Samstag, November 7, 2026
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Erzeugerpreise landwirtschaftlicher Produkte gestiegen

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Bauer auf Traktor (Archiv), via dts NachrichtenagenturWiesbaden (dts Nachrichtenagentur) – Die Erzeugerpreise landwirtschaftlicher Produkte in Deutschland sind zuletzt kräftig gestiegen. Sie waren im Dezember 2024 um 4,1 Prozent höher als im Vorjahresmonat, teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) am Donnerstag mit.

Im November hatte die Veränderungsrate zum Vorjahresmonat ebenfalls bei +4,1 Prozent gelegen, im Oktober bei +3,0 Prozent. Gegenüber dem Vormonat legten die Erzeugerpreise im Dezember um 1,3 Prozent zu. Im Jahresdurchschnitt 2024 sanken sie um 1,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Im Vergleich zum Vorjahresmonat entwickelten sich die Preise für Produkte aus pflanzlicher und tierischer Erzeugung wie bereits in den Vormonaten auch im Dezember gegenläufig. So sanken die Preise für pflanzliche Erzeugnisse um 4,4 Prozent gegenüber Dezember 2023, während die Preise für Tiere und tierische Erzeugnisse um 9,9 Prozent stiegen. Im Vergleich zum Vormonat verteuerten sich sowohl Produkte aus pflanzlicher Erzeugung (+1,5 Prozent) als auch Produkte aus tierischer Erzeugung (+1,2 Prozent).

Der Preisrückgang bei pflanzlichen Produkten um 4,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat ist unter anderem auf die gesunkenen Preise für Speisekartoffeln zurückzuführen. Diese waren um 32,5 Prozent niedriger als im Dezember 2023. Im November und Oktober hatte die Vorjahresveränderung bei -31,7 Prozent beziehungsweise -38,3 Prozent gelegen. Gegenüber dem Vormonat stiegen die Speisekartoffelpreise um 3,0 Prozent.

Die Erzeugerpreise für Obst waren im Dezember um 18,6 Prozent höher als ein Jahr zuvor. Preisanstiege gab es unter anderem bei Tafeläpfeln mit +19,6 Prozent. Die Erzeugerpreise für Gemüse gingen gegenüber dem Vorjahresmonat um 9,0 Prozent zurück. Insbesondere sanken die Preise für Salat (-13,5 Prozent) und Kohlgemüse (-8,2 Prozent). Deutliche Preisanstiege waren hingegen bei Tomaten und Gurken zu beobachten, die sich binnen Jahresfrist um 25,4 Prozent beziehungsweise 17,4 Prozent verteuerten.

Getreide war im Vergleich zum Dezember 2023 um 1,9 Prozent teurer (November 2024: -3,9 Prozent zum Vorjahresmonat). Das Handelsgewächs Raps verteuerte sich im Vergleich zum Vorjahresmonat um 21,6 Prozent. Preise für Handelsgewächse insgesamt lagen im Dezember um 8,1 Prozent höher als ein Jahr zuvor. Auch Wein war teurer als im Vorjahresmonat, jedoch nur moderat um 0,7 Prozent. Die Preise für Futterpflanzen waren mit einer Veränderungsrate von -10,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat weiterhin rückläufig (November 2024: -10,1 Prozent).

Der Preisanstieg für Tiere und tierische Erzeugnisse um 9,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat ist derweil unter anderem auf die gestiegenen Preise für Milch zurückzuführen, so das Bundesamt weiter. Der Milchpreis lag im Dezember um 23,0 Prozent höher als im Vorjahresmonat (November: +23,4 Prozent). Im Vergleich zum Vormonat stiegen die Preise für Milch um 1,9 Prozent. Bei Eiern kam es zu einem Preisrückgang von 3,7 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat (November 2024: -2,1 Prozent).

