Samstag, November 7, 2026
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Holocaust-Überlebende Friedländer ist tot – Steinmeier kondoliert

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Margot Friedländer (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Holocaust-Überlebende Margot Friedländer ist tot. Das teilte Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier am Freitagabend mit.

„Die Nachricht vom Tode Margot Friedländers erfüllt mich mit tiefer Trauer. Sie hat unserem Land Versöhnung geschenkt – trotz allem, was die Deutschen ihr als jungem Menschen angetan hatten. Für dieses Geschenk können wir nicht dankbar genug sein“, würdigte Steinmeier die Verstorbene.

„Margot Friedländer hat als Kind und als junge Frau die Shoah erlebt und überlebt. `Versuche dein Leben zu machen`: Diese letzte Nachricht hinterließ ihr ihre Mutter, ehe sie 1943 nach Auschwitz deportiert und dort ermordet wurde. Für Margot Friedländer, die in Verstecken und schließlich auch ihre Deportation nach Theresienstadt überlebte, wurde dieser Satz zum Vermächtnis und zur Maxime ihres Lebens“, erinnerte der Bundespräsident.

„Im hohen Alter kehrte Margot Friedländer aus den USA in ihre Heimatstadt Berlin zurück, in jene Stadt, in der sie selbst gedemütigt, bedroht und verfolgt worden war. Und bis ins hohe Alter hinein berichtete sie hier und in ganz Deutschland von ihrem Schicksal, trat für Demokratie und Menschenrechte ein, wandte sich gegen Hass und jede Form von Rassismus, Antisemitismus und Menschenfeindlichkeit“, so Steinmeier.

„Sie wusste, was Menschen anderen Menschen antun können. Und deshalb war es ihr so wichtig, dass die Erinnerung an die Zerstörung von Recht, Freiheit und Demokratie weitergetragen wird. Sie teilte ihre Erinnerung mit uns, damit das, was geschehen war, nicht wieder geschieht. Dafür wurde sie vielfach ausgezeichnet, zuletzt durfte ich ihr das Große Verdienstkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verleihen“, zeigte sich der Bundespräsident geehrt.

„Wir verneigen uns vor Margot Friedländer, dieser wunderbaren deutschen Jüdin aus Berlin“, schloss das deutsche Staatsoberhaupt.


Foto: Margot Friedländer (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Gewerkschaften fordern Vorgaben für Umgang mit Beamten aus AfD

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Gewerkschaft der Polizei (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Nach der Einstufung der AfD als gesichert rechtsextreme Bestrebung durch das Bundesamt für Verfassungsschutz fordern Gewerkschaften Vorgaben der Politik und Verwaltung für den Umgang mit Parteiangehörigen im öffentlichen Dienst. Jochen Kopelke, Bundesvorsitzender der Gewerkschaft der Polizei, sagte der „Wochentaz“ (Samstagsausgabe), es brauche nun „ein abgestimmtes Vorgehen der Innenminister auf Bundes- und Länderebene“ im Umgang mit Beschäftigen mit AfD-Parteibuch.

Unmittelbar habe die Einstufung keine Auswirkungen für Polizisten, anders als bei einem Parteiverbot, so Kopelke. Sie werde aber „mittel- bis langfristig Auswirkungen auf Beschäftigte im öffentlichen Dienst haben, insbesondere auf Polizeibeschäftigte“. Denn diese seien durch ihre verfassungsrechtliche Treupflicht verpflichtet, die freiheitlich-demokratische Grundordnung aktiv zu schützen.

Auch die Chefin der Bildungsgewerkschaft GEW, Maike Finnern, sagte der „Wochentaz“, sie habe schon vor der AfD-Hochstufung eine „Handlungsnotwendigkeit“ gesehen, wenn Lehrkräfte „im Unterricht Positionen vertreten, die der demokratischen Grundordnung widersprechen“.

Einen Generalverdacht gegen Lehrer mit Parteibuch halte sie zwar für „nicht zielführend“. Aber es brauche nun Einzelfallprüfungen und systematische Beschwerde- und Meldeverfahren sowie Präventions- und Interventionskonzepte. Politik und Verwaltungen müssten den Schulen einen Handlungsrahmen geben, damit diese „Klarheit haben, wo rote Linien sind“, so Finnern.

