Freitag, August 14, 2026
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Investor Thiel kehrt Facebook den Rücken – Fokus auf Politik

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Bangalore, 08. Feb (Reuters) – Der Facebook-Investor und Tech-Milliardär Peter Thiel zieht sich aus dem Verwaltungsrat des Internetriesen zurück. Einem Insider zufolge will sich der deutschstämmige Donald-Trump-Berater voll auf die Politik konzentrieren.

Thiel wolle bei den Kongresswahlen republikanische Kandidaten unterstützen und die Agenda des ehemaligen US-Präsident Trump voranbringen, sagte der Insider. Thiel war einer der ersten Investoren bei Facebook.

Er werde bis zur Hautversammlung an Bord bleiben und stehe danach zur Wiederwahl nicht zur Verfügung, teilte der inzwischen Meta heißende Konzern mit. Facebook-Gründer und Firmenchef Mark Zuckerberg dankte ihm für seinen langjährigen Einsatz.

Investor

Thiel hatte Facebook 2004 eine halbe Million Dollar zur Verfügung gestellt und dafür zehn Prozent der Anteile und einen Sitz im Kontrollgremium bekommen. Inzwischen ist Meta an der Börse mehr als 600 Milliarden Dollar wert. Ob Thiel noch beteiligt ist, ist nicht bekannt.

Thiels politisches Engagement und seine Unterstützung für Trump hatten in den vergangenen Jahren für Unmut bei Investoren und in der Tech-Branche gesorgt. Zu Reichtum brachte es der in Deutschland geborene Investor durch die Mitgründung des Zahlungsdienstleisters Paypal.

Er beteiligte sich außerdem an der Vermietungsplattform Airbnb und dem von Elon Musk gegründeten Raumfahrtunternehmen SpaceX. Zudem ist er Großaktionär des Datenanalyseunternehmens Palantir, das für Geheimdienste arbeitet.

Investor Thiel kehrt Facebook den Rücken – Fokus auf Politik

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Nissan rechnet mit mehr Gewinn – Einsparungen und schwacher Yen helfen

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Tokio, 08. Feb (Reuters) – Der japanische Autobauer Nissan rechnet angesichts der starken Autonachfrage und des schwächeren Yen mit einem höheren Gewinn.

Der Renault-Partner hob am Dienstag seine Prognose für das Ende März auslaufende Geschäftsjahr 2021/22 um 17 Prozent auf umgerechnet 1,6 Milliarden Euro an. Von Refinitiv befragte Analysten sind nicht so optimistisch. An seinem Absatzziel von 3,8 Millionen Autos hielt der drittgrößte japanische Autohersteller fest.

Nissan

Wie andere große Autobauer auch bekam Nissan die Chipkrise zu spüren und musste seine Produktion drosseln, obwohl die Nachfrage nach Fahrzeugen in wichtigen Märkten wie China und den USA sich erholt.

Doch zugleich steigen die Preise für Neuwagen, weil Autohändler weniger Rabatte geben müssen. Im abgelaufenen dritten Quartal verdoppelte sich der Betriebsgewinn in etwa auf umgerechnet 395 Millionen Euro und lag damit deutlich über den Erwartungen der Analysten.

Nissan rechnet mit mehr Gewinn – Einsparungen und schwacher Yen helfen

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TUI-Chef – Staat wird vermutlich dauerhaft Aktionär

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Frankfurt, 08. Feb (Reuters) – Der Staat könnte nach Einschätzung von TUI-Chef Fritz Joussen womöglich auf die Rückzahlung eines Teils der Staatshilfe verzichten und so zum Aktionär des Reisekonzerns werden.

Es sei möglich, die 1,1 Milliarden Euro stiller Beteiligung, mit denen TUI vom Staat in der Corona-Krise gestützt wurde, in Aktien umzuwandeln.

TUI-Chef

„Es ist zu vermuten, dass der Staat konvertiert“, sagte Joussen am Dienstag. Dann müsste das Unternehmen diese Summe nicht zurückführen. Das Rettungspaket für TUI sieht vor, dass der Staat mit bis zu 25 Prozent plus einer Aktie einsteigen kann.

