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Bundeswahlausschuss lässt 35 Parteien zur Europawahl zu

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Kreuz auf Stimmzettel (Archiv), via dts NachrichtenagenturWiesbaden (dts Nachrichtenagentur) – Der Bundeswahlausschuss hat am Freitag in öffentlicher Sitzung 35 Parteien und sonstige politische Vereinigungen zur Europawahl am 9. Juni 2024 zugelassen. Darunter sind die bislang im Europaparlament vertretenen Parteien CDU, CSU, Grüne, SPD, AfD, Linke, die Satirepartei „Die Partei“, Freie Wähler, Tierschutzpartei, ÖDP, Familien-Partei, Volt und die Piratenpartei. Wie üblich steht die CSU nur in Bayern auf dem Wahlzettel, während die CDU in allen anderen Bundesländern gewählt werden kann.

Neu auf dem Wahlzettel sind etwa die Klimaliste, das Bündnis Sahra Wagenknecht und die „Letzte Generation“. Auch die der AKP nahestehende Partei DAVA und die den „Querdenkern“ nahestehende Partei „Die Basis“ wurden zugelassen. Die NPD tritt nach ihrer Umbenennung als „Heimat“ an.

Darüber hinaus wurden folgende Parteien und Gruppierungen zugelassen: Aktion Bürger für Gerechtigkeit (AGB), Partei der Vernunft (PDV), Partei für schulmedizinische Verjüngungsforschung, Partei des Fortschritts (PdF), Partei der Humanisten (PdH), „Partei für Veränderung, Vegetarier und Veganer“ (V-Partei³), „Gemeinsam für Europäische Unabhängigkeit“ (MERA25), Sozialistische Gleichheitspartei, Vierte Internationale (SGP), Christen für Deutschland (Bündnis C), Marxistisch-Leninistische Partei Deutschlands (MLPD), Menschliche Welt, Deutsche Kommunistische Partei (DKP), Bündnis Deutschland, Aktion Partei für Tierschutz (Tierschutz hier) und das „Bündnis für Innovation und Gerechtigkeit“ (BIG).

Nicht zugelassen wurden „Die Planetaren Demokrat_innen“, „Ab jetzt – Demokratie durch Volksabstimmung“, „Deutsche Tradition Sozial“, „Zukunft Mega – mitbestimmen, ehrlich, gerecht, anders“, „Die Liebe Europäische Partei“, „Bürger. Rechtsstaat. Demokratie. – Initiative für das Grundgesetz“, „Wir für Euch Bürgerforum“, „Grundeinkommen für Alle“ und „Die Haie – Partei mit Biss“. Häufig wurden zudem einzelne Kandidierende nicht zugelassen.


Foto: Kreuz auf Stimmzettel (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Merz will Wahlkampf gegen kürzere Arbeitszeiten machen

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Friedrich Merz (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – CDU-Chef Friedrich Merz will gegen kürzere Arbeitszeiten Wahlkampf machen. „Wenn es so gut bleiben soll, wie es ist und vielleicht auch eines Tages sogar wieder besser werden soll, dann wird das nicht mit immer weniger Arbeit, sondern nur mit mehr Arbeit und mit mehr Menschen in Arbeit gehen“, sagte er der „Welt am Sonntag“.

Die Bevölkerung wolle „reinen Wein eingeschenkt bekommen“, so der Fraktionsvorsitzende der Union im Bundestag. „Führung in der Politik besteht darin, das Richtige zu tun und dann um Mehrheiten zu ringen und nicht Umfragen als gegeben hinzunehmen und daraus abzuleiten, das Bequeme zu machen.“

Man habe „nicht ohne Grund“ in der vergangenen Woche „die Abschaffung des bisherigen `Bürgergeldes` und zugleich eine neue Grundsicherung vorgeschlagen“, so Merz. „Wir können uns 40 Milliarden Euro für das sogenannte `Bürgergeld` in einer Zeit wie dieser nicht mehr leisten.“