Der Leiter der Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora, Jens-Christian Wagner, nannte die Hochstufung „überfällig“. Sie erleichtere es, AfD-Funktionären „die Teilnahme an Veranstaltungen in den Gedenkstätten zu versagen, um der Normalisierung keinen Vorschub zu leisten“, so Wagner zu „Wochentaz“. Auch sei es Angehörigen von NS-Verfolgten nicht zuzumuten, bei diesen Veranstaltungen neben Rechtsextremen zu sitzen, die das Leiden der NS-Verfolgten „kleinreden oder sogar leugnen“.

Am Freitag vor einer Woche hatte die damalige Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) die Hochstufung der AfD als „gesichert rechtsextreme Bestrebung“ durch das Bundesamt für Verfassungsschutz verkündet. Der Nachrichtendienst erklärte inzwischen eine „Stillhaltezusage“, diese Einstufung ruhen zu lassen, bis eine gerichtliche Entscheidung über eine Eilklage der AfD vorliegt.


Foto: Gewerkschaft der Polizei (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Dax legt zu – Neues Allzeithoch durch Zollhoffnungen

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Frankfurter Börse, via dts NachrichtenagenturFrankfurt/Main (dts Nachrichtenagentur) – Zum Wochenausklang hat der Dax zugelegt. Zum Xetra-Handelsschluss wurde der Index mit 23.499,32 Punkten berechnet, ein Plus in Höhe von 0,63 Prozent im Vergleich zum Vortagesschluss. Zwischenzeitlich hatte der Dax gar ein Rekordhoch von 23.543,27 Punkten erreicht.

Marktbeobachter sehen in den jüngsten Hoffnungen im Zollstreit eine Triebfeder für investitionsfreudige Anleger.

An der Spitze der Kursliste waren kurz vor Handelsschluss die Papiere von der Commerzbank mit über drei Prozent im Plus zu finden, direkt hinter denen von Bayer und Daimler Truck. Entgegen dem Trend ließen die Aktien von Allianz am Listenende über zwei Prozent nach, direkt hinter denen von Qiagen und MTU Aero Engines.

Die europäische Gemeinschaftswährung war am Freitagnachmittag stärker: Ein Euro kostete 1,1265 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8877 Euro zu haben.

Der Goldpreis konnte deutlich profitieren, am Nachmittag wurden für eine Feinunze 3.344 US-Dollar gezahlt (+1,2 Prozent). Das entspricht einem Preis von 95,44 Euro pro Gramm.

Der Ölpreis stieg unterdessen deutlich: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Freitagnachmittag gegen 17 Uhr deutscher Zeit 63,57 US-Dollar, das waren 73 Cent oder 1,2 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.


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Joachim Löw: Stürmer Thomas Müller auch als Typ "einzigartig"

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Thomas Müller (Archiv), via dts NachrichtenagenturFreiburg (dts Nachrichtenagentur) – Anlässlich des letzten Heimspiels von Thomas Müller für den FC Bayern München würdigt der ehemalige Bundestrainer Joachim Löw die Karriere des Nationalspielers, mit dem er ein insgesamt erfolgreiches Jahrzehnt bei der deutschen Nationalmannschaft verbracht hat. Er habe Müller „nicht nur als großen Spieler in Erinnerung, der 2010 zum Torschützenkönig der WM in Südafrika wurde und vier Jahre später bei unserem WM-Titel in Brasilien eine entscheidende Rolle gespielt hat“, schreibt in einem Gastbeitrag für die „Süddeutsche Zeitung“ (Samstagausgabe). „Auch als Typ war und ist er einzigartig.“

Löw erinnert sich, wie Müller vor dessen erstem Länderspiel im März 2010 mit einer „herrlichen Unbekümmertheit“ im DFB-Quartier ankam, „er war von Anfang an so, wie er auch später war: humorvoll, unkonventionell, nicht stromlinienförmig. Er war nicht schüchtern wie ein Neuling, er war einfach da, er hat sofort irgendwie dazugehört.“

Auch habe man „gleich im ersten Training all das sehen können, was sein Spiel bis heute ausmacht: diese Intuition, dieses Gespür für Räume und für Situationen im Sechzehner, diesen unglaublichen Torinstinkt“. Mehr noch als über den Fußballer Müller schwärmt Löw über den „Stimmungsspieler“ Müller: „Wenn Thomas in der Kabine war, dann änderte sich die Temperatur.“ Keiner habe die Mitspieler so gut „aufrütteln, heiß machen oder auch mal beruhigen“ können.