TUI wurde insgesamt mit 4,3 Milliarden Euro Finanzhilfen vom Steuerzahler vor der Insolvenz bewahrt. Davon wurden 3,05 Milliarden Euro als Kreditlinie von der Staatsbank KfW zur Verfügung gestellt, der Rest über zwei stille Beteiligungen und eine Wandelanleihe. Das Unternehmen kündigte an, 700 Millionen Euro im April zurückführen zu wollen. Das Geld werde die KfW-Kreditlinie verringern, erklärte Joussen. 

TUI-Chef – Staat wird vermutlich dauerhaft Aktionär

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Titelfoto und Foto: Symbolfoto

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Deutsche Großhändler schaffen 2021 Rekordumsatz

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Berlin, 08. Feb (Reuters) – Der deutsche Großhandel hat im vergangenen im Jahr ungeachtet der Corona-Pandemie einen Rekordumsatz erwirtschaftet. Der Umsatz sei um 10,3 Prozent höher ausgefallen als im bisherigen Rekordjahr 2020, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag zu seiner ersten Schätzung mitteilte. Preisbereinigt (real) blieb davon ein Plus von 2,5 Prozent übrig. „Damit entwickelte sich der Großhandel ähnlich wie der Einzelhandel, der 2021 ebenfalls einen neuen Rekordumsatz erzielte“, so die Statistiker.

Der Großhandel gilt als Scharnier zwischen Herstellern und Endkunden. Der Branchenverband BGA erwartet in diesem Jahr ein langsameres Wachstum – auch wegen der bis Mitte 2022 erwarteten Lieferkettenprobleme. Der Umsatz soll um 5,5 Prozent auf 1,545 Billionen Euro zulegen.

Preisbereinigt dürfte ein reales Plus von bis zu drei Prozent übrig bleiben. Die Zahl der Beschäftigten in der Branche könne 2022 erstmals die Zwei-Millionen-Marke überspringen, so der BGA.

Deutsche

Der Verkaufspreise im deutschen Großhandel sind im vergangenen Jahr so stark gestiegen wie seit 47 Jahren nicht mehr. Sie erhöhten sich um durchschnittlich 9,8 Prozent im Vergleich zu 2020. Einen größeres Plus gab es zuletzt 1974 in der ersten Ölpreiskrise mit 12,9 Prozent.

Besonders stark verteuerten sich im abgelaufenen Jahr Mineralölerzeugnisse mit 32,0 Prozent sowie Erze, Metalle und Metallhalbzeug mit 44,3 Prozent. „Dabei kommt auch ein Basiseffekt aufgrund des niedrigen Preisniveaus für viele Rohstoffe im Jahr 2020 im Zusammenhang mit der Corona-Krise zum Tragen“, erklärten die Statistiker kürzlich.

Wegen der Erholung der Weltkonjunktur von der Corona-Rezession stiegen im vergangenen Jahr die Preise für viele Produkte rasant. Dadurch kommt es zu globalen Engpässen, die zu weiter steigenden Preisen führen. Hinzu kommen gestörte Lieferketten, etwa durch Corona-Ausbrüche in China, wo die Behörden wegen eines einzigen entdeckten Falls schon mal ganze Fabriken und Häfen geschlossen haben. Die Volksrepublik ist seit Jahren der wichtigste deutsche Handelspartner. 

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Produktionskürzungen der Autobauer bremsen ams Osram

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Wien, 08. Feb (Reuters) – Dem steirischen Sensorspezialisten ams Osram machen weiterhin Schwierigkeiten bei den Lieferketten zu schaffen. Im vierten Quartal 2021 schrumpften die Erlöse auch aufgrund des Verkaufs von Geschäftsteilen auf 1,4 Milliarden Dollar nach 1,6 Milliarden Dollar im Jahr davor, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte.

Der Konzern liegt damit in der angekündigten Zielbandbreite. Der operative Gewinn (Ebit) verringerte sich um die Hälfte auf 135 Millionen Dollar. Die operative Marge sank auf 9,6 Prozent von 16,7 Prozent.

