Ukraine aktuell 16.03.22

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Update: 18:01 Uhr

16. Mrz (Reuters) – Es folgen Entwicklungen rund um den Krieg in der Ukraine. Zum Teil lassen sich Angaben nicht unabhängig überprüfen.


17.57 Uhr – Stadtrat von Mariupol – Bomben treffen als Zuflucht dienendes Theater

In Mariupol haben russische Truppen dem Stadtrat zufolge ein Theater bombardiert, in dem Zivilisten Zuflucht gesucht haben. Die Zahl der Opfer sei noch nicht bekannt, teilt der Stadtrat mit.

17.39 Uhr – Litauen verlangt, den für Anfang April geplanten europäisch-chinesischen Gipfel auszusetzen, bis die Regierung in Peking gezeigt habe, auf welcher Seite sie im Ukraine-Konflikt stehe. „Es ist an der Zeit, China zu zeigen, dass wir es ernst meinen“, sagt Vize-Außenminister Mantas Adomenas der Nachrichtenagentur Reuters in Washington. Die Regierung in Peking dürfe nicht erwarten, dass sie „einerseits Russland unterstützen, andererseits Handelsgelegenheiten mit dem Westen – der Europäischen Union – nutzen kann“ und keine Konsequenzen zu befürchten habe.

17.24 Uhr – Polen – Haben Zeugenaussagen zu „spezifischen Verbrechen“

In Polen haben Staatsanwälte nach Angaben der Regierung Zeugenaussagen aufgenommen, die „spezifische Verbrechen“ im Zusammenhang mit Russlands Angriff auf die Ukraine beschreiben. Insgesamt seien bislang mehr als 300 Aussagen erfasst, sagt Justizminister und Generalstaatsanwalt Zbigniew Ziobro vor der Presse im Beisein von Karim Khan, Chefankläger des Internationalen Strafgerichtshofs.

17.20 Uhr – Inflation steigt in Russland auf 12,5 Prozent

Die Preisspirale in Russland dreht sich immer schneller. Laut dem Wirtschaftsministerium lag die Teuerungsrate zum Stichtag 11. März bei 12,5 Prozent. In der Woche zuvor war sie demnach bei 10,4 Prozent. Die Notenbank hat Ende Februar mit einer drastischen Zinserhöhung auf die Währungskrise infolge westlicher Sanktionen reagiert. Für die am Freitag anstehende Zinssitzung erwarten von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Experten ein gleichbleibendes Zinsniveau von 20,00 Prozent.

16.59 Uhr – Die Ukraine wirft dem russischen Militär vor, mit schwerer Artillerie auf einen Konvoi von Flüchtlingen aus der belagerten Stadt Mariupol gefeuert zu haben. Der Gouverneur der Region Saporischschia, Alexander Staruch, erklärt im Internet, es habe fünf Verletzte bei dem Angriff gegeben. Darunter sei ein Kind. Er stellte Fotos und Videos online, die den Vorfall dokumentieren sollen. Das ukrainische Militär veröffentlichte seinerseits ein Foto eines Kindes, das bei dem Angriff verletzt worden sein soll. Die Zahl der Opfer werde geprüft. Eine unabhängige Bestätigung der Angaben oder Verifizierung der Bilder ist nicht möglich. Russland hat wiederholt verneint, Zivilisten ins Visier zu nehmen.

16.45 Uhr – Internationaler Gerichtshof – Russland muss Militär-Einsatz beenden

Der Internationale Gerichtshof (IGH) weist Russland an, seine Militär-Aktivitäten in der Ukraine sofort zu stoppen. „Die Russische Föderation soll die militärischen Operationen unverzüglich einstellen, die sie am 24. Februar 2022 auf ukrainischem Gebiet begonnen hat“, erklären die Richter. Zudem müsse die Regierung in Moskau dafür sorgen, dass andere von ihr kontrollierte oder unterstützte Kräfte diese Operationen nicht fortführten. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj schreibt auf Twitter von einem „kompletten Sieg“ seines Landes vor dem Gericht und verlangt von Russland, die Anordnung sofort umzusetzen. Eine Stellungnahme der Regierung in Moskau liegt nicht vor.

