Samstag, August 1, 2026
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Pleo erweitert Series-C Finanzierungsrunde um 200 Millionen US-Dollar

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Pleo

Pleo steigert seine Bewertung auf 4,7 Milliarden US-Dollar; Österreich als einer von 15 neuen EU-Märkten für Pleo

Das dänische Fintech Pleo sammelt in einer Erweiterung der Series-C-Finanzierungsrunde 200 Millionen US-Dollar weiteres Kapital ein. Pleo steigert damit die Series-C-Finanzierungsrunde auf insgesamt 350 Millionen US-Dollar. Das Fintech bietet ein unkompliziertes Tool für das Ausgabenmanagement sowie, in Kooperation mit Mastercard und J.P. Morgan, intelligente Firmenkarten an. Das Angebot richtet sich vornehmlich an kleine und mittelständische Unternehmen sowie Startups. 

Nachdem Pleo im Juli 2021 Einhorn-Status erreicht hat, steigert das Unternehmen seine Bewertung auf 4,7 Milliarden US-Dollar. Das ist fast eine Verdreifachung der Unternehmensbewertung binnen fünf Monaten. Damit zementiert Pleo seine Position als größtes Ausgabenmanagement-Unternehmen in Europa und zweitgrößtes weltweit. 

Der technologieorientierte Investor Coatue Management führt die Erweiterung der Series-C von Pleo an. Auch der Investor Alkeon Capital beteiligt sich als Neu-Investor. Die Runde erfolgt mit weiteren Beteiligungen von Bain Capital Ventures und Thrive Capital sowie der langfristigen Investoren Creandum, Kinnevik, Founders, Stripes und Seedcamp.

Mit Hilfe des neuen Kapitals will Pleo seine Wachstumspläne weiter beschleunigen – einschließlich eines umfassenden Rollouts in ganz Europa ab 2022. Einer der Fokusmärkte dieser Expansionsphase: Österreich. Dort erfolgt der Produkt-Launch in Kürze. Pleo setzt für den Start in Österreich auf lokalisierte Produkt-Features. Die Plattform des Unternehmens fängt Belege unterwegs ab, kategorisiert Ausgaben automatisch auf Basis des bisherigen Nutzerverhaltens und macht eine manuelle Spesenabrechnung somit überflüssig. Für die Firmenkarten kooperiert Pleo mit J.P. Morgan und Mastercard.

Neben Österreich hat Pleo 14 weitere EU-Märkte im Visier, angefangen mit Finnland, den Niederlanden, Frankreich, Portugal und Estland

„Wir sind begeistert, die Erweiterung unserer Series-C-Runde bekanntzugeben und heißen Coatue und Alkeon bei Pleo willkommen. Unser Wachstum war im letzten Jahr exponentiell. Die Tatsache, dass wir so renommierte Investoren an Bord haben, zeigt, dass die Zukunft für Pleo äußerst vielversprechend ist und wir unsere Mission erfüllen können: Wir wollen die Art und Weise verändern, wie Unternehmen mit ihren Ausgaben umgehen”, so Jeppe Rindom, Mitgründer und CEO von Pleo.

Rindom ergänzt: „Tatsache ist, dass wir in diesem Jahr keine weitere Kapitalerhöhung brauchten. Aber wir haben große Ambitionen, wollen in ganz Europa wachsen und noch mehr Unternehmen bei ihrem Ausgabenmanagement unterstützen. Wir sprechen also von 15 neuen Märkten in Europa. Somit möchten wir bis 2025 in über 20 Ländern aktiv sein. Darüber hinaus wollen und müssen wir bis Ende 2022 unser 400-köpfiges Team verdoppeln – sowie unser Produkt optimieren, weitere Features und Funktionen entwickeln, das Produktangebot ausweiten; von der Rechnungsverwaltung und Rückerstattung für Mitarbeiter*innen auf die Vergabe von Unternehmenskrediten und darüber hinaus. Nun war die Nachfrage nach unserer Series-C weiter immens. Wir haben also die Gelegenheit ergriffen und wollen unsere Ziele umso ehrgeiziger verfolgen. Es ist eine sehr aufregende Zeit und wir freuen uns auf die nächste Phase des Wachstums von Pleo.“

Arun Mani, Chief Revenue Officer von Pleo, betont vor dem Start in Österreich:

„Wir wollen alle Unternehmen mit dem Handwerkszeug ausstatten, um Unternehmensausgaben schnell, unkompliziert und einfach zu digitalisieren und zu händeln. Denn machen wir uns nichts vor: das Handling von Unternehmensausgaben ist in vielen österreichischen Betrieben noch Handarbeit. Buchhalter*innen sitzen vor Bergen an Belegen und müssen diese individuell bearbeiten. Das ist ressourcenaufwendig und fehleranfällig.”

Nachdem Pleo im letzten Halbjahr monatlich bis zu 1.000 neue Unternehmenskunden gewinnen konnte, will das Fintech bis Ende 2025 insgesamt eine Million aktive Nutzer von sich überzeugen. Das Wachstum ist durch die Einführung eines Freemium-Modells im Herbst diesen Jahres – in Deutschland bereits im Juni – noch weiter vorangetrieben und die Lösung einem noch größeren Kundenkreis zugänglich gemacht worden. Eine weitere Priorität ist die Investition in das Team, welches seit Jahresbeginn von 250 auf bereits über 430 Mitarbeiter*innen gewachsen ist. Dies ermöglicht Pleo, sein Produkt weiter zu verbessern und eine wachsende Zahl von Tools und Funktionen anzubieten, die sowohl wachsenden als auch etablierten Unternehmen dabei helfen können, ihre Unternehmensausgaben zu vereinfachen und besser zu verwalten.

Michael B. Gilroy, General Partner von Coatue Management, sagt:

 „Pleo definiert das Ausgabenmanagement von bereits über 20.000 Unternehmen neu; diese können so Zeit und Kosten sparen und gleichzeitig ihre Transparenz erhöhen. Das hat uns beeindruckt. Wir sind stolz darauf, eng mit Jeppe und dem Rest des Teams zusammenzuarbeiten. Gemeinsam wollen wir die nächste Wachstumsphase vorantreiben – während Pleo in ganz Europa expandiert und daran arbeitet, die Art und Weise von Ausgabenmanagement in Unternehmen weiter zu verändern.”

​​„Europa entwickelt sich zu einem bedeutenden Technologie-Hub; sowohl für öffentliche als auch für private Märkte. Dies wird durch den Anstieg an Venture-Capital-Aktivitäten auf dem gesamten Kontinent deutlich. Vorangetrieben durch die erstklassige User Experience und die schnelle Innovation des Produktes, entwickelt Pleo die führende B2B-Plattform für das Ausgabenmanagement in ganz Europa. Pleo beschleunigt sein Wachstum weiterhin und wir freuen uns auf die gemeinsame Arbeit mit Jeppe und dem Team“, kommentiert Deepak Ravichandran, General Partner bei Alkeon Capital.

„Bereits im Juli haben wir erkannt, dass die Zukunft der Arbeit Mitarbeiter*innen die nötigen Tools an die Hand gibt, um effektiv, produktiv und erfolgreich zu sein. Pleo hat diesen entscheidenden Wandel für moderne Unternehmen in Richtung Mitarbeiterzentrierung früh verstanden. Das Unternehmen bietet Mitarbeiter*innen eine benutzerfreundliche Ausgabenmanagement-App, die automatisch alle Unternehmensausgaben verfolgt und Spesenabrechnungen generiert. Das Ganze gepaart mit leistungsstarken Features, die Unternehmen benötigen, um volle Transparenz in der Verwaltung jedes ausgegebenen Cents zu schaffen. Mit der Erweiterung der Series-C ist Pleo in einer noch stärkeren Position.

Sie sind zweifellos der dominierende Akteur im Bereich des Ausgabenmanagements für kleine Unternehmen, ein Markt mit einem Volumen von mehr als 80 Milliarden Dollar allein in Europa. Und Pleo als Anbieter wird für Unternehmen nur noch wichtiger werden, wenn das Unternehmen in naher Zukunft in den Markt für Rechnungszahlungen expandiert”, so Keri Gohman, Partner bei Bain Capital Ventures.

