Mittwoch, Juli 8, 2026
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Kraft Heinz erwirbt 85% Mehrheitsbeteiligung an Just Spices

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Kraft Heinz

Kraft Heinz gibt bekannt, dass das Unternehmen eine Vereinbarung über den Erwerb einer 85-prozentigen Beteiligung an dem deutschen Unternehmen Just Spices getroffen hat. Die verbleibenden 15 % der Anteile werden von den drei Gründern von Just Spices gehalten, die das Unternehmen weiterführen und sich darauf konzentrieren werden, das Geschäft und sein internationales Wachstum voranzutreiben.

Just Spices wurde 2014 gegründet und ist ein innovatives Start-up-Unternehmen, das in der wachstumsstarken Kategorie der Geschmackserweiterung eine Vorreiterrolle einnimmt. Das mehr als 170 Produkte umfassende Portfolio umfasst Gewürzmischungen, Salatdressings und einfach zuzubereitende „In-Minute“-Mischungen für verschiedene Mahlzeiten, vom Frühstück und leichten Snacks bis hin zu Salaten und Backwaren, mit einer breiten Palette an pikanten, süßen, klassischen und exotischen Geschmacksrichtungen. Das schnell wachsende Gewürzrevolution-Geschäft von Just Spices verkauft etwa 70 % seiner fertigen und einstufigen Gewürzmischungen direkt an die Verbraucher. Die restlichen Verkäufe erfolgen über große Lebensmitteleinzelhändler – sowohl in den Geschäften als auch online in Deutschland, Spanien, Österreich und der Schweiz.

Die datengesteuerte Produktinnovation von Just Spices ist erfolgreich auf die Bedürfnisse der heutigen Verbraucher der Gen Y und Gen Z ausgerichtet, die auf den Social-Media-Plattformen des Unternehmens etwa 1,4 Millionen Follower haben. Dank seiner fortschrittlichen Analysekenntnisse konnte Just Spices frühe Verbrauchertrendsignale erkennen, Produktinnovationen fördern, die Stimmung der Kunden verstehen und die Kundenansprache optimieren.

„Dies ist eine großartige Gelegenheit, unsere internationale Wachstumsagenda weiter zu beschleunigen, indem wir unsere Fähigkeit stärken, Trends im Verbrauchergeschmack und in den Verbraucherpräferenzen zu antizipieren, sowie unsere Innovationsgeschwindigkeit auszubauen“, sagte Rafael Oliveira, International Zone President bei Kraft Heinz. „Wir werden außerdem unsere Größe und Agilität nutzen, um das Geschäft von Just Spices auf dem schnell wachsenden Markt für Geschmackserweiterungen über den derzeitigen deutschen Standort und die jüngsten Markteintritte in Spanien, Österreich und der Schweiz zu beschleunigen. Darüber hinaus sehen wir ein enormes Potenzial, um unser eigenes Direktvertriebsgeschäft und unsere Marktexpansion zu stärken und zu verbessern.“

„In den letzten Jahren hat Just Spices seinen erfolgreichen Omnichannel-Ansatz weiter gestärkt und verfügt über einige der besten Direct-to-Consumer-Analysen in der Lebensmittelbranche. Wir freuen uns sehr über das Expansionspotenzial, das sich aus der Kombination der Innovationskraft und Markenstärke von Just Spices mit dem Team von Kraft Heinz und der damit verbundenen Größenordnung ergibt“, so Florian Falk, CEO von Just Spices und einer der drei Gründer des Unternehmens.

Die Übernahme unterliegt den üblichen Abschlussbedingungen, einschließlich der Genehmigung durch die staatliche Fusionskontrolle, und wird voraussichtlich im ersten Quartal 2022 abgeschlossen sein.

FotoQuelle: Kraft Heinz Just Spices

Elektroschrott wächst um Rekordmenge, aber nur 17,4 % werden davon recycelt

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Elektroschrott Schaubild

Elektroschrott: ein Kommentar von Jamie McAloon, Sustainable Investment Analyst bei Aegon Asset Management

Was sind EEE und E-Abfall? Elektro- und Elektronikgeräte (EEE) sind Produkte mit Schaltkreisen oder elektrischen Komponenten, die mit Strom oder Batterien versorgt werden. Elektroschrott ist die Entsorgung dieser Produkte, sei es durch Abnutzung oder, was wahrscheinlicher ist, aufgrund von technologischen Fortschritten und Upgrades. Das Wachstum von Elektro- und Elektronikgeräten im letzten Jahrhundert ist eng mit der rasanten Entwicklung der Weltwirtschaft verbunden. Mit dem kontinuierlichen Anstieg des verfügbaren Einkommensniveaus, der massiven Verstädterung und der Industrialisierung in den sich entwickelnden Volkswirtschaften nimmt der Elektroschrott einen exponentiellen Verlauf. Weltweit ist er der am schnellsten wachsende Abfallstrom.

Laut dem Global E-Waste Monitor 2020 der Vereinten Nationen erreichte der weltweite Elektroschrott im Jahr 2019 eine Rekordmenge von 53,6 Millionen Tonnen, von denen nur 17,4 % recycelt wurden. Dies ist nicht nachhaltig, da der Elektroschrott weiterhin schneller wächst als die weltweiten Recyclingbemühungen. Derzeit hat der globale Markt für Elektroschrott einen Wert von 57 Milliarden US-Dollar. Nur 10 Milliarden Dollar werden auf umweltverträgliche Weise recycelt.