16.34 Uhr – USA – Biden weiter gegen Flugverbotszone über der Ukraine

US-Präsident Joe Biden ist nach Angaben seines Büros weiter gegen die Einrichtung einer Flugverbotszone über die Ukraine wie von seinem ukrainischen Kollegen Wolodymyr Selenskyj gefordert. Biden werde im Laufe des Tages in einer Ansprache vor Abgeordneten dazu Stellung nehmen, heißt es weiter.

16.23 Uhr – Frankreich will Ministerpräsident Jean Castex zufolge bis 2027 alle Öl- und Erdgas-Importe aus Russland beenden. Er kündigt zudem staatliche Maßnahmen an, um die Folgen der Sanktionen gegen Russland für französische Haushalte, Unternehmen, Landwirte und Fischer abzumildern. Auch die Transport- und die Bau-Branche sollen unterstützt werden.

15.50 Uhr – Ukraine fordert direkte Verhandlungen von Putin und Selenskyj

Wladimir Putin und Wolodymyr Selenskyj sollen dem ukrainischen Chef-Unterhändler zufolge die angestrebte Waffenruhe im direkten Kontakt aushandeln. „Unsere Position bei den Verhandlungen ist recht klar: Sicherheitsgarantien, Waffenstillstand und ein Rückzug russischer Truppen“, schreibt Mychailo Podoljak auf Twitter. Eine Einigung sei nur im direkten Austausch zwischen den Staatschefs Russlands und der Ukraine möglich.

15.27 Uhr – USA warnen Russland vor Einsatz von Chemiewaffen

Die USA warnen Russland vor einem Einsatz von Chemiewaffen. Der nationale Sicherheitsberater der USA, Jake Sullivan, habe darüber mit dem Sekretär von Russlands Sicherheitsrat, Nikolaj Patruschew, gesprochen, teilt das Washingtoner Präsidialamt mit. Sullivan habe Patruschew vor den Konsequenzen gewarnt, die „jede mögliche Entscheidung Russlands zum Einsatz von chemischen oder biologischen Waffen in der Ukraine“ haben werde. Sullivan habe zudem erklärt, dass Russland seine Angriffe auf ukrainische Städte einstellen solle, wenn es dem Land mit der Diplomatie ernst sei.

14.59 Uhr – Putin wirft Westen wirtschaftlichen Blitzkrieg gegen Russland vor

Der russische Präsident Wladimir Putin wirft dem Westen wegen dessen Sanktionen vor, einen wirtschaftlichen Blitzkrieg gegen Russland zu organisieren. Dieser Versuch werde nicht funktionieren. Die neue Realität erfordere aber tiefgreifende Veränderungen der russischen Wirtschaft. Die Inflation und die Arbeitslosigkeit würden steigen, sagt Putin. „Wir werden diese Fragen angehen.“ Steigende Preise würden sich auf die Gehälter der Menschen auswirken. Familien mit Kindern verspricht er Unterstützung. Putin versichert, die Zentralbank werde kein Geld drucken müssen.

14.55 Uhr – Bundesfinanzminister Christian Lindner will die gefühlte Inflation begrenzen, die oft noch deutlich höher liegt als die ausgewiesene Teuerungsrate. Das sagt der FDP-Chef in Berlin. Es solle auch deswegen ein zweites Entlastungspaket wegen der hohen Energiepreise geben. „Es wird kommen.“

14.48 Uhr – Die Bundesregierung wird baldmöglichst nach Worten von Finanzminister Christian Lindner einen Ergänzungshaushalt vorlegen, der die wirtschaftlichen Folgen des Ukraine-Krieges abbilden soll. Darin würden Ausgaben berücksichtigt, die aus der humanitären Hilfe im Ausland, dem Schutz von Geflüchteten in Deutschland, der makro-ökonomischen Entwicklung wie auch aus notwendigen wirtschaftlichen Hilfen oder auch Entlastungen der Bevölkerung resultierten. Angesichts der gestiegenen Energiepreise werde die Bundesregierung „schnell, treffsicher, befristet, europäisch koordiniert“ mit einem zweiten Entlastungspaket reagieren.

