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Zahl stationärer Krebsbehandlungen 2023 gestiegen

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Medizinisches Personal in einem Krankenhaus am 28.01.2025, via dts NachrichtenagenturWiesbaden (dts Nachrichtenagentur) – Im Jahr 2023 wurden rund 1,44 Millionen Patienten wegen einer Krebserkrankung im Krankenhaus behandelt. Damit stieg die Zahl der stationären Krebsbehandlungen gegenüber dem Vorjahr um 2,4 Prozent, lag aber noch immer unter dem Vor-Corona-Niveau des Jahres 2019 mit 1,55 Millionen Behandlungsfällen, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) am Donnerstag anlässlich des Weltkrebstages am 4. Februar mitteilte. Die Zahl der stationären Krankenhausbehandlungen insgesamt stieg im Jahr 2023 gegenüber dem Vorjahr um 2 Prozent.

Krebs war laut Destatis im Jahr 2023 der fünfthäufigste Grund für einen Krankenhausaufenthalt: 8 Prozent aller stationären Behandlungen waren auf eine Krebserkrankung zurückzuführen. Häufiger wurden nur Krankheiten des Kreislaufsystems (15 Prozent), Verletzungen, Vergiftungen und andere Folgen äußerer Ursachen (10 Prozent), Krankheiten des Verdauungssystems (10 Prozent) und Krankheiten des Muskel-Skelett-Systems und Bindegewebes (8 Prozent) stationär behandelt.

Besonders häufig werden Menschen im Alter von 60 bis 79 Jahren wegen Krebs im Krankenhaus behandelt, so das Bundesamt. Mehr als die Hälfte (55 Prozent) aller Krebspatienten war 2023 in dieser Altersgruppe. Ein Fünftel (20 Prozent) der Krebspatienten war im Alter von 40 bis 59 Jahren, weitere 20 Prozent waren 80 Jahre oder älter. Jüngere Menschen werden deutlich seltener aufgrund einer Krebserkrankung stationär behandelt: Nur 5 Prozent der Krebspatienten waren unter 40 Jahre alt.

Von allen Krebspatienten 2023 wurden Destatis zufolge diejenigen mit der Diagnose Lungen- und Bronchialkrebs (12 Prozent), Darmkrebs (10 Prozent) und Brustkrebs (9 Prozent) am häufigsten versorgt, gefolgt von Hautkrebs (8 Prozent), Harnblasenkrebs (7 Prozent) und Prostatakrebs (7 Prozent). Unter den weitverbreiteten Krebserkrankungen gab es im Jahr 2023 durchweg einen Anstieg der stationären Behandlungen gegenüber dem Vorjahr: Am deutlichsten stiegen dabei die Krankenhausaufenthalte aufgrund von Hautkrebs (+7 Prozent), Prostatakrebs (+7 Prozent) und Harnblasenkrebs (+4 Prozent).

Mit verbesserter Prävention, Vorsorge und Behandlung bei Krebserkrankungen stiegen auch die Heilungschancen, erklärten die Statistiker. Zwar ist die Zahl der Todesfälle mit der Ursache Krebs binnen 20 Jahren gestiegen: Im Jahr 2023 starben mit 230.300 Menschen rund 10 Prozent oder 21.000 Menschen mehr an den Folgen von Krebs als 2003 mit 209.300 krebsbedingten Todesfällen. Der Anstieg dürfte jedoch vor allem auf die Alterung der Bevölkerung zurückzuführen sein, hieß es.

Im Jahr 2023 starben in der Altersgruppe 80 Jahre und älter knapp zwei Drittel (+64 Prozent) mehr Menschen an Krebs als noch 20 Jahre zuvor. Bei den jüngeren Altersgruppen sind die Zahlen dagegen im selben Zeitraum gesunken: prozentual am stärksten in der Gruppe der unter 40-Jährigen (-32 Prozent). Aber auch in den Altersgruppen von 40 bis 59 Jahren (-26 Prozent) und von 60 bis 79 Jahren (-6 Prozent) starben im Jahr 2023 weniger Menschen als 20 Jahre zuvor, wie aus den Daten des Statistischen Bundesamts hervorgeht.


