Frankfurt, 08. Feb (Reuters) – Der US-Chemiekonzern DuPont stemmt sich mit Preiserhöhungen gegen die gestiegenen Rohstoffkosten. Dank guter Nachfrage aus der Halbleiterbranche und höherer Preise stieg der Umsatz im abgelaufenen vierten Quartal um 14 Prozent auf 4,3 Milliarden Dollar, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte.
Der operative Gewinn (Ebitda) erhöhte sich binnen Jahresfrist um fünf Prozent auf 973 Millionen Dollar. Im Gesamtjahr legte der Umsatz um 16 Prozent auf 16,7 Milliarden Dollar zu, der operative Gewinn um gut ein Fünftel auf 4,2 Milliarden.
Für 2022 stellte Finanzchefin Lori Koch einen Umsatzanstieg auf 17,4 bis 17,8 Milliarden Dollar in Aussicht, der operative Gewinn soll sich auf 4,3 bis 4,5 Milliarden belaufen. „Die Nachfrage der Verbraucher bleibt stark, aber die Inflation der Rohstoff- und Logistikkosten wird sich voraussichtlich weiterhin auf die Margen auswirken“, sagte sie.
„Wir gehen davon aus, dass die Ebitda-Marge im ersten Quartal 2022 in etwa auf dem Niveau des vierten Quartals 2021 liegen wird und sich Jahresverlauf weiter verbessert, bis sie sich in der zweiten Jahreshälfte wieder normalisiert hat.“
Chemiekonzern DuPont ringt mit steigenden Rohstoffkosten
Frankfurt, 08. Feb (Reuters) – Die Deutsche Bank hat von der Europäischen Zentralbank (EZB) eine unveränderte Mindestkapitalanforderung erhalten. Danach müsse Deutschlands größtes Geldhaus auf Konzernebene wie schon im Vorjahr eine harte Kernkapitalquote (CET 1) von mindestens 10,43 Prozent ausweisen, teilte die Deutsche Bank am Dienstag mit.
Ende Dezember lag die tatsächliche CET-1-Quote des Frankfurter Geldhauses bei 13,23 Prozent. Die Mindestkapitalanforderungen gelten ab dem 1. März.
Die EZB-Bankenaufseher untersuchen turnusmäßig jedes Jahr im Rahmen des aufsichtlichen Überprüfungs- und Bewertungsprozesses „SREP“ die Geschäftsmodelle der Großbanken im Euro-Raum.
Sie legen dabei fest, wie viel Kapital diese zur Abdeckung ihrer jeweiligen Risiken mindestens vorhalten müssen.
Die CET-1-Mindestanforderung ist wichtig für Ausschüttungen. Sie markiert die Schwelle, unterhalb der die Deutsche Bank verpflichtet wäre, einen ausschüttungsfähigen Höchstbetrag zu ermitteln. Die EZB ist seit Herbst 2014 für die Aufsicht über die Großbanken im Euro-Raum zuständig.
Für die sogenannte Tier-1-Kapitalquote habe die EZB die Mindestanforderung für 2022 auf 12,40 Prozent festgelegt, für die Gesamtkapitalquote auf 15,03 Prozent, teilte das Institut außerdem mit.
Für Ende Dezember hatte die Deutsche Bank eine Tier-1-Kapitalquote von 15,75 Prozent ausgewiesen und eine Gesamtkapitalquote von 17,84 Prozent.
Deutsche Bank erhält von EZB unveränderte Kernkapitalanforderung
Frankfurt, 08. Feb (Reuters) – Optimistische Ausblicke und starke Konzernergebnisse sorgen an Europas Aktienmärkten für Rückenwind. Dax und EuroStoxx50 zogen am Dienstag jeweils um bis zu 0,9 Prozent auf 15.338 und 4156 Punkte an.
„Es ist ermutigend, dass wir einige Anzeichen einer Stabilisierung an den Märkten sehen, nachdem so viel geldpolitische Straffung eingepreist wurde“, sagte Analyst Craig Erlam vom Brokerhaus Oanda. Allerdings gebe es nach wie vor Potenzial für weitere Abwärtsbewegungen.