14.46 Uhr – Die USA und die Europäischen Union haben Russland nach den Worten seines Präsidenten Wladimir Putin quasi als zahlungsunfähig erklärt. Der Westen stehe steigenden Energiekosten gegenüber. „Die Probleme des Westens werden nur wachsen.“ Der ganze Planet zahle für die Ambitionen des Westens. Der Westen hätte in jedem Fall Sanktionen gegen Russland verhängt, zeigt sich Putin überzeugt. „Der Westen macht sich nicht einmal die Mühe zu verbergen, dass es sein Ziel ist, der gesamten russischen Wirtschaft und jedem einzeln Russen zu schaden.“

14.44 Uhr – Die EU-Staaten beraten nach Angaben von Bundesinnenministerin Nancy Faeser derzeit darüber, ob desertierten russischen Soldaten in Europa Asyl gewährt werden soll. Ein einheitliches abgestimmtes Verfahren innerhalb der Europäischen Union in dieser Frage sei klug, sagt die SPD-Politikerin in einer Fragestunde im Bundestag. 

14.42 Uhr – Ein Treffen zwischen dem russischen Präsidenten Wladimir Putin und dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj müsste nach russischer Darstellung dazu dienen, eine Einigung zu besiegeln. „Es gibt keine Hindernisse für die Organisation eines solchen Treffens“, sagt der russische Außenminister Sergej Lawrow nach einem Treffen mit seinem türkischen Amtskollegen Mevlüt Cavusoglu. Es dürfe nur nicht um seiner selbst willen abgehalten werden. Vielmehr müssten konkrete Vereinbarungen zwischen Russland und der Ukraine abgeschlossen werden, die derzeit von den Delegationen der beiden Länder ausgearbeitet würden.

14.41 Uhr – Der Angriff Russlands auf die Ukraine habe die Lage für die Haushaltspolitik in Deutschland „noch einmal fundamental verändert“, sagt Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) bei der Vorstellung des Haushaltsentwurfs für 2022. „Nun müssen wir davon ausgehen, dass auch zusätzliche Ausgaben auf den Bundeshaushalt zukommen werden.“ Lindner räumt damit indirekt ein, dass die von ihm im aktuellen Entwurf geplante Neuverschuldung von 99,7 Milliarden Euro im Kernhaushalt wohl nicht zu halten ist.

14.40 Uhr – Russland will nach den Worten seines Präsidenten Wladimir Putin die Ukraine nicht besetzen. Sein Land habe keine andere Wahl gehabt als diesen militärischen Sondereinsatz. Die Ukraine hätte in absehbarer Zeit Atomwaffen haben können, argumentiert der Präsident, der für den 24. Februar den Beginn der Invasion des Nachbarlandes befohlen hatte. „Die Ukraine hat mit Unterstützung westlicher Mächte eine Aggression gegen Russland geplant.“ Der Einsatz in der Ukraine laufe nach Plan.


14.25 Uhr – Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj fordert mehr Sanktionen gegen Russland und ruft alle US-Firmen auf, ihre dortigen Geschäfte aufzugeben. Die US-Kongressabgeordneten ruft er auf, alles zu tun, damit Russland nicht einen einzigen Penny bekommt, den es zur Zerstörung der ukrainischen Bevölkerung nutzen könnte.

14.21 Uhr – Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj fordert die USA auf, zumindest Flugzeuge bereitzustellen. Wenn die Forderung nach einer Flugverbotszone zu viel verlangt sei, dann brauche die Ukraine Flugzeuge und Flugabwehrsysteme, sagt er vor dem US-Kongress per Video-Schaltung. Er habe eine Pflicht: „Ich muss unseren Luftraum schützen.“

14.12 Uhr – Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bittet die USA eindringlich um Unterstützung. „Wir brauchen Sie jetzt“, ruft er den US-Kongressabgeordneten per Video-Schaltung zu. „Denken Sie an Pearl Harbor“, sagt Selenskyj und erinnert damit an den Überraschungsangriff Japans auf die US-Pazifikflotte im Dezember 1941. „Wenn Sie an die Ukraine denken, dann erinnern Sie sich an die Angriffe vom 11. September 2001.“

13.35 Uhr – Regierung – Bisher 175.000 ukrainische Flüchtlinge aufgenommen

Deutschland hat nach Angaben der Bundesregierung bereits 175.000 ukrainische Kriegsflüchtlinge aufgenommen. Da es keine Regierungspflicht gebe, könne die Zahl aber noch höher sein, sagt Regierungssprecher Steffen Hebestreit. „Da kommt einiges auf uns zu“, fügt er zu. Am Donnerstag wollen Kanzler Olaf Scholz und die 16 Ministerpräsidenten und Ministerpräsidentinnen über das Thema reden. 