In Deutschland fokussierte sich Pleo 2021 vornehmlich auf das Segment der klein- und mittelständischen Unternehmen sowie Start-Ups. Mit Erfolg: Die Kundenbasis von Pleo hierzulande im Zeitraum von Anfang bis Ende 2021 von 1.000 auf aktuell 2.500 Unternehmenskunden. Mit dem Ziel Pleo als Ausgabenmanagement-Tool der Wahl in der DACH-Region zu etablieren, stellt Pleo weitere Mitarbeiter*innen am Standort Berlin ein. 

Weitere Informationen finden Sie hier

Quelle Openers GmbH

Überregulierung ist die wohl stärkste Innovationsbremse

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Advanced Blockchain Portrait

Michael Geike, CEO der Advanced Blockchain AG im Gespräch mit Fundscene.

Stell dich doch bitte kurz vor!

Mein Name ist Michael Geike, ich bin Gründer und Vorstand der Advanced Blockchain AG mit Hauptsitz in Berlin. Nach meinem Mathematik-Studium am Imperial College of London, war ich sechs Jahre lang als Vice President für das Investmentbanking von JP Morgan in London tätig. Dort habe ich mit Derivaten gehandelt und 2008 die Finanzkrise von der ersten Reihe aus erlebt.
So bitter das auch war, erhielt ich doch gerade dadurch einen besonderen Einblick in die Situation und die Zusammenhänge der globalen Finanzmärkte, wie diese Krise überhaupt entstehen konnte, welche Auswirkungen der Crash hatte und wie sich die Strukturen der globalen Märkte dadurch zukünftig verändern werden. Das hat den Grundstein für meinen weiteren beruflichen Werdegang gelegt.

Nach JP Morgan habe ich bei Zalando gearbeitet und dort drei Jahre lang ein Team von Datenwissenschaftlern und Mathematikern aufgebaut und geleitet. In dieser Zeit habe ich sehr viel Wissen über die Macht und das Potenzial von künstlicher Intelligenz und maschinellem Lernen erworben.

Was hat euch bewogen Advanced Blockchain AG zu gründen?

Wir leben heute in einer Zeit, in der die Welt alle paar Monate mehr Informationen produziert als in der der gesamten Geschichte der Menschheit zuvor. Sich dieses Potenzial nutzbar zu machen war einer der Beweggründe aber letztendlich auch das Vertrauen darin und das Wissen, dass langfristig kein Industriezweig von der Blockchain „verschont“ bleiben wird. 

Ich beschäftige mich seit 2012 mit der Blockchain-Technologie, damals noch in erster Linie mit Bitcoin, für den ich von 2013 bis 2015 auch Mining betrieben habe. Die Entwicklung und Evolution der Blockchain, sowie die Entstehung von Smart Contracts über Ethereum, verfolge ich seitdem mit Spannung und Business. Damals war ich in Berlin, wo es viele Meet-Ups und Menschen gab, die sich schon früh mit diesem Thema auseinandergesetzt haben.

Das hat mir einen sehr tiefen Einblick in die Technologie gegeben, wodurch mir relativ schnell klar war, dass Smart Contracts und Ethereum eine legendäre Idee sind, mit denen dezentralisierte Anwendungen mit dem Potenzial, die Welt auf revolutionäre Weise nachhaltig zu verändern , realisiert werden können. Zugleich gab es aber immer das Problem der Skalierbarkeit, was letztendlich der Grund für die Firmengründung war. Denn es kamen weitere Technologien auf den Markt, wie IOTA. Dieses nutzt sogenannte DAGs, ein mathematisches Konzept, welches neue Skalierbarungsmöglichkeiten hervorgebracht hat, aber als solches gar keine Blockchain mehr ist, sondern eine andere Art von DLT, Distributed Ledger Technology.

Daher haben wir dieses neue Konzept genommen, um es mit Blockchain zu verknüpfen und dazu auch Smart Contracts zu ermöglichen, um Decentralized Applications damit entwickeln zu können. Daraus sind peaq und die Advanced Blockchain AG entstanden, deren erstes Produkt peaq sein sollte.

Wie bist du selbst das erste Mal mit Bitcoin und Co. in Verbindung gekommen?

Mit Bitcoin in Verbindung gekommen bin ich 2012, damals arbeitete ich noch bei Zalando. Robert Küfner rief mich an und meinte: „hier ist etwas das sich Bitcoin nennt, das solltest du dir mal anschauen“. Ich habe schnell festgestellt, dass diese Technologie sehr viele Dinge aus meiner Vergangenheit kombiniert. Auf der einen Seite war für mich, als Ex-Investmentbanker, eine neue Währung, die rein digital und dezentral aufgebaut ist, sehr spannend. Auf der anderen Seite begeisterte mich als Mathematiker auch der Aspekt des Konsens-Algorithmus sowie das Konzept der Dezentralität.

Bei meiner damaligen Arbeitsstelle habe ich mich bereits sehr viel mit Payment-Algorithmen, künstlicher Intelligenz und maschinellem Lernen beschäftigt. Quasi alle meine bisherigen Tätigkeiten fanden sich in Bitcoin wieder, was das Thema für mich sofort sehr spannend machte. Glücklicherweise haben sich in Berlin, wo ich damals war, schon viele schlaue Köpfe intensiv zu so früher Zeit mit dem Thema beschäftigt. Das hat mir sofort signalisiert, dass hier etwas revolutionäres auf dem Vormarsch ist, dass mich stark begeistert hat. Mein erster direkter Kontakt mit Bitcoin kam dann aber tatsächlich über das Mining, das wir 2013 noch mit normalen Grafikkarten durchgeführt haben.

Was genau ist Advanced Blockchain AG?

Die Advanced Blockchain AG existiert, um dezentrale Blockchain-Ökonomien zu verbinden und zu gestalten. Wir sind ein börsennotierter Inkubator, Investor und Partner der Blockchain-Industrie. Unsere Mission ist es, das Wachstum, die Entdeckung und Schaffung innerhalb der globalen Blockchain-Industrie voranzutreiben, indem wir Projekte an der Spitze dieses aufregenden Feldes entwickeln und unterstützen.

In welchen Ländern seid Ihr aktiv?

Wir haben einen großen Fokus auf Europa, sind aber gerade im Decentralized Finance Bereich auch in den USA aktiv.

Mit welchen Coins arbeitet Ihr und warum diese?

Das ist schwierig zu beantworten, da gibt es eine endlos lange Liste von Coins mit denen wir arbeiten und in die wir investieren. Grundsätzlich investieren wir früh-phasig in Projekte die einen Unique Selling Point haben und eine Marktlücke im Decentralised Finance Markt füllen. Damit erwerben wir Token, die noch nicht gelistet sind und noch vor dem Marktstart stehen.

Wie steht Ihr zu dem Thema Regulierungen?

Das Thema Regulierung ist für agile Sektoren immer heikel und grundsätzlich sollte gelten: So wenig wie möglich und so viel wie nötig. Überregulierung ist die wohl stärkste Innovationsbremse und wäre für die Entwicklung der Blockchain tödlich. Natürlich muss ein gewisses Maß an Regulierung vorhanden sein, um Schaden von Nutzern abzuwenden und Finanzkriminalität zu verhindern. Und trotzdem muss es immer noch einen gesunden Raum für Innovation geben. Wenn ich die Wahl hätte, würde ich nicht die Regulierung bevorzugen, sondern eine stärkere Transparenz befürworten, zum Beispiel mit Blick auf die steuerliche Behandlung von Transaktionen. Der DeFi-Bereich braucht einen freien Raum für seine Entwicklung.

Was erwartet uns im Web 3.0?

Das, was das Internet in Bezug auf den Austausch, die Nutzung und Schnelligkeit von Informationen bewirkt hat, das wird das Web 3.0 mit Werten machen. So, wie wir heute E-Mails versenden, werden wir zukünftig Assets verschicken und als Wertpapiere einsetzen können. Im Web 3.0 werden wir ein hohes Maß an Automatisierung und Effizienz erfahren und eine florierende Machine-Economy haben, das heißt, dass der Mammut-Anteil an Finanztransaktionen maschinell und automatisiert laufen wird. Das wiederum führt zu einer starken Kostenreduktion, denn die maschinelle Kommunikation ist wesentlich günstiger und zudem erheblich schneller.

