Sonntag, November 8, 2026
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Bundesregierung sieht kein Aufmerksamkeitsdefizit für Ukraine

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Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Bundesregierung sieht keine mangelnde Aufmerksamkeit für die Ukraine im laufenden Bundestagswahlkampf. Man sehe das „etwas anders“ als der frühere ukrainische Botschafter Andrij Melnyk, sagte Regierungssprecher Steffen Hebestreit am Mittwoch in Berlin auf Anfrage der dts Nachrichtenagentur.

Melnyk hatte zuvor in den Zeitungen der Funke-Mediengruppe beklagt, dass das Thema Ukraine „im hitzigen Alle-gegen-alle-Wahlkampf“ komplett verschwunden sei, was „geradezu ein Geschenk an Putin“ sei. Zugleich warb der Diplomat um neue Finanzierungszusagen der europäischen Partner der Ukraine – in Höhe von 100 Milliarden Euro.

Hebestreit sagte dazu, dass Melnyks Forderung eine Wortmeldung sei, „die vielleicht sich nicht so stark an die deutsche Adresse gewandt hat, wie es den Anschein hat“. Denn Deutschland habe die Ukraine seit Beginn des Krieges mit knapp 44 Milliarden Euro unterstützt. Nach den USA sei man damit mit weitem Abstand der zweitstärkste Unterstützer. „Der Bundeskanzler hat kaum einen anderen Staats- oder Regierungschef so oft und so intensiv getroffen wie Wolodymyr Selenskyj – zuletzt vor zwei Wochen in Davos.“ Die Gesprächskanäle seien entsprechend „eng und vertrauensvoll“, so der Regierungssprecher.


Foto: Schild „Stand with Ukraine“ liegt auf dem Boden (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Habeck setzt bei US-Zöllen auf EU-Güter auf Gegenzölle

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Industrieanlagen (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) hat die EU aufgefordert, Gegenzölle zu erheben, sollte US-Präsident Donald Trump Zölle auf Produkte aus der Europäischen Union verhängen.

„Wenn Europa Donald Trump nicht überzeugen kann, dann wird Europa so reagieren müssen, wie Kanada und Mexiko bereit sind, es zu tun: mit Gegenzöllen“, sagte Habeck der Wochenzeitung „Die Zeit“. Er wolle keinen Handelskrieg mit den Vereinigten Staaten: „Aber wir dürfen uns auch nicht herumschubsen lassen und dürfen uns nicht vor Donald Trump in den Staub werfen. Wir müssen selbstbewusst handeln und verhandeln.“ Auch seien die Zölle für Trump selbst „ein hohes innenpolitisches Risiko“.

Habeck kritisierte mit Blick auf die deutschen Verteidigungsausgaben außerdem die Haltung von CDU-Kanzlerkandidat Friedrich Merz zur Schuldenbremse. Habeck bezifferte die nötigen zusätzlichen Ausgaben auf 40 bis 45 Milliarden Euro pro Jahr und sagte: „Das kriegt man nicht zusammengespart, indem man bei Flüchtlingskosten oder Bürgergeld ein bisschen kürzt.“ Weiter sagte er: „Da merkt man einfach die fehlende Regierungserfahrung von Friedrich Merz. Wir dürfen Sicherheitsfähigkeit nicht gegen den sozialen Zusammenhalt ausspielen.“


Foto: Industrieanlagen (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

PM-International investiert 22 Millionen Dollar

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PM-International CEO & Gründer Rolf Sorg spricht beim Spatenstich

PM-International investiert 22 Millionen Dollar in US-Infrastruktur
Neues Zentrum wird neue Arbeitsplätze schaffen und die Zusammenarbeit vor Ort stärken

PM-International baut seine Präsenz in den USA mit einer neuen, hochmodernen Anlage in Florida aus. Das Unternehmen, welches auf Platz 6 der aktuellen „DSN Global 100“-Rangliste der weltweit umsatzstärksten Unternehmen seiner Branche liegt, setzt hiermit einen weiteren Meilenstein in seiner globalen Expansionsstrategie. Der Schritt ist notwendig, um die stetig steigende Zahl an Kunden und Vertriebspartnern in Nord- und Südamerika zu unterstützen.

