Samstag, November 7, 2026
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IW wirft Verdi Missbrauch von Streikrecht vor

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Verdi (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Der Tarifexperte des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) hält die Arbeitsniederlegungen von Verdi bei den Kommunen für überzogen.

„Mit ihren Warnstreiks überzieht Verdi. Mehrfach Ganztägige Streiks nach der ersten Verhandlungsrunde stellen eine unnötige Eskalation dar, die auf dem Rücken der Bürger ausgetragen wird. Verdi missbraucht dabei das Streikrecht, um Mitglieder zu gewinnen“, sagte IW-Experte Hagen Lesch der „Rheinischen Post“ (Dienstag). Er betonte weiter: „Es gilt zwar der Grundsatz der Verhältnismäßigkeit, jedoch scheitern Arbeitgeber meist, wenn sie darüber Streiks stoppen wollen. Verdi darf sich aber nicht wundern, wenn es nun wieder eine Debatte gibt, Streiks in der kritischen Infrastruktur zu beschränken.“ Vor der nächsten Verhandlungsrunde für Bund und Kommunen am 17. Februar hat Verdi in vielen Städten Warnstreiks gestartet.

Zugleich kritisiert Lesch die Verdi-Forderung nach drei freien Tagen zusätzlich: „Die Forderung von Verdi und DBB ist üppig. Beim Geld wird man sich einigen können. Der Knackpunkt ist die Forderung nach drei freien Tagen zusätzlich, die allein zwei Milliarden Euro kostet“, sagte der IW-Forscher. „Die Kommunen haben weder das Geld, um neue Stellen zu schaffen, noch gibt es auf dem Arbeitsmarkt das Personal dafür. Die Folge wird eine Arbeitsverdichtung für die bestehenden Belegschaften sein. Das kann auch Verdi nicht wollen.“


Foto: Verdi (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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"Groko" wird von den meisten Deutschen bevorzugt

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Boris Pistorius und Friedrich Merz (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Sollte Friedrich Merz die Bundestagswahl gewinnen, bevorzugt eine Mehrheit der Deutschen – 43 Prozent – die Bildung einer Großen Koalition zwischen Union und SPD. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Forsa-Umfrage für die RTL-Gruppe Deutschland. 33 Prozent sähen es lieber, wenn Friedrich Merz mit den Grünen regierte. Und 17 Prozent sind für eine Koalition zwischen Union und AfD, die Friedrich Merz jedoch kategorisch ausgeschlossen hat.

Auch bei den Anhängern von CDU/CSU ist die „Groko“-Lösung die populärste – 53 Prozent würden sie bevorzugen. Bei SPD-Wählern sind es sogar 81 Prozent. Mit den Grünen dagegen möchten lediglich 28 Prozent der Unions-Anhänger gemeinsam regieren.

Die AfD hat zwar im Wahlkampf die Union zum Hauptgegner erklärt hat, doch 92 Prozent ihrer Anhänger sprechen sich für eine Koalition mit der Union aus. Bei den Unions-Wählern sagen umgekehrt nur 13 Prozent, dass sie ein Bündnis mit der AfD bevorzugen.

Forsa hatte für die RTL-Gruppe Deutschland am 6. und 7. Februar 2025 genau 1.001 Personen befragt.

Die „Groko“ hat in Deutschland Tradition: Erstmals kam es zu der historischen Konstellation in den Jahren 1966-1969, geführt wurde sie vom damaligen Bundeskanzler Kurt Georg Kiesinger (CDU) und dem Vizekanzler Willy Brandt (SPD). Angela Merkel regierte in zwölf von 16 Jahren als Kanzlerin gemeinsam mit der SPD. Zunächst mit Franz Müntefering als Vizekanzler, dann mit Sigmar Gabriel und in der dritten „Groko“ von 2017-2021 mit Olaf Scholz.

Kritiker sehen in Großen Koalitionen eine potenzielle Gefahr für die Demokratie, da eine zu große Machtkonzentration in der Mitte die politischen Ränder stärken könne. Empirisch belegt ist das jedoch nicht. Befürworter verweisen dagegen auf die große politische Stabilität, die solche Bündnisse ermöglichten. Zudem seien die einst großen Volksparteien dermaßen geschrumpft, dass es sich in einem Mehrparteien-System um ganz normale Bündnisse handele.