Mit der „neuen Grundsicherung“ will die CDU die Sanktionen für Arbeitslosengeldempfänger bis zu einer vollständigen Streichung der Leistung ausbauen. Im November 2019 hatte das Bundesverfassungsgericht die Sanktionsmöglichkeiten deutlich eingeschränkt. Sanktionen seien mit dem Grundgesetz unvereinbar, soweit die Minderung nach wiederholten Pflichtverletzungen innerhalb eines Jahres die Höhe von 30 Prozent des maßgebenden Regelbedarfs übersteigt oder gar zu einem vollständigen Wegfall der Leistungen führt, so das Gericht. Nach längerer Blockade hatten auch die Bundesländer mit CDU-Beteiligung der Bürgergeldreform im November 2022 zugestimmt.

Merz spekuliert, dass die Bundesregierung die nächsten Haushaltsverhandlungen nicht überstehen werde. „Dafür sind die Enden in der Koalition mittlerweile zu weit auseinander“, sagte er. „Mein Eindruck ist, dass die FDP den Exit sucht und vielleicht im Streit um den Haushalt findet.“

Einen möglichen Eintritt in die Bundesregierung ohne Neuwahlen lehnt er ab. „Die Union als Juniorpartner? Eine 34-Prozent-Partei mit einer SPD, die bei 15 Prozent liegt? Ich sehe nicht, wie das funktionieren soll“, sagte der CDU-Chef.


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ADAC wirbt für Bau günstigerer E-Autos

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Autoproduktion (Archiv), via dts NachrichtenagenturMünchen (dts Nachrichtenagentur) – ADAC-Präsident Christian Reinicke hat die deutschen Automobilhersteller dafür kritisiert, dass sie keine Elektro-Autos unter 30.000 Euro bauen. „Vielleicht stimmt was nicht am Geschäftsmodell der deutschen Hersteller, zumindest nicht für den deutschen Markt“, sagte Reinicke der „Süddeutschen Zeitung“ (Wochenendausgabe). „Ich fürchte, ihre E-Autos sind zu groß und zu teuer.“

Er verwies auf eine Untersuchung des ADAC, der zufolge es nur vier E-Autos unter 30.000 Euro gebe, darunter kein deutsches Fabrikat. „Wir brauchen aber kleine und bezahlbare E-Autos, gerade für die Städte. Die kommen vermehrt aus China, und sie werden technisch und von der Sicherheit her zunehmend besser“, so Reinicke.

Von Bundeskanzler Olaf Scholz forderte der ADAC-Präsident ein Machtwort für den Ausbau der E-Mobilität. „Es wäre hilfreich, wenn der Kanzler das Thema priorisieren würde.“ Aktuell fehle „die nötige politische Durchsetzungskraft“, weil „Regierungsmitglieder in unterschiedliche Richtungen laufen“. Der Politik sei es nicht gelungen, „ein klares, konkretes Ziel und ein positives Zukunftsbild vorzugeben“, so Reinicke.

Gleichzeitig bekannte sich der Chef des mit mehr als 21,8 Millionen Mitgliedern größten Automobilverbands in Europa klar zur Elektromobilität. „Wenn wir die Klimaziele erreichen wollen, gibt es keine Alternative zum möglichst breiten Umstieg auf Elektromobilität. Das ist einfach Tatsache.“ Erneuten staatlichen Subventionen für Käufer von E-Autos erteilte Reinicke eine Absage. „Ich bin fest davon überzeugt, dass der Markt das regeln kann.“


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Lehrerverband für Benennung von Demokratiefeinden im Unterricht

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Klassenraum in einer Schule (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Der Präsident des Deutschen Lehrerverbands sieht keine besondere Notwendigkeit, Lehrkräfte zur Auseinandersetzung mit der AfD im Unterricht aufzufordern. „Entsprechend ihrem Eid auf das Grundgesetz und die jeweilige Länderverfassung versteht es sich von selbst, auf die Bedrohung der Freiheit und der Grundrechte durch Demokratiefeinde aller Couleur klar und deutlich hinzuweisen – und diese auch zu benennen“, sagte Stefan Düll dem „Tagesspiegel“ (Samstagausgabe). Im Geschichts- und Politikunterricht stünde die wehrhafte Demokratie ohnehin auf dem Lehrplan, sagte der Lehrerverbandspräsident.

