Samstag, November 7, 2026
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Dax wieder auf Allzeithoch – Erstmals über 22.000 Punkte

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Frankfurter Börse, via dts NachrichtenagenturFrankfurt/Main (dts Nachrichtenagentur) – Der Dax hat am Dienstag weiter zugelegt und wieder ein neues Allzeithoch markiert. Um 17:07 Uhr stand der Index bei genau 22.046,41 Punkten und damit erneut so hoch wie niemals zuvor. Auf Tagessicht schloss der Index bei 22.038 Punkten, das waren 0,6 Prozent mehr als am Vortag. Auf Schlusskursbasis ist das ebenfalls ein neuer Rekord.

Papiere von SAP führten die Liste kurz vor Handelsschluss mit einem Plus von gut zwei Prozent an, gefolgt von Siemens, Deutsche Bank und Telekom, die auch alle deutlich über ein Prozent zulegten. Die größten Kursverluste verzeichneten unter anderem Porsche, Qiagen, Volkswagen und Vonovia.

„Der Dax hat trotz aller Widrigkeiten und Nervosität das Kursniveau von 22.000 Punkten überschritten“, kommentierte Marktanalyst Andreas Lipkow. Die Marktbreite sei jedoch bedenklich dünn und die neuen Kursrekorde würden lediglich von der Hälfte der Dax-40-Unternehmen getragen.

„Kursrekordlaune sieht eigentlich anders aus und somit sind es wieder die Dax-Schwergewichte wie Siemens und SAP, die die Rekordjagd anführen“, so Lipkow. Es seien lediglich die Aktien der wenigen multinationalen Konzerne, die von der Nachfrage der Investoren profitieren könnten. „Das Gros der deutschen Unternehmen befindet sich weiterhin in der konjunkturellen Lethargie.“

Die europäische Gemeinschaftswährung war am Dienstagnachmittag stärker: Ein Euro kostete 1,0346 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,9666 Euro zu haben.


Foto: Frankfurter Börse, via dts Nachrichtenagentur

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Lindner glaubt an neue Chance als Finanzminister

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Christian Lindner am 11.02.2025, via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – FDP-Chef Lindner glaubt fest an eine neue Chance als Finanzminister. „Olaf Scholz fehlen 15 Prozent, dass er sein Amt fortsetzt, mir fehlt ein Prozentpunkt“, sagte der FDP-Politiker „Welt-TV“.

Eine Koalition aus CDU, SPD und Grünen würde die Ränder stärken und langfristig die Demokratie gefährden: „Kenia wäre das Endspiel“, so Lindner. „Wenn Schwarz-Rot-Grün im Deutschen Bundestag eine Regierung bilden müssen und Sie haben nur eine Opposition von Linkspartei und AfD, – was wird dann 2029 in unserer Demokratie eigentlich passieren?“

Um das zu verhindern sei es eben erst recht wichtig, die FDP zu wählen, findet Lindner. Dafür reichten „ganz wenige Wähler, die die Landschaft komplett verändern können.“ Denn mit der FDP im Deutschen Bundestag sei Schwarz-Grün rechnerisch nicht mehr möglich. „Kenia ist nicht nötig. Und die wahrscheinlichste Koalition ist dann eine Deutschland-Koalition aus Union, FDP und SPD.“

Und damit wäre dann aus Lindners Sicht auch für ihn persönlich der Weg frei zu einer erneuten Amtszeit als Finanzminister. Beim nächsten Interview nach der Wahl werde man ihn wieder begrüßen dürfen „als Finanzminister, hoffe ich“, so Lindner.