PM-International wurde 1993 in Deutschland gegründet und vertreibt seine Produkte von über 45 Niederlassungen auf 6 Kontinenten. Das Familienunternehmen begann seine Expansion auf den amerikanischen Kontinent im Jahr 2019 mit der Eröffnung des Headquarters Americas in Sarasota, Florida. Die Expansion nach Manatee County, Florida, wird als zentraler Knotenpunkt für die Aktivitäten von PM-International auf dem amerikanischen Kontinent dienen. Geplant sind Verwaltungsgebäude, ein Flag Ship-Store (Direct Sales Center), ein hochmodernes Fulfillment-Center sowie eine GMP-konforme Produktionsstätte, um den Vertrieb der FitLine Produkte für Gesundheit, Fitness und Schönheit weiter zu optimieren. Mittelfristig wird das Unternehmen 400-500 neue Arbeitsplätze schaffen.

Die Expansion ist Teil eines 22-Millionen-Dollar-Investitionsplans. Dieser umfasst zunächst 9,5 Millionen Dollar für die Sicherung des Baugrunds für den neuen Hauptsitz sowie die Lagerflächen. Das Projekt besteht aus drei Phasen, wobei die erste Phase die Investition von 22 Millionen Dollar darstellt. Nach Abschluss der zweiten und dritten Phase soll sich die Gesamtinvestition auf 50 Millionen Dollar belaufen, um die Kapazität der Anlage für ein langfristiges Wachstum aufzustellen.

PM-International setzt seine globale Expansionsphase fort. Das Unternehmen hat bislang vier Mal in Folge den Bravo International Growth Award gewonnen, der es als das am schnellsten wachsende internationale Unternehmen in seiner Branche auszeichnet – eine Premiere in der Geschichte des Preises, der von Direct Selling News vergeben wird.

„Unser neuer Hauptsitz in Florida ist mehr als nur eine Erweiterung. Sie zeugt vom Engagement für unser weiteres Wachstum auf dem amerikanischen Kontinent und vom Potenzial, das wir hier sehen“, sagte Rolf Sorg, Gründer und CEO von PM-International. „Heute beginnen wir das nächste Kapitel der Reise von PM-International in Amerika. Diese Investition spiegelt unsere Kernaufgabe wider – Leben zu verbessern, sowohl durch unsere Premiumprodukte als auch durch die Geschäftsmöglichkeit, die wir anbieten.“

„Als gewählter Abgeordneter des Repräsentantenhauses von Florida bin ich stolz darauf, Weltklasse-Unternehmen in der Direktvertriebsbranche zu unterstützen. PM-International setzt in Bezug auf seine Produkte und unternehmerischen Möglichkeiten einen der höchsten Standards, die ich je gesehen habe. Wir heißen sie in Florida und den Vereinigten Staaten willkommen“, sagte Ryan Chamberlin, Mitglied des Repräsentantenhauses von Florida für den 24. Bezirk.

Hinter dem Projekt steht die Vision von PM-International, in Nord- und Südamerika einen Umsatz von mehr als 1 Milliarde US-Dollar zu erzielen. Dies soll zum Ziel des Unternehmens beizutragen, bis 2027 einen weltweiten Umsatz von 5 Milliarden US-Dollar zu erreichen. Mit der Expansion stärkt PM-International seine Position als führender Akteur in der Gesundheits- und Wellness-Branche und baut seine Unterstützung für Vertriebspartner und Kunden in ganz Amerika aus.

Zum neuen Hauptsitz in Florida gehören auch PM Labs, das erste eigene Labor des Unternehmens in Nord- und Südamerika. PM Labs wird mit hochmodernen Test- und Produktentwicklungskapazitäten vor Ort die Premiumqualität der gesamten Produktlinie von PM-International sicherstellen, indem untergebracht werden. Das Labor unterstreicht das Engagement des Unternehmens, den Verbrauchern wissenschaftlich entwickelte, streng getestete Produkte zu bieten.