Zuvor hatte die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Lehrer und Lehrerinnen dazu aufgerufen, die Auseinandersetzung mit der AfD im Klassenraum zu suchen. Bundesweit erhielt die GEW viel Zustimmung für ihre Idee.

„Lehrkräfte haben nicht nur das Recht, sondern auch die Pflicht, für die Grundprinzipien der Grund- und Menschenrechte und die liberale Demokratie des Grundgesetzes einzutreten“, sagte die schleswig-holsteinische Bildungsministerin, Karin Prien (CDU) der Zeitung. Die Grünen-Bildungspolitikerin Anja Reinalter forderte Lehrkräfte auf, in ihrer Freizeit für die Demokratie und für die Stärkung der Grundrechte und des Rechtsstaats auf die Straße zu gehen.


Foto: Klassenraum in einer Schule (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Bundeswehr: Merz hält Zwei-Prozent-Ziel der Nato für unzureichend

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Friedrich Merz (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – CDU-Chef Friedrich Merz hält die Maßgabe der Nato, zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts für Verteidigung auszugeben, für unzureichend. „Angesichts des Zustands der Bundeswehr und der wachsenden Herausforderungen wird das vermutlich noch nicht einmal reichen“, sagte er der „Welt am Sonntag“.

„Der reguläre Verteidigungshaushalt umfasst in diesem Jahr knapp 52 Milliarden Euro. Das Verteidigungsministerium geht für das Jahr 2028 von einem Gesamtbedarf von 107,8 Milliarden Euro aus“, so Merz. „Das gibt uns eine Vorstellung davon, wie groß die verteidigungspolitischen Aufgaben sind.“

Angesichts der russischen Geländegewinne in der Ukraine zeigte sich der Fraktionsvorsitzende der Union im Bundestag pessimistisch über den weiteren Kriegsverlauf. „Ich sehe die Entwicklung in der Ukraine mit wachsender Sorge“, sagte Merz. Die Gefahr, dass die Ukraine den Krieg verliert, „wird größer“. Für Deutschland bedeute dies, schleunigst die Bundeswehr verteidigungsfähig zu machen.


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Eine Landpartie zu den begehrtesten Weinen der Welt

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Vils-Residenz

Die Vils-Residenz: Fünf-Sterne-Hideaway im Grünen: Eine Landpartie zu den begehrtesten Weinen der Welt

Ein kurzer Ausflug führt von München in das 5-Sterne-Hideaway Vils-Residenz im bayerischen Thermenland. Dort hortet der Hausherr in seinem historischen Jagdstüberl erlesene Schätze des südfranzösischen Weinguts Château de Frausseilles. Den Weindegustationen in der Vils-Residenz eilt der beste Ruf voraus: Edle Weine aus dem Hause Domaine du Comte de Thun werden im unvergleichlichen Ambiente des exklusiven Chalets verkostet.

Vergessenes Wein-Wunderland

Als Ferdinand Graf von Thun das Château de Frausseilles in der in Vergessenheit geratenen südwestfranzösischen Region Gaillac 1999 zum ersten Mal sah, wusste er: Hier wird er wieder Spitzenweine erzeugen wie im 12. bis 17. Jahrhundert, als die Region die begehrtesten Weine der Welt hervorbrachte. Der Name des Projekts: Comte de Thun. Diese Vision verfolgt Ferdinand Graf von Thun seither mit bedingungsloser Liebe zum Detail, zum Terroir und zur Region. Auf dem einzigartigen Plateau Cordais, dem besten Terroir der Region, kultiviert er gemeinsam mit dem Önologen Riccardo Cotarella und einem kleinen Team auf 27 Hektar höchst erfolgreich Rebsorten wie Syrah, Merlot, Cabernet Franc und Pinot Noir: Rebsorten, denen das Terroir der Hochebene perfekte Bedingungen für Grand Cru-Weine bietet.

