Samstag, November 7, 2026
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Strack-Zimmermann nennt Trump-Eklat "bizarr" und "unvorstellbar"

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Marie-Agnes Strack-Zimmermann (Archiv), via dts NachrichtenagenturBrüssel (dts Nachrichtenagentur) – Die Vorsitzende des EU-Verteidigungsausschusses, Marie-Agnes Strack-Zimmermann, hat schockiert auf den Eklat zwischen US-Präsident Donald Trump und seinem ukrainischen Kollegen Wolodymyr Selenskyj im Oval Office reagiert. „Das ist ein weiteres trauriges Kapitel und zeigt natürlich, dass Selenskyj unter Druck gesetzt wird. Das ist schon bizarr und eigentlich auch unvorstellbar, was da passiert ist“, sagte Strack-Zimmermann der „Welt“ (Samstagausgabe).

Die FDP-Politikerin zeigte Verständnis für die Reaktion des ukrainischen Präsidenten beim Besuch im Weißen Haus: „Selenskyj ist der Präsident des Landes, was zum zweiten Mal von Russland angegriffen worden ist. Die Ukrainer sterben dort, leiden, haben wirklich harte Jahre hinter sich. Es fasst ihn an, dass der amerikanische Präsident Putin zum Opfer stilisiert. Also nach dem Motto, Selenskyj würde den Dritten Weltkrieg auslösen. Kein Wort darüber, wie schon bei der UN bei der Resolution, die die Amerikaner auf den Weg gebracht haben, dass Russen angreifen und dass die Russen das Völkerrecht mit Füßen treten. Dass das Selenskyj fix und fertig macht, ist, glaube ich, nachvollziehbar.“

Strack-Zimmermann forderte Europa auf, Kiew weiterhin zu unterstützen und sah die Zeit gekommen, sich unabhängiger von den USA zu machen. „Ich glaube, wir in Europa sollten Ruhe bewahren und unserer Rolle gerecht werden. Erstens: Weiterhin die Ukraine unterstützen. Finanziell, humanitär und mit Waffen. Wir haben diese Waffen, wir sollten nicht auf die Amerikaner weiter warten, damit die Ukraine sich weiter verteidigen kann.“

„Und das Zweite wäre: Wir haben eine Europäische Investitionsbank. Diese könnte, wenn die Ukraine bereit ist, mit Europa einen Staatsvertrag zu schließen, Anleihen auflegen für Private, für Unternehmen, für Länder, Anleihen zum Thema Seltene Erden abzubauen. Die Milliarden, die zusammenkämen, könnte man dann der Ukraine zukommen lassen, indem wir investieren in dieses Land, in den Wiederaufbau. Indem wir uns autark machen von den Vereinigten Staaten, also gewissermaßen jetzt die Lücke füllen. Denn offensichtlich ist der Vertrag zwischen den USA und der Ukraine ja hinfällig. Jetzt könnte Europa natürlich einsteigen und selber der Vertragspartner werden.“

An die kommende Bundesregierung appellierte Strack-Zimmermann, am Beistandskurs für die Ukraine festzuhalten und sich nicht zu sehr an Trumps Politik zu orientieren: „Ich hoffe, dass der bald neue Bundeskanzler Friedrich Merz eben nicht nur nach Amerika schaut, sondern wie er ja auch angekündigt hat, wirklich europäisch denkt. Ich glaube, es ist eine große Chance, uns auch zu entwickeln und uns zu lösen von den Vereinigten Staaten. Ich sage das nicht gerne, weil ich bin eine Transatlantikerin, aber die letzten vier Wochen waren schon wirklich bemerkenswert und ich glaube, es wäre jetzt der richtige Moment.“


Foto: Marie-Agnes Strack-Zimmermann (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Scholz springt Selenskyj nach Trump-Eklat zur Seite