Foto: Medizinisches Personal in einem Krankenhaus am 28.01.2025, via dts Nachrichtenagentur

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Chrupalla: AfD steht bereit für schwarz-blaue Regierung

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Tino Chrupalla (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Nach dem gemeinsamen Abstimmen der Fraktionen von Union, FDP und AfD ist Co-Parteichef Tino Chrupalla auch offen für eine gemeinsame Koalition. „Wir stehen für alle Parteien bereit, die es gut mit Deutschland meinen“, sagte Chrupalla der Sendung „Frühstart“ von RTL und ntv. „Das ist immer unsere Position gewesen. So wie wir es bei Gesetzesanträgen machen“

Allerdings machte er dies auch davon abhängig, ob eine mögliche Koalition von Friedrich Merz angeführt wird. „Unter einem Bundeskanzler Merz, der die AfD als Gesindel beschimpft wird es schwierig sein eine Zusammenarbeit durchzuführen“, so Chrupalla.

Friedrich Merz sei ein Politiker von gestern. „Er ist der Joe Biden Deutschlands. Ich glaube nicht, dass ein Herr Merz noch lange hier in dieser Bundesrepublik große Politik machen wird“, sagte der AfD-Parteivorsitzende.


Foto: Tino Chrupalla (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Verband hält Merz-Vorstoß zu Abschiebehaft für nicht umsetzbar

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Wachmeister schließt ein Gefängnistor auf (Archiv), via dts NachrichtenagenturStuttgart (dts Nachrichtenagentur) – Der Verband der Strafvollzugsbediensteten (BSBD) hält den Vorstoß von Unions-Kanzlerkandidat Friedrich Merz (CDU), alle vollziehbar ausreisepflichtigen Asylbewerber in Gewahrsam zu nehmen, für nicht umsetzbar. „Wir haben keine Plätze, wir haben kein Personal“, sagte der BSBD-Bundesvorsitzende René Müller der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Donnerstagausgabe). Sollte die Umsetzung auf den Justizvollzug abgewälzt werden, wäre das „eine Katastrophe“, denn teilweise seien die Gefängnisse schon jetzt überfüllt.

Selbst wenn die normalen Haftanstalten bei der Umsetzung außen vor blieben, müssten Justizvollzugsbedienstete für die Abschiebehaft abgestellt werden. „Das geht dann zu Lasten der Sicherheit des Personals in den Haftanstalten“, sagte Müller.

Unterstützung kam hingegen vom Deutschen Städte- und Gemeindebund. „Bei straffällig gewordenen abgelehnten Asylbewerbern oder Gefährdern sollte sichergestellt werden, dass diese sich der Rückführung nicht entziehen oder untertauchen“, sagte Hauptgeschäftsführer André Berghegger der Zeitung. „Diese Personen in Gewahrsam zu nehmen, darf nicht an begrenzten Kapazitäten oder fehlender Abstimmung zwischen den Behörden scheitern.“ Insgesamt müsse es gelingen, „ein Signal zu setzen, dass die Rückführung von vollziehbar ausreisepflichtigen Asylbewerbern koordiniert und effizient erfolgt“.


Foto: Wachmeister schließt ein Gefängnistor auf (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Deutsche Datenschützer beraten über Prüfung von Deep Seek

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Frau mit Smartphone (Archiv), via dts NachrichtenagenturMainz (dts Nachrichtenagentur) – Deutsche Datenschutzbehörden beraten Schritte zur Überprüfung der chinesischen KI-Anwendung Deep Seek. „Es scheint bei Deep Seek datenschutzrechtlich an so ziemlich allem zu fehlen“, sagte Dieter Kugelmann, Datenschutzbeauftragter in Rheinland-Pfalz dem Fachdienst „Tagesspiegel Background“ (Donnerstagsausgabe). Kugelmann ist zudem Co-Vorsitzender des Arbeitskreises KI der Datenschutzkonferenz.