Weinkenner treffen sich in der Vils-Residenz

Die Gastgeber in der Vils-Residenz bringen die vinophilen Kostbarkeiten aus Südfrankreich in ihr Luxus-Chalet und laden zum exklusiven Genusserlebnis im Jagdstüberl. In feinsten Gläsern der Kristallmanufaktur Theresienthal entfalten die Weine ihr großes Bukett. Dem Jagdstüberl vorgelagert ist eine beeindruckende Aussichtsplattform, die – sogar bei Regen – die Ruhe und Weite der Region wirken lässt. Weine kosten, schmecken, riechen, zum romantischen Candle-light-Dinner zusammen kommen, sich eine bayerische Brotzeit schmecken lassen – der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Das Jagdzimmer der Vils-Residenz ist der Ort großen Genießens.

Abends ziehen sich Gäste der Vils-Residenz in liebevoll gestaltete, gemütliche Themen-Chalets für bis zu vier Personen zurück, wo sie die Verbindung königlich bayerischer Lebensart, regionaler Geschichten und Architektur erleben. Die Burg-Sauna bietet ebenso pure Entspannung wie die Liegen am offenen Feuer des Panorama-Ofens. Im Holz Tub umsprudelt angenehm warmes Wasser den Körper. Vor der Haustür lädt viel Natur dazu ein, sich zu bewegen, durchzuatmen und loszulassen. Schnell erreichen Gäste die Freizeitattraktionen der Region – den Bayern-Park, den Bayerischen Wald, die Therme Erding, Städte wie Vilsbiburg und Landshut, den Vilstalsee und vieles mehr.

Vils-Residenz
Vils-Residenz GbR
Haubenberg 42
84137 Vilsbiburg
Tel.: +49 (0)8741-5150960
info@vils-residenz.de
www.vils-residenz.de

Bild: Vils-Residenz

Quelle mk Salzburg

Ukrainekrieg: Bischof Kohlgraf gegen "Fixierung auf Waffenlieferung"

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Panzer auf Lkw (Archiv), via dts NachrichtenagenturMainz (dts Nachrichtenagentur) – Der Mainzer Bischof Peter Kohlgraf warnt im Ukraine-Krieg vor einer „reinen Fixierung auf Waffenlieferungen“. „Andere Perspektiven von Friedenslösungen werden schon gar nicht mehr in den Blick genommen“, sagte er der „Frankfurter Rundschau“ (Samstagsausgabe). „Da stellt sich dann die Frage, was naiv ist. Das reine Setzen auf Waffen kann auch naiv sein, wenn andere Perspektiven überhaupt nicht mehr im Blick sind.“

Zugleich räumte Kohlgraf, der auch Präsident der katholischen Friedensbewegung „Pax Christi“ ist, ein, dass aussichtsreiche Verhandlungen derzeit kaum zu erreichen sind. „Für Verhandlungen braucht es Augenhöhe. Es kann aber Kriegsparteien geben, die Verhandlungsangebote eher als Zeichen der Schwäche ansehen. Bei Russland scheint das der Fall zu sein“, sagte der Bischof. „Es scheint mir sehr fragwürdig zu sein, ob es zum jetzigen Zeitpunkt möglich ist, Verhandlungen zu führen, die der Ukraine zu ihrem Recht verhelfen. Deswegen stecken wir in einem echten Dilemma.“

Kohlgraf warb für eine Änderung der Strategie des Vatikans, dem vorgehalten werde, dass er sich bisher „relativ neutral“ verhalten habe. Papst Franziskus wisse „sehr wohl, dass Russland der Aggressor ist und die Ukraine das angegriffene Land“, so Kohlgraf. „Es war die Strategie des Vatikan, sich nicht zu sehr auf die Seite einer Partei zu schlagen, um für beide ein ernstzunehmender Mediator zu bleiben. Vielleicht ist aber der Punkt erreicht, an dem man sagen muss: Das funktioniert nicht mehr und man muss das Unrecht klar benennen.“