Schlechtes Recycling und Sammelmanagement von Elektroschrott tragen zur globalen Erwärmung bei. Es überrascht nicht, dass bei der Gewinnung und Veredelung von Primärrohstoffen für EEG-Produkte Treibhausgasemissionen freigesetzt werden. Wenn wir die Materialien recyceln könnten, würde sich die Notwendigkeit, neue Rohstoffe abzubauen, verringern. Ein weiterer erschwerender Faktor ist die Art der Materialien im Abfall und ihre gefährlichen Eigenschaften. Elektroschrott enthält nicht nur Kunststoff, sondern auch einige extreme Zusatzstoffe und gefährliche Substanzen wie Quecksilber, bromierte Flammschutzmittel (BFR), Fluorchlorkohlenwasserstoffe (FCKW) und teilhalogenierte Fluorchlorkohlenwasserstoffe (HFCKW). Es überrascht nicht, dass dies erhebliche Risiken für die Umwelt und die menschliche Gesundheit mit sich bringt.

Elektroschrott Schaubild

Wie können Unternehmen dieses Problem angehen? Erstens können sie sich mit dem Produktdesign befassen. Die Unternehmen müssen Produkte, Komponenten und Materialien herstellen, die so lange wie möglich ihre maximale Funktionalität behalten. Dies kann durch die Reparatur und Aufarbeitung eines Produkts oder bestimmter Teile davon erreicht werden. Durch Investitionen in Aufarbeitungstechnologien und -methoden können aufgearbeitete Produkte in Aussehen und Funktionalität mit neuen Produkten konkurrieren. Die Aufarbeitung ist in erster Linie ein zeitaufwändiger und manueller Prozess. Weitere Forschung und Investitionen in diesem Bereich sind daher für die Verbesserung der Effizienz unerlässlich.

Zweitens müssen wir uns mit dem Stigma auseinandersetzen, das der Verwendung von aufgearbeiteten oder gebrauchten Produkten anhaftet. Abgesehen von der Tatsache, dass die Menschen modisch sein und mit den neuesten Trends Schritt halten wollen, schreckt vor allem die Annahme ab, dass die Leistung der Artikel minderwertig ist und dass bei einer Fehlfunktion des Produkts finanzielle Kosten anfallen könnten. Die Kunden brauchen Garantien und Transparenz auf dem Sekundärmarkt, um sicherzustellen, dass die Kreislaufwirtschaft genutzt wird.

Schließlich kann die Cloud-Technologie eine entscheidende Rolle bei der Verringerung des Tempos der Veralterung von Hardware spielen. Die Nutzung dieser Technologie ermöglicht eine optimierte Speicherung und verbesserte Datenverwaltung und -verarbeitung über ein Netzwerk von Internetservern anstelle eines lokalen Geräts.

Ein Unternehmen, das uns gefällt, ist ASML, ein in den Niederlanden notierter Hersteller von Halbleiterausrüstung. Das Unternehmen stellt Lithografie- (Licht-) Maschinen her, die von TSMC und Intel zum „Drucken“ von Siliziumchips verwendet werden. Die Produkte von ASML sind entscheidend für die Produktion kleinerer, billigerer, leistungsfähigerer und energieeffizienterer Chips. ASML kann sich bewundernswerter Kreislaufinitiativen rühmen: Allein im Jahr 2020 recycelte das Unternehmen 360 kg Elektroschrott, mit einer Gesamtrecyclingrate von 85 % und wiederverwendbaren Teilen im Wert von über 1.151 Mio. €. Eines seiner Vorzeigeprodukte, die PAS 5500-Systeme (die 1991, sieben Jahre nach der Gründung des Unternehmens, auf den Markt kamen), hat eine Nutzungsrate von 90 %. Wenn neuere Systeme ältere ersetzen, überholt ASML die Geräte und gibt ihnen einen neuen Zweck, indem es weniger anspruchsvolle Chips produziert. Das Unternehmen führt auch sein „As-New“-Programm durch, bei dem gebrauchte Anlagenteile wiederaufbereitet werden, die dem gleichen Standard wie neue Teile entsprechen.

Elektroschritt Kommentar MCAloon Jamie
Elektroschrott: ein Kommentar von Jamie McAloon, Sustainable Investment Analyst bei Aegon Asset Management

Ab 50 Dollar in US-Immobilien mit mehr als 10% Rendite investieren

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Immobilien

„Eigentum neu erfunden – Powered by Blockchain.“

Mit diesem Slogan wirbt der Anbieter RealT für Investitionen in Immobilien in den USA. Dahinter steckt die in Florida ansässige Firma RealToken mit dem Kanadier Rémy Jacobson als Gründer und CEO. Erleben wir hier eine Revolution auf dem Anlagemarkt oder ist es nur großspuriger Marketing-Sprech?

Die Beteiligung an diesem Mehrfamilienhaus in der Universitätsstadt Toledo im Bundesstaat Ohio erzielt eine jährliche Rendite von 12,07% aus Mieteinnahmen (Foto: RealT )

Investitionsmöglichkeiten in das von deutschen Anlegern so sehr geliebte „Betongold“ gibt es viele: Offene und geschlossene Immobilienfonds werden hierzulande seit den 1960er Jahren angeboten. Crowdinvesting Plattformen wie Exporo, Dagobertinvest und Estateguru, um nur die nationalen Marktführer in Deutschland, Österreich und Estland zu nennen, bieten seit einigen Jahren neue Optionen der Geldanlage in Immobilien. Und das Eigenheim oder der Erwerb einer Immobilie mit anschließender Vermietung steht sowieso seit jeher ganz oben auf der Liste der Privatanleger. Was ist denn so besonders am Angebot von RealT?

Blockchain und Token

Fast jeder mehr oder weniger technisch Interessierte hat schon etwas von der Blockchain gelesen. Eine Technologie, die nach den Aussagen von Experten in naher Zukunft ganze Industriezweige revolutionieren wird. Für Investoren bei RealT bedeutet es, dass das Eigentum an einer Immobilie in sogenannte „Token“ aufgeteilt wird, die von Anlegern erworben werden können. Wer ein Token besitzt, erhält dann einen Teil der Mieteinnahmen. Der Token ist somit der eigentliche Vermögenswert und die digitale Darstellung des Anteils an dem Unternehmen, das die Eigentumsurkunde der jeweiligen Immobilie besitzt.