In den Datenschutzrichtlinien von Deep Seek wird eine umfangreiche Erfassung von Informationen durch die App angegeben: Von der IP-Adresse über Chatverläufe und hochgeladenen Dateien bis hin zu den Mustern und dem Rhythmus der Tastaturanschläge. „Wir speichern die von uns erfassten Daten auf sicheren Servern in der Volksrepublik China“, heißt es dort nach Angaben der Zeitung.

Die DSGVO erlaubt nur den Datenaustausch mit Staaten, deren Schutzniveau mit dem in der Europäischen Union vergleichbar ist. Es fehlt ein Abkommen zwischen China und der EU, damit der Datenaustausch auf einer rechtlich sicheren Basis stattfinden kann.

Laut Kugelmann seien bislang auch keine europäische Niederlassung und auch kein zuständiger gesetzlicher Vertreter bekannt. Schon das könnte womöglich als ein Verstoß gegen die DSGVO gewertet werden.

Deep Seek war am Mittwoch Diskussionsthema auf der Zwischenkonferenz der Datenschutzbehörden in Berlin. „Wir prüfen nun, was man machen kann“, sagte Kugelmann. Rheinland-Pfalz und mehrere andere deutsche Datenschutzbehörden wollen gemeinsam beraten, welche weiteren Schritte sie einleiten. Die wahrscheinlichste Option ist dabei zunächst einen Fragebogen zur Datenverarbeitung an das Unternehmen zu schicken.

Die italienische Datenschutzbehörde hatte am Mittwoch bereits Informationen angefordert und für die Beantwortung eine Frist von 20 Tagen eingeräumt. In Italien kann Deep Seek in den App-Stores von Apple und Google derzeit nicht mehr heruntergeladen werden. Laut „Corriere della Sera“ und anderen italienischen Medien dürfte die derzeitige Blockade der App eine Vorsichtsmaßnahme des chinesischen Unternehmens als Reaktion auf die Datenschutzanfrage sein.


Foto: Frau mit Smartphone (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Lang zeigt sich zufrieden mit Rücktritt von Grünen-Vorsitz

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Ricarda Lang am 26.01.2025, via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Die frühere Grünen-Chefin Ricarda Lang hat sich im Reinen gezeigt mit ihrer Entscheidung, vom Parteivorsitz zurückzutreten. „Das war natürlich eine große Angst, die ich hatte“, sagte Lang dem Podcast „Meine schwerste Entscheidung“ der Funke-Mediengruppe (Donnerstagausgaben). Im Moment der Entscheidung sei da erstmal die Frage gegewesen, was sei, wenn sie es bereue.

Zwar gebe es Momente des Schmerzes oder Phantomschmerzes, „aber es gab tatsächlich keinen einzigen Tag, und damit hätte ich selbst nicht gerechnet, wo ich es bereut habe“. Sie habe große Angst gehabt, „dass so ein Loch kommt nach dem Parteitag“, räumte sie ein. „Bisher ist es nicht da. Ich weiß nicht, ob es nochmal kommt. Also ich glaube, spurlos geht sowas nicht an einem vorbei. Aber bisher bin ich sehr im Reinen mit mir, mit der Entscheidung.“

Die Tage nach der verlorenen Brandenburg-Wahl im September beschrieb Lang als „eine Phase, in der ich viel geweint habe“. Jetzt könne sie „mit einer gewissen Abgeklärtheit“ darüber reden, als ob das ein „ganz deliberativer, netter Prozess gewesen“ wäre. „Das war es natürlich nicht. Das waren Phasen, wo man ja auch mal verzweifelt.“