Foto: Boris Pistorius und Friedrich Merz (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Lindner bekommt Rat von Habeck: "Nimm dir Zeit für deine Kinder"

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Christian Lindner und Robert Habeck (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Grünen-Kanzlerkandidat Robert Habeck, Vater von vier Söhnen, gibt seinem ehemaligen Kabinettskollegen und FDP-Parteichef Christian Lindner Tipps für dessen anstehende Vaterschaft. „Nimm dir Zeit für deine Kinder“, sagte Habeck dem „Stern“ auf die Frage danach, welchen Rat er für den ehemaligen Finanzminister habe.

Der Ratschlag steht gewissermaßen im Widerspruch zu Äußerungen, die Lindner praktisch zeitgleich der „Bild-Zeitung“ für deren Dienstagausgabe zu Protokoll gab: „Meine Frau und ich haben vor, weiter voll zu arbeiten. In meinem Kalender steht schon jetzt, an welchen Tagen sie arbeiten muss und ich Dienst habe.“ Lindner und dessen Ehefrau, die Fernsehjournalistin Franca Lehfeldt, erwarten im Frühjahr ihr erstes Kind.


Foto: Christian Lindner und Robert Habeck (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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US-Börsen legen zu – Tech-Werte besonders stark

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Börsenkurse von Starbucks und Amazon an der Nasdaq (Archiv), via dts NachrichtenagenturNew York (dts Nachrichtenagentur) – Ungeachtet der neuesten Zoll-Drohungen von US-Präsident Donald Trump haben die dortigen Börsen am Montag zugelegt. Zu Handelsende in New York wurde der Dow mit 44.470 Punkten berechnet, 0,4 Prozent höher als am Freitag.

Der breiter gefasste S&P 500 mit 6.066 Punkten 0,7 Prozent im Plus, die Technologiebörse Nasdaq berechnete den Nasdaq 100 mit 21.757 sogar 1,2 Prozent im Plus.

Einerseits scheint der Zollstreit ungeachtet der neuesten Ankündigungen bereits komplett eingepreist, andererseits werden in einzelnen Branchen auch Chancen gesehen. So zogen angesichts des angekündigten 25-Prozent-Zoll auf alle US-Importe von Stahl und Aluminium United States Steel und Alcoa überdurchschnittlich an.

Tech-Werte wie Nvidia setzten am Montag ihre Aufholjagd fort, nachdem vor zwei Wochen Meldungen über vermeintlich neue und effektivere KI-Technik in den China vorübergehend Panik bei den US-Tech-Unternehmen ausgelöst hatte.

Die europäische Gemeinschaftswährung war am Montagabend etwas stärker: Ein Euro kostete 1,0305 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,9704 Euro zu haben.

Der Goldpreis konnte deutlich profitieren und war weiter auf Rekordjagd, am Abend wurden für eine Feinunze 2.906 US-Dollar gezahlt (+1,6 Prozent). Das entspricht einem Preis von 90,67 Euro pro Gramm.

Der Ölpreis stieg unterdessen deutlich: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Montagabend gegen 22 Uhr deutscher Zeit 76,05 US-Dollar, das waren 1,9 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.


Foto: Börsenkurse von Starbucks und Amazon an der Nasdaq (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Münchner Sicherheitskonferenz bei Iran-Einladung zurückhaltend

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Münchner Sicherheitskonferenz (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin/München (dts Nachrichtenagentur) – Die Organisatoren der Münchner Sicherheitskonferenz (MSC) stehen Einladungen von Vertretern des Iran weiterhin skeptisch gegenüber. Der Iran sei eines „der schwierigsten Themen seit vielen, vielen Jahren“, sagte MSC-Chef Christoph Heusgen am Montag auf Anfrage der dts Nachrichtenagentur.

Wen man einlade, sei immer „etwas sehr Politisches“. Angesichts der Rolle, die der Iran durch Hisbollah und Hamas im Nahen Osten gespielt habe, angesichts der Menschenrechtssituation und der Anzahl an Geiseln im Gefängnis, müsse man damit „sorgfältig“ umgehen. „Da sind wir mit enger Abstimmung mit der Bundesregierung und die dauert noch an“, sagte Heusgen.