Und was ist die Blockchain? Vereinfacht ausgedrückt ist die Blockchain die Datenbank, in der die Token und die zugehörigen Transaktionen chronologisch gespeichert werden. Genauer gesagt ist die Blockchain eine verteilte, öffentliche Datenbank, in der die Daten verschlüsselt gespeichert werden. Im Zusammenspiel dieser Faktoren werden Transaktionen in der Blockchain verlässlich, fälschungssicher und für alle Teilnehmer transparent abgelegt. In letzter Konsequenz braucht man deswegen niemanden mehr, der Verträge und Transationen verwaltet oder beglaubigt. Dies ermöglicht Geschäftsmodelle ohne Mittelsmänner, zum Beispiel Hauskäufe ohne Notar oder Wertpapierhandel ohne Banken. Genau dieser Technologie bedient sich RealT für Investitionen in Immobilien. 

Immobilien-Token weltweit auf dem Vormarsch

RealT war einer der ersten Anbieter weltweit, der Privatanlegern Immobilieninvestitionen „powered by Blockchain“ zugänglich gemacht hat. Doch sie sind lange nicht mehr die Einzigen. Die Hamburg Commercial Bank AG und das Frankfurt School Blockchain Center hat in ihrer „Studie zur Tokenisierung von Immobilien“ 41 Unternehmen aus 17 Ländern analysiert. Realt ist aktuell einer von 13 Anbietern in den USA, die damit das größte Angebot in diesem Bereich vorweisen können. Gefolgt von Deutschland mit mittlerweile sechs Anbietern, unter denen Exporo und Finexity die bekanntesten Unternehmen sein dürften. 

Vorteile für Anleger

Aber welche Vorteile ergeben sich für Anleger durch Immobilien-Investitionen „powered by Blockchain“? Allgemein liegen die Pluspunkte der Blockchain in deutlich sinkenden Kosten, höherer Liquidität und mehr Transparenz.  Konkret bedeutet das für Anleger bei RealT und ihren Wettbewerbern:

  • Hohe Renditen: Die reduzierten Kosten schlagen sich in höheren Renditen nieder. RealT ermöglicht Anlegern 10% bis 14% Rendite. Sie gehören damit zu den Top-5 der in der bereits angesprochenen Studie betrachteteten Anbieter:
Renditespanne von tokenisierten Immobilienprojekten nach Anbieter (Quelle: Hamburg Commercial Bank AG und Frankfurt School Blockchain Center)

Verglichen mit den Renditen von offenen und geschlossenen Immobilienfonds oder auch konventionellem Crowdinvesting ist dies sehr attraktiv, zumal die Erträge aus Mieteinnahmen von Bestandsobjekten stammen und nicht aus weitaus risikoreicheren Entwicklungsprojekten.

  • Niedrige Mindestbeteiligung: Ab 50 Dollar können Beteiligungen in US-Immobilien bei RealT erworben werden. Einige Anbieter von tokenisierten Immobilieninvestitionen, wie zum Beispiel KlickOwn,  ermöglichen sogar Anlagen ab 10 Euro. Hier spielt die Blockchain-Technologie ihre Vorteile aus.
  • Hohe Frequenz an Ausschüttungen: RealT zahlt die Rendite aus den erzielten Mieterträgen an die beteiligten Anleger täglich aus. Nein, das ist kein Schreibfehler. Während bei den meisten Anlageformen in Immobilien die Rendite erst am Laufzeitende oder im Idealfall einmal jährlich ausgeschüttet wird, erfolgt dies bei RealT tatsächlich jeden Tag. Die Blockchain macht’s möglich.
  • Handelbarkeit: Die „Token“ von RealT können an regulierten Börsen oder auf alternativen Handelssystemen (ATS) wie OpenFinance jederzeit gehandelt werden, was den Anlegern enorme Flexibilität und Liquidität verschafft. Außerdem bietet RealT auf ihrer Webseite zusätzlichen einen eigenen Zweitmarkt für Beteiligungen. Bei geschlossenen Immobilienfonds oder Beteiligungen über Crowdinvesting bestehen diese Möglichkeiten in der Regel nicht. Offene Immobilienfonds werden zwar an regulierten Börsen gehandelt, erzielen jedoch eine weitaus niedrigere Rendite.

Herausforderungen und Nachteile für Anleger

Der Erwerb von Immobilien-Token und auch die Zahlung der Mieterträge läuft bei RealT über die digitale Brieftasche des Anlegers, das sogenannte „Wallet“. Wallets von RealT Wallet, AlphaWallet oder MetaMask werden empfohlen. Die Mietzahlung kann direkt in USDC im xDai-Netzwerk-kompatiblen Wallet gutgeschrieben werden oder in USDC über einen Ethereum Smart Contract beansprucht werden. Wem die Begriffe in den letzten beiden Sätzen nichts sagen, versteht auf Anhieb die Herauforderung bei dieser Anlageform: Der Anleger muss sich schon etwas mit der Thematik Wallet, Token und Blockchain auseinandersetzen.

Ein weiterer Nachteil für deutsche Investoren ist das Währungsrisiko der Anlage in US Dollar. Außerdem führt RealT automatisch die Quellensteuer auf die erzielten Kapitalerträge an die amerikanischen Finanzbehörden ab. Diese beträgt durch das sogenannte Doppelbesteuerungsabkommen (DBA) maximal 15 Prozent, kann jedoch von in Deutschland steuerpflichtigen Anlegern in der Steuererklärung auf die zu zahlende Abgeltungssteuer angerechnet werden. Genauere Auskünfte zur ausländischen Quellensteuer gibt es beim Bundeszentralamt für Steuern.

