Regierungskreise – Bei Energie-Importstopp droht Wirtschaftskrise

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Berlin, 10. Mrz (Reuters) – Ein sofortiger Importstopp für russische Energie könnte Regierungskreisen zufolge eine gravierende Wirtschaftskrise zur Folge haben. „Das wahrscheinlichste Szenario ist, dass ein kurzfristiger Lieferstopp eine Wirtschaftskrise verursacht, bei der das Bruttoinlandsprodukt ähnlich stark einbrechen könnte wie in der Corona-Krise 2020“, heißt es in einer vom Wirtschaftsministerium verbreiteten wissenschaftlichen Studie am Donnerstag.

„Auch drohen dramatische soziale Folgen“, wird weiter zitiert. In der Corona-Krise 2020 war die Wirtschaftsleistung um 4,6 Prozent zurückgegangen. Die vom Ministerium angeführte Studie der Wirtschaftswissenschaftler Sebastian Dullien und Tom Krebs widerspricht damit Einschätzungen der Wissenschaftsakademie Leopoldina, die die Folgen als handhabbar eingeschätzt hatte.

Das Wirtschaftsministerium will weiter den Weg einer größtmöglichen Unabhängigkeit von russischer Energie verfolgen. Neben dem beschleunigten Ausbau Erneuerbarer Energien gehört dazu auch der Aufbau von Gas- und Kohlereserven.

Dabei soll aber am angepeilten Kohleausstieg bis 2030 festgehalten werden. „Die beste mittelfristige Antwort auf die Importabhängigkeit ist der Ausstieg aus der Kohle, der schrittweise bis 2030 erfolgt“, teilte das Ressort von Robert Habeck (Grüne) mit. Zunächst blieben aber abgeschaltete Braunkohlekraftwerke in Reserve. Man prüfe zudem, ob Meiler, die zur Stilllegung vorgesehen sei, ebenfalls dieser Reserve zugeführt werden.

Regierungskreise – Bei Energie-Importstopp droht Wirtschaftskrise

Copyright: (c) Copyright Thomson Reuters 2022

Titelfoto: Symbolfoto

Wichtige Entwicklungen zur Ukraine.

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