13.25 Uhr – Die Ukraine benötigt nach Angaben des tschechischen Ministerpräsidenten Petr Fiala vor allem mehr Waffen, um sich gegen Russland verteidigen zu können. Das sagt er nach seiner Rückkehr aus Kiew, wo er und die Ministerpräsidenten Polens und Sloweniens Gespräche mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj geführt haben. Es sei dabei neben Waffen auch um Sanktionen, humanitäre Hilfe und mögliche weitere diplomatische Schritte gegangen. 

12.40 Uhr – Auch der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj besteht bei den Verhandlungen mit Russland auf verlässliche Sicherheitszusagen. „Wir können und müssen jetzt kämpfen. Wir können und müssen unseren Staat, unser Leben, unser ukrainisches Leben verteidigen. Wir können und müssen einen gerechten, aber fairen Frieden für die Ukraine aushandeln, echte Sicherheitsgarantien, die funktionieren“, sagt er in einer Video-Ansprache.

12.12 Uhr – Ukraine – Verhandeln über Sicherheitsgarantien für Neutralität

Die Ukraine fordert für eine Verhandlungslösung mit Russland verbindliche Sicherheitsgarantien. Es sei ein festes Abkommen nötig, bei dem eine Gruppe von Staaten Garantien für klar rechtsgültige Verpflichtungen übernehmen müsse, um künftige Angriffe aktiv zu verhindern, sagt der ukrainische Unterhändler Mychailo Podoljak. Ein solches Modell liege auf dem Verhandlungstisch. Podoljak, der auch ukrainischer Präsidialamtsberater ist, reagiert damit auf Äußerungen der russischen Seite, wonach eine Neutralität der Ukraine und eine Entmilitarisierung mit eigener Armee nach dem Beispiel Österreichs oder Schwedens ein Kompromiss für eine Verhandlungslösung sein könnte.

12.02 Uhr – Die russische TV-Journalistin Marina Owsjannikowa ist nach ihrem Protest vor laufenden Kameras gegen den Krieg in der Ukraine äußerst besorgt um ihre Sicherheit und die ihrer Kinder. Sie habe aber nicht vor, aus Russland zu fliehen, sagt sie in einem Interview der Nachrichtenagentur Reuters. Sie hoffe, dass ihr Protest nicht umsonst gewesen sei und dass die russische Bevölkerung ihre Augen öffne und Kriegspropaganda genauer hinterfrage. Die Journalistin hatte sich am Montagabend während einer Nachrichten-Live-Sendung des staatlichen TV-Senders Kanal Eins mit einem Plakat hinter die Moderatorin gestellt, auf dem sie zum Ende des Kriegs aufruft und vor Propaganda warnt.

11.55 Uhr – Schweiz verschärft Sanktionen gegen Russland und Belarus

Die Schweiz verschärft ihre Sanktionen gegen Russland und Belarus. Die Reise- und Finanzsanktionen werden auf 197 Personen und neun Organisationen aus Russland ausgeweitet, erklärt das Wirtschaftsministerium. Die Sanktionsliste entspreche damit vollständig jener der Europäischen Union (EU). Zudem werden die Maßnahmen gegen Belarus verschärft. So werde etwa die Ausfuhr von sowohl zivil als auch militärisch einsetzbaren Gütern unabhängig vom Endverwendungszweck oder Endverbraucher verboten. Auch die Einfuhrverbote und Finanzsanktionen gegenüber Belarus werden verschärft.

11.44 Uhr – Russland sieht nach eigenen Angaben eine entmilitarisierte Ukraine nach dem Beispiel Österreichs oder Schwedens mit eigener Armee als mögliche Verhandlungslösung. Das ist eine Variante, die derzeit diskutiert wird und die tatsächlich als ein Kompromiss angesehen werden könnte“, sagt Präsidialamtssprecher Dmitri Peskow laut der russischen Nachrichtenagentur RIA. Mit dem Verweis auf eine Entmilitarisierung scheint Peskow auf die Idee einer Neutralität der Ukraine anzuspielen. 