Fazit

Über Anbieter wie RealT kann bereits mit Kleinbeträgen in Immobilien investiert werden. Die Blockchain-Technologie wird weltweit von mehr als 40 Unternehmen für Immobilienbeteiligungen genutzt, Tendenz steigend. Die Vorteile: Hohe Renditen, niedrige Mindestbeteilung, hohe Frequenz an Ausschüttungen und flexible Handelbarkeit. Anleger müssen sich jedoch mit der Thematik Wallet, Token und Blockchain auseinandersetzen, was für einige Investoren eine Herausforderung darstellen mag. Nachteile bei der Investition im Ausland wie über RealT sind das Währungsrisiko und die steuerliche Behandlung der Erträge. Man darf gespannt sein, wie groß das Stück vom Kuchen des weltweiten Anlagemarkts für Immobilien von rund 8,6 Billionen Euro (2019) ist, das sich die Anbieter „powered by Blockchain“ in Zukunft sichern werden.

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder!

Montana Capital Partners präsentiert die Ergebnisse seiner jährlichen Investorenumfrage

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Montana Capital Partners Christian Diller

Montana Capital Partners (mcp) hat seine neunte mcp Annual Investor Survey veröffentlicht.

Ein besonderer Fokus galt der Frage wie man eine Outperformance mit Private Equity-Investments erzielt und wie führende Investoren ihre Portfolios aktiv managen. Die Ergebnisse zeigen, dass Private Equity für Anleger nach wie vor eine sehr gefragte Anlageklasse ist. Es kommen aber auch Bedenken zum Ausdruck, dass sich GPs mit zu hohen EBITDA-Multiples in Unternehmen einkaufen könnten.

Der Bericht fasst die Ansichten einiger der weltweit führenden Private Equity-Investoren zusammen und gibt wertvolle Einblicke in ihre Anlagestrategien und -präferenzen im aktuellen Marktumfeld, das gekennzeichnet ist durch eine rege Transaktionstätigkeit, hohe Bewertungen und die Sorge vor einer steigenden Inflation.

Der allgemeine Tenor ist klar. Die Nachfrage nach Private Equity-Investments ist ungebrochen: 35 % der institutionellen Anleger und beeindruckende 88 % der Family Offices und Stiftungen geben an, mehr als 10 % ihres Portfolios in diese Anlageklasse investiert zu haben. Beide Anlegertypen haben die Allokationen in den letzten Jahren allmählich erhöht – als eine zentrale Maßnahme zur Steigerung der Portfoliorenditen und als Ergebnis der relativen Outperformance der Anlageklasse.

Secondaries gehören nach wie vor zu den drei wichtigsten langfristigen strategischen Präferenzen der Investoren – zusammen mit Mid-Market-Buyouts und Wachstumskapital. Fast 60 % der institutionellen Anleger widmen dieser Strategie inzwischen mehr als 5 % ihrer Private Equity-Allokation. Auch Family Offices und Stiftungen haben ihre Allokation erhöht: 39 % von ihnen setzen nun mehr als 15 % ihres Private Equity-Portfolios für Secondaries ein.

Erhöhte Bewertungsniveaus hingegen sind das vorherrschende Thema, das den Anlegern durchaus schlaflose Nächte bereitet. 72 % der Befragten gaben an, dass GPs, die sich mit zu hohen EBITDA-Multiples in Unternehmen einkaufen, die größte Sorge im Hinblick auf die Marktaktivität in den nächsten 12 bis 24 Monaten sind. Auf Platz zwei folgen mit 15% Bedenken hinsichtlich einer Verlangsamung der wirtschaftlichen Erholung, 10 % nannten politische und regulatorische Unsicherheiten.

Montana Capital Partners Christian Diller
Montana Capital Partners Christian Diller mcp

Wenn es um die Verwaltung von Private Equity-Allokationen geht, übernehmen die Anleger zunehmend eine aktive Rolle, anstatt sich ausschließlich darauf zu verlassen, dass ihre GPs die richtigen Chancen für sie finden. Die Umfrage ergab, dass zwei von drei Anlegern Branchen und Sektoren analysieren, die in einem Post-Covid-Umfeld voraussichtlich profitieren werden, um das Risiko-Ertrags-Profil ihres Portfolios zu verbessern.

Dr. Marco Wulff, Managing Partner bei mcp, kommentiert: „Die Attraktivität von Private Equity ist für Investoren nach wie vor sehr hoch, und Secondaries spielen für viele von ihnen eine wichtige Rolle. Das liegt an den Vorteilen, die Secondaries den Investoren bieten, so zum Beispiel das attraktive Risiko-Rendite-Profil. Darüber hinaus hat die Strategie im aktuellen Marktumfeld Innovationskraft und Widerstandsfähigkeit gezeigt.“

Dr. Christian Diller, Managing Partner bei mcp, fügt hinzu: „Das Governance-Modell von Private Equity hat während der Pandemie sehr gut funktioniert, da es zu erheblichen Ausschüttungen und Ausstiegsaktivitäten kam. Die hohen Bewertungen und der derzeitige Anstieg der Inflationsraten bereiten den Anlegern zwar Sorgen. Es wird aber erwartet, dass Private Equity dank des erheblichen Wachstums und den operativen Verbesserungen in den zugrunde liegenden Portfoliounternehmen, die GPs einbringen können, weiterhin besser abschneiden wird als die Publikumsmärkte.“

Eduard Lemle, Partner bei mcp, kommentiert: „Es ist interessant zu sehen, dass die Anleger offenbar entschlossen sind, ihre Portfolios aktiver zu verwalten, da sie erkannt haben, dass einige Sektoren sich besser entwickelt haben als andere. Wir gehen davon aus, dass sich dieser Trend in Zukunft auch auf dem Sekundärmarkt widerspiegeln wird, mit einer steigenden Nachfrage nach spezialisierten sektororientierten Fonds.“

Der vollständige Bericht kann über die Seite der Anlegerumfrage abgerufen werden.