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Wolodymyr Selenskyj und Olaf Scholz (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) ist dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj nach dem jüngsten Eklat im Weißen Haus zur Seite gesprungen. Niemand wolle Frieden mehr als die Bürger der Ukraine, sagte Scholz am Freitagabend. „Deswegen suchen wir gemeinsam den Weg zu einem dauerhaften und gerechten Frieden. Auf Deutschland – und auf Europa – kann sich die Ukraine verlassen.“

Trump hatte Selenskyj bei dessen Besuch im Weißen Haus scharf angegriffen und das Treffen der beiden war nach einem hitzigen Wortgefecht vorzeitig abgebrochen worden. Unter anderem hatte Trump der Ukraine gedroht, ohne Vorlegen eines Friedensabkommens mit Russland keine Unterstützung mehr anzubieten. US-Medien zufolge kam es auch nicht zur Unterzeichnung eines Abkommens über seltene Erden in der Ukraine, die im Rahmen des Treffens angedacht gewesen war.

Nach Ansicht des Politikwissenschaftlers Carlo Masala von der Universität der Bundeswehr in München hat der Eklat im Weißen Haus deutlich gemacht, dass sich niemand mehr auf die USA verlassen könne, „wenn er gegenüber Trump keine Unterwürfigkeit zeigt“. Das gelte auch für Partner und Verbündete, sagte er dem „Tagesspiegel“ am Freitag.

Masala zufolge hat der US-Präsident zwar „die Tür immerhin ein wenig offengelassen“, weil er gesagt habe, Selenskyj könne wiederkommen, wenn er Frieden wolle. Aber damit habe der US-Präsident auch klar gemacht, dass der ukrainische Präsident alle Bedingungen erfüllen müsse, „die die Trump-Administration ihm vorgibt“. Dazu gehöre die Abgabe von Territorien, der Verzicht auf eine Nato-Mitgliedschaft und Sicherheitsgarantien sowie die Unterzeichnung des Rohstoffabkommens.


Foto: Wolodymyr Selenskyj und Olaf Scholz (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Mehr Gewalt- und Sexualdelikte an Bahnhöfen in 2024

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Polizeieinsatz am U-Bahnhof Kottbusser Tor, via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Zahl der Gewalt- und Sexualdelikte ist 2024 angestiegen. Das zeigt eine Antwort der Bundesregierung auf Basis der Zahlen der Polizeilichen Eingangsstatistik (PES) auf eine schriftliche Anfrage der AfD-Bundestagsfraktion, über die die „Welt“ (Samstagausgabe) berichtet.

So stieg die Zahl von Gewaltdelikten von 25.640 im Jahr 2023 auf 27.160 im vergangenen Jahr. Das entspricht einem Anstieg von 5,93 Prozent. Am stärksten stieg mit 19,18 Prozent die Zahl der Sexualdelikte – von 1.898 auf 2.262. Waffen- sowie Sachbeschädigungsdelikte stiegen um 10,04 Prozent beziehungsweise 5,52 Prozent an.

Während die Zahl der Messerangriffe in Zügen um rund 18 Prozent sank, nahm sie in Bahnhöfen um 20,54 Prozent zu. Waren es 2023 404 Fälle, waren es im Jahr darauf 487. Lediglich die Anzahl der Betäubungsmitteldelikte sank im vergangenen Jahr – um drastische 44,65 Prozent. Das dürfte vor allem damit zusammenhängen, dass Cannabis seit vergangenem April nicht mehr als Betäubungsmittel gilt.

Nicht-deutsche Tatverdächtige waren 2024 überproportional häufig an Straftaten in deutschen Bahnhöfen beteiligt. Den größten Anteil machte diese statistische Gruppe bei Eigentumsdelikten mit 59,84 Prozent aus, gefolgt von Sexualdelikten mit 58,76 Prozent sowie Gewaltdelikten mit 46,82 Prozent. Dem Statistischen Bundesamt zufolge lag der Ausländeranteil in Deutschland 2023 bei 15,2 Prozent.

