Donnerstag, August 13, 2026
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Aareal-Vorstand nach gescheiterter Übernahme unter Druck

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München, 04. Feb (Reuters) – Nach der gescheiterten Übernahme der Aareal Bank durch Finanzinvestoren gerät der Vorstand des Immobilienfinanzierers verstärkt unter Druck von Hedgefonds. Die Beteiligungsfirmen Advent und Centerbridge sowie der kanadische Pensionsfonds CPPIB räumten ein, mit ihrem 1,86 Milliarden Euro schweren gemeinsamen Angebot für die Aareal Bank gescheitert zu sein. Sie verfehlten die selbst gesetzte Schwelle von 60 Prozent der Anteile, wie sie am Freitagabend mitteilten. Die aktivistischen Investoren Petrus Advisers und Teleios, die zusammen mehr als 20 Prozent an der Wiesbadener Bank halten, feierten das als Erfolg ihrer Gegenwehr gegen die Offerte, mit der die Aareal Bank ihrer Ansicht nach unterbewertet wurde. Sie kritisierten den Vorstand um Jochen Klösges scharf und forderten den Austausch von Aufsichtsräten.

Die Ablehnung der Übernahme sei „Beweis für das Misstrauen der Aktionäre gegenüber einer Führungsriege, die sich einstimmig für eine unfaire Transaktion vor den Karren hat spannen lassen“, teilte der größte Aareal-Bank-Aktionär Petrus Advisers mit. Der Vorstand müsse nun alle Optionen für die Bank und deren begehrte Software-Tochter Aareon prüfen. Die Zeit sie gekommen, Wert für alle Aktionäre zu schaffen – und nicht nur für die Übernahmeinteressenten. „Wenn Jochen Klösges und Finanzvorstand Marc Heß nicht in der Lage oder willens sind, die jetzt notwendige harte Arbeit zu leisten, ist dies ihre letzte Chance, zurückzutreten und die Bank in die Hände anderer Manager zu übergeben.“

Klösges verteidigte sich: Das Angebot der Investoren sei im besten Interesse aller Beteiligten gewesen. Nach dem Scheitern des Angebots stürzte die Aareal-Aktie im späten Handel am Freitag um neun Prozent auf 26,40 Euro ab. Die Investoren hatten zuletzt 31 Euro je Aktie geboten. Dass die Übernahme für sie zur Zitterpartie werden würde, war klar. Um ihre Chancen zu verbessern, hatten sie die Annahmeschwelle gesenkt und das Angebot um zwei Euro erhöht.

Teleios erklärte: „Der Aufsichtsrat muss die Firma künftig besser gegen solchen offenkundigen Opportunismus verteidigen.“ Petrus Advisers forderte den Rücktritt von Aufsichtsratschef Hermann Wagner und von Richard Peters, dem Vertreter der Versorgungsanstalt des Bundes und der Länder (VBL), die die Übernahme unterstützt hatte. Petrus Advisers hatte bereits auf der Hauptversammlung im Dezember drei Aufsichtsräte abwählen lassen, war mit den eigenen Kandidaten aber knapp gescheitert.

VORSTAND SIEHT WACHSTUMSPOTENZIALE

Klösges will den Börsenwert der Bank mit einem Wachstumskurs voranbringen: „Die Gruppe hat in allen Segmenten erhebliche Wachstumspotenziale, die wir in den kommenden Jahren konsequent nutzen wollen.“ Das Kreditportfolio solle bis Ende 2024 um drei auf 33 Milliarden Euro wachsen – „mit entsprechend positiven Effekten auf das Zinsergebnis“. Finanzvorstand Marc Heß sagte, die Chancen seien derzeit gut, „sehr profitables Neugeschäft in die Bücher zu nehmen“.

Schon in diesem Jahr soll das operative Ergebnis annähernd an die 248 Millionen Euro vor der Corona-Pandemie anknüpfen, bis 2024 seien mehr als 300 Millionen drin. 2020 hatte die stark in Branchen wie Hotels und Einkaufszentren engagierte Aareal Bank operativ 75 Millionen Euro Verlust geschrieben. Für 2021 hat sie 100 bis 175 Millionen Euro Gewinn in Aussicht gestellt.

Als wertvollster Teil der Aareal Bank gilt die Aareon, an der Advent bereits seit 2020 mit 30 Prozent beteiligt ist. Sie soll mehr Geld für Übernahmen bekommen, wie der ehemalige Commerzbank-Vorstand Klösges ankündigte, der im Juni 2021 zur Aareal gekommen war. Petrus Advisers forderte erneut, Aareon zugunsten der Aktionäre abzuspalten. Der Vorstand hält das nicht für machbar. Mit der Software von Aareon können Wohnungseigentümer etwa die Mieten verwalten. Viele von ihnen deponieren Mieten und Kautionen in Milliardenhöhe bei der Bank, was ihr eine günstige Refinanzierung bietet. Ohne Aareon fiele diese weg.