Quelle: Montana Capital Partners (mcp)

Fed beschleunigt Tapering-Prozess – und könnte auf einen Kursfehler zusteuern

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Tapering Kommentar Ellen Gaske

Tapering Kommentar von Ellen Gaske, Lead Economist—G10 Economies, Global Macroeconomic Research bei PGIM Fixed Income

„Die Hinwendung der Federal Reserve zur Inflationsbekämpfung bedeutet wahrscheinlich, dass sie auf der FOMC-Sitzung nächste Woche eine Beschleunigung ihres Tapering-Prozesses ankündigen wird, so dass das Tapering bis März 2022 abgeschlossen sein dürfte. Wir nehmen an, dass das beschleunigte Tapering den Weg für eine Zinserhöhung um 25 Basispunkte im zweiten Quartal, eine weitere im dritten Quartal und drei im Jahr 2023 ebnen könnte. Dies würde den endgültigen Zinssatz auf etwa 1,5 % bringen, etwas unter den 1,7 %, die die Fed-Futures einpreisen.

Während der schnelle Schwenk einige Beobachter zu der Annahme verleitete, dass die Fed ihr relativ neues System der flexiblen durchschnittlichen Inflationssteuerung (FAIT) aufgegeben habe, wies das Wall Street Journal kürzlich darauf hin, dass der FAIT-Rahmen die Fed anweist, sich auf das Ziel zu konzentrieren, das am weitesten von ihrem Ziel entfernt ist. Und das ist jetzt die Inflation und nicht die weitere Förderung der Rückkehr der Beschäftigung auf das Vor-Corona-Niveau.

Auf der einen Seite ist als Folge der Zinspolitik starkes Wachstum, hohe Inflation und eine zunehmende Wiedereröffnungsdynamik nach der Pandemie zu erwarten. Auf der anderen Seite führt das Tapering zu einem Sinken der langfristigen Renditen, dem Signal einer künftigen strafferen Politik und einer beschleunigten Straffung sowie dem zunehmenden Risiko des Begehens eines geldpolitischen Fehlers.

Das Phänomen, dass die Zinssätze in Erwartung einer Straffung durch die Zentralbank kippen, tritt weltweit auf. Wir haben unseren kurzfristigen Ausblick für die lokalen Zinssätze der Schwellenländer leicht angehoben, um dem erhöhten Risiko Rechnung zu tragen, dass die Fed auf einen Kursfehler zusteuert. Dieser könnte das Wachstum im Jahr 2022 dämpfen und die Wahrscheinlichkeit verringern, dass die Zentralbanken der Schwellenländer Zinserhöhungen vornehmen, die derzeit in den Zinskurven eingepreist sind.Wir sind weiterhin der Meinung, dass die Devisenmärkte der Schwellenländer angesichts der zunehmenden Möglichkeit eines Kursfehlers der Fed und der Unsicherheit über das globale Wachstum zu kämpfen haben werden.

Hypotheken wurden in der vergangenen Woche billiger aufgrund der restriktiveren Kommentare der Fed, einer Zunahme des Angebots und der Flucht in die Qualität bei den Zinsen.“

Ein Kommentar von Ellen Gaske, Lead Economist—G10 Economies, Global Macroeconomic Research bei PGIM Fixed Income

Timeless Investments fraktionalisiert zweiten Banksy: Donuts (Strawberries)

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Banksy timeless

Timeless Investments kündigt zum Jahresende den Drop eines zweiten Banksys an

Am 30. Dezember werden Anteile des Werkes Donuts “Strawberries” in der App zum Kauf verfügbar sein. Der signierte und nummerierte Siebdruck ist auf 299 Exemplare weltweit limitiert. Ein Echtheitszertifikat wurde vom Pest Control Office ausgestellt, das als einzige offizielle Stelle ein echtes Kunstwerk von Banksy beglaubigen kann. Das bereits im Oktober fraktionalisierte Werk “Bomb Love” war innerhalb von elf Minuten ausfinanziert und zählt zu den am häufigsten gehandelten Assets der Plattform. Es erzielte ein Plus von 79 Prozent zum vorherigen Trading-Window, in dem Nutzer:innen Anteile an Assets kaufen und verkaufen können.

Donuts “Strawberries” erschien erstmals im Jahr 2009 auf einer Leinwand in der Farbvariante rosa und wird auf einen Wert von 99.950 Euro geschätzt.

Im Gegensatz zu den meisten Werken wurde Donuts nicht auf der Straße gemalt. Nach Veröffentlichung der Leinwand wurden jeweils 299 signierte Siebdrucke der „Geschmacksrichtungen“ Strawberry und Chocolate, die später im Jahr 2009 erschien, herausgegeben. Die Anzahl der Drucke soll eine Anspielung auf die finanziellen Schwierigkeiten von Krispy Kreme Doughnuts im Jahr 2007 sein, als das Unternehmen 299 Filialen schließen musste.

“Nachdem alle Anteile unseres ersten Banksys Ende Oktober in wenigen Minuten ausverkauft waren und die Nachfrage unserer User überwältigend war – viele sind damals leider leer ausgegangen – freuen wir uns sehr, dass wir erneut ein Werk ergattern konnten und so den Zugang zu einer limitierten Assetklasse für alle demokratisieren können”, so Jan Karnath, CEO & Co-Founder Timeless Investments.