Der innenpolitische Sprecher der Unionsfraktion, Alexander Throm (CDU), sagte, dieser Kriminalitätsanstieg sei „dramatisch und eine Zumutung für alle Menschen, die auf die Bahn angewiesen sind“.

„Bahnhöfe und Züge, die sich zu Angstorten entwickeln, beeinträchtigen massiv das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung im öffentlichen Raum und dürfen kein Dauerzustand sein. Dass Ausländer im Verhältnis zu ihrem Bevölkerungsanteil deutlich überrepräsentiert sind, zeigt, dass die Ursachen für diese Entwicklung auch in einer fehlgeleiteten und gescheiterten Migrationspolitik zu suchen sind“, sagte Throm. Die illegale Migration müsse schnell „sehr deutlich“ reduziert und Videoüberwachung mit biometrischer Gesichtserkennung Standard werden.

Der AfD-Abgeordnete Martin Hess, der die Anfrage an die Bundesregierung gestellt hatte, sagte, Bahnhöfe entwickelten sich zunehmend zu „No-go-Areas“: „In vielen Deliktsbereichen sind Ausländer überproportional stark unter den Tatverdächtigen vertreten. Doch anstatt diese Zusammenhänge klar zu benennen, verharmlosen die Altparteien diese Tatsachen oder versuchen, die Realität zu verschleiern.“

Die AfD fordere ein „radikales Umdenken“ und „null Toleranz für ausländische Gewalttäter. Straftäter ohne deutschen Pass müssen konsequent abgeschoben werden.“

Die Linke griff die AfD dafür an, die Anfrage an die Bundesregierung gestellt zu haben: „Es ist offensichtlich, dass hinter solchen Anfragen rassistische Motive stehen. Es geht nicht um eine sachliche Auseinandersetzung mit Kriminalität, sondern um die bewusste Konstruktion eines Feindbildes“, sagte die rechtspolitische Sprecherin Clara Bünger.

Kriminalität habe nichts mit Nationalität zu tun, hob sie hervor. „Entscheidend sind kriminogene Faktoren wie Bildung, soziale Sicherheit und Armut. Wer wirklich etwas gegen Kriminalität tun will, muss hier ansetzen, anstatt Menschen nach ihrer Herkunft zu kategorisieren.“ Die Zahlen der Polizeilichen Eingangsstatistik seien zudem „noch unzuverlässiger“ als die der Polizeilichen Kriminalstatistik.

Tatsächlich erfasst die PES alle Anzeigen – auch dann, wenn sich ein Verdacht später nicht bestätigt. Bünger wies außerdem darauf hin, dass sich die prozentualen Zahlen zu den nicht-deutschen Tatverdächtigen veränderten, wenn man auch die Delikte mit unbekannten Tatverdächtigen sowie jene mit ungeklärter Nationalität in die Berechnung miteinbeziehe.


Foto: Polizeieinsatz am U-Bahnhof Kottbusser Tor, via dts Nachrichtenagentur

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2. Bundesliga: Fürth gewinnt gegen Düsseldorf nach Keeper-Blackout

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Spieler von Fortuna Düsseldorf (Archiv), via dts NachrichtenagenturDüsseldorf (dts Nachrichtenagentur) – Am 24. Spieltag der 2. Fußball-Bundesliga hat Fortuna Düsseldorf zuhause gegen die SpVgg Greuther Fürth mit 1:2 verloren.

Die Fortuna holte sich direkt mit dem ersten Versuch die Führung: In der achten Minute zog Johannesson von halblinks sehenswert per Schlenzer ab und platzierte die Kugel im rechten Winkel.

Die Franken hatten in der neunten Minute aber die perfekte Antwort parat: Nach Ecke legte Klaus per Hacke in die Mitte zu Hrgota ab und der Schwede traf sicher mit der Innenseite.

In diesem Takt sollte es aber nicht weitergehen. Beide Teams waren in der Folge auf Stabilität bedacht und zeigten bis zum Pausenpfiff kaum echte Torgefahr mehr.

