Norwegens Regierung will Ausgaben stutzen – Sorge vor Überhitzung

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Oslo, 14. Mrz (Reuters) – Die norwegische Regierung will mit Ausgabenbeschränkungen die boomende Wirtschaft vor schneller steigenden Zinsen bewahren. „Jetzt, wo die norwegische Wirtschaft brummt, müssen wir uns mit den Steuerausgaben zurückhalten“, sagte Finanzminister Trygve Slagsvold Vedum am Montag.“Andernfalls könnte sich die Wirtschaft überhitzen und dies zu einer noch höheren Inflation führen, die dann noch höhere Zinssätze erforderlich machen würde.“

Die Zentralbank hat ihren Leitzins zuletzt im Dezember angehoben, und zwar auf 0,5 Prozent. Ökonomen rechnen schon kommende Woche mit einem erneuten Schritt nach oben, dem noch drei weitere in diesem Jahr folgen könnten. Höhere Zinsen können die Inflation dämpfen, aber auch die Wirtschaft bremsen.

Norwegen

Das Bruttoinlandsprodukt auf dem Festland – also ohne die norwegische Ölproduktion – soll in diesem Jahr um 3,6 Prozent wachsen, wie die Regierung erwartet. Trotz der russischen Invasion in die Ukraine liegt die Prognose nur etwas niedriger als im vergangenen Oktober, als 3,8 Prozent vorhergesagt wurden. 2021 war das Wachstum mit 3,9 Prozent so stark ausgefallen wie seit 14 Jahren nicht mehr, da sich die Wirtschaft von der Corona-Krise erholte.

„Der Mangel an Arbeitskräften führt zu einem wachsenden Druck“, erklärte das Finanzministerium zugleich. „Gleichzeitig erhöht der Krieg in der Ukraine die Unsicherheit in der Weltwirtschaft.“

Norwegens Regierung will Ausgaben stutzen – Sorge vor Überhitzung 

Copyright: (c) Copyright Thomson Reuters 2022

Titelfoto und Foto: Symbolfoto

Wichtige Entwicklungen zur Ukraine.

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