Die Preise für Tiere lagen um 1,9 Prozent höher als im Dezember 2023 (November: +1,1 Prozent zum Vorjahresmonat). Dabei stiegen die Preise für Rinder um 22,1 Prozent, für Schlachtschweine fielen die Preise hingegen um 8,2 Prozent. Die Preise für Geflügel waren um 3,9 Prozent höher als im Dezember 2023. Ausschlaggebend hierfür waren insbesondere die Preissteigerungen bei Hähnchen um 7,3 Prozent. Die Preise für Sonstiges Geflügel (Enten und Puten) fielen hingegen binnen Jahresfrist um 1,3 Prozent.


Foto: Bauer auf Traktor (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Gender-Pay-Gap sinkt auf 16 Prozent

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Mann und Frau sitzen am Strand, via dts NachrichtenagenturWiesbaden (dts Nachrichtenagentur) – Frauen haben im Jahr 2024 in Deutschland pro Stunde durchschnittlich 16 Prozent weniger verdient als Männer. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) am Donnerstag mitteilte, erhielten Frauen mit 22,24 Euro einen um 4,10 Euro geringeren durchschnittlichen Bruttostundenverdienst als Männer (26,34 Euro).

Im Vergleich zum Vorjahr sank der sogenannte unbereinigte Gender-Pay-Gap um zwei Prozentpunkte. Das war der stärkste Rückgang seit Beginn der Berechnungen im Jahr 2006. Dabei ging er in den westlichen und östlichen Bundesländern gleichermaßen um zwei Prozentpunkte zurück. Damit blieb der unbereinigte Verdienstabstand zwischen Frauen und Männern im Osten weiterhin deutlich kleiner als im Westen: Im Osten lag er im Jahr 2024 bei fünf Prozent und im Westen bei 17 Prozent.

Der Rückgang ist vor allem auf die stärkere Entwicklung der Bruttomonatsverdienste von Frauen zurückzuführen. Im Jahr 2024 stiegen diese gegenüber 2023 um rund acht Prozent von durchschnittlich 2.633 Euro auf 2.851 Euro. Der durchschnittliche Bruttomonatsverdienst von Männern stieg schwächer um rund fünf Prozent von 3.873 Euro auf 4.078 Euro. Die durchschnittlichen monatlichen Arbeitszeiten von Frauen und Männern erhöhten sich nur geringfügig. Sowohl Frauen als auch Männer arbeiteten im Jahr 2024 mit 122 beziehungsweise 149 Stunden im Durchschnitt etwa eine Stunde mehr pro Monat als im Jahr 2023.

Ausgehend vom unbereinigten Gender-Pay-Gap lassen sich den Statistikern zufolge rund 63 Prozent der Verdienstlücke durch die für die Analyse zur Verfügung stehenden Merkmale erklären. In Eurobeträgen sind das 2,58 Euro des Verdienstunterschieds von 4,10 Euro. Im Jahr 2023 waren noch 24 Prozent der Verdienstlücke (1,06 Euro) darauf zurückzuführen, dass Frauen häufiger in schlechter bezahlten Berufen und Branchen tätig sind. 2024 sank dieser Anteil auf 21 Prozent (0,87 Euro). Das könnte darauf hindeuten, dass Frauen inzwischen verstärkt in besser bezahlten Berufen und Branchen arbeiten.

Ein weiterer Faktor, um den Verdienstunterschied zu erklären, ist der Beschäftigungsumfang: Frauen sind häufiger in Teilzeit beschäftigt, was in der Regel mit geringeren durchschnittlichen Bruttostundenverdiensten einhergeht. Dies macht rund 19 Prozent des Verdienstunterschieds (0,79 Euro) aus. Etwa zwölf Prozent der Verdienstlücke (0,48 Euro) lassen sich durch das Anforderungsniveau des Berufs erklären.

