Mittwoch, September 2, 2026
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Dax startet kaum verändert – 200-Tage-Linie gefallen

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Frankfurter Börse, via dts NachrichtenagenturFrankfurt/Main (dts Nachrichtenagentur) – Der Dax ist am Mittwoch kaum verändert in den Handelstag gestartet. Gegen 9:30 Uhr wurde der deutsche Leitindex mit rund 23.190 Punkten berechnet und damit 0,1 Prozent über dem Schlussniveau von Vortag. An der Spitze der Kursliste rangierten Daimler Truck, Siemens Energy und Qiagen, am Ende Heidelberg Materials, Scout24 und Adidas.

„Die 200-Tage-Linie ist gefallen. Erstmals seit April hat der Dax gestern unter seinem 200-Tages-Durchschnitt geschlossen“, sagte Thomas Altmann von QC Partners. Während des Zoll-Chaos dauerte es allerdings nur drei Tage, bis der deutsche Leitindex die 200-Tage-Linie zurückeroberte. Jetzt werde spannend, wie viele Anleger und wie viele technisch orientierte Modelle den gestrigen Schlusskurs unter der Linie als Verkaufssignal interpretieren.

„Das eigentliche Highlight des heutigen Börsentages steht erst nach Börsenschluss an“, so Altmann weiter. Mit Nvidia veröffentlicht der aktuell teuerste Konzern seine Geschäftszahlen für das 3. Quartal. „Beim Gewinn wird das bisher beste Quartal der Unternehmensgeschichte erwartet. Noch mehr als auf die Zahlen an sich wird es aber wohl auf den Ausblick ankommen.“

Die europäische Gemeinschaftswährung war am Mittwochmorgen etwas stärker: Ein Euro kostete 1,1584 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8633 Euro zu haben.

Der Ölpreis sank unterdessen: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete gegen 9 Uhr deutscher Zeit 64,36 US-Dollar; das waren 53 Cent oder 0,8 Prozent weniger als am Schluss des vorherigen Handelstags.


Foto: Frankfurter Börse, via dts Nachrichtenagentur

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China wieder wichtigster Handelspartner Deutschlands

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Container (Archiv), via dts NachrichtenagenturWiesbaden (dts Nachrichtenagentur) – Mit einem Außenhandelsumsatz von 185,9 Milliarden Euro von Januar bis September 2025 hat China die Vereinigten Staaten wieder als wichtigsten Handelspartner Deutschlands abgelöst. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) am Mittwoch mitteilte, wurde mit den USA im gleichen Zeitraum ein Außenhandelsumsatz (Summe der Exporte und Importe) in Höhe von 184,7 Milliarden erreicht.

Der Außenhandelsumsatz mit China stieg dabei von Januar bis September 2025 leicht um 0,6 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum an, während der Umsatz mit den Vereinigten Staaten im gleichen Zeitraum um 3,9 Prozent zurückging. China war bereits von 2016 bis 2023 Deutschlands wichtigster Handelspartner und wurde im Jahr 2024 durch die USA vom ersten Platz verdrängt.

Im Zeitraum von Januar bis September 2025 sanken die Exporte Deutschlands in die Volksrepublik mit -12,3 Prozent gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum stärker als die Exporte in die Vereinigten Staaten, die nur um 7,8 Prozent zurückgingen. In den ersten neun Monaten des Jahres 2025 wurden nach China Waren im Wert von 61,4 Milliarden Euro exportiert, in die Vereinigten Staaten gingen Waren im Wert von 112,7 Milliarden Euro. Damit waren die Vereinigten Staaten weiterhin wichtigstes Empfängerland deutscher Waren – wie bereits seit 2015. China lag in der Rangliste der wichtigsten deutschen Exportländer auf Rang 6.

Während die Exporte Deutschlands nach China und in die Vereinigten Staaten von Januar bis September 2025 im Vergleich zu den ersten neun Monaten des Jahres 2024 zurückgingen, stiegen die deutschen Importe aus beiden Staaten an. Aus China wurden 8,5 Prozent mehr Waren importiert als im Vergleichszeitraum Januar bis September 2024, die Importe aus den Vereinigten Staaten stiegen um 2,8 Prozent. China war dadurch mit Importen in Höhe von 124,5 Milliarden Euro mit weitem Abstand vor den Niederlanden (73,5 Milliarden Euro) für Deutschland das wichtigste Lieferland. Die Vereinigten Staaten belegten von Januar bis September 2025 mit Importen in Höhe von 71,9 Milliarden Euro Rang 3 in der Rangfolge wichtigsten deutschen Lieferländer.