11.35 Uhr – Die ukrainischen Streitkräfte führen nach Angaben des Präsidentenberaters Oleksii Arestowytsch an mehreren Fronten kleinere Gegenoffensiven aus. Die russischen Truppen hätten keinen Boden gutmachen können. Die Lage in den wichtigsten Brennpunkten habe sich nicht geändert – und könne dies auch nicht, weil Russland seine Ressourcen aufgebraucht habe, sagt Arestowytsch in einem Video-Briefing. Etwa zwei Drittel der Raketen, mit denen Russland ukrainische Ziele beschieße, würden zivile Gebäude und Infrastruktur treffen. Die Angaben ließen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen. Russland dementiert, Zivilisten ins Visier zu nehmen. 

10.45 Uhr – Der Präsident des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK), Peter Maurer, ist in Kiew zu einem fünftägigen Ukraine-Besuch eingetroffen. Mit der Reise will er nach Angaben der Hilfsorganisation die Forderungen nach einem besseren humanitären Zugang und Schutz der Zivilbevölkerung unterstreichen.

10.22 Uhr – Polen – Drei Regierungschefs sicher aus Kiew zurückgekehrt

Die Ministerpräsidenten von Polen, Slowenien und Tschechien sind nach Angaben der polnischen Regierung wohlbehalten von Kiew nach Polen zurückgekehrt. Delegationen um die Regierungschefs Mateusz Morawiecki, Janez Jansa und Petr Fiala waren trotz der anhaltenden Kämpfe am Dienstag mit dem Zug in die von russischen Truppen bedrohte ukrainische Hauptstadt gereist. Dort hatten sie den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj getroffen, um ihm Unterstützung zu demonstrieren.

09.43 Uhr – Lawrow zu Verhandlungen – Sind uns bei einigen Formulierungen fast einig

Bei den Verhandlungen mit der Ukraine ist man nach Angaben des russischen Außenministers Sergej Lawrow kurz davor, sich über einige Formulierungen für eine Vereinbarung zu einigen. Ernsthaft diskutiert werde über einen neutralen Status der Ukraine, sagt er dem Nachrichtenportal RBC. Allerdings gebe es auch noch andere wichtige Dinge, wie etwa die Verwendung der russischen Sprache in der Ukraine sowie die Redefreiheit.

09.35 Uhr – Die Friedensgespräche mit der Ukraine sind nach Angaben des russischen Außenministers Sergej Lawrow „nicht einfach“. Es bestehe aber Hoffnung auf einen Kompromiss, sagt er in einem Interview mit dem Nachrichtenportal RBC.

09.30 Uhr – US-Verteidigungsminister Lloyd Austin betont, sein Land stehe „eisern“ zur Beistandspflicht der Nato nach Artikel 5. Die USA würden zudem die Ukraine auch weiterhin dabei unterstützen, sich gegen die russische Invasion zu verteidigen, sagt Austin vor Beratungen der Nato-Verteidigungsminister in Brüssel. Die Nato-Staaten seien geeint und an der Seite der legitimen Regierung der Ukraine. An dem Brüsseler Treffen soll auch ein Vertreter der ukrainischen Regierung teilnehmen.

09.09 Uhr – Die ukrainischen Streitkräfte starten nach Angaben der Regierung in mehreren Gebieten Gegenoffensiven. Dies verändere die Lage „radikal“, erklärt der ukrainische Präsidialamtsberater Mychailo Podolyak über Twitter. Details nennt er nicht. 

09.05 Uhr – Russische Truppen haben nach Angaben der ukrainischen Vize-Ministerpräsidentin Iryna Wereschtschuk in der Hafenstadt Mariupol ein Krankenhaus unter ihre Kontrolle gebracht. 400 Patienten und Mitarbeiter würden als Geiseln gehalten. Die Soldaten hätten auf dem Klinikgelände Artillerie in Stellung gebracht und würden Schüsse abfeuern, sagt die stellvertretende Regierungschefin in einer Video-Ansprache. Ob ein Fluchtkorridor zur Evakuierung weiterer Zivilisten aus der ostukrainischen Stadt diesen Mittwoch geöffnet werden könne, sei fraglich. Die Angaben ließen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen. Mariupol gehört zu dem am heftigsten umkämpften Städten in der Ukraine. 