Petrus forderte, die im Herbst wegen des Übernahmeangebots zurückgestellte zweite Tranche der Dividende für 2020 – 1,10 Euro je Aktie – sofort auszuzahlen. Der Vorstand kündigte das für die nächste Hauptversammlung am 18. Mai an. 

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Bitcoin lässt 40.000-Dollar-Marke weiter hinter sich

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Berlin, 05. Feb (Reuters) – Nach den jüngsten Kursgewinnen der US-Technologiebörse Nasdaq hat die Digitalwährung Bitcoin ihren Höhenflug am Samstag fortgesetzt. Die Notierung erreichte mit bis zu 41.983,12 Dollar den höchsten Stand seit mehr als zwei Wochen und baute damit ihre Gewinne vom Freitag aus.

Das waren 16 Prozent mehr als noch am Donnerstag und 27 Prozent über dem diesjährigen Tief von 32.950,72 Dollar am 24. Januar.

Bitcoin

Die zweitwichtigste Digitalwährung Ether, die mit dem Ethereum-Blockchain-Netzwerk verbunden ist, kletterte am Samstag erstmals seit dem 21. Januar auf mehr als 3000 Dollar.

Am Freitag hatte der Nasdaq 1,6 Prozent im Plus geschlossen. Amazon hatte mit seiner Bilanz die Nerven der Anleger beruhigt, nachdem der Schock über die Zahlen der Facebook-Mutter Meta am Donnerstag den Börsen weltweit zu schaffen gemacht hatte. 

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„Heuchler und Lügner“ – Australiens Vize-Premier entschuldigt sich

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Melbourne, 05. Feb (Reuters) – Australiens stellvertretender Ministerpräsident Barnaby Joyce hat sich bei Regierungschef Scott Morrison dafür entschuldigt, ihn einen „Heuchler und Lügner“ genannt zu haben. In einer jetzt aufgetauchten Mitteilung an eine frühere Mitarbeiterin von Morrisons Partei hatte Joyce im vergangenen Jahr geschrieben, Morrison sei „nach meinen Beobachtungen ein Heuchler und ein Lügner, und das seit langer Zeit“. Nun erklärte er, er hätte das nie schreiben dürfen.

Sein Urteil habe auf Annahmen und Kommentaren basiert, nicht auf direkter Zusammenarbeit: „Ich möchte mich beim Premierminister entschuldigen“.

Premier

Er habe seinen Rücktritt angeboten, den Morrison aber abgelehnt habe. Joyce ist Chef der National Party, die als Juniorpartner zu Morrisons Regierungskoalition gehört.

Morisson erklärte, er nehme die Entschuldigung an: „Politiker sind auch nur Menschen. Wir alle haben unsere Schwächen, und niemand von uns ist perfekt.“ Der Chef der oppositionellen Labor-Partei, Anthony Albanese, sagte, die Regierung sei „dysfunktional“ und Joyce als stellvertretender Regierungschef untragbar. 

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Airbus – Könnten Antrieb für Wasserstoff-Flugzeuge selbst bauen

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Frankfurt, 05. Feb (Reuters) – Der europäische Flugzeugbauer Airbus kann sich vorstellen, die Motoren für seine geplanten Wasserstoff-Flugzeuge selbst zu produzieren. „Das ist etwas, was wir grundsätzlich auch selber machen könnten“, sagte Vorstandschef Guillaume Faury der Zeitung „Welt am Sonntag“ und sprach von einem möglichen Strategiewechsel. Die Flugzeuge mit klimaneutralem Wasserstoffantrieb sollten ab dem Jahr 2035 in Serie produziert werden, sagte er. Die Triebwerke für konventionelle Düsenflugzeuge bezieht Airbus ebenso wie der US-Konkurrent Boeing bei Motorenherstellern wie Rolls-Royce oder MTU. 

