Montag, August 31, 2026
Start Blog Seite 351

US-Atomwaffentests: Heusgen warnt vor Eskalationsspirale

0

Christoph Heusgen (Archiv), via dts NachrichtenagenturMünchen (dts Nachrichtenagentur) – Der frühere Chef der Münchner Sicherheitskonferenz und Spitzendiplomat Christoph Heusgen hat sich besorgt über die Ankündigung von US-Präsident Donald Trump geäußert, dass die USA ab sofort wieder Atomwaffentests durchführen werden.

„Die Nachricht habe ich mit einiger Sorge gehört“, sagte Heusgen der „Rheinischen Post“ (Freitagsausgabe). „Nun wissen wir, dass Donald Trumps Ankündigungen nicht immer umgesetzt werden, aber die Ankündigung alleine ist schlimm genug.“ Denn sie könne andere Nuklearstaaten motivieren, es Trump gleichzutun, und dann beginne eine Eskalationsspirale.

„Dabei hatte die Welt gehofft, eine solche Entwicklung durch den mittlerweile von 187 Staaten im Rahmen der Vereinten Nationen unterzeichneten Atomteststoppvertrag von 1996 ein für alle Mal verhindern zu können“, so Heusgen weiter. „Es ist jetzt aus meiner Sicht wichtig, dass die Bundesregierung – wie vor dreißig Jahren die Regierung von Kanzler Helmut Kohl und Minister Klaus Kinkel – gemeinsam mit ihren europäischen Partnern bei allen Nuklearstaaten darauf dringt, nicht neuerlich Atomtests durchzuführen“, sagte Heusgen.

Die könnten, wie man leidvoll erfahren habe, verheerende Auswirkungen auf die Natur und die Menschen haben. „Jeglicher Einsatz von Atomwaffen – und sei es nur zum Test – sollte ein Tabu bleiben“, mahnte Heusgen.


Foto: Christoph Heusgen (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Wildberger blickt optimistisch auf "Entlastungskabinett"

0

Karsten Wildberger (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Bundesdigitalminister Karsten Wildberger blickt optimistisch auf das für kommenden Mittwoch geplante Entlastungskabinett der Bundesregierung. Auf Wildbergers Brief habe das Ministerium „zahlreiche“ Rückmeldungen mit Entlastungsvorschlägen aus den anderen Ressorts erreicht, sagte ein Sprecher des Digitalisierungsministeriums den Sendern RTL und ntv.

Das gemeinsame Ziel sei, so viele wie möglich davon bis nächsten Mittwoch auf den Weg zu bringen. „Im Fokus stehen schnell umsetzbare Maßnahmen wie die Anpassung von Standards, der Abbau von Berichtspflichten in unterschiedlichen Bereichen sowie Digitalisierungsmaßnahmen“, so der Sprecher. Neben den kurzfristigen Vorhaben arbeite das Ministerium an einem verbindlichen Fahrplan für weitere Schritte.

Wildberger hatte seine Ministerkollegen kürzlich in einem Brief aufgefordert, konkrete Maßnahmen zum Abbau der Bürokratie vorzuschlagen. Am nächsten Mittwoch sollen bei der Kabinettssitzung ausschließlich Auflagen und Gesetze abgeschafft und keine neuen beschlossen werden.


Foto: Karsten Wildberger (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Gutachten zu vermuteten Behandlungsfehlern auf Vorjahresniveau

0

Vorstellung Jahresstatistik 2024 zur Behandlungsfehlerbegutachtung am 30.10.2025, via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Der Medizinische Dienst hat im Jahr 2024 bundesweit insgesamt 12.304 fachärztliche Gutachten zu vermuteten Behandlungsfehlern erstellt. Die Gesamtzahl bewege sich auf etwa dem gleichen Niveau wie in den Vorjahren, teilte die Expertenorganisation am Donnerstag in Berlin mit.

