. „Incode ist ein wichtiger strategischer Partner, der uns hilft, unsere Identitätsanforderungen in großem Umfang zu erfüllen. Incode bietet die richtige Kombination aus erstklassiger Technologie, Sicherheit und nahtloser Erfahrung für unsere Kunden“, sagte Miguel Lavalle, Leiter der Kontoeröffnung bei Citi.

„Incode ist ein führendes Unternehmen im Bereich der digitalen Identität und hat eine robuste Lösung entwickelt, um einige der größten Herausforderungen der Branche zu bewältigen, insbesondere im Hinblick auf reibungsloses, sicheres Onboarding und Authentifizierung. Die einzigartige Plattform und Technologie des Unternehmens hat sein bisheriges Wachstum vorangetrieben, und wir freuen uns darauf, mit Incode zusammenzuarbeiten und das Unternehmen dabei zu unterstützen, die Zukunft der Identitätslösungen voranzutreiben“, sagte Martin Escobari, Co-Präsident, Managing Director und Leiter des Geschäfts von General Atlantic in Lateinamerika.

„Wir freuen uns sehr, Ricardo und sein großartiges Team bei Incode bei der weiteren globalen Expansion durch Unternehmenskunden, darunter viele unserer Portfoliounternehmen, unterstützen zu können. Incode bietet eine erstklassige Suite von digitalen Onboarding- und Authentifizierungs-Tools, die seinen Kunden helfen, Kundenidentitäten zu verwalten und gleichzeitig das Vertrauen zu erhöhen und Reibungsverluste zu reduzieren“, sagte Paulo Passoni, Managing Partner der SoftBank Latin America Funds. 

Weitere Informationen über Incode unter www.incode.com 

Quelle R/DREI INTERNATIONAL GMBH

Cadeia und Bank Frick lancieren erste vollständig Blockchain-basierte Kreditverbriefung

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Cadeia

Gemeinsam mit Bank Frick, dem Blockchain-Pionier aus Liechtenstein, hat Cadeia die erste vollständig Blockchain-basierte Verbriefung von Unternehmenskrediten, GreyPeak 2021–1, durchgeführt. Der professionelle Einsatz von Blockchain-Technologie im Rahmen von Verbriefungstransaktionen ermöglicht ab sofort eine kosten- und zeiteffiziente sowie zugleich auch transparente und sichere Abwicklung. Hiervon profitieren am Ende nicht nur Banken und Finanzintermediäre, sondern auch die Realwirtschaft, inkl. Kleiner und Mittlerer Unternehmen (KMUs).

Autor: Constantin Ketz, Co-Founder Cadeia

Die erste Kapitalmarkttransaktion auf der Digital Services Platform (DSP) von Cadeia, GreyPeak 2021–1, ist auch die erste Verbriefungstransaktion weltweit, die vollständig über eine Blockchain abgewickelt wird. Die gesamte Transaktion, einschließlich Wertpapieremission und -settlement, laufenden Covenant-Tests und regelbasierter Steuerung der Cashflows über vordefinierte Wasserfallstrukturen, wird durch eine Reihe an automatisch erstellten Smart Contracts auf der Ethereum-Blockchain abgewickelt.

Der hohe Automatisierungsgrad dieser vollständig von Anfang bis Ende integrierten Kreditverbriefung ermöglicht eine Kosten- und Zeitersparnis durch die Reduzierung manueller und fehleranfälliger Arbeitsabläufe sowie durch die Bereitstellung einer gemeinsamen Datenbasis für alle an der Transaktion beteiligten Akteure. Auf diese Weise ermöglicht es Cadeia Banken und Finanzintermediären, Verbriefungstransaktionen auch mit geringeren Volumina kosteneffizient durchzuführen, was deren Fähigkeit zur Risiko- und Liquiditätssteuerung verbessert. Die verbesserten Möglichkeiten im Risiko- und Liquiditätsmanagement helfen den Banken wiederum, einfacher neue Kredite an ihre Kunden, wie z.B. kleine und mittlere Unternehmen (KMU), zu vergeben und tragen so zu einer besseren Finanzierungssituation der Wirtschaft bei.

Bei dieser ersten Transaktion wurden traditionelle, unbesicherte Unternehmenskredite von Bank Frick verbrieft. Die Bank handelt dabei als Originator und Servicer. Die in Schweizer Franken (CHF) denominierte Transaktion ist in 3 Tranchen (Senior, Junior und Equity) strukturiert, welche in Form von digitalen Wertpapieren — Asset Backed Security Tokens (ABST) — privat platziert wurden.

Die drei Token Tranchen sind durch International Token Identification Numbers (ITINs) der International Token Standardization Association (ITSA) identifiziert und über diese Kennnummern in der dort vorgehaltenen Token Datenbank (https://api.itsa.global/search-tokens) einsehbar:

GreyPeak 2021–1 — Senior Tranche (ITIN: K4X0–8WXC-1)

GreyPeak 2021–1 — Junior Tranche (ITIN: 83J0-T6TD-0)

GreyPeak 2021–1 — Equity Tranche (ITIN: TC95-C438–9)

Im Gegensatz zu früheren Blockchain-basierten Verbriefungstransaktionen, bei denen Smart Contracts bislang meist allein dazu eingesetzt wurden, um Forderungen oder Wertpapiere zu tokenisieren, d.h. digital als Wertpapier abzubilden, geht diese Transaktion technologisch sehr viel weiter. Denn Cadeia nutzt die Smart Contracts auch für die automatisierte und regelbasierte Steuerung von Zahlungsströmen gemäß der zuvor vereinbarten Transaktionsbedingungen (Covenants) sowie den dazugehörigen Cashflow-Wasserfallstrukturen. Auf diese Weise werden Zins- und Tilgungszahlungen aus den verbrieften Krediten in Abhängigkeit der Transaktionsentwicklung berechnet und den Inhabern der digitalen Wertpapiere zugeteilt.