Müller sei „einer dieser unersetzlichen Spieler, die so wichtig für eine Kabine sind“. Auch wenn er, der Bundestrainer, den Spieler manchmal habe bremsen müssen: „Es gab Situationen, in denen ich während des Trainings auch mal sagen musste: `Thomas, jetzt sei doch mal still. Du musst nicht alles kommentieren und ständig den Trainern ein Loch in den Bauch fragen.`“

Allerdings erinnert sich Löw auch an Momente, als der Stürmer „nicht so sehr in seinem Flow“ war wie etwa bei der EM 2016, als er bei Müller eine „innere Unruhe“ wahrnahm: „`Thomas`, habe ich nach ein paar Tagen im Quartier in Evian zu ihm gesagt, `du musst mal zur Ruhe kommen.`“

Die vorübergehende Verabschiedung von Müller aus der Nationalmannschaft tut Löw dagegen bis heute weh. Ausführlich beschreibt er das schwierige Gespräch, das er nach der WM 2018 mit Müller, Jérôme Boateng und Mats Hummels in München führte. „Wir hatten Gründe für diese Entscheidung. Aber wir haben es nicht gut umgesetzt. Das weiß ich aus heutiger Sicht, und das hätten wir gerade mit Blick auf diese drei Spieler, denen wir unendlich viel verdanken, besser hinbekommen und moderieren müssen“, erklärt Löw. „Ich wollte es den Spielern unbedingt persönlich sagen, und ich wollte, dass es alle drei zur gleichen Zeit erfahren, auf gar keinen Fall sollte es einer aus den Medien hören. Deswegen sind wir zum Training des FC Bayern gegangen, weil wir wussten, wir können sie da alle drei auf einmal antreffen.“

Müller habe „enttäuscht und auch ein Stück weit überrascht“ reagiert, „vielleicht hätte ich sagen sollen: `Lasst uns in ein paar Wochen mal treffen und über die Zukunft sprechen.` Dann wären sie nicht so kalt erwischt worden.“ Später hat er Müller ja wieder in die Nationalmannschaft zurückgeholt, und nach all den Jahren, so Löw, bleibe „eine tiefe Verbindung“.


Foto: Thomas Müller (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Friedensnobelpreisträger verurteilt deutsche Israel-Haltung

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Protest gegen Israel-Vorgehen im Gazastreifen (Archiv), via dts NachrichtenagenturWien (dts Nachrichtenagentur) – Mohamed el-Baradei, ehemaliger Generaldirektor der Internationalen Atomenergie-Behörde in Wien und Träger des Friedensnobelpreises, hat die deutsche Israel-Politik angesichts über 50.000 überwiegend ziviler Todesopfer israelischer Militäroperationen im Gazastreifen scharf kritisiert. „Wenn Menschen wie die Fliegen getötet werden, und das geht immer und immer weiter und allen ist klar: Es ist Vergeltung. Dann kann man nicht so tun, als sei es Selbstverteidigung“, sagte der 83-Jährige dem „Stern“. „Das hat Deutschlands Ansehen schweren Schaden zugefügt.“

Er habe erwartet, dass Deutschland aus seiner Geschichte die Verpflichtung ableiten würde, sich dafür einzusetzen, einen neuen Genozid zu verhindern. „Verteidigen Sie Israel – aber entmenschlichen Sie dabei nicht die Palästinenser“, sagte der promovierte Völkerrechtler, der selbst jahrelang als Professor für Internationales Recht an der renommierten New York University gelehrt hat. Besonders die Äußerungen der ehemaligen deutschen Außenministerin Annalena Baerbock sieht el-Baradei kritisch.

Die aktuellen Verhandlungen zwischen den Regierungen der USA und des Iran über Teherans Atomprogramm hält el-Baradei für aussichtsreich. Beide Seiten hätten ein Interesse an einem Deal. Der Iran aus wirtschaftlichen Gründen. Donald Trump hingegen geht es nach Ansicht el-Baradeis vor allem um persönlichen Ruhm: „Er möchte ja den Friedensnobelpreis bekommen.“

Gefragt, ob er in diesem Fall seinen eigenen Friedensnobelpreis zurückgeben würde, mit dem er 2005 gemeinsam mit der Internationalen Atomenergie-Behörde für Verdienste um die internationale Abrüstung ausgezeichnet worden war, antwortete el-Baradei: „Ganz bestimmt.“


Foto: Protest gegen Israel-Vorgehen im Gazastreifen (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Stegner rügt deutsche Russland-Haltung – Kritik von Grünen und CDU