Wasserstoff Flugzeuge

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TitelFoto und Foto: Symbolfoto

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DIHK besorgt über Großbritannien-Geschäft deutscher Firmen

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Berlin, 05. Feb (Reuters) – Die deutsche Wirtschaft hat mit Sorge auf den Streit um die zwischenzeitlich ausgesetzten Brexit-Kontrollen in Nordirland geblickt. „Aus Sicht der deutschen Wirtschaft ist es besorgniserregend, dass das Austrittabkommen samt Nordirlandprotokoll seit dem vollzogenen Brexit durch Großbritannien immer wieder infrage gestellt wird“, sagte Martin Wansleben, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK) den Zeitungen der „Funke Mediengruppe“ einem Vorabbericht zufolge. „Damit wird auch das gesamte UK-Geschäft für deutsche und europäische Unternehmen unsicherer.“ Nordirland hatte am Mittwoch überraschend angekündigt, die Kontrollen für Güter aus Großbritannien auszusetzen. Am Freitag stoppte ein Gericht in Belfast den Vorstoß vorläufig. Wansleben betonte, die EU solle weiter geschlossen und entschlossen agieren und für die europäischen Wirtschaftsinteressen eintreten. „Auch die britischen Pläne zum Abweichen von EU-Regeln und Standards etwa im Datenschutz, bei Lebensmitteln oder in der Chemie erhöhen ganz konkret die Transaktionskosten für deutsche Unternehmen im UK-Geschäft. Für die Unternehmen wäre dabei dringend eine positive EU-UK Zukunftsagenda nötig, denn die Wirtschaft auf beiden Seiten des Kanals ist eng vernetzt.“ 

DIHK Brexit

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Dulger – Aufgestocktes Kurzarbeitergeld keine Dauerlösung

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Frankfurt, 05. Feb (Reuters) – Arbeitgeberpräsident Rainer Dulger warnt vor einer wiederholten Verlängerung des aufgestockten Kurzarbeitergelds in der Corona-Krise. „Das Kurzarbeitergeld war in den vergangenen Monaten die beste Krisenhilfe und hat viele Arbeitsplätze gesichert“, sagte der Präsident der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) der „Rheinischen Post“ (Samstag). „Es darf aber keine Dauerlösung werden.“ Natürlich gebe es Branchen, die stark unter den Corona-Beschränkungen litten wie Schausteller, Messebauer, Handel, Gastronomie und Hotellerie. „Hier müssen wir zu branchenspezifischen Hilfsprogrammen kommen, die aus Steuermitteln bezahlt werden, anstatt weiter die Beitragszahler zu belasten“, forderte Dulger.

Scharfe Kritik übte der Arbeitgeberpräsident an Plänen zur Einführung eines Bürgergelds und zum Wegfall der Vermögensprüfung für Hartz-IV-Bezieher. „Es darf keine Rolle rückwärts in der Arbeitsmarktpolitik geben. Mit dem Bürgergeld und dem Wegfall der Vermögensprüfung verlieren wir das Ziel des aktivierenden Sozialstaats aus den Augen“, betonte Dulger. „Bürgergeld klingt gut, ist aber ein Etikettenschwindel.“ Die Koalition könne Hartz IV durchaus umbenennen. „Aber die Substanz dieser mutigen Reformen darf nicht verloren gehen.“

Dulger warnte zudem vor einem Anstieg der Sozialversicherungsbeiträge auf 43 Prozent eines Brutto-Monatslohns noch in dieser Legislaturperiode. Dies sei kein Worst-Case-Szenario, sondern sehr wahrscheinlich, wenn nicht gegengesteuert werde. „Steigende Sozialversicherungsbeiträge gehen zulasten von Wachstum und Beschäftigung. Wird der Faktor Arbeit immer teurer, verliert Deutschland an Attraktivität als Arbeitsplatzstandort.“ Aufgrund des demografischen Wandels könne das Sozialsystem in seiner heutigen Form insgesamt so nicht mehr funktionieren. „Deshalb werben wir für eine flexiblere Altersgrenze in der Rente, Begrenzung der Ansprüche an das Gesundheitswesen und die Konzentration der Arbeitslosenversicherung auf die Kernbereiche.“ 

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Schweizer Börse setzt Abwärtstrend zum Wochenschluss fort

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Zürich, 04. Feb (Reuters) – An der Schweizer Börse haben die Abgaben am Freitag angehalten. Händler erklärten, angesichts des überraschend starken Stellenaufbaus in den USA gingen die Investoren von rascheren und grösseren Zinsschritten der US-Notenbank aus. Die Kurse am US-Geldmarkt signalisierten, dass die Fed in diesem Jahr mehr als fünfmal an der Zinsschraube drehen dürfte. Höhere Zinsen verteuern die Finanzierung für Unternehmen. Der Schweizer Standardwerte-Index notierte kurz vor Handelsschluss um 0,8 Prozent schwächer auf 12.134 Punkten. Auf Wochensicht steuerte das Börsenbarometer damit zum zweiten Mal in Folge auf ein Minus zu.