Da noch keine in CHF denominierte Central Bank Digital Currency (CBDC) oder vertrauenswürdige und weithin verbreitete CHF-Stablecoins existieren, greifen die Smart Contracts über eine PSD2-Schnittstelle direkt auf ein klassisches Transaktionsbankkonto zu und initialisieren dort in jeder Zahlungsperiode den Transfer der automatisch berechneten Auszahlungsbeträge auf die Bankkonten der Investoren. Das Bankkonto eines Investors ist dafür mit dem Token Wallet — dem digitalen Wertpapierdepot — verknüpft, sodass zu jedem Zeitpunkt eine einwandfreie Zuordnung gewährleistet ist. Eine solche PSD2-Schnittstellen-Lösung kann sowohl im SWIFT- als auch im SEPA-Zahlungssystem und mit unterschiedlichen Währungen genutzt werden. Für die Zukunft setzt Cadeia allerdings auf Stablecoins und CBDCs, die eine noch effizientere Abwicklung ermöglichen.

Die plattformbasierte Lösung von Cadeia reduziert nicht nur Abwicklungszeiten und Transaktionskosten, sondern erlaubt auch die Koordination und das unmittelbare Monitoring einer Transaktion durch alle Transaktionsbeteiligten, einschließlich Ratingagenturen, Wirtschaftsprüfern und Regulierungsbehörden. Sicherheit und Transparenz werden über den gesamten Lebenszyklus einer Transaktion durch eine vollständige Dokumentation, die automatisierte Generierung eines Audit Trails und die Bereitstellung von Echtzeitdaten erreicht.

Die vielseitig einsetzbare Plattform kann Vermögenswerte und Anlageprodukte sowohl in traditioneller als auch in tokenisierter Form verarbeiten. Auch Zahlungsströme können wie eingangs bereits beschrieben im traditionellen SEPA- oder SWIFT-Zahlungssystem sowie auch Blockchain-basiert über Stablecoins gesteuert werden. Insgesamt ermöglicht Cadeia‘s Blockchain-agnostische Smart Contract Engine (SCE) die transparente Umsetzung komplexer Finanzprodukte und -transaktionen durch Smart Contracts, inklusive komplexer Elemente wie Covenant- oder Trigger-Tests sowie Cashflow-Wasserfallstrukturen.

Rolf Steffens (Geschäftsführer, Cadeia) betonte erneut den bahnbrechenden Charakter der Transaktion: „GreyPeak 2021–1 ist die erste Kreditverbriefung, die die komplexen Bedingungen und Prozesse einer Verbriefung vollständig in einer Blockchain hinterlegt und ausführt. Das Cadeia DSP-System und die dazugehörige Smart Contract Engine ermöglichen den Nutzern eine transparente, schnelle, sichere und langfristig nachvollziehbare Umsetzung von komplexen Finanztransaktionen, und zwar unabhängig, ob Aktiva oder Refinanzierungsinstrumente schon tokenisiert sind oder nicht. Damit wird ein neues Kapitel in der Geschichte der sich rapide entwickelnden DLT-Nutzung für Originatoren und Investoren aufgeschlagen. Wir freuen uns sehr über die reibungslose Zusammenarbeit mit Bank Frick sowie das uns bei dieser ersten Transaktion entgegengebrachte Vertrauen.“

Julian Gretzinger (Head of Capital Markets, Bank Frick) zeigte sich ebenfalls hocherfreut über den gemeinsam erreichten Meilenstein: “Mit dieser Transaktion zeigt Cadeia eindrücklich, wie man echten Fortschritt einleitet, der der Finanzindustrie großen Mehrwert bietet. Es ist beeindruckend zu sehen, dass sich unser frühes Investment in Cadeia bereits jetzt in einer ersten innovativen Transaktion niederschlägt. Wir freuen wir uns auf die weitere durchweg professionelle Zusammenarbeit mit dem Team und sind bereits jetzt sehr auf die kommenden Transaktionen gespannt.“

Prof. Dr. Philipp Sandner (Chairman, International Token Standardization Association (ITSA)) ergänzte: “Wir freuen uns sehr, dass wir unser Mitgliedsunternehmen, Cadeia, bei diesem großen Schritt mit unseren Marktstandards unterstützend begleiten konnten. Die Zusammenarbeit ermöglichte uns sowohl unseren Ansatz bei der technischen Identifikation einzelner Tokens innerhalb von Multi-Token-Contracts auf Ethereum unter Beweis zu stellen sowie auch die generalistische Funktionalität unseres International Token Classification Frameworks bei in der Blockchain-Welt neuartigen Finanzprodukten zu erproben. Wir freuen uns bereits auf die Emission weiterer komplexer Finanzprodukte durch Cadeia.“

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