Weniger Corona-Infektionen – Handel will Maskenpflicht nicht verlängern

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Berlin, 30. Mrz (Reuters) – Wenige Tage vor dem Ende der allgemeinen Maskenpflicht in Deutschland verzeichnet das Robert-Koch-Institut rückläufige Zahlen bei den Corona-Neuinfektionen. Am Mittwoch meldete das RKI 268.477 Neuinfektionen binnen 24 Stunden. Das sind 15.255 registrierte Fälle weniger als am Mittwoch vor einer Woche.

Die Sieben-Tage-Inzidenz ging deutlich auf 1663,0 zurück nach 1703,3 am Vortag. Der Wert gibt an, wie viele Menschen je 100.000 sich innerhalb einer Woche nachweislich angesteckt haben. Das RKI verzeichnet mit 348 weiteren Todesfällen im Zusammenhang mit dem Virus innerhalb eines Tages einen deutlich gestiegenen Wert. Die Zahl der Corona-Intensivpatienten in Krankenhäusern war am Dienstag leicht auf 2329 gestiegen. 

Am 2. April laufen die Übergangsregeln bei den Corona-Schutzmaßnahmen aus. Danach dürfen Bundesländer und Kommunen nach dem Willen der Ampel-Koalition nur noch eingeschränkt Maßnahmen anordnen. Die Maskenpflicht fällt in Handel und generell in Innenräumen bis auf wenige Ausnahmen. SPD, Grüne und FDP geben zur Begründung an, dass eine Überforderung des Gesundheitssystem nicht mehr zu befürchten sei.

Nur in regionalen Hotspots mit hohen Infektionszahlen und Krankenhausbelegungen können einige weitergehende Maßnahmen verhängt werden, wenn die Landtage dies jeweils beschließen. Länder und kommunale Spitzenverbände halten das neue Infektionsschutzgesetz für kaum anwendbar. Die Ampel-Regierung fordert von den Ländern eine Umsetzung auch der Hotspot-Regelung. 

In der Ampel-Regierung verweisen Grüne und SPD darauf, dass die Beibehaltung der Maskenpflicht an der FDP gescheitert sei. Laut einer Forsa-Umfrage würden 69 Prozent der Befragten die Maskenpflicht gerne beibehalten – nur die Anhänger der FDP und der AfD sind mehrheitlich anderer Meinung. Gesundheitsminister Karl Lauterbach hatte an die Handelsketten appelliert, in ihren Räumlichkeiten weiter das Tragen einer Schutzmaske per Hausrecht anzuordnen. 

Laut einem Medienbericht wollen große Ketten dem Appell aber nicht folgen. Demnach kündigten Ikea und Thalia an, die Maskenpflicht abzuschaffen, berichtet die „Bild“. Auch in Filialen von C&A, Douglas, Woolworth oder Deichmann werde die Maskenpflicht fallen. Gerry Weber wolle sie lediglich für Mitarbeiter anordnen. Zuvor hatten bereits Saturn und MediaMarkt bekanntgegeben, dass sie die Maskenpflicht zum 3. April abschaffen. 

Unterdessen erlahmt die Impfkampagne der Bundesregierung immer weiter. Am Mittwoch verzeichnete das RKI nur noch 54.112 Impfungen. 5163 Personen ließen sich erstmals impfen. 76,6 Prozent der Bevölkerung sind nun mindestens einmal geimpft. 58,6 Prozent haben auch eine dritte Impfung erhalten, sind also „geboostert“.

Weniger Corona-Infektionen – Handel will Maskenpflicht nicht verlängern

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Titelfoto: Symbolfoto

Wichtige Entwicklungen zur Ukraine.

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