David Wensinger, Chief Operations and Finance Officer von PM-International Americas:

„Die Gründung von PM Labs ist ein bedeutender Meilenstein in unserem Engagement für Spitzenleistungen. Um den hohen Qualitätsstandard zu gewährleisten, richten wir unser erstes eigenes Qualitätskontrolllabor ein. Dies ist ein großer Schritt nach vorn, um sicherzustellen, dass jedes von uns hergestellte Produkt den höchsten Qualitäts- und Sicherheitsstandards entspricht. Diese Initiative in Verbindung mit unserer bestehenden GMP-zertifizierten Anlage unterstreicht unser Engagement für die Lieferung von Produkten, denen unsere Kunden vertrauen können. Darüber hinaus zeigt das Streben nach der SQF-Zertifizierung (Safe Quality Food) unser kontinuierliches Bemühen, die Messlatte höher zu legen und neue Maßstäbe für die Qualitätssicherung in unserer Branche zu setzen.“

Im Einklang mit dem Engagement von PM-International für Nachhaltigkeit wird das neue Headquarter umweltbewusste Lösungen beinhalten, einschließlich energieeffizienter Beleuchtung, fortschrittlicher HVAC-Systeme und Technologien für erneuerbare Energien, um den CO2-Ausstoß zu reduzieren.

Gegründet 1993 in Deutschland, hat sich PM-International zu einem weltweit agierenden Unternehmen mit Niederlassungen auf sechs Kontinenten entwickelt. Das exklusive Nährstoff-Transportkonzept (NTC®) des Unternehmens repräsentiert die Kernkompetenz des Unternehmens und über 30 Jahre Erfahrung in der Produktentwicklung: Es bringt die Nährstoffe, wenn sie gebraucht werden, dorthin, wo sie gebraucht werden – auf die Zellebene von innen und außen. Mit über 900 Millionen verkauften Produkten weltweit ist FitLine zu einer vertrauenswürdigen Marke für gesundheitsbewusste Verbraucher und Spitzensportler gleichermaßen geworden.

Quelle PM International AG

Habeck fordert schnelle Umsetzung von E-Commerce-Plänen der EU

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Transporter von Hermes und Amazon Prime (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Nach der Ankündigung neuer EU-Maßnahmen im Bereich E-Commerce drängt Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) auf eine schnelle Realisierung der Pläne. „Das muss nun rasch konkret umgesetzt werden“, sagte Habeck am Mittwoch.

Angesichts der täglichen Flut von Paketen, die über E-Commerce-Plattformen ungeprüft in die Europäische Union geschickt würden, sei schnelles und konsequentes Handeln erforderlich, so der Grünen-Kanzlerkandidat. „Denn unsichere Produkte schaden den Verbrauchern.“

Zu den konkreten Plänen der EU-Kommission sagte er, dass diese viele der von der Bundesregierung identifizierten Maßnahmen sowie wichtige weitere Vorschläge erhielten. Das BMWK werde sich bei der Umsetzung „weiter aktiv einbringen“, sagte Habeck. Ferner sei die Bundesregierung mit dem Aktionsplan E-Commerce bereits vorangegangen.

Laut neuesten Zahlen der Europäischen Kommission wurden im Jahr 2024 4,6 Milliarden Päckchen mit einem Wert unter 150 Euro in die EU importiert, davon stammten 91 Prozent aus China. Das ist viermal mehr als 2022. Dies entspricht mehr als zwölf Millionen Paketen pro Tag in der EU. Viele dieser Importe verstoßen gegen europäische Gesetze, zum Beispiel aus dem Bereichen Produktsicherheit und Verbraucherschutz.


Foto: Transporter von Hermes und Amazon Prime (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Bundesregierung wurde von Trumps Gaza-Plänen überrascht

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Gazastreifen (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Bundesregierung ist von der Ankündigung des US-Präsidenten, den Gazastreifen „übernehmen“ zu wollen, offenbar überrascht worden. Auf Anfrage der dts Nachrichtenagentur sagte Regierungssprecher Steffen Hebestreit am Mittwoch in Berlin, dass man „über die Medien“ von den Plänen erfahren habe.

Das Vorhaben des US-Präsidenten selbst bewertete der Regierungssprecher zurückhaltend. Er wolle nach diesen ersten Äußerungen aus den USA abwarten, „wie sich das weiterentwickeln wird und erst wenn es sich konkretisiert, würde ich mich dazu äußern“.