In dieser emotionalen Phase sei ihr Mann eine große Stütze gewesen. „Ich habe auch mit ihm natürlich darüber geredet, was er richtig, was er falsch findet, auch für unser gemeinsames Leben“, sagte sie. „Aber er war dann natürlich auch getroffen von der Situation.“

Ihr Rücktritt sei aus freien Stücken erfolgt, so Lang. Co-Chef Omid Nouripour und sie hätten den Vizekanzler und späteren grünen Kanzlerkandidaten Robert Habeck am Abend vor der offiziellen Verkündung „informiert über unsere Entscheidung“, sagte Lang. „Er hat sich natürlich bedankt für die Arbeit. Er hat das zur Kenntnis genommen.“

Lang bekannte, sie habe sich „manchmal in diesem Job selbst verloren“. Sie habe häufig im Nachhinein gehört, „du redest viel offener, du redest viel ehrlicher“. In Teilen sei das auch die Freiheit, die man ohne das Spitzenamt habe, so die Grünen-Politikerin. „Und trotzdem frage ich manchmal, wäre es nicht auch damals schon gegangen? Was wäre das Risiko gewesen?“

Am meisten versteckt habe sie als Parteivorsitzende ihren Humor. Seit dem Rücktritt nehme sie sich mehr Zeit für die Wähler. „Wir haben jetzt angefangen, dass immer am Freitag mir mein Büro die Bürgerinnenpost der Woche auf den Tisch legt, für die ich mir dann auch wirklich ein, zwei Stunden nehme, das zu lesen. Und dann in der Woche danach wir fünf davon anrufen und ich mit denen ins Gespräch gehe.“

Außerdem habe sie mit dem Ganzkörpertraining Pilates angefangen. „Das tut mir auch sehr gut“, so Lang. Ein „totaler Traum“ von ihr sei, wieder mit dem Reiten anzufangen. „Ich bin als Kind geritten und das wäre eigentlich sowas, was ich unfassbar gerne wieder machen würde. Aber das ist natürlich ein wahnsinnig zeitintensiver Sport“, sagte die Abgeordnete. Das bleibe vielleicht noch für eine andere Phase des Lebens.

Lang möchte nach eigenem Bekunden nicht ihr ganzes Leben in der Politik verbringen. Sie kandidiere jetzt noch einmal für den Bundestag, aber sie habe nicht vor, dem inzwischen verstorbenen Parlamentspräsidenten Wolfgang Schäuble (CDU) „den Rang abzulaufen“. Sie wolle nicht langjährigste Bundestagsabgeordnete werden, sondern habe „irgendwann Lust, was anderes zu machen“. Als sie sich zum Rücktritt vom Parteivorsitz entschloss, habe sie überlegt, ganz mit der Politik aufzuhören, verriet Lang. „Und da habe ich schon noch gemerkt, nee, ich habe noch nicht fertig.“


Foto: Ricarda Lang am 26.01.2025, via dts Nachrichtenagentur

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Hapag-Lloyd-Chef: "Panamakanal wird offenbleiben"

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Frachtschiff im Panama-Kanal (Archiv), via dts NachrichtenagenturHamburg (dts Nachrichtenagentur) – Die internationale Schifffahrt schaut mit Anspannung auf die Politik des neuen US-Präsidenten Donald Trump nach dessen Äußerungen über Ansprüche der USA auf den Panamakanal. „Der Panamakanal wird offenbleiben, die Schifffahrt wird ihn weiter nutzen können, davon bin ich überzeugt“, sagte jedoch der Vorstandschef der Containerreederei Hapag-Lloyd, Rolf Habben Jansen, der „Welt“ (Donnerstagausgabe).

Mit den Äußerungen Donald Trumps dazu beschäftige er sich nicht. „Wichtig für uns ist es, dass der Kanal ausreichend Wasser für die Durchfahrt hat, was zuletzt nicht immer der Fall gewesen ist“, sagte Habben Jansen. Der Panamakanal sei für alle großen Reedereien, etwa im Containertransport von und nach Südamerika, bedeutend.