Erhebungen aus dem Bankenbereich in den USA belegen, dass Kreditverhandlungen, die normalerweise 30 Tage dauern, mittels Maschinen-Konfiguration auf eine Minute reduziert werden können. Wichtig ist die Basis der Technologie, denn diese ist Nichts anderes als eine verteilte Datenbank, deswegen können Prozesse auch so dermaßen beschleunigt werden. Inhalte und Berechtigungen sind geklärt – man muss nicht mehr auf die Suche von Analysedaten gehen, um eine Bewertung der Assets zu machen. Das geschieht automatisiert.

Was steht für 2022 auf der Agenda der Advanced Blockchain AG?

2022 wird für uns ein weiteres Jahr der Skalierung, wir werden neue Projekte im DeFi-Bereich inkubieren und unsere bisherigen Projekte weiter ausbauen und vergrößern. Zudem werden wir natürlich weiterwachsen und Personal einstellen. Allein 2021 haben wir nahezu 100 Angestellte rekrutiert. 2022 werden wir diese Wachstumsrate mit Sicherheit beibehalten und – wie bereits 2021 – weitere, spannende Investments im Token-Bereich tätigen. Wir planen, die dezentrale Ladestruktur mit einem großen Automobilhersteller weiter auszubauen, noch mehr in den NFT-Markt vorzudringen und uns stärker als bisher im Bereich Beratung aufzustellen.

Deine drei Buchtipps?

1. „Das Krypto-Jahrzehnt – Was seit dem ersten Bitcoin alles geschehen ist – und wie digitales Geld die Welt verändern wird“ von Robert Küfner
2. „Enlightenment Now: The Case for Reason, Science, Humanism, and Progress“ von Steven Pinker 
3. „Integral Life Practice: A 21st-Century Blueprint for Physical Health, Emotional Balance, Mental Clarity, and Spiritual Awakening” von Ken Wilber, Terry Patten, et al.

Mehr Informationen zu Advanced Blockchain
Wir bedanken uns bei Michael Geike für das Interview. Aussagen des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

DAX40-Studie: Konzerne vergeben Chancen für mehr Nachhaltigkeit

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Obwohl DAX-Konzerne im vergangenen Jahr in Summe fast 900 Millionen Euro für gemeinnützige Zwecke gespendet haben, nutzen sie beim gesellschaftlichen Engagement bei weitem nicht ihr Potenzial aus. Sie agieren zu wenig strategisch, setzen auf zu viele unterschiedliche Themen und berichten kaum darüber, was ihre Millionen bewirken. Das ist das Ergebnis einer neuen Studie zum Corporate Citizenship der DAX40 von den Beratungshäusern Wider Sense und goetzpartners.

Die Folgestudie der Ersterhebung von 2017 nimmt erstmals das gesellschaftliche Engagement der DAX-Konzerne in ihrer neuen Zusammensetzung mit 40 Unternehmen unter die Lupe. Untersucht wurde unter anderem, wie strategisch die DAX-Unternehmen in ihrem Corporate Citizenship sind. Für die Studie „Vergebene Chancen“ führten die Autor*innen Hintergrundgespräche mit DAX-Verantwortlichen und analysierten tausende Seiten von Nachhaltigkeitsberichten. Fazit: 2020 wurde zwar mehr denn je für den guten Zweck gespendet. Bis auf wenige Vorreiter agieren die DAX-Konzerne dabei jedoch wenig zielgerichtet und verknüpfen ihre Millionen-Investitionen kaum mit Projekten, die auch einen positiven Einfluss auf den sozialen oder ökologischen Fußabdruck ihres Kerngeschäfts haben.

Kaum Verknüpfung von Engagement und Kerngeschäft

Statt nur im Sport oder in der Region Gutes zu tun, spenden inzwischen 75 Prozent der DAX-Unternehmen zumindest teilweise an Organisationen, die sich für die Lösung von Nachhaltigkeitsproblemen einsetzen, welche die Konzerne selbst mitverursachen. Kooperationen mit sogenannten Social Businesses beispielsweise gibt es aber nur selten. Dabei entsteht die größte positive Wirkung genau durch solche Formen strategischen Engagements. Ein Beispiel: Konzerne fördern mit Spendengeldern den Aufbau von Sozialunternehmen in anderen Ländern, die vor Ort fair arbeiten und später sogar potenziell als Lieferanten nachhaltige Ressourcen für das eigene Kerngeschäft bereitstellen können. Die neue Studie bestätigt nun, dass die meisten DAX-Konzerne von solch einem weitsichtigen gesellschaftlichen Engagement noch weit entfernt sind. Engagement in der eigenen Wertschöpfungskette, zum Beispiel zur Reduktion von Plastik, zur Wiederaufforstung von Wäldern oder für die Einhaltung von Menschenrechten entlang der Lieferkette, bleibt die Seltenheit.

Druck auf Unternehmen steigt, nur wenige gehen voran

„Klimakrise, Ungleichheit, Pandemie: Bei zahlreichen der DAX40 hat in den vergangenen Jahren zwar eine Professionalisierung des Corporate Citizenship stattgefunden. Wirklich strategisch gehen das aber nur wenige Vorreiter an – die deutschen Konzerne vergeben so viele Chancen für positive ökologische und gesellschaftliche Wirkung“, fasst Michael Alberg-Seberich, Geschäftsführer von Wider Sense zusammen. „Der Druck auf die Unternehmen steigt, das merken auch die DAX-Unternehmen seit Jahren. Das reicht von Verbraucher*innen-Erwartungen bis hin zu neuen gesetzlichen Vorschriften für mehr Nachhaltigkeit wie dem Lieferkettengesetz“, ergänzt Armin Raffalski, Partner des Beratungshauses goetzpartners. „Trotzdem fehlt oft noch der Wille, Corporate Citizenship und Kerngeschäft konsequent zusammen zu denken. Die DAX40 stehen für über eine Billion Euro Umsatz, haben mehrere Millionen Mitarbeitende. Das ist eine Kraft, die bei weitem noch nicht genutzt wird“, so Raffalski weiter.

Nur 8 Prozent im DAX40 berichten über Wirkung

Eine weitere Erkenntnis der Studie: Es mangelt an Wirkungsmessung bei den DAX-Konzernen. Nur 44 Prozent berichten aggregiert darüber, was sie konkret für welchen guten Zweck unternehmen. Sogar nur 8 Prozent berichten darüber, welche Wirkung sie damit insgesamt tatsächlich erzielt haben. „Hier gibt es noch viel Luft nach oben. Denn nur, wer sein Engagement regelmäßig und nachvollziehbar evaluiert, wird langfristig positive Wirkung erzielen“, erklärt Armin Raffalski.

Studie zeigt Potenzial und Erfolgsbeispiele auf

Obwohl nach wie vor zu viele Chancen vergeben würden, blicken die Herausgeber optimistisch auf eine Konzernwelt im Wandel: So verfügen zum Beispiel 77 Prozent der DAX-Unternehmen mittlerweile über globale Spendenrichtlinien. Darüber hinaus zeigten die fünf am besten bewerteten Konzerne der Studie, welches Potenzial in strategisch ausgerichtetem Corporate Citizenship stecke, so die Autor*innen der Studie. So hat sich zum Beispiel Merck zum Ziel gesetzt, eine ganze Krankheit auszurotten, Bayer will bis 2030 100 Millionen Frauen mit Verhütungsmitteln versorgen und SAP rüstet über 2 Millionen Menschen im Jahr mit digitalem Wissen und Programmierkenntnissen aus. Weitere Vorreiter sind Deutsche Post und Deutsche Telekom. „Wirkungsvolle Initiativen gehen dabei meist auf engagierte Entscheidungstragende zurück, auch andere Vorstände müssen hier vorangehen“, fordert Armin Raffalski. „Mit den zahlreichen Erfolgsbeispielen und Erkenntnissen der Studie wollen wir unseren Beitrag dazu leisten“, ergänzt Michael Alberg-Seberich.