Produktion

Die Produktionskürzungen der Automobilhersteller hätten zu Umsatzverzögerungen in den Automotive-Lieferketten geführt, erklärte ams-Osram-Chef Alexander Everke. Er geht davon aus, dass diese Situation den Markt noch für einen erheblichen Zeitraum dieses Jahres beeinflussen werde. Für das erste Quartal 2022 sei mit einem Umsatz von 1,37 bis 1,47 Milliarden Dollar zu rechnen. Die operative Marge werde zwischen acht und elf Prozent erwartet. 

Produktionskürzungen der Autobauer bremsen ams Osram

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Geschäftsklima für Kleinstunternehmen hellt sich auf – „Silberstreif“

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Geschäftsklima für Kleinstunternehmen hellt sich auf – „Silberstreif“

Berlin, 08. Feb (Reuters) – Die Stimmung unter den von der Corona-Pandemie besonders stark betroffenen Kleinstunternehmen und Solo-Selbstständigen hat sich zu Jahresbeginn etwas erholt. Das Barometer für das Geschäftsklima kletterte im Januar auf minus 4,9 Punkte, nach minus 7,7 im Dezember, wie das Münchner Ifo-Institut am Dienstag zu seiner monatlichen Umfrage mitteilte.

Die Kleinstunternehmer schätzen ihre Situation damit aber weiterhin deutlich schlechter ein als die Gesamtwirtschaft, wo der Wert bei plus 9,1 Punkten liegt. „Es zeigt sich ein kleiner Silberstreif am Horizont“, sagte der Leiter der Ifo-Umfragen, Klaus Wohlrabe. „Gleichwohl bleibt die Lage für viele Kleinstunternehmen weiter ernst.“

Die Verbesserung des Geschäftsklimas war insbesondere auf deutlich weniger pessimistische Erwartungen für die kommenden Monate zurückzuführen, wie es hieß. Die aktuelle Lage wurde hingegen nochmals schlechter eingeschätzt. 26 Prozent der Kleinstunternehmen und Solo-Selbstständigen fürchten gegenwärtig um ihre Existenz, fanden die Ifo-Forscher heraus.

Geschäftsklima

Im Dezember lag der Wert noch bei 24,9 Prozent. In der gesamten Wirtschaft berichteten nur 13,7 Prozent von Existenzsorgen.

Seit August 2021 berechnet das Ifo-Institut den Geschäftsklimaindex für Soloselbständige und Kleinstunternehmen mit weniger als neun Mitarbeitern. Abgebildet werden hier alle Wirtschaftsbereiche. Der Schwerpunkt liegt jedoch auf dem Dienstleistungssektor.

Die Gewinnung der neuen Teilnehmer erfolgt in Kooperation mit Jimdo, einem Anbieter von Online-Tools speziell für Solo-Selbstständige und kleine Unternehmen.

Kleinstunternehmen tragen den Angaben nach mit rund 500 Milliarden Euro jährlichem Umsatz deutlich zur Wertschöpfung der deutschen Wirtschaft bei. Zudem kommt ihnen mit insgesamt etwa 5,7 Millionen Beschäftigten eine wichtige Rolle als Arbeitgeber in Deutschland zu.

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ACEA – Europas Automarkt bleibt auch 2022 unter Vorkrisenniveau

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München, 08. Feb (Reuters) – Der europäische Automarkt kehrt nach zwei Jahren mit rückläufigen Absatzzahlen 2022 wieder auf den Wachstumskurs zurück. Der europäische Branchenverband ACEA sagte am Dienstag ein Plus von 7,9 Prozent voraus.

Insgesamt werde mit 10,5 Millionen Neuzulassungen gerechnet, teilte der Verband mit. Damit bleibe der Markt aber weiterhin rund ein Fünftel unter dem Vorkrisenniveau des Jahres 2019.

Automarkt

Die Halbleiter-Knappheit, die in den vergangenen Monate bei zahlreichen Autoherstellern für Produktionskürzungen gesorgt hatte, wird sich nach Ansicht des ACEA im laufenden Jahr verbessern.

EU-Binnenmarktskommissar Thierry Breton stellt am Dienstag den europäischen Chips Act vor, mit dem die Halbleiterindustrie in der EU gefördert werden soll.