Foto: Panzer auf Lkw (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Gauck hält besseren Schutz des Verfassungsgerichts für sinnvoll

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Bundesverfassungsgericht (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin/Karlsruhe (dts Nachrichtenagentur) – Altbundespräsident Joachim Gauck hält eine stärkere Absicherung des Bundesverfassungsgerichts im Grundgesetz zum Schutz vor Extremisten für sinnvoll. „Ich wünschte mir, dass dies nicht nötig wäre“, sagte Gauck dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ auf die Frage, ob das Karlsruher Gericht etwa durch eine Wahl seiner Richter mit Zweidrittelmehrheit im Bundestag besser geschützt werden sollte.

„Es erscheint mir sinnvoll, die Unabhängigkeit des Bundesverfassungsgerichts im Grundgesetz zu stärken, damit es durch eine Zweidrittelmehrheit besser abgesichert ist gegen etwaige extremistische Einflussnahme.“

Ein stärkerer Schutz des Bundesverfassungsgerichts geht nur über eine Änderung des Grundgesetzes. Auch dafür ist eine Zweidrittelmehrheit im Bundestag nötig. Die Ampel-Koalition und die Union sind darüber derzeit im Gespräch.


Foto: Bundesverfassungsgericht (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Faszination Universum: Das Südtiroler Sternendorf im Eggental

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Universum

Faszination Universum: Das Südtiroler Sternendorf im Eggental. Ein abwechslungsreiches Programm lässt Besucher in die Welt der Sterne abtauchen.

Seit mehr als zehn Jahren haben sich die beiden Orte Steinegg und Gummer im Südtiroler Eggental zusammengeschlossen und bilden seitdem das „Erste europäische Sternendorf“. Durch ihre Lage auf einem Hochplateau bieten sie die besten Voraussetzungen dafür, die Milchstraße und den nächtlichen Sternenhimmel mit eigenen Augen zu sehen. Nachtwanderungen, Teleskopbeobachtungen, ein Raketenflug per Virtual Reality, Astrohotels und vieles mehr begeistern dort Astronomie-Liebhaber jeden Alters. eggental.com/sternendorf

Sterne, Planeten, Galaxien – was ist was und warum? Auf Fragen dieser Art hat die Astronomie-Expertin Steffi Wolters bei den außergewöhnlichen Nachtwanderungen eine Antwort, zu denen sie von April bis Ende Oktober immer donnerstags in Steinegg einlädt. Die kurze Wanderung führt vom Dorfzentrum Steinegg über den Pstosser Bühl zur Dachterrasse des Hotels Steineggerhof. Dort tauchen die Teilnehmenden in die Tiefen des Universums ein. Die Unterkunft zählt übrigens zu den Astrobetrieben im Eggental, die unter anderem mit besonderen Zimmern das Thema Sonne, Mond und Sterne aufgreifen.

Wer von den nächtlichen Ausflügen nicht genug bekommen kann, kommt zu den Führungen in die Sternwarte „Max Valier“, die auf 1340 Metern Meereshöhe das Who-is-Who des Sternenhimmels vorstellt. Sie ist die einzige, der breiten Öffentlichkeit zugängliche Sternwarte Südtirols und ermöglicht atemberaubende Ausblicke. Die Führungen finden exklusiv jeden Dienstag um 21 Uhr für Gäste des Eggentals statt.

Nur an drei ausgewählten Terminen dagegen finden die Vollmondevents statt, die die Kulinarik des Eggentals bei Vollmond in den Mittelpunkt rücken. Köstlichkeiten, die ganz eindeutig nach Sterneküche schmecken – und das Universum auch optisch auf den Teller bringen. So zum Beispiel ein Milchreis im Stile der Milchstraße, Knödel, die eine Mondfinsternis darstellen, Pluto-Mozzarella und viele weitere himmlische Gerichte. Eine Reservierung unter eggental.com ist unbedingt notwendig.