Für Entspannung sorgte EZB-Chefin Christine Lagarde, die die Inflationssorgen etwas milderte. Die Chancen seien gestiegen, dass sich die Teuerungsrate mittelfristig um den EZB-Zielwert von 2,0 Prozent stabilisieren werde, betonte sie zum Wochenstart bei einer Anhörung im Europaparlament.
Die Rede habe erneut deutlich gemacht, dass sie Zinserhöhungsspekulationen nicht weiter anfachen, sondern eher sogar dämpfen möchte, sagte Commerzbank-Analystin You-Na Park-Heger.
Der Euro geriet nach den Kommentaren von Lagarde unter Druck und gab 0,3 Prozent nach. Mit Mühe hielt sich die Gemeinschaftswährung über der Marke von 1,14 Dollar. „Letztendlich sind sich die Anleger sehr wohl bewusst, dass die Leitzinsen, sobald der EZB-Schock absorbiert ist, in den kommenden Monaten in den USA viel stärker steigen werden als in der Eurozone“, konstatierten die Strategen von Unicredit.
ROHSTOFFPREISE ZIEHEN WEITER AN
An den Rohstoffmärkten hielten weiter anziehende Preise die Anleger in Atem. Die Furcht vor Engpässen trieben den Aluminium-Preis auf den höchsten Stand seit fast vier Monaten. Im Schlepptau legte der Bergbausektor rund drei Prozent zu. Titel der Branchenriesen Rio Tinto und Glencore verteuerten sich um mehr als drei Prozent.
Von gestiegenen Preisen profitierte auch BP. Die hohen Öl- und Gaspreise bescherten dem britischen Ölmulti 2021 mit 12,8 Milliarden Dollar das beste Ergebnis der vergangenen acht Jahre. Die Aktie zog rund ein Prozent an. „Die heutigen Zahlen sind eine willkommene Nachricht für die Aktionäre, nach der Horrorshow von 2020“, konstatierte Analyst Michael Hewson vom Brokerhaus CMC Markets.
CONTI FÄHRT AN DAX-SPITZE
Spekulationen auf einen Teilbörsengang des Geschäftsfelds automatisiertes Fahren trieben die Continental-Aktie um bis zu 6,3 Prozent nach oben an die Spitze der Dax-Gewinner. Hintergrund war ein Bericht des „Handelsblatts“, demzufolge der Autozulieferer die Sparte stärken will und einen Teilbörsengang erwägt. „Das ist natürlich ein Zukunftsthema und fantasiegeladen“, sagte ein Händler. Auf den zweiten Blick gebe es aber noch viele Fragezeichen.
Auf Achterbahnfahrt gingen die TUI-Papiere. Nach Zahlenvorlage zogen die Titel zunächst um bis zu 3,8 Prozent an, bevor sie ins Minus drehten und bis zu 5,2 Prozent abrutschten. TUI-Chef Fritz Joussen erwartet einen starken Sommer auf Vorkrisenniveau. „Nur ob damit auch die Hoffnung verbunden sein kann und darf, dass der Aktienkurs wieder auf das Niveau vor der Krise zurückkehrt, dahinter muss man heute durchaus noch ein großes Fragezeichen setzen“, sagte CMC Markets-Analyst Konstantin Oldenburger.
Starke Unternehmenszahlen schieben Europas Börsen an
Brüssel/Berlin, 08. Feb (Reuters) – Die EU-Kommission will der Chipbranche mit Milliardenbeträgen unter die Arme greifen. Zur Wiederbelebung der Halbleiter-Aktivitäten in Europa sollen staatliche wie auch private Investitionen herangezogen werden, wie die EU-Kommission am Dienstag mitteilte.
Die „European Chips Act“ genannte Initiative soll den Marktanteil der Europäischen Union an der weltweiten Produktion bis 2030 auf ein Fünftel verdoppeln, um Europas Wettbewerbsfähigkeit und Widerstandskraft zu erhöhen. Aktuell leiden vor allem Autohersteller und Elektronikkonzerne unter der andauernden Chipknappheit.
Konkret sieht der „European Chips Act“ vor, dass es Staaten erleichtert wird, Werke zu fördern, die innovative Produkte herstellen.