Die verbleibenden 37 Prozent des Verdienstunterschieds (1,52 Euro von 4,10 Euro) können nicht durch die im Schätzmodell verfügbaren Merkmale erklärt werden, so das Bundesamt. Dieser unerklärte Teil entspricht dem bereinigten Gender-Pay-Gap von sechs Prozent. Demnach verdienten Arbeitnehmerinnen im Durchschnitt auch bei vergleichbarer Tätigkeit, Qualifikation und Erwerbsbiografie im Jahr 2024 pro Stunde sechs Prozent weniger als ihre männlichen Kollegen (westliche Bundesländer: sechs Prozent, östliche Bundesländer: acht Prozent).

Es sei jedoch davon auszugehen, dass die Unterschiede geringer ausfallen würden, wenn weitere Informationen über lohnrelevante Einflussfaktoren für die Analyse zur Verfügung stünden, etwa Angaben zu Erwerbsunterbrechungen aufgrund von Schwangerschaft, der Geburt von Kindern oder der Pflege von Angehörigen, so die Statistiker weiter. Der bereinigte Gender-Pay-Gap sei daher als „Obergrenze“ für eine mögliche Verdienstdiskriminierung von Frauen zu verstehen.


Foto: Mann und Frau sitzen am Strand, via dts Nachrichtenagentur

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Linnemann erwartet "Bewegung" bei Schuldenbremse

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Carsten Linnemann (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann erwartet Änderungen der Schuldenbremse für den Fall einer Regierungsübernahme der Union.

„Auf Länderebene gibt es bei der jetzigen Regelung der Schuldenbremse nicht die Flexibilität, die wir im Bund haben“, sagte Linnemann den Zeitungen der Mediengruppe Bayern. „Die Länder haben ein großes Interesse daran, über dieses Thema zu reden. Hier wird es bestimmt zu Bewegung kommen.“ Unionskanzlerkandidat Friedrich Merz hatte im TV-Duell Änderungen an der Schuldenbremse nicht ausgeschlossen.

Mit Blick auf die Bundestagswahl äußerte Linnemann die Hoffnung, dass die FDP über die Fünf-Prozent-Hürde kommt. „Ich wünsche mir, dass die FDP in den Bundestag kommt, aber jeder kämpft für sich.“ Das neue Wahlrecht zwinge die Union dazu, noch intensiver um die Zweitstimme zu werben. „Es gibt Wahlkreise, in denen CDU-Kandidaten direkt gewinnen, aber dennoch nicht in den Bundestag einziehen. Das droht etwa in Baden-Württemberg oder Berlin.“


Foto: Carsten Linnemann (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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SPD lehnt Rückkehr zur Wehrpflicht ab

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Bundeswehr-Soldat (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – SPD-Chef Lars Klingbeil lehnt eine Rückkehr zur Wehrpflicht ab. Er sei „gegen einen Zwang“, sagte Klingbeil dem Podcast „Meine schwerste Entscheidung“ der Funke-Mediengruppe (Donnerstagausgaben).

Wenn man jemanden zwinge, „dann bringt es nichts, aber man sollte attraktive Angebote machen und dafür sorgen, dass es auch reizvoll ist“, so der SPD-Chef. Als Beispiel nannte er die Möglichkeit, bei der Bundeswehr den Führerschein zu machen.

Klingbeil behauptete, dass er selbst den Wehrdienst heute wohl nicht mehr verweigern würde. Zwar sei sein Zivildienst bei der Bahnhofsmission in Hannover eine sehr wertvolle Zeit gewesen. „Aber das, was ich damals an Argumenten gegen die Bundeswehr hatte, habe ich heute nicht mehr“, sagte er. „Also insofern, es könnte sein, dass ich mich heute für die Bundeswehr entscheide. Wahrscheinlich wäre das dann auch der Weg, den ich eher gehen würde.“