08.47 Uhr – Die britische Außenministerin Liz Truss äußert sich zurückhaltend zu den Erfolgsaussichten der Gespräche zwischen Russland und der Ukraine. „Ich bin skeptisch, was die Friedensgespräche angeht, solange Putin immer noch Krieg in der Ukraine führt. Er muss einen Waffenstillstand in Kraft setzen und seine Truppen abziehen, damit diese Friedensgespräche ernst genommen werden können“, sagt Truss der BBC. Putin müsse „um jeden Preis“ gestoppt werden.

08.41 Uhr –  103 Kinder in Ukraine bislang getötet

103 Kinder sind nach Angaben der ukrainischen Staatsanwaltschaft bislang seit Beginn der russischen Invasion in der Ukraine getötet worden.

07.55 Uhr – Behörden – Mindestens 500 Bewohner von Charkiw bislang getötet

In der umkämpften ostukrainischen Großstadt Charkiw sind nach Angaben der Regionalverwaltung seit Beginn der russischen Invasion am 24. Februar mindestens 500 Einwohner getötet worden. Die Angaben ließen sich unabhängig nicht überprüfen. Russland dementiert, bei seinen Militäraktionen Zivilisten ins Visier zu nehmen. 

07.44 Uhr – Aus der von russischen Truppen belagerten Stadt Mariupol sind nach ukrainischen Angaben bislang rund 20.000 Einwohner in Privatautos geflohen. Dies teilt der Berater des ukrainischen Innenministeriums, Vadym Denysenko, mit. Ukrainischen Angaben zufolge sind die Einwohner seit fast zwei Wochen ohne Heizung, Strom und fließendes Wasser in der Hafenstadt im Südosten des Landes eingeschlossen. Mindestens 200.000 Menschen seien dringend auf eine Evakuierung angewiesen.

06.45 Uhr – Japans Finanzminister – G7 beraten erneut über Ukraine-Krieg

Die sieben führenden Industriestaaten (G7) wollen laut dem japanischen Finanzminister Shunichi Suzuki noch im Tagesverlauf erneut über die russische Invasion in die Ukraine beraten. Eine Videokonferenz dazu sei für 13.00 Uhr MEZ geplant, kündigt Suzuki im Parlament in Tokio an. Er sagte allerdings nicht, ob die Beratungen auf Ebene der Finanzminister oder anderer G7-Vertreter stattfinden sollen. 

05.40 Uhr – Neun von zehn Ukrainern wären nach Ansicht des UN-Entwicklungsexperten Achim Steiner im Fall eines langanhaltenden Krieges von Armut bedroht. Im schlimmsten Fall würde die Wirtschaft des Landes zusammenbrechen und das Wachstum von zwei Jahrzehnten zunichtegemacht, sagte Steiner, Administrator des Entwicklungsprogramms der Vereinten Nationen (UNDP).

03.40 Uhr – IWF – Ukraine-Konflikt kann Weltwirtschaftsordnung ändern

Der Ukraine-Konflikt könnte nach Ansicht des Internationalen Währungsfonds (IWF) die globale Wirtschaftsordnung grundlegend verändern. Neben kurzfristigen Folgen wie einer steigenden Inflation bei nachlassendem Wachstum seien längerfristige Auswirkungen denkbar, so der IWF: „Der Krieg kann die weltweite wirtschaftliche und geopolitische Ordnung grundlegend verändern, wenn sich der Energiehandel verschiebt, sich Lieferketten verändern, Zahlungs-Netzwerke zerfallen und Länder neu über ihre Währungsreserven nachdenken“, erklärte der IWF. 

01.00 Uhr – Bei den Gesprächen zwischen Russland und der Ukraine klingen die Standspunkte der beiden Seiten nach den Worten des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyi inzwischen realistischer. „Man sagt mir, die Positionen bei den Verhandlungen klingen realistischer“, sagte er in einer am frühen Mittwochmorgen veröffentlichten Videobotschaft. „Allerdings braucht es noch mehr Zeit für Entscheidungen im Interesse der Ukraine“, sagte Selenskyi. 

00.00 Uhr – Die USA planen einem Zeitungsbericht zufolge neue Militärhilfen im Wert von einer Milliarde Dollar für die Ukraine. US-Präsident Joe Biden wolle die Hilfen am Mittwoch bekannt geben, berichtete das „Wall Street Journal“.

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