Laut EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen werden durch die Initiative bis 2030 zusätzliche 15 Milliarden Euro locker gemacht – zusätzlich zu bereits geplanten öffentlichen Investitionen in Höhe von 30 Milliarden Euro durch bereits existierende Programme.
Die öffentlichen Subventionen sollen private Investitionen anlocken. Chipkonzerne wie Intel, TSMC und GlobalWafers suchen bereits nach Standorten in Europa für künftige Chipfabriken. Deutschland macht sich große Hoffnungen auf Zuschläge.
EU-Kommission will Chipproduktion mit Milliardenbeträgen fördern
Düsseldorf, 08. Feb (Reuters) – Im Tauziehen um den Zugang zu Zubringerflügen der Lufthansa durch Langstrecken-Passagiere Condors stellt sich das Bundeskartellamt in einer vorläufigen Einschätzung auf die Seite des Ferienfliegers.
Condor habe einen „kartellrechtlichen Anspruch gegen Lufthansa auf Zugang zu Zubringerflügen für ihre Langstreckenpassagiere“, teilte das Kartellamt am Dienstag mit.
Beide Airlines haben nun die Möglichkeit, sich beim Kartellamt zu äußern.
Foto: Condor
Lufthansa erklärte, man werde gegenüber den Wettbewerbshütern umfassend Stellung beziehen, sich aktuell dazu aber nicht öffentlich äußern.
Lufthansa hatte ein Abkommen beider Fluggesellschaften zur Beförderung von Condor-Passagieren auf Zubringerflügen gekündigt.
Diese Entscheidung hatte Lufthansa aber nach Intervention des Bundeskartellamtes zeitlich befristet bis zum 10. Mai 2022 ausgesetzt. Den Wettbewerbshütern zufolge hat Condor aber einen Anspruch auf Zugang zu den Zubringerflügen auch über diesen Zeitpunkt hinaus.
Kartellamt – Condor steht Zugang zu Zubringerflügen der Lufthansa zu
Hamburg, 08. Feb (Reuters) – Der Autozulieferer Continental will sein Geschäft mit dem automatisierten Fahren einem Zeitungsbericht zufolge mehr Eigenständigkeit geben und sich damit Handlungsoptionen eröffnen.
Perspektivisch gehöre dazu auch ein Börsengang der Sparte, berichtete das „Handelsblatt“ am Dienstag vorab unter Berufung auf Finanz- und Unternehmenskreise. Anleger griffen prompt zu. Die im Leidindex Dax gelistete Aktie von Continental legte zeitweise um fünf Prozent zu.
Foto: Continental AG
Dem Bericht zufolge befinden sich die Überlegungen noch in einem frühen Stadium. Bis es zu einer Entscheidung komme, könnte es noch längere Zeit dauern. Am Ende könnte sich Continental auch gegen einen solchen Schritt entscheiden.
Continental hielt sich bedeckt. Der Zulieferer erklärte, das Geschäftsfeld für automatisiertes Fahren sei fester Bestandteil des Unternehmensbereichs Automotive. Die Zusammenarbeit unter einem gemeinsamen Dach habe weiterhin höchst Priorität. „Weitere Schritte sind zum jetzigen Zeitpunkt nicht vorgesehen.“
Der Dax-Konzern aus Hannover hatte vor einigen Monaten bereits seine Antriebssparte abgespalten. Bei der Ende Januar bekannt gegebenen Kooperation von Volkswagen mit dem Zulieferer Bosch für automatisiertes Fahren war Continental außen vor geblieben.
Paris/Frankfurt, 08. Feb (Reuters) – Weniger Rückstellungen für faule Kredite haben der französischen Großbank BNP Paribas zum Jahresende zu einem Gewinnsprung verholfen. Das größte börsennotierte Geldhaus der Eurozone verdiente im vierten Quartal mit 2,31 Milliarden Euro knapp 45 Prozent mehr als ein Jahr zuvor, wie BNP am Dienstag in Paris mitteilte.
Damit übertraf die Bank die Erwartungen der Analysten. Sie zeigten sich aber von den Zahlen enttäuscht, wenn man die gesunkene Risikovorsorge außer Acht lasse. Wie viele andere Banken löste BNP Rückstellungen auf, die sie angesichts der wirtschaftlichen Belastungen von Kunden in der Corona-Pandemie aufgebaut hatte. Die Aktie gab um bis zu 4,5 Prozent nach.