Über die Herausgeber der Studie

Herausgeber der Studie „Vergebene Chancen: Zu wenige DAX40-Konzerne nutzen Corporate Citizenship zur Stärkung ihrer Nachhaltigkeit“ sind Wider Sense und goetzpartners.

Studie herunterladen

Die Studie „Vergebene Chancen: Zu wenige DAX40-Konzerne nutzen Corporate Citizenship zur Stärkung ihrer Nachhaltigkeit“ kann hier kostenlos heruntergeladen werden:

In deutscher Sprache

In englischer Sprache

Foto: JP Valery, unsplash.com

Visa startet mit Crypto Advisory Services

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Crypto Advisory

Die Argumente für Kryptowährungen werden für Finanzinstitute immer stärker. Die deutschen Ergebnisse der globalen Studie zeigen:

  • 42 Prozent der Befragten haben Kryptowährungen entweder bereits genutzt oder stehen ihnen positiv gegenüber.
  • 24 Prozent besitzen Kryptowährungen für Investitionen oder Transaktionen.
  • 18 Prozent sind neugierig und ergreifen Maßnahmen, um mehr zu erfahren.

Visa (NYSE: V) gibt heute den Start seines Beratungsangebots Global Crypto Advisory bekannt. Der Service ist Teil von Visa Consulting and Analytics (VCA) und wurde entwickelt, um Kunden und Partnern dabei zu helfen, ihr Krypto-Geschäft voranzubringen. Dies geschieht zu einem Zeitpunkt, zu dem digitale Währungen immer mehr in das öffentliche Bewusstsein treten. Laut einer heute von Visa veröffentlichten Studie liegt der Bekanntheitsgrad von Kryptowährungen unter den Befragten in Deutschland bei 93 Prozent.1

Das Verständnis des Krypto-Ökosystems ist für alle Interessierten ein wichtiger erster Schritt – sei es für Finanzinstitute, die Kund:innen anlocken oder binden möchten, für Händler:innen, die in NFTs einsteigen wollen, oder für Zentralbanken, die digitale Währungen erkunden. Durch die Zusammenarbeit mit mehr als 60 Krypto-Plattformen verfügt Visa über ein globales Netzwerk von Berater:innen und Produktexpert:innen mit fundierten Fachkenntnissen, um Finanzinstitute zu unterstützen. Sie helfen dabei, Angebotsoptionen von Krypto-Services zu identifizieren, konkrete Strategien zu entwickeln und Innovationen wie Krypto-Bonusprogramme oder CBDC-integrierte Wallets zu pilotieren.

„Wir haben im letzten Jahr gesehen, dass sich die Art und Weise, wie sich unsere Kunden mit dem Thema beschäftigen, fundamental verändert – von dem Wunsch, mit Krypto zu experimentieren, hin zum Aufbau einer Strategie und einer Produkt-Roadmap“, sagt Claudio Di Nella, Head of Consulting & Analytics bei Visa Europe. 

Visa Studie untersucht Einstellung von Verbraucher:innen zu Krypto

Während sich immer mehr Kunden für die Entwicklung von Krypto-Lösungen interessieren, zeigt eine neue Studie von Visa, dass das Bewusstsein und die Akzeptanz von Krypto auch bei Verbraucher:innen weltweit sehr hoch ist. Laut der globalen Studie „The Crypto Phenomenon: Consumer Attitudes & Usage“ hat sich bereits rund ein Viertel der kryptobewussten Verbraucher:innen in Deutschland direkt mit Kryptowährungen auseinandergesetzt – entweder als Anlageinstrument oder als Tauschmittel. „Krypto steht für einen technologischen Wandel in den Bereichen Geldbewegung und digitaler Besitz“, sagt Antony Cahill, Deputy CEO von Visa Europe. „Verbraucherinnen und Verbraucher ändern ihren Umgang mit Anlageinvestitionen sowie ihren Blick auf die Zukunft des Geldes. Daher wird jedes Finanzinstitut eine Krypto-Strategie benötigen.“

Die Visa Studie, bei der mehr als 6.000 Menschen in acht Märkten (Argentinien, Australien, Brasilien, Deutschland, Hongkong, Südafrika, Großbritannien und USA) befragt wurden, bringt für den deutschen Markt folgende Erkenntnisse hervor:

  • Die zunehmenden Krypto-Schlagzeilen zeigen Wirkung. In Deutschland liegt der Bekanntheitsgrad von Kryptowährungen bei 93 Prozent der Befragten. 
  • Ein signifikanter Anteil nutzt oder investiert in Kryptowährungen.Fast ein Viertel (24 %) der kryptobewussten Erwachsenen besitzt oder nutzt bereits Kryptowährungen. Fast jede:r Zweite davon (45 %) gibt an, die Nutzung im letzten Jahr intensiviert zu haben.
  • Zu den wichtigsten Motivatoren gehören der Vermögensaufbau und der Glaube an Kryptowährungen als die Zukunft der Finanzdienstleistungen. Die wichtigsten Beweggründe Kryptowährungen zu besitzen und zu benutzen, sind deren Zukunftsfähigkeit (42 %) und der Vermögensaufbau (41 %).
  • Kryptoverknüpfte Karten und Krypto-Prämien sind attraktiv. Unter den Krypto-Besitzer:innen sind 81 Prozent an kryptoverknüpften Bezahlkarten interessiert, mit denen man Kryptowährungen umwandeln und bei Händler:innen genauso bezahlen kann wie mit der Debit- oder Kreditkarte. 84 Prozent sind an Krypto-Rewards interessiert, die Kartenzahlungen mit Prämien in Kryptowährungen belohnen.
  • Verbraucher:innen würden für Krypto-Produkte die Bank wechseln.Mehr als ein Drittel der Krypto-Besitzer:innen (35 %) gibt an, dass sie wahrscheinlich oder sehr wahrscheinlich in den nächsten 12 Monaten zu einer Bank wechseln würden, die Krypto-Produkte anbietet. 

Zum Download der globalen Studie „The Crypto Phenomenon: Consumer Attitudes & Usage“ gelangen Sie hier.

[1] Methodik der Erhebung
Diese Studie, die in Zusammenarbeit mit LRW, a Material Company, durchgeführt wurde, umfasste neun Fokusgruppen und zehn Tiefeninterviews in den USA, Deutschland und Argentinien, die vom 14. bis 26. Juli 2021 vorgenommen wurden. Außerdem wurden zwischen dem 25. August und 13. September 2021 Online-Befragungen mit 6.430 Menschen in Argentinien, Australien, Brasilien, Deutschland, Hongkong, Südafrika, den USA und Großbritannien durchgeführt. Die Studie spiegelt die Ansichten und Meinungen der Online-Bevölkerung in diesen Märkten wider und ist demografisch repräsentativ in Bezug auf Alter, Geschlecht, Haushaltseinkommen, Region und ethnische Zugehörigkeit. Um an der Umfrage teilnehmen zu können, mussten die Befragten folgende Kriterien erfüllen:

  • Mindestalter: 18 Jahre.
  • Wenn sie 25 Jahre alt oder älter sind, ein Haushaltseinkommen von mindestens 35.000 US-Dollar (oder ein entsprechendes Äquivalent je nach Markt) aufweisen.
  • Sie müssen die Verantwortung für finanzielle Entscheidungen in ihrem Haushalt allein oder geteilt tragen.

Teilnehmer:innen, die diese Kriterien erfüllen, wurden weiter zu ihrem Wissen über Kryptowährungen befragt: Diejenigen, denen Kryptowährungen bekannt sind, wurden zur Teilnahme an der vollständigen Umfrage über ihre Einstellung und Nutzung von Krypto eingeladen. Die Screening-Raten wurden erfasst, um die Größe dieser Gruppe unter allen Erwachsenen zu bestimmen. Die vollständige Methodik finden Sie im Studienbericht, der hierverfügbar ist.