Obwohl sein Vater Berufssoldat gewesen sei, habe dieser nicht darauf bestanden, dass sein Sohn zur Bundeswehr gehe, berichtete Klingbeil. In seiner Schulklasse habe es aber Anfeindungen gegeben. „Und das war schon teilweise heftig. Also ich weiß, ich kam einmal aus einer großen Pause zu mir in den Klassenraum und da war mit fettem Edding über meinem Heft darüber geschrieben: Zivilversager“, erzählte Klingbeil. „Also das war etwas Unanständiges für manche, nicht zur Bundeswehr zu gehen. Und ich habe auch Klassenkameraden gehabt, die mir dann vertraulich durchaus erzählt haben, sie hätten sich auch vorstellen können, Zivildienst zu leisten, aber dann wären sie zu Hause rausgeflogen.“

Klingbeil sagte, er könne sich vorstellen, Deutschland mit der Waffe zu verteidigen. Er wolle das gar nicht martialisch sagen, aber „wenn es darum geht, hier zu verteidigen, dann glaube ich, würde ich diese Entscheidung so treffen“, sagte der SPD-Chef. Er habe kein Land kennengelernt, in dem er lieber leben würde als in Deutschland. „Und wenn dieses Land und meine Familie und das unter Druck geraten würde, dann natürlich wäre ich dann dabei, das alles zu verteidigen.“ Seine Aufgabe als Politiker sei aber, alles dafür zu tun, dass es gar nicht erst so weit komme, fügte er hinzu.


Foto: Bundeswehr-Soldat (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Wagenknecht sieht Wahl als Abstimmung über ihre politische Zukunft

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Sahra Wagenknecht (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – BSW-Chefin Sahra Wagenknecht fürchtet offenbar persönliche Folgen, sollte ihre Partei nach der Wahl nicht in den Bundestag einziehen. „Die Wahl ist auch eine Abstimmung über meine politische Zukunft“, sagte sie dem ARD-Hauptstadtstudio. Ohne Bundestagsmandat habe man in Deutschland keine politische Stimme, so Wagenknecht.

Sie sei jedoch „sehr, sehr zuversichtlich“. Bei den BSW-Wahlkampfveranstaltungen sei zu spüren, wie viel Rückhalt die Partei in der Bevölkerung habe. Es sei „dringend notwendig, dass nach der Wahl nicht alles so weitergeht wie vor der Wahl“. Ihrer Ansicht nach bestehe sonst die Gefahr, dass die AfD in vier Jahren das Kanzleramt übernehmen könnte.

Nach den Abstimmungen über einen Antrag und einen Gesetzesentwurf der Union, bei denen die AfD im Bundestag jeweils erstmals Einfluss über die Annahme hatte, wies Wagenknecht Kritik zurück. „Die AfD ist nicht deshalb stark, weil man mit ihr abstimmt“, sagte sie.

Die BSW-Chefin sieht den Grund für das Erstarken der AfD vor allem darin, dass die Politik es seit Jahren nicht schaffe, wichtige Probleme zu lösen – ob bei ungeregelter Einwanderung, im Rentensystem oder auf dem Wohnungsmarkt. Es sei „heuchlerisch“, wenn sich Vertreter von SPD und Grünen an Demonstrationen gegen einen Rechtsruck beteiligten. Schließlich seien die Parteien der früheren Ampel-Koalition dafür verantwortlich, dass sich die Umfragewerte der AfD in den vergangenen drei Jahren verdoppelt hätten, so Wagenknecht.

Das BSW liegt aktuell in Umfragen mal oberhalb, mal unterhalb der Fünf-Prozent-Hürde. Damit ist ungewiss, ob Wagenknecht und die anderen BSW-Abgeordneten auch im nächsten Bundestag vertreten sein werden.