Der ACEA forderte angesichts dessen die EU auf, ihre Abhängigkeit von Zulieferern im Ausland zu reduzieren, um in der Zukunft weitere Verwerfungen für die europäische Wirtschaft zu vermeiden. 

ACEA – Europas Automarkt bleibt auch 2022 unter Vorkrisenniveau

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8. Februar: Der Börsen Vormittag

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Update: 19:42 Uhr

08. Feb (Reuters) – Es folgt der Börsen-Ticker zu wichtigen Kursbewegungen an den internationalen Finanzmärkten und ihren Ursachen:

19.14 Uhr – Drohende Angebotsengpässe treiben den Preis für Aluminium erneut. Das im Flugzeug- und Automobilbau verwendete Industriemetall gewann 3,3 Prozent und war mit 3236 Dollar je Tonne so teuer wie zuletzt vor 13-1/2 Jahren. In China, dem weltweit größten Lieferanten, hätten zahlreiche Hütten die Produktion gedrosselt, um die Luftverschmutzung zu den Olympischen Spielen zu reduzieren, sagen Börsianer.

18.16 Uhr – Die Platzierung von 15 Millionen Aktien macht der Deutschen Bank zu schaffen. Die Titel des Geldhauses fallen im Frankfurter Späthandel um etwa ein Prozent.

16.06 Uhr – Mit einem Führungswechsel und einem Sparprogramm lockt Peloton weitere Anleger zurück. Die Aktien des Fitnessgeräte-Anbieters steigen an der Wall Street um zehn Prozent, nachdem sie in den vergangenen drei Monaten zeitweise mehr als 70 Prozent verloren hatten.

16:00 Uhr – Ein Aktienrückkauf beflügelt Ammo. Die Titel des Munitionsanbieters steigen an der Wall Street um fast neun Prozent, so stark wie zuletzt vor einem knappen halben Jahr. Das Unternehmen will den Angaben zufolge eigene Anteilsscheine im Volumen von 30 Millionen Dollar einsammeln.

15.55 Uhr – Dank eines Umsatz- und Gewinnsprungs winkt den Aktien von Harley-Davidson der größte Tagesgewinn seit fast eineinhalb Jahren. Die Aktien des Motorrad-Anbieters steigen an der Wall Street um fast elf Prozent.

12.18 Uhr – Der neue Restrukturierungsexperte Luigi Lovaglio an der Spitze des verstaatlichten italienischen Kriseninstituts Monte dei Paschi di Siena kommt bei Anlegern gut an. Die Aktie des ältesten Geldhauses der Welt steigt in der Spitze um rund zehn Prozent. „Der Markt schätzt die Ernennung des neuen CEO eindeutig mehr als die Ergebnisse“, sagte ein in Mailand ansässiger Händler.

10.34 Uhr – Spekulationen auf einen Teilbörsengang des Geschäftsfelds automatisiertes Fahren treiben die Continental-Aktie um bis zu 6,3 Prozent nach oben an die Spitze der Dax-Gewinner. Hintergrund ist ein Bericht des „Handelsblatt“, demzufolge der Autozulieferer die Sparte stärken will und einen Teilbörsengang erwägt. „Das ist natürlich ein Zukunftsthema und fantasiegeladen“, sagt ein Händler. Auf den zweiten Blick gebe es aber noch viele Fragezeichen.

10.02 Uhr – Nach dem Treffen des russischen Präsidenten Wladimir Putin mit seinem französischen Amtskollegen Emmanuel Macron erholt sich die russische Landeswährung auf den höchsten Stand seit fast vier Wochen. Im Gegenzug fällt der Dollar auf knapp 75,36 Rubel. Der Euro gibt auf 85,94 Rubel nach. „Es gibt Anzeichen für Optimismus in Bezug auf die russische geopolitische Risikowahrnehmung in dieser Woche“, teilt die Alfa Bank mit Blick auf das Gespräch mit. Händler haben auch die russische Notenbank im Blick. Es wird erwartet, dass sie am Freitag wegen der hohen Inflation den Leitzins von 8,5 Prozent anheben wird.