Bilder pixabay

Quelle Adel & Link Public Relations 

whylab Finanzierungsrunde mit einem mittleren 6stelligen Betrag

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whylab

better ventures investiert in Mental-Health-Startup whylab

whylab hat in seiner Pre-Seed-Finanzierung mit dem Angel Club better ventures und weiteren namhaften Investor:innen einen mittleren sechsstelligen Betrag eingesammelt. An der Pre-Seed-Runde beteiligt sind im Verbund von better ventures, neben Christoph Behn, Tina Dreimann und Cedric Duvinage, auch Björn Kolbmüller (zenloop, Flaconi) und Dörte Kaschdailis (opexxia). Zudem investieren unter anderem Shio Capital, Dr. Mirko Caspar (MisterSpex), Anna Kaiser (Tandemploy), Stephan Bayer (sofatutor), Andre Heeg (BCG Digital Ventures) und Julius Göllner.

whylab soll das digitale Fitnessstudio für mentale Gesundheit werden, so die drei Gründerinnen Luca Lea Kleene, Nikola Berkmann und Sarah Reitz. Ihre Mission ist wichtiger denn je: Menschen zu befähigen, ein glückliches Leben führen zu können. Im Fokus steht dabei ein virtuelles Gruppenformat, bei denen Teilnehmer:innen von einem:r ausgebildeten Coach:in über mindestens sechs Wochen in regelmäßigen Gruppensitzungen begleitet werden. Damit diese Gruppen harmonieren, setzt whylab auf einen Matching-Prozess, der auf Persönlichkeitstypen und individuellen Bedürfnissen basiert. Außerdem entwickelt whylab neben den virtuellen Coachings einen intelligenten digitalen Begleiter, der die Nutzer:innen durch regelmäßige Übungseinheiten in der persönlichen Weiterentwicklung systematisch und individuell unterstützen soll.

Das Angebot wird aktuell insbesondere von Millennials genutzt, die sich in einer „Quarter-Life-Crisis“ befinden. Hiervon sind laut einer LinkedIn-Studie circa 70 Prozent der 20 bis 30-Jährigen in Deutschland betroffen. Auch den Gründer:innen sind Persönlichkeitskrisen nicht fremd: „Ich hatte selbst vor zwei Jahren so eine Krise – es gab kein zugängliches und wirklich effektives Angebot für mich”, berichtet Luca Lea Kleene. „Genau das Problem lösen wir mit whylab. Wir unterstützen Menschen dabei, sich selbst besser kennen zu lernen, und das eigene Verhalten langfristig und systematisch zu verändern”, führt sie fort. Die Angebote von whylab beschränken sich daher nicht nur auf Millennials, sondern sind allen Menschen zugänglich, die Lebenskrisen durchlaufen.

Tina Dreimann von better ventures sieht in whylab ein starkes Impact-Potenzial: „whylab adressiert ein gesellschaftlich hochrelevantes Thema, was durch die Pandemie noch verstärkt wurde. Rund 18 Millionen Erwachsene sind allein in Deutschland jedes Jahr von psychischen Erkrankungen betroffen. Präventionsangebote im Bereich Mental Health, wie die von whylab, sind daher umso wichtiger.”

„Die Finanzierungsrunde beschleunigt unsere Mission, möglichst viele Menschen beim Training ihrer mentalen Gesundheit zu unterstützen und so zu ihrer allgemeinen Zufriedenheit beizutragen”, sagt die Co-Gründerin Luca Lea Kleene. Das Kapital soll zur Weiterentwicklung des Produkts, sowie zur Gewinnung neuer Mitarbeiter:innen im Bereich Tech, Marketing und Operations verwendet werden.

whylab wurde im Dezember 2020 in Berlin während der Pandemie gegründet. Das weibliche Gründungsteam bringt sowohl die notwendige psychologische Expertise als auch Business-Know-how mit.

Die Gründerinnen sind sich sicher, dass es in Zukunft normal sein wird, das mentale Wohlbefinden genauso regelmäßig zu trainieren wie das körperliche. Um die Vision des digitalen Fitnessstudios für mentale Gesundheit zu realisieren, arbeiten die Gründerinnen an einem Ausbau des Geschäftsmodells. Aktuell lassen sich die 6-wöchigen Kurse einzeln buchen, künftig soll ein Abo-Modell für den digitalen Begleiter das Angebot ergänzen.

Quelle hypr agency

FinTech-Trends 2022

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2022

Das dramatische Auf und Ab der Gamestop-Aktie Anfang dieses Jahres hat es gezeigt: Neue Finanztechnologien – in diesem Fall Trading-Apps – können das reale Marktgeschehen massiv beeinflussen. Auch 2022 werden hierfür wieder entscheidende Weichen gestellt. Folgende Technologien haben das Potenzial, die FinTech-Branche im kommenden Jahr grundlegend zu verändern.

1. Decentralized Finance (DeFin)

Währungen auf Blockchain-Basis sind spätestens seit dem ersten Boom des Bitcoin weitestgehend bekannt. Auch die Vorteile der Krypto-Währungen sind klar: Sie sind unabhängig von Zentralbanken und Regierungen, lassen sich problemlos weltweit transferieren und sind – das wichtigste Merkmal – aufgrund der dezentralen Struktur gut gegen Hacker-Attacken geschützt. Allerdings endet die Entwicklungsgeschichte der Blockchain-Technologie nicht beim Bitcoin, sondern geht jetzt erst richtig los.

Kern dieser Entwicklung ist das sogenannte Decentralized Finance (DeFin), eine komplett neue Welt des Krypto-Banking. Bisher wurden Krypto-Currencies ebenso wie klassische Währungen an zentralen Börsen gehandelt. Dabei geht jedoch ihr zentrales Merkmal verloren: die dezentrale Netzwerkstruktur. 2021 war es noch ein Thema für Finanz-Nerds. 2022 kommt der Trend in der breiteren Masse an, gleichzeitig trennen sich Spreu und Weizen, also die seriösen von den unseriösen Anbietern.

Ermöglicht werden dezentrale Finanzsysteme durch so genannte Smart Contracts. Dabei handelt es sich um Computerprogramme, in denen die beteiligten Akteure ihre gewünschten Transaktionen festschreiben. Eine zentrale Kontroll-Instanz ist nicht mehr nötig. Die gespeicherten Daten liegen in einem dezentralen Blockchain-Netzwerk, so dass spätere Änderungen nicht mehr möglich sind.

Grundsätzlich gibt es drei Möglichkeiten, DeFin zu nutzen: Staking, Lending und Liquid Mining. Alle Abläufe beruhen darauf, dass die Besitzer:innen einer Krypto-Währung einen gewissen Anteil an ihrer Rechenpowerl dem System zur Verfügung stellen. Dafür erhalten sie Belohnungen. Wichtig ist dabei allerdings ein vertrauenswürdiger Anbieter. Da es sich um eine relativ neue Technologie handelt, sind leider auch unseriöse Unternehmen unterwegs. Ohne gesetzliche Regulation geht es also auch im Bereich DeFi nicht. Vertrauenswürdige Plattformen haben das erkannt und unterziehen sich dem Prozess trotz ihrer grundsätzlichen Unabhängigkeit von staatlichen Institutionen. So erfüllt beispielsweise Cake DeFi, eine Plattform für dezentrale Finanzdienstleistungen, alle regulatorischen Anforderungen der Monetary Authority of Singapore (MAS). Durch die Kombination von dezentraler Netzwerkstruktur und gesetzlicher Regulation können sich Menschen auf der ganzen Welt über Krypto-Lösungen informieren und DeFi sicher nutzen.

2. Open Banking erobert den Zahlungsverkehr

2018 hat die Europäische Union mit der PSD2-Richtlinie Fintechs einen massiven Schub gegeben. Aber erst 2022, vier Jahre später, werden die tiefgreifenden Veränderungen sichtbar. PSD2 verpflichtet Banken, offene Daten-Schnittstellen für Drittanbieter einzurichten. In der ersten Phase griffen Fintechs auf Kontoinformationen der Kunden

zurück und schufen beispielsweise Apps, in die sich Konten unterschiedlichster Banken integrieren ließen. Jetzt folgt die Zahlungsabwicklung, ein für Fintechs ausgesprochen lukratives, für Kunden sehr angenehmes – und für traditionelle Banken sehr bedrohliches Modell.