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Ralf Stegner (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Der SPD-Abgeordnete Ralf Stegner hat scharfe Kritik an den deutsch-russischen Beziehungen geübt – und entsprechend eigene Treffen mit Putin-Getreuen an den offiziellen Kanälen vorbei verteidigt. „Wir haben eine Form von Kommunikation, die kurz vor Kriegserklärung steht“, sagte Stegner dem „Spiegel“. „In einer Zeit, in der alle Verbindungen zu Russland reißen, halte ich daher jeden Kontakt für sinnvoll.“

Stegner und andere hochrangige Politiker wie der frühere brandenburgische Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) und der ehemalige Kanzleramtschef Ronald Pofalla (CDU) hatten an mehreren Treffen mit russischen Gesandten in Aserbaidschan teilgenommen. Stegner verteidigte die Gespräche in Baku als Bemühungen, einander weiter zuzuhören. „Ich warne davor, dass sich Diskussionen so verengen, dass man mit bestimmten Leuten gar nicht mehr reden darf“, so Stegner.

Stegner ist als Abgeordneter Mitglied des Parlamentarischen Kontrollgremiums und hat als solcher Zugang zu Geheimdienstinformationen. Mehrere Abgeordnete zeigten sich empört über die nicht angezeigte Reise nach Baku. Kritik an einer Einflussnahme durch den Kreml weist Stegner dennoch zurück. Er habe die Reise selbst bezahlt, keine vertraulichen Informationen geteilt und sehe keinen Grund, eine inoffizielle Reise offenzulegen. Zugleich habe er den russischen Angriff auf die Ukraine in den Gesprächen stets scharf verurteilt.

Der Grünen-Bundestagsabgeordnete Anton Hofreiter zeigte sich etwa entsetzt über das Treffen mit russischen Vertretern. „Das Treffen von Stegner und Co. in Aserbaidschan ist ein erhebliches Sicherheitsrisiko für Deutschland und Europa“, sagte Hofreiter den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Samstagausgaben).

Gespräche – auch mit Autokraten – könnten wichtig und sinnvoll sein, sie seien auch immer Teil von Konfliktlösungen, so Hofreiter weiter. „Doch dieser Umgang mit hochrangigen Kreml-Vertretern zeugt ausschließlich von Naivität und der blinden Hoffnung wieder zu billigem Öl und Gas aus Russland zurückzukehren. Das ist ein massives Sicherheitsrisiko für Deutschland und unsere europäischen Partner“, kritisierte er.

Stattdessen müsse mit Putin auf höchster Ebene aus einer Position der Stärke heraus verhandelt werden. Auch Hofreiter forderte Konsequenzen für Stegner: „Mit seinem Verhalten disqualifiziert sich Stegner dafür, erneut Mitglied im Parlamentarischen Kontrollgremium zu werden, wo er Zugang zu geheimsten Informationen hat.“ Er appellierte: „Ich erwarte von Merz und Klingbeil, diese Treffen umgehend einzustellen und die Beteiligten zur Verantwortung zu ziehen“, so Hofreiter.

Den Bundeskanzler forderte er auf, den Umgang mit Putin in die eigenen Hände nehmen in enger Abstimmung mit europäischen Partnern.

Der stellvertretende Vorsitzende des Geheimdienstkontrollgremiums, Roderich Kiesewetter (CDU), griff Stegner ebenfalls an. „Das PKGr warnt intensiv vor der hybriden Einflussnahme Russlands gegen Deutschland und insbesondere auch relevante Multiplikatoren und Entscheidungsträger“, sagte Kiesewetter dem „Tagesspiegel“ (Samstagausgabe). „Deshalb wird sich Herr Stegner hier einige Fragen gefallen lassen müssen.“

Der SPD-Außenpolitiker gab in einer ersten Reaktion auf einen gemeinsamen Bericht des ARD-Magazins „Kontraste“ sowie der Wochenzeitung „Die Zeit“ an, dass es sich Mitte April um eine private Reise in die aserbaidschanische Hauptstadt Baku gehandelt habe. „Solche Treffen sind nicht privat, sie stehen im Widerspruch zur außen- und sicherheitspolitischen Strategie Deutschlands“, erklärte dagegen Kiesewetter: „Damit wird Russland ein Einfallstor für Manipulation und Beeinflussung gegeben.“


Foto: Ralf Stegner (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Linken-Bundesparteitag in Chemnitz eröffnet

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Linken-Parteitag am 09.05.2025, via dts NachrichtenagenturChemnitz (dts Nachrichtenagentur) – Die Landesvorsitzende der Linken in Sachsen, Susanne Schaper, hat am Freitag in Chemnitz den Bundesparteitag der Partei eröffnet. In ihrer Rede hob sie die Notwendigkeit verstärkter Investitionen hervor. Wer mit dem Regionalzug angereist sei, habe am eigenen Leib erfahren, wie wichtig Investitionen in die Bahninfrastruktur seien, so Schaper.