Dabei versucht BNP die Investoren mit dem Versprechen bei Laune zu halten, sie künftig stärker am Gewinn zu beteiligen. Nach der am Dienstag vorgestellten Strategie für die Jahre bis 2025 sollen 60 Prozent des Netto-Gewinns in Form von Dividenden und Aktienrückkäufen an die Aktionäre gehen.
Bisher waren es 50 Prozent. Zudem peilt das Geldhaus innerhalb von vier Jahren eine Rendite auf das eingesetzte Kapital (ROTE) von mehr als elf Prozent an. 2021 betrug die zentrale Kennziffer zehn Prozent. Der BNP-Vorstand zeigte sich zuversichtlich, den Nettogewinn bis 2025 jährlich um sieben Prozent und die Erlöse im Schnitt um 3,5 Prozent steigern zu können.
Im vierten Quartal erhöhten sich die Erlöse um 3,7 Prozent auf 11,23 Milliarden Euro. BNP Paribas verwies in der Mitteilung auf ein starkes Kundenwachstum in Deutschland. Demnach konnte die BNP-Tochter Consorsbank den Kundenstamm 2021 um 15 Prozent ausbauen. Laut der Website der Direktbank waren es Ende Dezember 1,55 Millionen Kunden.
08. Feb – Non-Fungible Tokens (NFTs) erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Mit Hilfe dieser Eigentums- und Echtheitsnachweise, die auf der von Kryptowährungen wie Bitcoin bekannten Blockchain basieren, werden digitale Kunstwerke oder Musikstücke teils für mehrere Millionen an Sammler verkauft. Sie gelten dann als Eigentümer der Originale, und die im Internet für jedermann kostenlos zugänglichen Versionen werden zu Kopien.
WAS IST EIN NFT?
Ein NFT ist eine Art digitaler Echtheits- und Eigentumsnachweis. Dabei wird zum Beispiel ein Videoclip auf einer Blockchain registriert.
Dazu werden die Eigentümer sowie Käufe und Verkäufe eingetragen. Dadurch erhält das NFT eine einzigartige digitale Signatur, auch wenn das zugrunde liegende Werk millionenfach reproduziert werden kann. Das NFT ist aber ein Unikat und wird durch die Zertifizierung handelbar gemacht.
Die NFT-Blockchain ist frei einsehbar. Dadurch können sich die offiziellen Eigentümer digitaler Kunstwerke jederzeit und öffentlich mit ihrem Besitz brüsten.
WELCHE ARTEN VON NFTs GIBT ES?
Grundsätzlich kann jedes digitale Objekt – Bilder, Videos, Musik, Texte oder Tweets – zu NFTs gemacht werden. So können Fans auf der Internetseite NBA Top Shot https://nbatopshot.com Clips mit Spielszenen der US-Basketball-Liga NBA kaufen und handeln. Diese können zwar auf Plattformen wie Youtube kostenlos betrachtet werden. NFT-Enthusiasten sehen sich allerdings als Eigentümer des Originals.
Mit Hilfe von NFTs können sich Nutzer auch Grundstücke oder Figuren in virtuellen Spiele-Welten sichern. Twitter-Mitgründer Jack Dorsey verkaufte im März den weltweit ersten Tweet als NFT für 2,9 Millionen Dollar.
WIE KANN MAN EIN NFT KAUFEN?
NFTs werden auf spezialisierten Plattformen gehandelt. Doch springen auch klassische Auktionshäuser wie Christie’s auf den Zug auf. Gezahlt wird bei den Versteigerungen meist in der nach Bitcoin zweitwichtigsten Kryptowährung Ethereum oder in US-Dollar.
WIE ENTWICKELT SICH DER MARKT FÜR NFTs?
NFTs gibt es seit 2017. Richtig Fahrt aufgenommen haben sie aber erst Anfang 2021. Im vergangenen Jahr wechselten NFTs im Volumen von 25 Milliarden Dollar den Besitzer. Eine der größten und bekanntesten Handelsplattformen ist OpenSea https://opensea.io.