Denn Open Banking ermöglicht die sofortige und sichere Vernetzung verschiedener Akteure. Im Gegensatz zu traditionellen Finanztransaktionen sind keine Intermediäre mehr notwendig. Ein Unternehmen, zum Beispiel ein Online-Shop, kann eine direkte Verbindung zum Bankkonto des Kunden herstellen – ohne den Service eines Karten- oder sonstigen Payment-Anbieters. Das macht den Vorgang nicht nur für den Kunden einfacher, da er keine lange Kontonummer eintippen muss. Es ist auch für den Händler von Vorteil, weil der Prozess schneller abläuft, niedrigere Transaktionsgebühren, weniger Betrug und geringere Fehlerquoten bedeutet – und damit mehr Einnahmen oder niedrigere Betriebskosten. Die Konsequenz zeigt sich im Erfolg von TrueLayer, Europas führender Open-Banking-Plattform. Im Jahr 2021 verdoppelte das Unternehmen die Zahl seiner Kunden und im gleichen Zeitraum wuchs das Zahlungsvolumen um 400 Prozent und der Wert der monatlichen Zahlungen um 800 Prozent.

Für etablierte Banken ist die Gefahr groß, als reine Geldverwahrer zu enden, abgeschnitten von vielen lukrativen Dienstleistungen.

3. All-in-once-Finance

Keiner macht es wirklich gerne: Verwaltung der persönlichen Finanzen. Was für viele schon nach “Steuererklärung” und “Exceltabellen” klingt, erfordert immer wieder Arbeitszeit am Abend oder an den Wochenenden. Und auch für viele Unternehmen ist die Buchhaltung ein Pain Point: Gerade Startups und Freelancer müssen kostbare Ressourcen aufwenden, um ihre Unterlagen immer auf dem neuesten Stand zu halten. Dabei geht es nicht nur um die gesetzlichen Anforderungen: Nur durch ein aktuelles und präzises finanzielles Lagebild sind fundierte unternehmerische Entscheidungen möglich. Doch lange waren die Angebote fragmentiert. Es gab beispielsweise Steuersoftware für die Abrechnung oder eine Reihe verschiedener Tools für die Buchhaltung.

Was fehlte, waren Lösungen, mit denen eine Finanzorganisation aus einer Hand möglich ist. Mittlerweile haben Startups genau dieses Angebot entwickelt. Dabei stehen die verschiedenen Finanz-Tools nicht mehr separat nebeneinander, sondern sind in eine Lösung integriert. Während 2021 Pionierarbeit geleistet wurde, kommt die Technologie 2022 mit Schwung im Markt an.

So bietet das französische Startup Qonto kleinen und mittleren Unternehmen sowie Freelancern neben günstigen Geschäftskonten auch Anbindungen an Steuersoftware, Buchhaltung-Tools und Zahlungsanbieter ohne Zwischenschritt. Ziel ist nicht die Aufsummierung möglichst vieler Programme, sondern die Schaffung einer automatisierten Finanzverwaltung, die den Workload spürbar reduziert.

4. Crowdinvesting in Immobilien

Angesichts wachsender Inflationssorgen, anhaltender Niedrigzinsen und volatiler Märkte wird der Trend zu alternativen Investmentformen weiter anhalten. Stark in den Fokus werden 2022 insbesondere jene Immobilieninvestments geraten, die lange institutionellen Anlegern

vorbehalten waren. Besonders beliebt ist das Crowdfunding von Immobilien, bei dem auch Kleinanleger die Möglichkeit haben, an Immobilienfinanzierungen teilzuhaben. Neu geprüft wird dabei auch, das Thema Environmental Social Governance, kurz ESG, auf die Investitionen anzuwenden.

Schon mit Beträgen ab 500 Euro können sich Investoren beim Crowdinvesting an Bauprojekten beteiligen und ein Immobilienvermögen aufbauen. Digitale Technologien machen es Anlegern leichter, diese Beiträge zu verwalten, zu verfolgen oder sich darüber zu informieren. Viele moderne Investoren sind digitalaffine Selbstentscheider, die sich eigenständig nach Informationen umschauen. Dabei wird keine Immobilie erworben, sondern die Entwicklung und der Bau eines Immobilienprojekts mitfinanziert. Konkret geschieht dies in Form von sogenannten Nachrangdarlehen oder Anleihen. Die Renditen liegen zwischen 4 bis 8 Prozent und befinden sich damit weit über dem Niveau von klassischen Einlagen. Attraktiv sind auch die oft kurzen Laufzeiten zwischen 12 und 36 Monaten.

Das Risiko bei der Finanzierung von Immobilienprojekten besteht darin, dass beispielsweise ein Bauprojekt nicht fertig und zu einem viel geringeren Preis als kalkuliert veräußert wird. In solchen Fällen wird zuerst die Bank bedient und erst dann die Crowd, so dass Crowd-Anleger am Ende leer ausgehen können. Daher ist es wichtig, auch bei der Wahl des Crowdinvestmentanbieters auf Qualitätskriterien zu achten. Als Qualitätsführer in der Branche zeichnet sich der Berliner Anbieter zinsbaustein.de aus, der zudem eine sehr hohe Kundenzufriedenheit aufweist. Die Rückzahlungsquote des Unternehmens liegt bei 100 Prozent, sämtliche abgeschlossenen Projekte wurden bis heute erfolgreich inklusive Zinsen an die Anleger zurückgeführt.

Bilder: pixabay

Quelle Piabo PR GmbH

EMBION Series A Finanzierungsrunde mit 4.5 Millionen Schweizer Franken

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Embion

ASAHI ist Leadinvestor in 4.5 Millionen Schweizer Franken Series A Finanzierungsrunde von EMBION Technologies

EMBION beschleunigt damit die Kommerzialisierung seiner Grundlagentechnologie zur Verarbeitung von Biomasse für funktionelle Ernährungsinnovationen 

Der globale Brauerei-Konzern ASAHI Group Holdings Ltd. («Asahi») ist Lead-Investor in der Series A-Finanzierungsrunde von EMBION Technologies («Embion»). Das Spinoff der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne (EPFL) hat eine Finanzierungsrunde in Höhe von 4.5 Millionen Schweizer Franken erfolgreich abgeschlossen. Neben den bestehenden Investoren beteiligten sich weitere private Investoren an der Runde. Mit dem frischen Kapital wird Embion seine Produktionskapazitäten skalieren und sich weiteres geistiges Eigentum im Bereich der Biomasse-Valorisierung für die Gesundheit und Ernährung von Mensch und Tier sichern. Dafür und um das Wachstum in den verschiedenen Märkten zu fördern, ist auch eine Verdoppelung der Mitarbeiterzahl in den nächsten 18 Monaten geplant.

Die Plattform-Technologie von Embion zur Verarbeitung von Biomasse ermöglicht es, hochwirksame Extrakte aus Nebenströmen der Lebensmittel- und Agrarindustrie herzustellen. Dieses Upcycling in höherwertige Produkte für die Gesundheits- und Ernährungsindustrie trägt dazu bei, Nahrungsressourcen, Versorgungssicherheit und Nachhaltigkeit mit einer Technologie zu erweitern, die den heutigen CO2-Fußabdruck hocheffizient reduziert. Embion ist ein Schweizer Unternehmen für industrielle Biotechnologie mit globaler Reichweite und Wirkung. 

Embion Founders

„Wir freuen uns sehr, Asahi als Lead-Investor an Bord zu haben. Der Markt für funktionelle Ernährung entwickelt sich rasant und der Zeitpunkt des Abschlusses unserer Series A Finanzierung ist perfekt. So können wir die einzigartige Kapazität unserer Plattform-Technologie schneller auf den Markt bringen. Unsere Kunden in der Gesundheits- und Nahrungsmittelindustrie können damit Produkte entwickeln, die sich positiv auf den Planeten und die Gesundheit seiner Bewohner auswirken“, erklärt Georgios Savoglidis, Mitgründer und CEO von Embion.