Das Wandern auf den extra entworfenen Themenwegen ist jedoch ein Muss für jedermann. Auf dem „Planetenweg“ zum Beispiel kann man bei einer dreistündigen Wanderung die Planeten des Sonnensystems erreichen. Es handelt sich um einen Rundwanderweg, der sowohl am Sonnenobservatorium „Peter Anich“ startet als auch endet. In einem Maßstab von 1:1 Milliarde zieht sich der sanft verlaufende Wanderweg vom Planeten Merkur bis zum Zwergplaneten Pluto und gewährt dabei faszinierende Einblicke in unsere Planeten und ihre Monde. Die längste Gehzeit ist naturgemäß zwischen Neptun und Pluto zurückzulegen.

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Im Eggental hat man klare Sicht auf die Milchstraße und den nächtlichen Sternenhimmel.
Foto: Eggental Tourismus, Stephanie Wolters

Der „Weg der Sterne“ hingegen verbindet die beiden Sternendörfer Gummer und Steinegg. Auf dieser dreieinhalbstündigen, abwechslungsreichen Wanderung kann man an sieben verschiedenen Stationen in die Geheimnisse des Sternenhimmels und des Universums eintauchen. Tipp: Wer Kinder dabeihat, schaut beim Raketenbaumhaus vorbei. Dort kommt vom Kleinkind bis zum Teenager jeder auf seine Kosten.

Der „Mini – Sternenweg“ im Zentrum von Steinegg ist Themenweg und Kunstinstallation in einem, unterwegs trifft man auf elf ausgesuchte Sterne, die von der Sonne weg im richtigen Maßstab angelegt sind. Am Abend und in der Nacht werden diese Sterne von innen mit der richtigen Lichtmischung beleuchtet. Denn beim genauen Beobachten des Sternenhimmels ist auch mit dem bloßen Auge erkennbar, dass Sterne, aufgrund ihrer unterschiedlichen Oberflächentemperatur, in Realität auch in unterschiedlichen Farben leuchten.

Informationen zu den Veranstaltungen

– Nachtwanderung: von April bis Ende Oktober immer donnerstags um 21 Uhr, Treffpunkt: Laurinterrasse bei der Kirche in Steinegg, Kosten: Kinder zwischen 6 und 14 Jahren 5 Euro, Erwachsene 10 Euro, Mitbringen: Wanderschuhe, warme Kleidung, eventuell einen Feldstecher und (wenn vorhanden) die eigene Stirnlampe, Anmeldung: im Tourismusbüro oder online unter eggental.com.

– Abenteuer Sternwarte: ab April jeden Dienstag (exklusiv für Gäste des Eggentals), Donnerstag und Freitag um 21 Uhr, am Abend nur mit dem Auto zu erreichen, Mitbringen: warme Kleidung, Anmeldung: unter der Telefonnummer +39 371 6761428 oder online unter eggental.com.

– Vollmond-Event: 27.04.2024 im Restaurant vom Hotel Berghang (Reservierung unter Tel: +39 0471 376 516), 17.05.2024 im Restaurant des Hotel Wiesl (Reservierung unter Tel. +39 0471 376 544), 18.10.2024 im Restaurant vom Biohotel Steineggerhof (Reservierung unter Tel. +39 0471 376 573)

Titelbild Im Eggental liegt das „Erste europäische Sternendorf“, das vor mehr als zehn Jahren gegründet wurde.
Foto: Eggental Tourismus, FotoArmin

Quelle: Kunz PR GmbH & Co. KG/ Eggental Tourismus

Tourentipp für Frühling und Sommer

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Röhrl Klassik im Ziegeleipark Mildenberg 2022

Tourentipp für Frühling und Sommer: Brandenburgs Industriekultur als Roadtrip

Brandenburg ist das Land der Alleen. Zusammengerechnet sind die Baumstraßen hier fast 1800 Kilometer lang – Rekord in Deutschland! Einige der romantischen Chausseen führen durch reizvolle Landschaften zu faszinierenden Zeugen der Industriekultur. Als Museen und Erlebnisorte erzählen sie von Erfindungsreichtum, Ingenieurskunst und längst vergessenen Arbeitswelten. Ein spannendes Thema für einen Roadtrip durch die Region. Das Touristische Netzwerk Industriekultur in Brandenburg stellt zum Start in die Saison einige der faszinierendsten Ziele vor.