Die Exporte von Kraftfahrzeugen und Kraftfahrzeugteilen gingen von Januar bis September 2025 sowohl nach China als auch in die Vereinigten Staaten stark zurück. Nach China wurden Kraftfahrzeuge im Wert von 10,9 Milliarden Euro exportiert. Das war ein Einbruch um 6,1 Milliarden Euro (-35,9 Prozent) gegenüber Januar bis September 2024. Die Kraftfahrzeugexporte in die Vereinigten Staaten gingen um 3,6 Milliarden Euro (-13,9 Prozent) auf 22,4 Milliarden Euro zurück.

Starke Rückgänge bei den Exporten nach China verzeichneten von Januar bis September 2025 auch die Maschinenexporte, die um 1,5 Milliarden Euro (-10,7 Prozent) auf 12,6 Milliarden Euro zurückgingen, sowie Exporte von elektrischen Ausrüstungen mit einem Rückgang von 1,3 Milliarden Euro (-13,2 Prozent) auf 8,3 Milliarden Euro. Bei den Exporten in die USA waren die größten Rückgänge – neben den Kraftfahrzeugexporten – in den Warenbereichen „Sonstige Fahrzeuge (vor allem Flugzeuge)“ mit einem Minus von 3,2 Milliarden Euro (-44,3 Prozent) auf 4,0 Milliarden Euro und „Maschinen“ mit einem Rückgang von 2,1 Milliarden Euro (-9,5 Prozent) auf 19,7 Milliarden Euro zu verzeichnen.

Bei den deutschen Importen aus China gab es von Januar bis September 2025 den größten absoluten Anstieg bei elektrischen Ausrüstungen mit +3,1 Milliarden Euro (+14,7 Prozent) auf 24,2 Milliarden Euro, so die Statistiker weiter. Der zweitgrößte Anstieg ergab sich bei den Importen von Bekleidung mit einem Zuwachs von 1,2 Milliarden Euro (+20,6 Prozent) auf 7,1 Milliarden Euro, der drittgrößte bei Maschinen mit einem Anstieg von ebenfalls 1,2 Milliarden Euro (+12,4 Prozent) auf 10,6 Milliarden Euro.

Im Handel mit den Vereinigten Staaten stiegen von Januar bis September 2025 am stärksten die Importe von sonstigen Fahrzeugen (Flugzeugen) um 1,9 Milliarden Euro (+25,9 Prozent) auf 9,3 Milliarden Euro. Weitere große Zuwächse waren bei den Importen von pharmazeutischen Erzeugnissen um 1,2 Milliarden Euro (+11,6 Prozent auf 11,5 Milliarden Euro) und von Metallen mit einer Steigerung von 0,7 Milliarden Euro (+49,4 Prozent auf 2,1 Milliarden Euro) zu verzeichnen.


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Unternehmensverlagerungen kosten Deutschland viele Jobs

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Büros (Archiv), via dts NachrichtenagenturWiesbaden (dts Nachrichtenagentur) – Zwischen 2021 und 2023 haben rund 1.300 Unternehmen ab einer Größe von 50 tätigen Personen teilweise oder vollständig Unternehmensfunktionen von Deutschland ins Ausland verlagert. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) am Mittwoch mitteilte, waren das 2,2 Prozent aller im Jahr 2023 in Deutschland ansässigen Unternehmen dieser Größe.

Durch die Verlagerungen wurden nach Angaben der Unternehmen 71.100 Stellen in Deutschland abgebaut, aber auch 20.300 Stellen neu geschaffen, etwa infolge von Umschichtungen in andere Unternehmensfunktionen oder Neueinstellungen infolge von erzielten Kosteneinsparungen. Somit gingen in den Jahren von 2021 bis 2023 durch die Verlagerung von Unternehmensfunktionen ins Ausland netto rund 50.800 Stellen in Deutschland verloren.