09.28 Uhr – Anleger werfen die Anteilsscheine von BNP Paribas aus ihren Depots. Die französische Großbank gibt nach Vorlage von Zahlen um bis zu 4,5 Prozent nach. Zwar liegt der Nettogewinn im abgelaufenen Quartal über den Analystenschätzungen. Vor den Rückstellungen habe der Gewinn die Erwartungen aber verfehlt, teilten die Analysten von Jefferies mit.

07.49 Uhr – Ein Umsatz- und Gewinnsprung im abgelaufenen Geschäftsjahr lässt Anleger bei Hypoport zugreifen. Die Aktien des Finanzdienstleisters ziehen vorbörslich bei Lang & Schwarz um 6,5 Prozent an. Vorläufigen Zahlen zufolge hat Hypoport den Umsatz 2021 um 15 Prozent auf 445 Millionen Euro gesteigert. Zugleich sei ein Ebit-Anstieg um 30 bis 35 Prozent auf 47,5 bis 49,0 Millionen Euro erzielt worden.

07.35 Uhr – TUI profitiert von der Erholung des Reisemarkts. Die Aktien des Reisekonzerns legen vorbörslich bei Lang & Schwarz rund ein Prozent zu. TUI hat im ersten Quartal den Umsatz gegenüber dem Vorjahreszeitraum verfünffacht.

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8. Februar: Der Börsen Vormittag

Softbanks Verkauf von Chip-Designer Arm an Nvidia gescheitert

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Tokio, 08. Feb (Reuters) – Der Verkauf des Chip-Designers Arm an den US-Konzern Nvidia ist vom Tisch. Am Dienstag gab Arm-Eigner Softbank das Scheitern des 80 Milliarden Dollar schweren Deals offiziell bekannt. Zuvor hatten mehrere Wettbewerbsbehörden ihre Bedenken geäußert. Insidern zufolge soll Arm nun den Sprung an die Börse wagen.

Zugleich machte der japanische Technologieinvestor einen deutlichen Gewinnrückgang öffentlich. Von Oktober bis Dezember fiel der Softbank-Gewinn auf umgerechnet 220 Millionen Euro von 8,87 Milliarden Euro im Vorjahreszeitraum.

Chip

Der Rückgang hing vor allem mit einem schwächeren Portfolio der das Geschäft dominierenden Vision Funds zusammen. So fielen die Börsenbewertungen von Firmen wie dem Büro-Vermittler WeWork, Fahrdienste-Anbieter Grab oder Online-Gebrauchtwagenhändler Auto1 aus Berlin in dem Quartal unter den Ausgabepreis. Zudem setzte die zunehmende Regulierung in der Volksrepublik Alibaba und weiteren Technologiewerten zu, an denen Softbank beteiligt ist. 

Softbanks Verkauf von Chip-Designer Arm an Nvidia gescheitert

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Marktentwicklungen 8. Februar 2022

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Update 19:45 Uhr

08. Feb (Reuters) – Es folgt der Reuters-Blick zu wichtigen Entwicklungen aus der Unternehmenswelt über die Top-Themen des Tages hinaus:

COTY – Bangalore: Der von der deutschen Unternehmerfamilie Reimann kontrollierte Kosmetikkonzern hat nach guten Geschäften mit teuren Hautcremes die Prognose angehoben. „Wir verkaufen teurere Produkte, teurere Produktgruppen“, sagte CEO Sue Nabi. Coty-Aktien legten in New York um mehr als sieben Prozent zu.

AIRBUS – Paris: Im Streit mit seinem Kunden Qatar Airways über Qualitätsmängel hat der Flugzeugbauer weitere Bestellungen storniert. Airbus strich die Orders für zwei Maschinen vom Typ A350-1000, wie aus am Montag veröffentlichten Geschäftsdaten hervorgeht. In dem Streit verlangt Qatar Airways gut 600 Millionen Dollar Schadenersatz wegen von Lackschäden am Airbus A350. Der Hersteller räumt Abnutzungserscheinungen ein, bestreitet aber die behaupteten Sicherheitsrisiken. Airbus hat zudem von sich aus eine Bestellung der Fluggesellschaft über 50 Maschinen vom Typ A321neo annulliert.