In Hälfte zwei sorgte van Brederode in der 62. Minute für die erste Torgefahr, sein Schlenzer wurde von Quarshie aber gerade noch rechtzeitig geblockt.

Stattdessen drehte Fürth die Begegnung in der 75. Minute unter kuriosen Umständen: Kastenmeier rannte den mit dem Rücken zum Tor stehenden Klaus im Strafraum um und hielt den fälligen Elfmeter zunächst, war aber zu früh von der Linie gehechtet und Green traf im zweiten Versuch für seine Farben.

Die Thioune-Elf warf nun alles nach vorne und hätte in der 85. Minute beinahe die Entscheidung hinnehmen müssen, Hrgotas zu zentraler Schuss war diesmal aber kein Problem für Keeper Kastenmeier. Doch auch so reichte es am Ende nicht für die Hausherren.

Damit rutscht Düsseldorf in der Tabelle vorerst auf Rang sechs, Fürth ist weiter auf Platz elf zu finden.

Im Parallelspiel der 2. Bundesliga siegte Schalke gegen Münster zudem mit 1:0.


Foto: Spieler von Fortuna Düsseldorf (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Trump drängt auf "Kompromisse" mit Russland und rügt Selenskyj

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Donald Trump (Archiv), via dts NachrichtenagenturWashington (dts Nachrichtenagentur) – US-Präsident Donald Trump hat beim hitzigen Empfang des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj im Weißen Haus für Zugeständnisse an Russland geworben. Eine harte Haltung gegenüber dem russischen Präsidenten Wladimir Putin wäre kontraproduktiv, um ein Friedensabkommen zwischen Russland und der Ukraine zu erreichen, sagte Trump am Freitag.

„Wenn ich mich nicht mit beiden vertragen würde, käme es nie zu einer Einigung. Sie wollen, dass ich wirklich schreckliche Dinge über Putin sage und dann sage: `Hallo, Wladimir. Wie sieht es mit dem Geschäft aus.` So funktioniert das nicht. Ich bin nicht mit Putin verbündet. Ich bin mit niemandem verbündet. Ich bin mit den Vereinigten Staaten von Amerika verbündet, und zum Wohle der Welt bin ich mit der Welt verbündet, und ich möchte diese Sache hinter mich bringen“, sagte Trump neben seinem ukrainischen Amtskollegen im Oval Office.

Mit Blick auf Selenskyj sagte der Republikaner weiter: „Sie sehen den Hass, den er für Putin hegt.“ Damit sei es „sehr schwer“ für ihn, „einen Deal zu machen“, beklagte der US-Präsident. „Ich bin mit der Welt im Bunde“, fügte Trump hinzu. „Ich bin mit Europa verbündet. Ich will sehen, ob wir das hinbekommen.“

Trump, Selenskyj und US-Vizepräsident JD Vance lieferten sich eine hitzige Debatte über die Art der US-Unterstützung und darüber, ob die Ukraine sich bisher ausreichend dankbar gezeigt habe. „Sie sind im Moment nicht wirklich in einer guten Position“, so Trump. „Sie spielen mit dem Dritten Weltkrieg“, fuhr der US-Präsident fort. Vance bezeichnete Selenskyj obendrein als „respektlos“, weil er versucht habe, den Konflikt in der Öffentlichkeit zu verhandeln.


Foto: Donald Trump (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Offiziell: VfL Bochum gewinnt am grünen Tisch gegen Union Berlin

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Patrick Drewes (VfL Bochum) (Archiv), via dts NachrichtenagenturFrankfurt/Main (dts Nachrichtenagentur) – Fußball-Bundesligist VfL Bochum kann ab sofort offiziell mit zwei weiteren Zählern im Abstiegskampf planen. „Das Bundesgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hat in mündlicher Verhandlung die Berufung von Union Berlin gegen das vorangegangene Urteil des DFB-Sportgerichts zum Bochumer Einspruch gegen die Spielwertung der Bundesligapartie zwischen dem 1. FC Union Berlin und dem VfL Bochum zurückgewiesen. Damit bleibt es dabei, dass die Partie mit 2:0 für Bochum als gewonnen gewertet wird“m teilte das DFB-Bundesgericht am Freitagabend mit.