Sowohl der Stellenabbau als auch der Stellenzuwachs betrifft am stärksten die Unternehmensfunktion „Produktion von Waren“. Hier sind 26.100 Stellen abgebaut worden und 5.000 Stellen neu entstanden, was einem Netto-Stellenabbau von 21.100 Stellen entspricht. Insgesamt waren 34.600 oder 59 Prozent der Unternehmen mit mindestens 50 tätigen Personen im Jahr 2023 in globale Wertschöpfungsketten eingebunden, in deren Rahmen sie Waren oder Dienstleistungen aus dem Ausland bezogen oder dorthin geliefert haben. Die Zahlen stammen aus der neuen Statistik zu globalen Wertschöpfungsketten, für die nun erstmals Ergebnisse vorliegen.

Die meisten verlagernden Unternehmen wählten Zielorte innerhalb der Europäischen Union (EU), dorthin verlagerten 900 Unternehmen. In Staaten außerhalb der EU verlagerten 700 der befragten Unternehmen.

Bei den Unternehmen war bei knapp drei Viertel (74 Prozent) die Verringerung der Lohnkosten eine Motivation für die Verlagerung von Unternehmensfunktionen ins Ausland. Bei 62 Prozent führte eine strategische Entscheidung der Konzernleitung zur Verlagerung. Andere Kostenvorteile (ohne Lohnkosten) wurden von 59 Prozent der Unternehmen als Motivation genannt und ein Mangel an Fachkräften im Inland von 38 Prozent der Unternehmen.

Als Hindernisse oder Bedenken bei der Verlagerung ins Ausland wurden von den Unternehmen hauptsächlich genannt (in absteigender Reihenfolge): rechtliche oder administrative Hindernisse, steuerliche Probleme oder Bedenken, dass die Kosten der Verlagerung deren Nutzen übersteigen.


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Auftragsbestand der Industrie im September gestiegen

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Stahlproduktion (Archiv), via dts NachrichtenagenturWiesbaden (dts Nachrichtenagentur) – Der reale Auftragsbestand im Verarbeitenden Gewerbe in Deutschland ist im September 2025 gegenüber August saison- und kalenderbereinigt um 0,6 Prozent gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat stieg der Auftragsbestand kalenderbereinigt um 4,1 Prozent, teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) nach vorläufigen Ergebnissen am Mittwoch mit.

Die positive Entwicklung des Auftragsbestands im September 2025 gegenüber dem Vormonat ist auf Anstiege in den Bereichen Herstellung von elektrischen Ausrüstungen (saison- und kalenderbereinigt +2,4 Prozent), Herstellung von Datenverarbeitungsgeräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen (+1,8 Prozent) und in der Automobilindustrie (+0,7 Prozent) zurückzuführen.

Die offenen Aufträge aus dem Inland stiegen im September 2025 gegenüber August 2025 um 0,3 Prozent, der Bestand an Aufträgen aus dem Ausland stieg um 0,9 Prozent. Im gewichtigen Bereich der Investitionsgüter stieg der Auftragsbestand zum Vormonat August 2025 um 0,4 Prozent. Bei den Herstellern von Vorleistungsgütern stieg er um 1,7 Prozent, bei den Herstellern von Konsumgütern um 2,1 Prozent.

Die Reichweite des Auftragsbestands blieb im Vergleich zum Vormonat unverändert bei 7,9 Monaten. Bei den Herstellern von Investitionsgütern blieb sie konstant bei 10,7 Monaten, bei den Herstellern von Vorleistungsgütern bei 4,3 Monaten und bei den Herstellern von Konsumgütern bei 3,6 Monaten.


Foto: Stahlproduktion (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Brantner schlägt freiwilliges Wehr-Register für Ältere vor

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Franziska Brantner (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Grünen-Chefin Franziska Brantner hat zur Stärkung der Verteidigungsfähigkeit ein Register vorgeschlagen, in dem ältere Menschen eintragen können, welche Fähigkeiten sie im Spannungsfall einbringen könnten. „Wir sollten frühzeitig ein Freiwilligen-Register aufbauen“, sagte Brantner den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Mittwochsausgaben). „Darauf können wir dann im Ernstfall zurückgreifen.“