HARLEY-DAVIDSON – Bangalore: Die Nachfrage in Europa und den USA nach Motorrädern der Kult-Marke haben das Traditionsunternehmen zurück auf Wachstumskurs gebracht. Der Umsatz schnellte 2021 um 32 Prozent auf 5,336 Milliarden Dollar. Der Nettogewinn erreichte 650 (Vorjahr: 1,0) Millionen Dollar, das Ergebnis je Aktie 4,21 (0,63) Dollar. Für 2022 kündigte der Vorstand ein Umsatzplus von fünf bis zehn Prozent und eine operative Umsatzrendite von elf bis zwölf Prozent an.

PELOTON – Bangalore: Der Fitnessgeräte-Hersteller tauscht einem Medienbericht zufolge seinen Chef aus. Mitgründer John Foley wechsele auf den Posten des Verwaltungsratschefs und übergebe die Leitung des Unternehmens an Ex-Spotify- und Netflix-Manager Barry McCarthy, berichtete das „Wall Street Journal“. Der aktivistische Investor Blackwells Capital hatte zuletzt auf eine Ablösung von Foley gedrängt. Dem Bericht zufolge will Peloton außerdem die Kosten trimmen und rund 2800 Jobs abbauen. Die Nachfrage nach Peloton-Geräten ist in der Corona-Pandemie sprunghaft angestiegen, da mehr Menschen zu Hause Sport trieben. Seit der Wiedereröffnung von Fitnessstudios sind die Umsätze des Unternehmens aber wieder zurückgegangen. Im vergangenen Jahr haben die Peloton-Aktien mehr als 80 Prozent an Wert verloren. Zu dem Medienbericht war von Peloton zunächst kein Kommentar zu erhalten.

ORANGE – Madrid: Der französische Telekommunikationskonzern erwägt einem Medienbericht zufolge eine Fusion seines spanischen Geschäftes mit dem lokalen Rivalen MasMovil, um so zu Marktführer Telefonica aufzuschließen. Den Plänen zufolge sollen die Anteilseigner von MasMovil – die US-Beteiligungsgesellschaft KKR, der britische Finanzinvestor Cinven und der US-Wettbewerber Providence – 50 Prozent an dem fusionierten Unternehmen halten, berichtete die Zeitung „Expansion“ unter Berufung auf Marktteilnehmer. Die anderen 50 Prozent verblieben bei Orange. Orange wollte dazu nicht Stellung nehmen.

VOLKSWAGEN – Hamburg: Der Autobauer zahlt seinen Mitarbeitern wegen der Belastungen durch die Pandemie je bis zu 500 Euro Corona-Prämie. Das Geld werde Ende Februar mit dem Monatslohn ausgezahlt und fließe den Beschäftigten ohne Abzüge zu, teilten Unternehmen und Betriebsrat mit. Im vergangenen Jahr war bereits eine Corona-Hilfe von 1000 Euro gezahlt worden. Die Regelung gilt für die rund 120.000 Tarifbeschäftigten in den sechs westdeutschen VW-Werken und der Sparte Financial Services.

TENDAM – Madrid: Der spanische Modehändler plant einem Medienbericht zufolge einen Börsengang. Bei der Platzierung werde eine Marktkapitalisierung von rund zwei Milliarden Euro angestrebt, schrieb die Zeitung „Cinco Dias“ unter Berufung auf Insider. Die Tendam-Anteilseigner PAI und CVC prüften paralell dazu auch einen Verkauf der Firma. Tendam – früher bekannt als Cortefiel – war bis 2005 an der Madrider Börse gelistet. Die Beteiligungsgesellschaften PAI und CVC nahmen sie nach der Übernahme aber vom Markt. Tendam wollte sich nicht zu dem Medienbericht äußern.

VOLVO CARS – Stockholm: Der schwedische Autobauer investiert über die nächsten zehn Jahre zehn Milliarden schwedische Kronen (rund 960 Millionen Euro) in seine Produktionsstätte in Göteborg. Man werde die Fabrik auf die Produktion von E-Autos umstellen, teilte das Unternehmen mit. Der Konzern will neue Technologien und Fertigungsverfahren einführen, wie etwa eine neue Batteriemontageanlage, hieß es weiter. Am 4. Februar gab Volvo Cars bekannt, dass sie mit dem schwedischen Batteriehersteller Northvolt eine Batteriefabrik in der westschwedischen Stadt errichten werde, die 2025 in Betrieb gehen soll.