Bereits zu Beginn der Sitzung hatte das DFB-Bundesgericht die ebenfalls eingelegten Berufungen von Holstein Kiel und dem FC St. Pauli als unzulässig verworfen.

Oskar Riedmeyer, der als Vorsitzender des DFB-Bundesgerichts die Verhandlung leitete, sagte zum Urteil: „Für das Bundesgericht des DFB hat eine Schwächung des VfL Bochum vorgelegen, welche durch den Feuerzeugwurf eines Mitglieds von Union Berlin herbeigeführt wurde. Dieses Verschulden wird Union Berlin zugerechnet.“

Riedmeyer weiter: „Wir gehen davon aus, dass ein erfolgreicher Einspruch nach Paragraph 17 der Rechts- und Verfahrensordnung zu einer Punkteumwertung oder einem Wiederholungsspiel führen kann. Allerdings darf eine von außen verursachte Verletzung eines gegnerischen Spielers nicht dazu führen, dass der Verursacher daraus einen möglichen Vorteil durch ein Wiederholungsspiel ziehen kann.“

Das DFB-Sportgericht hatte am 9. Januar 2025 in mündlicher Verhandlung das am 14. Dezember 2024 ausgetragene Bundesligaspiel zwischen dem 1. FC Union Berlin und dem VfL Bochum mit 2:0 Toren für Bochum als gewonnen gewertet. Das Rechtsorgan gab damit dem Einspruch des VfL Bochum gegen die Spielwertung statt.

Der VfL Bochum hatte Einspruch eingelegt, nachdem Torhüter Patrick Drewes wenige Minuten vor Abpfiff des Spiels bei Union Berlin aus dem Zuschauerbereich von einem Feuerzeug am Kopf getroffen worden war und daraufhin nicht mehr weiterspielen konnte. Die Partie war nach dem Vorfall und der folgenden längeren Unterbrechung durch Schiedsrichter Martin Petersen beim Spielstand von 1:1 ohne Drewes fortgesetzt und anschließend auch beendet worden. Da Bochum zum Zeitpunkt der Spielfortsetzung sein Auswechselkontingent bereits ausgeschöpft hatte, ging Angreifer Philipp Hofmann kurzzeitig ins Tor.

In der Tabelle bedeutet das finale Urteil aktuell nach 23 Spieltagen Relegationsrang 16 für den VfL, Heidenheim ist somit nun hinter der Hecking-Truppe auf Platz 17 zu finden. Bochum trifft am Samstag auf die TSG Hoffenheim, Heidenheim auf Mönchengladbach.


Foto: Patrick Drewes (VfL Bochum) (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Jean-Claude Juncker: EU-Politiker müssen Trump widersprechen

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Jean-Claude Juncker (Archiv), via dts NachrichtenagenturLuxemburg (dts Nachrichtenagentur) – Der ehemalige EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker empfiehlt europäischen Politikern, gegenüber US-Präsident Donald Trump ihre Interessen offensiv zu vertreten. „Er braucht Widerspruch, wenn er etwas sagt, was nicht stimmt“, sagte er dem Nachrichtenportal T-Online.

„Mir ist in meinen Gesprächen und Verhandlungen mit Trump aufgefallen, dass auch seine eigene Delegation ihm sehr oft widerspricht. Das habe ich so noch nie erlebt.“ Das unterscheide Trump von früheren US-Präsidenten wie Bill Clinton, Barack Obama und George W. Bush. Auch Emmanuel Macrons jüngstes Vorgehen, Trump bei einer Falschaussage öffentlich zu korrigieren, nannte Juncker den „richtigen“ Umgang.