Wenn es zum Verteidigungsfall kommen sollte, müsse man wissen, wer von den Jüngeren Wehrdienst leisten kann, sagte die Grünen-Politikerin. „Aber wir werden auch Menschen brauchen, die Drohnen programmieren und steuern, die Logistik verstehen, die Essen für mehr als 1.000 Menschen kochen können.“ Diese Fähigkeiten seien wichtig und nicht ans Alter gebunden. An diesen Stellen können sich nach Brantners Vorschlag auch ältere Menschen einbringen: „Wir sollten die Möglichkeit schaffen, dass Ältere sich freiwillig melden können und sagen: das sind meine Fähigkeiten und ich bin bereit, sie einzusetzen.“

Brantner setzte den Vorschlag auch in den Kontext der Debatte um Generationengerechtigkeit. „Alle Generationen müssen ihren fairen Anteil leisten“, sagte sie den Funke-Zeitungen. „Wir brauchen einen neuen Generationenvertrag.“

Die aktuelle Bundesregierung macht ihrer Ansicht nach „auf allen Feldern Politik zulasten der Jungen“. „Deswegen kann ich deren Wut gut nachvollziehen“, sagte Brantner. „Offenbar denkt die Koalition: die wählen uns sowieso nicht, dann machen wir auch nichts für die.“

Als Beispiel nannte sie die Rente. Es sei richtig, dass Altersarmut nach einem harten Arbeitsleben verhindert werden müsse. „Aber es ist auch klar, dass das nicht zulasten der nächsten Generationen geschehen darf“, sagte die Grünen-Vorsitzende. „Auf Dauer können wir die Rente nicht nur über abhängig Beschäftigte finanzieren.“ Die Grünen plädieren deshalb für eine ergänzende kapitalgedeckte Komponente, den Bürgerfonds. „In einer Gesellschaft, in der die Jungen immer weniger werden, müssen wir sicherstellen, dass ihre Interessen nicht untergehen“, fordert Brantner.


Foto: Franziska Brantner (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Spahn rechnet mit zügiger Lösung im Rentenstreit

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Jens Spahn (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Im Streit um das Rentenpaket rechnet der Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Jens Spahn, mit einer zügigen Einigung.

„Wir haben bisher jedes Problem in der Koalition gelöst und werden das auch dieses Mal schaffen“, sagte er der „Bild“ (Mittwochsausgabe). Die Positionen seien bekannt. „Jetzt gilt: öffentlich zurückhalten, Köpfe zusammenstecken, miteinander sprechen, gemeinsam lösen.“

Wie die Zeitung unter Berufung auf Koalitionskreise weiter schreibt, laufen aktuell bereits Gespräche der Fraktionsspitze mit den 18 Abgeordneten der Jungen Gruppe in der CDU/CSU-Fraktion sowie Abgeordneten des Wirtschaftsflügels, die das verhandelte Rentenpaket der schwarz-roten Koalition ablehnen. Dabei gehe es um eine zügige Lösung. Es gebe einen „großen Willen zu konstruktiven Lösungen“, hieß es. Demnach haben Vertreter der Jungen Gruppe nun Vorschläge an die Führung der SPD-Bundestagsfraktion geschickt, wie der Rentenstreit im parlamentarischen Verfahren gelöst werden könnte.

In hohen Unionskreisen wird auch die Möglichkeit diskutiert, den JU-Vorsitzenden Johannes Winkel als Motor des Widerstands in die Rentenkommission zu holen und ihm so eine prominente Rolle zu geben. Der Reformwille müsse nachweislich in der Besetzung der Kommission zum Ausdruck kommen, schreibt die „Bild“ weiter.


Foto: Jens Spahn (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Grüne kritisieren Rechtskreiswechsel für ukrainische Geflüchtete

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Ankunft von Flüchtlingen aus der Ukraine in Deutschland (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Grünen haben den geplanten Rechtskreiswechsel für ukrainische Geflüchtete, den das Bundeskabinett am Mittwoch beschließen will, scharf kritisiert. Mal wieder schikaniere die Regierung Geflüchtete, sagte der Grünen-Abgeordnete Timon Dzienus dem „Tagesspiegel“. „Der Rechtskreiswechsel ist eine Schnapsidee.“

Union und SPD haben sich schon im Koalitionsvertrag auf die Maßnahme geeinigt. Geflüchtete aus der Ukraine, die nach dem 1. April nach Deutschland gekommen sind, sollen demnach nicht mehr Bürgergeld, sondern die niedrigeren Asylbewerberleistungen erhalten. Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas (SPD) hatte den Schritt in der vergangenen Woche im Bundestag angekündigt und gleichzeitig Zweifel daran geäußert.