Auch in der Union gebe es viel Sympathie für eine weitere Amtszeit für einen Finanzminister Christian Lindner, glaubt der FDP-Spitzenkandidat und Wahlkämpfer Christian Lindner. Merz bekomme in dieser Hinsicht auch Druck aus den eigenen Reihen: „Friedrich Merz ist ja sehr kritisiert worden aus seiner eigenen Partei, die letzten 24 Stunden, weil er die Schuldenbremse in Frage gestellt hat und gegenüber Olaf Scholz Zugeständnisse gemacht hat.“ Lindner glaube, in der CDU gäbe es manche, die sagen: „Wir wollen nicht in Richtung SPD und Grüne umfallen.“

„Und deshalb sorgen wir mal lieber dafür, dass der Mann, der Steuern senkt und bei der Schuldenbremse steht und einfach durch Prioritätensetzung Investitionen organisiert, dass der das wieder macht.“


Foto: Christian Lindner am 11.02.2025, via dts Nachrichtenagentur

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Deutsche Bank plant virtuelle Hauptversammlung

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Deutsche Bank (Archiv), via dts NachrichtenagenturDüsseldorf (dts Nachrichtenagentur) – Die Deutsche Bank will ihre Aktionäre erneut zu einer rein digitalen Hauptversammlung einladen. Man wolle „möglichst vielen Aktionären unabhängig von ihrem Standort die Möglichkeit geben, daran teilzunehmen“, sagte ein Sprecher dem „Handelsblatt“ (Mittwochausgabe).

Rein digitale Hauptversammlungen sind unter Investoren umstritten. Auch die Deutsche Bank hat Kritik dafür einstecken müssen, dass sie seit der Corona-Pandemie auf Aktionärstreffen in Präsenz verzichtet hat – so wie auch in diesem Jahr.

Bei einem anderen Kritikpunkt geht das Geldhaus in diesem Jahr auf seine Kritiker zu: Anders als in den beiden Jahren zuvor dürfen Aktionäre diesmal während der Hauptversammlung jede Frage stellen, die sie stellen wollen. „Eine Vorabeinreichung der Fragen ist nicht vorgesehen, nachdem uns verschiedene Stakeholder signalisiert haben, dass sie Live-Fragen während der Veranstaltung bevorzugen“, bestätigte der Sprecher.


Foto: Deutsche Bank (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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„Shifting Power, Shaping Prosperity“ – Berlin Global Dialogue gibt Thema für drittes Gipfeltreffen bekannt

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In einer zunehmend multipolaren Welt beanspruchen immer mehr Akteure wirtschaftliche, politische und militärische Macht, während technologische Fortschritte Macht neu definieren. Diese Verschiebungen bringen auch eine kollektive Verantwortung mit sich: die Gestaltung einer stabilen und wohlhabenden globalen Ordnung.

„Dies ist ein entscheidender Moment. Wir stehen an einem Wendepunkt, an dem die Regeln einer neuen Weltordnung definiert werden—mit Auswirkungen für Jahrzehnte. Beim Berlin Global Dialogue sehen wir dies nicht nur als Herausforderung, sondern als große Chance“, sagt Lars-Hendrik Röller, Gründer und Vorsitzender von Berlin Global Dialogue. 

Wie können etablierte Akteure und aufstrebende Mächte einen destruktiven Wettbewerb vermeiden und stattdessen Chancen, Gerechtigkeit und Wohlstand für alle fördern? Der BGD 2025 bietet eine Plattform für führende Köpfe aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft, um gemeinsame Lösungen zu entwickeln, neue Partnerschaften zu schmieden und Vertrauen in einer multipolaren Welt zu stärken. 

Die Bank of America unterstützt den Berlin Global Dialogue erneut als Principal Partner. „Der Berlin Global Dialogue hat sich zu einer unverzichtbaren Plattform für inklusive und lösungsorientierte Diskussionen entwickelt, die eine widerstandsfähigere globale Zukunft gestalten können. Wir sind stolz darauf, diese Partnerschaft fortzusetzen. Der Erfolg der vergangenen beiden Gipfel zeigt, dass der konstruktive Austausch und das Finden gemeinsamer Lösungen essenziell sind“, sagt Bernard Mensah, President of International bei der Bank of America. 

Der Berlin Global Dialogue bringt jedes Jahr hochrangige Entscheidungstragende aus aller Welt zusammen. Zu den bisherigen Teilnehmenden zählen der französische Präsident Emmanuel Macron, Bundeskanzler Olaf Scholz und BlackRock-CEO Larry Fink sowie weitere Staats- und Regierungschefs, Minister und Führungskräfte aus über 70 Ländern.