„Wir sehen einen riesigen Zukunftsmarkt im Upcycling von industrieller Biomasse. Dieser Bereich ist einer der größten Treiber der Transformation in der Getränke- und Nahrungsmittelbranche. Embion ist hier der führende Innovationstreiber. Wir freuen uns, die Series A-Finanzierung als Lead-Investor anzuführen“, sagte Manabu Sami, Präsident und Representative Director von Asahi Quality and Innovations Ltd., einer hundertprozentigen Tochtergesellschaft von Asahi.

2016 als Spin-Off der Eidgenössische Technische Hochschule Lausanne (EPFL) gegründet, hat sich das Unternehmen bis 2025 das Upcycling von 1 Mio. Tonnen Biomasse und die Einsparung von 100 Mio. Tonnen CO2 zum Ziel gesetzt. Mit seiner intelligenten katalytischen Plattformtechnologie liefert Embion innovative und hochwertige Lösungen für Branchenführer in den Bereichen Ernährung und Gesundheit. Der neuartige technologische Ansatz beschleunigt die Entwicklung von funktionalen Nahrungsmitteln bei gleichzeitiger Reduzierung von Kosten und Zeit bis zur Markteinführung. Embion katalysiert die Zukunft der Ernährung hin zu einer Revolution der Bioökonomie.

Bild: (c) Embion Technologies

Weitere Informationen finden Sie hier

Quelle Embion Technologies SA

Bald Klage gegen die quantitative Lockerung der EZB vor dem Europäischen Gerichtshof?

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Portrait Hendrik Tuch EZB Klage

Kommentar von Hendrik Tuch, Leiter des Bereichs Fixed Income NL bei Aegon Asset Management

Die EZB betreibt monetäre Finanzierung und muss sich möglicherweise mit den rechtlichen Konsequenzen auseinandersetzen, meint Hendrik Tuch, Leiter des Bereichs Fixed Income NL bei Aegon Asset Management. Nach Tuch seien die Anleihekaufprogramme der Zentralbanken in der Vergangenheit zwar legitim und hatten vertragliche Gründe für ihre Maßnahme, diese Legitimität könnte jedoch mit der steigenden Inflation schwinden.

Der Ansatz der EZB könnte gegen die EU-Verträge zur monetären Finanzierung verstoßen. Dies wiederum könnte zu einer rechtlichen Anfechtung durch Hardliner-Ökonomen führen, die mit dem Ansatz der EZB nicht einverstanden sind und eine Klage beim Verfassungsgericht einreichen, die dann an den Europäischen Gerichtshof weitergeleitet werden könnte, sobald die Formulierung zur wirtschaftlichen Unterstützung kein Gewicht mehr hat.

„Es ist klar, dass der Markt davon ausgeht, dass die EZB weiterhin einen erheblichen Teil, wenn nicht sogar das gesamte künftige Angebot an europäischen Staatsanleihen aufkaufen wird. Darüber hinaus erwartet der Markt, dass die EZB genügend Flexibilität bei der Zusammensetzung dieser Käufe zulässt, um Italien und andere hoch verschuldete Länder vor einem erheblichen Anstieg der Renditen zu schützen.

Genau wie beim aktuellen Pandemic Emergency Purchase Programme (PEPP) dürfte das künftige Programm zum Ankauf von Vermögenswerten darauf abzielen, sowohl die Renditen von Staatsanleihen als auch die Spreads auf einem historisch niedrigen Niveau zu halten“, so Tuch.

„Meiner Ansicht nach besteht die Gefahr, dass derartige Überlegungen im Rahmen des Maastricht-Vertrags angefochten werden, wenn sie eher der monetären Finanzierung von Staatsdefiziten als der Erfüllung des Inflationsziels der EZB dienen“, fügte er hinzu.

Laut Tuch ist die Inflation der wichtigste Aspekt der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, der sich seit der letzten Finanzkrise verändert hat. Der konstante Deflationsdruck der letzten zehn Jahre weicht nun einem Inflationsdruck, was die Motivation der Zentralbanken für QE verändern sollte. 

„Mit dem anhaltenden Wirtschaftsaufschwung und dem steigenden Preisdruck sehen sich die Zentralbanken mit ganz anderen Umständen konfrontiert als im letzten Jahrzehnt“, sagt Tuch. „Die steigende Nachfrage nach Gütern, sowohl während als auch nach der Pandemie, hat in Verbindung mit sich verschärfenden Versorgungsengpässen zu einem starken Anziehen der Inflation geführt. Ich glaube, auch wenn ein Teil dieses Preisdrucks mit der Zeit nachlassen wird, werden die steigenden Inflationszahlen die Zentralbanken dazu zwingen, zu erklären, warum sie weiterhin Anleihen kaufen und ihre Bilanzen ausweiten.

Ich gehe davon aus, dass die EZB für solche Meinungen besonders anfällig sein wird, da der Kauf von Staatsanleihen im EU-Vertrag kaum unterstützt wird. Der EU-Gerichtshof vertritt die Auffassung, dass die früheren Ankaufsprogramme der EZB mit dem Mandat der EZB, die Preisstabilität zu gewährleisten, in Einklang stehen.“

Portrait Hendrik Tuch EZB Klage
Hendrik Tuch, Leiter des Bereichs Fixed Income NL bei Aegon Asset Management

Tuch warnt jedoch, dass die EZB bald mit einer Klage des EuGH konfrontiert werden könnte, und die beschönigenden Worte der EZB-Direktoriumsmitglieder über die „Unterstützung der Wirtschaft“ nicht mehr lange tragen werden.

„Die meisten EZB-Direktoriumsmitglieder folgen in ihren Reden immer noch der Linie der ‚fortgesetzten monetären Unterstützung der Wirtschaft‘, was eine ausreichend vage Aussage ist, um den EU-Vertragstest zu erfüllen. Einige Äußerungen deuten jedoch auf das Argument hin, dass die EZB weiterhin das gesamte Angebot an Staatsanleihen aufkaufen sollte“, kommentiert er.

„Einige Mitglieder des Direktoriums scheinen sich die Flexibilität erhalten zu wollen, beim Ankauf von Anleihen vom Kapitalschlüssel abzuweichen, der mit dem aktuellen PEPP-Programm eingeführt wurde. Dies sind besorgniserregende Anzeichen im Hinblick auf die – meiner Meinung nach – unvermeidliche Anfechtung vor dem Europäischen Gerichtshof“, fügte Tuch hinzu.

„Die Erwartungen der Finanzmärkte an die Ankündigung eines umfangreichen und flexiblen Ankaufprogramms im Dezember steigen. Ich frage mich, ob die EZB in der Lage und willens sein wird, diese hohen Erwartungen zu erfüllen.“

Kommentar von Hendrik Tuch, Leiter des Bereichs Fixed Income NL bei Aegon Asset Management

Foto/Quelle: Aegon Asset Management

Blickfeld gibt Erweiterung der Serie A-Finanzierung auf 31 Millionen US-Dollar bekannt

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Blickfeld Gründer Foto

Blickfeld, ein in München ansässiger Anbieter von LiDAR-Sensortechnologie und Perzeptionssoftware, gibt die Erweiterung der Serie A-Finanzierung auf 31 Millionen US-Dollar bekannt. Als neuer Investor konnte New Future Capital (NFC) gewonnen werden, eine Private-Equity-Gesellschaft, die vor allem in Asien, Nordamerika und Europa Wachstumskapital bereitstellt. Darüber hinaus beteiligten sich alle bestehenden Investoren an der Runde, darunter Bayern Kapital, Continental, Fluxunit – ams OSRAM Ventures, High-Tech Gründerfonds, Tengelmann Ventures und UVC Partners. 