WARUM AUSGERECHNET JETZT?
Einige machen die Pandemie für den Boom verantwortlich. Da viele Menschen wegen der Lockdowns zu Hause gesessen hätten, verbrachten sie mehr Zeit im Internet. NFTs seien zudem eine Möglichkeit, seinen Besitz online herumzuzeigen. Andere sehen die Hoffnung auf spektakuläre Spekulationsgewinne als Auslöser des Booms. Zahlreiche NFTs haben ihre Preise binnen Wochen vervielfacht. Außerdem hat der Hype um Bitcoin & Co in den vergangenen Jahren so manchen Kryptowährungs-Millionär hervorgebracht, der seinen neuen Reichtum ausgeben will.
WAS MACHT NFTs SO BESONDERS?
Befürworter sehen in NFTs die Zukunft des Eigentums. Jeder Besitz, von Konzertkarten bis zum Eigenheim – werde irgendwann in einer Blockchain gespeichert sein. Künstlern bieten NFTs die Möglichkeit, mit digitaler Kunst Geld zu verdienen – durch den Verkauf selbst und möglicherweise durch zusätzliche Provisionen, wenn das Kunstwerk den Besitzer wechselt.
Daneben eröffnen sich weitere Geschäftsmodelle. So vermarktet die Band „Kings of Leon“ ihr Album „When You See Yourself“ https://opensea.io/assets/kings-of-leon-yellowheart-nfts als NFT. Käufer erhalten dabei eine limitierte Vinyl-Version der Platte oder dürfen Konzerte aus der ersten Reihe verfolgen.
WO LIEGEN DIE RISIKEN?
Da jeder NFTs aufsetzen und verkaufen kann, ist die Knappheit des Angebots kein Garant für Wertsteigerungen. Legt sich der Hype, können NFTs massiv an Wert verlieren. Da sich viele NFT-Anbieter hinter Pseudonymen verstecken, besteht zudem die Gefahr von Betrug.
Außerdem lassen sich die Kosten für die Registrierung eines Objekts als NFT nur schwer kalkulieren, da die „Benzinpreise“ stark schwanken. So heißen im Fachjargon die Gebühren für die Verschlüsselung und Abwicklung einer Transaktion im Ethereum-Netzwerk. Sie richten sich nach der Auslastung der beteiligten Rechner.
8. Feb – Non-Fungible Tokens (NFTs) ermöglichen es Künstlern, digitale Werke, die millionenfach reproduzierbar sind, als Originale zu vermarkten. Für diese digitalen Eigentumsnachweise gab es bereits eine Reihe aufsehenerregender Auktionen:
7. Februar 2022 – John Lennons Sohn Julian versteigert Beatles-Erinnerungsstücke als NFTs https://yh.io/nft-collection/lennon-connection-the-nft-collection/25. Dazu gehören Bilder der handschriftlichen Notizen zum Hit „Hey Jude“, sowie Fotos von Kleidungsstücken, die John Lennon in den Filmen „Magical Mystery Tour“ und „Help!“ getragen hatte. Ein unbekannter Anteil der Erlöse soll der Umweltschutzorganisation „White Feather Foundation“ zugute kommen.
24. Dezember 2021 – Die Softwarefirma Creatd verkauft drei Fotos des ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump https://opensea.io/assets/0x495f947276749ce646f68ac8c248420045cb7b5e/75842507275250689775564816334663384565944592647552282464396755907330093088769 als NFT für 0,3747 Ethereum (zu diesem Zeitpunkt etwa 1345 Euro) Die Bilder waren im vorangegangenen Oktober mit einem Mindestgebot von 240 Ethereum angeboten worden. Zum damaligen Kurs waren das rund 900.000 Euro.
23. November 2021 – Metaverse Group, eine Tochter des auf Krypto-Anlagen spezialisierten Vermögensverwalters Tokens.com, kauft ein etwa 566 Quadratmeter großes Grundstück in der „Fashion Street“ der virtuellen Welt „Decentraland https://decentraland.org“ für rund 2,4 Millionen Dollar. Das entspricht einem Quadratmeterpreis von 4240 Dollar. In München kostet Bauland im Schnitt etwa halb so viel.