Die stärksten Einbussen verzeichneten die Aktien des Luxusgüterkonzerns Richemont mit einem Minus von 2,6 Prozent. Deutlich abwärts ging es auch für die Versicherer Swiss Re und Zurich. Mobilezone verloren 2,6 Prozent an Wert. Der Mobiltelefonhändler hat sein im November 2021 angekündigtes Aktienrückkaufprogramm abgeschlossen.

Einziger Gewinner unter den Blue Chips war Novartis. Die Aktien des Pharmakonzerns gewannen 0,3 Prozent. Kleinere Industriewerte erhielten eine Stütze von Zahlen zum Geschäftsgang. Die in der Blechbearbeitung tätige Bystronic und der Elektrokomponenten-Hersteller LEM rückten jeweils um rund 0,3 Prozent vor.

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EU will bei Plug-in-Hybriden CO2-Ausstoß genauer messen

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Berlin, 04. Feb (Reuters) – Die Europäische Union (EU) arbeitet Insidern zufolge an einer genaueren Messung der CO2-Emissionen von Neuwagen mit Plug-in-Hybrid-Antrieb. In die für 2025 geplante Methode sollen real gemessene Daten zum Kraftstoffverbrauch einfließen, sagten zwei mit den Plänen Vertraute der Nachrichtenagentur Reuters. Ein EU-Vertreter bestätigte, dass entsprechende Regeln des Messverfahrens WLTP in der Euro-6-Verordnung angepasst werden sollen, nannte aber keine Details. Petr Dolejsi vom europäischen Autoverband ACEA erklärte, dabei könne sich der Schätzwert zur elektrisch gefahrenen Strecke ändern. Autos, bei denen Verbrennungs- und Elektromotor kombiniert sind, spielen derzeit bei Audi, BMW oder Mercedes-Benz noch eine große Rolle, wenn es um die Einhaltung der EU-Grenzwerte für CO2-Emissionen geht.

Doch der im WLTP-Prüfstandsverfahren ermittelte CO2-Wert kann deutlich unter dem des tatsächlichen Fahrbetriebs liegen. Wie klimaschonend ein Hybridwagen ist, hängt außerdem davon ab, wie häufig der Fahrer die Batterie lädt, um emissionsfrei zu fahren. Klimaschützer kritisieren, zu oft blieben die Ladekabel unausgepackt im Kofferraum liegen. „Plug-in-Hybride stoßen, wenn sie nicht aufgeladen werden, tatsächlich mehr CO2 aus als Fahrzeuge mit fossilen Verbrennungsmotoren“, monierte etwa die Umweltorganisation Transport & Environment. Eine Studie des International Council for Clean Transportation (ICCT) auf Basis von über 100.000 Fahrzeugdaten kam zu dem Ergebnis, dass der Verbrennungsmotor doppelt so viel läuft wie im WLTP-Test erfasst. Hybride seien ein großes Problem, sagte ICCT-Europachef Peter Mock, denn sie seien „trügerisch“.

Die realen Daten werden bereits über die Programme zur Erfassung des Sprit- und Stromverbrauchs gesammelt, die seit dem vergangenen Jahr in Neuwagen in der EU eingebaut sein müssen. Diese OBFMC-Einrichtung – das steht für On-Board Fuel Consumption Monitoring – solle die Lücke zwischen Prüfstandsmessungen und Realemissionen weiter reduzieren, erklärte der Automobilclub ADAC kürzlich. Ab 2022 müssten die Autobauer die Daten jährlich an die EU-Kommission melden. Die Ergebnisse sollen von Genehmigungsbehörden, hierzulande dem Kraftfahrt-Bundesamt, genutzt werden, um die Einhaltung der CO2-Grenzwerte zu überprüfen.

Derzeit wird die Änderung in der Arbeitsgruppe Kraftfahrzeuge diskutiert, der Vertreter von EU-Staaten, Verbraucherschützern und Autoindustrie angehören. Eine Entscheidung sei noch für dieses Jahr zu erwarten, erklärte der EU-Vertreter. 

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Frankreichs Notenbankchef tritt Zinsspekulationen entgegen

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Frankfurt, 04. Feb (Reuters) – Frankreichs Notenbankchef Francois Villeroy de Galhau hat Spekulationen an der Börse auf eine rasch bevorstehende EZB-Zinsanhebung gedämpft. Man sollte nicht vorschnell folgern, wie der Zeitplan eines solchen Schritts aussehe, sagte das EZB-Ratsmitglied am Freitag. „Während die Richtung der Reise klar ist, sollte man nicht übereilt Schlüsse bezüglich des Zeitplans ziehen.“ Die EZB werde graduell vorgehen, abhängig von den Umständen und bei jedem Schritt offen sein.