Ziel 1: Museumsfabrik Pritzwalk

Die Prignitz im Nordwesten Brandenburgs ist ein besonders stilles Fleckchen in Deutschland. Einfaches Landleben, reine Luft, weite Landschaften. Über Landstraßen, gesäumt von stattlichen Laubbäumen, wie die L155 mit ihrer Allee aus Roteichen, erreichen Fahrer die Kleinstadt Pritzwalk. Hinter der roten Klinkerfassade einer ehemaligen Tuchfabrik und Brauerei befindet sich eines der spannendsten Museen zur Geschichte der Industrialisierung auf dem Lande: die Museumsfabrik Pritzwalk.

Auf über 1500 Quadratmetern beleuchtet die Ausstellung, wie die Industrialisierung das Leben der Menschen um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert prägte. Im Mittelpunkt steht die Geschichte der Uniformtuchfabrik Gebrüder Draeger und der Brauerei Schraube. In einer Museumsdruckerei ist das alte Handwerk des Sieb- und Buchdrucks zu erleben. Noch bis 14. April zeigt die Sonderausstellung „Unterwegs. Lust und Last der Bewegung auf dem Lande“ historische Fahrzeuge. Zur Einkehr lädt das Museumscafé ein.

www.museum-pritzwalk.de

Ziel 2: Ziegeleipark Mildenberg

Weiter in Richtung Osten, zwischen zwei Naturparks, prächtigen Alleenstraßen und inmitten des Ruppiner Seenlandes, liegt das Zehdenicker Ziegeleirevier. In der Gründerzeit war es das größte in Europa. Rund 700 Millionen Ziegel verließen einst jährlich über die Havel die Region in Richtung der boomenden Metropole Berlin. Heute ist der Ziegeleipark Mildenberg ein beliebtes Ziel für Technik-, Tuning und Oldtimerfans. Besucher folgen auf dem weitläufigen Areal den Spuren der Ziegelindustrie.

Im alten Ringofen wird die Geschichte der Ziegelherstellung erzählt. An Streichtischen unter den Trockenschuppen formen Gäste selbst Ziegel. Mit der Feldbahn erkunden sie das Museumsgelände, lassen sich die alte Dampfmaschine vorführen oder fahren mit der Dampf- und Diesellok durch den Naturpark Uckermärkische Seen. Wiese und Grillplätze laden zum Picknick ein. Ein Genusstipp ist das Gasthaus am Alten Hafen, das unter anderem Mildenburger vom Bergsdorfer Wiesenrind serviert.

Veranstaltungstipps: Veranstaltungshöhepunkte für Technikenthusiasten im Frühling und Sommer sind das Märkische Dampfspektakel vom 4. bis 5. Mai sowie das Oldtimer- und Traktorentreffen am 3. August.

www.ziegeleipark.de

Ziel 3: Ofen- und Keramikmuseum Velten

50 Kilometer weiter südlich, ebenfalls im Ruppiner Seenland und nicht weit von der Hauptstadt entfernt, lädt das Ofen- und Keramikmuseum Velten in seine Ausstellungen ein. Der idyllische Weg zur denkmalgeschützten Ofenfabrik A. Schmidt Lehmann von 1872 führt an der Westseite über eine Allee, die frühere Gleisstraße in die Tonberge. Direkt zur beeindruckenden Fabrikfassade und Haupteingang gelangen Autofahrer aber auch bequem über die Wilhelmstraße. Ein Rundgang führt durch 300 Jahre Ofenkunst, Kultur- und Technikgeschichte des Heizens und präsentiert das keramische Industrieerbe der Region. Historische Kachelpressen, die einst mit Holz oder Kohle befeuerten Brennkammern und der sogenannte Kachelelevator gehören bis heute zum Denkmal Ofenfabrik.