OUTOKUMPU – Helsinki: Gestiegene Preise für Energie und Material sowie höhere Fixkosten haben den Gewinn des finnischen Edelstahlherstellers gedämpft. Das bereinigte operative Ergebnis (Ebidta) stieg im vierten Quartal um mehr als das Vierfache auf 326 Millionen Euro von 78 Millionen im Vorjahr, wie Outokumpu mitteilte. Damit wurde die Durchschnittsschätzung der Analysten von 333 Millionen Euro jedoch knapp verfehlt. Der Umsatz legte um 64 Prozent auf 2,2 Milliarden Euro zu. „Die Profitabilität wurde durch erheblich gestiegene Kosten beeinträchtigt“, erklärte der Stahlkocher. Outokumpu rechne für das erste Quartal 2022 mit einem bereinigten Ebitda auf einem ähnlichen oder höheren Niveau als im vierten Quartal. Der Vorstand will an die Aktionäre für das Gesamtjahr 2021 eine Dividende von 0,15 Euro je Aktie ausschütten.

BP – London: Steigende Öl- und Gaspreise haben dem britischen Energiekonzern 2021 das beste Ergebnis der vergangenen acht Jahre beschert. Nach einem Verlust 2020 von 5,7 Milliarden Dollar verbuchte der Konzern nun einen Gewinn von 12,8 Milliarden Dollar, wie BP mitteilte. Gleichzeitig sank die Verschuldung um 8,3 Milliarden auf 30,6 Milliarden Dollar. Mit der Erholung der Volkswirtschaften von der Pamdemie sind die Erdgas- und Strompreise seit Mitte vergangenen Jahres auf Höhenflug.

JUST EAT TAKEAWAY.COM – Berlin: Der Lieferando-Eigner zieht sich von der Nasdaq zurück. Just Eat Takeaway.com begründete den Schritt mit Kosteneinsparungen und einer Reduzierung der Komplexität. Das Delisting soll noch im ersten Quartal erfolgen, wie das Unternehmen mitteilte. Der niederländische Konzern hatte für 7,3 Milliarden Dollar den US-Anbieter Grubhub erworben.

CANCOM – Düsseldorf: Das IT-Systemhaus hat 2021 trotz kaum kalkulierbarer Lieferengpässe Umsatz und Gewinn gesteigert. Nach ersten Berechnungen legten die Erlöse um 11,3 Prozent auf 1,31 Milliarden Euro zu und das operative Ergebnis (Ebitda) um 21,7 Prozent auf 121,5 Millionen. „Wir konnten im Jahresvergleich die höchste Ebitda-Steigerung der letzten zehn Jahre sowie das bis dato beste organische Wachstum überhaupt erreichen“, betonte Firmenchef Rudolf Hotter.

LG ENERY SOLUTION (LGES) – Seoul: Der südkoreanische Batteriehersteller geht nach dem Ende der weltweiten Chipengpässe später im Jahr von einer höheren Nachfrage nach Elektroautos aus. Das wiederum werde den Bedarf an Batterien erhöhen, gab LGES bekannt, dass erst im Januar sein fulminantes Börsendebüt in Seoul gefeiert hat und direkt zum zweitwertvollsten südkoreanischen Unternehmen aufstieg. Im vierten Quartal machte LGES einen Betriebsgewinn von 76 Milliarden Won (umgerechnet knapp 56 Millionen Euro) nach einem Betriebsverlust von 350 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Der Umsatz des Tesla-, Volkswagen- und General-Motors-Zulieferers legte um zwei Prozent zu.