Schaper hob hervor, der Wahlerfolg der Linken bei der vergangenen Bundestagswahl sei auf eine kluge Strategie und das Engagement der Mitglieder zurückzuführen. Die Partei habe sich auf den Kampf um soziale Gerechtigkeit, gegen Faschismus und für Frieden konzentriert und sei im Wahlkampf geeint aufgetreten. Zehntausende Neumitglieder hätten gemeinsam mit langjährigen Unterstützern auf der Straße gestanden.

Die Linken-Bundesspitze um Jan van Aken, Ines Schwerdtner und Heidi Reichinnek beschwor ebenfalls das gemeinsame Wirken der Mitglieder und feierte das starke Ergebnis bei der letzten Bundestagswahl.


Foto: Linken-Parteitag am 09.05.2025, via dts Nachrichtenagentur

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Reiche will Verhältnis zwischen Wirtschaft und Politik verbessern

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Katherina Reiche (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Die neue Bundeswirtschaftsministerin Katharina Reiche (CDU) will mit einem Maßnahmenpaket die stagnierende deutsche Wirtschaft wieder in Schwung bringen. Dafür wolle sie gezielte Investitionsanreize setzen, niedrigere Energiepreise und einen umfassenden Bürokratieabbau erreichen, sagte sie der RTL/ntv-Redaktion.

„Wir müssen den Investitionsboost lostreten und das bedeutet deutlich mehr Abschreibungen für die deutsche Wirtschaft und eine Reform der Körperschaftssteuer“, sagte Reiche. Auch die Gasspeicherumlage solle überprüft werden. „Die Energiepreise sind in einer Höhe, die dazu führt, dass nicht nur energieintensive Industrien abwandern müssen“, warnte die Ministerin.

Ein erster Schritt zur wirtschaftlichen Entlastung sei bereits in Arbeit. „Ich hoffe, dass wir bis zur Sommerpause Mitte Juli ein erstes Entlastungspaket präsentieren können“, so Reiche. Besonders drängend sei das Thema Gaskraftwerke, bei dem man sich schnell mit der EU-Kommission abstimmen werde.

Auch die Außenwirtschaftspolitik nimmt für Reiche einen hohen Stellenwert ein. Angesichts wachsender globaler Handelskonflikte sagte sie: „Zollstreit, Zollkrieg hilft niemandem. Hohe Zölle behindern beide Seiten“. Sie kündigte an, gemeinsam mit der EU-Kommission Gespräche mit den USA zu führen, um eine neue Freihandelsagenda zu entwickeln. „Wir müssen schnell an Freihandelsabkommen mit Mercosur, mit Mexiko, nicht nur arbeiten, sondern diese umsetzen“, so Reiche weiter.

Auf die Kritik, sie komme aus der Energiewirtschaft und fehle es ihr womöglich an politischer Erfahrung, reagierte sie gelassen. „Was von der Sache zu verstehen, hat selten geschadet“, entgegnete die Ministerin und ergänzte, dass sie sowohl aus der Politik als auch aus der Wirtschaft viel gelernt habe.

Ein zentrales Anliegen sei für Reiche, die Verständigung zwischen Staat und Wirtschaft zu verbessern. „Es ist nicht gut, wenn Politik misstrauisch gegenüber der Wirtschaft ist. Es war auch nicht gut, wenn die Wirtschaft mit einer gewissen Arroganz auf Politik schaut“, sagte sie. Gute Politik brauche Vertrauen und Dialog. „Der Staat kann nicht alles investieren, das muss die Wirtschaft machen“, behauptete Reiche.


Foto: Katherina Reiche (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Justizministerin Hubig begrüßt Sondertribunal gegen Russland

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Stefanie Hubig am 06.05.2025, via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD) hat eine in Lwiw abgegebene Erklärung zur Einrichtung eines Sondertribunals in Bezug auf die russische Aggression gegen die Ukraine begrüßt. „Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine ist ein brutales, völkerrechtswidriges Verbrechen, wie es in der jüngeren europäischen Geschichte kein zweites gegeben hat“, sagte sie am Freitag. „Auch und gerade das Recht muss darauf eine Antwort geben.“

„Es ist eine deshalb gute Nachricht, dass sich die Ukraine und ihre Verbündeten heute auf die Einrichtung eines Sondertribunals verständigt haben. Die Verantwortlichen für den völkerrechtswidrigen russischen Angriffskrieg müssen juristisch zur Rechenschaft gezogen werden“, so die Sozialdemokratin.