In 26,8 Prozent der Fälle (3.301) stellten die Gutachter einen Behandlungsfehler mit Schaden fest. Das ist etwas mehr als im Vorjahr (2023: 3.160). In 23 Prozent der Fälle (2.825) konnte der Medizinische Dienst nachweisen, dass der Behandlungsfehler ursächlich für den erlittenen Schaden war. Auch hier ist eine Zunahme feststellbar (2023: 2.679). Nur dann, wenn die Kausalität nachgewiesen ist, haben Patienten Anspruch auf Schadenersatz.

Wenn Behandlungsfehler passieren, werden nicht nur Patienten geschädigt: „Es entstehen auch enorme Kosten im Gesundheitssystem, weil Folgeuntersuchungen, erneute Operationen und Nachbehandlungen notwendig sind“, sagte Stefan Gronemeyer, Vorstandsvorsitzender des Medizinischen Dienstes Bund. „Daher muss es gesundheitspolitisches Ziel sein, die Patientensicherheit zu verbessern.“ Eine wichtige Maßnahme wäre die Verpflichtung der Ärzte und anderer Gesundheitsfachkräfte, Patienten umgehend zu informieren, wenn bei einer Behandlung etwas schiefgelaufen ist. Zudem sollten systematische Präventionsmaßnahmen umgesetzt werden. Voraussetzung dafür wäre ein obligatorisches, sanktionsfreies Meldesystem für vermeidbare Schadensereignisse, sogenannte „Never Events“.

Schaut man sich die Behandlungsfehlervorwürfe nach Sektoren an, so kommt man zu folgenden Ergebnissen: Zwei Drittel der Vorwürfe (7.960) beziehen sich auf Behandlungen in der stationären Versorgung, zumeist in Krankenhäusern. Ein Drittel der Vorwürfe (4.312) ist dem ambulanten Bereich zuzuordnen.

Wesentliche Ursache für diese Verteilung ist, dass sich die meisten Behandlungsfehlervorwürfe auf operative Eingriffe beziehen. Da Operationen vorwiegend in Kliniken stattfinden, sind stationäre Fälle häufiger von einem Behandlungsfehlerverdacht betroffen als Eingriffe im ambulanten Bereich.

29,8 Prozent aller Vorwürfe (3.664 Fälle) bezogen sich auf Orthopädie und Unfallchirurgie; 11,5 Prozent auf Innere Medizin und Allgemeinmedizin (1.402 Fälle); 8,9 Prozent auf Frauenheilkunde und Geburtshilfe (1.097 Fälle). 8,4 Prozent der Vorwürfe fielen auf Zahnmedizin (1.040 Fälle); 7,9 Prozent auf die Allgemein- und Viszeralchirurgie (971 Fälle) und 6,7 Prozent auf die Pflege (827 Fälle). 26,8 Prozent der Vorwürfe entfielen auf 29 weitere Fachgebiete.

Bei knapp zwei Drittel (63,0 Prozent) der begutachteten Fälle sind vorübergehende Schäden entstanden – wie bei dem Mann mit dem Oberarmbruch. Das heißt, weitere Interventionen sind notwendig oder ein Krankenhausaufenthalt wird verlängert. Die Patienten sind jedoch wieder genesen.

Bei einem knappen Drittel (32 Prozent) der begutachteten Fälle wurde ein Dauerschaden verursacht. Dabei unterscheidet man zwischen leichten, mittleren und schweren Schäden. Ein leichter Dauerschaden kann zum Beispiel eine geringe Bewegungseinschränkung oder eine Narbe sein. Ein mittlerer Dauerschaden kann eine chronische Schmerzsymptomatik, eine erhebliche Bewegungseinschränkung oder die Störung einer Organfunktion bedeuten.

Ein Behandlungsfehler kann auch so schwer sein, dass lebensrettende Maßnahmen notwendig werden. In 2,7 Prozent der Fälle (75 Fälle) hat ein Fehler zum Versterben des Patienten geführt oder wesentlich dazu beigetragen.