Foto: Sahra Wagenknecht (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Brandmauer-Demos: Union will Förderstopp für Organisationen prüfen

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Demo vor der CDU-Parteizentrale (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Union erwägt Organisationen die staatliche Förderung zu streichen, die zu den „Brandmauer“-Demonstrationen aufgerufen haben, nachdem die Union es erstmals in Kauf genommen hat, dass die Stimmen der AfD im Bundestag entscheidend sind für die Annahme eines Antrags war. Wer auf solche Weise „Stimmung mache“, riskiere seinen finanziellen Sonderstatus, sagte Fraktionsvize Mathias Middelberg der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Donnerstagausgabe). „Ein solches Agieren ist ganz sicher nicht mehr gemeinnützig und auch nicht förderungswürdig durch Steuermittel der Allgemeinheit.“

Als Haushaltspolitiker seiner Fraktion kündigte Middelberg an, dass entsprechende Förderprogramme des Bundes „sehr scharf hinsichtlich der Begünstigten zu prüfen und gegebenenfalls auch ganz zu streichen“ seien. Konkret nannte er das Programm „Demokratie leben“ des Bundesfamilienministeriums unter Lisa Paus (Grüne).

„Demonstrationen für Demokratie und gegen Rechtsextremismus sind völlig okay“, so Middelberg. Doch Demonstrationen gegen die CDU und Friedrich Merz seien „nicht mehr allgemein pro Demokratie, sondern schlicht parteipolitisch“, befand der Abgeordnete. In der heißen Phase des Bundestagswahlkampfes gehe es seiner Ansicht nach auch um die Beeinflussung zugunsten einzelner Parteien.


Foto: Demo vor der CDU-Parteizentrale (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Söder will Wortmeldungen der Kirchen zum Thema Abtreibung

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Frauenkirche in München (Archiv), via dts NachrichtenagenturMünchen (dts Nachrichtenagentur) – Der CSU-Vorsitzende Markus Söder hat die Kirchen aufgefordert, sich an Debatten zum Lebensschutz und zum Paragrafen 218 verstärkt zu beteiligen. „Ich freue mich, wenn die Kirchen sich engagieren“, sagte der bayerische Ministerpräsident dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (Donnerstagausgabe). „Ich würde mir aber auch bei Fragen, die den Kern des Christentums berühren, eine lautere Stimme der Kirchen wünschen – beispielsweise beim Lebensschutz und beim Paragrafen 218.“

Zur Kritik der Kirchen an dem Vorgehen der Union, AfD-Stimmen für eine Mehrheit im Bundestag in Kauf zu nehmen, sagte Söder: „Es war ein offenbar unabgestimmtes Schreiben der politischen Büros der Kirchen. Mehrere Bischöfe und viele Gläubige haben sich sofort davon distanziert“, so der CSU-Politiker. „Die Kritik nehmen wir an, aber umgekehrt müssen wir auch unsere Meinung sagen dürfen – auch ich als gläubiger Christ.“


Foto: Frauenkirche in München (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Gewerkschaften wollen mehr Urlaubstage für Beschäftigte

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GEW (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Angesichts der jüngsten Tarifrunde im Öffentlichen Dienst fordern Gewerkschaften mehr Urlaubstage auch für Beschäftigte in anderen Branchen. In weiten Teilen des Öffentlichen Dienstes gebe es eine „akute Belastungssituation“, sagte die stellvertretende Verdi-Vorsitzende Christine Behle, der „Bild“ (Donnerstagausgabe). Die in den Tarifverhandlungen geforderten drei zusätzlichen freien Tage seien daher nötig.

„Hunderttausende Stellen sind unbesetzt beziehungsweise werden in den nächsten Jahren frei, weil die Babyboomer in Rente gehen. Zudem kommen auf die Beschäftigten immer mehr Aufgaben zu, viele sind permanent überlastet“, sagte die Verdi-Vizevorsitzende. „Die zusätzlichen drei freien Tage sollen einen Ausgleich dafür schaffen.“

Annett Lindner, Vorstandsmitglied der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), sagte der Zeitung, die GEW unterstütze die Forderungen nach mehr Urlaubstagen, „damit der eklatante Fachkräftemangel im Öffentlichen Dienst, insbesondere in den westlichen Bundesländern, behoben werden kann“. Der Öffentliche Dienst müsse ein attraktiver Arbeitgeber sein.