Über den Berlin Global Dialogue

Der Berlin Global Dialogue (BGD) bringt führende Vertretende aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft zusammen, um gemeinsame Lösungen für die drängendsten Herausforderungen der globalen Wirtschaft zu entwickeln. Gegründet im Jahr 2022, entstand der Berlin Global Dialogue aus den wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Realitäten des 21. Jahrhunderts als neue Plattform für eine neue Ära. Mit dem Ziel, den Dialog zwischen verschiedenen Akteuren zu stärken, versammelt unser jährlicher Gipfel eine ausgewählte Gruppe hochrangiger Entscheidungstragender zu offenen, interaktiven Gesprächen. Diverse Perspektiven und interdisziplinäre Zusammenarbeit stehen dabei im Mittelpunkt und ermöglichen einen lösungsorientierten Austausch in einem exklusiven Rahmen.
Berlin Global Dialogue

Über Lars-Hendrik Röller

Lars-Hendrik Röller ist Gründer und Vorsitzender des Berlin Global Dialogue sowie Professor of Economics an der ESMT Berlin. Zuvor war er wirtschaftspolitischer Berater der ehemaligen deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel und G7- und G20-Sherpa. Davor war Röller Präsident der ESMT und Chefökonom für Wettbewerbspolitik bei der Europäischen Kommission. In seiner akademischen Laufbahn lehrte er an der INSEAD, der New York University, der Stanford University und der Norwegischen Handelshochschule.

Über die ESMT Berlin

Die ESMT Berlin ist eine weltweit führende Wirtschaftsuniversität. Von 25 globalen Unternehmen gegründet, bietet die ESMT Master-, MBA- und PhD-Studiengänge sowie Managementweiterbildung an. Die Kurse werden auf dem Berliner Campus, an Standorten weltweit, online sowie als hybride Kurse mit Teilpräsenz angeboten. Mit einem Fokus auf Leadership, Innovation und Analytics veröffentlichen die Professorinnen und Professoren der ESMT regelmäßig ihre Forschungsergebnisse in führenden wissenschaftlichen Publikationen. Zusätzlich bietet die ESMT eine Plattform für den Diskurs zwischen Politik, Wirtschaft und Wissenschaft. Die ESMT ist eine staatlich anerkannte private wissenschaftliche Hochschule mit Promotionsrecht und ist von AACSB, AMBA, EQUIS und ZEvA akkreditiert. Die Business School engagiert sich für Vielfalt, Gleichstellung und Inklusion in all ihren Aktivitäten und Gemeinschaften.
esmt.berlin

Quelle: ESMT

IfW: Auswirkungen der Trump-Zölle halten sich in Grenzen

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Stahlproduktion (Archiv), via dts NachrichtenagenturKiel (dts Nachrichtenagentur) – Die wirtschaftlichen Auswirkungen der neuen Zölle der USA auf Stahl und Aluminium halten sich für Deutschland laut Ökonomen in Grenzen. Das zeigen Berechnungen des Kiel Instituts für Weltwirtschaft (IfW), über die das „Handelsblatt“ berichtet.

Demnach werden die Zölle das reale Bruttoinlandsprodukt Deutschlands kurzfristig nur um rund 0,03 Prozent senken – das ist ein Rückgang von etwa 1,22 Milliarden Euro an Wirtschaftsleistung. „Die gesamtwirtschaftlichen Effekte für Deutschland und die EU sind überschaubar“, sagte IfW-Handelsökonom Julian Hinz, Professor für Internationale Volkswirtschaftslehre an der Universität Bielefeld, dem „Handelsblatt“. Der Schaden für die EU insgesamt liegt bei 0,02 Prozent.

Die Auswirkungen auf andere Länder sind deutlich größer. Am stärksten ist Kanada betroffen. Das reale BIP des US-Nachbarn sinkt um 0,39 Prozent – also mehr als zehn Mal stärker als das von Deutschland. Für Mexiko liegt das Minus bei 0,18 Prozent. Das liegt laut Hinz daran, dass diese Länder deutlich mehr Stahl und Aluminium in die USA exportieren. Der Schaden für China geht gegen null, der für die USA selbst liegt bei 0,04 Prozent.