Die Münchner Sicherheitskonferenz geht vom 14. bis 16. Februar und findet wie immer im Hotel Bayerischer Hof in München statt. Es werden Staats- und Regierungschefs und andere hochrangige Regierungsvertreter aus aller Welt erwartet. Auch Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) fährt am Samstag nach München.


Foto: Münchner Sicherheitskonferenz (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Gericht verbietet Verkauf von "Dubai-Schokolade"

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Bochum (dts Nachrichtenagentur) – Das Landgericht Bochum hat in einem Beschluss eine einstweilige Verfügung gegen ein Dortmunder Unternehmen erlassen und den Verkauf von sogenannter „Dubai-Schokolade“ verboten. Das schreibt die „Bild“ in ihrer Dienstagausgabe.

Dem Dortmunder Unternehmen ist es demnach bei einer Strafe von bis zu 250.000 Euro verboten, in Deutschland ein „Schokoladenprodukt“ mit den Angaben „Dubai Handmade Chocolate“ oder „ein Geschmackserlebnis aus der Metrople Dubai“ zu vertreiben oder zu bewerben. Das Verfahren strengte eine Firma an, die Schokolade aus Dubai importiert. Deren Argument vor Gericht: Es bestehe die Gefahr der „Irreführung der geografischen Herkunft“, da die Schokolade nicht in Dubai hergestellt wird.

Derselbe Kläger hatte bereits einen Stopp des Verkaufs von „Dubai-Schokolade“ bei einer großen Supermarktkette erwirkt. Das Landgericht in Bochum soll laut des Berichts das dritte Gericht sein, das sich mit „Dubai Schokolade“ beschäftigt. Immer geht es dabei um die Frage, ob „Dubai-Schokolade“ eine Herkunftsbezeichnung ist, wie beispielsweise „Schwarzwälder Schinken“.


Foto: Als „Dubai-Schokolade“ verkaufte Schokolade mit Pistaziencreme (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Hamas setzt Geiselfreilassungen aus

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Grenzübergang Erez zum Gazastreifen (Archiv), via dts NachrichtenagenturGaza-Stadt (dts Nachrichtenagentur) – Die islamistische Hamas hat die geplante Freilassung von weiteren Geiseln aus dem Gazastreifen bis auf Weiteres ausgesetzt. Grund seien angebliche israelische Verstöße gegen das ausgehandelte Abkommen, darunter eine Verzögerung der Rückkehr von Vertriebenen und das Blockieren von Hilfslieferungen. Die Ankündigung erfolgte am Montag über den Telegram-Kanal der Hamas.

Angehörige von Geiseln und Vermissten teilten mit, man habe sich nach der Ankündigung an alle Vermittlerstaaten gewandt und fordere „schnelle Hilfe zur Wiederherstellung der Umsetzung des Abkommens“. Die israelische Regierung wurde aufgerufen, „Maßnahmen zu unterlassen, die die Umsetzung des unterzeichneten Abkommens gefährden, und dessen Fortsetzung sicherzustellen, um die Rückkehr unserer 76 Brüder und Schwestern zu ermöglichen“.

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu plant laut eines Berichts der „Jerusalem Post“, das für Dienstag vorgesehene Treffen des Sicherheitskabinetts auf die frühen Morgenstunden vorzuverlegen. Israels Verteidigungsminister Katz nannte die Ankündigung der Hamas eine „vollständige Verletzung“ des Abkommens und erklärte, er habe die Armee angewiesen, höchste Alarmbereitschaft für „jede mögliche Entwicklung in Gaza“ herzustellen. „Wir werden keine Rückkehr zur Realität des 7. Oktober zulassen“, fügte er hinzu.


Foto: Grenzübergang Erez zum Gazastreifen (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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CDU korrigiert Merz – 200 Euro Klimageld doch nicht auszahlen

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Friedrich Merz (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Einen Tag nach dem TV-Duell nimmt die CDU Aussagen ihres Kanzlerkandidaten Friedrich Merz zu einem Klimageld in Höhe von 200 Euro zurück. „Die Einnahmen aus der CO2-Bepreisung setzen wir in einem ersten Schritt dafür ein, dass die Stromsteuer gesenkt und die Netzentgelte reduziert werden“, sagte ein CDU-Sprecher in der „Welt“ (Dienstagausgabe).