Foto: Vorstellung Jahresstatistik 2024 zur Behandlungsfehlerbegutachtung am 30.10.2025, via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Blume gibt Posten als Porsche-Chef nicht ohne Wehmut auf

0

Oliver Blume (Archiv), via dts NachrichtenagenturWolfsburg (dts Nachrichtenagentur) – Oliver Blume gibt seinen Posten als Porsche-Chef zum Jahreswechsel nicht ohne Wehmut auf. „Mein Herz hängt an diesem Unternehmen“, sagte er der Wochenzeitung „Die Zeit“. Bislang führt Blume die Sportwagenmarke Porsche und auch den Mutterkonzern Volkswagen in einer Doppelrolle.

„Die aktuellen Krisen sind massiv, deshalb ist jetzt die Konzentration auf ein Unternehmen wichtig“, ergänzte er. Wichtigster Aspekt: Der Konzern verdiene „unterm Strich zu wenig“, sagte der Manager. „Die Zeiten des dauerhaft wachsenden Wohlstandes sind vorbei.“ Das gelte für sein Unternehmen, wie für das ganze Land. Einer der Gründe sei das eingebrochene Autogeschäft in Fernost. „Vor allem die Erträge aus China haben strukturelle Probleme hier im Land ausgeglichen, quasi überdeckt“, so der Manager. „Das geht jetzt nicht mehr.“

In der hitzigen Debatte um das Verbot von Verbrennerautos in Europa nach dem Jahr 2035 wirbt Blume in der „Zeit“ für weniger „ideologische Aufladung“ und einen Mittelweg: Der Volkswagen-Konzern brauche Flexibilität bei den CO2-Regeln, weil die Elektromobilität nicht so schnell hochlaufe wie gewünscht. „Aber das darf nicht dazu führen, dass sich alle wieder zurücklehnen und sagen, komm, jetzt fahre ich Verbrenner weiter.“

Mittelfristig würden Elektroautos für Kunden ohnehin viel attraktiver werden, „auch weil sie günstiger werden als Verbrenner oder Hybride“, so der Vorstandsvorsitzende des Volkswagen-Konzerns. Um die Antriebswende zu unterstützen, sollte der Staat sich bei der Förderung auf die Elektromobilität konzentrieren. Zur Finanzierung könnte man auch die Dieselsubventionierung heranziehen: „Das könnte man stufenweise umschichten in die Elektromobilität“, sagte Blume.


Foto: Oliver Blume (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Bruttoinlandsprodukt stagniert im dritten Quartal

0

Autoproduktion (Archiv), via dts NachrichtenagenturWiesbaden (dts Nachrichtenagentur) – Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Deutschland ist im dritten Quartal 2025 gegenüber dem Vorquartal preis-, saison- und kalenderbereinigt unverändert geblieben.

Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) nach vorläufigen Erkenntnissen am Donnerstag mitteilte, entwickelten sich die Investitionen in Ausrüstungen positiv. Die Exporte nahmen dagegen im Vergleich zum Vorquartal ab.

Im Vorjahresvergleich lag das BIP im dritten Quartal 2025 preisbereinigt um 0,3 Prozent höher als im dritten Quartal 2024. Preis- und kalenderbereinigt war es ebenfalls um 0,3 Prozent höher.

Neben der Erstberechnung des dritten Quartals hat das Statistische Bundesamt wie üblich auch die bisher veröffentlichten Ergebnisse der Vorquartale überarbeitet und neu verfügbare statistische Informationen in die Berechnungen einbezogen. Dabei wurde die Veränderungsrate des preisbereinigten BIP für das zweite Quartal 2025 um 0,1 Prozentpunkte nach oben revidiert (-0,2 Prozent zum Vorquartal; bisher: -0,3 Prozent).