Die teilen auch die Grünen, die in einem Antrag die Bundesregierung auffordern, die bestehende Regelung beizubehalten. „Der Rechtskreiswechsel für neu einreisende Geflüchtete aus der Ukraine ist sozialpolitisch falsch, integrationspolitisch schädlich und haushaltspolitisch widersinnig“, sagte Dzienus. Er kritisierte, dass durch die Maßnahme die Kosten sogar steigen würden. „Die vermeintlichen Einsparungen beim Bürgergeld werden durch die Mehrausgaben des Bundes für die Kommunen sogar übertroffen. Der Rechtskreiswechsel ist nichts anderes als ein kostspieliger und unsinniger Taschenspieler-Trick, der Chaos stiftet.“


Foto: Ankunft von Flüchtlingen aus der Ukraine in Deutschland (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Yougov: Union vergrößert Abstand zur AfD

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Friedrich Merz und Tino Chrupalla (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Union kann laut neuer Yougov-Sonntagsfrage den Abstand zur AfD wieder etwas vergrößern. Wenn am kommenden Sonntag Bundestagswahl wäre, würden aktuell 27 Prozent der Wahlberechtigten CDU/CSU wählen, so die Erhebung, die am Mittwochmorgen veröffentlicht wird. Das sind zwar genauso viele wie im Oktober, die AfD verliert aber im Vergleich zum Vormonat einen Prozentpunkt und kommt auf 25 Prozent.

Die SPD kommt aktuell bei Yougov wie im Oktober auf 14 Prozent, die Grünen bleiben ebenfalls unverändert bei 11 Prozent. Die Linke gewinnt einen Prozentpunkt dazu und kommt auf aktuell 11 Prozent.

Der angekündigte Rückzug von Sahra Wagenknecht vom Parteivorsitz hat zunächst keinen Einfluss auf die Absicht von Wählern, für das BSW zu stimmen: Wie im Oktober sind es unverändert 4 Prozent. Die FDP gewinnt einen Prozentpunkt hinzu und kommt im November auf 4 Prozent. 5 Prozent der Wahlberechtigten würden für eine sonstige Parteien stimmen.

Weitere Ergebnisse: In der Diskussion um die Festschreibung des Rentenniveaus glauben 50 Prozent, dass junge Menschen in Zukunft einen geringeren Wohlstand haben werden als ihre Eltern. Nur 12 Prozent glauben, dass junge Menschen höheren Wohlstand als ihre Eltern haben werden. 24 Prozent denken, dass junge Menschen ungefähr gleich großen Wohlstand wie ihre Eltern haben werden.

Junge Menschen sind dabei skeptischer gegenüber dem Wohlstandsversprechen als ältere Menschen: In der Altersgruppe der 18-29-Jährigen glauben 63 Prozent, dass junge Menschen geringeren Wohlstand als ihre Eltern haben werden. 12 Prozent glauben, dass junge Menschen es genauso gut haben werden, und 13 Prozent, dass sie es besser haben werden als ihre Eltern.

Zum Vergleich: In der Altersgruppe ab 70 Jahren glauben nur 36 Prozent, dass junge Menschen es schlechter haben werden als ihre Eltern. Fast genauso viele – 35 Prozent – glauben, dass junge Menschen es genauso gut haben werden, und 12 Prozent, dass sie es besser haben werden als ihre Eltern.

Die Mehrheit der Bürger in Deutschland findet, dass die Auswirkungen auf junge Menschen nicht ausreichend bei politischen Entscheidungen berücksichtigt werden. 58 Prozent sind der Meinung, dass die Auswirkungen auf junge Menschen nicht ausreichend bei politischen Entscheidungen berücksichtigt werden. Nur 22 Prozent denken, dass Auswirkungen auf junge Menschen in ausreichendem Maße berücksichtigt werden. 20 Prozent sind unentschieden.

Gerade junge Menschen selbst fühlen ihre Interessen bei politischen Entscheidungen nur unzureichend berücksichtigt: 73 Prozent der 18-29-Jährigen finden, dass Auswirkungen politischer Entscheidungen auf junge Menschen nicht in ausreichendem Maße berücksichtigt werden. Nur 14 Prozent sind der Meinung, dass dies der Fall ist. In der Altersgruppe der 30-39- Jährigen denken 64 Prozent, dass Konsequenzen für Jüngere nicht ausreichend mitbedacht werden, 21 Prozent sind der Meinung, dass sie in ausreichendem Maße berücksichtigt werden.