Seit 2010 boomt der Markt um Banksys Kunstwerke, schon lange sind sie zu einer Währung geworden, mit der Sammler:innen sowie Investor:innen handeln. Im Vergleich zum Vorjahr sind die Preise für Banksy-Drucke um insgesamt 83 Prozent gestiegen. Im September 2020 wurde Banksys “Girl with Balloon – Colour AP (Purple)” für 791.250 Pfund bei einer Online-Auktion von Christie’s versteigert. Mit dieser Entwicklung ist der Handel mit ihnen eine lukrative Option, um Geld zu verdienen, mehr noch als der Gold- oder Ölmarkt.

Unter dem Motto „invest in things you love“, macht Timeless Investitionen in hochwertige Sammlerstücke wie seltene Sneakers, Uhren, Autos und Kunstwerke für jede:n erschwinglich. Das Start-up bietet seinen Nutzer:innen die Möglichkeit, ab 50 Euro in Anteile von Collectibles zu investieren. Dabei nutzt es die Blockchain-Technologie. Namhafte Investoren wie Porsche Ventures, der C3 EOS VC, EQT Ventures und LA ROCA Capital zählen zum Gesellschafterkreis von Timeless.

Weitere Informationen finden Sie hier

Quelle schoesslers GmbH

52.000 Euro Weihnachtsspende der BNP Paribas Gruppe in Deutschland für Off Road Kids Stiftung

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Weihnachtsspende BNP Gebäude

Weihnachtsspende

Auch in diesem Jahr haben sich die 12 Geschäftseinheiten der BNP Paribas Gruppe in Deutschland zusammengetan und für die traditionelle Weihnachtsspende gesammelt. Der Spendenbetrag in Höhe von 52.000 Euro geht wie schon 2020 an die Off Road Kids Stiftung, die sich bundesweit um obdachlose und von Obdachlosigkeit bedrohte Kinder und Jugendliche kümmert. Neben Street-Work-Stationen in mehreren deutschen Städten betreibt die Stiftung mit sofahopper.de auch eine digitale Anlaufstation für junge Hilfesuchende. Die Spende von BNP Paribas kommt diesem Projekt zugute.

Die Lebenssituation in vielen Familien ist angespannt, steigende Mieten – insbesondere in den Großstädten – und die Corona-Pandemie erhöhen zunehmend den Druck. sofahopper.de bietet ein niedrigschwelliges digitales Hilfsangebot über einen Live-Chat und ist für Hilfesuchende junge Menschen jederzeit und aus jedem Winkel Deutschlands erreichbar. Während manchmal schon ein ausführlicher Chat oder ein kurzes Beratungsgespräch reicht, um Hilfestellung zu leisten, begleitet sofahopper.de junge Menschen auch überlängere Zeit, inklusive regelmäßigen Gesprächen und Behördengängen.

„Bei obdachlosen Jugendlichen denken viele Menschen an ferne Länder. Aber auch in Deutschland sind schätzungsweise 37.000 Minderjährige und sehr junge Volljährige unmittelbar von Obdachlosigkeit bedroht – mit steigender Tendenz. Manche kommen noch eine Weile bei Bekannten unter, andere sitzen bereits auf der Straße.“, sagt Markus Seidel, Vorstandssprecher der Off Road Kids Stiftung. „Wir wirken dem nicht nur mit traditioneller Streetwork in deutschen Großstädten entgegen, sondern bieten den verzweifelten jungen Menschen bundesweit Beratung mithilfe unserer digitalen Streetwork-Station sofahopper.de. Bis November haben wir bereits über 11.000 Beratungsgespräche geführt und mehr als 1.000 junge Menschen untergebracht.“

„Als BNP Paribas Deutschland wollen wir dazu beitragen, dass junge Menschen einen guten Start ins Leben finden und sich entsprechend ihrer Talente und Fähigkeiten entfalten können“, sagt Eva Meyer, Head of Company Engagement bei BNP Paribas in Deutschland und Vorsitzende des Stiftungsrats der BNP Paribas Stiftung. „Eine drohende Obdachlosigkeit gefährdet die schulische Laufbahn und den Ausbildungserfolg von Kindern und Jugendlichen. Deshalb unterstützen wir die bewährte Arbeit der Off Road Kids.“

Quelle: BNP Paribas Gruppe

Hakuna erhält eine 1,5 Mio. € Pre-Seed-Runde

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Hakuna

Hakuna, der embedded Versicherungsanbieter für eCommerce-Unternehmen, hat eine Pre-Seed-Finanzierungsrunde bekannt gegeben

Hakuna wurde von ehemaligen Führungskräften von SumUp und abracar gegründet und bietet embedded Versicherungsprodukte für E-Commerce-Unternehmen mit dem Ziel, Händlern jeder Größe und Branche ein AppleCare-ähnliches Nutzererlebnis zu ermöglichen. Nun hat das Start-up eine 1,5 Millionen Euro Pre-Seed-Runde durch Visionaries Club, Discovery Ventures, Klarna-Gründer Victor Jacobsson, SumUp-Gründer Marc Christ und anderen hochkarätigen Business Angels bekannt gegegeben.

Hinter Hakuna steht ein starkes Gründerteam: Sebastian Jost (Ex-CCO SumUp), Orhan Köroglu (Ex-Geschäftsführer Autoscout24) und Rupert Mayer (Ex Head of Product von abracar) ergeben eine einzigartige Kombination mit Expertenwissen in den Bereichen eCommerce, FinTech und Versicherungen.