Es habe ja schon mal eine Trump-Amtszeit gegeben, fügte der Regierungssprecher hinzu. „Und wenn wir uns immer wieder mit einzelnen Äußerungen intensiv und was sie bedeuten könnten und wohin sie führen könnten beschäftigen, dann kommen wir jetzt zu unserer eigentlichen Arbeit nicht und deswegen sollten wir das auch nur in sehr geringen Maße tun, uns da in Spekulationen zu ergeben.“ Zum jetzigen Zeitpunkt sei es wichtig, dass jeder die eigene Position klar äußere: „Wir haben eine Position zum Nahostkonflikt und wir arbeiten intensiv an einer Zweistaatenlösung.“

Trump hatte am Dienstagabend bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Israels Premierminister Benjamin Netanjahu angekündigt, dass die USA den Gazastreifen nicht nur „übernehmen“, sondern dort auch „aufräumen“ wollten. Der Gazastreifen sei schließlich komplett zerstört und das Leben dort gefährlich. Die USA sollten „Eigentümer“ des Gazastreifens werden und „verantwortlich dafür sein, alle gefährlichen, nicht explodierten Bomben und anderen Waffen vor Ort zu entschärfen, das Gelände dem Erdboden gleichzumachen und die zerstörten Gebäude zu beseitigen“. Unter Führung der USA könne aus Gaza eine „Riviera des Nahen Ostens“ werden, so Trump.

Mit Blick auf die palästinensischen Bewohner des Gazastreifens hatte der US-Präsident zuvor vorgeschlagen, dass diese an einen anderen Ort umziehen sollten, der von einem oder mehreren Ländern im Nahen Osten zur Verfügung gestellt werden solle, beispielsweise in Ägypten oder Jordanien. Statt Gaza schlug er vor, den Palästinensern ein „gutes, frisches, schönes Stück Land“ zum Leben zur Verfügung zu stellen.


Foto: Gazastreifen (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Union will elektronische Fußfesseln nach "Spanischem Modell"

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CDU-Parteitag am 03.02.2025, via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Union will ihre Pläne zur Einführung einer elektronischen Fußfessel für Gewalttäter gegen Frauen nach dem sogenannten „Spanischen Modell“ umsetzen. „Dabei wird der Täter durch GPS-fähige Systeme überwacht und die Opfer durch einen Responder gewarnt, sobald sich der Täter nähert“, heißt es in einem Papier der Partei, über das die „Rheinische Post“ (Donnerstagsausgabe) berichtet.

Demnach hätten die Nachbarländer mit diesem Instrument positive Erfahrungen gemacht, weil „die gewalttätigen Männer Abstandsanordnungen zu ihren ehemaligen Partnerinnen besser einhalten“, so die Union. In der Analyse wird auch auf die aktuelle polizeiliche Kriminalstatistik und das Lagebild „Häusliche Gewalt“ verwiesen. Demnach seien im Jahr 2023 256.000 Menschen, meist Frauen, Opfer häuslicher Gewalt geworden. „155 Frauen und 24 Männer sind im Jahr 2023 durch ihre Partner oder Ex-Partner getötet worden“, so die Union weiter.

Auf ihrem Parteitag hatte die CDU ein Sofortprogramm mit 15 Maßnahmen beschlossen, das sie in der Regierung zügig umsetzen will. Für mehr Sicherheit findet sich darin auch die Einführung der elektronischen Fußfessel. „Gewalttäter gegen Frauen müssen gestoppt werden“, heißt es in dem Beschluss.


Foto: CDU-Parteitag am 03.02.2025, via dts Nachrichtenagentur

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Dax reduziert Verluste am Mittag – Investoren bleiben vorsichtig

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Frankfurter Börse, via dts NachrichtenagenturFrankfurt/Main (dts Nachrichtenagentur) – Der Dax hat seine anfänglichen Verluste am Mittwoch bis zum Mittag reduziert. Gegen 12:30 Uhr wurde der Leitindex mit rund 21.495 Punkten berechnet, 0,1 Prozent unter dem Schlussniveau vom Vortag. An der Spitze der Kursliste rangierten Siemens Energy, Vonovia und Zalando, am Ende Volkswagen, Porsche und Continental.

„Die Investoren bleiben weiterhin vorsichtig und warten auf weitere Aktionen der amtierenden US-Regierung im Bezug auf die zukünftige US-Außenhandelspolitik“, sagte Marktexperte Andreas Lipkow. Bisher fielen unter anderem China, Kanada, Mexiko, Kolumbien und Panama ins Visier. „Es dürfe jedoch nur noch eine Frage der Zeit sein, bis sich der Fokus auf die EWU richtet“, so Lipkow.

„Die Marktteilnehmer warten auf die makroökonomischen US-Daten in Form der ADP und Handelsbilanzdaten“, fügte der Marktexperte hinzu. „Zudem dürften die Einkaufsmanagerindex-Daten aus den USA auf Interesse stoßen.“ Unternehmensweit werden zudem die Quartalszahlen von dem Fahrdienstleister Uber erwartet.