Angesichts der unerwartet stark gestiegenen Inflation war die Präsidentin der Europäischen Zentralbank (EZB), Christine Lagarde, am Donnerstag ein Stück weit von ihrer früheren Absage an eine Zinswende in diesem Jahr abgerückt. Die Teuerung war im Januar im Euro-Raum überraschend auf 5,1 Prozent geklettert – der höchste Wert seit Beginn der Statistik 1997. Damit entfernt sich die Rate immer weiter vom EZB-Ziel einer Inflation von zwei Prozent. Lagarde bekräftigte dennoch die festgelegte Reihenfolge geldpolitischer Schritte: Danach müssen vor einer Zinsanhebung erst die Anleihenkäufe eingestellt werden. Auch Villeroy bestätigte diese Reihenfolge am Freitag noch einmal ausdrücklich.

Insidern zufolge steht nun auf der März-Zinssitzung eine Entscheidung über ein schnelleres Zurückfahren der Käufe des APP-Programms an, sollte die Inflation nicht spürbar sinken. Den Insidern zufolge hatten einige Währungshüter schon jetzt auf der Zinssitzung am Donnerstag geldpolitische Schritte gewollt.

Der slowakische Notenbankchef Peter Kazimir wies unterdessen am Freitag auf die Bedeutung der März-Sitzung hin. Dann liegen den Währungshütern neue Inflations- und Wachstumsprojektionen der EZB-Volkswirte vor. „Die Tatsache, dass wir trotz der überraschenden Inflationszahlen im Dezember und Januar nicht eine Straffung eingeleitet haben, bedeutet nicht, dass wir zögern werden zu reagieren“, sagte er. „Wir werden klüger sein im März, wir werden mehr Daten haben.“ 

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Billigflieger fordern mehr Klimaschutzauflagen für Lufthansa & Co

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Frankfurt, 04. Feb (Reuters) – Im Streit über die schärferen EU-Klimaschutzauflagen für den Luftverkehr hat sich das Billigflieger-Camp um Ryanair gegen die Allianz von Lufthansa und Air France KLM gestellt. Airlines sollten anders als geplant künftig auch für Langstreckenflüge Verschmutzungsrechte im europäischen Emissionshandelssystem (ETS) kaufen müssen, forderten Ryanair, Easyjet, Wizz und Jet2 am Freitag.

Denn Langstreckenflüge verursachten nach Daten der EU-Luftfahrtbehörde Eurocontrol gut die Hälfte aller Kohlendioxid-Emissionen der europäischen Luftfahrt. Die Netzwerk-Airlines bezahlten nur für 19 Prozent ihres CO2-Ausstoßes im ETS, da dieses auf den innereuropäischen Flugverkehr beschränkt ist. Die nur in Europa fliegenden Gesellschaften wie die vier Billigflieger müssten für 80 bis 90 Prozent ihrer CO2-Emissionen im ETS zahlen.

Die EU-Kommission hat als Teil ihres Klimaschutzpaketes „Fit for 55“ vorgeschlagen, dass die Branche im ETS schrittweise stärker zur Kasse gebeten wird.

Billigflieger

Das System soll aber auf Europa begrenzt bleiben. Langstreckenflüge blieben von Anfang an außen vor, weil das gegen Nicht-EU-Airlines und ihre Heimatstaaten nicht durchsetzbar war. Auf globaler Ebene soll der Klimaschutz im Luftverkehr über das System Corsia geregelt werden, dessen Wirksamkeit aber umstritten ist.

Die Allianz der Lufthansa und knapp 20 anderer Unternehmen forderte für das Langstreckengeschäft der Netzwerk-Airlines Gleichbehandlung mit der Konkurrenz außerhalb der EU. Eine Option ist, Zubringerflüge zu Fernverbindungen innerhalb Europas vom ETS auszunehmen.

Diese Forderungen wären „unvernünftig und ungerechtfertigt“, kritisierten die Billigflieger, die keine Langstreckenflüge anbieten. „Es gibt keinen Grund, Flüge auszunehmen, insbesondere die umweltschädlichsten indirekten, die mindestens zwei Flüge erfordern, um ihr Ziel zu erreichen“, erklärte Ryanair-Chef Michael O’Leary. Die Klimaschutzauflagen müssten für alle abgehenden Flüge gelten, unabhängig vom Ziel, forderte Wizz-Air-Chef Jozsef Varadi. Unterstützt werden die Billigflieger von der Umweltorganisation Transport & Environment.

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