Foto: Autoproduktion (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Dax startet vor EZB-Entscheid leicht im Plus

0

Frankfurter Börse, via dts NachrichtenagenturFrankfurt/Main (dts Nachrichtenagentur) – Der Dax ist am Donnerstagmorgen etwas stärker in den Handelstag gestartet. Gegen 9:30 Uhr wurde der Leitindex mit rund 24.195 Punkten berechnet, 0,3 Prozent über dem Schlussniveau vom Vortag. An der Spitze der Kursliste rangierten Airbus, Adidas und Symrise, am Ende Siemens Energy, Qiagen und Rheinmetall.

„Das Treffen zwischen Donald Trump und Xi Jinping scheint in angenehmer Atmosphäre verlaufen zu sein“, sagte Thomas Altmann, von QC Partners. Positiv sei auf jeden Fall, dass die beiden größten Volkswirtschaften der Welt offensichtlich auf Versöhnungskurs seien und sich aufeinander zubewegten.

„Nach der gestrigen Pressekonferenz von Jerome Powell wird die Wahrscheinlichkeit einer Zinssenkung im Dezember nur noch mit 70 Prozent gepreist“, fügte Altmann hinzu. Zu Beginn der Pressekonferenz lag dieser Wert noch bei 90 Prozent. „Diese Anpassung hat bereits gestern Abend zu einem deutlichen Zinsanstieg geführt. Über alle Laufzeiten hinweg war das bei US-Staatsanleihen gestern der größte Ein-Tages-Zinsanstieg seit Juni.“

Auf die Fed folgt heute die EZB. „Hier gilt als ausgemacht, dass der Leitzins konstant bleiben wird“, so Altmann. „Möglicherweise ist der Senkungs-Zyklus der EZB bereits zu Ende. Bis zur Mitte des kommenden Jahres sehen die Börsen die Wahrscheinlichkeit einer weiteren Senkung bei lediglich 40 Prozent.“

Aus deutscher Sicht ist das Daten-Highlight des heutigen Börsentages die vorläufige Inflationsrate für den Oktober. „Die erwartete Monatsrate liegt mit 0,2 Prozent im Bereich des Notenbank-Ziels. Dadurch dürfte sich die Jahresrate nach dem jüngsten Anstieg wieder näher an die Zwei-Prozent-Marke heran bewegen“, so der Marktexperte.

Die europäische Gemeinschaftswährung war am Donnerstagmorgen etwas stärker: Ein Euro kostete 1,1612 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8612 Euro zu haben.

Der Ölpreis sank unterdessen: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete gegen 9 Uhr deutscher Zeit 64,33 US-Dollar; das waren 59 Cent oder 0,9 Prozent weniger als am Schluss des vorherigen Handelstags.


Foto: Frankfurter Börse, via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Agrarminister schließt bundesweite Stallpflicht nicht aus

0

Henne (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Im Kampf gegen die Vogelgrippe schließt Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer (CSU) eine bundesweite Stallpflicht für Geflügel bei einer noch schlimmeren Infektionslage nicht aus.

„Wenn es denn notwendig ist, dann werden wir – in Abstimmung mit den Bundesländern – auch entsprechend handeln“, sagte Rainer den Sendern RTL und ntv. Aktuell bestehe zu einer deutschlandweiten Anordnung aber noch keine Notwendigkeit. Das Ausbruchsgeschehen sei sehr dynamisch und regional unterschiedlich. „Hier jetzt eine bundesweite Stallpflicht anzuordnen, wäre zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht der richtige Weg“, sagte der CSU-Politiker.

Man beobachte zusammen mit den Bundesländern die Lage sehr intensiv. Sie und die Landkreise wüssten am besten, wo eine Stallpflicht notwendig sei. „Es ist richtig, dass es bei den Ländern bleibt.“


Foto: Henne (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Offenbar doch Ermittlungen gegen CDU-Abgeordnete Bosbach

0

Caroline Bosbach (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Laut der CDU-Bundestagsabgeordneten Caroline Bosbach hat die Staatsanwaltschaft Köln Ermittlungen gegen sie aufgenommen.