Der frühere EU-Kommissionschef beschrieb auch seine Verhandlungsstrategie mit Trump während dessen erster Amtszeit: Um die von Trump im Jahr 2018 angedrohten Strafzölle abzuwenden, habe er auf Fakten gesetzt. „Er hat mir immer gesagt: `Deine Zahlen sind falsch.` Dann habe ich ihm geantwortet: `Das sind deine eigenen Zahlen, die des Statistischen Amtes der USA. Ich lüge ja nicht, wenn ich amerikanisches Zahlenmaterial vortrage.“

Trump verstehe Politik als Geschäft: „Er redet nicht von Agreements, sondern von Deals.“ Juncker empfiehlt europäischen Politikern, sich auf diesen Verhandlungsstil einzulassen: „Man muss sich wie der Dealmaker benehmen, tough in der Sache argumentieren und die Karten, die man hat, nicht im Ärmel verstecken, sondern auf den Tisch knallen. Das geht gut, wenn man das richtig macht. So habe ich das auch gemacht.“


Foto: Jean-Claude Juncker (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Grüne und Linke wollen keinen AfD-Bundestagsvizepräsidenten wählen

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Christian Görke (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Nach Union und SPD haben auch Grüne und Linke den Anspruch der AfD auf einen Vizepräsidenten des Bundestages zurückgewiesen. „Wir werden auch in dieser Legislaturperiode keinen AfD-Abgeordneten zum Vizepräsidenten wählen“, sagte der parlamentarische Geschäftsführer der Linksfraktion, Christian Görke, dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (Samstagausgaben).

In der letzten Legislaturperiode sei das unter den demokratischen Fraktionen Konsens gewesen. „Ich hoffe, und werde gegenüber den anderen demokratischen Fraktionen darauf drängen, dass dieser Konsens bestehen bleibt“, so Görke.

Für die Grünen hob ihre Parlamentarische Geschäftsführerin Irene Mihalic hervor, dass die Fraktion nicht von der Praxis der vergangenen Jahre abweichen werde. Jeder Abgeordneter sei bei der Wahl des Vize-Präsidenten „nur dem eigenen Gewissen verpflichtet“, sagte Mihalic dem RND. In der Vergangenheit hätten die von der AfD vorgeschlagenen Kandidaten dadurch keine Mehrheit erlangt, so die Grünen-Politikerin.

Auch die Union bekräftigte erneut, „Karlsruhe hat klargestellt, dass das Recht einer Fraktion, einen Vizepräsidenten zu stellen, unter dem Vorbehalt der Wahl durch die Abgeordneten steht“, wie der Parlamentarische Geschäftsführer der CDU/CSU, Thorsten Frei, dem RND sagte. Diese Wahl sei und bleibe geheim und frei, so der CDU-Politiker: „Die Parlamentarier entscheiden, ob ein Kandidat oder eine Kandidatin überzeugt.“

Traditionell stellt die größte Fraktion eine Person für das Amt des Bundestagspräsidenten, in der neuen Legislatur also die CDU/CSU. Die übrigen Fraktionen sind mit Stellvertretern im Präsidium vertreten – bislang mit Ausnahme der AfD, die seit 2017 für keinen ihrer Kandidaten Mehrheit im Bundestag erlangte.

AfD-Chefin Alice Weidel hatte nach der Verdopplung der AfD-Stimmen bei der Bundestagswahl gefordert, „dass uns der Bundestagsvizepräsident nicht vorenthalten wird“. Bereits am Mittwoch hatte Lars Klingbeil nach seiner Wahl zum neuen SPD-Fraktionschef erklärt, es werde „keine Stimme von Sozialdemokraten für einen Vizepräsidenten von der AfD in diesem Parlament geben“.