BNP PARIBAS – Paris: Die französische Großbank hat im vierten Quartal einen Gewinnsprung hingelegt und besser als von Analysten erwartet abgeschnitten. Dank geringerer Rückstellungen für faule Kredite schnellte das Nettoergebnis um knapp 45 Prozent auf 2,31 Milliarden Euro in die Höhe, wie BNP Paribas mitteilte. Experten hatten lediglich mit 2,09 Milliarden gerechnet. Der Umsatz stieg um 3,7 Prozent auf 11,23 Milliarden Euro. Der Vorstand äußerte sich zuversichtlich, bis 2025 den Nettogewinn jährlich um sieben Prozent zu steigern und den Umsatz um durchschnittlich 3,5 Prozent.

HAMBORNER REIT – DÜsseldorf: Das Immobilienunternehmen hat 2021 aufgrund von Veräußerungen zahlreicher Einzelhandelsobjekte weniger verdient. Die Mieterlöse schrumpften um 4,3 Prozent auf 84,4 Millionen Euro und das für die Branche wichtige operative Ergebnis FFO fiel um 4,5 Prozent auf 53,1 Millionen, wie Hamborner Reit auf Basis erster Berechnungen mitteilte. Die vollständige Bilanz soll am 17. März veröffentlich werden.

HUGO BOSS – München: Das deutsche Modeunternehmen will wieder deutlich wachsen. „Wir planen bis 2025 mindestens eine Verdoppelung des Umsatzes und werden in allen Bereichen und in allen Regionen stark wachsen“, sagte der neue Vorstandsvorsitzende Daniel Grieder der „Süddeutschen Zeitung“ (Dienstagausgabe). Es gebe für ihn keinen Grund, warum Boss kleiner sein sollte als Tommy Hilfiger.

„Dort hatten wir zuletzt mehr als fünf Milliarden Euro Umsatz im Jahr, bei Hugo Boss ist es etwa die Hälfte.“ Grieder kommt vom Modekonzern Tommy Hilfiger und ist seit vergangenem Sommer bei Hugo Boss. Er widersprach Spekulationen, er solle das in Metzingen ansässige Unternehmen für einen Verkauf sanieren. „Es ist nicht meine Aufgabe, die Marke für einen Verkauf hübsch zu machen. Wir wollen nicht verkaufen, wir wollen kaufen.“ Hugo Boss plane eine Plattform nach dem Vorbild des französischen Luxuskonzerns LVMH für weitere Marken.

NVIDIA/SOFTBANK – Bangalore: Der Verkauf der Prozessorsparte Arm durch den Mutterkonzern SoftBank an den US-Chiphersteller Nvidia ist Insidern zufolge gescheitert. Anstelle des 80 Milliarden Dollar schweren Deals wolle Arm nun den Sprung an die Börse wagen, sagte eine mit der Angelegenheit vertraute Person der Nachrichtenagentur Reuters. Die zunächst für 2020 angekündigte Übernahme scheiterte an mehreren regulatorischen Hürden: Die US-Bundeshandelskommission hatte im Dezember wegen Wettbewerbsbedenken auf dem Chip-Markt gegen den Verkauf geklagt. Auch britische und EU-Regulierungsbehörden befürchteten, dass der Deal die Halbleiterpreise weiter in die Höhe treiben und die Produktvielfalt und das Entwicklungspotenzial im Chip-Sektor einschränken könnte. Nvidia lehnte eine Stellungnahme ab. Arm und SoftBank reagierten nicht sofort auf eine Bitte zur Stellungnahme.

META – Bangalore: Der Facebook-Investor und Tech-Milliardär Peter Thiel zieht sich aus dem Verwaltungsrat des Internetriesen zurück. „Peter war ein wertvolles Mitglied unseres Vorstands und ich bin sehr dankbar für alles, was er für unser Unternehmen getan hat“, sagte Meta-CEO Mark Zuckerberg. Laut der Zeitung „Wall Street Journal“ will sich der langjährige Aufsichtsrat nach seinem Ausscheiden nach der Meta-Hauptversammlung im Mai stärker in der Politik engagieren und die Agenda der Republikaner und des ehemaligen Präsidenten Donald Trump bei den Zwischenwahlen 2022 unterstützen. In den letzten Jahren war der Trump-Anhänger aufgrund seiner politischen Ansichten im Vorstand umstritten, da das Unternehmen während Trumps Präsidentschaft mehrfach in politische Kontroversen verwickelt war. 

Marktentwicklungen 8. Februar 2022

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