„Vor dem Internationalen Strafgerichtshof kann das Verbrechen der russischen Aggression nicht geahndet werden. Mit dem Sondertribunal wird diese Strafbarkeitslücke geschlossen“, erklärte die Ministerin. „Von seiner Einrichtung wird ein wichtiges Signal ausgehen: Auch für das Verbrechen der Aggression gibt es keine Straflosigkeit. Europa steht fest an der Seite der Ukraine – und auf der Seite des Rechts.“


Foto: Stefanie Hubig am 06.05.2025, via dts Nachrichtenagentur

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1. Bundesliga: Leverkusen bestätigt Abschied von Coach Alonso

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Xabi Alonso (Archiv), via dts NachrichtenagenturLeverkusen (dts Nachrichtenagentur) – Fußball-Bundesligist Bayer 04 Leverkusen hat den Abschied von Cheftrainer Xabi Alonso zum Saisonende bestätigt. Nach mehr als zweieinhalb gemeinsamen Jahren würden sich die Wege trennen, teilte der Verein am Freitagnachmittag mit und bestätigte damit anhaltende Gerüchte um die Personalie.

„Der Deutsche Meister, Pokal- und Supercupsieger von 2024 ist dem Wunsch des Spaniers nachgekommen, den ursprünglich bis Sommer 2026 gültigen Vertrag nach Abschluss dieser Saison vorzeitig aufzulösen. Einen Nachfolger als Cheftrainer wird Bayer 04 zu gegebener Zeit bekannt geben“, hieß es.

„Gemeinsam mit Xabi Alonso haben wir allein durch den Gewinn der Meisterschaft ohne Niederlage eine Erfolgsgeschichte geschrieben, wie es sie im deutschen Fußball noch nicht gegeben hat“, sagte Werner Wenning, Vorsitzender des Gesellschafterausschusses von Bayer 04 zu dem Schritt. „Er war als Trainer zu jeder Zeit ein hervorragender Botschafter, sowohl für unseren Klub als auch für die gesamte Bundesliga.“

Geschäftsführer Fernando Carro hob die sportliche Reputation hervor, die der Werksklub in den zurückliegenden zweieinhalb Spielzeiten sowohl national als auch international hinzugewonnen habe: „Die unter Xabi Alonsos Verantwortung erzielten Erfolge haben Bayer 04 in der Fußball-Welt dauerhafte Anerkennung verschafft. Die Meisterschale ungeschlagen nach Leverkusen zu holen, dazu der DFB-Pokalsieg, der Einzug ins Europa-League-Finale, der Supercup-Gewinn – darauf sind wir sehr stolz“, so Carro.

Geschäftsführer Sport Simon Rolfes bewertete die Ära Alonso als einen „Meilenstein in der Entwicklung von Bayer 04 Leverkusen“. Man habe „gemeinsam mit Xabi ein Team zusammengestellt, das mit sportlicher Qualität und Mentalität die ganze Fußball-Welt beeindruckt hat“, so Rolfes. „Wir sind stolz auf die großen Fortschritte und das heutige Standing des Klubs und wünschen Xabi bei seinen künftigen Aufgaben das Allerbeste.“

Alonso selbst zeigte sich extrem dankbar: „Ich bin Bayer 04 Leverkusen, meinen Spielern und dem Staff, allen Mitarbeitern des Klubs und nicht zuletzt den fantastischen Fans zu großem Dank verpflichtet. Unser Erfolg war das Ergebnis einer überragenden Teamleistung“, so Alonso.

„Den erstmaligen Gewinn der Deutschen Meisterschaft hat dieser Klub, der mir außergewöhnliches Vertrauen geschenkt hat, sehr verdient. Mein Dank und meine Zuneigung gelten allen, die geholfen haben, diesen Triumph einschließlich des Pokalsiegs in Berlin Wirklichkeit werden zu lassen“, sagte Alonso. „Bayer 04 ist gerüstet für die Zukunft. Der positive Weg wird sich fortsetzen und ich werde ihn gespannt verfolgen.“

Berichten zufolge führt der Weg des Ex-Bayern-Profis nun nach der Saison in die spanische Hauptstadt zu Real Madrid.


Foto: Xabi Alonso (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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