„Derzeit gibt es keine einfache und skalierbare Möglichkeit für Händler, Versicherungsprodukte in ihre eCommerce-Plattformen einzubinden“, sagt Hakuna-Mitgründer und Co-CEO Orhan Köroglu. „Hakuna bietet die komplette Infrastruktur mit einem API-first-Ansatz, der maßgeschneiderte Schutzpläne und Garantieerweiterungen liefert, die sich perfekt in das Wertversprechen des Händlers einfügen.“

Versicherungsprodukte sind die nächste große Chance für Online-Händler nach der Buy-Now-Pay-Later-Funktion. Sebastian Pollok, Gründungspartner von Visionaries Club, sagt: „Hakuna eröffnet Online-Händlern jeder Größe und Branche den Zugang zu diesen Versicherungsprodukten, die bisher nur für die Top 1% der Händler zugänglich waren, und ist dafür der erste Anbieter in Europa. Wir freuen uns, das starke Gründerteam bei dieser Mission zu unterstützen.“

Die Finanzierung wird Hakuna bei der Markteinführung ihres Produkts unterstützen. Das erst im Herbst 2021 gegründete Unternehmen verfügt bereits über ein voll funktionsfähiges Produkt, das bis Ende dieses Jahres bei ausgewählten Kunden eingeführt werden soll. Hakuna ist der erste Anbieter in Europa, der Versicherungsprodukte vollständig in den eCommerce-Kundenprozess und die Kaufabwicklung einbindet.

Weitere Informationen finden Sie hier

Quelle: Lea Schramm | PR & Communication

Tech-Branche: Vielfalt ist gut fürs Geschäft

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Tech branche Kommentar Geschäft Gleichstellung
Martina Hoffard
Tech-Branche: Ein Kommentar von Martina Hoffard, Marketingleiterin des deutschen MTF von IG, Spectrum Markets 

Warum Frauen in Führungspositionen unterrepräsentiert sind und warum Bulgarien und Rumänien als Vorbilder dienen können

„Zunächst sollte sorgfältig geprüft, wo Ungleichheit besteht, um sie wirksam zu bekämpfen. Nach Angaben von Eurostat sind von den rund 73 Millionen Beschäftigten in wissenschaftlichen und technischen Berufen in der EU im Jahr 2020 fast 37,5 Millionen Frauen – das sind 51,3 % – gegenüber 35,5 Millionen oder 48,7 % Männern. Wenn man sich jedoch auf IT-spezifische Arbeitsplätze oder Führungspositionen konzentriert, gibt es immer noch erhebliche geschlechtsspezifische Unterschiede. Der aktuelle Bericht von McKinsey stellt fest, dass die Unterrepräsentation von Frauen in Führungspositionen für die Gesellschaft äußerst schädlich ist und für die Unternehmen ebenso schlecht. Diese Ungleichverteilung ist auf eine Reihe von Ursachen zurückzuführen, die dringend angegangen werden sollten. Zu den Ursachen gehören unbewusste Voreingenommenheit und die Tendenz, dass Frauen nur auf der Grundlage ihrer bisherigen Leistungen eingestellt werden, während Männer häufiger auf der Grundlage ihres künftigen Potenzials eingestellt und befördert werden. Darüber hinaus verbirgt sich hinter den langsamen Fortschritten auf dem Weg zu einer gerechteren Vertretung eine zunehmende Polarisierung zwischen den Unternehmen, die gute Fortschritte machen, und denen, die zurückbleiben. 

Tech branche Kommentar
Martina Hoffard, Marketingleiterin des deutschen MTF von IG, Spectrum Markets 

Die im Februar 2018 im PsychologicalScience Journal veröffentlichte Studie, aus der hervorgeht, dass Deutschland und die Niederlande mit den niedrigsten Frauenanteil in den technischen Berufen in der EU haben, zeigt, dass diese ansonsten hoch entwickelten Volkswirtschaften auch das größte geschlechtsspezifische Lohngefälle aufweisen. Dies verdeutlicht, dass das Problem sehr tief verwurzelt ist, und zeigt, dass diese Ungleichheiten auf breiter Ebene angegangen werden sollten, anstatt sich auf bestimmte Nischen zu konzentrieren. Es muss mehr getan werden, um sicherzustellen, dass ein hoher Anteil von Frauen, die MINT-Fächer studieren, auch zu einem ähnlichen Anteil von Frauen führt, die im Technologiesektor arbeiten. In den USA beispielsweise arbeiten weniger als vier von zehn Absolventinnen von Informatikstudiengängen in diesem Bereich, verglichen mit mehr als der Hälfte der männlichen Absolventen von Informatikstudiengängen. Das Problem setzt sich automatisch fort, da männerdominierte Arbeitsumgebungen zumindest eine unbewusste Voreingenommenheit gegenüber weiblichen Bewerbern begünstigen. Im schlimmsten Fall können solche Arbeitsumgebungen offen feindselig gegenüber weiblichen Beschäftigten sein.

Wie bereits eingangs erwähnt, hängt dies stark davon ab, was man als technische Tätigkeit definiert. Wenn man Technologie ganz allgemein definiert und die Bereiche Produktion und Service zusammenfasst, gibt es keine Unterrepräsentation. Es gibt eine Unterrepräsentation von Frauen in leitenden Funktionen – unabhängig von der Technologie oder den Geschäftsfeldern – und das hängt sehr stark mit den allgemeinen Ungleichheiten zusammen, die wir diskutiert haben. Betrachtet man insbesondere die IT, so sind Frauen in den weniger anwendungsorientierten Bereichen der IT mit wenigen interdisziplinären Berührungspunkten wie Entwicklung und Programmierung unterrepräsentiert. Dagegen ist, wie eine CHE-Studie 2018 am Beispiel Deutschlands gezeigt hat, dort, wo es einen Bezug zu einer praktischen Disziplin gibt, wie in der Medizininformatik oder Bioinformatik, der Anteil der Studentinnen recht hoch. Es gibt also genügend Belege dafür, dass es Frauen weder an den Fähigkeiten noch an der Bereitschaft mangelt, sich in technischen Berufen zu engagieren. Das Aufbrechen traditioneller Geschlechterrollen, die Beseitigung bewusster und unbewusster Vorurteile und die Möglichkeit für Frauen und Männer, sich die Kinderbetreuung zu teilen, ohne dass sie bei der Rückkehr in den Beruf ins Hintertreffen geraten, wären ein guter Anfang, um eine größere Gleichstellung von Frauen zu erreichen – in der Technologiebranche und anderswo.