US-Präsident Donald Trump hatte am Montag neue Strafzölle auf Einfuhren von Stahl und Aluminium in Höhe von 25 Prozent bekanntgegeben, die am 4. März in Kraft treten könnten. Die EU hat Gegenzölle angekündigt. Details dazu sind noch nicht bekannt, entsprechend auch noch keine Berechnungen möglich. „Eine Reaktion der EU zielt natürlich darauf ab, wirtschaftliche und politische Kosten in den USA zu erzeugen – und innerhalb der EU niedrig zu halten“, erklärte Hinz.


Foto: Stahlproduktion (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Union beharrt auf Zurückweisungen an Grenzen

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Grenze zwischen Deutschland und Dänemark (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Über den richtigen Kurs in der deutschen Migrationspolitik ist ein neuer Streit entbrannt. Anlass sind Aussagen des prominenten Historikers Heinrich August Winkler. Dieser hatte sich in einem Gastbeitrag im „Spiegel“ für einen härteren Asylkurs ausgesprochen und dabei auch für Zurückweisungen an deutschen Grenzen plädiert. Damit stellt sich das SPD-Mitglied Winkler gegen seine Partei, die Zurückweisungen für europarechts- und verfassungswidrig hält.

Der CDU-Innenpolitiker Alexander Throm sieht durch den Vorstoß von Winkler die „migrationspolitische Blockade“ der Minderheitsregierung aus SPD und Grünen entzaubert. „Nicht das deutsche Grundgesetz ist hier das Problem, sondern die politische Überzeugung von Rot-Grün“, sagte Throm dem „Handelsblatt“ (Mittwochsausgabe). Das Grundgesetz erlaube eine „kontrollierte und beschränkte Migration“ auch von Asylbewerbern. „Ich würde sogar weitergehen: Der Schutz der deutschen Grenze ist verfassungsrechtlich nicht nur erlaubt, sondern geboten.“

Ähnlich äußerte sich der FDP-Vize Wolfgang Kubicki. Winkler habe „die falsche Argumentation von Grünen und SPD entlarvt“, sagte er dem „Handelsblatt“. „Ein bisschen mehr Ehrlichkeit von Roten und Grünen in der Asyldebatte könnte nicht nur in der Sache helfen, sondern würde auch radikale Positionen im Diskursraum irrelevanter machen.“ Auslöser sind mehrere tödliche Attacken, zuletzt in Aschaffenburg, bei denen die Tatverdächtigen Zuwanderer waren. Die Union hat daraufhin ihren Migrationskurs verschärft und pauschale Zurückweisungen an der Grenze gefordert.


Foto: Grenze zwischen Deutschland und Dänemark (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Grünen-Chefin plädiert für EU-Gegenzölle auf US-Sonderzölle

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Franziska Brantner (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Grünen-Vorsitzende Franziska Brantner hat eine starke und geschlossene Reaktion der Europäischen Union auf die angedrohten US-Sonderzöllen auf Stahl- und Aluminiumimporte gefordert.

„Ich bin der festen Überzeugung, dass die Europäische Union auf Trumps Zölle nur mit eigener Stärke reagieren kann“, sagte Brantner der „Rheinischen Post“ (Mittwochsausgabe). „Dafür braucht es aber eine starke Europäische Union, die gemeinsam handlungsfähig ist. Wir wollen einen Handelskrieg verhindern, denn das schwächt uns wirtschaftlich alle. Im Fall der Fälle braucht es aber die echte Bereitschaft auch Gegenzölle zu erheben“, so die Grünen-Politikerin.

Außerdem müsse man die heimische Wirtschaft stärken, die Europäische Union müsse massiv in die digitale Infrastruktur, in Künstliche Intelligenz und in Rechenzentren investieren. „Und das bedeutet auch, dass die Europäische Kommission das europäische Recht durchsetzt gegenüber digitalen Plattformen und sich hier nicht einschüchtern lässt von Elon Musk oder dem amerikanischen Vizepräsidenten“, so Brantner.