Auf die Frage, ob die von Trump angekündigten Strafzölle auf Waren aus China oder Europa zu einem Handelskrieg und Einbruch des Welthandels führen könnten, sagte Habben Jansen: „Donald Trump war schon einmal Präsident der USA. Seine Entscheidungen hatten damals einen beschränkten Einfluss auf die Warenflüsse. Ich hoffe, dass das so bleibt.“

Allerdings könne es durch Handelsbarrieren dazu kommen, dass weniger Waren aus China transportiert würden. Solche Barrieren seien nie gut für das Transportgeschäft. „Aber auch die Regierung in den USA will, dass die Wirtschaft weiter wächst. Das geht nur über einen freien Handel“, sagte Habben Jansen. Er sei optimistisch, dass der Welthandel in diesem Jahr nicht einbrechen werde.


Foto: Frachtschiff im Panama-Kanal (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Laschet: "Die Brandmauer zur AfD steht klipp und klar"

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Armin Laschet und Friedrich Merz (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Der CDU-Politiker Armin Laschet sieht trotz der erstmaligen Mehrheit im Bundestag für einen Unions-Antrag durch AfD-Stimmen keine Zusammenarbeit der Partei. „Die Brandmauer zur AfD steht klipp und klar: Mit denen wird nicht geredet, nicht koaliert, nicht kooperiert, nicht mal kommuniziert. Man tauscht sich nicht aus, um deutlich zu machen: Die nächste Regierung wird aus der Mitte des Parlaments gewählt“, sagte er dem Nachrichtenmagazin Politico (Donnerstagausgabe).

Laschet sieht noch Hoffnung am Freitag zu einer Lösung mit SPD und Grünen beim „Zustrombegrenzungsgesetz“ zu kommen. „Prinzipiell wäre das gut, und am Freitag wäre das leicht möglich“, zeigte sich der Ex-Kanzlerkandidat überzeugt. „Ich meine, wir sollten alle noch mal reden, ob man das nicht gemeinsam muss.“

Ob die Abstimmung am Mittwoch ein „Gewinnertag“ für die AfD sei, werde sich noch rausstellen. Die Umfragen für die AfD würden das derzeit nicht zeigen, behauptete Laschet. Deswegen: „Man muss dagegenhalten. Und wenn die, die Protestwähler wollen, erkennen, da gibt es eine Partei, die packt es wirklich an, kann es auch sein, dass die Umfragewerte der AfD sinken.“

Es sei normal, dass die Stimmung wenige Wochen vor der Wahl angeheizt sei. Dennoch sei die Stimmung unter den Parteien der Mitte im Austausch gut, so Laschet: „Man redet trotzdem noch zusammen. Man sieht in der Lobby die Kollegen aus den anderen Fraktionen, man sieht auch Minister und spricht miteinander. Das ist ein anderer Zustand als in den USA oder anderswo, wo der Gegner quasi als Feind betrachtet wird.“


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Kassen-Spitzenverband gegen Aufhebung des Hausärzte-Budgetdeckels

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Behandlungszimmer beim Arzt (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Vor der Abstimmung im Bundestag hat der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenkassen die von den früheren Ampelparteien SPD, Grüne und FDP geplante Abschaffung des Honorardeckels für Hausärzte scharf kritisiert. „Dieses Gesetz ist so aufgebaut, dass die Hausärzte garantiert 400 Millionen Euro Honorar zusätzlich bekommen, selbst wenn es keinen einzigen zusätzlichen Arzttermin gibt“, sagte die stellvertretende Verbandschefin Stefanie Stoff-Ahnis dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (Donnerstagausgaben).