Der FAS sagte CDU-Chef Kanzlerkandidat Friedrich Merz zudem laut Vorabmeldung vom Freitag: „Dieses Amt ist ein Staatsamt. Und ich werde der Unionsfraktion nicht empfehlen, eine AfD-Abgeordnete oder einen AfD-Abgeordneten in ein Staatsamt zu wählen.“


Foto: Christian Görke (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Dax nahezu unverändert – Konsumdaten überzeugen nicht vollständig

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Frankfurter Börse, via dts NachrichtenagenturFrankfurt/Main (dts Nachrichtenagentur) – Zum Wochenausklang hat der Dax sich kaum verändert gezeigt. Zum Xetra-Handelsschluss wurde der Index mit 22.551,43 Punkten berechnet, ein hauchzartes Plus im Vergleich zum Vortagesschluss.

„Die US-Makrodaten lagen weitestgehend im Rahmen der Markterwartungen bis auf die privaten Einkommen, die etwas besser ausgefallen sind und den US-Konsumausgaben die schwächer als erwartet über die Nachrichtenticker liefen“, kommentierte Marktanalyst Andreas Lipkow die aktuellen Entwicklungen. „Das zurückgehende Konsumklima könnte den Trend weiter beschleunigen und sich bei den Handelsunternehmen besonders stark auswirken“, so Lipkow. „Die Wahrscheinlichkeit von Gewinnmitnahmen vor dem Wochenende sollten in dem aktuell sehr fragilen Marktumfeld nicht unterschätzt werden“, sagte der Experte.

Kurz vor Handelsschluss standen die Papiere von Infineon mit über zwei Prozent im Minus am Listenende, direkt hinter denen von Zalando und SAP. Hinzugewinnen konnten die Werte von MTU Aero Engines am stärksten mit über drei Prozenz im Plus, direkt vor denen von Fresenius und BASF.

Die europäische Gemeinschaftswährung war am Freitagnachmittag etwas stärker: Ein Euro kostete 1,0404 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,9612 Euro zu haben.

Der Goldpreis zeigte sich schwächer, am Nachmittag wurden für eine Feinunze 2.850 US-Dollar gezahlt (-0,8 Prozent). Das entspricht einem Preis von 88,08 Euro pro Gramm.

Der Ölpreis sank unterdessen deutlich: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Freitagnachmittag gegen 17 Uhr deutscher Zeit 73,16 US-Dollar, das waren 88 Cent oder 1,2 Prozent weniger als am Schluss des vorherigen Handelstags.


Foto: Frankfurter Börse, via dts Nachrichtenagentur

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Union und SPD halten sich nach erstem Sondierungstreffen bedeckt

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Manuela Schwesig und Hubertus Heil nach Ende der ersten Sondierungsrunde am 28.02.2025, via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Union und SPD haben sich nach erstem Sondierungstreffen am Freitag betont zurückhaltend gegeben. „Die Sondierungsgespräche haben in einer offenen und konstruktiven Atmosphäre begonnen“, hieß es in einer gemeinsamen schriftlichen Erklärung der drei Generalsekretäre von CDU, CSU und SPD, Carsten Linnemann, Martin Huber und Matthias Miersch.

Bundesfinanzminister Jörg Kukies (SPD) habe der Runde zunächst einen Überblick über die Haushaltslage gegeben. „Die Herausforderungen werden nun Gegenstand der weiteren Gespräche sein“, hieß es.

Darüber hinaus verweigerten die über ein Dutzend Teilnehmer der ersten Sondierungsrunde zunächst jeden Pressekommentar. Das erste Treffen hat rund fünf Stunden gedauert. Die Sondierungsrunde soll sich in der kommenden Woche wieder treffen.

Nach der Bundestagswahl scheint ein Bündnis aus CDU, CSU und SPD die einzige realistische Option ohne die AfD. Nur eine Koalition aus Union, Grünen und Linken hätte auch noch eine Mehrheit – auch das gilt aber als unrealistisch.


Foto: Manuela Schwesig und Hubertus Heil nach Ende der ersten Sondierungsrunde am 28.02.2025, via dts Nachrichtenagentur

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