„Auch in die europäische Sicherheit müssen wir massiv investieren, wenn nötig mit Krediten – denn wir wollen Frieden in Freiheit in Europa.“ Es gelte, über eine gemeinsame Beschaffung von Rüstungsgütern Effizienzen zu heben. „Und wenn ein gemeinsamer Rüstungsmarkt innerhalb der 27 EU-Länder nicht möglich ist, dann sollten wir in einer Koalition der Willigen vorausgehen, gerne auch mit Großbritannien zusammen“, so Brantner weiter.


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DIW rechnet mit bis zu einem Prozent Wachstumsverlust durch US-Zölle

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Industrieanlagen, Hafen und Freiheitsstatue (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – DIW-Präsident Marcel Fratzscher erwartet Wachstumseinbußen in Deutschland von bis zu einem Prozent der Wirtschaftsleistung durch die Zoll-Androhungen von US-Präsident Donald Trump.

Die Strafzölle auf Stahl und Aluminium würden für sich genommen noch keine deutlichen negativen Folgen haben, sagte Fratzscher der „Rheinischen Post“ (Mittwochsausgabe). „Das Problem ist vielmehr die Unsicherheit, die Donald Trump mit seinen Maßnahmen verursacht“, sagte der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW). „Auch die Strafzölle auf Produkte aus Kanada und Mexiko können und werden sich indirekt auf die deutsche Wirtschaft auswirken, und weitere US-Strafzölle auf deutsche und europäische Produkte sind zu erwarten“, sagte Fratzscher.

„Diese Unsicherheit und eine Eskalation im Handelskonflikt könnte der deutschen Wirtschaft bis Ende kommenden Jahres bis zu ein Prozent Wirtschaftsleistung kosten, wenn auch große Vorsicht mit konkreten Schätzungen geboten ist. Eine Rezession der deutschen Wirtschaft im laufenden Jahr durch die US-Strafzölle ist wahrscheinlich geworden“, sagte der DIW-Chef.


Foto: Industrieanlagen, Hafen und Freiheitsstatue (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Letzter Schlagabtausch im Parlament vor Bundestagswahl

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Letzte Debatte vor der Bundestagswahl am 11.02.2025, via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – In der letzten Plenarsitzung vor der Bundestagswahl haben sich die Spitzenkandidaten einen scharfen Schlagabtausch geliefert.

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) warf Unions-Kanzlerkandidaten Friedrich Merz vor, anzutreten, „Europa zu Grabe zu tragen“. Merz erwiderte, der aktuellen Bundesregierung schlage in Brüssel „so viel Kritik und so viel Verachtung“ wie noch nie entgegen. SPD-Chef Lars Klingbeil bezeichnete die Rede von Merz als „Pöbelei“ und verglich den CDU-Chef mit einem „Onkel, der alles besser weiß“. Die einzigen Freunde von Merz im Parlament seien nur noch die AfD, so Klingbeil.

Grünen-Kanzlerkandidat Robert Habeck mahnte, den Klimaschutz nicht aus den Augen zu verlieren. Union und FDP stellten bereits die Klimaziele infrage – „aus Angst vor der Mühsal der Arbeit“, sagte Habeck. Das sei aber nach dem Ausstieg der USA aus dem Pariser Klimaschutzabkommen fatal. „Wenn Europa umfällt, ist es vorbei, mit dem globalen Klimaschutz“, so der Minister. Die wirtschaftspolitischen Pläne der Union seien nicht geeignet, die Industrie zukunftsfest zu machen. Stattdessen sei das Programm von CDU und CSU nur die „Wiederholung der 80er-Jahre“, sagte Habeck.

FDP-Chef Christian Lindner warf Scholz erneut vor, im Wahlkampf die Menschen in der Ukraine gegen die Rentner in Deutschland ausspielen zu wollen. Die Ampel-Regierung sei vor allem daran zerbrochen, dass sie es nicht geschafft habe, die Wirtschaftskrise zu beheben, so der ehemalige Finanzminister. Dem Kanzler verkenne die Lage. Scholz habe den Beweis erbracht, dass es „Paralleluniversen“ gebe, sagte Lindner.