Veranstaltungstipp: Zum Keramikfrühling vom 20. bis 21. April lädt das Museum zu Fabrik- und Denkmalführungen sowie einem Swingkonzert mit Monsieur Pompadour am Sonntag um 16 Uhr ein.

https://okmhb.de/

Ziel 4: Schiffshebewerke Niederfinow

Zwei Monumente der Maschinenbaukunst sind 75 Kilometer weiter östlich in der Nähe des Biosphärenreservats Schorfheide-Chorin zu erleben: die Schiffshebewerke Niederfinow. Zu erreichen sind sie über die beiden gut ausgebauten Landstraßen L291 und L29. Die Dimensionen sind imposant: 60 Meter hoch und 94 Meter lang ist das historische von 1934, 55 Meter hoch und etwa 130 Meter lang das 2022 neu eröffnete Hebewerk. Beide helfen Schiffen den Höhenunterschied zwischen Oder-Havel-Kanal und Oder zu überwinden. Mehrmals täglich starten Führungen ins neue Hebewerk. Auch die historischen Schleusen, ein Dieselkraftwerk und Deutschlands älteste künstliche Wasserstraße, der Finow-Kanal, Anfang des 17. Jahrhunderts gebaut, können besichtigt werden. Fahrgastschiffe bieten Touren zu Wasser an.

Veranstaltungstipp: Zum 90. Geburtstag des alten Hebewerkes sind einige Veranstaltungen geplant, darunter der Hebewerkslauf am 24. Mai, ein Konzert auf einem Kreuzfahrtschiff im schwebenden Trog am 9. Juni, das erste Treidelfest am 6. Juli, der Tag der Industriekultur am 10. August sowie das „Festival der leisen Gesten“ am 24. August.

https://schiffshebewerk-niederfinow.com

Ziel 5: Tabakmuseum Vierraden

Zu den kulturhistorisch bedeutsamsten Alleen zählen die im Barock angelegten Straßen in Schwedt in der Uckermark, eine knappe Stunde weiter nördlich. Sie verbinden die einstige Residenzstadt der Markgrafen von Brandenburg-Schwedt mit den umliegenden Dörfern. Eine davon ist die Vierradener Chausee, die in den gleichnamigen Ortsteil führt. Dort stellt ab Mai das Tabakmuseum Vierraden in einer denkmalgeschützten dreigeschossigen Trockenscheune den Anbau, Handel und die Verarbeitung im Unteren Odertal vor. Noch immer hängen hier getrocknete Tabakpflanzen an Leinen von der Decke. Historische landwirtschaftliche Maschinen wie eine Pflanzmaschine sowie ein Selbstbautraktor ergänzen die Schau. Ein liebevoll gepflegter Garten mit kleinem Teich lädt zum Picknick ein.

Veranstaltungstipps: Am 5. Mai eröffnet das Tabakmuseum mit einem Gartenfest die Saison. Am 19. Mai heißt es zum Internationalen Museumstag willkommen. Ab Juli wird die neue Sonderausstellung Tabak-Welten mit Leihgaben aus deutschen und europäischen Museen zu sehen sein. Am 17. August feiert das Tabakmuseum einen traditionellen Scheunenschmaus unter der Tabakblüte.

www.schwedt.eu/tabakmuseum

Weitere Informationen über die Industriekulturorte in Brandenburg liefert die Webseite des Touristischen Netzwerks Industriekultur unter www.industriekultur-brandenburg.de.

Bild : 2022 führte die Röhrl-Klassik zum Ziegeleipark Mildenberg. Foto: Agentur Plusrallye, Fotografin Lena Willgalis

Quelle Tourismusverband Lausitzer Seenland e. V.