Die europäische Gemeinschaftswährung war am Mittwochmittag stärker: Ein Euro kostete 1,0418 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,9599 Euro zu haben.

Der Ölpreis sank unterdessen: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete gegen 12 Uhr deutscher Zeit 75,59 US-Dollar; das waren 61 Cent oder 0,8 Prozent weniger als am Schluss des vorherigen Handelstags.


Foto: Frankfurter Börse, via dts Nachrichtenagentur

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Gates will Sicherheitsvorkehrungen gegen Musks Regierungseinfluss

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Bill Gates (Archiv), via dts NachrichtenagenturWashington (dts Nachrichtenagentur) – Microsoft-Gründer und Philanthrop Bill Gates spricht sich für einen Schutz gegen zu viel Einfluss von Elon Musk auf die US-Regierung aus.

„Ich denke, man muss Sicherheitsvorkehrungen treffen zur Frage: Verschafft Elon seinen Unternehmen aufgrund seiner politischen Position Vorteile? Dagegen sollte man sich schützen“, sagte Gates der Wochenzeitung „Die Zeit“. Eine Regierung brauche viele Perspektiven, nicht nur die von reichen Menschen.

Gates wendet sich nicht gegen alle Vorhaben Musks. „Elons Idee, die Verwaltung effizienter zu machen, ist nicht verrückt“, so Gates. „Werden sie vielleicht einige Dinge abschaffen, die sie nicht abschaffen sollten? Ich weiß es nicht. Es wird interessant sein zu sehen, was dabei herauskommt. Meiner Meinung nach müssen wir unser Haushaltsdefizit reduzieren.“

Gates äußerte sich auch zu den vielen Tätigkeiten Musks: „Bei mir ist es so: Wenn ich versuche, alle möglichen Dinge zu tun, sagen die Leute in meinem Umfeld: `Du solltest weniger Dinge tun, dafür in höherer Qualität. Konzentriere dich also nur auf ein paar Themen.`“ Er glaube nicht, dass Musk jemanden habe, der ihm das sage. „Schauen Sie sich nur die Liste der Dinge an, die er macht. Aber hey, so verbringt er nun mal seine Zeit.“


Foto: Bill Gates (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Deutsche Außenpolitiker zweifeln an Trumps Gaza-Plänen

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Gazastreifen (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Deutsche Außenpolitiker zweifeln an den Plänen von US-Präsident Donald Trump für den Gazastreifen.

„Trumps Vorschlag ist abenteuerlich und wird im Sande verlaufen“, sagte der außenpolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Nils Schmid, dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“. „Eine Verhandlungslösung zwischen Israel und den Palästinensern ist damit nicht zu erreichen. Der Vorschlag ist nicht nur für die Palästinenser inakzeptabel. Es widerspricht auch internationalem Recht, zwei Millionen Menschen zu vertreiben. Und die arabischen Staaten setzen weiter auf eine Zweistaatenlösung. Diesem Ziel sollte sich auch Trump widmen, damit sich die Lage in Nahost entspannt.“

Wirtschaftliche Entwicklung sei ein wichtiges Element für die Stabilisierung Gazas: „Dafür braucht es aber einen staatlichen Rahmen, nicht nur Baupläne.“ Schmid kritisierte den Umgang Trumps mit dem Thema: Dessen Vorschlag entspreche „nicht der traditionellen vermittelnden Rolle eines US-Präsidenten, sondern der eines Immobilienentwicklers, Trump vermischt private Geschäftsinteressen mit seinem politischen Amt.“

Der Vize-Vorsitzende der Unions-Fraktion, Johann Wadephul (CDU), wertete die Ankündigung Trumps als positives Signal. „Es ist gut, dass die USA Verantwortung übernehmen, sich der Zukunft des Gazastreifens widmen und sich schon jetzt zu einem langfristigen Wiederaufbauengagement bekennen“, sagte er dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“. „Der Bedarf, auch der finanzielle, ist erheblich und kann nur von der internationalen Staatengemeinschaft insgesamt, inklusive der größten Volkswirtschaft der Welt, gestemmt werden.“ Neben den Wiederaufbaumaßnahmen sei eine echte politische Lösung wichtig. Der bisherige Status von Gaza könne nicht aufrechterhalten werden. Ziel bleibe eine Zweistaatenlösung.