Dies sorge für eine Entlastung bei den Strompreisen von circa fünf Cent je Kilowattstunde. „Für einen klassischen Vier-Personen-Haushalt sprechen wir damit von Entlastungen von circa 200 Euro pro Jahr.“

Merz hatte im TV-Duell mit Kanzler Olaf Scholz (SPD) am Sonntagabend auf eine entsprechende Frage zum Klimageld noch gesagt: „Es sollten 200 Euro im Monat sein, die ausgezahlt werden an diejenigen, die die CO2-Bepreisung zu bezahlen haben.“ Das müsse gemacht werden, sagte Merz weiter. Eigentlich habe die Ampel-Koalition den Bürgern schon ein Klimageld versprochen. Diese Sätze wurden als Ankündigung eines Klimageldes in Höhe von 200 Euro verstanden.


Foto: Friedrich Merz (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Neue Rekorde bei Dax und Gold

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Frankfurter Börse, via dts NachrichtenagenturFrankfurt/Main (dts Nachrichtenagentur) – Der Dax hat am Montag weiter zugelegt und – wenn auch nur denkbar knapp – ein neues Allzeithoch markiert. Um 17:10 Uhr stand der Index bei 21.945,57 Punkten und damit so hoch wie nie, allerdings nur etwa einen fünftel Punkt über der bereits am Freitag erreichten Rekordmarke. Auf Tagessicht schloss der Dax bei 21.912 Punkten, das waren 0,6 Prozent mehr als zum Ende der letzten Woche und ebenfalls ein neuer Rekord auf Schlusskursbasis.

Papiere von Siemens Health, RWE und Porsche gehörten zu den größten Gewinnern und legten um die zwei Prozent zu. Die Ankündigung von neuen Zöllen durch US-Präsident Donald Trump prallte offenbar von vielen Anlegern ab.

Die protektionistische US-Außenhandelspolitik schiebe stattdessen die Notierungen von Gold immer weiter in Richtung 3.000 USD pro Feinunze, kommentierte Marktanalyst Andreas Lipkow. „Das ist insbesondere im Kontext zu den steigenden Aktienindex interessant, da Gold eigentlich als sicherer Hafen angesehen wird und in der Vergangenheit tendenziell negativ zu den Aktienmärkten korrelierte. Derzeit spalten sich anscheinend viele der altbekannten Korrelation auf und neue Kausalitäten und Asymmetrie entstehen an den internationalen Finanzmärkten.“

Der Goldpreis notierte am Nachmittag bei 2.910 US-Dollar pro Feinunze (+1,7 Prozent), das entspricht einem Preis von 90,71 Euro pro Gramm, den vorher auch noch nie jemand gesehen hat.

Die europäische Gemeinschaftswährung war am Freitagabend etwas schwächer unterwegs: Ein Euro kostete 1,0318 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,9692 Euro zu haben.


Foto: Frankfurter Börse, via dts Nachrichtenagentur

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Deutsche Industrie warnt vor voreiligen Zöllen gegen die USA

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Stahlproduktion (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) warnt die EU vor übereilten Gegenmaßnahmen auf die von US-Präsident Donald Trump angekündigten Zölle von 25 Prozent auf Stahl und Aluminium.

„Die EU sollte ihre Werkzeuge benennen, die sie einer aggressiven Politik entgegensetzen kann, aber sie sollte sie nur als letztes Mittel einsetzen“, sagte Hauptgeschäftsführung des BD Wolfgang Niedermark dem Nachrichtenportal „Politico“.

„Statt mit hektischen Gegenreaktionen auf die Ankündigung von Donald Trump zu reagieren, sind jetzt Verhandlungen gefragt, um konstruktive Lösungen zu finden“, sagte Niedermark weiter. Dabei gelte es „eine kluge Balance zwischen Entschlossenheit und Flexibilität zu finden, um die wirtschaftliche Zusammenarbeit zu stabilisieren und neue Wege zu erschließen.“

Für Deutschland sind die USA einer der wichtigsten Exportmärkte für Stahl- und Aluminium. Eine Eskalation des Zollstreits würde daher „nicht nur Arbeitsplätze, sondern auch unseren Wohlstand gefährden“, sagte Niedermark. Die EU-Kommission hatte zuvor angekündigt, dass man auf die Verhängung von Zöllen durch Trump „reagieren“ würde. Derzeit warte man aber noch die Details ab, so ein Sprecher der Kommission.


Foto: Stahlproduktion (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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