Die Finanzierungserweiterung fällt in eine Zeit, in der Blickfeld deutlich wächst und in neue Märkte expandiert. Das Unternehmen plant die Weiterentwicklung von Sensoren und Software, die die zuverlässige Erfassung und Nutzung von 3D-Daten weiter vorantreiben werden. Gegründet von Dr. Mathias Müller, Dr. sc. Florian Petit und Rolf Wojtech im Jahr 2017, entwickelt und produziert Blickfeld LiDAR-Sensoren und Wahrnehmungssoftware. Die Lösungen liefern hochauflösende dreidimensionale Umweltinformationen und ermöglichen zahlreiche Anwendungen, die von autonomem Transport und Mobilität bis hin zu Smart Cities, industriellen Anwendungen und Sicherheitsapplikationen reichen. 

Seit der letzten Finanzierung hat Blickfeld bedeutende Fortschritte bei der Markteinführung von Produkten gemacht, darunter die Serieneinführung der vielseitigen 3D-LiDAR-Sensoren Cube 1 und Cube Range 1 für zahlreiche industrielle Anwendungen. Darüber hinaus hat das Unternehmen mehrere groß angelegte Einführungsprojekte ausgerollt, wie zum Beispiel zur Erfassung und Analyse von Passagierströmen auf Flughäfen und die Volumenmessung von Schüttgut in Produktlagern.

Zusätzlich zu den derzeitigen Vertriebspartnern des Unternehmens in 13 Ländern, darunter Deutschland, Kanada, China und Japan, wird die neue Finanzierungsrunde die Eröffnung von Büros in den USA und Asien unterstützen und damit die internationale Präsenz von Blickfeld fördern. Die neuen Büros werden dem Ausbau eines Integratoren-Netzwerks dienen, um die Produkte weltweit schneller und in größeren Stückzahlen für Anwendungen verfügbar zu machen und die wachsende Nachfrage in den Schlüsselmärkten USA und Asien zu bedienen. Neben dem Wachstum in neuen Märkten wird auch die Zahl der Mitarbeiter deutlich steigen, wobei der Schwerpunkt auf dem Vertriebsteam liegen wird.

Blickfeld Gründer Foto
Blickfeld-Gründer (v.l.): Dr. sc. Florian Petit, Dr. Mathias Müller, Rolf Wojtech

Anfang 2022 wird Blickfeld seine Produktpalette um eine neue Perzeptionssoftware mit Funktionen wie Objekterkennung, -klassifizierung, -tracking und -zählung erweitern. Zu den Anwendungsbereichen gehören Industrie, Smart Traffic, Sicherheit, Drohnen und Crowd Analytics. Letzteres stellt eine große Chance für die weltweite Anwendung der Blickfeld-Technologie dar, da sie wichtige Daten über Staus, Menschenansammlungen, Wartezeiten und vieles mehr liefert – und das unter Wahrung der Privatsphäre.

Dr. Mathias Müller, Mitgründer und CEO von Blickfeld, sagt: „Die zusätzliche Finanzierung in dieser Investitionsrunde bestätigt das anhaltende Vertrauen der Investoren in unsere Vision, die Welt mit einer umfassenden Lösung zu erfassen und zu analysieren. Wir sind stolz darauf, dass unsere Produkte mittlerweile von Unternehmen und Organisationen auf der ganzen Welt genutzt werden. Jetzt beschleunigen wir unseren Weg der Internationalisierung und streben an, unsere einzigartige Produktpalette durch diese Finanzierung weiter zu diversifizieren. Das starke Netzwerk unseres neuen Investors NFC in Asien und den USA wird für Blickfeld von großem Wert sein, um schnell und nachhaltig in den USA und Asien Fuß zu fassen.“

Foto/Quelle: Blickfeld

Holo-Light erhält EUR 5,3 Millionen Investment

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Holo-light

Millionen Investment um AR/VR-Streaming-Dienst zu entwickeln: „Wir wollen die führende immersive Streaming-Plattform weltweit werden“

Das deutsch-österreichische Tech-Startup Holo-Light will mit seinem bisher größten Investment neue Märkte erschließen und die immersive Streaming-Plattform XRnow ausbauen.

 Das XR-Software Startup Holo-Light hat eine Finanzierungsrunde über insgesamt 5,3 Millionen Euro mit bestehenden Investoren abgeschlossen. Zu den Kapitalgebern gehören Leadinvestor EnBW New Ventures, Future Energy Ventures und Bayern Kapital. Die aktuelle Investitionsrunde folgt zwei Jahre nach der 4 Millionen Euro Series-A-Finanzierung im Dezember 2019. Für 2022 strebt Holo-Light eine Series-B-Runde mit internationalen Investoren an.

2021: große Erfolge mit namhaften Kunden 

„Neue Umsatz-Meilensteine, Kunden und Partner: Wir blicken auf ein sehr erfolgreiches Jahr 2021 zurück. Mit Amazon Web Services (AWS), Unity und Tech Soft 3D konnten wir starke Partner gewinnen und eine gemeinsame Go-To-Market-Strategie entwickeln. Und natürlich bestätigt uns auch die enge Zusammenarbeit und Lösungsentwicklung mit unseren Kunden wie BMW, Deutsche Telekom und Danfoss,“ sagt Susanne Haspinger, Chief Operations Officer und Mitgründerin von Holo-Light. „Wir schaffen als erster Streaming-Dienst für Augmented- und Virtual-Reality-Applikationen ein einzigartiges Erlebnis: intuitive Benutzererfahrung, beeindruckende 3D-Erlebnisse und immersive Inhalte, die global verfügbar sind. So gestalten wir die Zukunft immersiver Technologien.“

Für den Streaming-Dienst XRnow baut Holo-Light seine hauseigene Remote-Rendering-Lösung ISAR SDK zur Plattform aus. Die Technologie erlaubt es, AR- und VR-Applikationen aus der Cloud oder von einem leistungsstarken lokalen Server zu streamen. Als erste vollumfängliche Applikation soll Holo-Lights AR-Software für Ingenieure AR3S auf der Plattform laufen. Die langfristige Vision für XRnow beschreibt das Start-up dabei als „Netflix für Virtual und Augmented Reality“.

„Wir werden das Kapital der aktuellen Finanzierungsrunde nutzen, unsere Marketing- und Vertriebsaktivitäten zu stärken, unsere Community zu vergrößern und unseren Wettbewerbsvorteil global auszubauen“, berichtet Florian Haspinger, CEO und Mitgründer von Holo-Light. „Wir wollen die führende immersive Streaming-Plattform weltweit werden.“

Marc Umber, Senior Investment Manager der EnBW New Ventures, fügt hinzu: „Holo-Light hat auf ganzer Linie überzeugt! Das Team setzt die ambitionierten Wachstumspläne um und hat auch das entsprechende Produkt dazu. Wir sind davon überzeugt, dass das Streaming-as-a-Service-Konzept zu einem wesentlichen Wachstumstreiber wird.“

Bild: Holo-Light Management v. l. n. r.: Isabella Doppler (Head of Controlling & Accounting) Michael Oberlechner (CFO), Florian Haspinger (CEO), Helmut Gulde (Chief Corporate Development Officer), Alexander Werlberger (CTO), Luis Bollinger (CMO), Susanne Haspinger (COO).

Holo-Light entwickelt die leistungsstärkste immersive Streaming-Plattform für AR und VR. Die Streaming-as-a-Service-Plattform „XRnow“ bringt die Leistungsfähigkeit der Cloud auf mobile XR-Geräte und ermöglicht dadurch die nächste Evolutionsstufe von Augmented und Virtual Reality. XRnow verbindet die hauseigenen Produkte ISAR SDK (Interactive Streaming for Augmented Reality) und AR3S (Augmented Reality Engineering Space) in einem umfassenden Ökosystem. ISAR SDK ist eine Remote-Rendering-Softwarekomponente, welche die Leistungsgrenzen mobiler XR-Geräte durchbricht, indem sie den Zugriff auf die Rechenleistung externer Server oder der Cloud ermöglicht. AR3S ist eine leistungsstarke XR-Anwendung für Ingenieure und Designer, um kollaborativ an 3D-CAD-Modellen zu arbeiten. Gegründet im Jahr 2015, betreibt Holo-Light seine Hauptbüros mit 50 Mitarbeitenden in Ismaning bei München und Innsbruck.

Weitere Informationen finden Sie hier

Quelle Holo-Light GmbH