Sahra Wagenknecht wies den Gaza-Plan von Trump unterdessen scharf zurück. „Trumps Pläne, die Palästinenser aus dem Gazastreifen zu vertreiben und ihn in ein amerikanisches Investmentprojekt zu verwandeln, sind ungeheuerlich und zutiefst menschenverachtend“, sagte die Parteivorsitzende des Bündnisses Sahra Wagenknecht (BSW) der „Welt“.

Wagenknecht hält das Vorgehen des US-Präsidenten für einen massiven Fehler. „Wer in diesem Mann immer noch einen Friedensbringer sieht, dem ist wirklich nicht zu helfen“, sagte die BSW-Chefin. „Erst Kanada, Grönland und der Panama-Kanal, dann wüste Drohungen gegen den Iran und jetzt noch diese Gaza-Pläne: Trump droht die Welt noch rücksichtsloser in Flammen zu setzen, als es die US-Politik der letzten Jahre ohnehin bereits getan hat.“

Es brauche eine klare Zurückweisung der Pläne durch die Bundesregierung, so Wagenknecht. „Fordert unsere Völkerrechts-Außenministerin jetzt auch Wirtschaftssanktionen, weil ein Land sich anmaßt, völkerrechtswidrig Grenzen zu verschieben?“, fragte sie mit Bezug auf Bundesaußenministerin Annalena Baerbock (Grüne); die Bundesregierung setzte Sanktionen gegen Russland nach dessen Überfall der Ukraine 2022 ein. Zudem sagte Wagenknecht: „Und was sagt eigentlich die AfD, die sich von Musk und Trump im Wahlkampf hofieren lässt?“

Wagenknecht forderte eine Kehrtwende der deutschen Außenpolitik weg von den Vereinigten Staaten. „Wir brauchen endlich eine deutsche Politik, die sich nicht länger US-Interessen unterwirft, sondern selbstbewusst unser Land vertritt und sich für Dialog, diplomatische Konfliktlösung und Frieden engagiert.“

Trump hatte nach einem Treffen mit Israels Premierminister Benjamin Netanjahu verkündet, dass die USA die Kontrolle über den Gazastreifen übernehmen wollten. Demnach soll der palästinensische Küstenstreifen wirtschaftlich entwickelt und von Waffen befreit werden. Die rund zwei Millionen Palästinenser in Gaza sollten umgesiedelt werden.


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Roth weist Trumps Gaza-Pläne als "völkerrechtswidrig" zurück

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Michael Roth (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses, Michael Roth (SPD), hat die Gaza-Pläne von US-Präsident Donald Trump als „völkerrechtswidrig“ zurückgewiesen. „Trumps Vorschlag läuft auf Landraub, ethnische Säuberung und Kolonialismus hinaus“, sagte Roth dem „Tagesspiegel“ (Donnerstagsausgabe).

Es sei ein „völkerrechtswidriger Plan“, der von den Palästinensern sowie den moderaten arabischen Staaten abgelehnt werde. „Die Vertreibung von zwei Millionen Menschen wird weder Frieden noch Stabilität bringen, sondern das Leid vergrößern und die Region weiter destabilisieren. Zudem gefährdet sie den Geiseldeal und die Freilassung der verbleibenden Geiseln aus den Händen der Hamas-Terroristen.“

Kein einziges Land in der Region sei bereit, palästinensische Flüchtlinge aufzunehmen – nicht zuletzt aus der berechtigten Sorge, den Terror ins eigene Land zu holen, so der SPD-Politiker. Eine tragfähige Lösung für Frieden und Sicherheit werde es nur geben, „wenn die moderaten arabischen Staaten eingebunden werden und bereit sind, mehr Verantwortung für die Sicherheit in den palästinensischen Gebieten zu übernehmen“.

Deutschlands Interesse bleibe langfristig eine Zweistaatenlösung, sagte Roth: „Doch wir müssen kreativ denken: Die Hamas darf nicht erneut die Kontrolle über den Gazastreifen übernehmen.“ Eine internationale Verwaltung unter Führung der USA und moderater arabischer Staaten könnte mittelfristig Sicherheit und Stabilität gewährleisten. „Dies könnte zudem den Weg für eine Normalisierung der Beziehungen zwischen Israel und Saudi-Arabien ebnen“, so Roth.


Foto: Michael Roth (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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