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Samstag, Januar 28, 2023

Wirtschaftsministerium rechnet nicht mit Öl-Engpässen

Expertenmeinungen

Berlin, 05. Dez – Das Bundeswirtschaftsministerium rechnet nicht mit Engpässen bei Öllieferungen. Die Versorgungssicherheit sei in ganz Deutschland gewährleistet, was den Osten natürlich einschließe, sagte ein Sprecher des Ministeriums am Montag in Berlin. In Ostdeutschland gebe es neben der Raffinerie Schwedt noch die Anlage in Leuna, beide seien auf die jetzige Situation gut vorbereitet. Die Verträge, die auf russischen Öllieferungen basierten, liefen zum Jahresende aus und würden dann ersetzt. 

Mit einem Preisdeckel für russisches Erdöl wollen die EU, die G7-Staaten und Australien ab diesem Montag Russland im Krieg gegen die Ukraine weiter unter Druck setzen. Alle 27 EU-Mitgliedstaaten erteilten am Wochenende ihre Zustimmung zu einer Obergrenze von 60 Dollar pro Barrel für russisches Erdöl, das über den Seeweg transportiert wird. Das sind gut zehn Prozent weniger als der Marktpreis am Freitag. Mit dem Preisdeckel wird auf russische Erdölexporte in Drittstaaten gezielt. Für die EU selbst greift ab diesem Montag ein Importstopp für russisches Öl auf dem Seeweg. Davon ausgenommen ist Pipeline-Öl.

Der Sprecher des Wirtschaftsministeriums ergänzte, für Schwedt solle es zusätzliche Lieferungen über Danzig geben. Dafür sei zuletzt eine Absichtserklärung mit Polen unterzeichnet worden. Zur genauen Ausgestaltung würden am Montag Gespräche in Warschau geführt. Außerdem solle über Rostock per Pipeline Öl nach Schwedt gelangen. Und es werde erwogen, Öl in Kasachstan einzukaufen. „Da laufen Gespräche dazu.“ Mit diesen Maßnahmen sollte die Produktionskapazität in Schwedt auf hohem Niveau gehalten werden. 

Wirtschaftsministerium rechnet nicht mit Öl-Engpässen

Quelle: Reuters

Symbolfoto: Bild von Mike auf Pixabay

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