Laut dem EU Digital City Index sollten wir uns an den aufstrebenden Technologiezentren Osteuropas ein Beispiel dafür nehmen, wie die Zukunft aussehen könnte. Bulgarien, Rumänien, Litauen und Lettland haben den höchsten Prozentsatz an weiblichen Beschäftigten in der Technologiebranche in Europa, wobei Lettland das geringste Lohngefälle zwischen den Geschlechtern in der Technologiebranche in ganz Europa aufweist. Die Länder, die im Technologiesektor gut abschneiden, sind auch diejenigen, die die größten Fortschritte bei der Gleichstellung in ihrer Wirtschaft und Gesellschaft insgesamt machen.

Vielfalt wiederum ist ein wesentlicher Faktor für jedes Unternehmen, das Produkte entwickeln will, die der modernen Gesellschaft besser dienen. Der jüngste Bericht von McKinsey untersuchte Daten von 1000 Großunternehmen in 15 Ländern und zeigte eine Korrelation zwischen der Zunahme der Vielfalt – insbesondere auf der Führungsebene – und dem Geschäftswachstum. Der Bericht zeigte, dass „Unternehmen im obersten Quartil der Geschlechtervielfalt in den Führungsteams mit 25 % höherer Wahrscheinlichkeit eine überdurchschnittliche Rentabilität aufweisen als Unternehmen im vierten Quartil“. Kurz gesagt: Was gut für die Vielfalt ist, ist gut für das Geschäft.“

Ein Kommentar von Martina Hoffard, Marketingleiterin des deutschen MTF von IG, Spectrum Markets 

Quelle: Spectrum Markets

LINUS Digital Finance schließt strategische Partnerschaft mit Bain Capital Credit und erhält bis zu 183 Mio. Euro

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Linus Bain

Die Linus Digital Finance AG (LINUS), das börsennotierte Real Estate FinTech, hat im Rahmen einer umfassenden strategischen Partnerschaft mit Bain Capital Credit eine Kreditlinie von bis zu 183 Millionen Euro vereinbart. Eine deutsche Bank ist ebenfalls an der Kreditlinie beteiligt.

Das Kapital soll in die weitere Skalierung der Finanzierungstätigkeiten in Großbritannien und Deutschland insbesondere im Bereich mittelgroßer Finanzierungstickets fließen. Vor dem Hintergrund der weiter anziehenden Neubauaktivität in Europa bieten sich LINUS und seinen Anlegern dabei signifikante Investitionsmöglichkeiten. Laut Eurostat beträgt das jährliche Wachstum des Bauvolumens sieben Prozent und erreichte 2020 einen Wert von insgesamt rund 800 Milliarden Euro.

Die Kapitalzusage von Bain Capital Credit unterstreicht das Potenzial von LINUS‘ Geschäftsmodell, der institutionellen Portfolio-Qualität, der Underwriting-Kompetenz und dem Origination-Netzwerk.

„Diese wegweisende Partnerschaft mit Bain Capital Credit ist ein weiterer Ausdruck dafür, welches Wertschöpfungspotenzial institutionelle Investoren in unserem Geschäftsmodell und unseren Transaktionen sehen. Es ist ein weiterer wichtiger Meilenstein in unserer Entwicklung zum führenden europäischen Real Estate FinTech“, sagt David Neuhoff, Gründer und CEO von LINUS.

Linus Bain

Über die Kreditlinie hinaus beabsichtigen LINUS und Bain Capital Credit auch eine Reihe gemeinsamer strategischer Initiativen, etwa bei der Expansion der Investitionstätigkeiten in andere europäische Märkte. Dies erfolgt nach dem erfolgreichen Start von LINUS‘ digitaler Investment-Plattform in Großbritannien Anfang dieses Jahres.

„Das Geschäftsmodell von LINUS und die tiefgreifende Marktkenntnis des Teams, kombiniert mit dem soliden Underwriting-Prozess, der sich in der historischen Portfolio-Performance widerspiegelt, haben uns überzeugt. Wir freuen uns auf die Partnerschaft mit LINUS, um den Wachstumspfad des Unternehmens im Rahmen unseres europäischen Immobilien-Investment-Portfolios zu unterstützen“, sagt Fabio Longo, Managing Director von Bain Capital Credit.

Neben dem Geschäftsfeld als Finanzierer aus Eigenmitteln beabsichtigt LINUS auch den Aufbau der führenden digitalen Co-Investment-Plattform Europas für professionelle Immobilien-Anlagen. Die Plattform bietet wohlhabenden und vermögenden Investoren eine breite Auswahl an eigens strukturierten Real Estate Debt- wie auch Equity-Produkten sowie perspektivisch auch Fondslösungen externer Top-Asset-Manager.

Trotz der Pandemie steigerte LINUS das Volumen getätigter Investitionen seit Unternehmensgründung auf mehr als 800 Millionen Euro, während die Investorenbasis der eigens entwickelten Plattform über die vergangenen zwölf Monate ebenfalls deutlich angewachsen ist.

LINUS Digital Finance wurde bei den Verhandlungen von Greenberg Traurig, Arendt & Medernach sowie Linklaters beraten.

Quelle LINUS Digital Financa /Bain Capital