AfD-Kanzlerkandidatin Alice Weidel sagte, Rot-Grün sei „gescheitert“. Aber auch Merz gehe es nicht anders, da er seine Versprechen nicht umsetzen könne, so Weidel. Die Abgeordneten der Grünen hätten „nichts hier im Bundestag verloren“. Diese hätten „hätten noch nie gearbeitet“. „Gehen Sie arbeiten, suchen Sie sich einen Job“, rief sie der Grünen-Fraktion zu. Weiter warb die AfD-Chefin für einen radikalen Rückbau des öffentlichen Sektors und den Ausstieg aus dem Euro.

Linken-Spitzenkandidatin Heidi Reichinnek forderte eine Streichung der Mehrwertsteuer auf Grundnahrungsmittel. Gegenfinanziert solle das durch Steuerreformen, vor allem für Milliardäre, werden. Zudem sprach sie sich für einen bundesweiten Mietendeckel sowie die Legalisierung von Abtreibungen aus. BSW-Chefin Sahra Wagenknecht warnte vor der Stationierung von US-Raketen in Deutschland und einem weiteren Wettrüsten.

Zum Abschluss der Debatte äußerte sich auch der ehemalige SPD-Generalsekretär Kevin Kühnert erstmals wieder seit seinem Rücktritt Anfang Oktober. Kühnert warb dabei dafür, Verantwortung für die deutsche Geschichte zu übernehmen. Er kritisierte eine „Stilverschiebung in der Debatte“. Der CDU-Austritt von Michel Friedmann aus Protest gegen die gemeinsame Abstimmung seiner Partei mit der AfD hätte früher dafür gesorgt, dass „kein Stein auf dem anderen geblieben wäre“, so Kühnert. Doch jetzt ignoriere CDU-Chef Merz die Kritiker in den eigenen Reihen einfach.


Foto: Letzte Debatte vor der Bundestagswahl am 11.02.2025, via dts Nachrichtenagentur

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US-Zölle: DIHK-Außenwirtschaftschef warnt vor fatalen Folgen

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Industrieanlagen und Hafen in New York/Brooklyn (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Deutsche Industrie- und Handelskammer (DIHK) hat vor spürbaren Folgen für die deutsche Wirtschaft durch die von US-Präsident Donald Trump verhängten Importzölle auf Stahl und Aluminium gewarnt.

„Die Ankündigung zusätzlicher US-Zölle auf Stahl und Aluminium ist ein Warnsignal für die transatlantischen Wirtschaftsbeziehungen“, sagte DIHK-Außenwirtschaftschef Volker Treier der „Rheinischen Post“ (Mittwochsausgabe). „Statt Zusammenarbeit mit unserem wichtigsten Handelspartner drohen nun neue Handelshemmnisse – mit spürbaren Folgen für deutsche Unternehmen“, sagte Treier.

„Deutschland belegte im vergangenen Jahr Rang fünf der Stahl-Lieferanten der USA. Ein Handelskonflikt mit den USA wäre fatal: Höhere Zölle verteuern nicht nur deutsche Importgüter in den USA, sondern schwächen ganze Wertschöpfungsketten“, warnte Treuer.

„Beide Seiten tun gut daran, sich nun dialogbereit zu zeigen. Eine Zollspirale ist keine Option und schadet langfristig Unternehmen und Verbrauchern auf beiden Seiten. Gleichzeitig ist es wichtig, dass die EU geschlossen und als souveräne Handelspartnerin auftritt und sich für faire, offene Marktbedingungen einsetzt“, so der DIHK-Handelsexperte. „Die USA bleiben ein wichtiger Partner, aber fairer Wettbewerb ist keine Einbahnstraße. Die Politik muss jetzt handeln, um eine Eskalation zu verhindern und offene Märkte zu sichern.“


Foto: Industrieanlagen und Hafen in New York/Brooklyn (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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