Durch die geplante Entbudgetierung werde mit der Gießkanne zusätzliches Geld an die Hausärzte verteilt. „Eine Verbesserung der Versorgung wird sich nicht einmal in sozial benachteiligten Stadtteilen oder ländlichen Regionen einstellen, da notwendige Steuerungsmechanismen fehlen“, beklagte die Verbandsvertreterin. „Für 75 Millionen gesetzlich Versicherte sind die Krankenkassenbeiträge auf ein Rekordniveau gestiegen, und die Politik reagiert darauf mit einer zusätzlichen Honorarerhöhung für Hausärzte“, kritisierte sie.

Es dränge sich der Eindruck auf, dass der Ernst der Lage immer noch nicht erkannt worden sei, so Stoff-Ahnis. Um die Versorgung in sozial benachteiligten Stadtteilen oder ländlichen Regionen zu verbessern, würden „gezielte Maßnahmen benötigt und keine pauschale Honorarerhöhung“ für alle Hausärzte, „egal, wo deren Praxis ist“, mahnte sie.


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Entwurf: Vergewaltigte müssen "Pille danach" nicht selbst zahlen

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Demonstrantin gegen Gewalt an Frauen (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Vergewaltigte Frauen müssen künftig Notfallkontrazeptiva wie die „Pille danach“ nicht mehr selbst bezahlen. Eine Gesetzesänderung, die die früheren Ampel-Parteien SPD, Grüne und FDP am Donnerstag im Bundestag beschließen wollen und über die die Zeitungen des „Redaktionsnetzwerks Deutschland“ (Donnerstagausgaben) berichten, sieht vor, dass die Kosten von der gesetzlichen Krankenversicherung übernommen werden.

Nach der bisher geltenden Rechtslage erstatten die Kassen derzeit nur Versicherten bis zum vollendeten 22. Lebensjahr derartige Medikamente. Die Altersbeschränkung entfalle künftig in allen Fällen, in denen ein Hinweis auf einen sexuellen Missbrauch bestehe, heißt es in der Gesetzesbegründung.

Die Änderung wurde in das geplante Gesetz zur Aufhebung des Honorardeckels für die Hausärzte eingefügt, auf das sich die drei Parteien vor wenigen Tagen überraschend geeinigt hatten.

Die „Pille danach“, ist eine Hormontablette, die eine Schwangerschaft verhindert. Das Mittel, das rezeptfrei in der Apotheke erhältlich ist, kostet derzeit je nach Produkt zwischen 16 und 35 Euro. Die Kostenübernahme im Fall des sexuellen Missbrauchs ist eine langjährige Forderung von Frauen- und Sozialverbänden. Auch die Union hatte sich im Herbst 2024 in einem Bundestagsantrag dafür stark gemacht.


Foto: Demonstrantin gegen Gewalt an Frauen (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Ärzte ohne Grenzen dringt auf humanitäre Korridore im Ostkongo

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Demokratische Republik Kongo (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen drängt angesichts der Eskalation der Kämpfe in Ostkongo auf den Schutz von Krankenhäusern und die Errichtung humanitärer Korridore zur Versorgung der Zivilbevölkerung. Man rufe alle Konfliktparteien auf, Zivilisten und medizinische Einrichtungen „zu schützen“, sagte der Geschäftsführer von Ärzte ohne Grenzen in Deutschland, Christian Kratzer, dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (Donnerstagausgaben).

„Auch brauchen wir ungehinderten Zugang zur betroffenen Bevölkerung für humanitäre und lebensrettende Maßnahmen.“ Aufgrund der Kämpfe, die den Vormarsch der Rebellengruppe M24 auf die Provinzhauptstadt Goma begleiten, seien „die humanitären Bedürfnisse der Menschen gravierend“.

Unter den Verletzten seien viele Zivilisten. Tausende Menschen hätten außerhalb Gomas Schutz in Einrichtungen von Ärzte ohne Grenzen gesucht, so Kratzer.


Foto: Demokratische Republik Kongo (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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