22. November 2021 – Der NFT-Investor Republic Realm verkauft nach eigenen Angaben die für die virtuelle Welt „The Sandbox https://www.sandbox.game/en “ programmierte Luxusjacht „Metaflower“ für 650.000 Dollar.
30. Juni 2021 – Das Auktionshaus Sotheby’s versteigert den Original-Programmcode für das World Wide Web, den dessen Erfinder Tim Berners-Lee 1990 geschrieben hatte, für 5,435 Millionen Dollar. Zu den 9555 Programmzeilen gehört auch ein HTML-Document mit einer Bedienungsanleitung für die neue Software.
10. Juni 2021 – Ein CryptoPunk, eine digitale Sammlerfigur, erzielt bei einer Versteigerung des renommierten Auktionshauses Sotheby’s einen Preis von 11,8 Millionen Dollar.
22. März 2021 – Twitter-Mitgründer Jack Dorsey verkauft den weltweit ersten Tweet „just setting up my twttr“ als NFT für 2,9 Millionen Dollar.
11. März 2021 – Das Werk „Everydays: The First 5000 Days“ des Künstlers Beeple wechselt beim Auktionshaus Christie’s für 69,3 Millionen Dollar den Besitzer.
28. Februar 2021 – Kunst der Musikerin Grimes, Partnerin des Tesla-Chefs Elon Musk, wird für 5,8 Millionen Dollar verkauft.
Frankfurt, 08. Feb (Reuters) – Der Präsident des Sparkassenverbands Bayern, Ulrich Reuter, hält in absehbarer Zeit die Schaffung eines Zentralinstituts der Sparkassen für unwahrscheinlich. Mittelfristig sei das schwierig, sagte Reuter der „Börsen-Zeitung“ (Dienstagausgabe). „In den nächsten zwei oder drei Jahren wird es keine Lösung geben.“
Der Gedanke, dass aus einem Urknall ein Zentralinstitut entstehe, führe sowieso in die Irre. Zur BayernLB sagte er in diesem Zusammenhang: „Ich sehe nicht, dass der Freistaat Bayern seinen 75-Prozent-Anteil eintauscht in einem Anteil von x Prozent an einem Zentralinstitut der Sparkassen-Finanzgruppe.“ Es müssten andere Wege gefunden werden.
„Wenn es im Großen nicht geht, muss es also im Kleinen vorangehen“, sagte Reuter. „Dies hat es 2021 auch getan.“ Die Landesbanken kooperierten im Rahmen des wettbewerbsrechtlich Möglichen. Außerdem hätten sie Risiken abgebaut.
Der Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbands (DSGV), Helmut Schleweis, macht sich bereits seit Jahren für ein Spitzeninstitut im öffentlich-rechtlichen Finanzsektor stark. Die Idee stößt aber auch in den eigenen Reihen auf Widerstand.
Im Dezember hatte sich auch der damalige Ost-Sparkassen-Präsident Michael Ermrich skeptisch zu einem Zentralinstitut der Sparkassen geäußert.
Der Weg dahin sei noch weit, schnelle Lösungen sehe er nicht, hatte Ermrich damals in einem Reuters-Interview gesagt. Zwischenschritte wie eine verstärkte Zusammenarbeit oder Arbeitsteilung der Landesbanken bei vielen Dingen könnten da sinnvoller sein.
Von einer konkreten Vorgabe für die Zahl der Sparkassen in Bayern hält Reuter nichts. „Ein Zielbild könnte zu einer Bevormundung der eigenen Mitglieder umgedeutet werden.
Das wollen wir nicht“, sagte er dem Blatt. Die Entscheidungen würden vor Ort getroffen. Reuter zufolge hängt es von vielen Aspekten ab, ob Fusionsgespräche unter Sparkassen zum Ergebnis führen oder nicht. „Ich gehe aber davon aus, dass wir bis Ende des Jahrzehnts bei unveränderter Fusionsgeschwindigkeit in der Richtung von 50 Instituten unterwegs sind.“ Zum 1. Januar 2022 waren es 63 Institute.
Bayerischer Sparkassenchef – Mittelfristig wohl kein Zentralinstitut