Mit fortschreitendem Alter sind immer weniger Bürger der Meinung, dass die Interessen junger Menschen nicht ausreichend berücksichtigt sind. Zum Vergleich: 50 Prozent der Bürger ab 70 Jahren denken, dass bei politischen Entscheidungen die Auswirkungen auf junge Menschen nicht ausreichend berücksichtigt werden. 28 Prozent glauben, dass dies der Fall ist – der Anteil ist doppelt so hoch wie bei den 18-29-Jährigen.

Yougov hatte 2.387 Personen zwischen dem 14. und 17. November befragt.


Foto: Friedrich Merz und Tino Chrupalla (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Drohnenabwehr: Gesetzesnovelle sieht Amtshilfe der Bundeswehr vor

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Bundeswehr-Soldat (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Bundeswehr soll der Polizei zukünftig Amtshilfe leisten können, wenn militärische Drohnen am Himmel zur Gefahr werden. Das geht aus dem Entwurf des Bundesinnenministeriums von Alexander Dobrindt (CSU) für eine Novelle des Luftsicherheitsgesetzes hervor, über den am Mittwoch das Bundeskabinett beraten will und über den die „Welt“ (Mittwochausgabe) berichtet.

Kern des Gesetzes ist der neue Paragraf 15a zur „Gefahrenabwehr gegen unbemannte Luftfahrzeuge“. Gibt es bei einer Sichtung Hinweise auf den militärischen Charakter der Drohnen und droht schwerer Schaden, soll die Polizei die Bundeswehr demnach um Unterstützung bitten können. Die Streitkräfte könnten im absoluten Ausnahmefall dann auch „unmittelbare Waffengewalt“ anwenden. Für diesen Einsatz der Bundeswehr braucht es laut Einschätzung der Juristen des Bundesinnenministeriums keine Grundgesetzänderung.

Die operative Koordinierung im Ernstfall dürfte entscheidend sein. Dabei soll das für Mitte Dezember geplante Drohnenabwehrzentrum eine zentrale Rolle spielen. Ähnlich wie beim Gemeinsamen Terrorismusabwehrzentrum sollen hier bei einer Gefahrenlage alle Informationen zusammenlaufen – und schnelle Entscheidungen fallen. Über die Details wollen Bundesinnenminister Dobrindt und seine Länderkollegen auf der Innenminister-Konferenz Anfang Dezember in Bremen beraten.

Um Objekte in „Baumwipfel-Höhe“ soll sich weiterhin die Polizei kümmern. Anfang Dezember soll die neue Drohnenabwehreinheit der Bundespolizei mit rund 130 zusätzlichen Polizeikräften in ihren Dienst starten. Diese Spezialeinheit soll besonders an zentralen Flughäfen und anderen sicherheitsrelevanten Orte zum Einsatz kommen.


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Brantner will E-Auto-Förderung nur für Autos mit EU-Lieferketten

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Autoproduktion (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Grünen-Chefin Franziska Brantner fordert, dass die geplante neue E-Auto-Förderung der Bundesregierung nur für Autos von Firmen gelten soll, die in Europa produzieren.

„Wir brauchen eine E-Auto-Förderung, die an europäische Lieferketten gebunden ist“, sagte Brantner den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Mittwochausgaben). „Wenn wir mit Milliarden den Kauf von E-Autos fördern, müssen wir sicherstellen, dass diese Milliarden unserer Industrie zugutekommen.“ Würde die Förderung so ausgestaltet, dass am Ende alle davon rein in China produzierte Autos kaufen würden, „hat der Zulieferer auf der Schwäbischen Alb nichts davon“, sagte die Co-Vorsitzende der Grünen.

Deutsche Hersteller würden die Aufholjagd im E-Auto-Segment ernstnehmen, glaubt Brantner. Doch „ob die Autos der Zukunft noch aus Deutschland kommen, hängt aber vor allem an den Rahmenbedingungen“. Wichtig wäre laut der Grünen-Politikerin neben der richtigen Ausgestaltung der Förderung auch die Umsetzung der versprochenen Stromsteuersenkung für alle.


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