Auch die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) stellt sich hinter die Forderung nach mehr Urlaubstagen für Arbeitnehmer. „Zusätzliche freie Tage, die wie Urlaub gesehen werden, halten auch wir für ein adäquates Instrument, den zunehmenden Belastungen in der Forstwirtschaft entgegenzuwirken“, sagte ein IG-BAU-Sprecher der „Bild“.

Ein Sprecher der IG Metall verwies auf bestehende Modelle in der Metall- und Elektroindustrie. Seit 2019 gibt es dort eine „tarifliche Freistellungszeit“, bei der belastete Beschäftigte zusätzliche freie Tage erhalten können. „Wer in Schicht arbeitet, Kinder betreut oder Angehörige pflegt, erhält bis zu acht zusätzliche freie Tage im Jahr“, teilte die Gewerkschaft mit.


Foto: GEW (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Champions League: Bayern München gewinnt Hinspiel gegen Glasgow

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Harry Kane (Archiv), via dts NachrichtenagenturGlasgow (dts Nachrichtenagentur) – In den Playoffs der Champions League hat der FC Bayern München im Hinspiel gegen Celtic Glasgow 2:1 gewonnen.

Die Bayern dominierten über weite Strecken das Spiel. Ein Treffer von Nicolas Kühn für Celtic in den ersten Spielsekunden wurde wegen Abseits nicht gegeben, doch die Münchener im Anschluss Schwierigkeiten, ins Spiel zu kommen. In der 45. Minute traf Michael Olise für die Mannschaft. Harry Kane legte zu Beginn der zweiten Halbzeit nach (49. Minute). In den letzten Minuten kam wieder mehr Spannung auf, nachdem Daizen Maeda in der 79. Minute ein Gegentor erzielte. Die Rückrunde ist für den 18. Februar geplant.

Die weiteren Ergebnisse: FC Brügge – Atalanta 2:1; AS Monaco – SL Benfica 0:1; Feyenoord Rotterdam – AC Mailand 1:0.


Foto: Harry Kane (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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US-Börsen schließen nach Inflationsdaten uneinheitlich

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Wallstreet, via dts NachrichtenagenturNew York (dts Nachrichtenagentur) – Die US-Börsen haben am Mittwoch nachgelassen. Zu Handelsende in New York wurde der Dow mit 44.369 Punkten berechnet, ein Minus in Höhe von 0,5 Prozent im Vergleich zum vorherigen Handelstag.

Wenige Minuten zuvor war der breiter gefasste S&P 500 mit rund 6.050 Punkten 0,3 Prozent im Minus, die Technologiebörse Nasdaq berechnete den Nasdaq 100 zu diesem Zeitpunkt mit rund 21.719 Punkten 0,1 Prozent im Plus.

Nachdem die US-Inflationsrate im Januar nach am Mittwoch veröffentlichten Daten gegenüber dem Vorjahr um 3,0 Prozent und die sogenannte „Kerninflation“ um 3,3 Prozent gestiegen ist, zeigte sich US-Notenbankchef Jerome Powell gelassen. Er würde sagen, dass man bei der Inflation nahe dran, aber noch nicht am Ziel sei, erklärte Powell vor Abgeordneten des US-Repräsentantenhauses. Bereits am Vortag hatte Powell gesagt, man sei nicht in Eile, die Geldpolitik anzupassen.

Die europäische Gemeinschaftswährung war am Mittwochabend stärker: Ein Euro kostete 1,0397 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,9618 Euro zu haben.

Der Goldpreis stieg leicht an, am Abend wurden für eine Feinunze 2.900 US-Dollar gezahlt (+0,1 Prozent). Das entspricht einem Preis von 89,68 Euro pro Gramm.

Der Ölpreis sank unterdessen stark: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Mittwochabend gegen 21 Uhr deutscher Zeit 75,12 US-Dollar, das waren 188 Cent oder 2,4 Prozent weniger als am Schluss des vorherigen Handelstags.


Foto: Wallstreet, via dts Nachrichtenagentur

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