„Die Staatsanwaltschaft Köln möchte nun doch ermitteln“, sagte Bosbach der „Rheinischen Post“ (Donnerstagsausgabe). „Ich bin zwar überrascht, dass jetzt doch nach fast vier Monaten förmlich ermittelt werden soll, bin aber zuversichtlich, dass das Ermittlungsverfahren nach Abschluss der Ermittlungen eingestellt wird“, so Bosbach weiter. Und: „Ich vertraue unserem Rechtsstaat.“

Seit dem Sommer dieses Jahres wehrt sich Bosbach gegen Vorwürfe, Parteigeld der CDU in Höhe von 2.500 Euro privat angenommen zu haben. „Gegen mich läuft aktuell eine Schmutzkampagne“, schrieb die Tochter des langjährigen CDU-Bundestagsabgeordneten Wolfgang Bosbach damals auf Instagram. Dort veröffentlichte sie auch eine Erklärung ihres Anwalts, in der er die Vorwürfe gegen Bosbach zurückweist.

Am frühen Donnerstagmorgen lag noch keine Bestätigung der Staatsanwaltschaft über die Ermittlungen vor.


Foto: Caroline Bosbach (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

VW meldet Milliardenverlust im dritten Quartal

0

VW-Werk (Archiv), via dts NachrichtenagenturWolfsburg (dts Nachrichtenagentur) – Volkswagen hat im dritten Quartal 2025 einen Milliardenverlust verzeichnet. Unterm Strich beträgt das Minus 1,3 Milliarden Euro, teilte der Konzern am Donnerstag mit. Analysten hatten allerdings mit einem noch größeren Verlust gerechnet.

Als Gründe für das Ergebnis nennt der Autobauer Belastungen in Höhe von 7,5 Milliarden Euro vor allem durch erhöhte Zölle, die Anpassung der Produktstrategie bei Porsche und Abschreibungen auf den Geschäfts- und Firmenwert von Porsche. Volkswagen-Finanzchef Arno Antlitz sprach von einem „gemischten Bild“. So habe man auch „gute Fortschritte bei der Restrukturierung“ gemacht.

Für das Gesamtjahr erwartet Volkswagen, dass die Umsatzerlöse in der Größenordnung des Vorjahres liegen werden. Die operative Umsatzrendite für den Konzern wird voraussichtlich zwischen 2,0 und 3,0 Prozent liegen.


Foto: VW-Werk (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Union will "Afghanistan-Test" für Bundeswehr-Missionen

0

Bundeswehr-Soldaten (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Der Vorsitzende des neuen Bundestags-Unterausschusses zur Krisenprävention, Peter Beyer (CDU), fordert für künftige Missionen der Bundeswehr einen „Afghanistan-Test“. „Gerade der Afghanistan-Einsatz hat gezeigt, wie gefährlich es ist, wenn Entscheidungen im Parlament auf unvollständiger oder geschönter Informationslage getroffen werden.“, sagte Beyer der „Rheinischen Post“.

„Wir brauchen einen verbindlichen Afghanistan-Test für jede neue Mission der Bundeswehr.“ Auslandseinsätze dürften nicht mehr allein auf politischen Absichtserklärungen beruhen, sondern müssten auf klar definierten Interessen, strategischen Zielen und realistischen Erfolgskriterien basieren. „Dazu gehört auch eine regelmäßige, unabhängige Überprüfung der Lageentwicklung und der Mandatsziele“, sagte der CDU-Politiker.

An diesem Punkt setze die Arbeit des neuen Unterausschusses an. „Wir wollen, dass diese Fehler der Vergangenheit angehören.“ Das Gremium werde zudem den neuen Nationalen Sicherheitsrat „aus parlamentarischer Perspektive eng begleiten“. Der Auswärtige Ausschuss des Bundestages hatte kürzlich den neuen Unterausschuss für Krisenprävention, strategische Vorausschau, Stabilisierung und Friedensförderung gegründet.


Foto: Bundeswehr-Soldaten (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts